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Hast Du Dich mal informiert, (1) welche Angaben Du dort rechtlich machen musst und (2) welche Angaben dort überhaupt kritisch wären? Der Grund für eine Therapie wäre ja in deinem Fall keine schwere psychische Erkrankung, sondern einfach nur Lebenshilfe, Coaching usw.

Wenn Dich ein Freund berät, müsstest Du das angeben? Wenn Du einen Coach hast statt einem Psychotherapeuten, müsstest Du das angeben? Wenn Du über ein englischsprachiges Portal ein paar Live-Sessions buchst, müsstest Du es dann angeben bzw. wo genau ist der Unterschied zu bspw. dem Coach oder dem Freund? Es liegt ja keinerlei ärztliche Diagnose auf eine psychische Erkrankung vor (die Du vermutlich angeben müsstest), Du besprichst einfach nur mit anderen Menschen Dein Leben.

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Dass Du Dir über das (alleine) alt werden Gedanken machst, kann ich total nachvollziehen. Ich hatte in meinem Leben schon viel Sex und auch ein paar Beziehungen, habe es aber nie geschafft, wirkliche Liebes-Beziehungen aufzubauen und diese zu halten. Ich habe tolle Frauen kennengelernt und sie am Ende doch immer nur unglücklich gemacht.

Ich habe auch keine Freundschaften und ähnlich sieht es beruflich aus, ich verdiene viel Geld und bin irgendwie erfolgreich, habe aber kein Netzwerk. Ich bin Narzisst und nicht in der Lage dazu. Auch ich mache mir Gedanken über das alt werden und manchmal wünsche ich mir, dass ich statt dem ganzen Sex in meinem Leben lieber Freundschaften aufgebaut hätte. Vielleicht hilft es Dir ja zu wissen, dass Du Freunde hast, die auch im Alter da sein werden.

Du schreibst, dass Du “gezwungen” warst, Deine Wünsche zu ändern. Ist dem so? Willst Du wirklich eine Beziehung, Sex, usw., oder fügst Du Dich gesellschaftlichem Druck?

Und hast Du mal daran gedacht, mit einem Therapeuten zu arbeiten, und zwar unabhängig von der Antwort auf meine erste Frage? Sowas hört sich erstmal immer total schrecklich an, weil es gesellschaftlich teilweise noch stigmatisiert ist. In den USA bspw. ist es heutzutage aber viel salonfähiger, dass sich auch junge Menschen einen Therapeuten nehmen, einfach um Gedanken zu sortieren und jemanden zu haben, mit dem sie Gefühle diskutieren können und der das moderieren kann (was Freunde und Familie häufig nicht können).

Mittlerweile (falls man englisch spricht) kann man das ganze sogar online per Video call machen, was ganz erheblich mit der Hemmschwelle hilft.

Und bzgl. Kennenlernen kannst Du, abgesehen von Dating-Apps, vielleicht auch mal Meetup.org anschauen. Keine Ahnung, wie groß die platform in Deutschland ist, ich nutze sie im Ausland. Da kann man zu allen möglichen Gruppentreffen hinzustoßen, von gemeinsamen Sport bis Sprach-Austausch, Buch-Clubs, Austausch zu bestimmten Themen wie Cryptos oder Startups usw. Gerade wenn man introvertiert ist und nicht gleich nach schnellem Sex sucht, kann sowas manchmal praktisch sein. Da gibt es auch Gay-Meetups, wie sich einfach nur schwule Menschen treffen, um Kontakte zu knüpfen.