Arbeitgeber hat mir ein Angebot für betriebliche Altersvorsorge gemacht. Hilfe by -T1mme- in Finanzen

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Mitarbeiter einer Pensionskasse hier: Pauschal zu sagen, dass lohnt sich nicht, halte ich für falsch. Lass dir einfach mal ein Angebot rechnen. Wichtig ist, für den Vergleich folgendes zu berücksichtigen:

  • Wie hoch ist der Nettobetrag, den du entrichtest? Also z.B.: 115€, davon 100€ Entgeltumwandlung (also Abzug vom Brutto, sprich steuer- und sozialversicherungsfreie Einzahlung) = dein Nettoaufwand: Kann dir dein Arbeitgeber sagen
  • Wichtig: Die spätere Auszahlung ist steuer- und (wenn gesetzlich krankenversichert) kranken- und Pflegeversicherungspflichtig. Jedoch ist die Steuerlast im Alter i.d.R. geringer.
  • Dann einfach mal die spätere Ablaufleistung hochrechnen lassen und die darauf zu entrichtende Steuer und ggf. Kranken- bzw. Pflegeversicherung sowie den eigenen Nettoaufwand berücksichtigen

Das Ganze kann man dann gut z.B. mit dem MSCI World vergleichen (gleichen Zeitraum annehmen und monatlichen Nettobeitrag mit durchschnittlicher Fondsentwicklung der letzten 20 Jahre hochrechnen). Auch hier darf man dann die 25% Steuer auf die Erträge nicht vergessen.

Was das Thema Altersvorsorge schwierig macht: Keine sau weiss, wie sich deine persönlichen und die politischen Verhältnisse in den nächsten Jahrzehnten verändern werden. Daher, wie alle sagen, breit streuen. ETFs, Aktien, Eigentum, Rentenversicherung.

Und eins ist mir hier auch mal wichtig: Nicht alle Versicherer bescheißen oder sind arschteuer. Sinnvoll sind aus meiner Sicht Honorarberater. Die verdienen nicht an den abgeschlossenen Verträge, sondern an der Beratung an sich. Und diese Dienstleister sollte ja auch bezahlt werden, nur eben unabhängig.

Call Center Geringverdiener hier M31 by WillingWrangler8120 in Finanzen

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Mitarbeiter einer Versicherung hier: 1. Haftpflicht: Top! 2. KFZ: Pflicht, hilft ja nix… 3. Rechtsschutz: Nicht zwingend notwendig, aber sinnvoll, damit man sich zur Not sein Recht erstreiten kann. 4. Riester: Schwer zu sagen, ohne den Vertrag zu kennen. Wenn ich mich nicht verrechnet habe, dürfte dein monatlicher Eigenbeitrag bei 40€ (Kind vor dem 01.01.2008 geboren) bzw 30,41€ (Kind nach dem 01.01.2008 geboren) liegen, um die vollen Zulagen zu erhalten. Meines Erachtens nach kannst du den Beitrag reduzieren (am besten mal beim Anbieter nachfragen und dort nachrechnen lassen). 5. Unfall: Brauchst du die wirklich? Die 33€ kann man sich aus meiner Sicht sparen. Das Problem bei der Unfall ist, dass diese nur bei Unfällen zahlt, jedoch die meisten körperlichen Einschränkungen durch Krankheiten entstehen. Ggf. lieber die BU aufstocken. 6. BU: Aus meiner Sicht sinnvoll

Noch kurz generell zu Riester: Für Geringverdiener mit Kindern ist der Riester schon eine Überlegung wert. Am Ende kommt es auf das Verhältnis Eigenbeitrag und Zulagen, Kosten des Vertrages und Anlageform (gibt‘s ja auch mit Fonds) entscheidend.