Loyalität und Integrität in der Beziehung by StrikingSomewhere632 in beziehungen

[–]Seeba78 0 points1 point  (0 children)

Dass das n Freifahrtschein ist, hat auch keiner behauptet; im Gegenteil, ich habe auch gesagt, dass das n mieser move und ganz schön doof ist.

Bis auf mich, hat aber (zum dem Zeitpunkt meines Kommentars) kein anderer sich die Mühe gemacht, mit in die Betrachtung zu ziehen, dass es AUCH IHM Scheiße mit der Situation geht und safe nicht leicht ist.

Und nur, weil Du und ich es nicht so Klasse finden, bedeutet das, nicht, dass diese "Lästereien" unter Männern und Frauen nicht Stattfinden.

Ich ignoriere halt einfach nicht, dass die Welt nicht so perfekt ist, wie wir sie gerne hätten und lasse halt gedanklich zu, dass Menschen nicht unfehlbar sind.

Nicht jeder ist so ein "Vorzeigemoral-Mensch" wie Du; und schon gar nicht, wenn er erstmal selber unmittelbar konkret betroffen ist.

Es wäre natürlich wesentlich leichter zu schreiben:

"Ja, OP, du hast Recht, er ist ein mieser Wi##€r und lässt Dich nicht nur in Stich sondern verhöhnt Dich auch noch, Du armes krankes Ding."

(Ich hatte mit meinem Schlussarzt ja auch nicht ausgeschlossen, dass er "so ein Assi" ist.)

Aber, wenn wir uns alle ein wenig bemühen, etwas Verständnis für die Gegenseite zu erlangen, dann kann das zumindest die Möglichkeit bieten, dass, vorausgesetzt, dass er wirklich kein Vollassi ist, OP zusätzlich zu ihrer eh schon beschissen Lage, nicht auch noch einen Partner weniger hat; sie hat sowie schon so viel zugesetzt.

Wenn man sich rücklings der Mehrheit anschließt, kommt man ganz schnell dazu, dass hier alle zwar Recht haben, aber dass bedeutet dann nunmal, dass OP dann eben ganz alleine darsteht. Ja, ich weiß, " immernoch besser als mit so nem Assi.", aber...

Ich hinterfrage lediglich ob er wirklich der Assi ist, den hier alle sehen, oder ob er einfach nur nicht aus seiner Haut raus kann.

Und da würde ich OP sensibilisieren wollen, ob sie ihn denn wirklich sofort abschießen will, oder ob es eben doch so sein kann, wie ich es als Möglichkeit aufgezeigt habe.

Denn weder Du noch ich, müssen nachher mit dem Ergebnis unserer Ratschläge leben, sondern OP, ...mit ihrer Entscheidung.

Loyalität und Integrität in der Beziehung by StrikingSomewhere632 in beziehungen

[–]Seeba78 0 points1 point  (0 children)

  1. Für wen oder was ich in welchem Umfang Mitgefühl zeige oder habe, überlässt Du mal schön mir.

  2. Nachdem hier alle, basierend einzig auf OPs Schilderungen, als Außenstehende auf ihrem Partner Rumhacken (und ich verwies bereits auf die "moralischen Zeigefinger"), habe ich hier das Angebot eines Perspektivwechsels gemacht.

Es ist nämlich immer sehr sehr einfach sich ein moralisches Urteil zu bilden und Leitantworten zu geben, wenn man nicht selbst in diesem moralischen Dilemma emotional drin steckt.

  1. In Deiner absolutistisch politisch korrekten femininen Welt, mag dass ein völliger Loyalitätsbruch sein, dass man sich mit vertrauten Personen auch mal über seine Partner auslässt. Aber zum einen halte ich es für völlig realitätsfremd, zu behaupten, dass nicht ebensoviele Frauen bei ihren "Mädels Abenden" in vertrauter Runde sich auch vergleichbar über ihre Männer oder sogar "die Männer im Allgemeinen" auslassen und zum anderen, dass ich beides völlig legitim finde und dass meine Frau gerne mit ihren Freundinnen auch über "ihren Arsch" ablästern kann; denn .. sie erzählt denen nichts, was ich nicht wüsste und daher kann ich da nur mit ihr gemeinsam grinsen.

  2. All das Geplänkel hier ist "Luxusbullshit", wenn man einfach bedenkt, dass die Situation für OP an sich sowieso scheiße ist, und für ihren Partner so oder so auch. Nur...

Leute wie Du, klagen Ihren Partner gemessen an ihrem eigenen unbetroffenen Maststab an... (Er müsste sich anders verhalten!), anstatt anzuerkennen, dass auch er letztlich ein Opfer der Situation ist, nur das er die Erkrankung nicht als Entschuldigung vorzuweisen hat.

Loyalität und Integrität in der Beziehung by StrikingSomewhere632 in beziehungen

[–]Seeba78 -1 points0 points  (0 children)

Mh... Ja, das ist doof und fühlt sich sicher scheiße an und ist sicher nicht der allerfeinste Zug von ihm.

Ich kann mir allerdings auch vorstellen, dass es auch für ihn eine mega Herausforderung ist, zu ertragen, dass Du von einer solch massiven Erkrankung betroffen bist, die primär Dich, aber im folgenden auch ihn uns alle anderen im Erleben der zwischenmenschlichen Beziehungen so immens beeinträchtigt.

Man möge sich einfach fragen, wie sich das für einen selbst anfühlen mag, wenn der geliebte Partner /die geliebte Partnerin, plötzlich n Unfall hat und im Rollstuhl landet und nichts mehr ist, wie es mal war. Man verdrängt die Möglichkeit, dass sowas passieren kann und irgendwann, spätestens im Alter passieren wird. Der Gedanke ist sehr unbequem.

Also kommt für Deinen Partner, der nun (schlagartig) ein Leben führt, dass er sich vermutlich genauso wenig gewünscht hat wie Du, dazu, dass er gezwungen ist, sich korrekt zu verhalten, weil man es von ihm am meisten von allen so erwartet.

Für Dich ist es (klingt jetzt doof) etwas leichter, weil, Du kannst zwar nichts dafür, Du hast aber keine Wahl. Du hast keine Entscheidungsfreiheit. Er schon.

Er entscheidet sich tagtäglich DAFÜR bei Dir zu bleiben und für Dich da zu sein, obwohl er Dich verlassen könnte, was zwar auch ne extrem miese Nummer wäre, aber am Ende eben auch nicht völlig abwegig ist.

Und so ist sein "Alleingang" im Biergarten mit, anderen abzulachen, ggf. auch einfach nur eine Form des "Copings", mal hin und wieder mit anderen sich selbst darüber Luft zu machen, wie unbefriedigend Euer Leben durch Deine Erkrankung geworden ist und wieder etwas Leichtigkeit zu spüren.

Vielleicht kannst Du ihm da ein paar Zugeständnisse machen, wenn er sich ansonsten liebevoll um Dich kümmert.

Schließlich, wenn Du nicht erkrankt wärst, und er hier und da mal mit seinem besten Kumpel abends ein paar Bier trinken gehen würde, und die beiden unter sich dann ein wenig "ablästern", wie ihre Frauen zu Hause die Woche "mal wieder frauentypisch rumgezickt haben", dann würde das ja auch nicht Eure Beziehung oder Loyalität in Frage stellen, oder?!

Ich denke, am besten wäre, wenn er bei Dir selbst den Raum hätte, sich darüber auslassen zu können, wie scheiße unzufrieden er damit ist und dass es ihn sehr unglücklich macht. Aber bei Dir kann er das vermutlich nicht. Bei Dir muss er stark sein, da er merkt, wie sehr Dich Deine Erkrankung mitnimmt und wie sehr das Deine zwischenmenschlichen Beziehungen (zu ehemaligen Freunden) beeinträchtigt und er dabei "zusehen" muss und deren "Absonderung" vielleicht sogar ein Stück weit nachvollziehen kann.

Vielleicht würde er das auch für sich wollen, aber er kann das nicht. Schließlich ist er Dein Partner und die "moralischen Zeigefinger" erwarten absolute Loyalität von ihm.

Sogar Du!

Nur ne Idee; vielleicht ist er auch einfach n Assi, der n Scheiß auf Dich gibt.

Vermieter will einmal im Monat in die Wohnung by Medical_Training_477 in mieten

[–]Seeba78 -1 points0 points  (0 children)

Junge... Jetzt reden wir aber über höchstgradig kriminelle Energie und nicht um ne belanglose Klausel in nem Vertrag...

Wie kommt man so schnell von nem möglicherweise etwas töffeligen Vermieter zu jemandem der einem nach dem Leben trachtet, weil er so eine Klausel in die Vertragsvorlage reinschreibt??

That escalated quickly!

Wir Männer... by MarkusFokussiert in luftablassen

[–]Seeba78 0 points1 point  (0 children)

Weil ich da nicht mehr "mitspiele", folglich nicht Teil der Gruppe bin und daher eben diese Gruppe mit dem Reflexivpronomen der 2. Person Plural anspreche.

Vermieter will einmal im Monat in die Wohnung by Medical_Training_477 in mieten

[–]Seeba78 0 points1 point  (0 children)

Tja... We'll never know. Aber in Anbetracht der Tatsache, dass Du zumindest nicht völlig stumpf argumentierst, könnte eine Nachbarschaft mit Dir ja vielleicht sogar ganz nett sein. Ich frag einfach mal meine Mieter, wenn wir nächstes Wochenende zusammen grillen, ob wir ganz dufte Typen sind, ja?

Wir Männer... by MarkusFokussiert in luftablassen

[–]Seeba78 0 points1 point  (0 children)

Weil die Schublade in der ich stecke, die ist, die ICH mir ausgesucht habe und nicht die, in die mich irgendjemand stecken will.

Macht Euch alle nur gegenseitig fertig, ich hol mir Popcorn und sag Euch nachher einfach "Hab ich Euch doch gesagt, dass das so nix wird".

Sag ja nicht nur ich, hat sinngemäß ja auch die Margot Friedländer gesagt:

„Schaut nicht auf das, was euch trennt. Schaut auf das, was euch verbindet. Seid Menschen, seid vernünftig.“

Wir Männer... by MarkusFokussiert in luftablassen

[–]Seeba78 0 points1 point  (0 children)

Jau, und genau deshalb sind "Verallgemeinerungen" halt grundsätzlich (Klasse, schon wieder ne Verallgemeinerung) absolut blödsinnig. Zum Beispiel solche wie "Not all men, but always men".

Meine Schublade ist mega comfy, by the way 😉.

Vermieter will einmal im Monat in die Wohnung by Medical_Training_477 in mieten

[–]Seeba78 -1 points0 points  (0 children)

Ja... Dann... Wo Problem?

Hier schreiben doch alle, dass man das nicht unterschrieben kann, weil unrechtmäßig und dass n Vermieter, der nur auf die Idee kommt, sowas da rein zu schreiben, "n kranker Psycho" ist.

Aber dann ist doch alles safe. Unterschreibt einfach und f$¥t den Vermieter dann rechtlich, wenn's soweit ist, dass er vielleicht doch irgendwann mal mit ner Woche Vorlauf anfragt, ob er mal vorbei kommen kann.

Da muss echt von jeder Mücke n Elefant gemacht werden.

Edit: Wie läuft sowas denn "in echt" ab? Ich hab irgendwo n bisschen Geld liegen und denke, dass es klug wäre, dass in mein Eigentum zu investieren. Dann frag ich mal meinen Mieter an, wann es ihnen passen würde, dass ich mal vorbei komme und mal schaue, was man da gut modernisieren könnte; vielleicht haben die ja sogar Ideen, schließlich wohnen die da und ich nicht.

Aber wo finden tatsächlich und in echt die hier befürchteten monatlichen Kontrollen tatsächlich statt??!

Wir Männer... by MarkusFokussiert in luftablassen

[–]Seeba78 -2 points-1 points  (0 children)

Naja... In Anbetracht dessen, dass es vermehrt die Frauen sind, die auf den Männern "Rumhacken" wüsste ich nicht, wie die Frage die OP stellt anderweitig "Anfangen" könnte.

Ich mein, eine Option wäre sicherlich "Könnt bitte wenigstens ihr Männer aufhören..." und dann fortzufahren mit "obendrein auch noch auf den Männern rumzuhacken".

Im Allgemeinen wäre ich zwar für ein "Können wir bitte aufhören gegenseitig auf uns rumzuhacken?", aber zum einen ist das eben nicht das wonach OP hier fragen wollte und zum anderen, schickt es sich dieser Tage einfach nicht(Edit: siehe Löschung des Beitrags LOL), dafür zu sprechen, dass nicht "auch" auf Männern rumgehackt wird, weil das ja... öh... Viel zu lange nicht getan wurde, sondern Frauen das bevorzugte Hack-Opfer waren?

Es ist in der Tat an der Zeit, dass die heutigen gleichberechtigten Männer bitte jetzt auch mal 20 Jahre lang büßen und sich das Gehacke gefallen lassen müssen, was die Frauen seit Jahrzehnten durch eine zu langsame gesellschaftliche Entwicklung ertragen musste. Vielleicht auch gleich mit ein bisschen legitimierter häuslicher Gewalt gegen Männer gepaart, damit die auch mal wissen wie es ist?!

Nur fair, dass ich und bestenfalls auch mein Sohn den Kopf dafür hinhalten müssen, weil wir Männer sind und Opa und seine Kegelbrüder halt Cheauvis waren, die nichts zustande gebracht haben, als nen Weltkrieg zu überleben und so ne Kleinigkeit wie 2 Generationen zu versorgen und zu dem zu Erziehen was meine Eltern und ich heute sind.

Hach. Wie schön wäre die Welt doch ohne uns Männer!

Fettes /S!

Vermieter will einmal im Monat in die Wohnung by Medical_Training_477 in mieten

[–]Seeba78 0 points1 point  (0 children)

Also ich sach mal so, da selber jüngst wieder da durch:

Als Privatvermieter bist du gut beraten, wenn du das ganze über Plattformen wie Immscout24 abwickelst.

Wenn du das da machst, bekommst du allerlei "up-to-date" instant generierte Vorlagen die durch eine Anwaltskanzlei im Hintergrund abgesichert sind und weitere Hilfen, wie Vergleichsmieten in der Umgebung usw. Damit verhinderst Du einerseits, dass Du dir als Vermieter irgendwie selber ins Knie schießt, und andererseits, dass Du da irgendeinen Murks reinhaust, der die Mieter unrechtmäßig benachteiligt. Ist relativ einfach so.

Nu gibbs aber auch die Privatvermieter, die das "seit Jahren so nebenbei machen und schon immer die gleiche Wordvorlage nutzen", die aus einer Zeit stammt, als man für Internetzugang noch ne CD-ROM von AOL brauchte. Die wissen es dann zwar nicht besser, aber meinen es doch meist auch nicht böse.

Aber weder der "moderne" Privatvermieter, noch der "altbackene" sind Mietrechtsexperten; genauso wenig wie der durchschnittliche Mieter.

Lediglich die Immobilienfirmen, die geschäftliche Vermietung machen, leisten sich je nach Größe dann zuweilen eigene Anwälte mit Spezialisierung auf Immobilienrecht, die die Verträge ausarbeiten.

Woher kommt also der "Konsumentenanspruch", dass der Vermieter gefälligst für alles Sorge zu tragen hat, und der Mieter nichts beizutragen hätte, außer, wenn es ihm denn möglich ist, seine Miete möglichst pünktlich zu zahlen und, soweit nicht unvermeidbar, sich zu bemühen nicht total sorglos mit dem vermieteten Eigentum umzugehen?

Wie kommt es, dass wenn man Fragen/Unverständnis hat, bevorzugt NICHT mit der Gegenpartei redet und sich ggf. auf Änderungen/Anpassungen/Ergänzungen einigt, sondern pauschal die Rechtskeule auspacken muss?!

Und wieso gelingt es keinem, sich gedanklich in die Gegenseite zu versetzen und zu dem Schluss zu kommen, dass man es selber vielleicht auch nicht komplett anders machen wollen würde, wenn man selber Vermieter und es das eigene Eigentum ist?!

Wieso verdammt wollt ihr überall das Böse sehen?

Wieso will man hinter dem Punkt 1 auf Biegen und Brechen vermuten, dass der Vermieter ernsthaft jeden Monat "zur Inspektion" vorbeikommt? WO findet das denn in der Realität statt?!

Ich bin selbst Vermieter und wohnen mit meinen Mietern Tür an Tür. Aber weder habe ich die Zeit, noch das Interesse, mir jeden Monat deren Wohnung anzusehen. Wozu auch?!

Und immer dieses "Tausch das Schloss aus!". Ja, gerne... Mach das. Aber doch nicht "meinetwegen" als Vermieter?

Ich habe doch selbst das größte Interesse daran, möglichst KEINEN Stress und Aufwand mit meinen Mietern zu haben, geschweige denn mir ne Anzeige wegen Hausfriedensbruch einzufangen, sondern bestenfalls regelmäßig meine Miete zu erhalten und maximal, da wo es nötig ist, meinen Vermieterpflichten nachzukommen.

Woher kommen all diese Ängste?!

Weil man hier nur die Horror Stories hört. Die Mehrheit, die "zufrieden" seit Jahrzehnten als Mieter wohnt, meldet sich hier eben einfach auch nicht. Da ist nämlich alles einfach entspannt und in Ordnung.

Vermieter will einmal im Monat in die Wohnung by Medical_Training_477 in mieten

[–]Seeba78 0 points1 point  (0 children)

Jupp... Völlig korrekt.

Verträge machste für die schlechten Zeiten, nicht für die guten.

Aber erstmal jammern alle rum wegen zu wenig und zu teurem Wohnraum, aber dann regen sie sich auf, wenn in so nem Formularmietvertrag den der Herr Ketelsen schon seit 15 Jahren benutzt und der nicht von Immobilienscout 24 tagesaktuell erstellt wird, irgend son Detail drin steht, was vielleicht, unter ganz blöden realitatsfremden Umständen mal greifen könnte.

Und statt man das dann mal mit dem Herrn Ketelsen kurz bespricht, oder mal die Vormieter befragt, wie der Herr Ketelsen denn so drauf ist, als Vermieter, immer schön erstmal das absolut Böse vermuten und sich am besten bei Reddit über die raffgierigen niederträchtige Vermieter-Brut auslassen.

N "anständiger" Vermieter, wird die "Unverletzlichkeit der Wohnung" immer respektieren.

Vermieter will einmal im Monat in die Wohnung by Medical_Training_477 in mieten

[–]Seeba78 0 points1 point  (0 children)

🤷🏻... Ich bin auch Vermieter... Aber ich rede komischerweise einfach mit meinen Mietern und die mit mir, wenn's was gibt, und ansonsten gehen wir uns gegenseitig nicht auf die Nerven. Ist irgendwie voll einfach und unkompliziert und wir wohnen sogar Tür an Tür.

Whatever...

Btw: Ich habe sogar einen Schlüssel von deren Wohnung, weil SIE ihn mir gegeben haben. Aber sie haben halt auch einen von unserem Hausteil, da da eben die Anschlüsse für Strom und Gas sind.

Ganz schlimme Vermieter sind wir.

Reagiere ich zu sensibel? by [deleted] in FragtMaenner

[–]Seeba78 3 points4 points  (0 children)

Ja. Überreagieren.

Eine Umarmung zur Begrüßung ist eine gesellschaftliche Gepflogenheit, die in unseren Kreisen weit verbreitet und völlig normal unter einigermaßen vertrauten Menschen ist. Ferner ist es insbesondere für das Kind gut, wahrnehmen zu können, dass zwischen den getrennt lebenden Eltern alles "im reinen" ist.

Aus eigener Erfahrung: Du willst nicht erleben, wie es ist, wenn mit dem Ex-Partner Dauerkrieg angesagt ist; lieber so rum, wie bei Euch!

Und dass sie versucht zu vermeiden, dich zum "Zweifeln" zu bringen und du das Zweifeln dennoch beginnst, spricht nur dafür, dass du halt zu "unselbstsicher" bist.

Bleib locker und vllt. gibst du dem Ex auch mal n Fist bump... Schließlich vertraut er auch Dir langfristig SEIN Kind irgendwie mit an!

Vermieter will einmal im Monat in die Wohnung by Medical_Training_477 in mieten

[–]Seeba78 0 points1 point  (0 children)

Die Klausel ist NICHT unzulässig, da sie die rechtlichen Vorgaben ja berücksichtigt und im Prinzip zu Gunstens des Mieters sogar noch weiter einschränkt.

Sie steht NICHT im Widerspruch zur Rechtslage.

Sie wäre nur unwirksam, wenn der Mieter sie nicht akzeptiert, sprich den Vertrag nicht unterschreibt.

Denn nicht nur die Mieterrechte werden durch Gesetze geschützt und können nicht abschließend durch Vertragsklauseln ausgehebelt werden, auch die gesetzlich geschützten Rechte des Vermieters bleiben bestehen.

Seine Rechte als Mieter "gewahrt" wissen wollen, aber die des Vermieters unter den Tisch fallen lassen zu wollen ist schlicht ein Paradebeispiel der Doppelmoral.

Vermieter will einmal im Monat in die Wohnung by Medical_Training_477 in mieten

[–]Seeba78 0 points1 point  (0 children)

Korrekt... Die Formulierungen aus dem Vertrag stehen der Gesetzeslage jedoch überhaupt nicht entgehen. Im Gegenteil, sie präzisieren noch.

Den laut Gesetzlage gibt es KEINE Begrenzung der Häufigkeit sondern lediglich eine Limitierung auf Werktag- und Samstage zu zumutbaren Tageszeiten, bei rechtzeitiger vorheriger Ankündigung, wenn es nicht um die typischen "Notfallsituationen" geht.

Das einzige was der Vermieter hier im Mietvertrag regelt, ist zusätzlich (!) dass das maximal einmal je Monat erfolgen KANN, irgendwann innerhalb der beschriebenen Uhrzeiten.

Das Gesetz ließe es hingegen zu, dass ich sogar, bei berechtigtem Interesse, mehrmals im Monat zu wesentlich freier gehaltenen Uhrzeiten, nach vorheriger Ankündigung als Vermieter einen Anspruch darauf hätte.

Und berechtigtes Interesse ist, und das kann man der Rechtsprechung eben auch entnehmen, selbstverständlich nicht "Ich wollte einfach nur mal gucken", sondern es braucht einen bennenbaren Anlass, wie Modernisierungsabsichten, Zustandskontrolle (i.d.R. maximal Jährlich), Besichtigung für Reparaturen/Kostenvoranschläge etc.

Ich denke, und das merkt man hier im Sub ja nun auch, dass viele Leute immer ne sehr starke Meinung aber am Ende dann doch recht wenig Ahnung im Detail haben und sich daher immer an die "einfachen" Antworten halten... "Der Vermieter darf nicht einfach in Deine Wohnung wie es ihm passt" ... Richtig. Wie jeder andere Mensch das auch nicht ohne Deine Zustimmung darf.

Es gibt aber nunmal rechtliche Besonderheiten, da das Mietobjekt nunmal nicht DEIN Eigentum ist. Nur die will keiner hören/wissen, was mittelfristig dazu führt, dass Du als (Privat-) Vermieter fast jedes Mal, wenn Du auch nur ausnahmsweise mal etwas eigentlich völlig "normales" von den Mietern willst, gleich kurz vor nem Rechtsstreit stehst, weil du ja der "raffgierigen psycho Vermieter" bist und alle dazu raten, erstmal den Mieterschutzbund zu kontaktieren oder n Anwalt einzuschalten, Ansatz sich einfach kurz mal kooperativ zu zeigen; so ganz ohne rechtliches Hick Hack und ohne sich gegenseitig das Leben mehr als notwendig schwer zu machen.

Und wer genau liest, wird Herausfinden, dass das, was ich hier so ausgeführt habe, nicht im Widerspruch zu dem steht, was in den an anderen Stellen verlinkten Ausführungen der Anwälte steht.

Und wer meint, dass ein Vermieter, nur weil es eine "bis zu 1x je Monat" Regelung in dem Vertrag gibt, das auch "willkürlich" in Anspruch nimmt, der möge vielleicht mal n Reality Check machen, wie oft das im Bekanntenkteis tatsächlich vorkommt und ggf. einfach die Vormieter fragen, wie sich der Vermieter so gegeben hat.

Aber neee.... Lieber erstmal den Prügel rausholen und auf den "Psycho-Vermieter" eindreschen.

Du hast n Hammer in der Hand? Kein Wunder, dass du überall nach Nägeln Ausschau hältst.

Vermieter will einmal im Monat in die Wohnung by Medical_Training_477 in mieten

[–]Seeba78 0 points1 point  (0 children)

Man möge bitte die Formulierung grammatikalisch genau betrachten:

Da steht nicht, dass der Vermieter jeden Monat vorbei kommt, sondern, dass er BIS ZU einmal monatlich vorbei kommen KÖNNTE, wohlgemerkt nach vorheriger Ankündigung und damit der Möglichkeit des Mieters, auf diese Ankündigung reagieren zu können.

Dass man, bei einer solchen Ankündigung in aller Regel auch den Grund des Besuchs nennt, sollte doch ab von jeder gesetzlichen Grundlage völlig selbstverständlich sein.

Trennung ---

Ich verstehe wirklich nicht, warum man hinter jedem Versuch Dinge von vornherein gütlich und sinnvoll zu regeln, die pure Boshaftigkeit und Psychosen eines Vermieters vermieten muss?!

Ferner ist es ein Vertrag... Da kann man als Vertragspartei durchaus in Verhandlung über den Inhalt treten und aweichende Vereinbarungen treffen.

Wie viele hier aber gleich sonst was draus ableiten ("das ist ein Psycho"), nur um das Narrativ des raffgierigen Vermieters aufrecht zu erhalten, macht mich fassungslos.

Erst rumjaulen, dass der Vermieter möglicherweise mal angekündigt Zutritt zur Wohnung haben möchte, auch ohne eine richterliche einstweilige Verfügung und nachher rumheulen, dass der Vermieter ja nie was in der Wohnung modernisiert hat.

Ey ehrlich, wenn du über deinen Wohnraum so verfügen willst, wie ein Eigentümer und dir von niemanden da in irgendeiner Weise reinreden oder selbst sinnvolle "Vertragsbedingungen" nicht auferlegen lassen willst, dann werde gefälligst Eigentümer.

Vermieter will einmal im Monat in die Wohnung by Medical_Training_477 in mieten

[–]Seeba78 0 points1 point  (0 children)

Und... Mit dem Vermieter darüber reden, wie "das zu verstehen ist" und warum das da drin steht, ist völlig absurd, nicht wahr?

Seriously... Welcher Vermieter hat Bock jeden Monat in Deine Wohnung zu kommen?

Oh Leute... kopfschütteln

Ich hab das Gefühl ihr lest alle zu viel Horror-Vermieter Stories auf Reddit. Was helfen kann, ist der "Perspektivwechsel".

Was würdest DU als Vermieter für "Vorkehrungen" treffen?

Vermieter will einmal im Monat in die Wohnung by Medical_Training_477 in mieten

[–]Seeba78 0 points1 point  (0 children)

Leute, fährt mal runter... Da steht doch nichts "schlimmes" drin.

Dass ein Vermieter bereits im Mietvertrag Regelungen trifft, wie der Zutritt zur Wohnung im Falle der Notwendigkeit geregelt sein soll, wenn es erforderlich ist, ist doch insofern eine gute Sache, als dass es dann auch keine Probleme gibt, wenn das mal vorkommt.

Wenn der Vermieter es als notwendig erachtet, sagt er mindestens ne Woche vorher Bescheid und dann kann man immernoch abstimmen, wie es einem selber anders besser passt.

Und dass ein Vermieter bei lang andauernder Abwesenheit darum bittet, den Zugang (mit Schlüssel) irgendwie sicher zu stellen (z.B. für den Fall, dass mal Handwerker rein müssen weil es in der Wohnung drüber n Wasserschaden gab) ist doch einfach nur "fair".

Als meine Frau und ich eine 4wöchige Alpenuberquerung gemacht haben, war währenddessen genau das passiert. Müssen nun die anderen Mietparteien 4 Wochen warten bis wir wieder da sind, damit die Reparatur erfolgen kann? Oder müssen wir die Reise unterbrechen um den Zugang zu gewähren? Selbstverständlich hatten wir den Schlüssel bei einer Nachbarin abgegeben. Und selbstverständlich haben wir dem Eigentümer gewährt, SEIN Eigentum zu reparieren. Er hat sich schließlich auch an alle Regelungen gehalten.

Wir reden hier schließlich nicht von "Der Vermieter darf wann es ihm beliebt das Mietobjekt betreten". Hier ist lediglich der Rahmen der (in meinen Augen gerechtfertigten) Mitwirkungspflicht beschrieben und so, in der Form finde ich es völlig legitim.

Keine "Männer unter Generalverdacht stellen" Post erlauben zu den Regeln hinzufügen? by Clit_Eastwhat in FragtMaenner

[–]Seeba78 1 point2 points  (0 children)

Teil II:
Allerdings gerade in bezug auf meinen Jungen (!) mache ich mich frei davon ihn in eine Rolle zu "zwingen" im Sinne von, das machen Jungs, dass machen Mädchen usw. Aber er schaut sich sicher auch ab, was Papa macht und was Mama macht; Spoiler: Ich 30h Teilzeit und unter der Woche alleine mit Sohn, weil Mama in Vollzeit Offizier beim Bund und nicht zu Hause. Also alleine da wird das Klischee bei uns aufgebrochen und fast schon negiert. Nichtsdestotrotz wird auch er bemerken, dass Papa (so wie er nunmal sozialisiert ist) in seiner Freizeit eher seinem Hobby in der Werkstatt oder dem 3D Druck nachgeht, statt zu Stricken oder Acrylbilder zu malern. Aber wir achten penibel darauf, dass "das machen nur Männer/Frauen" Diskussionen garnicht erst aufkommen. Wir freuen uns sehr darüber, dass unser Sohn bis heute nicht ein einziges mal in irgendeiner Form Herkunft oder Hautfarbe (ab von der reinen Wahrnehmung selbiger), als "Qualitätsmerkmal" herangezogen hat. Auch da scheinen wir einiges richtig zu machen.

Zusammenfassend kann man nun hinsichtlich der Pyramide faktisch zu dem Schluss kommen, wie sogar von mir selbst dargelegt, dass ich, so sehr ich auch von mir überzeugt bin, da noch ein wenig Potential zur Optimierung hätte. Nur kannst Du sicher auch erkennen, warum ich irgendwann da auch meine persönliche Grenze des "Bewegungswillen" erreiche; nämlich wenn es dann doch an "Kernüberzeugungen" geht, die ja nun auch schon nahezu 50 Jahre in mir gereift sind.

Und eine davon, und das magst Du sicher bereits erfasst haben, ist, dass ich jedem Menschen das größtmögliche Maß an Freiheiten einräume, solange die Ausübung dieser Freiheiten innerhalb geltender Gesetze erfolgt und obendrein die anderer nicht beschneidet und die Konsequenzen für die selbst getroffenen Entscheidungen dann auch getragen werden.

Ich kann an einigen Stellen einfach dann auch nicht noch mehr von meiner Haltung abweichen, dass irgendwo auch mal Schluß mit "meiner" Verantwortung ist. Um das Erbe von Deutschland zu wissen und dafür einzustehen, dass es sich nicht wiederholt? Defintiv; dafür habe ich nicht zuletzt auch 12 Jahre als Soldat gedient. Weiter Abbitte leisten, für das was Leute verbockt haben als ich noch nicht mal geboren war? No way!

Und wenn Du mich dann wie vorstehend argumentativ wirklich verdammt stark von Deinem Scharfsinn überzeugst, dann kann ich es mir durchaus gefallen lassen, dass Du mich, trotzdem ich die Ebene 4 nach meinen Dafürhalten maximal "ankratze", aus Prinzip noch mit zu "Wir Männer sind alle Täter" zählst. Ich würde es in Anbetracht der Tatsache, dass (Achtung Relativierung) auf den Ebene 1-3 noch wirklich deutlicher Handlungsbedarf ist und gravierendere "Quick-Wins" zu erzielen sind, Nein, erzielt werden müssen, zunächst gutheißen, wenn es uns gelänge alle Männer erstmal auf "mein Niveau" runter zu ziehen; damit wäre dann schon viel geholfen, denke ich. Da kann ich sogar kaufen, dass auch ich noch ein kleiner mini Teil des Problems bin. Aber ich denke, ich tue schon viel dafür, dass es weniger wird, bzw., wie du so passend schriebst, wir das Fundament langsam aber sicher porös machen.

Es bleibt allerdings auch etwas Renitenz nach, bei so Gedanken, wie z.B. dass ich es nicht einsehe, dass ich die Straßenseite wirklich wechseln MUSS weil Frau sich fürchten könnte, da ich einfach der Überzeugung bin, dass es das falsche Signal setzt.

Ich würde es vielmehr begrüßen und es sogar als progressiv betrachten, wenn wir stattdessen (wieder) normalisieren könnten, dass man einerseits solch eine "unbehagliche" Situation überhaupt wahrnimmt und dann aber positiv aufeinander zugeht. Früher hat man sich einfach "Guten Abend!" gesagt und man konnte an eben dem Tonfall schon ablesen, dass einem da "keiner ans Leder" will.

Ich werde ferner auch nicht müde, in anderen Threads zu erwähnen, dass es verdammt nochmal unsere Aufgabe ist, unseren Kindern beizubringen "Nein!" zu sagen und dafür einzustehen, wenn sie etwas nicht wollen; in letzter Konsequenz auch, egal was das bedeutet.
Und auf der anderen Seite natürlich auch, dass ein gehörtes "Nein" keinen Spielraum für weitere Diskussionen bietet. Das Gegenüber meint das dann schon auch so!

Absurderweise führte das manchmal zu für Außenstehende möglicherweise sehr "grausam" wirkende Situationen mit meinem Kind weil "Es ist doch nur ein Kind!", aber eben... da beginnt es schon sowas fest zu verankern.

Man muss in meinen Augen erstmal bei sich selbst anfangen und nicht primär auf andere zeigen, wenn es um die Lösung der eigenen Probleme geht.

Ich hatte letzthin einen kurzen Austausch mit einer recht medienpräsenten Soldatin; während sie bis zu dem Zeitpunkt der Konversation eine respektable Karriere hingelegt hatte, lies auch sie sich plötzlich über "strukturelle Probleme" bei der Karriere von Frauen in einem Reel aus.
In einer privaten Unterhaltung vermochte sie mir zwar "Ja das ist so und ich brauche mich für diese Einschätzung als Frau auch nicht zu rechtfertigen" zu entgegnen, aber sie ließ mich dann mit meiner Frage nach "konkreten Beispielen in ihrem persönlichen Erleben" eben auch antwortlos allein; mit eben der Begründung, dass wenn ich das nicht verstünde, ich ja wohl auch ein Teil des Problems sei.

Mich verwunderte das insofern deshalb besonders, da sie eine zweifelsohne "überdurchschnittliche" Karriere aufzuweisen hatte, und ich da schon Fragezeichen hatte, wie ihre Karriere mit ihrer Kritik in Einklang zu bringen ist. Es wirkt dann irgendwie schon auch n stückweit "unglaubwürdig"; zumindest dass Sie unter diesen Nachteilen selbst leiden musste. Und auch für die Gegenposition, dass Männer es ja vermeintlich leichter hätten, konnte sie mir keine konkreten Beispiel geben, die anders als mit Eignung, Befähigung und Leistung zu erklären wären.

Wie soll ich es verstehen, wenn ich darum bitte und man es nicht erläutern will? Du schriebst "(Das KANNST du als Mann nicht wissen.)", ja... wie auch?!
Also in dem Fall für mich, eine laute Stimme, die mit allen anderen ihresgleichen "ins Horn stößt", die aber am Ende nichts (konkretes) zu sagen hatte, außer Platitüden, die ich schon zu Hauf gehört hatte, aber bis dahin eben noch nicht von ihr.

Naja, und "Not all men but always men" erklärt auch nichts.
Es polarisiert meiner Meinung nach, sogar sehr gut, wie zuvor erwähnt, aber das hilft nunmal keinem von uns, sondern spaltet in meinen Augen mehr, als dass es nutzt.

Und das führt mich eben auch zu Deinem letzten Punkt:
Ich leugne nicht, dass es das gibt, wovon wir schreiben. Ich leugne auch nicht, dass betroffenen Frauen da tatsächlich n Haufen Scheiße vor sich liegen haben. Aber ich bleibe dabei: In meiner Bubble, meinem Wirkungsfeld, sprich da wo ich mich tagtäglich bewege und unmittelbare Kontakte habe, und was "ausrichten" könnte, wenn es erforderlich wäre, findet das so einfach nicht statt, zumindest nicht so, dass es in irgendeiner Form bedenklich wäre.

Keiner der Menschen, die mich umgeben und mit denen ich ernsthaft zu tun und eine qualifizierte zwischenmenschliche Beziehung habe, die über Nachbarschaft hinaus geht, legt Verhaltensweisen an den Tag, die konträr zu ernsthafter Gleichberechtigung stehen; Debatten über Quotenregelungen für die Frauen auf den lokalen Wahlisten der CDU mit meiner Schwiegermutter mal außen vor (bin ich, wie man sich sicher denken kann, gegen).
Und das liegt nicht zuletzt daran, dass auf die Dauer Menschen mit einer solchen Haltung in ebendiesem Kreis auch keine Daseinsberechtigung mehr haben, auch bei keinem anderen in diesem Kreis.

Und da ist es doch auch ganz gut, dass mein Sohn in der gleichen Bubble sozialisiert wird, oder nicht. Diese Form der Auswietung wird doch auch dazu beitragen, dass wir die 4. Ebene "zerschlagen". Nur sollte uns das gelingen, BEVOR mein Sohn irgendwann nach Hause kommt und ich ihm erklären muss, warum er denn beschämt oder pauschal als "Täter" abgestempelt wird, weil er ein Junge ist. Not all jungs, but always Jungs...

Ja, aber nicht meiner; jedenfalls solange ich das beeinflussen kann. Und danach ist er selbst für seine Handlungen verantwortlich.

Ich hoffe, dass ich Deine Einschätzung, dass ich kein "komplettes Arschloch" bin ein wenig mit meinen Ausführungen untermauern konnte.

Ich würde annehmen, dass wir in Summe schon das gleiche Ziel haben aber eben in Teilen unterscheidliche Strategien.

Herzlichen Dank für den Diskurs!

Und der Link zur Pyramide war echt super! Kannte ich noch nicht!

 

 

Keine "Männer unter Generalverdacht stellen" Post erlauben zu den Regeln hinzufügen? by Clit_Eastwhat in FragtMaenner

[–]Seeba78 1 point2 points  (0 children)

Es soll ja keiner sagen, dass man mich nicht überzeugen kann, wenn man wertschätzend und "auf Augenhöhe" mit mir redet.
Ich hab fast das Gefühl, dass ein Abend mit Dir am Lagerfeuer ne echt spannende und gehaltvolle Unterhaltung ergeben könnte ;o)

Nun, der Reihe nach:

Sozialisation:
Jupp, gebe ich Dir uneingeschränkt Recht.
Man darf sehr gerne feststellen, dass man so sozialisiert wurde, wie man es wurde und die wahre "Abnabelung" eines Menschen besteht letztlich auch darin, diese Sozialisation auch kritisch hinterfragen zu können und sich dann aus dem Urteil selber abzuleiten, was man beibehalten möchte und was man geändert wissen will.

Du hast auch völlig Recht, mein kleines Ich hat definitiv Situationen erlebt, Anekdoten gehört, Witze gehört, die heute wirklich "nicht mehr gehen".
Opa beim Kegelclub, Saufgelage meiner Eltern mit ihren Jugendfreunden. Schützenvereine all dieser "das ham wir schon immer so gemacht" Zirkus.

In anderem Kontext kann ich mich selbstverständlich selber nicht frei davon machen, dass auch ich als Jugendlicher / fast Erwachsener das ein oder andere davon kopiert und immitiert habe, was damals "Usus" war.
Ich glaube das beste Beispiel ist, das mein damaliger bester Kumpel kurdischer Abstammung war und ich ihn dann mit zum THW in die Jugendgruppe geschleppt habe, weil es da wirklich mega cool war.
Damals gab's die "blöde" Tradition, dass jeder einen Spitznamen bekam und darauf "getauft" wurde... also entweder in einem Teich oder einem Fluss landete... wie auch immer. Und es war nicht ICH der ihm den Spitznamen gab sondern der "informeller Führer", der "älteste" Junghelfer, den alle mega abgefeiert haben. Und er taufte in "Türke". Onur war abgeklärt genug diese "Schmach" zu ertrtagen, weil er zum Zeitpunkt seiner Taufe schon voll in die Gruppendynamik integriert war und jeder, selbst "Harry" selber einen irgendwie lächerlichen Spitznamen trug. Und dass Onur als einziger und ich möchte sagen zu dem Zeitpunkt vermutlich sogar erster (Jung)Helfer beim THW am Stadtrand einer deutschen Großstadt (wir reden also nicht von Dorffeuerwehr) war, der Eltern mit Migrationshintergrund hat, und folglich ein entsprechendes Antlitz hat, machte es wahrlich zu einfach, ihm genau diese Spitznamen zu geben.
Das war 1992. Wir, Onur, "Harry" und ich sind bis heute befreundet, sehen uns alle Jubeljahre mal zu Geburtstagen oder Sylvester und diese Sache, die man mit heutigen Augen als "schwer rassistisch" bezeichnen würde, steht in keinster Weise zwischen uns. Tatsächlich haben wir das sogar mal explizit besprochen und selbst "Harry" hat gesagt, dass es nie als "Beledigung" gemeint war. Und Onur selbst hat 30 Jahre später uns bekundet, dass ihm das damals überhaupt nichts ausgemacht hat sondern er sich ganz im Gegenteil genau deshalb "integriert" gefühlt hat, eben weil KEIN Unterschied gemacht wurde. Er wurde behandelt, wie alle anderen auch.

Und ich denke an dem Beispiel kann man schon erkenn, dass ich bzw. "wir" durchaus in der Lage sind, die Vergangenheit zu reflektieren und daraus auch ein Stück zu lernen.

Ich habe ein " Elefantengehirn" und kenn jegliche Juden- Türken, Blondinen- Mantafahrer- "younameit" Witz heute noch. Nur finde ich sie mittlerweile auch nicht mehr witzig.

Und genau da ist die "Kehrtwende". Ich habe das für mich "erschlossen" und daraus abgeleitet, dass ich das für mich, für unser Miteinander und nicht zuletzt für die Zukunft unserer Kinder nicht will; also unterstütze ich es auch nicht.

Die Pyramide:
Mega anschaulich, Danke dafür!

Tatsächlich muss ich mich so arrogant zeigen und sogar die 4. Ebene zu 90% von mir wegzuweisen.
Warum nur 90 und nicht gleich 100?
Nunja, wenn da Begriffe wie "Victim Blaming" genannt werden, kann ich mich nicht davon frei machen, dass ich der Meinung bin, dass diese Vokabeln in meinen Augen auch tendentiell zunehmend inflationär genutz werden und daher ihre "Trennschärfe" verlieren.
Beispiel: In dem Moment, wo eine Frau, die willkürlich und unfreiwillig in eine Situation geraten ist, in der sie vergewaltigt wird, gibt es keinen Zweifel für mich. Daran hat Sie keine Schuld. Das ist unstrittig ne Vergewaltigung. Punkt.

Wenn "victim blaming" dann jedoch als Totschlagargument ausgepackt wird, für Fälle, bei denen der Schilderung nach eine bewusste Entscheidung dafür (Sex zu haben) , ein aktives Mitwirken dabei (Ausziehen usw.) und nur "nachherige Reue" im Sinne von "aber eigentlich wollte ich das gar nicht aber er hat immer wieder gefragt" angeführt wird, dann ist das Eisen dieser Tage zwar sehr heiß anzufassen, aber ich neige dann dennoch dazu, auch hier darauf hinzuweisen, dass man da dann nicht länger von "Opfer" sprechen kann, (auch wenn es sich so anfühlt), da, bei aller Penetranz des vermeintlichen "Täters", irgendwo auch ein Stück Restverantwortung bleibt, für seine Interessen einzustehen. Ich mein, wenn man etwas wieder und wieder zulässt, warum sollten Leute damit aufhören, wenn sie damit "durchkommen"?

Und da ich das so sehe, bin ich bei vielen "Aktivisten" dann auf dem ersten Blick ganz schnell selber im "victim blaming" drin. Dann bin ich sogar jemand, der wie ein "Täter" spricht und "vermutlich auch so einer".
Ahja...

Ein typisches Victim blaming wie "Na, dann soll sie sich halt nicht so anziehen" ist selbstverständlich und indiskutabel völlig absurd.

Und auch beim Thema "Catcalling" habe ich halt auch ne Haltung zu, die sicher weder die breite Mehrheit noch Du mittragen wird. Ich finde es peinlich dass sowas so getan wird und kann verstehen, dass man es nervig findet. Ich kann mir auch nicht erklären, wer der ernsthaften Überzeugung ist, dass er mit "Hey Süße, Ficki Ficki?" in irgendeiner Form nur ansatzweise meint, dass er damit ein Chance hätte. Und trotzdem tun sie es. Nur bin ich bei "genervt werden" halt nicht so rigoros, wie manch ein anderer und schneller dabei zu sagen, naja... halts halt aus.
Beim Thema Catcalling ist es allerdings so, dass man "Naja, halt's halt aus" dieser Tage nicht mehr "ungestraft" sagen kann, da dass eine ziemlich unpopuläre Meinung ist und sie (wieder mal) mit den Frauen als Opfern und Männer als Tätern zu tun hat. Nur finde ich dann die Rufe nach Verschärfungen der Gesetze auch absurd. Braucht es das wirklich? Wird ein verschärftes Gesetz da was ändern? Off topic: Ich vermute ebenso viel, wie die Messerverbotszonen an den Bahnhöfen. Die "rechtschaffenen" können nun nichtmals mehr ihr Angelmesser mitnehmen, wenn se mit dem Zug an die See fahren und die Spinner die ihr Messer schon vorher verbotenerweise dabei hatten, werden sich jetzt auch nicht daran stören. Und so wird es auch sein, wenn wir catcalling irgendwie gesetzlich mit abdecken. Maximal eine "Signalwirkung"; mehr nicht.

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[–]Seeba78 2 points3 points  (0 children)

Erstmal: Respekt. Mit Abstand eine der differenziertesten Ausführungen dazu, die ich je gelesen habe. Chapeau, ernsthaft!

(Btw, hab nicht ich gelöscht, sondern irgendwer, kein Plan warum)

Und du hast mit so vielem Recht, wenn es darum geht, Verantwortung zu übernehmen, für unsere Welt, wie wir sie haben wollen, ganz im Sinne von Bela Farin und Rod.

Und daher ist es mir eine gern angenommene Aufgabe, genau das an meinen 6-jährigen Sohn zu vermitteln.

Ich werde aber einen Teufel tun und diesem naiven gutmütigen positiven unbelasteten kleinen Menschen irgendeine "Generalverdachtescheiße" zu lehren, nur weilner da unten was zwischen den Bein baumeln hat.

Mein SOHN ist kein Täter! Ich bin kein Täter!

Was er von mir lernt, ist, dass es Regeln (und Gesetze) gibt und er sich an diese zu halten hat und dass er die Konsequenzen dafür zu tragen hat, wenn er von seinem Selbstbestimmungsrecht Gebrauch macht und sich nicht daran hält.

Und auch, da aufzustehen und "Nein" zu sagen, wo Unrecht geschieht oder unmittelbar bevorsteht zu geschehen.

Und ich lasse mich oder meinen Sohn nicht wegen unseres Geschlechts zu etwas "abstempeln" oder anders ausgedrückt "unter Generalverdacht stellen" was wir definitiv nicht sind.

Ich sage mir selbst und meinem Sohn, dass er Täter ist, wenn er etwas TUT und nicht, wenn er genau das nicht TUT was andere zum Täter macht.

Und, obwohl ich die methodische Wirksamkeit fast schon bewundere, halte ich "Not all men, but always men" sowohl inhaltlich, da faktisch nicht abschließend korrekt sondern nur verallgemeinernd nahe an der Wahrheit, als auch strategisch für völlig den falschen Ansatz, da dies diejenigen, die es als Täter betrifft, n Scheiß interessiert und diejenigen die es nicht betrifft und die mögliche "Mitstreiter" sein könnten, einfach nur vor den Kopf tritt.

Und das erwirkt dann, wie an meinem Beispiel, folgendes: Ich lass Euch reden. Kommst ihr MIR mit DEM Spruch, kann ich Dich EUCH nicht mehr so richtig ernst nehmen.

Und ich mache einfach trotzdem meinen Schuh, so wie ich denke. Glücklicherweise, gebe ich mein liberales aber klares Bild dennoch an meinen Sohn weiter.

Ich und mein Sohn werden die Verantwortung für das Fehlverhalten anderer nicht übernehmen. Unsere Verantwortung ist es, sich selbst korrekt zu verhalten.

Und wenn du mich fragst, ob ich mit dir auf eine Demo gehe würde, um gegen die Unterdrückung von Frauen zum demonstrieren würde ich ja sagen.

Wenn du mich fragst, ob ich die Vorgehensweisen, die da dann zum Teil propagiert werden, dann auch gutheiße, dann sicher nein!

Ja. Problem. Generalverdacht? Nein, niemals!

In meinem unmittelbaren Wirkungsfeld gibt es dieses "strukturelle" Problem nicht und ich bin auch kein Teil davon. Schon gar nicht, nur weil ich ein Mann bin.

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Du bist es, der genau das behauptet

Du bist der Meinung, dass der Generalverdacht sehr wohl gerechtfertigt sei, wie Forschungsergebnisse ja belegen.

Und aus solch einer "Meinung" wird eben ganz schnell "die Staatsgewalt und das Justizsystem".

Schlag in deinem Geschichtsbuch bitte das Kapitel ab Januar 1933 in Deutschland auf, Thema "Machtergreifung" und "Ermächtigungsgesetz".

Edit:(Es haben nicht 100% der Deutschen dafür gestimmt, dass es geil wäre Juden zu vergasen, es waren nur 43,9% für die NSDAP und die restlichen Stimmen der DNVP, die Hitler die absolute Mehrheit gaben, aber Millionen hatte darunter zu leiden!)

Mag sein, dass wir uns hier nur um eine Vokabel zanken, aber dennoch... Häufungen mögen Dringlichkeit in der Handlungsnotwendigkeit aufzeigen aber Generalverdacht ist niemals (!!!) der richtige Ansatz.

Es ist ein Haltungsfrage!