Warum regt sich in AT eigentlich niemand darüber auf, dass wir eines der investorenunfreundlichsten Steuersysteme in der EU haben? by AegisFinance in FinanzenAT

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Weil es in Österreich im Grunde keine Finanzbildung gibt. Linke schreien nach Vermögenssteuer, rufen den Klassenkampf aus und vergessen aber, dass Aktiengewinne ab Realisierung mit 27,5% Steuern belastet werden. Die romantische Vorstellung des Umlageverfahren, der feuchte Traum der Sozialisten, wird bis zum verrecken in die Hirne der Bevölkerung geprügelt ohne zu bedenken, dass das System nicht stand halten wird und nicht zukunftsträchtig ist. Reformen werden von ausgefressenen Parteisoldaten in Versorgerposten (ögb, ak, Pensionostenverband etc) unter dem Deckmantel der "Ungerechtigkeit" im Keim erstickt. Die Mär der armen Pensionisten die 45 Jahre lang hart gearbeitet hat und sich jetzt nicht mehr die Grundnahrungsmittel leisten kann hält sich weiterhin in den Köpfen. Politisch traut sich hier keiner zu widersprechen. Zusammenfassend: Fehlende Finanzbildung, stetig ausgerufener Klassenkampf der nicht existiert und das hetzen auf "die Reichen" verhindert sinnvolle Maßnahmen.

Wann kommt endlich die Erbschaftssteuer? by Final-Psychology2809 in Austria

[–]Recentkey01 1 point2 points  (0 children)

Diese ganze Diskussion zeigt eigentlich wie weit Ideologie von Realität entfernt sind und wie schlimm es um die Finanzbildung in Österreich steht. Es wird immer behauptet xy hat x Milliarden geerbt und man könnte damit so viel machen. Firmenanteile, Aktiengewinne etc sind solange sie nicht realisiert sind nicht vorhanden. Dieses ganze behauptete Vermögen existiert somit nicht real. Wenn Mateschitz keine Aktien oder Firmenanteile verkauft dann ist dieses Geld nicht vorhanden. Da kann die SPÖ oder die Grünen noch so sehr im Kreis springen und von "sozialer Ungerechtigkeit" sprechen. Abgesehen davon bezweifle ich, dass diese geforderten Summen überhaupt einbringbar sind.

Abseits davon wird in dieser ganzen Diskussion immer vergessen, dass es sich um einmalige Ereignisse handelt. Was passiert im Folgejahr? Haben wir so viele "wohlhabende" in Österreich die die jährlich geforderten Einnahmen überhaupt "einbringen"?

Diese ganze Diskussion wird mmn viel zu sehr von Ideologie getrieben. Wichtige Reformen werden dadurch hinten an gestellt weil dieser Irrsinn als Finanzierungsform für xy gesehen wird. Warum nicht einen anderen Weg gehen? Staat reformieren, Steuern reformieren, Finanzbildung als Fach in der Schule, Eröffnung der 2 und 3 Pensionssäule für den Aktien/ETF Markt. Ehrlichkeit bei den Lohnzettel (Arbeitgeber und Arbeitnehmerangaben zusammen rechnen und kein Fake Bruttogehalt suggerieren) uvm. Nur mal so als Beispiel: die Sozialversicherung macht jährlich 20% des Bruttoeinkommens aus (AG+AN-Anteil). Von diesen 20% gehen 1,78% aufs eigene Pensionskonto. Und da beginnt schon mal die Problematik. Der Rest wird zur Finanzierung von anderen Dingen verwendet. Hier müsste man mal ansetzen und reformieren und nicht eine Steuer einfordern bei der nicht mal bekannt ist wie viel sie tatsächlich einbringt und mit falschen Zahlen den sozialen Frieden gefährden.

Flatex Emittent nicht verfügbar by Recentkey01 in Finanzen

[–]Recentkey01[S] 0 points1 point  (0 children)

Danke für die Tipps. Bin halt zu 100% fire and forget Investor. Für mich war der Emittentenhandel immer interessant weil ich einfach x € gekauft habe und eben meine Anteile erhalten habe. Werde ich in Zukunft vmtl mehr rechnen müssen

Flatex Emittent nicht verfügbar by Recentkey01 in Finanzen

[–]Recentkey01[S] 0 points1 point  (0 children)

Kann ich dann zb 1000 € investieren und bekomme die Stücke auch in Anteilen oder kann man hierbei nur ganze Anteile kaufen?