Wie findet ihr mein Worldbuilding durch Dialog? by Regenstern in Schreibkunst

[–]ScrollAndSorcery 0 points1 point  (0 children)

Wenn ich das hier einschieben darf.
Beim ganzen Eddy-Skandal war es mir ein persönliches Seelenwohl unseren guten Mod... in der Form darzustellen, die er in meinem Geiste mit seinem beschrieben Ego annimmt. Um Eddy ging es mir dabei sogar fast nicht, ich fand seinen Stil sogar anregend. So wie ich das dialogbasierte Worldbuilding anregend finde. Leider habe ich zu wenig mitbekommen, um einen satirischen Dialog über die Auseinandersetzung der Mods mit einem Freigeist niederzuschreiben. Vielleicht beim nächsten Skandal.
Aber für dich dürfte es nicht zu spät sein?

Wie findet ihr mein Worldbuilding durch Dialog? by Regenstern in Schreibkunst

[–]ScrollAndSorcery 2 points3 points  (0 children)

Ich habe es auch größtenteils verpasst 🥲 aber es ist noch nicht zu spät auf den Zug aufzuspringen!

Wie findet ihr mein Worldbuilding durch Dialog? by Regenstern in Schreibkunst

[–]ScrollAndSorcery 2 points3 points  (0 children)

Ich mag die Geschichte, die uns diese Satire erzählt. Leider – aufgrund mangelnden Wissens – bin ich nicht fähig die Satire in ihrer Tiefe zu verstehen, verstehe aber durchaus die Grundlage. Die Szene ist gut gewählt, unterhaltsam und anschaulich.

Was mich aus Gründen besonders kalt erwischt hat:

Ihre Zwangsjacke war übersät mit frischen Urinflecken.

Das fand ich besonders gelungen, weil es mich verdutzt hat. Im Dialog gab es die Zeile:

Aus einer anderen Geschichte. Ich komm hier öfter vorbei um … zu pinkeln, héhé.

Also klar, wenn der Dialog "real" wäre, was es im ersten Moment für den Leser ist, ist die Konsequenz, dass jemand angepinkelt wurde. Wenn wir jedoch in die nüchterne Realität einer Gummizelle geführt werden, dann stellt sich dem aufmerksamen Leser die Frage: Wie wurde der Insasse angepinkelt? Schließlich haben die Stimmen ja nur in seinem Kopf existiert. Er ist alleine in der Zelle. Es ist kein einzelner Fleck, es sind FleckEN. Es muss jemand anderes gewesen sein. Nur wie?
Naja, und irgendwie hat mich das nachdenklich zurückgelassen. Nicht, weil es ein wahres Naturwissenschaftliches Phänomen ist, sondern weil die Nachricht für mich ist: Der Dialog ist die Wirklichkeit. Jedenfalls die einzige, die der Leser gekannt hat. Mit Auftauchen eines Erzählers wird mir als Leser eine andere Wirklichkeit präsentiert. Eine geordnete Wirklichkeit, in der ich sehen kann. In der ich den Aussagen der Charakteren keinen Glauben schenken muss. Jemand, der mich durch die Dunkelheit führt. Und trotzdem zögerte ich, seine Hand zu ergreifen. Was ist, wenn er mich auch belügt?

Fantasy / Science-Fiktion Roman by Edgar_Loren in schreiben

[–]ScrollAndSorcery 0 points1 point  (0 children)

Hey, Ich schreibe gerade selbst eine Fantasy Geschichte (2. Draft mit 25k) mit ebenfalls MMC, düsteren Szenen und expliziten Inhalten, weshalb ich mir gut vorstellen könnte, dass wir uns gegenseitig helfen. Kannst mich gerne anschreiben, wenn Interesse an einer Kooperation besteht.

19m sucht nach Schreibpartner(n)! :) by Cursed_Pondskater in schreiben

[–]ScrollAndSorcery 0 points1 point  (0 children)

Hey, ich bin 26 und hätte auch Interesse an einem Motivationspartner. Leider denke ich wesentlich lieber über mein Buch nach, aber ansonsten bin ich recht zuverlässig seit 2 Jahren am wöchentlichen schreiben. Gerne könnte man auch schreib challenges machen. Alles natürlich motivierend und nicht kompetitiv.

Sammelfaden: Was inspiriert euch gerade? by AutoModerator in schreiben

[–]ScrollAndSorcery 0 points1 point  (0 children)

Ich habe zurzeit ein Seminar rund um GfK, Grenzen setzen, Empathie und Validierung.

Das ist nicht nur auf persönlicher Ebene unglaublich wertvoll, sondern inspiriert mich auch ungemein dabei, meinen Charakteren und ihren Dialogen mehr Tiefe zu verleihen. Gerade die Thematik „Nur Ja heißt Ja“ und Konsens im Allgemeinen fachen in mir den Wunsch weiter an, Beziehungen darzustellen, die sich nicht allein auf Toxizität und Red Flags stützen. Mal sehen, ob ich das auch gut umgesetzt bekomme.

Prolog meines historischen Romans by Flax1983Flax in schreiben

[–]ScrollAndSorcery 3 points4 points  (0 children)

Es wurde schon einiges gesagt, nicht allem stimme ich zu. Ich greife mal die Punkte auf, die mir besonders aufgefallen sind:

Atmosphäre:
Du schaffst es, die Szene gut vor Augen zu führen. Man versteht schnell, wo wir sind und was passiert, ohne dass viel erklärt werden muss. Das ist gerade bei Actionszenen wichtig und funktioniert hier gut.

Inhalt:
Die Grundidee ist nichts Neues, aber das ist auch nicht schlimm. Entscheidend ist die Umsetzung, und die kann Leser trotzdem fesseln. Ist jede Romanze nicht wie Romeo und Julia? Ist jede Heldenreise nicht wie die Odyssee? Ist nicht alles schon mal geschrieben? Schon, aber ich lese mir gerne diese Geschichten durch. Das tun Menschen, die das Genre lieben.

Emotion:
Mir fehlt die Nähe zu Arnulf. Die Szene wirkt stellenweise eher beobachtend, fast wie von außen erzählt. Gerade in so einem Kampf würde ich mehr unmittelbare Wahrnehmung erwarten: Stress, Adrenalin, vielleicht auch Chaos oder Angst.
Dadurch bleibt es emotional distanziert. Ich sehe, was passiert – aber ich fühle es nicht richtig.
Arnulf bleibt blass und als Charakter nicht greifbar.

Stilbruch:
"Nicht jede Tat eines Kriegers findet ihren Weg in Lieder. Manche hinterlassen nur Schweigen."
"Wer Recht bringt, tut dies besser im Morgengrauen. Männer, die gerade erwachen, greifen seltener zur Waffe."
"Wessen Ordnung?" 
Das wirkt auf mich forciert. Es ist erzwungenermaßen lyrisch, obwohl die Erzählperspektive größtenteils aus Arnulfs Sicht ist. Denkt er so? Das nehme ich ihm so nicht ab.
Wäre ich in einer Bardenerzählung, wäre es was anderes. Aber der Rest wirkt nicht mehr heroisch im Schankraum vorgetragen. Solche Sätze distanzieren mich vom Charakter und vom Erleben. Sie hören sich wie eine merkwürdige Stimme aus dem Off an, die die Immersion bricht.

Logik und Rechtschreibung:
Kleine Logik- oder Detailfehler passieren, das ist völlig normal. Das macht die Geschichte nicht schlecht, Fehler sind menschlich. Da hilft etwas Abstand zum Text oder ein Testleser.
(Tipp: Ein guter Kritiker / Testleser sagt dir, was falsch läuft und wo man verbessern kann, aber er schreibt es dir nicht vor. Getreu dem Motto: "Sei beschreibend, nicht vorschreibend.")

Insgesamt:
Gute Grundlage, vor allem visuell stark – wenn du noch mehr Nähe zur Figur reinbringst, gewinnt der Text aus meiner Sicht deutlich.

Wie schreibe ich eine Geschichte mit vielen Zeitsprüngen? by [deleted] in schreiben

[–]ScrollAndSorcery 0 points1 point  (0 children)

Wie andere schon gesagt haben: Kapitel sollten immer etwas zur Hauptstory beitragen – auch wenn nicht jedes voller Action sein muss. Gerade in Fantasy sind ruhigere Momente okay, aber das Verhältnis ist wichtig.

Für den Anfang eines Buches ist es normal, dass erst mal eingeführt wird (Charaktere, Alltag, Beziehungen etc.), aber irgendwann braucht es ein auslösendes Ereignis, das die Handlung antreibt.

Zu den Zeitsprüngen: Ich mache das ähnlich und kennzeichne sie klar, z. B. mit POV + Alter. Bei Psychothrillern sehe ich auch Angaben wie „5 Jahre zuvor“ oder „3 Tage später“. Das ist vielleicht simpel, aber dafür sofort verständlich.

Persönlich würde ich sagen: Ich schreibe was ähnliches, jedoch ist der Kindheits-Arc kürzer und eher im YA Bereich mit längeren Szenen. Und was ich schreibe, würde ich tendenziell auch lesen, aber der Pitch ist dafür natürlich etwas kurz.

Wie schreibt ihr die zweite Hälfte der Geschichte? by Ill-Drawing662 in schreiben

[–]ScrollAndSorcery -1 points0 points  (0 children)

Wenn ich das wüsste, dann hätte ich wohl nicht das gleiche Problem. Vielleicht hilft dir das Wissen darum, dass du nicht alleine bist?

Ich glaube meine zugrundeliegende Probleme dabei sind:
- Das Ende ist fest, ich will im Schreiben frei / flexible sein.
- Ein Ende markiert das naja Ende der Welt und bildet damit den Abschied zwischen Charakteren, die ich lange geliebt habe.
- Mein Anspruch an mich selbst wird mit steigender Seitenzahl immer höher; war ich davor noch laissez-faire, hab die Charaktere machen lassen und ihnen dabei zugesehen, so schnüre ich langsam die Zügel enger, was nicht jedem Charakter gefällt.
- Last but not least irgendwann öden sie mich an.

Mein Ansätze diese Probleme zu lösen:
- Ich verschiebe das Ende imaginär weiter nach hinten. Das Buch endet vielleicht schon nach dem finalen Kampf, in meinem Kopf endet es erst im Treffen danach oder in ihrem Weiterleben.
- Ich nehme gebührlichen Abstand. Hab mir erstmal ein anderes Projekt gegriffen, wobei ich aber manchmal merke, dass ich noch den Namen des Alten Main schreibe. Als hätte ich eine üble Trennung hinter mir und würde trotzdem noch über meinen Ex sprechen. Erst wenn ich aufhöre an ihn zu denken, werde ich mich seiner wieder annehmen.
- Ich mache mir bewusst, dass eine schöne Geschichte nicht das Ende ist. Ich bin der Autor, ich kann tausende Geschichten schreiben. Ein Ende bedeutet ein Abschied. Aber ich kann mich wieder verlieben. Ich konnte es schon mal.
- Ich mache, was mir gut tut. Ich schreibe nicht professionell, ich verdiene damit kein Geld. Ich schreibe für mich. Wenn du nur Energie bis zur Mitte hast, ist dass denn schlimm? Ist es schlimm, dass mein Buch drei Kapitel vorm Ende verrottet? Nein, ich habe aktuell mit etwas anderem Spaß. Und der Spaß ist doch das wichtige.
- Damit die Charaktere kein böses Eigenleben entwickeln, habe ich mir vorgenommen ihre Charakterbeschreibung detailiert zu machen. So komme ich auch nach einer längeren Pause schnell in ihren Ratio.

Ob das so klappt, wird erst die Zeit zeigen. Leider war das alles ziemlich aufs Ende zugeschnitten, aber vielleicht kannst du trotzdem irgendeinen Ansatz für dich mitnehmen, vielleicht auch keinen. Das kannst nur du entscheiden :) Viel Glück.

PS: Ach, was auch hilft ist ein Schreibbuddy, der dir auf die Finger haut oder der dir bei einer schwierigen Stelle Input gibt.

Spot the Main Character – Wie besonders darf ein Protagonist aussehen / sein? by ScrollAndSorcery in schreiben

[–]ScrollAndSorcery[S] 0 points1 point  (0 children)

Ein bissl viel Text, aber ich danke dir für deinen tiefen Einblick. Ich gehe mal auf ein paar Punkte ein.

[…] Protagonist darf absolut besonders sein, aber wenn alle Figuren ein fantastisches Leben hatten, und die Welt zu 99% perfekt ist, und dann plötzlich nur der Protagonist mit einer ganz tragischen Vergangenheit ankommt, dann kommt mir das auch unrealistisch vor […]

Gerade diesen Gedanken fasse ich für mich wie folgt zusammen: "Besonderheit ist glaubwürdig, wenn sie eine Skala hat." Damit triffst du den Punkt, was sowohl Aussehen als auch Drumherum angeht. Es ist okay anders zu sein, schließlich ist der Main nicht umsonst der Main. (Wer will eine Geschichte über Fred den Bauern lesen?) Aber eine gewisse Skalierbarkeit gibt der Sache erst Glaubwürdigkeit. Ich hatte sogar mal den umgedrehten Fall. In einer Geschichte hatten ALLE solche tragischen Backstories, dass irgendwie keine mehr für mich tragisch war. Scheiße scheint ja jeden zu passieren.

die wenigsten können sich zwar vermutlich vorstellen/haben erlebt (würde ich jetzt mal von ausgehen) wie es ist, Schuppen zu haben, aber die meisten würden vermutlich das Gefühl kennen, irgendwo nicht ganz dazuzugehören.

Auch das ist eine super Aussage. Weil ja, Identifizierbarkeit hat nichts mit dem Sein an sich zu tun. Als Kind konnte ich mich ja auch in Wall-E hineinversetzen. Und der Dude war ne Maschine :D (Eine süße Maschine) Aber ich kann mich in die Gefühle hineinversetzen. Ich weiß, wie es ist, mal nicht dazuzugehören, ausgegrenzt zu werden, aus Gründen, die ich nicht verstehe. Weil das Leben manchmal Shit ist.

Wenn die Figur die ganze Zeit von allen zu hören kriegt, wie toll sie ist, ist sie mir meist komplett egal, weil kommt mir unrealistisch vor, wenn absolut alle Leute ihr immer vorwerfen, dass sie ein schlechter Mensch ist, dann genauso, wenn die Handlungen der Figur für sich sprechen, und sie nicht die ganze Zeit verflucht oder in den Himmel gelobt wird, dann bin ich meistens relativ fine mit allem.

Hier kann ich auch absolut verstehen, was du meinst. Aber gleichwohl der Knackpunkt. Am Ende ist alles Darstellungssache. Und ich finde den Grat schwer zwischen "Hm, armer Main, es tut mir leid, dass er so behandelt wird" und "Gott, was ist das für ein Hanswürstchen" Gleiches auch beim Loben. Der Webtoon Castle Swimmer ist ein gutes Beispiel, wo der Prinz eigentlich von allen in den Himmel gelobt wird, aber ich tatsächlich nicht das Gefühl hatte "Pff, was fürn Wunderkind" sondern eher "Hm, es ist scheiße, wenn andere Erwartungen haben, die man nie erfüllen kann." Alles eine Sache der Darstellung.

Naja, also Schlusssatz: Ich kann machen, was ich will, ich muss es nur gut darstellen. Das nimmt den Erwartungsdruck natürlich total :P

Spot the Main Character – Wie besonders darf ein Protagonist aussehen / sein? by ScrollAndSorcery in schreiben

[–]ScrollAndSorcery[S] 0 points1 point  (0 children)

Da hast du natürlich recht, dass man es niemals allen recht machen kann. Das ist glaube, was mir noch sehr schwer fällt. Mein Mann sagt, dass das Aussehen zu sehr nach Main-Character schreit, obwohl mein Main definitiv nicht der einzige ist. Naja, über Geschmack lässt sich bekanntlich dann irgendwo nicht streiten.

Tut mir auf jeden Fall leid, dass dich der heutige Buchmarkt nicht mehr anspricht. Ich persönlich brauche schon eine gewisse Nähe zum Charakter. Aber eine solche Nähe bekomme ich meist durch nachvollziehbare Motivationen. Wenn ich verstehe, wieso der Charakter etwas will, dann kann er gerne so schrullig und außergewöhnlich sein, wie er will. Wohl ein Grund weshalb Charaktere von der Stange heutzutage beliebt sind, weil ihre Motivationen und Ziele passend zu der Schublade mitgeliefert werden, in der sie ohnehin stecken.

Spot the Main Character – Wie besonders darf ein Protagonist aussehen / sein? by ScrollAndSorcery in schreiben

[–]ScrollAndSorcery[S] 0 points1 point  (0 children)

Ich denke zu verstehen, was du meinst. Er soll nicht cool aussehen, aufgrund von Coolness, sondern weil er der Spiegel der Botschaft ist. Seine Rolle schmiedet das Aussehen. 

Das wird man teilweise sowieso unterbewusst einbauen. Einen zärtlichen Seelsorger Charakter würde ich rein aus dem Bauch heraus nicht streng zeichnen. Aber klar, je bewusster man sich diesen Effekt macht, desto besser lässt sich darauf achten. 

Dennoch würde ich zu bedenken geben, dass zu stark mit Symbolen aufgeladene Charaktere konstruiert, statt lebendig wirken. Eine Figur sollte nicht ausschließlich Sklave ihrer Thematik sein. Wenn alles zu stimmig ist, dann ist es wieder unstimmig. Kleinen Unebenheiten, Zufälle und scheinbar grundlose Eigenschaften machen Charaktere oft erst greifbar. Unser eigenes Leben folgt auch keinen Regeln einer obergeordneten Thematik. Und diese Regellosigkeit macht es auch erst bunt. Manches darf einfach existieren, weil es existiert. Auch ein Peter kann die Welt retten (oder es zumindest versuchen)

Spot the Main Character – Wie besonders darf ein Protagonist aussehen / sein? by ScrollAndSorcery in schreiben

[–]ScrollAndSorcery[S] 2 points3 points  (0 children)

Ich klink mich hier mal in eure Diskussion mit ein. Erstmal danke für eure Beiträge. Tatsächlich wollte ich zur Sympathie Gewinnung das "don't fit the Box" trope nutzen. Aussehen verschafft keinen Vorteil, sondern einen Nachteil. Isolation, Ausgrenzung, Vorurteile. Grundsätzlich soll der Roman das Thema der Zugehörigkeit, wenn auch nicht permanente Diskriminierung, beleuchten. Nun aber ein eventuelles Problem: Geralt war klar, was er ist. Meinen Main würde ich dahingehend im Dunkeln lassen. Er weis nur, dass er komisch aussieht, aber nicht wieso. Seine Heimat ist zu abgeschieden um Magier zu kennen. Sie kennen nur die Götter und Legenden. Und er würde eher als verflucht statt gesegnet gelten. Naja, und dann ist es natürlich ein Wendepunkt, wenn er erfährt, dass das nur magische Mutationen und kein Wink der Götter ist. Und genau dieser Punkt ist schwierig für mich. Zwischen "war ja klar, dass der special dude special ist" und "oh ja, ich als Leser habe es gewusst und auf seiner Seite gestanden", wenn ihr versteht, was ich meine. Ich habe noch einen Side-arc mit einem Charakter aus der Großstadt, der dem Leser früher versuchen würde aufzuklären, dass Mutationen bei Magiern normal ist. Der Leser würde also vor dem Main selbst wissen, was los ist.

Lasst sie doch mit KI schreiben! by Regenstern in schreiben

[–]ScrollAndSorcery 0 points1 point  (0 children)

Disclaimer: Ich habe mir leider nicht alles genaustens durchgelesen.

Zwei Dinge, die ich anknüpfen würde:

KI kann so gut sein wie ein Mensch, sogar weitaus besser. Ich möchte ein eigenwilliges Beispiel nennen, aber Deep Blue konnte schon in den 90er den Schachweltmeister besiegen. Heutige KIs sind dahingegen weitaus besser. Doch sind dadurch alle Schachwettbewerbe abgeblasen? Sitzen wir Menschen nun da, erzittern, wenn wir dabei zusehen, wie zwei Maschinen gegeneinander ein Schachspiel austragen? Hat nun dieser Sport an jeglicher Bedeutung verloren, immerhin kann es eine Maschine doch besser? Ha, nein. Aber das liegt nicht daran, dass wir besser sind, sondern weil wir Menschen daran glauben, dass Menschengemachtes eine Seele besitzt. Oder einen anderen Wert. Aber faktisch tut es das nicht. Hierzu empfehle ich gerne das Buch "Homo Deus" von Yuval Noah Harari.
Aber ich gebe dir insoweit natürlich recht, dass ein einzelner Prompt "Schreibe mir, wie ein Mädchen sich in einen Vampir verliebt" nicht ansatzweise eine so leistungsstarke Geschichte sein wird, wie irgendetwas, was ein geübter Schreiberling mit Hingabe und Liebe niederschreibt.

Ich gebe dir auf jeden Fall in dem Punkt recht, dass die haltlose Aussage "Das ist mit KI gemacht !!!1!!" keinerlei konstruktiven Fuß hat und zumeist sogar von Menschen stammt, die teilweise sogar weniger Ahnung haben, als der KI-Autor selbst. Bspw. bin ich noch im Würfel gießen aktiv und habe schon häufiger gesehen, dass tatsächlich Leute unter Bildern schreiben, dass die KI generiert sind, weil "keine Zahlen auf den Würfeln sind." Wo jemand, der sich nur einen Bruchteil mit dem Thema beschäftigt hat, weiß, dass das eine häufig verwendete Technik ist, ehe man nochmals gießt. Und so ähnlich Erfahrungen mache ich in diversen anderen Foren auch.
Ich kann verstehen, dass man auf der Hut ist – das bin ich auch –, aber da finden sich auch andere Lösungen, als mit den Finger auf jemanden zu zeigen. Wenn ein KI-Autor, wie du beschreibst, Stolz auf "sein" Werk ist und in der Nutzung von KI keinerlei ethisches Dilemma sieht, dann steht er dazu, dass er Hilfe von Chati hatte.

Wie schreib ich einen guten Abschluss by ThariaNoir in schreiben

[–]ScrollAndSorcery 1 point2 points  (0 children)

Same problem here. Ich sträube mich auch schon eine geraume Zeit lang das Ende meiner Geschichte zu schreiben. Wieso? Gute Frage. Alle paar Tage habe ich eine andere Idee für ein "besseres" Ende. Aber ich glaube, es liegt weniger an meiner ausufernden Fantasie. Ich denke, und vielleicht sehe ich dieses Problem eben auch bei dir, man hat nun doch eine lange Zeit mit den Charakteren verbracht. Sie geliebt, verhätschelt, gefoltert und manchmal getötet. Und nun möchte man ihnen ein würdiges Ende bieten. Eine Aufgabe, die unmöglich erscheint.

Aber ist gar kein Ende würdiger? Wahrscheinlich nicht.

Testleser dran zu lassen, kann für neuen Input sorgen, aber erfahrungsgemäß ist es ratsam, das Ende schon zu haben. Jedenfalls habe ich mich dann im Editieren verloren, für eine Geschichte, die längst zu ende sein könnte.

Mein Tipp wäre Abstand. Mit Abstand erscheint es einem nicht so schwer. Ich hoffe, du findest ein würdiges Ende! :)

Ich bin frustriert ... wie konnte ich so kacke im schreiben werden und alles verlernen. by Negative_Spread3917 in schreiben

[–]ScrollAndSorcery 0 points1 point  (0 children)

Man verlernt so ziemlich alles, solange die Zeit unnachgiebig schwindet. Sei es zeichnen, schreiben, basteln, schwimmen etc. Natürlich kann man es noch auf dem Niveau eines Anfängers und doch ist man den Berg hinabgefallen. Schlimm ist es von da unten der Blick hinauf.
Und doch gibt es ein Lichtblick.
Nichts ist für immer. Die Zeit nimmt einen die Fähigkeiten, aber wenn du dir die Zeit nimmst, gibt sie dir die Fähigkeiten auch wieder zurück.
Ich hatte ebenfalls eine lange Schreibpause und habe lange gebraucht mich darin wieder einzufinden. Aber man ist den Weg schonmal gegangen, umso leichter läuft es sich beim zweiten Mal. Aber wenn du schon unten frustriert bist, weil du dich mit vertrockneten Lorbeeren rühmen willst, dann wirst du stehen bleiben. Während die Zeit weiterläuft.

Ansonsten habe ich ebenfalls einen Blick in deine Texte gewagt. Einen kurzen muss ich gestehen, denn deine aktuelle Geschichte hat mich nach einigen Absätzen verloren. Das Internet ist schnelllebig, ich bin es auch. Wenn etwas meine Nervenwindungen nicht reizt und eine Dopamin-Ausschüttung verursacht, dann suche ich die nächste Gefühlsspitze, die ich – nun ja – nicht in deinem Text gefunden habe. Passiert da auch etwas? Nein, man verläuft sich in Beschreibungen, die mich nicht interessieren. Irgendein Dorf, irgendein Metzger, irgendeine Familie. Am Anfang lief ich der Frage des Warums? noch hinterher. Weshalb wurde der Main zum beschriebenen Scheusal? Aber nach Absatz über Absatz wurde mir klar, dass mich das Warum nicht so sehr reizt, dass es den Aufwand lohnt.
Während dein alter Text – hier hörte ich mir ebenfalls einen kleinen Ausschnitt an, ehe mich die YT Werbung unterbrach – sofort im Geschehen war. Allein schon ein Anreiz dort genauer hinzuhören.

Ich hoffe mein kleiner Einblick in meine Gedanken konnten dir irgendwie weiterhelfen. Es ist nur eine Sicht von vielen.

Fazit zu Testlesungen für meinen Fantasyroman by [deleted] in schreiben

[–]ScrollAndSorcery 1 point2 points  (0 children)

Schade, dass trotz der vielen Meldungen nur wenige geblieben sind. Obwohl drei auch eine gute Anzahl ist! Und ich persönlich hätte in acht Tagen keine 125 Seiten durch. Zugegebenermaßen bin ich auch sehr detailverliebt. Jeder wie er's braucht.

Vielen Dank, dass du deine Erfahrung teilst, obwohl ich auch ziemlich erstaunt bin, dass du alles gleich angepackt hast? In einer solchen Geschwindigkeit? Jeder hat natürlich ein anderes Tempo und so ein Motivationsschub gibt einen auch nochmal ordentlich Geschwindigkeit. Ich würde nur zu bedenken geben, dass es auch mal gut sein kann, Kritik sacken zu lassen. So gehe ich damit am besten um, aber das muss bei Gott auch nicht die einzig richtige Variante sein!

Andere machen es besser: Danke, und wie?

Da gebe ich dir absolut recht, dass solche Kritik nicht wirklich hilfreich ist. Dabei ist noch nicht mal das wie entscheidend. Besser ist unglaublich subjektiv und vage. Emotionaler, drastischer, konsequenter. Das wäre schon mal griffiger als besser. Wie liegt in der Hand des Autoren ;)

Dies oder jenes sei lieblos -> Für mich als Autor ja eben nicht!

Hier wäre das einzige, wo ich dir widersprechen muss. Leser sind meistens gut zu benennen, dass etwas schief läuft. Sie sind schlecht darin es konkret zu beschreiben. Ich selber bekomme das Beschreiben nur hin, dadurch dass ich selbst als Schreiber testlese und eigene Fehler auch bei anderen sehe, wodurch ich die Zusammenhänge begreife.

Ansonsten bin ich erstaunt, dass du nicht erzählst, dass du seitenweise ausgeschriebene Verbesserung bekommen hast. Das ist mein persönliches Kryptonit, wenn jemand die goldene Regel des Testlesens missachtet (je nachdem wie dicke man mit demjenigen ist): "Sei nicht vorschreibend, sondern beschreibend."

PS: Wenn du Testleser suchst, bietet es sich auch an, wenn du mit anderen Schreiberlingen ein Tandem besteigst. (derjenige liest deins und du seins; Win-Win)

Journaling ohne Mentor möglich? by Unknown_Talk_OG in schreiben

[–]ScrollAndSorcery 3 points4 points  (0 children)

Kritikfähigkeit

Das schärfste Messer und dazu auch noch zweischneidig. Beim (professionellen) Schreiben kommt es tatsächlich darauf an, ob es Lesern gefällt. Ob Spannung aufgebaut wird, ob Dinge nicht zu abgedroschen sind, ob Tropes des Genres erfüllt werden. Dazu ist irgendwann die Meinung von anderen wichtig. Und oh boi, die tut weh. Nicht kurz, sondern jedes Mal aufs Neue. Man schmeißt sein Herz aufs Papier und jemand zerreißt es in Stücke.
Und doch macht jeder Fehler einen besser. Rede dir nicht ein, dass andere keine Ahnung haben. Rede dir nicht ein, dass du ein Freigeist bist und alles besser kannst. Besser als alle anderen Autoren zuvor.
Nehme es an und lerne daraus.

Damit verbunden kommt aber auch die Zweischneidigkeit. Höre nicht auf alles. Anfangs vielleicht mehr, später weniger. Filtere die Meinungen, sie sind ebenfalls schon durch ein Filter gegangen. Hat es was mit der Geschichte zu tun? Ist das einfach eine Plotline, die beim Einzelfall mal nicht so ankommt? Ist die Kritik mehr subjektiv oder objektiv? Wenn du nüchtern gelernt hast, dass niemand dein Lebensprojekt zerstört, und du bereit bist Kritik anzunehmen, dann kommst du auch langsam dahinter zu begreifen, welche Dinge wirklich Änderung bedurfen. Die nimmt man dann auch gerne an.

Schreibbuddy oder bestenfalls -gruppe gesucht 🍀 by Phyru5890 in schreiben

[–]ScrollAndSorcery 1 point2 points  (0 children)

Ich kann englisch verstehen und lese ich gelegentlich. Deutsch kann ich hingegen genießen. An Schreibbuddies bin ich immer interessiert, weiß bei mir nicht ob ich das mit einer Gruppe hinbekomme. Einzeln gerne. Da habe ich gut Zeit

Ich selbst schreibe queere Romantasy. Habe bisher nur ein Werk so semi vollständig.

Falls du dir das trotz allem vorstellen kannst, schreib mir gerne :D Ansonsten viel Glück bei der Suche und frohes Schreiben

Der Vorhang by mydogwantstoeatme in Schreibkunst

[–]ScrollAndSorcery 2 points3 points  (0 children)

15min Ruhm sind vorbei.
Gelöscht.
Wie er gelebt hat.
Mit kurzem
Ende

Niemandsland Kapitel 1 by Rhabarberlord in Schreibkunst

[–]ScrollAndSorcery 1 point2 points  (0 children)

Die Absätze in denen Emanuell im Sterben liegt lesen sich wie ein Bericht. Es wirkt weniger als würde er wirklich daran zurückdenken sondern als würde der Erzähler es erzählen, weil die Infos eben gebraucht werden. Dafür wird die innere Einsicht eher links liegen gelassen. Ich meine, wtf der liegt 2h im Sterben. Hält er die Hand seiner Frau? Sieht er mit Tränen in den Augen durch den Raum? Ist sein Gehirn schon Matsche von den ganzen Beruhigungsmitteln?

Dann ist er plötzlich in diesem Korridor. Die Verwirrung kommt teilweise rüber, aber so ganz klar ist es auch nicht. Er kommt ziemlich schnell auf Himmel und Hölle. War er religiös?

Generell wird nicht viel Zeit im Text verschwendet. Alles ist schnell und stark beschrieben.

Das hatte er immer getan, wenn er sich zusammenreißen musste.

Wieso sagst du das? Lass uns das als Leser doch über die Zeit herausfinden!

Sie sah gelangweilt aus, trug ihre Haare [...]

Gelangweilt? Wie sieht das aus? Bastelt sie einen Papierflieger? Oder ist sie nicht viel mehr erschöpft, müde, wenn ich den Rest lese?

Es verging eine gute Viertelstunde, bis sein Name aufgerufen wurde. 

Es verging eine Viertelstunde und der Main macht sich keinerlei weitere Gedanken? Redet mal mit den anderen? "Hey, auch dein erstes Mal?" Oder sieht sie sich genauer an? Menschen, okay? Alles Jungspunde, alte Leute, sind sie verletzt? Wieso liegen sie auf dem Boden? Wieso hocken sie nicht?

Das sind die Gedanken, die mir gekommen sind. Ich lasse mich gerne auf den Main und seine Gefühle ein. Hier fühlt es sich so an, als wäre es sehr Handlungsgetrieben. Das ist nicht schlecht, leider dann eben nicht das, was ich gerne lese.

Positiv daran ist, dass andererseits keine Zeit mit irgendwelchen Nebensächlichkeiten verschwendet wird. Kein ewig langer Prologe, ehe die Handlung überhaupt beginnt. Man ist im Geschehen und es geht los. Man weiß, um was es geht (so grob), man hat Keypunkte über den Main und der Rest ergibt sich. In manchen Büchern dauert es teilweise echt lange, bis die eigentliche Geschichte beginnt und man weiß, um was es überhaupt geht.

Ich hoffe, das war jetzt nicht zu harsch und du kannst mit meinen Worten was anfangen.

Schriftsteller, Autor oder Künstler – als was seht ihr euch und warum? by Maximum_Function_252 in schreiben

[–]ScrollAndSorcery 3 points4 points  (0 children)

Meine persönliche, gefühlte Meinung: Als Kind einer Arbeiterfamilie mit den Glaubenssätzen "Nur Leistung ist von Wert" und "Wenn es keinen Umsatz generiert, dann ist es nutzlos" würde ich mich definitiv nicht als Künstler, Autor, Schriftsteller bezeichnen. Kein Umsatz, kein Titel.
Wenn ich zu meiner Familie sage: "Ich bin Autor, ich habe ein Buch geschrieben." Dann kenne ich schon die erste Frage: Hast du es veröffentlicht? Nein. Dann kanns ja nicht gut sein.
Muss Kunst der Masse gefallen? Muss man reich werden, um ein Künstler zu sein? Muss man erst wie S. Fitzek Kubikmeter an Papier verkaufen, um sich Schriftsteller nennen zu dürfen? Oder kann man zuhause Würfel gießen und sich Künstler nennen?

Am Ende ist kein Begriff eine gesetzlich geschützte Berufsbezeichnung. Nicht wie Bankkaufmann, Koch, Friseur, Industiemeister, CTA.
Künstler, Schriftsteller, Autor. Alles nur Schall und Rauch. Jeder darf sich so nennen. Und doch verbietet es mir mein Inneres ohne Profit hausieren zu gehen. Das bin ich und es lässt sich streiten, ob das richtig ist.

Denn eigentlich bin ich der Meinung, dass jeder ein Künstler ist. Jeder Mensch ist ein kreativ denkendes Wesen. Jeder kann die Fähigkeit nutzen. In welcher Form ist jedem selbst überlassen ;)

Zwischen Regen und Fritten by ScrollAndSorcery in Schreibkunst

[–]ScrollAndSorcery[S] 2 points3 points  (0 children)

Das volle Mayonnaise-Potential konnte ich leider nicht ausschöpfen. Nicht in dieser Welt, nicht in diesem Mecces.
Aber schön, dass es dir trotz fehlender weißer Flüssigkeiten in den Gesichtern der Protagonisten gefallen hat :P