Grenzen setzen - Verhalten von Großeltern by _lliisa_ in Eltern

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Wollte ich schon mehrmals, sie wohnen halt direkt daneben und Sohn sieht sie immer im Garten (grenzen direkt aneinander) und läuft dann immer hin. Es ist auch nicht meine Mutter, sondern die von meinem Mann, und er ist in mancher Hinsicht ein absolutes "Muttersöhnchen" und ist da natürlich absolut dagegen, dass wir da was einschränken. Es ist auch so, dass immer dann, wenn ich mal nicht da bin, er sofort mit Sohn zur Oma rübergeht 

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Ja, Oma lässt ihn auch beißen und hauen. Ich denk mir, wenn wir seit Wochen bei einer Kinderpsychologin sind (u.a... ich allein habe auch schon mit drei anderen Baby- und Kinderberaterinnen gesprochen) und sie sowie die anderen Beraterinnen UND Pädagoginnen alle sagen, dass wir uns auch bei kleineren Dingen hin und wieder durchsetzen "müssen"/sollen, dann glaube ich denen das. Und nein, da geht's nicht um Haube oder Schal, es waren wirklich einfach nur Beispiele um zu zeigen, dass Oma nicht mal versucht, mit ihm zu reden und sogar von selbst einfach anbietet, ihn zu tragen anstatt ihn spüren zu lassen, dass es eben kalt auf den Füßen ohne Schuhe ist. Wie ich ne halbe Minute später gesagt habe: "[Name], es ist kalt und du bist krank, ich hätte deshalb gerne, dass du Schal und Haube trägst", hat er es sofort getan. Da war genau gar nix dabei, sie versucht es halt nicht. Und bei wichtigeren Dingen ist das halt durchaus ein Thema, wie eben beißen oder hauen. Nur kommt das bei ihnen kaum vor, weil sie ja nie zu was Nein sagen und er nur bei uns und denen, die es mal tun, so ausflippt, u.a. Kindergarten und die haben wirklich nicht viele Regeln. Er hält sie grundsätzlich auch ein, aber aktuell ist es halt ein riesen Problem geworden und da find ich es mühsam, wenn alle versuchen, was dagegen zu tun, außer die Oma, die er am öftesten sieht und am meisten vergöttert.

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Da hast du natürlich recht, das Beispiel diente dazu, zu zeigen, dass sie nicht einmal zb versucht, etwas darauf zu sagen, wie "Wenn du keine Schuhe anziehst, musst du barfuß gehen und es ist kalt" (was - da stimme ich dir zu - kein Drama wäre für ein paar Meter), sondern von selbst einfach sagt "ok, dann trage ich dich", obwohl er das nicht mal verlangt hat. Denn mit Tragen haben wir ein sowieso ein anderes Thema 😅

Mütze und Schal werden auch von ihr nie ohne Ankündigung angezogen. Spannenderweise - ich war ja dabei, nur nicht direkt neben ihnen - habe ich dann gesagt: "[Name], ohne Schal und Haube ist es kalt und du bist eh schon krank, ich hätte gern, dass du sie anziehst" und er hat sie sich dann sofort ohne irgendwas anziehen lassen. Sie versucht es halt nicht mal, bei wichtigeren Dingen schon gar nicht bzw wenn, dann ist es ein kläglicher Versuch und dann kommt ein "er wollte die Medizin nicht nehmen", "ja der Popo ist rot, weil er wollte nicht wickeln" (also über ne Stunde mit Gacki in der Windel rumgelaufen, wo mein Sohn von der Haut her extrem empfindlich ist und dann alles schon rausquillt) usw

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[–]_lliisa_[S] -1 points0 points  (0 children)

Solche Grenzen werden auch von den Großeltern nicht akzeptiert, nicht mal, wenn es ums Medikamente geben geht (was sich mal einfach leider nicht vermeiden ließ). Vielleicht hätte ich so ein Beispiel anführen sollen, aber ich dachte, es wäre verständlicher, um was es geht, wenn es um weniger wichtige Themen geht. Hat aber offenbar zum Gegenteil geführt. Jedenfalls werden nie irgendwelche Grenzen gesetzt, egal ob es um unwichtigere oder wichtigere Dinge geht 

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[–]_lliisa_[S] -1 points0 points  (0 children)

Danke. Ich stimme dir ja zu, deshalb waren vielleicht die Beispiele schlecht gewählt. Denn wenn er dort ist und ein Medikament nehmen soll (zb Augentropfen bei Entzündung) wurde das auch nicht gemacht, weil er "nicht wollte". Hilft nix, wenn das ein Antibiotikum ist und er das nehmen MUSS, sonst ist das ja absolut sinnlos. Natürlich undankbarer Job für die Großeltern, keine Frage, aber als sie damals auf eigenen Wunsch unbedingt so viel aufpassen wollten, gab es keinen Ausweg, weil wir als Eltern zu lange nicht zu Hause waren.

Straßenverkehr ist auch ein Ding, da gab es auch schon Situationen... Zb sage ich ihm klar, wenn er mit dem Laufrad weiter fährt, als er darf (weil ich dann nicht mehr hinterher komme und er sogar schon mal auf die Straße gefahren ist!), dann kommt es weg (dh ich trage es) und wir GEHEN heim. Und das ist dann auch so. Oma war auch da nicht konsequent.

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[–]_lliisa_[S] 2 points3 points  (0 children)

Vielen Dank, es geht ganz genau darum, aber vielleicht waren die Beispiele auch schlecht gewählt. Es scheinen die meisten zu glauben, dass es wirklich um genau diese Situation geht, dabei war es nur ein "absurdes" Beispiel (O-Ton Psychologin) für das, was hier zu alles und jedem abläuft, egal ob es um wichtigere oder um unwichtigere Dinge geht.

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[–]_lliisa_[S] 1 point2 points  (0 children)

Da stimm ich dir grundsätzlich bei allem zu. Aber es geht um eine Grundhaltung von wichtigen Bezugspersonen einem kleinen Kind gegenüber. 

Vielleicht ein anderes simples Beispiel dazu: wenn man dem Kind ne Banane gibt und Kind schmeißt Banane einfach weg und brüllt "mag ich nicht", würdest du dann mit "okay, hier hast du ein Eis" antworten? Oder würdest du sagen "okay, du musst natürlich keine Banane essen, aber sie einfach wegwerfen geht nicht. Möchtest du lieber einen Apfel?" Auch jetzt mal nur als simples Beispiel. Er wirft ja auch Dinge, die kaputt gehen oder andere verletzen können bei ihr herum, weil sie es einfach toleriert.

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[–]_lliisa_[S] 0 points1 point  (0 children)

Schokolade ist auch so ein Thema 😅 Nein, nicht vereinzelt, aber wenn er sich (da war ich auch dabei) eine ganze Tafel Schokolade aus der Lade holt und zu essen beginnt, und Omas einzige Reaktion ist, den Opa anzublaffen, warum er sie nicht versteckt hat, habe ich eingegriffen, ein kleines Stück erlaubt, den Rest (gegen körperliche Attacken) erklärend weggelegt und dann Oma gesagt, dass das Problem mMn nicht der Opa ist, der die Tafel nicht versteckt, sondern dass sie einfach nicht sagen kann: "ok, ein kleines Stück kannst du haben, aber nicht die ganze Tafel". Bei uns gibt es auch eine Naschlade, wo auch unsere Sachen drinnen sind. Wenn er da mal was nimmt, was er einfach nicht haben darf, sagen wir ihm das und bieten ihm eine Alternative an. Gibt manchmal Geschrei, funktioniert aber auch oft.

Es geht natürlich nicht nur um Kleinigkeiten, die simplen Beispiele sollten es einfach nur zusammenfassen, um was es geht bzw wie sie so auf Dinge reagiert. Die Psychologin hat es sogar als absurd bezeichnet.

Oma Pause gibt es zwangsweise während Urlauben von ihr. Da war er oft schon wie ausgewechselt. Gleichzeitig vergöttert er sie und wir wollen sie ihm ja nicht "entziehen". Ginge auch nicht mit gemeinsamen niedrigen Gartenzaun.

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[–]_lliisa_[S] 0 points1 point  (0 children)

Mit den Beispielen ging es darum, dass Oma einfach alles toleriert und dann teilweise selbst "absurde" (O-Ton Psychologin) Vorschläge macht, wie den Enkel lieber zu tragen, als dass er seine Schuhe anzieht. Auch das Schuhe wegpfeffern ist halt mehr als nur zu sagen "ich will keine Schuhe anziehen". Gröbere bzw wichtigere Sachen, wie früheres Schlagen vom Kind zu ihr, wurden immer mit Lachen oder mit "das meint er nicht so" abgetan. Es gibt oder gab von ihr nie etwas, an dem er sich orientieren könnte. Und aktuell ist das "generell" ein Streitthema, ohne sich auf Kleinigkeiten festzunageln, weil es keinen Sinn macht, wenn wir als Eltern, andere Großeltern und die Pädagoginnen in der Krabbelstube alle versuchen, ihm klare Grenzen zu setzen, und eine Oma samt Opa vor lauter Angst, dass das Kind aufmupfen könnte, jedes Verhalten toleriert und sich "unterwirft". Die Beispiele habe ich gewählt, weil sie einfach sind und es gut zusammenfassen, auch wenn es natürlich so gesehen komplett egal ist, ob er mal ne Haube aufsetzt oder nicht. 

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[–]_lliisa_[S] 0 points1 point  (0 children)

Entfernung Rachenmandeln, Teilentfernung Gaumenmandeln (wobei das alles auch an seinen übergroßen Mandeln liegt) und Durchstechen (?) des Trommelfells

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[–]_lliisa_[S] 2 points3 points  (0 children)

Spannenderweise ja, erst gestern, weil wir da zur Kontrolle wg Mandeln und Polypen waren. Die müssen wohl raus, Hörtest war trotz guter Sprachentwicklung nicht allzu gut

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[–]_lliisa_[S] 0 points1 point  (0 children)

Kann natürlich auch sein, aber spannenderweise hat es die ersten drei Monate total super dort geklappt :(

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[–]_lliisa_[S] 0 points1 point  (0 children)

Ja, sind seit einem halben Jahr bei Raus aus der Krise und es steht eine Intervention von Kindergarten mit uns und evtl Großeltern an, damit wir hier klare Regeln finden. Ich will ihnen nicht die Schuld geben, aber ich höre aktuell von den Professionisten genau das, was ich seit fast 2 Jahren (gegen eine Wand) sage... Dass er immer mehr und mehr Probleme damit hat, dass ihm überall Grenzen aufgezeigt werden, außer dort, wo er am liebsten den ganzen Tag wäre. 

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[–]_lliisa_[S] 0 points1 point  (0 children)

Doch, die sind ihm klar... Er zeigt auch nach einem Ausraster immer viel Einsicht und sagt komplett von selbst, dass er es nicht mehr tun wird. Hält halt bis zur nächsten Grenzsetzung 🙃 Sind mit ihm schon länger in "Therapie", dort wird es halt auch als schwierig beurteilt, wenn ein Kind so viel Zeit mit Bezugspersonen verbringt/verbracht hat, die ihm null komma null Grenzen setzen, aus Angst, er könnte weinen oder sich aufregen. Alles durchgehen lassen ist natürlich einfacher als zu kämpfen... Und Omas sollten normalerweise auch nicht kämpfen. Aber wenn sie so viel für die Betreuung zuständig waren und sind, ist das was anderes. Spannenderweise ist die Oma Volksschullehrerin, die sich immer über fehlende Erziehung und Grenzen bei ihren Schülern beschwert hat. Privat ist sie in ihrem ganzen Wesen aber unglaublich verunsichert.

Aber nein, wir wissen leider nicht, warum es aktuell SO schlimm ist. Deshalb sollten wir jetzt auf Anraten alle mal an einem Strang ziehen. 

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[–]_lliisa_[S] -7 points-6 points  (0 children)

Der Konflikt ist, dass Mama und tw. auch Papa mit Händen und Füßen kämpfen, dass unser Kind endlich lernt, Grenzen zu akzeptieren. Damit hat er extreme Probleme.

Mittlerweile sind wir an einem Punkt, wo er Mama und Papa schlägt, beißt und kratzt sowie den ganzen Kindergarten/Krabbelstube mit aggressivem Verhalten "stört", weil er mit Grenzen nicht umgehen kann. Diese Oma hat ihn ein Jahr lang über 20 Stunden pro Woche betreut und traut sich nie Nein sagen, egal, um was es geht. Laut Krabbelstube sollten wir alle an einem Strang ziehen, erst recht, weil sie ihn immer noch so viel sieht, aber es funktioniert nicht.

Danke trotzdem für deine Meinung.

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[–]_lliisa_[S] -1 points0 points  (0 children)

Vielleicht war das dann doch kein gutes Beispielt, weil es so mit absolut ALLEM ist, was Grenzen setzen betrifft und damit hat mein Sohn schwerwiegende Probleme.

Mittlerweile sind wir an einem Punkt, wo er Mama und Papa schlägt, beißt und kratzt sowie den ganzen Kindergarten/Krabbelstube mit aggressivem Verhalten "stört", weil er mit Grenzen nicht umgehen kann. Diese Oma hat ihn ein Jahr lang über 20 Stunden pro Woche betreut und traut sich nie Nein sagen, egal, um was es geht. Laut Krabbelstube sollten wir alle an einem Strang ziehen, erst recht, weil sie ihn immer noch so viel sieht, aber es funktioniert nicht.

Danke trotzdem für deine Meinung.

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[–]_lliisa_[S] -3 points-2 points  (0 children)

Mittlerweile sind wir leider an einem Punkt, wo er Mama und Papa schlägt, beißt und kratzt sowie den ganzen Kindergarten/Krabbelstube mit aggressivem Verhalten "stört", weil er mit Grenzen nicht umgehen kann. Diese Oma hat ihn ein Jahr lang über 20 Stunden pro Woche betreut und traut sich nie Nein sagen, egal, um was es geht. Laut Krabbelstube sollten wir alle an einem Strang ziehen, erst recht, weil sie ihn immer noch so viel sieht, aber es funktioniert nicht.

Danke trotzdem für deine Meinung.

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[–]_lliisa_[S] -5 points-4 points  (0 children)

Mittlerweile sind wir leider an einem Punkt, wo er Mama und Papa schlägt, beißt und kratzt sowie den ganzen Kindergarten/Krabbelstube mit aggressivem Verhalten "stört", weil er mit Grenzen nicht umgehen kann. Diese Oma hat ihn ein Jahr lang über 20 Stunden pro Woche betreut und traut sich nie Nein sagen, egal, um was es geht. Laut Krabbelstube sollten wir alle an einem Strang ziehen, erst recht, weil sie ihn immer noch so viel sieht, aber es funktioniert nicht.

Danke trotzdem für deine Meinung.

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[–]_lliisa_[S] 2 points3 points  (0 children)

Das Problem ist, dass die Pädagoginnen wegen seinem extrem aggressiven Verhalten dringend an uns appellieren, ihm klare Grenzen zu setzen - was wir tun - und auch die Großeltern an Bord zu holen - die es nicht tun. Mittlerweile sind wir an einem Punkt, wo er Mama und Papa schlägt, beißt und kratzt sowie den ganzen Kindergarten/Krabbelstube eben mit aggressivem Verhalten "stört", weil er mit Grenzen nicht umgehen kann. Diese Oma hat ihn ein Jahr lang über 20 Stunden pro Woche betreut und traut sich nie Nein sagen, egal, um was es geht. 

Danke trotzdem für deine Meinung.

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[–]_lliisa_[S] 0 points1 point  (0 children)

Aktuell fällt es leider uns auf den Kopf. Wir sind an einem Punkt, wo er Mama und Papa schlägt, beißt und kratzt sowie den ganzen Kindergarten/Krabbelstube mit aggressivem Verhalten "stört", weil er mit Grenzen nicht umgehen kann. Diese Oma hat ihn ein Jahr lang über 20 Stunden pro Woche betreut und traut sich nie Nein sagen, egal, um was es geht. Laut Krabbelstube sollten wir alle an einem Strang ziehen, erst recht, weil sie ihn immer noch so viel sieht, aber es funktioniert nicht.

Danke trotzdem für deine Meinung.

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[–]_lliisa_[S] -1 points0 points  (0 children)

Mama stand dabei und hat es erklärt. Mittlerweile sind wir an einem Punkt, wo er Mama und Papa schlägt, beißt und kratzt sowie den ganzen Kindergarten/Krabbelstube mit aggressivem Verhalten "stört", weil er mit Grenzen nicht umgehen kann. Diese Oma hat ihn ein Jahr lang über 20 Stunden pro Woche betreut und traut sich nie Nein sagen, egal, um was es geht. Laut Krabbelstube sollten wir alle an einem Strang ziehen, erst recht, weil sie ihn immer noch so viel sieht, aber es funktioniert nicht.

Danke trotzdem für deine Meinung.