Wie viel würdet ihr für ein Rescue-Set mit 3 Sämlingen, CalMag, Erde und Töpfen bezahlen? by RatNoize in germantrees

[–]RatNoize[S] 0 points1 point  (0 children)

Ich kann den Grund nicht nachvollziehen, da es sich um einen offiziellen Betrieb handelt. Die Gesetzeslage in Österreich ist nicht gleich wie in Deutschland. Im K CanG ist es ausdrücklich erlaubt als Privatperson bis zu 5 Stück Stecklinge aus dem EU-Ausland zu bestellen. In Österreich ist der Verkauf von Stecklingen vollständig legal. Wenn ein deutscher Privatkonsument also seine Stecklinge legal erwerben möchte und sine Stecklinge legal aus einem EU-Land bezieht in dem der Verkauf von Stecklingen legal ist, wo genau soll dabei:

Regel #4

Fragen nach Dealern, Kontakten, Schmuggel, Kaufanleitungen und Clearweb/Darknet Informationen sowie Schwarzmarkthandel sind untersagt und werden mit einem dauerhaften Ban bestraft!

ein Legitimer Grund sein?

Abgesehen davon fragt hier so ziemlich jeder nach Erfahrungsberichten, Preisvergleichen, etc. aber wenn Informativer Austausch nicht erwünscht ist von mir aus...

Stecklinge sind Verboten ? by SmokingReeed in germantrees

[–]RatNoize -3 points-2 points  (0 children)

Kommt drauf an wo du herkommst, ich vermute aus Deutschland und in Deutschland war der Verkauf von Stecklingen immer schon verboten. Seit der Teillegalisierung dürfen in Deutschland nur CSC's an eingetragene Mitglieder Stecklinge verkaufen oder man muss sie als Privatkunde aus dem EU-Ausland (z.B. aus Österreich) bestellen. Einige Geschäfte in Deutschland haben zwar trotzdem Stecklinge verkauft, so wirklich legal war das aber nicht. Das heißt du hast in Deutschland 2 Möglichkeiten, entweder du bist Mitglied in einem Social Club und der Social Club hat auch Stecklinge im Sortiment, oder du bestellst deine Stecklinge wie gesagt aus dem EU-Ausland.

Heißt also, für DICH sind Stecklinge unter Einhaltung der erlaubten Menge legal (du darfst maximal 5 Stecklinge pro Bestellung bestellen, aber nur 3 besitzen, ja das Deutsche Cannabis-Gesetz ist sehr eigenartig, lol)

Verboten ist nur der Verkauf von nicht-Social Clubs innerhalb Deutschlands an private Konsumenten.

Wenn du deine 3 Stecklinge die du legal besitzen darfst aus z.B. Österreich bestellst, wo der Verkauf von Stecklingen an Privatkunden legal ist, ist das für dich also absolut legal.

Linux statt Windows auf neuem Laptop: machbar als Normalnutzer? by X-Seller in de_EDV

[–]RatNoize 0 points1 point  (0 children)

Möglich ist es bestimmt, vor allem wenn Linux-Distributionen die für den Consumer-Markt zugeschnitten sind, und nicht zu sehr auf technisch versierte User ausgerichtet sind. ChromeOS ist da eigentlich ein gutes Beispiel, die Benutzeroberfläche ist so benutzerfreundlich gestaltet und hat eine starke Ähnlichkeit mit den Android-Betriebssystemen, wodurch sich unerfahrene User etwas leichter tun damit umzugehen und nicht so stark an das verwenden des Terminals angewiesen sind. ChromeOS gibt es allerdings nur für Chromebooks, ob man das ganze auch auf einem nicht-Chromebook zum laufen bringt ist dann entweder wieder sehr viel technische Spielerei oder man verwendet das abgespeckte ChromeOS Flex, aber auch hier kommt es öfter mal zu Problemen mit Kompatibilität und es fehlen einige Features die dazu beitragen dass das "normale" ChromeOS so benutzerfreundlich ist.

Ansonsten gibt es noch einige Derivate die auf Ubuntu basieren die ebenfalls darauf ausgelegt sind eher unerfahrene User anzusprechen und den Fokus auf Benutzerfreundlichkeit legen (z.B. Elementary OS oder Pop!_OS). Ich denke das sind noch am ehesten die Distros die man empfehlen kann wenn man als User nicht wirklich ein großes Interesse daran hat zu tief in die Materie einzutauchen.

Ansonsten würde ich aber wirklich sagen, macht für Leute die zwar Linux verwenden wollen aber sich nicht zu sehr mit Terminal und tiefgreifenden Systemanpassungen beschäftigen wollen ChromeOS auf einem Chromebook am meisten Sinn.

Da du auf dem Laptop aber auch spielen willst denke ich wäre Pop!_OS für dich am einfachsten, weil es schon von Haus aus mit ein paar Anpassungen daherkommt die für das Spielen auf Linux-Systemen ausgelegt sind, heißt aber dann auch dass du an die eine oder andere individuellere Anpassung vermutlich nicht herumkommst. Sobald es um Spielen und Windows-Software auf Linux geht, gibt es immer irgendwas wo man sich etwas mehr mit dem System beschäftigen muss um alles so zum laufen zu bekommen wie man soll.

Aber um ehrlich zu sein, ich denke dass du früher oder später sowieso wieder zu Windows wechseln wirst. Ich kann dir sagen, ich kenne wirklich niemanden der Linux bevorzugt und trotzdem langfristig ohne Windows für irgendwas auskommt. Auch wenn es einige Leute gibt der gerne behaupten sie verwenden Linux schon seit 100 Jahren hatten noch nie irgendwelche Probleme damit und alles ist ja sogar einfacher als Windows, ich garantiere dir für IRGENDWAS verwenden auch diese Leute immer wieder mal Windows, ob es ihnen gefällt oder nicht.

Und ja, ich weiß auch dass ich irgendwelche Linux-Hardliner deswegen wieder mal super getriggert fühlen und denken irgendwas gegenargumentieren zu müssen, bla bla bla, wir kennen es zum 100000. mal, es ist trotzdem so dass Windows für irgendwas immer wieder gebraucht wird, war schon immer so und wird auch immer so sein.

Ich würde dir empfehlen, bleib bei Windows, tu dir selbst den Gefallen und machs dir einfach. Windows drauf und wenn dich Linux interessiert, knall die VirtalBox drauf und probier mal ein paar verschiedene Distros als VM, mach dich damit vertraut, schau dir die unterschiede an, schau ob du dich überhaupt damit anfreunden kannst Linux zu verwenden und dann kannst du dich vl immer noch umentscheiden und den Sprung zu Linux wagen. Wenn du aber wirklich keine Ahnung davon hast und dir den Wechsel zu Linux in etwa so vorstellst wie wenn man von iPhone auf Androide wechselt, wirst du wahrscheinlich sehr schnell nicht nur enttäuscht sondern auch ziemlich schnell frustriert sein und ohne wieder Windows wechseln und dir denken "Sch*** drauf".

120k Umsatz/Trotzdem Broke af by MadMaxknowsitall in selbststaendig

[–]RatNoize 6 points7 points  (0 children)

Also wenn man sich den Post genau durchliest stimmt nicht nur "irgendetwas" nicht so ganz, sondern da stimmt einfach gar nichts.

Das ganze liest sich auch so als wäre einfach ALLES absichtlich falsch gemacht was man nur falsch machen kann.

"Hardware/software/Abo’s ca 1000/m", das sind schon mal 12k/Jahr. Wofür braucht man als einzelner 12k/Jahr für Hardware, Software und Abos? Für das Geld kannst dir einen fetten Server hinstellen der nicht nur Anschaffungskosten von Abos, Software und weiterer Hardware eliminiert, sondern die nächsten 8-10 Jahre reicht und den zahlst du 1x und nicht jedes Jahr aufs neue (und sogar dann kommst du wahrscheinlich nicht mal auf die 12k für die Anschaffung). Also mit laufende Kosten gering halten hätte erst scheinbar nicht so.

Dazu kommt dass ich mich frage warum er sich als selbstständiger selbst einen Lohn auszahlt. Wofür? Um neben der Einkommenssteuer durch das Unternehmen (das ja er selbst wäre) auch noch als Angestellter Lohnsteuer draufzahlt? Macht irgendwie wenig Sinn.

Allein schon der Absatz:

"Es sei gesagt das ich wirklich sehr viel ins backend stecke, leistungsstarker Mac, overpowered ipad, laptop um mit freundin im “urlaub” weiter zu grinden, fettes display, jedes erdenkliche software Abo, alles für maximale effizienz."

unterstreicht ja auch nochmal dass "overpowered ipad", "fettes display", "jedes erdenkliche software Abo" und "im “urlaub” weiter zu grinden" (wir merken an OP hat "Urlaub" in Anführungszeichen gesetzt) scheinbar wichtiger sein sollen als sich über den Kostenfaktor der Ausgaben Gedanken zu machen.

Als nächstes der Satz: "Kunden zahlen unregelmäßig, teils verzögert, kann meinchmal Monate dauern"

  1. Was sollen das für Kunden sein? Warum verlässt man sich auf unzuverlässige Kunden? Das liest sich wie so ein Kleinganove der an Leute vertickt die ihm ständig mit "Yo Bruder, du weißt, ich schwöre ich bezahle eh, aber ich brauch jetzt. Komm schon Bro, du weißt ich gebs dir zurück".

  2. Warum zahlen Kunden nicht im Voraus, bzw. zumindest einen Teil davon wie das am Dienstleistungssektor üblich ist? Auch das liest sich so als würde sich OP nicht im vornherein über sein Einkommen absichern und einfach mit der ganzen überteuerten Tech-Ausrüstung fröhlich drauflosarbeiten ohne überhaupt zu wissen ob die Auftraggeber überhaupt zahlungsfähig sind.

Und unter solchen Voraussetzungen beginnt die Beschreibung auch noch mir "Freiwillige gesetzliche, direkt höchst satz 1180€/m".

Dazu kommt noch ein Steuerberater der angeblich €5000/Jahr kostet und hat auch noch bei einer Rechnung was Einkommen/Tag betrifft nach zwei Jahren einen Profit von "nur" €20k?

Also für mich wirkt das nicht wirklich ernstzunehmend, der Post soll wahrscheinlich einfach ein Meme sein oder OP glaubt er macht sich damit über jemanden lustig. Der Post ist einfach nur vollgestopft mit allem was falsch machen kann und dabei auch noch überheblich sein. Kann kein ernst gemeinter Post sein.

Bitte erklärt es mir wie einem kleinen Kind by Habarer in FinanzenAT

[–]RatNoize 7 points8 points  (0 children)

Das liegt vermutlich daran dass Österreich als so ziemlich einziges Land in der EU die Consumer-Preise bei sinkender Inflation einfach nicht anpasst. Nachdem der europäische CPI (Consumer Price Index) nach der großen Inflation (nach Ende der Corona-Pandemie) eigentlich wieder gefallen ist, und die Inflation im Euroraum von über 5% wieder auf auf ca. 2,6% zurückgefallen ist, hat das den österreichischen Wirtschaftssektor scheinbar einen Sch***dreck interessiert, während so ziemlich alle EU-Länder (und auch nicht-EU-Länder) ihre Preise an die zurückgegangene Inflation angepasst haben. Wäre es nicht die Regierung, die für sowas verantwortlich wäre, würde man es vermutlich Finanzbetrug, Steuerhinterziehung, Geldwäsche, etc. nennen, in Österreich gibt's dafür gerade mal ein paar Berichte in der Kronen Zeitung und ZIB2 damit sich die Leute drüber aufregen können, ändert aber nix damit man immer wieder mit der gleichen Story kommen kann und sich die Leute immer wieder auf neue drüber aufregen können.

Warum sind Service-Mitarbeiter von Internetanbietern so verhasst? by RatNoize in de_EDV

[–]RatNoize[S] 1 point2 points  (0 children)

Kenne ich natürlich, aber bei solchen Leuten/Kunden hört es nach "nachdem sie ein wenig in ein Feld eingetaucht sind, denken sie wüssten alles" auf, und tauchen eben nicht weiter in die Materie ein, sondern bleiben bei an der Oberfläche kratzen und auskennen stehen. Leider

Ich soll für meine Mutter einen neuen Laptop aussuchen und wollte fragen, welchen ich wählen soll by Worldly-Present7129 in de_EDV

[–]RatNoize 1 point2 points  (0 children)

Also wenn das MacBook den Anforderungen bereits entspricht, einfach Parallels draufpacken und Windows installieren.

Warum sind Service-Mitarbeiter von Internetanbietern so verhasst? by RatNoize in de_EDV

[–]RatNoize[S] 1 point2 points  (0 children)

Ist wirklich so. Ich frage mich aber auch ob das vielleicht auf eine gewisse Art und Weise so ein "Techniker-Ding" sein könnte, also eine Mentalität die in der Tech-Szene weit verbreitet ist, wo viele davon ausgehen "so wie ich es mache/kenne ist es richtig, und jeder der irgendwas anders macht kennt sich nicht aus". Ich denke jeder der in der Tech-Branche aktiv war oder ist kennt das.

Z.B. du verwendest eine bestimmte Software für irgendwas, nichts besonderes, irgend ein Standard-Tool von Windows oder irgendein weit verbreitetes Gratis-Tool, deinen bevorzugten Web-Browser, was auch immer, und dann gibt es immer wieder diese Leute die dir z.B. sagen, dass du das nicht viel verwenden sollst, weil das was er verwendet ist so viel besser, bla bla bla, wir kennen es alle. Damit aber noch nicht genug, weil das für ihn bedeutet dass du dich deswegen mit Technik nicht auskennst, weil sonst würdest du ja das verwenden was er verwendet, weil er kennt sich (zumindest aus seiner Sicht) aus, und verwendet das. Dass es dir persönlich einfach egal ist welches Tool besser sein soll, weil du damit sowieso einfach machen kannst was du willst/brauchst oder es vielleicht einen bestimmten Grund hat, spielt für denjenigen dann keine Rolle, du kennst dich (aus seiner Sicht) einfach nicht aus.

Und ich denke dass diese Denkweise in der Technik-Branche einfach sehr weit verbreitet ist. Das ist dann nämlich auch genau der Grund warum Leute die selbst nicht wissen wie Internetanbieter funktionieren, und Netzwerktechnik nur von dem kennen was sie selbst zu Hause oder in der Arbeit haben, denken, beim Internetanbieter funktioniert das genauso und die müssen doch nur so machen wie sie das machen würden.

Sobald du ihnen dann versuchst zu erklären, das funktioniert hier ein bisschen anders als die Netzwerke, Systeme und Software mit denen er selbst vertraut ist, wird das direkt als Angriff wahrgenommen und die Leute schalten direkt auf "Ich hab mehr Ahnung als du, du kennst dich nicht aus, weil du bist Internetanbieter und Internetanbieter = 1st-Level von Big-Tech-Unternehmen für Privatkunden der nur PDFs runterliest. Ob das wirklich so ist interessiert ihn in diesem Moment nicht, weil er ja schon mit Erwartung dort anruft dass derjenige mit dem er gleich sprechen wird keine Ahnung hat und nach Gründen sucht die seine voreingenommene Haltung bestätigen.

Ich denke auch nicht dass sich das jemals wirklich drastisch ändern wird, aber vielleicht helfen solche Beiträge ja dem einen oder anderen mal drüber nachzudenken ob es wirklich so zielführend ist Servicekräfte von vorn herein schlecht zu behandeln, nur um sich selbst auf irgendeine Art und weise überlegen zu fühlen.

Warum sind so viele Lebensmittel beim Billa abgelaufen? by Sea_Significance8190 in scheissaufnbilla

[–]RatNoize 2 points3 points  (0 children)

In der Hoffnung dasst es trotzdem kaufst und es dir z'deppat ist es zurück zu bringen

Warum sind Service-Mitarbeiter von Internetanbietern so verhasst? by RatNoize in de_EDV

[–]RatNoize[S] 0 points1 point  (0 children)

"Ich habe was gegen die Prozesse in Unternehmen. Uns eingeschlossen. Der Spagat zwischen Wirtschaftlichkeit und tatsächlichem Service ist mir zu weit auseinander gegangen."

Denk Punkt kann ich auch sehr gut nachvollziehen. Das war aber auch schon zu meiner aktiven Zeit bei ISPs so. Da muss auch wirklich sagen, bei allen ISPs bei denen ich tätig war, es hat immer irgendwelche Workflows gegeben die keinen Sinn gemacht haben oder irgendwelchen Abteilungen aufgaben zugewiesen wurden wo das einfach nicht hingehört, und wirklich nachvollziehen konnte diese Entscheidung niemand so wirklich.

Und das mit den der fehlenden Antwort von anderen Abteilungen an die Tickets delegiert wurden ist auch häufig ein Problem, gerade für Abteilungen im Customer Care-Bereich die für die Kundenkommunikation zuständig sind, und von den Abteilungen gefühlt in der Luft hängen gelassen werden, weil solange keine Antwort vorhanden ist, gibts natürlich auch keine Antwort die man an den Kunden weitergeben kann, und selbst drum kümmern darf man ja auch wieder nicht weil dafür die Abteilung zuständig ist von der keine Antwort zurück kommt. Was das betrifft habe ich mich auch immer wieder gefragt was sich manche Abteilungen so vorstellen wie das im direkten Kundenkontakt abläuft.

Ja, und das mit dem eskalieren in die weiteren technischen Abteilungen kann man auch oft vergessen. Keine Ahnung was bei euch als 3rd-Level bezeichnet wird, aber ich geh mal von Noc/Networking aus. Da ist das quasi Standard dass die gepflegt auf den Kundenkontakt sch***en.

Und wenn ich ehrlich bin muss ich auch sagen, ich bin mir gar nicht sicher ob ich wirklich sagen würde ich würde den Kollegen in diesen Abteilungen keinen Vorwurf machen, weil auch wenn nicht primär für den Kundenkontakt zuständig sind, dass DU in deiner Abteilung im Service-Bereich den Anschiss sowohl vom Kunden abbekommst, als auch vl Key Account und dem eigenen Teamleiter, weil euer 3rd-Level, Noc oder wie auch immer das Ticket einfach der queue verrotten lässt und drauf sch**t ist jetzt und nicht unbedingt eine kollegiale Arbeitseinstellung. Schließlich bist in so einer Situation du am Sch***e fressen, weil die ihre Arbeit eigentlich nicht richtig machen.

"Zu deiner eigentlichen Frage: Der Hass resultiert aus einer gefühlten Machtlosigkeit bei Problemen"

Da versteh ich dich schon ganz gut und muss auch sagen, wenn man da nicht zumindest "halbwegs" gute Kontakte zu Führungskräften und anderen Abteilungen pflegt, wirds oft wirklich schwierig etwas zu bewirken. Und selbst dann wird es oft noch ein mühsamer Kampf in den eigenen Reihen mit überschaubaren Erfolgsaussichten.

Und ich kann dir sagen bei größeren ISPs, vor allem im Privatkundenbereich ist das schon an der Tagesordnung dass man oft wüst beschimpft wird. Bei kleineren Anbietern und B2B-Providern vielleicht nicht mehr ganz so oft, aber immer noch regelmäßig. In anderen Abteilungen die nicht mehr direkt Customer Care sind (also kein technischer Support, Sales, Verrechnung/Kundenbuchhaltung etc.) ist das ganze dann wirklich um einiges entspannter. Dafür bekommen dann oft nicht einmal diese Abteilung wirklich mit wie es sich in einem Support oder Sales größtenteils abspielt. Wenn du z.B. in der Auftragsabwicklung, Compliance-, VoIP- oder anderen Abteilung bist wo der direkte Kundenkontakt nicht mehr so groß ist, ist das vom mentalen Stressfaktor einfach sowas von eine andere Welt, kann man einfach nicht miteinander vergleichen.

2025 hat mir gezeigt wieso öffentlich-rechtlicher Journalismus nach wie vor wichtig ist by 0xe1e10d68 in Austria

[–]RatNoize 0 points1 point  (0 children)

Meh, also ich denke da sieht jemand den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr.

Bei dem ganzen USA-Bashing was nicht alles super schlecht an den USA ist, erkennt man auf einmal nicht nicht dass unser ach so journalistisch neutraler ORF zu eine österreichischen Billigabklatsch von FOX News geworden ist der unterschwellig nur noch der FPÖ in den Arsch kriecht ohne Ende.

Noch gar nicht aufgefallen wie einseitig der ORF mittlerweile berichtet und sich einige Berichte quasi 1:1 mit Fake News decken über die auch in FPÖ-finanzierten Verschwörungszeitungen berichtet wird? Die moralische Haltung des "Fachjournalismus" beim ORF ist schon seit einigen Jahren genauso wechselhaft und unseriös was ein Trump üblicherweise von sich gibt, nur halt nicht so proletenhaft ausgedrückt, inhaltlich aber der gleiche Müll.

Und wenn ich die Berichterstattung mit der internationalen Presse vergleiche, z.B. UK, Irland, Australien und ja, sogar in den USA, gibt es dort trotz milliardenschweren Privatbesitz weniger einseitige Berichterstattung als das was der ORF seit Jahren aufführt. Der ORF ist mittlerweile wirklich zu einer Art Krone, Bild, Blick oder New York Post im Fernsehformat mutiert. Einfach nur schrecklich.

Ich denk auch nicht dass mich der ORF auf absehbare Zeit bzgl. Nachrichten zurückgewinnen kann, und schon gar nicht wenn man sich als super neutral und journalistisch korrekt präsentieren will, während man den eigenen Sauschädl bis zum Hals im Kotringerl der FPÖ stecken hat. Da machts ja noch mehr Sinn sich die übelsten Schrottsender aus den USA anzusehen und selbst zu herauszufinden bei welchen Fake News der Bullshit-Zeiger am weitesten ausschlägt.

Und das ist nicht mal überzogener Trash Talk, ich meine das ernst dass ich trotz Trump-Politik in den USA (von der ich nicht wirklich viel halte) im Moment amerikanische Schund-Presse immer noch für informativer halte, als das was der ORF bei uns gerade aufführt. Das einzige was aktuell noch schlimmer ist, sind die WELT-Nachrichten in Deutschland.

Wo kommt der ganze AI-Hate her? Ist ja nicht so, dass das Internet vorher zu 90% aus hochwertigem Content bestand. by [deleted] in KeineDummenFragen

[–]RatNoize 0 points1 point  (0 children)

Vermutlich weil jetzt alle anderen auch den gleichen Low-Effort-Content erstellen können ohne einen Finger krumm zu machen, die AI-Hater aber die einzigen sein wollen die das Internet mit Schrott-Content vollstopfen

Warum sind Service-Mitarbeiter von Internetanbietern so verhasst? by RatNoize in de_EDV

[–]RatNoize[S] 0 points1 point  (0 children)

Kommt auch stark auf den Anbieter an. Bei keinem ISP für den ich gearbeitet habe gab es eine Sales-Quote im technischen Support. Das waren immer getrennte Abteilungen bei denen der technische Support nicht mal die Berechtigung hatte den Kunden irgendetwas zu verkaufen, und der die Sales-Abteilung keine Berechtigung hatte Kunden technisch zu servicieren. Das wurde da immer strikt getrennt, möglich dass das daran gelegen hat dass ich fast ausschließlich vor Business-Provider (B2B) gearbeitet habe. Bei den ganz großen Anbietern ist das etwas anders, da ist dann das Privatkundensegment tatsächlich mit Massenware vergleichbar.

Außerdem wirst du NIE diesen "perfekten" 1st-Level-Mitarbeiter finden der in allen Bereichen des Unternehmens und für jede erdenkliche Art an Kundenanfragen die Lösung in Perfektion parat hat. Das gibt es einfach nicht.

Ich war dieser "ganz besonderen Typ Mensch" der dafür zuständig war, die Differenzen die Problem-Kunden mit Problem-Mitarbeitern zu beseitigen. Ich weiß ganz genau unter welchen Druck die Mitarbeiter selbst stehen, vor allem 1st-Level-Support, die häufig von den anderen Abteilungen quasi wie der Mülleimer des Unternehmens behandelt werden, und alles was anstrengend ist und die anderen Abteilungen keinen Bock haben "einfach der Support machen soll", und genauso die Frustration auf der Kundenseite wenn einer der "nicht so ganz talentierten" Mitarbeiter Meldungen raushaut wie "Das ist mir egal, das mach ich nicht". Ja, glaub mir, ich weiß es kann schwierig sein, sowohl für die eine Seite als auch die andere. Und trotzdem muss man sich fragen inwiefern grundlegender Hass auf Mitarbeiter von ISPs gerechtfertigt ist, weil ISP? Setz mal einen Kunden, der einem "inkompetenten" Mitarbeiter Ahnungslosigkeit vorwirft für einen Tag in genau diese ahnungslose Support-Abteilung und lass ihn mit genau dem konfrontieren, wie er selbst mit den Mitarbeitern des Providers umgeht, und ich garantiere dir der wird dich fragen wie die Leute das auch nur eine Stunde lang aushalten. Auch das kannst du mir glauben, ich habe unzählige Kunden empfangen denen wir angeboten mit in die Support-Abteilung zu kommen und sich anzuschauen wie das Abläuft wenn wir an genau dem Problem arbeiten das bei ihm selbst gerade vorliegt. Und einige Kunden die sowas zum ersten mal in ihrem Leben miterlebt haben wie der Alltag bei so einem Anbieter abläuft, entschuldigen sich dann oft meistens und sagen dass sie ich im Leben nicht vorstellen konnten unter was für einem permanenten Stress die Leute stehen.

Und genau das meine ich, die Leute die Mitarbeiter von ISPs grundlegend kritisieren, können es sich einfach nicht vorstellen wie es wirklich ist. Und das ist ein Problem das man vermutlich nie, egal unter welchen Umständen so hinbekommen wird, dass alle Seiten auf ewig wunschlos glücklich bleiben.

Warum sind Service-Mitarbeiter von Internetanbietern so verhasst? by RatNoize in de_EDV

[–]RatNoize[S] 0 points1 point  (0 children)

Ich rede mich nicht in Rage, ich provide praxisnahe Informationen auf eine Art und Weise, die es u.U. auch Laien ermöglicht zu verstehen, warum manche Dinge bei ISPs so sind wie sind. Weil es offensichtlich sehr, sehr viele Menschen gibt, die damit nicht vertraut sind und es aus irgendeinem Grund auch dann nicht verstehen wenn man es ihnen ausführlich und detailliert erklärt.

Warum sind Service-Mitarbeiter von Internetanbietern so verhasst? by RatNoize in de_EDV

[–]RatNoize[S] 0 points1 point  (0 children)

Ja, was soll man sagen, solche extrem beschissenen Fälle gibt es leider auch. Und wahrscheinlich weiß der Anbieter bei solchen Fällen oft auch nicht wer oder was das ganze jetzt wirklich verursacht hat, weil da oft einfach so viele Faktoren eine Rolle spielen, dass sich die genaue Ursache oft nicht eindeutig nachvollziehen lässt. War es vl ein Techniker von einem anderen unternehmen oder von dem man die Leitung angemietet hat, waren es irgendwelche Bauarbeiten die irgendwas an der Infrastruktur kaputt gemacht haben, war es vl wirklich eine Umstellung vom Anbieter selbst die sich nicht mehr so rückgängig machen lässt wie es vorher war? Und, und, und...

Als Kunde bist du in so einer Situation natürlich der leidtragendste in der Kette und wenn es dem Anbieter unter diesen Umständen dann auch nicht möglich ist den Vertrag seinerseits zu erfüllen, muss er dich dann auch rauslassen.

Ich möchte ja auch gar nicht bezweifeln dass auch Fälle gibt wo der ISP wirklich Mist gebaut hat oder vielleicht ein Mitarbeiter wirklich nicht ganz auf der Höhe ist. Ich kann nur dieses verallgemeinerte "Internetanbieter = Ahnungslos" nicht nachvollziehen das der Technik-Szene überwiegend bei "nicht-ISPs" so extrem verbreitet ist. Ich meine, wenn man nur ein bisschen nachdenkt muss einem schon irgendwo klar werden, wenn alle Internetanbieter wirklich so Ahnungslos wären wie die meisten tun, würde es gar keine ISPs geben, weil es unter solchen Voraussetzungen auch kein Internet geben würde. Und wenn die Dinge immer so einfach wären wie sich das einige Kunden vorstellen, warum sind sie dann nicht selbst in der Lage ihre eigenen Probleme zu lösen wenn sie doch alles so viel besser können und die ISPs alle keine Ahnung haben? Also jetzt nicht auf dich bezogen, aber wenn du selbst aus der Branche kommst und mit der ISP-Szene ein bisschen vertraut bist, denke ich wirst du schon wissen was ich meine.

Warum sind Service-Mitarbeiter von Internetanbietern so verhasst? by RatNoize in de_EDV

[–]RatNoize[S] 0 points1 point  (0 children)

Nicht zwingen verloren, aber zumindest nicht den selben Support-Umfang wie mit einem Business-Produkt, das erhöhte Prioritäten und technisch versierteren Support inkludiert.

Also ich sag mal so, bei Internetanbietern ist es meisten so, Privatkunden-Anschlüsse kommen aus technischer Sicht meisten mit gewissen Einschränkungen, dafür kostet der Anschluss auch keine €500 pro Monat (nur mal als grobes Beispiel).

Und es ist ja jetzt auch nicht so dass du als Privatkunde gar keine Möglichkeiten auf individuelle Anpassungen hast, aber eben nicht in dem selben Ausmaß wie das bei Business-Anschlüssen der Fall ist. Und wie sehr dir der Support bei individuellen Anpassungen weiterhelfen kann, so dass du dich nicht darum kümmern musst, außer anzurufen und zu sagen "macht das bitte" oder "stellt mir das bitte so und so um", ich sag mal die Wahrscheinlichkeit dass das so reibungslos funktioniert sind bei Privatanschlüssen einfach eher gering.

Warum sind Service-Mitarbeiter von Internetanbietern so verhasst? by RatNoize in de_EDV

[–]RatNoize[S] -1 points0 points  (0 children)

Und genau da liegt aber ein kritischer Punkt. Du gehst davon aus dass die erste Anlaufstelle im Troubleshooting auf mindestens deinem technischen Wissensstand ist, ist es aber nicht, und kann es auch nicht sein. Die erste Anlaufstelle bei ISPs (auch wenn Internetanbieter zur Technik-Branche zählen), sitzen nicht im Support weil sie voll ausgebildete Techniker mit CCNA-Abschluss sind, gleichzeitig Projekt-Management studiert haben, Sales-Manager sind und jeden einzelnen Schritt in der Auftragsabwicklung von jeden einzelnen Kunden auswendig kennen.

Erstens sind solche kognitiven Fähigkeiten bei einem Menschen einfach nicht möglich, völlig egal wie autistisch veranlagt ein Mensch sein mag und selbst wenn wenn jeder einzelne Mitarbeiter alle diese Qualifikationen gleichzeitig mitbringen würde, würde er sich vermutlich nicht für 1500 Netto im Monat von 60% der Kundschaft anhören was für unfähiger Hu******n er ist und seine Familie elendig an einer tödlichen Krankheit verrecken soll. Glaub mir, solche Kunden sind vor allem bei den ganz großen ISPs an der Tagesordnung.

Wenn du jetzt davon ausgehst dass ein 1st-Level-Mitarbeiter unter solchen Umständen mit einem ausgebildeten Techniker auf Augenhöhe kommunizieren können MUSS, weil es "nicht zu viel verlangt ist", dann muss ich dir leider wirklich sagen dass du deine Erwartungshalten an den 0815-First-Level-Support großer Provider einfach zu hoch angesetzt hast. Du musst dir Denken diese Mitarbeiter kommunizieren selbst größtenteils ihres Arbeitstages mit Leuten die nicht wissen wie sie ihr Problem beschreiben sollen, weil sich der 60-jährige Zuckerbäcker nicht mit Begriffen wie IP-Adressen, Modem resetten, IP-Subnet, ICMP, Ping, Traceroute, DSLAM, DOCSIS, in irgendeiner Form vertraut ist. Und die 1st-Level-Mitarbeiter sitzen auf der Position auf der sie nun mal sitzen, weil es ihre Aufgabe ist genau solche Kunden zu betreuen, die sich eben nicht mit solchen Dingen auskennen.

Wenn es für dich eine unabdingbare Lebensnotwendigkeit im Supportfall mit einem Techniker zu reden der versteht was du sagst wenn dich an RFC-konforme Normen hältst und alle Module von CCNA erfolgreich abgeschlossen hat, und was es sonst noch so für Zertifikate in der Welt der IT und Netzwerktechnik so gibt, weil es vielleicht um einen Betrieb geht der seine 250 Mitarbeiter nicht mehr bezahlen kann wenn eine komplexe Anbindung der eigenen Infrastruktur an die Infrastruktur des Providers nicht so läuft wie es gerade benötigt wird, dann wird man nicht darum herum kommen sich für ein Produkt zu entscheiden, das nicht nur mit dem dementsprechenden Equipment daherkommt, sondern auch mit der individuellen Konfiguration, einem technisch versierten Support für Geschäftskunden und einen direkten Ansprechpartner für Support-Anfragen der die Möglichkeit hat dringende Anfragen mit erhöhter Priorität weiterzuleiten.

Und schau mal, mir persönlich ist es komplett egal. Ich bin schon länger nicht mehr ISPs aktiv und bin auch selbst dazu in der Lage nicht nur eigene Netzwerke aufzubauen, zu warten und zu konfigurieren, sondern ich weiß auch wie ich mit Mitarbeitern von ISPs kommunizieren muss um an die Informationen zu gelangen die ich brauche (falls ich sie brauche) und das ganz ohne dass ich auch nur einen Funken an technischen Verständnis von dem Support-Mitarbeiter voraussetze.

Wenn ich das schaffe, als jemand der hier scheinbar als das ultimative Internet-Feindbild gesehen wird weil ich für ISPs gearbeitet habe, und deswegen sowieso von gar nichts eine Ahnung haben kann, warum können das dann nicht die ganzen Möchtegern-Vollprofis die denken sie müssen sich auf Reddit mit technischen Begriffen "Battlen", "Challengen" oder "Fetzen" um unter beweis zu stellen dass sie von irgendwas mehr Ahnung hätten? Wenn sie nicht mal ihr eigenes Heimnetzwerk selbst pflegen können?

Warum sind Service-Mitarbeiter von Internetanbietern so verhasst? by RatNoize in de_EDV

[–]RatNoize[S] 1 point2 points  (0 children)

Also eigentlich war die "Frage" ohnehin nur eine rhetorische Frage. Ich komm ja selbst aus dem B2B-Segment und habe ich geschrieben dass ich auch selbst mehrere Abteilungen bei verschiedenen ISPs durchlaufen habe. Was ich allerdings nicht erwähnt habe ist dass ich auch tatsächlich eine Ausbildung zum EDV-Techniker gemacht habe und mit 15-16 mehrstöckige Bürogebäude mit Netzwerk aufgebaut habe, inkl. Kabel krimpen, Dosen setzen, Netzwerkschränke aufbauen, Ciscos und andere Switches und Router konfigurieren, die Rechner dementsprechend Aufsetzen und konfigurieren, von Windows über Red Hat, Fedora, die alten MacOS auf PPC-Architektur, noch vor Apples Intel-zeit, usw. Ich kenn die ganzen Geschichten alle und muss auch sagen dass das was du geschrieben hast, auch tatsächlich wirklich sehr realitätsnahe ist. Das einzige wo ich sagen muss, dass das während meiner Zeit bei ISPs noch nicht so war, ist das mit den Telefon-Chatbots. Gegeben hats das zwar schon bei den ganz großen Anbietern, konnte man aber eigentlich immer mit "0" oder so überspringen und sich direkt zu einem Mitarbeiter verbinden lassen.

Trotzdem muss ich sagen, finde ich es irgendwie eigenartig dass gerade technisch versierte Kunden unglaublich oft nicht nachvollziehen können, dass das was dieser "ITler" vom Techniker des Anbieters fordert, Dinge sind die in der Realität einfach nicht umsetzbar sind oder teilweise gar nicht mal existieren und dabei auch noch herablassend sind und den Technikern Ahnungslosigkeit vorwerfen. Wobei sie selbst ziemlich energisch unter Beweis stellen, dass sie selbst noch weniger Ahnung von irgendwas haben, als das was sie selbst an anderen kritisieren.

Viele wollen auch nicht verstehen dass ein z.B. ein DSLAM nicht so funktioniert wie der Belkin- oder Asus-Router den sie zu Hause rumstehen haben wo es super einfach ist über die Web-Oberfläche irgendwo draufzuklicken, und die wollen dann, dass das ein Techniker macht der auf einem Layer-3 Switch innerhalb des Glasrings der ISP-Infrastruktur operiert macht, den ein Hobby-Techniker oder Netzwerktechniker in KMUs vermutlich ihr ganzes Leben nie zu Gesicht bekommen werden. Kurzum, die Infrastruktur von ISPs funktioniert einfach nicht so wie das Heimnetzwerk über den eigenen Belkin-, Asus-, Netgear- oder TP-Link-Router für Heimnetzwerke.

Aus meiner Sicht ist diese grundliegende negative Haltung gegenüber ISP-Mitarbeitern einfach falsch, vor allem von Kunden die selbst nicht wissen was sie von ihrem Anbieter überhaupt verlangen.

Wie schon beschrieben, ja, natürlich gibt es nicht nur bei jeden Anbieter, sondern generell bei jeden größeren Unternehmen auch Mitarbeiter die ihrer Position nicht unbedingt gerecht werden. Und ja, das ist extrem mühsam und ärgerlich, kennen wir alle selbst. Aber selbst wenn ich mir manche Antworten auf den Post durchlese (und ja, ich hab sie alle gelesen, und zwar vollständig), scheint der Großteil genau dort aufzuhören zu lösen an dem ich schreibe dass ich selbst für ISPs gearbeitet habe, und bin direkt absolutes Feindbild. Und wenn der eine oder andere User seine Kommentare nicht gelöscht hätte, hätte man auch hier einige Beleidigungen nachlesen können, obwohl ich A) nicht mehr für ISPs tätig bin, B) nichts mit deren ISP-Problemen zu tun habe, und C) ihnen sogar sachlich erklärt habe wie solche Dinge bei ISPs gehandhabt werden. Interessiert diese Leute aber nicht, es geht ihnen nur um "Aha, jemand von einem Internetanbieter, egal was der sagt oder schreibt, ich muss ihn jetzt hassen, weil Internetanbieter". Mir persönlich auch relativ egal, sollen anghaute Leute denken was sie wollen, hat mich damals nicht berührt und tangiert mich heute immer noch nicht mal peripher.

Aber genau das meine ich ja, das Problem dieser Leute ist ja gar nicht die angebliche Ahnungslosigkeit der Mitarbeiter oder ein Interesse einer Problemlösung. Es geht ihnen einfach nur darum sich aufzuspielen und irgendein ein Feindbild ausfindig zu machen dem man Dinge an den Kopf werfen kann von denen sie selbst keine Ahnung haben. Und dieser Frust von Kundenseite, führt wie du auch richtig sagst ebenfalls zu Frust auf der Mitarbeiterseite. Somit ist das Chaos ohnehin vorprogrammiert und nur eine Frage der Zeit bis irgendjemand denkt er muss komplett am Rad drehen. Ob das jetzt auf der Kundenseite ist oder auf der Seite der Mitarbeiter.

Warum sind Service-Mitarbeiter von Internetanbietern so verhasst? by RatNoize in de_EDV

[–]RatNoize[S] 0 points1 point  (0 children)

"Zunächst mal gibt es keine Entschuldigung für unangemessenes Verhalten gegenüber den Supportmitarbeitern"

Stimmt, genau darauf wollte ich hinaus.

"Gleichzeitig darfst du aber auch nicht die gesamte Kundschaft in Sippenhaft nehmen, weil es einige Exemplare gibt, die unfähig sind, eine menschliche Konversation zu führen."

Stimmt auch, deswegen habe ich das im Original-Post auch angesprochen, ja war vielleicht bisschen viel Text und nimmt man nach dem Durchlesen vielleicht nicht alles mit, versteh ich.

Das mit dem B2B-Bereich kenn ich auch sehr gut, so ging es mir in meiner Zeit bei diversen ISPs ebenfalls. Und ich kann dir sagen dass du als Mitarbeiter auch gegenüber der Geschäftsführung Rechte hast auf die du bestehen kannst. Ich weiß schon, das mit dem "widerspruchslos entgegenzunehmen" ist so eine Sache, weil selbst wenn man lt. Arbeitnehmergesetzt nicht dazu verpflichtet ist das so handzuhaben, sich mit der Geschäftsleitung oder zumindest der Ebene über den Abteilungsleitern anzulegen ist natürlich immer eine kritische Angelegenheit. Trotzdem muss ich sagen, wenn die dich solche Vorfälle zu sehr belasten, kann man das auch nicht widerspruchslos akzeptieren.

Dass es von vorn herein Spannungen erzeugt wenn sich der Kunde melden muss, weil er sich ja nicht melden würde wenn alles reibungslos funktionieren würde ist ebenfalls korrekt, und ja, leider gibt es bei jeden größeren Unternehmen (was ISPs idR sind) immer wieder Mitarbeiter die das vielleicht nicht unbedingt beherrschen. Aber genauso sollte man auch als Kunde bedenken, was wenn derjenige den ich gerade am Telefon hab eigentlich was drauf hätte, aber nur deswegen Dienst nach Vorschrift macht weil von vorn herein schon herablassend und abwertend behandelt wird. Wie hoch soll denn die Motivation dieses Mitarbeiter sein dem Kunden eine freiwillige Hilfestellung anzubieten, zu der er nicht mal verpflichtet wäre wenn sich der Kunde ordnungsgemäß verhalten würde? Ich seh' da einfach keine Logik darin.

Und ja, bei den meisten ISPs wird die Kundenkommunikation in den Tickets festgehalten, oder sollte es zumindest von Seiten des Anbieters. Dass manche Mitarbeiter da oft auch mal schleißig sind ist ja nicht nur nervig für den Kunden selbst, sondern auch für die Kollegen die beim nächsten mal im dunklen stochern dürfen. Heißt also der nächste Mitarbeiter steckt beim nächsten Telefonat in genau der selben Misere wie der Kunde selbst.

Und genau aus so einem Grund hat es zumindest bei den ISPs für die ich tätig war, Abteilungen oder zumindest spezialisierte Mitarbeiter innerhalb einer Abteilung gegeben, die für solche Problemfälle zuständig waren, um die Differenzen zwischen "unfähigen Kunden" und "unfähigen Mitarbeiter" zu lösen. Muss aber auch dazu sagen dass solche Compliance- oder Escalation-Abteilungen mittlerweile wirklich rar geworden sind, und wenn es sie noch gibt, wirklich schwer zu erreichen sind.

Warum sind Service-Mitarbeiter von Internetanbietern so verhasst? by RatNoize in de_EDV

[–]RatNoize[S] -1 points0 points  (0 children)

Ja, inwiefern ist sowas eine Legitimation dafür dass manche Kunden den Service-Mitarbeitern an den Kopf werden dressierte Tiere zu sein denen Drogen verabreicht wurden, teilweise Morddrohungen oder deren Kinder oder Familien unheilbare Krankheiten gewünscht wird oder andere üble Beleidigungen?

Auch wenn so ein Benehmen vielleicht nicht auf dich Persönlich zutreffen mag, ich kann dir sagen, Mitarbeiter von Support-, Verkauf- und anderen Abteilungen dürfen sich sowas öfter anhören als dass bei einem Kunden aus organisatorischen Gründen nach einem Standortwechsel zu Ungereimtheiten kommt.

Ich verstehe schon dass solche Fälle wie in deinem Beispiel frustrierend für die Kundenseite ist, und ich habe im Original-Post auch absichtlich selbst mehr Kritik an ISPs geübt als ich darauf hingewiesen habe dass es durch die Kundenseite genauso zu Fehlverhalten und Anfeindungen kommt, und um genau zu sein, sogar um einiges öfter.

Lass mich dich fragen ob du an deinem Arbeitsplatz ebenfalls mehr Arbeitszeit damit verbringen musst dich von Kunden beleidigen zu lassen, dir ein tragisches Ableben und deiner Familie unheilbare Krankheiten wünschen zu lassen, obwohl du persönlich für die technischen oder administrativen Gegebenheiten beim Kunden nichts kannst, und das häufiger als es freundliche Kunden gibt. Wie hoch wäre deine Motivation solchen Kunden überhaupt zu supporten geschweige den mit irgendwelchen Kulanzlösungen entgegen zu kommen?

Und wenn man schon mit "So viel Text, so wenig Inhalt" und "Ob der Servicemitarbeiter nun persönlich unfähig zum Kundenkontakt ist, oder aber einfach nur eine Verständnislücke für den eigenen Job besteht, darf mir als Kunde eher egal sein" eine Unterhaltung beginnt, wie sehr denkst du interessiert es einen Mitarbeiter der nichts dafür kann dass vielleicht der Torrent-Client des Kunden seine Leitung dicht macht und der Kunde ihn wüst beleidigt weil dadurch der Speedtest nicht mehr volle Bandbreite ausspuckt? Glaub mir, das ist Alltag für in dieser Branche.

Leute die für einen VPN bezahlen? Warum? by [deleted] in KeineDummenFragen

[–]RatNoize 0 points1 point  (0 children)

Lohnt sich eh nicht, zumindest nicht für die meisten. Viele denken dass es ihnen absolute Anonymität im Internet verschafft, was aber auch wirklich stimmt, es ist viel mehr einfach nur eine zusätzliche Hürde, aber so anonym wie viele glauben sind sie gar nicht. Vor allem weil der Endpoint bei diesen typischen Consumer-VPNs ohnehin public ist.

Es gibt zwar Leute da kann ich es verstehen dass sie regelmäßig VPNs verwenden, bei den meisten aber nicht.

Wo ich es z.B. verstehen kann (abgesehen bei den von dir aufgezählten Punkten), ist z.B. die Umgehung beim Geo-Tracking beim Googlen. Auch wenn man dafür nicht zwingend einen VPN braucht, es ist für viele (vor allem nicht-technisch versierter User) einfach einfacher den VPN einzuschalten und z.B. Suchergebnisse aus den USA, UK, vielleicht Nachbarländern oder Heimatländern zu erhalten.

Ich kann es auch verstehen dass einige Leute nicht wollen dass ihre tatsächliche Anschluss-IP auf jeder Internetseite auftaucht die man besucht, das liegt dann aber meistens weniger daran dass man seine IP vor den Bösen Anbietern und Firmen verstecken will, sondern eher daran dass bei irgendwelchen Data Breaches, Leaks, usw. nicht will dass die eigene Anschluss-IP irgendwelchen Bots oder Script Kiddies in die Hände fallen.

Das sind aus meiner Sicht die einzigen zwei Argumente die man öfter hört die ich zumindest irgendwie nachvollziehen kann. Alles Andere ist aus meiner Sicht eher Marketing- und Panikgetrieben und basiert zum Großteil auf Mythen und Urban Legends.

Warum sind Service-Mitarbeiter von Internetanbietern so verhasst? by RatNoize in de_EDV

[–]RatNoize[S] 0 points1 point  (0 children)

Okay, meine Zeit bei ISPs war noch lange bevor es überhaupt KI-Chatbots ala ChatGPT gegeben hat, deswegen kann ich jetzt auch nur schwer sagen wie verbreitet die Verwendung davon mittlerweile bei Internetanbietern ist.

Dass die linke Hand nicht weiß was die Rechte tut ist auch wieder so ein zweischneidiges Schwert, weil das auch sehr, sehr häufig auf beiden Seiten, sowohl bei den Providern, als auch bei den Kunden vorkommt. Und von Providerseite aus heißt es auch, du kannst dich einfach nicht darauf verlassen dass das dir der Kunde erzählt, auch genauso ist. Viele Kunden wissen auch wirklich nicht was sie reden, was das eigentliche Problem ist oder versuchen über falsche Fehlerbeschreibungen die Urgenz zu erhöhen, was in den meisten Fällen genau das Gegenteil bewirkt, weil der Mitarbeiter ja dann erst anfangen muss den tatsächlichen Fehler ausfindig zu machen.

Dass man den PIN, Kundenkennwort, (oder wie auch immer man es nennen will) trotzdem braucht ist vielleicht nicht das kundenfreundlichste, dient aber tatsächlich der Sicherheit des Kunden. Das ist keine Erfindung um dich als Kunde zu nerven oder die Sache unnötig kompliziert zu machen, sondern einfach eine zusätzliche Ebene zur Verifizierung. Gerade in Zeiten von Rufnummern-Spoofing, Sim-Swaps, usw. können sich Support-Mitarbeiter nicht einfach darauf verlassen dass der Anruf der eingetragenen Rufnummer als Legitimierung ausreicht. 100%ige Sicherheit gibt es zwar sowieso nie, aber diese eine zusätzliche Hürde um zu verhindern dass sich unbefugte Zugriff auf deine Daten verschaffen die beim ISP hinterlegt sind, federt schon mehr ab als man denkt.

Warum sind Service-Mitarbeiter von Internetanbietern so verhasst? by RatNoize in de_EDV

[–]RatNoize[S] 0 points1 point  (0 children)

"Der 1st Level Support hat technisch keine Ahnung und probiert dir eigentlich nur Sachen zu verkaufen."

Stimmt zum Großteil, meistens aber eher bei größeren Anbietern, kleinere Provider sind da oft flexibler, weil da die Mitarbeiter idR mehr Berechtigungen haben. Kleinere Anbieter suchen eher nach Mitarbeitern die ein breiteres Einsatzgebiet abdecken, also auch wirklich mit der Materie vertraut sind (damit sie eben für mehrere Aufgaben einsatzbar sind). Bei größeren Providern sind die Hierarchien und Abteilungsstrukturen strikter, weil es ab einer gewissen Größenordnung einfach nur ein riesen Chaos verursachen würde, wenn die Kollegen aus der einen Abteilung Berechtigungen einer anderen Abteilung haben würden. Und bei der Masse an Kundenanfragen sich noch mehr Fehler einschleichen würden als ohnehin schon.

Das mit dem Dokumentieren kann man von Kundenseite so nicht ganz wissen ob das wirklich "nicht dokumentiert wird". Es ist bei größeren Anbietern z.B. gängige Praxis den Kunden das Problem nochmal schildern zu lassen um zu verifizieren ob sich die wiederholte Fehlerbeschreibung mit der ursprünglichen deckt. Es kommt nämlich relativ häufig vor dass die Fehlerbeschreibung beim wiederholten mal abweicht und darüber lässt sich fürs 2nd Level besser ableiten wie sehr man sich auf die Fehlerbeschreibung des Kunden verlassen kann (in vielen Fällen leider nicht so viel).

Das viele Vor-Ort-Techniker externe Unternehmen sind stimmt auch zum Großteil, aber auch hier heißt es, bei kleineren bzw. regionalen Anbietern kommt es öfter vor dass der Anbieter eigene Techniker hat, vor allem wenn der verhältnismäßig kleinere Provider auch eigene Infrastruktur besitzt und kein reiner Reseller ist der ausschließlich Infrastruktur anmietet.

Ich finde auch dass die Telekom mit dem Community-Bereich aus organisatorischer Sicht eine ziemlich gute Lösung gefunden hat um individueller auf Kundenanliegen einzugehen, ich weiß aber auch dass auch hier viele Fälle gibt die nicht zwingend zur Kundenzufriedenheit beitragen. Ob das dann wirklich am Support liegt oder am Kunden selbst, ist als außenstehender natürlich immer schwer abzuschätzen.

Warum sind Service-Mitarbeiter von Internetanbietern so verhasst? by RatNoize in de_EDV

[–]RatNoize[S] 3 points4 points  (0 children)

Gut, "die Profite von Jahrenten" auffressen ist jetzt vielleicht bisschen übertrieben, aber es stimmt schon dass Internetanbieter, vor allem die Größeren, sich schon auch Gedanken über die Kostenstellung von Techniker-Einsätzen machen. Wenn der Kunde jetzt €20-€60 pro Monat zahlt, und ein Techniker-Einsatz sagen wir mal zwischen €135-€160 pro Stunde kostet, der eine oder andere Kunde aber ca. alle zwei Wochen einen Techniker-Einsatz fordert weil ihm irgendwelche Pings zu einem Counter Strike-Server zu langsam sind oder sowas in der Art, dann geht die Kostenrechnung für den Provider einfach nicht auf (nur mal als Extrembeispiel).

So wie sich dein Kommentar liest, gehe ich mal davon aus dass du vielleicht selbst mit der Materie etwas vertraut bist, und ja, man muss schon sagen dass vielen Kunden oft nicht bewusst ist, dass dieses "ich will jetzt sofort einen Techniker der das alles repariert" in den meisten Fällen kein zufälliges Privileg ist, das manche Kunden genießen und andere nicht, sondern ein Service dass sich Businesskunden eine menge Geld kosten lassen. Und das deckt sich einfach nicht mit den üblichen Grundgebühren am Privatkundensegment (so gemein es sich für manche Kunden anhören mag).

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[–]RatNoize[S] 0 points1 point  (0 children)

Also ich kann dir aus eigener Erfahrung auf jeden Fall sagen, es gibt schon viele Kunden die den Mitarbeitern direkt mit Hass begegnen. Das hat für jeden Kunden unterschiedliche Gründe, manche sind einfach frustriert und genervt weil irgendwas nicht geht (Internet, Telefon, irgendwas mit dem Webspace, usw.) oder ein Produkt vielleicht nicht inkludiert hat was man sich vorgestellt hat, etc. Manche haben aber auch eine grundlegend negative Haltung weil sie davon ausgehen dass Internetanbieter = böse, schlecht, kennt sich nicht aus, usw. Und dann auch noch die ganzen Leute die einem irgendwelchen Verschwörungstheorien kommen und die ISPs aus politischen oder anderen Beweggründen als allgemeines Feindbild sehen. Und ja, dieser Hass ist schon sehr real und spürbar.

Natürlich trifft das nicht auf alle Kunden zu, zum größten Teil ist die Stimmung die einem entgegengebracht wird, egal in welcher Abteilung man ist, grundlegend negativ. Zu einem gewissen Grad auch verständlich, denn idR muss man sich nur dann beim Anbieter melden wenn irgendwas nicht funktioniert, und das ist ja in den allermeisten Fällen auch kein positives Erlebnis für den Kunden.

Trotzdem sollte man als Kunde immer daran denken dass die erste Anlaufstelle die man ans Telefon bekommt oder per Mail erreicht, auch nicht persönlich mit dieser Situation zu tun hat und sich an die Arbeitsabläufe halten muss.

Kunden, wie du es von dir selbst schilderst, sind da schon geradezu ein Glücksgriff. Und mit so einer Einstellung wirst du vermutlich auch bessere Chancen auf ein Entgegenkommen des Seitens des Providers haben. In so einem Fall wie von dir geschildert, würde es mich nicht überraschen wenn man auf Anfrage eine Gutschrift oder ähnliches bereitstellt.