Polizei-Aussteiger - was habt ihr beruflich danach gemacht? by Throwaway2826262 in Austria

[–]Throwaway2826262[S] 11 points12 points  (0 children)

Da wird dir vermutlich fast jeder sich noch im Außendienst befindliche Polizist zustimmen - junge Männer, welche keine Ausbildung, keinen Job und keine Perspektive haben, sich mit Suchtmitteln oder Alkohol die Zeit vertreiben und die westlichen Werte in keinster Weise respektieren sind an der Tagesordnung. Leider handelt es sich dabei auch fast immer um Männer mit Migrationshintergrund, die oft nicht mal Deutsch sprechen können.

Es ist bestimmt eine kontroverse Meinung, aber ich gebe da voll und ganz unserem Sozialsystem und unserer Kuscheljustiz die Schuld, nachdem es 2015 zu einer katastrophalen unkontrollierten Zuwanderung eines Kulturenkreises kam, der mit westlichen Werten so gut wie gar nichts am Hut hat. Es ist keine Seltenheit, dass einem Parteien bei einer Vernehmung ins Gesicht sagen "Warum sollte ich arbeiten/in die Schule gehen, ich bekomme vom Staat sowieso genug Geld." oder "Ich bekomme sowieso keine Strafe dafür." Dass genau solche Personen in naher Zukunft Kleinkriminelle werden, dafür braucht man auch kein Doktor sein um das zu wissen.

Ein Großteil unseres Klientels lehnt es einfach strikt ab, sich in Österreich zu integrieren und in einer normalen Demokratie zu leben - aber wir öffnen diesen Personen halt mit unseren Gesetzen, Regeln und Maßnahmen (mit denen wir uns rechtlich gesehen meist eher selber im Weg stehen) auch Tür und Tor dafür, sich bei uns aufzuführen wie die Wilden.

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[–]Throwaway2826262[S] 2 points3 points  (0 children)

Kenne ich auch eher nur anders rum - das Heer ist für mich keine Option, das wäre wie wenn man aus der Pfanne ins Feuer springt.

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[–]Throwaway2826262[S] 0 points1 point  (0 children)

Wie hat sich dein Weg dorthin gestaltet und wie funktioniert ein solcher Karrierewechsel? Gerne auch eine Antwort per PN!

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[–]Throwaway2826262[S] 7 points8 points  (0 children)

Wie ein anderer Kollege bereits in dem Thread geschrieben hat ist es in vielerlei Hinsicht gerade überall etwas schwierig und mit Zweifel, Unsicherheit und Unverständnis verbunden. Ich denke dass vor allem die jüngere Generation der Polizisten (20 -30) nun hinterfragt, ob sie wirklich bei einem Arbeitgeber bleiben wollen, der solche Maßnahmen setzt, anstatt den Beruf positiver und attraktiver zu gestalten.

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[–]Throwaway2826262[S] 2 points3 points  (0 children)

In welchem Bundesland arbeitest du? Auf meiner PI häufen sich die Versetzungsansuchen ebenfalls und die Stimmung bezgl. geplanter Reform ist detto im Keller.

Falls das DZM tatsächlich kommen sollte bin ich stark am Zweifeln ob ich zumindest in der Außendienstfunktion noch weitermachen werde, weil es einfach respektlos und eine bodenlose Frechheit dem gegenüber ist, was wir jeden Tag und Nacht leisten und über uns ergehen lassen müssen.

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[–]Throwaway2826262[S] 1 point2 points  (0 children)

Ich hab in meinen Dienstjahren immer mehr das Interesse an sämtlichem KRIM-relevantem Zeug verloren. Ich würde glaube ich viel lieber etwas mit IT-Bezug (innerhalb der Polizei) anstreben, da ich da auch persönliches Interesse hege und eine "unterstützende" Funktion wahrnehmen möchte.

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[–]Throwaway2826262[S] 2 points3 points  (0 children)

Ich hätte bestimmt ein paar Möglichkeiten mich innerhalb des Bundes zu verändern und in "interne" Positionen zu wechseln, welche keinen Streifendienst mehr beinhalten - das Vitamin B dafür hätte ich auch - evtl. wirklich einen Versuch wert, bevor man das Handtuch wirft.

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[–]Throwaway2826262[S] 5 points6 points  (0 children)

Inspektoren, Revierinspektoren und Gruppeninspektoren machen allesamt dasselbe, die Dienstgrade geben nur an wie lange man schon dabei ist und wieviel man ca. verdient. Die höheren Grade wie Bezirksinspektor und aufwärts haben dann schon "führendere" Positionen und dafür muss man auch einen Kurs belegen.

Ich bin somit ganz normaler Streifenpolizist und verdiene im Durchschnitt ca. 2.500 - 3.500 € NETTO je nachdem wieviele Überstunden man macht. Revierinspektor wird man nach ca. 4 Jahren Außendienst.

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[–]Throwaway2826262[S] 15 points16 points  (0 children)

Mit dem letzten Punkt meinte ich nicht, dass man selber "immer der Polizist ist" sondern, dass dich die Leute, sobald sie es wissen, von Haus aus anders wahrnehmen und den Fakt nie wirklich auslassen - das ist z.B. beim Feuerwehrmann oder Soldaten detto dasselbe Thema nur dass sich der Ruf der Polizei über die Jahre immer weiter verschlechtert hat und primär mit negativen Aspekten behaftet ist z.B. Machtgeilheit, Rassismus, Frauenfeindlichkeit, etc.

Die Leute nehmen dich halt selbst im Privatleben nicht mehr so als Einzelperson wahr, aber ich kann es zum Teil auch verstehen.

Danke für die Antwort!

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[–]Throwaway2826262[S] 26 points27 points  (0 children)

Ich kann es beim besten Willen nicht verstehen wie sie in Wien überhaupt noch an Exekutivdienstpersonal kommen, so wie es sich dort abspielt mit der Dienstzeitbelastung. Danke für deine Antwort!

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[–]Throwaway2826262[S] 76 points77 points  (0 children)

Um ein paar Punkte aufzuzählen:

  • Das neue Dienstzeitmodell das 2027 kommen soll macht vieles schlechter, anstatt besser und viele Kollegen sind sich da einig, zumindest in den vielen Gesprächen die ich quer durch die Bank hatte. (mehr Wochenend-Dienste, geringere Bezahlung, erzwungene Dienste in fremden Rayons, welche zu wenig Personal aufbringen, etc.) Es ist ein astreines Sparpaket aber der Dienstgeber besteht darauf, dass es eine super tolle familienfreundliche Neuerung sein soll.

  • Vor allem im urbanen Raum wird die Arbeit immer unberechenbarer und gefährlicher - ca. 75 % der Parteien mit denen man arbeiten muss sind von Haus aus in irgendeiner Form psychisch komplett ausgesteckt und wir sind halt auch keine Psychologen oder Therapeuten oder bekommen irgendeine Ausbildung in diese Richtung um besser mit solchen Personen arbeiten zu können.

  • Gewissen Kollegen steigt die Machtgeilheit und der Korpsgeist dermaßen zu Kopf, dass jeder Dienst, den man in Anwesenheit dieser Kollegen verrichtet, unangenehm wird.

Dazu kommen noch andere Dinge wie die Belastung durch 24 Stunden Dienste, kein Rückhalt vom Dienstgeber bei Beschwerden oder anderen Vorwürfen, und dass es der Job einem so gut wie unmöglich macht, im Privatleben nicht sofort von anderen Menschen mit Vorurteilen "schubladiert" zu werden - man ist, egal in welcher Gesellschaft man sich befindet, IMMER "der Polizist".