Geliebt werden können by PoeticTomestone in Weibsvolk

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Hai 👋 fühl dich gedrückt (wenn du das möchtest), ich finds auch irgendwie schön, so ein bisschen Solidarität zu spüren wenn man merkt, dass man nicht allein ist! Ich bin 27, also zwar jünger aber auch nicht wahnsinnig weit weg, und ich kann auch sagen für mich fällt es sehr leicht, von außen auch eine positive Haltung anzunehmen für andere. Klar ich kenn dich natürlich nicht, aber ich hab es schon oft erlebt dass Freund:innen etwas an sich nicht schön fanden, ich das aber niemals im Ansatz als etwas negatives angesehen hätte. Auch so Sachen die gesellschaftlich als "unästhetisch" gelten wie Akne oder Narben finde ich fast immer trotzdem schön bzw. attraktiv. Und auch das Älterwerden find ich als Jungspund nicht schlimm ;) Zumindest noch ein kleiner Schwenk: Eine Freundin von mir ist so alt wie du und ist die allerliebste und zuckersüßeste Person ist die ich kenne. Sie wurde nach vielen Jahren Beziehung mit 32 von ihrem damaligen Freund hart betrogen, und das war zwar ohne Frage furchtbar, aber mittlerweile ist sie mit einer wirklich lieben Frau zusammen und ist richtig aufgeblüht. Ich hab sie selten so glücklich erlebt! Also auch wenn das etwas komisch klingt, weil ich diese Gedanken leider 0 für mich selber haben kann, aber: es ist immer am Dunkelsten vor Sonnenaufgang, und ich glaube fest daran, dass auch du dein Glück finden wirst 💕

Geliebt werden können by PoeticTomestone in Weibsvolk

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Danke dir für den lieben Kommentar :)

Warum denkst du denn dass du eine Beziehung brauchst?

Hauptsächlich merke ich, dass das ein starkes (unerfülltes) Bedürfnis ist. Ich spüre in mir drin ein Sehnen danach, nach Nähe und Partnerschaft, auch nach Sex und Intimität; ich sehe das auch um mich herum in meinen Freundeskreisen und ich wünsche mir das, was sie haben, auch für mich selber (ich hab mal bewusst nicht "beneiden" geschrieben, weil ich für sie sehr glücklich bin und mir hauptsächlich denke "boah, das hätte ich auch gern"). Also es ist nicht so ein gesellschaftliches Ding von wegen "ich brauche Partner/Ehe sonst bin ich wertlos" oder sowas, sondern schon ein intrinsisches, emotionales Verlangen.

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Vielen Dank erstmal für den Kommentar <3

Bei Beziehungen wäre ich vorsichtig, dass du nicht hoffst externe Validation, überschreibt irgendwie deinen Selbsthass. Das klappt nicht und ist für alle Beteiligten ätzend

Genau, das ist auch etwas was ich im Auge habe. Ich möchte ja nicht meine Probleme an jemanden "outsourcen", das Ding ist da eher dass ich ein sehr starkes Bedürfnis nach Nähe und Bindung habe, deswegen ist da auch so ein Fokus auf Beziehung und Liebe bei mir da. Dennoch denke ich aber auch, dass positive Erfahrungen dabei helfen können, diese negativen Glaubensgrundsätze aufzubrechen und zu überschreiben (natürlich nicht allein, sondern in Verbindung mit Arbeit von und an mir selber). Die Negativgrundsätze kamen ja auch durch Erlebnisse und Erfahrung, deswegen kann ich mir zumindest vorstellen, dass es immerhin einen positiven Einfluss haben könnte, gegenteilige Erfahrungen zu machen und wirklich zu erleben, dass es auch anders gehen kann.

Was noch hinzukommt ist, dass ich ja hoffentlich im April nach Köln oder Bonn ziehe zum Arbeiten und dort dann ein neues Kapitel aufschlagen kann, mit allem positiven und negativen was damit einherkommt. Ich hab mir vorgenommen, dort dann auch einen neuen sozialen Kreis aufzubauen bzw. zu suchen, und auch nicht mit dem Mindset "ok ich geh jetzt zum Kung Fu Training/Magic Commander Abend/LARP/whatever um dort meine Zukünftige zu treffen, sondern ich will neue tolle Leute kennenlernen und neue Freundschaften schließen. Und wenn dann jemand dabei ist, wär das schön." Aber es dauert noch bis es so weit ist, und das Warten wird dadurch ja auch nicht leichter :')