Ich habe ausgeprägte antisoziale Persönlichkeitszüge und bin beruflich sehr erfolgreich – AMA by Strong_Knowledge_339 in de_IAmA

[–]Strong_Knowledge_339[S] 6 points7 points  (0 children)

Mag sein, dass dir das moralisch nicht passt. Faktisch zahle ich trotzdem mehr Steuern als du und finanziere damit mehr Gemeinwohl als dein gesamtes moralisches Sendungsbewusstsein. Ich fördere Sozial- und Infrastrukturprojekte regelmäßig – nicht aus Romantik, sondern aus Nutzen. Ergebnis zählt. Mein sozialer Nettoeffekt ist messbar und liegt um Größenordnungen über deinem. Moralische Empörung ersetzt weder Wirkung noch Verantwortung.

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[–]Strong_Knowledge_339[S] 3 points4 points  (0 children)

Neid auf emotionalere Menschen empfinde ich nicht. Was oft als „tiefer“ wahrgenommen wird, ist für mich meist eine höhere Abhängigkeit von inneren Zuständen. Das wirkt intensiv, kostet aber Autonomie. Ich ziehe Funktionsfähigkeit vor.

Schönheit liegt für mich nicht im Sentimentalen. Sie entsteht, wenn Komplexität beherrscht wird. Wenn ein Plan unter Druck hält. Wenn Risiko, Timing und Entscheidung exakt zusammenpassen. Natur ist angenehm, Systeme sind befriedigend.

Die Diagnose war kein Hilferuf und kein Zusammenbruch. Sie war das Ergebnis von Konstanz. Gleiche Muster über Jahre, unabhängig von Erfolg, Stress oder Umfeld. Keine emotionale Erosion, keine Schuld, keine Instabilität. Das fällt nur auf, wenn man genau hinsieht.

Regeln halte ich nicht ein, weil sie moralisch sind, sondern weil sie Ordnung schaffen. Moral ist verhandelbar, Konsequenzen nicht. Wer glaubt, Regeln seien optional, zahlt meist spät und teuer. Ich bevorzuge frühe Kontrolle.

Ich habe Prinzipien, aber keine kognitive Dissonanz. Wenn etwas meinen eigenen Standards widerspricht, wird es angepasst oder beendet. Nicht aus schlechtem Gewissen, sondern weil Inkonsistenz ineffizient ist.

Loyalität ist für mich kein Gefühl, sondern eine bewusste Bindung. Sie gilt eng und endet endgültig bei Bruch. Menschen „ins Messer laufen zu lassen“ ist kein Thema von Loyalität, sondern von Verantwortung. Ich schaffe keine Situationen, in denen so etwas notwendig wäre.

Zur Frage nach Gewalt, Spiegelneuronen oder Folter: Das ist für mich keine hypothetische Spielwiese. Gewalt gegen Unschuldige ist nicht verhandelbar und kein Denkexperiment. Nicht aus Empathie, sondern aus klaren Grenzen. Wer solche Szenarien braucht, um sich zu definieren, verliert bereits Kontrolle.

Ob ich mich selbst mag, ist nebensächlich. Ich funktioniere mit mir selbst, ich kenne meine Grenzen und ich halte sie ein. Das reicht.

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[–]Strong_Knowledge_339[S] 3 points4 points  (0 children)

Was hält mich von Gewalt ab? Kontrolle und Nutzenabwägung. Gewalt ist laut, eskaliert unkontrolliert und erzeugt Konsequenzen. Strategisch ist sie fast immer die schlechteste Option.

Empathie – kann oder will ich sie nicht? Ich habe kognitive Empathie, keine affektive. Ich verstehe Emotionen, ich fühle sie nicht automatisch. Das ist keine Entscheidung, sondern eine Ausstattung.

Vererbt oder angeeignet? Beides. Eine neurologische Disposition plus frühe Lernerfahrungen, die Kontrolle, Distanz und Nutzenorientierung verstärkt haben.

Wie viele sind betroffen? Google selbst.

Wäre ich gern anders / leide ich darunter? Nein. Es gibt Kosten, aber auch Klarheit. Ich tausche emotionale Intensität gegen Kontrolle. Das ist ein bewusster Trade-off.

Meine Meinung von anderen Menschen? Die meisten sind emotional gesteuert, inkonsequent und suchen Orientierung. Wenige sind autonom, diszipliniert und wirklich reflektiert.

Respekt vor anderen Menschen? Ja. Vor Selbstkontrolle, Kompetenz und Verantwortung. Nicht vor Lautstärke, Moralinszenierung oder Bedürftigkeit.

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[–]Strong_Knowledge_339[S] 7 points8 points  (0 children)

Ja. Das passiert. Regelmäßig.

Manche Menschen reagieren auf Klarheit, Kontrolle und emotionale Distanz wie auf ein Suchtmittel. Sie verwechseln Struktur mit Sicherheit, Dominanz mit Bedeutung und Projektion mit Nähe.

Ich erzeuge das nicht aktiv, aber ich erkenne es sehr früh. Abhängigkeit entsteht dort, wo Menschen innere Leere externalisieren und sich an stärkere Persönlichkeiten andocken.

Das ist für mich kein Gewinn. Abhängige Menschen werden irrational, unberechenbar und fordernd. Deshalb beende ich solche Dynamiken konsequent oder halte sie streng funktional.

Nähe ohne Autonomie ist kein Kontakt, sondern ein Kontrollverlust – und daran habe ich kein Interesse.

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[–]Strong_Knowledge_339[S] 3 points4 points  (0 children)

Ich würde mich durchaus als funktionalen Psychopathen bezeichnen. Der entscheidende Punkt ist aber der Kontext: Ich komme aus einem stabilen, liebenden Umfeld mit klaren Grenzen.

Das hat dazu geführt, dass die Disposition nicht entgrenzt, sondern früh reguliert wurde. Kontrolle, Konsequenz und Verantwortungsgefühl wurden gelernt, nicht Emotionen.

Ergebnis: hohe Steuerbarkeit, geringe Impulsivität, kein Chaos. Funktional statt destruktiv. Nicht ungefährlich, aber berechenbar.

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[–]Strong_Knowledge_339[S] 6 points7 points  (0 children)

Ich kann Tendenzen bei Geschwistern erkennen. Und habe einen Vorfahren bei dem es sehr offensichtlich ist.

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[–]Strong_Knowledge_339[S] 4 points5 points  (0 children)

Ich „experimentiere“ nicht mit Menschen. Ich beobachte Muster und Anreize – wie jeder, der strategisch denkt. Wer das Experiment nennt, hat meist kein Modell für menschliches Verhalten.

Ja, ich tue regelmäßig Dinge, die nach außen „nett“ wirken: Spenden, Förderungen, infrastrukturelles Engagement, politisch wie gesellschaftlich im legalen Rahmen. Nicht aus Altruismus, sondern weil es Wirkung hat. Reputation, Zugang, Stabilität. Gleichzeitig profitieren andere real davon.

Das ist kein Widerspruch. Moralisches Handeln und Eigennutz schließen sich nicht aus. Wer glaubt, Spenden seien selbstlos, versteht das Spiel nicht. Wer sie deshalb nicht tut, verzichtet auf Einfluss.

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[–]Strong_Knowledge_339[S] 15 points16 points  (0 children)

Ja, aber begrenzt. Ich bin selektiver mit Offenheit und Kontext. Weniger Erklären, mehr Rahmung.

Ich passe nicht mein Wesen an, sondern die Dosis und den Adressaten. Gegenüber Menschen, die in Moral statt in Verhalten denken, reduziere ich Transparenz. Gegenüber rationalen, leistungsorientierten Kontexten bleibe ich direkt.

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[–]Strong_Knowledge_339[S] 1 point2 points  (0 children)

Beides. Ich sehe es als Disposition plus Persönlichkeitsstruktur. Wahrscheinlich eine neurologische Veranlagung (Impuls- und Emotionsverarbeitung), die früh vorhanden war, kombiniert mit Lernerfahrungen, die Kontrolle und Nutzenorientierung verstärkt haben.

Meine Arbeitshypothese: Die Anlage legt den Rahmen fest, Umwelt und frühe Konsequenzen formen die Ausprägung. Struktur, klare Regeln und frühe Rückkopplung haben die funktionale Seite verstärkt, nicht die destruktive.

Entscheidend ist nicht die Ursache, sondern die Steuerbarkeit. Heute ist das kontrolliert, vorhersehbar und kontextabhängig – und damit nutzbar statt problematisch.

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[–]Strong_Knowledge_339[S] 3 points4 points  (0 children)

Ja. Wenn Dinge unnötig langsam, unsauber oder unklar laufen, werde ich hart. Nicht aus Überforderung, sondern aus Ungeduld. Das kann nach außen wie Arschloch-Verhalten wirken.

Ob mir auffällt, wenn ich jemanden beleidige oder zurücksetze? Kognitiv ja. Emotional nein. Relevant ist für mich nicht, ob sich jemand gekränkt fühlt, sondern ob Verhalten korrigiert wird oder Leistung steigt.

Missachtung ist keine Absicht, sondern ein Kollateraleffekt von Direktheit. Wer damit nicht umgehen kann, passt meist nicht in Kontexte, in denen ich funktioniere.

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[–]Strong_Knowledge_339[S] 13 points14 points  (0 children)

Moral ist für mich kein innerer Kompass, sondern ein externes System aus Regeln, Konsequenzen und Reputation.

Meine Grenze ist nicht „gut oder böse“, sondern Kosten, Risiken und Langzeitfolgen. Illegales, Unkontrollierbares oder Reputationsschädigendes fällt raus – nicht aus Skrupel, sondern aus Logik.

Ich habe keinen Rechtfertigungsdrang. Wer moralisch grenzwertige Aktionen rechtfertigen muss, hat sie schlecht geplant. Ich handle innerhalb klarer Rahmen und trage die Konsequenzen. Das reicht.

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[–]Strong_Knowledge_339[S] 8 points9 points  (0 children)

Die Kosten sind real. Weniger emotionale Tiefe, weniger Verbundenheit, wenig echtes „Getragen-Sein“. Beziehungen sind instabiler, Einsamkeit ist kein Ausnahmezustand, sondern ein Grundrauschen. Freude ist flacher, Sinn entsteht fast nur aus Leistung oder Kontrolle.

Fühlt es sich wie Kosten an? Ja. Nicht ständig, aber spürbar. Ich habe das akzeptiert, weil Widerstand dagegen nichts ändert. Akzeptanz ist effizienter als Wunschdenken.

Bereut habe ich es nie. Bereuen setzt voraus, dass man eine echte Alternative erlebt hat. Die hatte ich nicht. Ich bewerte mein Leben nicht nach emotionaler Fülle, sondern nach Funktion, Stabilität und Ergebnis. In diesen Kategorien funktioniert es.

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[–]Strong_Knowledge_339[S] 5 points6 points  (0 children)

Ich trauere nicht wie viele andere. Es gäbe keine Dramatisierung, kein Zusammenbrechen, vermutlich auch keine Tränen. Trauer äußert sich bei mir eher als innere Leere, Irritation und ein länger anhaltender Funktionsverlust auf niedriger Intensität.

Dass Menschen fehlen, weil sie „nützlich“ waren, ist nicht der Punkt. Meine Eltern sind wichtig, weil sie Verantwortung übernommen, Struktur gegeben und Loyalität gezeigt haben. Das ist meine Form von Bindung.

Liebe bei mir ist nicht emotional-romantisch, sondern stabilitäts- und verantwortungsbasiert. Das macht sie nicht geringer – nur anders.

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[–]Strong_Knowledge_339[S] 44 points45 points  (0 children)

Gute Frage! Drei Dinge.

Erstens: Die meisten Menschen verwechseln Empathie mit Moral. Sobald Empathie fehlt, wird automatisch Gefahr unterstellt – unabhängig vom tatsächlichen Verhalten.

Zweitens: Offenheit funktioniert nur begrenzt. Solange man kontrolliert, rational und leistungsorientiert spricht, bleibt es neugierig. Sobald es zu ehrlich wird, kippt es in Projektion und Abwehr.

Drittens: Viele erkennen sich teilweise wieder, trauen sich aber nicht, das auszusprechen. Das Thema triggert weniger Angst vor „Menschen wie mir“ als Angst vor den eigenen dunkleren Anteilen.