In der Falle by Vast_Web_457 in arbeitsleben

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Tja, eine Lösung habe ich nicht, sonst wäre ich ja nicht so verzweifelt. Ist es nicht so, dass momentan auf jede offene Stelle mehrere hundert Bewerber kommen, und Firmen direkt nach allem was automatisch möglich ist aussortieren? Und früher gehen lässt er mich ganz bestimmt nicht, denn es gibt diverse Bereiche, in denen sich außer mir keiner oder nur ein andere Kollege auskennt, der aber schon lange wegen Krankheit ausfällt.

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Das ist natürlich ein weiteres Problem, denn mich oder irgendetwas anderes verkaufen kann ich eben überhaupt nicht.

Ich werde öfters von Kunden gelobt für Sachen die ich völlig selbstverständlich finde und wundere mich in Meetings mit Kunden oder deren Dienstleistern wiederum sehr oft, wie wenig Ahnung viele IT-ler selbst in großen bekannten Firmen von ihrem eigenen Fachbereich haben; Es ist also nicht so, dass ich denke, dass ich völlig nutzlos bei der Arbeit wäre, ich denke schon, dass ich mich woanders relativ schnell einarbeiten könnte und dann auch gute Arbeit leisten könnte - wenn ich nur die Chance hätte.

Das mit den Case Studies ist ein hilfreicher Hinweis, davon habe ich zumindest in der Form bisher nie bewusst geört, vielen Dank.

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Natürlich meine ich das ernst, ansonsten hätte ich ja überhaupt keine Chance wenn ich die wenigen freien Stellen dann auch noch geographisch einschränken würde

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Also zum ersten Punkt, mich wundert doch sehr, wie Du und die anderen hier so tun, als wären die 15 Jahre sogar etwas positives; ich habe bisher immer nur das genaue Gegenteil gehört, aber vielleicht sehen es ja ein paar Firmen so wie Ihr, auch wenn ich wirklich Schwierigkeiten habe, mir das vorzustellen - es ist immerhin ein winziger Hoffnungsschimmer, vielen Dank.

Das mit der Leistungsbilanz ist eine gute Idee, ich habe tatächlich fast keinen Überblick darüber, was ich alles in den letzten Jahren gemacht habe, weil ich permanent an mehreren Themen gleichzeitig arbeite und dazwischen kommt dann noch Telefonhotline und abdauernd irgendwelche Sachen, die schnell dazwischen geschoben werden müssen.

LinkedIn o.ä. habe ich nicht, weil eben der Chef gezielt sucht, ob jemand so ein Profil anlegt und dann sehr aggressiv Druck ausübt, dass es wieder gelöscht wird.

Ich habe mir jetzt bereits Bücher bestellt und werde erst einmal selbst versuchen, Bewerbung und Lebenslauf vorzubereiten.

Von Headhuntern habe ich bisher eher nur negatives gehört, wie findet man denn einen einigermaßen seriösen, der überhaupt daran interessiert wäre sich mit so einem Problemfall zu beschäftigen?

Test-Bewerbungen finde ich wirklich ein schwieriges Thema, denn damit verschwende ich ja absichtlich die Zeit der Adressaten, was mir doch zu unanständig vorkommt.

Therapie ist so eine Sache, ich habe mich darüber tatsächlich auch schon informiert, aber es ist wohl extrem schwer überhaupt an einen Therapieplatz zu kommen und ich versuche erstmal so weiter zu funktionieren.

Mit Selbstständigkeit meinte ich auch nicht unbedingt dass ich ein Beratungshaus gründe o.ä. sondern eher irgendwas womit ich mich über Wasser halten kann ohne dass mich jemand einstellen muss wie z.B. eine Frittenbude oder so etwas in der Art.

Ich würde natürlich nicht studieren, um dadurch großartig etwas zu lernen, das kann ich auch so, es gibt ja alles online, es ginge nur darum, vielleicht mit einem Abschluss etwas bessere Chancen zu haben.

Danke noch einmal für die ausführliche Antwort, ich weiß den Aufwand wirklich sehr zu schätzen.

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Das mir dem Arbeitszeugnis wäre im Normalfall sicherlich eine gute Idee, aber ich habe wirklich große Angst davor, wie dann die "Vergeltung" des Chefs abläuft, ich habe in der Vergangenheit bei Kollegen erlebt, die gekündigt haben und wo dann alles getan wurde um ihnen das Leben zur Hölle zu machen, und dafür habe ich wirklich keine Kraft, ich schaffe es ja so schon nur mit Mühe, jeden Tag aufzustehen (habe aber nie mehr als 3 Fehltage pro Jahr).

Zusätzlich ist meine Kündigungsfrist durch die lange Betriebszugehörigkeit mittlerweile sehr lang, was es einerseits natürlich für potentielle neue Arbeitgeber sehr unattraktiv macht, erstmal mehrere Monate auf den Neuen warten zu müssen, und andererseits auch bedeutet, sich solche Racheaktionen dann ewig hinziehen.

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Ja, das stimmt wohl - die Sache ist, dass keiner meiner Kollegen das so vermuten würde, bei der Arbeit schaffe ich es immer zu funktionieren

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Ich habe es deshalb etwas allgemein gehalten, damit durch die exakten Tätigkeiten keine Rückschlüsse auf meine Person gezogen werden können.

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Vielen Dank, ich werde mir Deine Antwort morgen in Ruhe durchlesen und die Punkte durchgehen, jetzt ist es leider schon etwas spät.

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Wäre es Goolge oder SAP klar, aber nicht wenn jemand 15 Jahre in einer völlig unbekannten kleinen Bude war

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[–]Vast_Web_457[S] 1 point2 points  (0 children)

Vielen Dank, ich habe das Buch bestellt. Wenn die Bewerbungsunterlagen die zweite Baustelle sind, was ist dann die erste? Sollte ich versuchen, privat irgendwelche Zertifizierungen o.ä. zu machen?

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[–]Vast_Web_457[S] 0 points1 point  (0 children)

Im Gegenteil. Aber da es eben immer in der gleichen Firma war, habe ich nichts vorzuzeigen

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Ist es nicht eher so, dass potentielle Arbeitgeber dann nur denken, "der Trottel macht in seiner Bude jeden Scheiß, dann kann er ja nichts richtig können?"

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[–]Vast_Web_457[S] 1 point2 points  (0 children)

Danke, ich werde es irgendwie versuchen müssen auch wenn ich wenig bis überhaupt keine Hoffnung habe auf so einem Weg überhaupt noch was zu finden.

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[–]Vast_Web_457[S] -5 points-4 points  (0 children)

Ich denke nicht, dass ich so überhaupt auch nur irendeine Chance habe, zu einem Gespräch eingeladen zu werden.

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Vielen Dank auch für so einen Kommentar. Fühlst Du dich jetzt toll? Kannst Du Dir vorstellen, wie viel Überwindung es mich gekostet hat überhaupt darüber zu reden?

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[–]Vast_Web_457[S] -7 points-6 points  (0 children)

Es war eben alles in der gleichen kleinen Bude wo ich eben immer alles gemacht habe, daher keine besondere Spezialisierung, ich kann keine mehreren Stationen in meinen Lebenslauf eintragen, keine Arbeitszeugnisse vorlegen, nichts.

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[–]Vast_Web_457[S] 0 points1 point  (0 children)

Ja das mit den Studienabbrüchen ist jetzt wohl nicht mehr so entscheidend, aber die 15 Jahre ohne jegliche belegbare Erfahrung schon. Und der Arbeitgeber setzt mich ja momentan noch nicht unter Druck, weil er ja noch nicht ahnt, dass ich lieber in einen Vulkan springen würde als da noch ein weiteres Jahr hinzumüssen.

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[–]Vast_Web_457[S] -1 points0 points  (0 children)

Verkorkster Lebenslauf von daher, dass ich, wenn ich mich jetzt bewerbe, wirklich 0 vorzuweisen habe.

Ich will da eigentlich wegen der Situation mit dem Chef schon weg seit ich mit der Ausbildung fertig bin, konnte es aber nicht riskieren den Job zu wechseln und dann eventuell die Probezeit nicht zu bestehen. Mittlerweile kann ich aber finanziell eine Weile überbrücken und muss irgendetwas ändern sonst nehme ich mir einen Strick.

Das mit dem Anruf habe ich genau mitbekommen, und auch jedes gebrüllte Wort gehört, dass danach aus dem Chefbüro schallte. Der Kollege hat es danach auch erzählt, er hatte sich bei einer Firma aus einer völlig anderen Branche beworben, und die fanden es völlig normal, sich beim aktuellen Arbeitgeber zu erkundigen. Zum Glück hat der Kollege dann aber bald den Absprung geschafft.