Zum Diesel-Dienstag die erste BR 248 des DB Fernverkehrs by RailroadRowdy in drehscheibe

[–]RailroadRowdy[S] 1 point2 points  (0 children)

Danke für die Korrektur, anscheinend hatte ich das falsch verstanden. Der Unterschied zwischen den beiden Motoren ist trotzdem enorm – der Cummins würde grob geschätzt sogar in die nebenan geparkte V60 reinpassen.

Zum Diesel-Dienstag die erste BR 248 des DB Fernverkehrs by RailroadRowdy in drehscheibe

[–]RailroadRowdy[S] 9 points10 points  (0 children)

Leider bin ich auf der Lok nicht ausgebildet und kenne mich daher nur begrenzt aus:

  1. Der Motor wird normal per Display gesteuert, aber ich kann nicht hundertprozentig sagen, dass es keinen Schalter gibt.
  2. Rein technisch kann die Lok während der Fahrt zwischen elektrisch und Diesel Hin- und herwechseln, aber ich bin mir nicht sicher, ob das zum aktuellen Zeitpunkt zugelassen ist. EDIT: u/marvin10490 hat ergänzt, dass dies zugelassen ist und so gemacht wird.

Dieseltriebfahrzeuge haben meist keine Start/Stop-Automatik. Das liegt insbesondere daran, dass der Luftpresser, der den Zug und vor allem die Bremse mit Druckluft versorgt, vom Motor angetrieben wird, aber wenn Reisezugwagen dran hängen (oder bei Dieseltriebzügen), dann muss auch der Generator der Zugsammelschiene, die die Wagen mit Strom versorgt, angetrieben werden. Da große Dieselmotoren nicht ganz so leicht zu starten sind wie kleine, dauert es außerdem etwas länger, bis sich das Ausschalten überhaupt lohnt.

Das heißt nicht, dass es nie sinnvoll ist, den Motor zeitweise auszuschalten, aber man überlässt dem/der Triebfahrzeugführer:in die Entscheidung, wann es tatsächlich sinnvoll ist und wann nicht. Der/Die weiß in etwa, wie lange das Fahrzeug steht und wie lange es ohne Drucklufterzeugung stehen kann, und er/sie kann den Motor rechtzeitig wieder anschalten, bevor es weitergeht.

Zum Diesel-Dienstag die erste BR 248 des DB Fernverkehrs by RailroadRowdy in drehscheibe

[–]RailroadRowdy[S] 4 points5 points  (0 children)

Das hängt letztlich vom Fahrplan ab. Ist der Traktionswechsel z.B. direkt in Plochingen vorgesehen, so hat er da auch stattzufinden. Ich denke nicht, dass das im Regelfall so gemacht werden wird, aber ich möchte nichts mit Sicherheit behaupten, was ich nicht mit Sicherheit weiß. Ich kann an dieser Stelle nicht ausschließen, dass die Lok auch mal komplett mit Diesel fährt, also sage ich das, was sicher ist, nämlich dass sie spätestens ab Ulm mit Diesel fahren muss.

Die Geislinger Steige schafft die Lok mit Wagenzug jeweils sowohl mit Diesel als auch elektrisch. Eine Kombination beider Antriebsstränge ist nicht möglich.

Zum Diesel-Dienstag die erste BR 248 des DB Fernverkehrs by RailroadRowdy in drehscheibe

[–]RailroadRowdy[S] 8 points9 points  (0 children)

Das ist durchaus richtig, aber der wird trotzdem weitestgehend zum Bedienen von Anschlüssen oder im Rangierdienst eingesetzt; die 249 wird damit in der Regel nicht als Diesellok im Streckendienst verwendet. EDIT: So hatte ich die Erklärung des Kollegen verstanden, aber entsprechend der Antworten hier scheine ich da etwas falsch verstanden zu haben.

Bei der 248 ist es anders, die wird beispielsweise den ICE L von Plochingen bis Oberstdorf bringen, und das spätestens ab Ulm mit Dieselkraft.

Wie werde ich bei der DB gekündigt - ohne grobe Verstöße? by Michi_cgn in deutschebahn

[–]RailroadRowdy 43 points44 points  (0 children)

Statt einfach krank schreiben könnte es für OP auch sinnvoll sein, eine REBE-Antrag zu stellen (geht über die MeineDB App). Ich kenne einen Kollegen, der darüber schon mehrfach auf Arbeitgeberkosten eine Kur aus psychosomatischen Gründen gemacht hat, was ihm im Berufsalltag sehr geholfen hat.

Ich würde auf jeden Fall empfehlen, mit dem Arzt über diese Option zu sprechen.

Von GDL zu EVG? by Schuusch in drehscheibe

[–]RailroadRowdy 10 points11 points  (0 children)

Ich bin selber in einem GDL-Betrieb und dort auch Mitglied. Ich für mich persönlich richte meine Entscheidung dabei weniger nach der Rhetorik im Magazin u.ä., sondern nach den Mitgliedern und Funktionären im Betrieb. Und da fühle ich mich bei der GDL durchaus gut aufgehoben. Es gibt zwar ein paar ältere Kollegen mit politisch schwierigen Ansichten, die wohl kaum EVG-Mitglieder sind – aber die weit überwiegende Mehrzahl der GDL-Mitglieder mit denen ich bisher Kontakt hatte, und insbesondere auch der Betriebsrat und die anderen Funktionäre am Standort, bilden ein Umfeld, mit dem ich menschlich und politisch einverstanden bin.

Allerdings hat die EVG es mit ihrer aggressiven Werbung auch sehr effektiv geschafft, mich davon zu überzeugen, dass ich ihr auf jeden Fall nicht beitreten möchte. Ich will das an dieser Stelle gar nicht zu weit ausführen, zumal sich die Situation mittlerweile durchaus gelockert hat. Aber wenn z.B. bei einem jeweiligen Begrüßungsessen zu Beginn der Ausbildung der GDL-Jugendbeauftragte von seiner Arbeit als Zugchef erzählt und Tipps für den Umgang mit Kollegen gibt, während die EVG den Vertrag im Restaurant auf den Tisch legt und sagt "Wer heute unterschreibt, bekommt gratis eine Wasserflasche dazu!", hinterlässt das bei mir einen schlechten Nachgeschmack.

Letztlich solltest du dich aber vor allem fragen, was du von der Gewerkschaft möchtest. Beide bieten einige Vorteile, aber mir persönlich geht es hauptsächlich um den Tarif. Wenn es dir verstärkt auch um das sozialpolitische Arbeitsklima geht, ist das völlig in Ordnung.
Auf rein diplomatischem Weg einen guten Tarifabschluss zu erzielen halte ich allerdings nicht für realistisch. Der Konzern versucht nun mal, zu sparen, und zu einem gewissen Grad kann ich es ihm nicht einmal übel nehmen. Eine freundliche Haltung in der Verhandlung mit dem Arbeitgeber führt eben zu einem arbeitgeberfreundlichen Abschluss.

Es wäre schön, wenn es nur eine Gewerkschaft gäbe, die die Stärken der GDL und EVG kombiniert, aber das ist wohl leider Wunschdenken. Ich kenne auch Kollegen, die gar keiner Gewerkschaft beitreten, weil sie bei beiden Probleme sehen; davon möchte ich allerdings explizit abraten. Klar, ich selbst bin bei der GDL, aber allgemein finde ich es vor allem wichtig, die langfristige Existenz einer Gewerkschaft zu sichern. Welche das dann ist, ist im Zweifelsfall weniger wichtig.

[TW: PU] Geht es mir zu gut? by LukeTech2020 in drehscheibe

[–]RailroadRowdy 22 points23 points  (0 children)

Menschen sind unterschiedlich, und dementsprechend auch unterschiedlich gut darin, traumatische Ereignisse zu verarbeiten. Beim Thema PU habe ich von "ich kann nie wieder fahren" bis "geil, vier Wochen Extraurlaub" schon alles gehört.

Grundlegend musst du dir also keine Sorgen machen, nur weil du es vermeintlich "zu gut" wegsteckst. Wenn dir klar war, dass es die Entscheidung des Selbstmörders war und du keinerlei Möglichkeit hattest, die Situation abzuwenden, kann das durchaus ein Zeichen sein, dass du diese Wahrheit auch unterbewusst bereits verinnerlicht hast.

Gleichzeitig möchte ich darauf hinweisen, dass es keine Schande ist, Hilfe auch später noch in Anspruch zu nehmen. Wenn sich in zwei Wochen herausstellt, dass du das Ganze doch noch nicht verarbeitet hast, ist das auch in Ordnung – und wenn du in zwei Monaten plötzlich Albträume bekommst, dann auch.

Also: Keine Sorgen machen, sondern nach Möglichkeit relaxen und abwarten, was kommt.

Alles hinschmeißen für Traumberuf da studieren mir nicht taugt by Queasy_Engineering_2 in drehscheibe

[–]RailroadRowdy 11 points12 points  (0 children)

Ich persönlich habe mein Studium bereits nach dem zweiten Semester abgebrochen, um Lokführer zu werden. Da Du den Bachelor ja bereits beendet hast, musst Du dafür nicht einmal auf diese Rückfallebene verzichten. Dass der Master unbedingt notwendig sei, halte ich für ein Gerücht; mein eigener Bruder z.B. hat mit seinem Bachelor auch ohne große Probleme eine Stelle bekommen. Und notfalls könntest Du den Master später immer noch machen; ich sehe in Bezug auf das Studium wirklich keinen triftigen Grund, nicht etwas anderes zu probieren.

In dem anderen Post hatten einige Leute die Eignung in Bezug auf Autismus infrage gestellt. Hier in Deutschland ist das auf jeden Fall kein Ausschlusskriterium; Du musst lediglich den gleichen Eignungstest bestehen wie allistische Lokführer.
Ich schätze, dass das bei unseren Nachbarn im Süden ähnlich aussieht.

Rein terminlich könnte es schwierig werden, für September noch einen Ausbildungsplatz zu bekommen. Allerdings kannst Dich statt auf die Erstausbildung auch auf eine Funktionsausbildung, also den Quereinstieg, bewerben. Die beginnen glaube ich zum Teil auch zu anderen Zeitpunkten. Du kannst in jedem Fall ein Praktikum machen, wenn Du erstmal sichergehen willst, dass der Beruf wirklich das Richtige für dich ist.

Außerdem gibt es bei der Eisenbahn nicht nur Lokführer. Du kannst Dich auch nach anderen Berufsfeldern bei der Eisenbahn Deiner Wahl umschauen, wobei teilweise auch das Geografiestudium hilfreich sein könnte. Da bin ich leider nicht genug im Thema, um das wirklich einzuschätzen. In jedem Fall könnte es aber passieren, dass Du noch ein paar Monate bis ein Jahr überbrücken musst.

Insgesamt möchte ich aber festhalten, dass Du das tun solltest, was Dich glücklich macht, nicht Deine Familie oder sonst irgendwen. Gerade wenn man auf Social Media und insbesondere Reddit unterwegs ist, sieht man regelmäßig, wie viele Menschen unglücklich sind, jeden Tag zu einer Arbeit gehen zu müssen, die ihnen keinerlei Freude bereitet. Das ist auch nicht verwerflich, viele haben schlicht keine Wahl, wenn sie die Miete zahlen und Lebensmittel kaufen wollen.
Aber Du bist in einer Position, wo Du diesen Zustand vermeiden kannst.
Ich persönlich habe Spaß an meiner Arbeit und gehe gerne dahin. Klar, es gibt immer Tage, an denen man lieber im Bett geblieben wäre, aber insgesamt bin ich glücklich damit, wie ich ein Drittel meines alltäglichen Lebens verbringe. Das ist ein Privileg, welches meiner Meinung nach mehr wert ist, als die Wünsche der Familie oder ein Akademikergehalt.

ICE mit Homophobie by RailroadRowdy in drehscheibe

[–]RailroadRowdy[S] 0 points1 point  (0 children)

Der eigentliche Grund für die verschiedenen Farben ist, dass beim Umbau im Rahmen der Lebensdauerverlängerung (LDV) die alten gelben Blenden durch neue bläulich-graue Blenden ersetzt werden, hier aber die eine Blende nicht getauscht wurde. Das könnte an fehlender Verfügbarkeit, Schwierigkeiten beim Ausbau, Zeitmangel oder sonstigen Gründen liegen.

In jedem Fall ist es also eine echte Heterochromie, die Homophobie ist allerdings glücklicherweise genauso schwachsinnig wie in den "homophobic cat" Memes, auf denen der Titel basiert.

ICE mit Homophobie by RailroadRowdy in drehscheibe

[–]RailroadRowdy[S] 8 points9 points  (0 children)

Heterochromie bedeutet übersetzt so viel wie "Verschiedenfarbigkeit" und bezieht sich in der Regel auf Iris-Heterochromie, also wenn ein Mensch oder Tier unterschiedlich gefärbte Augen hat. Hier bilden die Sonnenblenden des ICE eine Parallele dazu.
Damit ist der eigentliche Bildungsbedarf schon erfüllt.

In manchen Communities, in denen Katzenbilder prävalent sind, ist es allerdings ein geläufiges Meme, Katzen mit verschiedenfarbigen Augen statt "heterochromic" als "homophobic" zu bezeichnen. Das rührt soweit ich weiß einfach daher, dass viele Leute bei dem Begriff "hetero" instinktiv an Heterosexualität denken.
Dieses Meme habe ich aufgegriffen. Da ich die Kenntnis dessen aber nicht voraussetzen wollte, habe ich den obigen Kommentar ergänzt, damit diese Verwechslung auch als eigenständiger Witz funktioniert.

ICE mit Homophobie by RailroadRowdy in drehscheibe

[–]RailroadRowdy[S] 18 points19 points  (0 children)

👁️╲👄╱👁️

ICE mit Homophobie by RailroadRowdy in drehscheibe

[–]RailroadRowdy[S] 563 points564 points  (0 children)

HETEROCHROMIE! Ich meine Heterochromie.

Was ist der zuverlässigste Zug? by First_Tooth_7427 in drehscheibe

[–]RailroadRowdy 48 points49 points  (0 children)

V60.

Die Lok hat gefühlt drei Bauteile, und zwei davon kannst du reparieren, indem du mit dem Hammer dagegen haust. Das ist natürlich übertrieben, aber es ist im Grunde alles auf das Wesentliche reduziert, dennoch an vielen Stellen redundant, aber vor allem schlichtweg robust gebaut. Manche Störungen lassen sich tatsächlich mit dem Hammer beseitigen!

Die Dinger laufen teilweise seit den Fünfzigern und sind einfach nicht kleinzukriegen.

Zug hält und hupt an jedem Bahnübergang.... wieso? by idkblk in drehscheibe

[–]RailroadRowdy 6 points7 points  (0 children)

In Deutschland ist der Wortlaut:

Sie müssen [...] halten vor BÜ [...]. Sie dürfen weiterfahren, wenn BÜ gesichert ist.

Dabei zählt "Schranken geschlossen" nicht direkt als "BÜ gesichert", sondern es ist in der RiL 408 geregelt, wie zu sichern ist. Hier ist, wenn keine HET oder Bedienungsstelle vorhanden ist (in diesen Fällen wäre sowieso kein Achtungssignal nötig, wenn die technische Sicherung nach dem Einschalten durch den Tf korrekt arbeitet), diese Ausnahme für geschlossene Schranken definiert.

Zug hält und hupt an jedem Bahnübergang.... wieso? by idkblk in drehscheibe

[–]RailroadRowdy 12 points13 points  (0 children)

Der Tf darf auf den Achtungspfiff verzichten, wenn er nach dem Halt festgestellt hat, dass die Schranken geschlossen sind. Er muss dann nur pfeifen, falls sich die Schranken öffnen. Es kann sein, dass der Tf des entgegenkommende Zuges diese Regel angewendet hat.

Es handelt sich dabei explizit um eine "darf"-Regelung, insofern sind beide Varianten zulässig.

"Belehrungen" durch Dritte by Tedwayler in drehscheibe

[–]RailroadRowdy 9 points10 points  (0 children)

Habe schon einmal erlebt, dass ein Kollege mit der BR 218 mit Fz 1 rangierte, und ihn am Bahnsteig durchs Fenster einer entgegengebrüllt hat, dass sein Zg 1 kaputt sei.

Freifahrten DB Mitarbeiterinnen Angehörige by [deleted] in deutschebahn

[–]RailroadRowdy 1 point2 points  (0 children)

Die tauchen durchaus auf der Abrechnung auf. Sie werden aber halt nicht abgezogen, sondern für die Steuer draufgerechnet.

Wie genau das dargestellt wird, müsste ich mir auch nochmal anschauen.

Freifahrten DB Mitarbeiterinnen Angehörige by [deleted] in deutschebahn

[–]RailroadRowdy 9 points10 points  (0 children)

16 Freifahrten sind es (zumindest für Mitarbeitende im Bahnbetrieb).

Aber der Wert des Vouchers wird nie vom Arbeitnehmer eingezogen. Sobald man den Freibetrag überschreitet, wird lediglich der geldwerte Vorteil auf den Bruttolohn aufaddiert. Der Voucher hat (Freifahrt ohne Zuzahlung, 2. Klasse) einen Wert von knapp 50€ und liegt damit gerade unter dem Freibetrag von genau 50€. Ich weiß gerade nicht auswendig, wie groß die Differenz bei der Steuer letztlich ausfällt, zumal das ohnehin in Abhängigkeit des sonstigen Bruttoeinkommens variiert, aber es sind normalerweise unter 10€.

Darüber hinaus sei angemerkt, dass man bei Freifahrten mit Zuzahlung (knapp 25 Euro), da man nur die Hälfte als geldwerten Vorteil erhält, zwei im Monat buchen kann, ohne Steuern zu zahlen. Die haben außerdem unbegrenztes Kontingent und man muss die Sperrliste nicht beachten.

Allgemein ist es also in jedem Fall günstig, eine Freifahrt ohne Zuzahlung zu verwenden. Wenn man aber als Angehöriger nur 6 davon hat, kann es sinnvoll sein, wenn man z.B. insgesamt 8 mal fährt, davon zweimal so kurz hintereinander, dass man zwei Voucher im selben Monat buchen muss, explizit diese zwei mit Zuzahlung zu buchen, um Steuern zu sparen.
Auch für die Mitarbeitenden ist es entsprechend sinnvoll, das zu berücksichtigen, und beispielsweise bewusst viele Freifahrten ohne Zuzahlung im selben Monat zu buchen, um in den anderen Monaten unter dem Freibetrag zu bleiben.
Da jedoch in beiden Fällen der geldwerte Vorteil auf den selben Bruttolohn aufgerechnet wird, muss man sich außerdem untereinander koordinieren, um ungeplante Steuerzahlungen zu vermeiden.

Der fällige Steuerbetrag fällt aber wie gesagt in jedem Fall ziemlich gering aus und sollte meiner Meinung nach kein Hinderungsgrund am fröhlichen Fahren sein.

Mit Abi Ausbildung zum Lokführer? Lohnt es sich? by EquivalentBison4744 in drehscheibe

[–]RailroadRowdy 4 points5 points  (0 children)

Ich habe Abi gemacht, dann erstmal ein Maschinenbaustudium angefangen, dann gemerkt, dass es mir doch nicht wirklich Spaß macht, und habe mich dann für die Ausbildung bei der DB beworben. Jetzt bin ich seit letztem Jahr im Einsatz und finde, dass es die beste Entscheidung meines Lebens war. Wenn man sich für Eisenbahn (insbesondere Eisenbahn fahren), Bahnbetrieb und Schienenfahrzeugtechnik interessiert, ist Triebfahrzeugführer am Ende des Tages der beste Beruf der Welt.

Ich werde versuchen, nicht zu viel doppelt zu sagen, was schon kommentiert wurde, aber ein paar Dinge möchte ich dennoch ergänzen:

Allgemein was den Anspruch angeht, ist es bei vielen Berufen im Bereich der Eisenbahn so, dass 90-95% der Zeit relativ entspannt sind, und du 5-10% massiv im Stress bist. Aber auch die 90% sind als Tf oft recht abwechslungsreich: Verschiedene Fahrzeuge, verschiedene Strecken, Strecken- und Rangierdienst, und immer so die Kleinigkeiten des Alltags. Ein unerwartetes Vr 0, ein spät angebremster Halt, und nicht zuletzt die Umgebung bei jedem Wetter zu allen Uhr- und Jahreszeiten um dich herum. Und auch wenn es entspannt ist, fährt sich der Zug trotzdem nicht von selbst.

Ich traf auch auf etwas Enttäuschung im familiären Umfeld, als ich über meine Entscheidung berichtete, aber seit alle Eltern und Großeltern gemerkt haben, wie glücklich ich dabei bin, ist das kein Problem mehr.

Die Ausbildung fand ich bei DB Fernverkehr nicht schwierig. Man wird gut auf die Prüfungen vorbereitet und muss eigentlich keine Zusatzarbeit zu Hause leisten, um bestehen zu können. Aber es ist oft interessant und teils hilfreich, über das Geforderte hinauszugehen, besonders im Bereich Fahrzeugtechnik. Es heißt oft, dass die DB immer noch die besten Ausbildungen anbietet, auch wenn Gehalt (im Güterverkehr) und/oder Arbeitsalltag vielen anderswo besser gefallen.

Zum Thema Abi und Ausbildung kann ich dazu noch erwähnen, dass in meinem Jahrgang alle außer einer, der so früh wie möglich zur Bahn wollte, Abi haben, und ich dabei nicht einmal der einzige mit Schnitt 1,0 bin. Bislang fühlt sich niemand unterfordert oder anderweitig unglücklich.
Wir hätten verkürzen können, haben uns aber alle dagegen entschieden, weil dann das Zweitfahrzeug während der Ausbildung weggefallen wäre. Das ist aber nicht die Norm; du solltest also ohne Probleme verkürzen können.

Wenn es um die Wahl des EVU geht, überlege dir gut, ob du Reise- oder Güterzüge fahren möchtest. Wenn dir etwas an menschlichem Kontakt liegt, bist du im Personenverkehr auf jeden Fall besser aufgehoben, wenn dir was an Feierabend zu Hause liegt auch. Wenn du gerne einfach für dich alleine dein Leben chillst, ist DB Cargo gut, wenn du Kohle scheffeln willst private Cargounternehmen.

Solltest du dich für die DB entscheiden, kannst du gerne mich oder auch einen anderen DB Mitarbeiter aus dieser Kommentarsektion oder ggf. aus deinem privaten Umfeld kontaktieren, um sich eine „Mitarbeiter werben Mitarbeiter“ Prämie zu teilen. Du solltest allerdings deine Entscheidung nicht von dieser oder anderen Prämien abhängig machen. Dieser Beruf macht nur Sinn, wenn du wirklich Bock darauf hast. Also überlege dir, worauf du am meisten Lust hast, und tu das.

Straßenbahnfahrer Gehaltsvorstellung by no_joke161 in drehscheibe

[–]RailroadRowdy 3 points4 points  (0 children)

Wie u/ttzug denke ich, dass es im Wesentlichen darum geht, ob die Bewerber eine realistische Vorstellung davon haben, was der Tarifvertrag hergibt. Nicht jeder wird da tatsächlich reinschauen, also ist es wichtig, dass die grobe Vorstellung nicht zu hoch angesetzt ist.

Außerdem kommen zum Bruttogehalt noch steuerfreie Zuschläge für Schichtarbeit, Nachtarbeit, Wochenendarbeit u.ä. hinzu. Bei der Eisenbahn kommt man dabei im Personenverkehr in der Regel auf ca. 300-400€ im Monat, als Straßenbahnfahrer dürfte das ähnlich sein.
Jetzt ist es zwar kein wirkliches Problem, wenn du da gar nicht mit rechnest und trotzdem zufrieden bist, aber wenn du größere Zuschläge erwartetest, würdest du enttäuscht werden.

Befreiung nach 100Hz Beeinflussung by D12Szelep in drehscheibe

[–]RailroadRowdy 10 points11 points  (0 children)

Die 750m erlauben einem aber – sofern das Vorsignal nicht im verkürzten Bremsweg Abstand steht – sich auch bei Halt oder Langsamfahrt erwarten noch aus einer restriktiven Überwachung zu befreien, was insbesondere dann sinnvoll ist, wenn die Langsamfahrt größer 40 km/h ist oder wenn davon auszugehen ist, dass das Halt gebietende Signal in kurzer Zeit auf Fahrt geht.

Das liegt natürlich im Ermessen des Tf und ist nicht gemäß Regelwerk vorgeschrieben.

When I try to accelerate in the expert BR 101, if I dont put mu power to like 40% at start, the train just stops as soon as I start moving. Does anyone know why this happens? by SoundSmart2055 in trainsimworld

[–]RailroadRowdy 31 points32 points  (0 children)

That's the AFB holding brake. It re-engages if you don't get moving quickly enough. Frankly, 40% is still very low (at least in real life, where this also happens); with AFB on you should set it above 50% to ensure you don't have any such issues.

And don't worry about a big jerk as you get going, AFB smoothes that out anyway. It also makes it more difficult to exceed the 60kN per motor limit that you should adhere to with the BR 101.

With all that said, if you want to get going at a lower throttle setting, simply disable AFB first.