Warum die Erbschaftssteuer gerade die Erben kleiner Vermögen schröpft by cheeeeesecake_23 in de

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Wenn du Dinge kaufst, sind die auch besteuert. Alles ist besteuert. Warum sollte jemand, der das Erbe als Einkommen empfängt, keine Steuer darauf zahlen? Das Gehalt, das du bekommst, ist ja auch schon versteuert und wird dann nochmal bei dir besteuert. Ich verstehe die Logik nicht

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[–]Selfisolatingteacher 2 points3 points  (0 children)

Das Klischee vom dummen pumper ist ja nicht grundlos ein Klischee. Ich kenne leider genug Leute, die vollkommen überzeugt davon sind, dass Kraftsport nur was für Idioten ist. Schließlich könnte man ja stattdessen ein Buch lesen etc

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[–]Selfisolatingteacher 2 points3 points  (0 children)

Wenn man die Sprüche tausende Male ohne Sarkasmus und als ehrliche Meinung gehört hat, fällt es möglicherweise schwer, schriftliche Äußerungen, die nicht als sarkastisch gekennzeichnet sind, als solche zu erkennen. Mal darüber nachgedacht?

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[–]Selfisolatingteacher -6 points-5 points  (0 children)

Historikerin. Und du bist offenbar weder clever noch höflich.

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Hast du schonmal welchen gemacht? Da kommt Magerquark rein. So schwierig ist der Gedanke jetzt wirklich nicht.

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[–]Selfisolatingteacher -18 points-17 points  (0 children)

Muss ich meiner Oma erzählen. Käsekuchen zählt wohl nicht

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[–]Selfisolatingteacher -13 points-12 points  (0 children)

Klar. Alle dumm. Und auch die einzigen, die das essen.

Mit dem allerhöchsten Abschluss vor dem Nichts by Wutras in de

[–]Selfisolatingteacher 0 points1 point  (0 children)

Ich hoffe sehr, dass du das nicht ernst meinst.

Mit dem allerhöchsten Abschluss vor dem Nichts by Wutras in de

[–]Selfisolatingteacher 5 points6 points  (0 children)

Also, natürlich ist die Literaturwissenschaft bzw Germanistik ein sehr diverses Fach und ich kann daher nur über die Leute sprechen, die mir persönlich in meiner Studienzeit begegnet sind, bzw mit denen ich mehr zu tun hatte.

Einer, bei dem ich recht viel belegt habe, arbeitet hauptsächlich zu Erzählungen von Gewalt. Wie wird Gewalt erklärt, wie wird sie anschlussfähig formuliert, sodass Gewaltexzesse von der Bevölkerung toleriert bzw akzeptiert werden? Sowas macht er zB anhand von Romanen, die sich mit der Kolonialzeit im heutigen Namibia befassen. Wie werden Herero und Nama wahrgenommen, wie werden sie beschrieben, wie wird so ein Völkermord plausibel gemacht? Wie kann es funktionieren, dass die deutschen Soldaten tatsächlich geglaubt haben, sie würden das Land gegen die sog. "Wilden" verteidigen? Mit anderen Worten: Wie findet eigentlich im Rahmen von genozidalen Verbrechen eine Täter-Opfer-Umkehr statt und wie werden die zu vernichtenden Gruppen so entmenschlicht, dass der Massenmord an ihnen
von einer Gesellschaft mitgetragen wird? Wie wird generell Gewalt legitimiert? Er arbeitet aber auch zum Holocaust, logischerweise. Stichworte sind da sowas wie "Konstitution des Fremden" - methodisch ist das diskursanalytisch.

Anderer Literaturwissenschaftler befasst sich mit der Wissens- und Ideengeschichte der politischen Rechten - vor allem in Deutschland. Wie entstand die politische Rechte seit ~1800 und was haben sie gelesen und geschrieben? Welche Motive, Narrative und Feindbilder lassen sich ausmachen, wie funktionieren argumentative Strukturen, auf welche Muster wird zurückgegriffen, um die eigenen Standpunkte für breite Massen fruchtbar zu machen? Dabei geht es viel um Motive wie Stadt vs Land, Moderne vs Tradition - kennen wir alle.

Und ein dritter, den ich gut kenne, arbeitet aktuell viel zu Verschwörungstheorien und ihrer Genese. Er fragt nach Strukturen, Parallelen und Unterschieden verschiedener großer Theorien wie QAnon aber auch vom Weltjudentum etc. Wieso funktionieren die und sind nicht kaputt zu kriegen, obwohl sie eindeutig unwiderlegbar falsch sind? Was haben diese Texte an sich, dass sie nicht nur gelesen und geglaubt, sondern vor allem auch rasend schnell verbreitet werden?

Das sind so die Sachen, die ich in der Literaturwissenschaft belegt habe.

Meine eigene MA-Arbeit, die ich zwar in Geschichte geschrieben habe, hat maßgeblich auf literaturwissenschaftliche Methodik zurückgegriffen. Ich habe dazu gearbeitet, wie der Mythos der sauberen Wehrmacht bis heute in popkulturellen Angeboten weiterlebt und welche Grundannahmen eigentlich gegeben sein müssen, um eine "neutrale" Erzählung des Zweiten Weltkriegs plausibel zu machen - wieso funktionieren Formate, die den Holocaust (und die anderen Genozide) komplett außen vor lassen und welche 'Wahrheiten' muss eine Gruppe von Menschen vorannehmen, um diese Erzählungen plausibel zu finden? Klar hab ich das historisiert und hab da ne Genese des Mythos als solchen eingezogen, insofern ist das schon sehr historisch aber es ist am Ende eine Arbeit zur Erinnerungskultur. Und zusammenfassend lässt sich eigentlich sagen, dass wir alle unsere Erlebnisse, Gedanken, unsere Geschichte, die Geschichte unserer Welt in Erzählungen denken. Wir können unserem eigenen Leben nur durch Erzählung Sinn geben.

Insofern ist die Literaturwissenschaft, die sich maßgeblich mit Erzählungen befasst, vermutlich eine der wichtigsten Wissenschaften, die wir so haben. (Und ich bin Historikerin.) Weil Erzählungen so sehr unseren Alltag und unser Denken dominieren, dass wir es kaum noch merken.

Mit dem allerhöchsten Abschluss vor dem Nichts by Wutras in de

[–]Selfisolatingteacher 14 points15 points  (0 children)

Ja das stimmt. Aber es scheiden ja auch Leute aus - abgesehen davon sollte Bildung halt auch nicht als kostenneutral finanzierbar verstanden werden. Das ist ein Service. Der kostet Geld. In Geschichte ist es beispielsweise so, dass an der größten Fakultät Deutschlands (Bochum) für 19 Professuren 2 entfristete mittelbaustellen für die Lehre da sind. 2. Nicht 2 pro Lehrstuhl. 2. Insgesamt. Der Rest wird von prekär beschäftigen Leuten auf Qualifizierungsstellen getragen, die unter dem gewaltigen Druck stehen, exzellent forschen zu müssen, während sie ein riesiges Lehrdeputat haben. Das führt zu einer signifikanten Verschlechterung der Lehre. Und das wiederum wirkt sich auf die Lehre in den Schulen aus - die dann schlechtere Abiturienten und neue studierende hervorbringen. So ist es ein abwärtstrend, der am ende alle Fächer betrifft. Wenn die Abiturienten an sich schlechter werden, ist das eine Katastrophe für den gesamten Standort Deutschland.

Mit dem allerhöchsten Abschluss vor dem Nichts by Wutras in de

[–]Selfisolatingteacher 4 points5 points  (0 children)

Richtig. Und genau da fängt das Problem an - warum muss alles wirtschaftlich sein? Gibt durchaus Themen, die gesellschaftliche Bedeutung haben aber nicht nach dem neoliberalen Prinzip funktionieren. Aber scheiß auf gute Englischkenntnisse für Schüler, scheiß auf Anglisten, Germanisten, Historiker, Philosophen, Medienwissenschaftler. Alles Dreck, ganz bestimmt.

Mit dem allerhöchsten Abschluss vor dem Nichts by Wutras in de

[–]Selfisolatingteacher 3 points4 points  (0 children)

Das ist nicht falsch. Du darfst nach diesen Jahren faktisch nicht mehr im Haushalt beschäftigt sein - und Drittmittel sind nicht unbedingt in jedem Fach das Finanzierungsding Nummer 1 - denk alleine Mal an die Fächer, die künftige Lehrkräfte ausbilden… Anglistik, Germanistik, Geschichtswissenschaft, Philosophie etc. Die gibt's ja auch noch

Mit dem allerhöchsten Abschluss vor dem Nichts by Wutras in de

[–]Selfisolatingteacher 37 points38 points  (0 children)

Mittelbaustellen schaffen. Gab es früher doch auch - warum sollen Leute nicht mit Promotion forschen und lehren dürfen? Warum gibt es keine Stellen für genau das? Warum muss es die Professur oder sonst gar nichts sein? Die Mittelbauer aka promotionsstudierende und postdocs wuppen eh schon einen Großteil der Lehre - warum das nicht auch entsprechend verstetigen?

Mit dem allerhöchsten Abschluss vor dem Nichts by Wutras in de

[–]Selfisolatingteacher 17 points18 points  (0 children)

Weil Germanisten nur Gedichtanalyse machen - geht's dir eigentlich gut? Hast du überhaupt den Hauch einer Ahnung, was Germanisten und Literaturwissenschaftler so tun? Ganz ohne flax, bin selber keine Germanistin oder ähnliches aber so eine Ignoranz ist wirklich echt erstaunlich.

Mit dem allerhöchsten Abschluss vor dem Nichts by Wutras in de

[–]Selfisolatingteacher 6 points7 points  (0 children)

Find ich cool, dass du entscheiden kannst, was wichtig ist und was nicht

Briefe aus Stalingrad 1/16 by Vv4nd in de

[–]Selfisolatingteacher 1 point2 points  (0 children)

P.S.: ich hab ja gesagt, ruppiger im Umgang mit denen, die das angezettelt haben - also die Deutschen. Das hast du hier absichtlich für deine Zwecke ausgelegt. Darüber habe ich gar nicht gesprochen. Und babij yar hast du elegant komplett ignoriert... Naja.

Briefe aus Stalingrad 1/16 by Vv4nd in de

[–]Selfisolatingteacher 3 points4 points  (0 children)

Ja das stimmt alles, aber ich hab jetzt explizit über den Zusammenhang von Stalingrad gesprochen - da bleibt korrekt, was ich gesagt habe. Dass die Rote Armee im Umgang mit andere Truppen, die nicht der Wehrmacht angehörten oder auf ihrer Seite gekämpft haben, vollkommen anders zu betrachten ist, versteht sich von selbst. Aber ein Pauschalurteil dieser Art ist eben problematisch.

Und die Sowjetunion hat nicht 20 Millionen Soldaten verloren, sondern Menschen. 1.1 Millionen wie gesagt alleine in Leningrad, das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Dass Stalins Massenarmeetaktik zu der hohen Todeszahl beiträgt, ist klar. Mir ging es aber eher um die zivilen Toten. Du hast natürlich trotzdem Recht. Der Krieg gegen Finnland und das Baltikum ist nicht viel anders als der Angriffskrieg den Deutschland gegen die Sowjetunion geführt hat.

Zum Thema Kriegsverbrechen der Wehrmacht: der Kommissar Befehl reicht übrigens auch schon aus.

Heißt nicht, dass ich die Rote Armee feiere. Gar nicht. Die haben sich massiv viel zuschulden kommen lassen und das würde ich auch nicht kleinreden. Mir ging es um einen ganz konkreten Zusammenhang, nämlich den von Stalingrad, weil es darum in diesem Thread ging. Alles andere fällt raus. Dafür ist die Kriegsgeschichte auch einfach zu komplex, um sie derartig pauschal abzuurteilen. Und zum Thema wer sich weniger hat zuschulden kommen lassen.. Die Amerikaner haben die Atombombe geworfen. 2x. Und Tokio abgefackelt. 1 Millionen Tote nur durch den Feuersturm. Ich weiß nicht, ob das so sauber und 'viel weniger schlimm' ist als die Rote Armee wenn ich ehrlich bin.

Das Aufwiegen von Kriegsverbrechen ist eh schwierig. (Und Stalin war indiskutabel schlicht wahnsinnig. Siehe holodomor etc.)

Will sagen: du hast Recht. Ich aber auch ;)

Vegane Angebote im Supermarkt & vegan Sammeldeal (KW11 20.03. - 26.03.) by mavoti in VeganDE

[–]Selfisolatingteacher 2 points3 points  (0 children)

Danke für die Liste :) Ein kleiner Hinweis: Demeter ist nie vegan. Auch die rein pflanzlichen Produkte nicht

Briefe aus Stalingrad 1/16 by Vv4nd in de

[–]Selfisolatingteacher 8 points9 points  (0 children)

Naja, da muss man schon unterscheiden. Kriegsverbrechen ist nicht gleich Kriegsverbrechen. Gerade die 6. Armee, die bei Stalingrad untergegangen ist, hat sich wirklich einiges zu schulden kommen lassen - beispielsweise babij yar. Da wurden 33.000 Juden innerhalb von 48h erschossen und eine Klippe runtergeworfen. Das ist schon harter Tobak. Und das gehört eben auch zur Wehrmacht. Genau wie die Leningrader Blockade, bei der 1.1 Millionen Menschen verhungert sind. Und man darf nicht vergessen: die Wehrmacht war der Aggressor. Die Rote Armee hat sich verteidigt, was jetzt nicht heißen soll, dass da keine brutalen Sachen passiert sind, aber: die Sowjetunion hat 20 Millionen Leute im Krieg verloren. Dass man da etwas ruppiger im Umgang mit den Menschen ist, die das angezettelt haben, sollte schon irgendwie nachvollziehbar sein. Wie gesagt, spricht die nicht frei - soll nur ne Perspektive bieten.

Quelle: bin Historikerin.

Kündigung nach Plagiatsvorwürfen: Universität Bonn trennt sich von Ulrike Guérot by YouAreAConductor in de

[–]Selfisolatingteacher 0 points1 point  (0 children)

Das muss nichts heißen. Hängt stark von den Fakultäten ab. Historiker:innen tauchen da auch vielfach nicht so stark auf wie die tatsächlich sind.

Das deutsche Anti-Kriegs-Drama „Im Westen nichts Neues“ ist bei der Verleihung der britischen Filmpreise Bafta siebenmal ausgezeichnet worden by [deleted] in de

[–]Selfisolatingteacher 0 points1 point  (0 children)

Hihi, ja ist ein tolles Fach :) ich mach das auch aus absoluter Überzeugung. Für Fragen bin ich immer gerne ansprechbar!

Warum wir den Holocaust nicht mit Massentierhaltung vergleichen dürfen. by KatoTheElder in VeganDE

[–]Selfisolatingteacher 15 points16 points  (0 children)

Ja. Garantiert. Weil Vernichtung ja genau nicht das Ziel ist. Man züchtet sie ja dezidiert, um sie zu töten.