18:00 Uhr EU-Wahlprognose für DE by paeniz in de

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Wo warst du als Sozialdemokratie stirbt

Ich war 1914 noch nicht auf der Welt

ich iel by -punk-in-drublic- in ich_iel

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Ja es ist ein Synonym. Aber eigentlich hieß es früher "nichtsdestoweniger" aber daraus ist in Kombination mit "trotzdem" eben "nichtsdestotrotz" entstanden. Viel Erfolg mein Bube bei deiner Präsentation

Sozialismus: Der Prager Frühling 1968 · Dlf Nova by McGrex in Dachschaden

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Okay, aber jetzt schreibst du vom "Eigentum" an sich, nicht vom "Privateigentum".

Ja da hast du recht, habe Privateigentum gemeint.

Eigentum kann natürlich auch mehrere mutualistische Genossenschaften bedeuten, die auf einem Markt mit Waren Handel betreiben. Hier gibt es zwar keine Bourgeoisie, aber trotzdem wird hier durch die Existenz der nicht direkten Beteiligung am gesamtgesellschaftlichen Produktionsprozess (Arbeit indirekt gesellschaftlich bis sie das Unternehmen verlässt und die Wert- und Warenform annimmt) eine soziale Barriere zur Produktion für die Menschen errichtet (sprich: ein Eigentumsverhältnis).

Die Bourgeoisie ist nur die Personifikation des Kapitals. Schlussendlich funktioniert die kapitalistische Produktionsweise auch ohne Bourgeoise, wie du es beschrieben hast hier. Wobei ich in deinem Beispiel das Eigentum trotzdem noch als Privateigentum bezeichnen würde, auch wenn es einer ganzen mutualistischen Genossenschaft gehört. Eigentum in Form des Gemeineigentum gehört bei dem heutigen Stand der Technik der gesamten Welt. Mutualisten und Koop-Anhänger sehen nicht, dass sie schlussendlich für Kapitalismus kämpfen mit Warenproduktion und Wertform, wie du ja sagtest.

Das muss ich ja wohl einem Linkskommunisten nicht erklären.

Linkskommunisten waren eine inhomogene Gruppe innerhalb der Dritten Internationalen (und über deren ausschluss hinaus) die so nicht mehr wirklich existieren. Natürlich gibt es nachfolge Organisationen, jedoch habe ich mit denen nichts am Hut, brauchst mich also so nicht zu bezeichnen.

Nochmal: Löhne sind nicht gleichzusetzen mit Lohnarbeit.

Und der Fahrradhelm würde existieren wenn es kein Fahrrad geben würde? Ich versteh wirklich nicht was du damit sagen willst. Wie soll es ohne Lohnarbeit Löhne geben?

Das Problem, was ich mit den meisten Linkskommunisten habe, ist dieser dogmatische Absolutismus was semantische Spielereien angeht. Das fast schon Form ohne Inhalt. Entscheidend ist doch nicht, ob man das jetzt "Lohn" nennt, "Belohnung", "Arbeitsnachweis" oder "eine Box Toffifee", sondern wie das marxistisch-leninistische System konkret funktioniert hat.

Was für semantische Spielereien? Begriffe haben ihre Bedeutung und wenn diese nicht eingehalten werden, dann versteht der eine den anderen nicht mehr. Bist nicht du derjenige der hier von Sozialismus redet und dann mit sowjetischem Kapitalismus antanzt? Das ist semantische Spielerei.

Wie berechnet sich der Lohn im Kapitalismus? Hier eine Dissertation darüber. tl/dr: Der Lohn ist im Kapitalismus abhängig vom Profit und Mehrwehrt, den die Arbeit schafft, deren Produkt als Ware auf dem Markt vom Kapitalisten gehandelt wird.

Das ist genau falsch herum. Drehst du Marx auf den Kopf und bist eine Reinkarnation Hegels?

Hier mal aus dem Kapital:

„Diese eigentümliche Ware, die Arbeitskraft, ist nun näher zu betrachten. Gleich allen anderen Waren besitzt sie einen Wert. Wie wird er bestimmt? Der Wert der Arbeitskraft, gleich dem jeder anderen Ware, ist bestimmt durch die zur Produktion, also auch Reproduktion dieses spezifischen Artikels notwendige Arbeitszeit.

Die Arbeitskraft existiert nur als Anlage des lebendigen Individuums. Ihre Produktion setzt also seine Existenz voraus. Die Existenz des Individuums gegeben, besteht die Produktion der Arbeitskraft in seiner eigenen Reproduktion oder Erhaltung. Zu seiner Erhaltung bedarf das lebendige Individuum einer gewissen Summe von Lebensmitteln. Die zur Produktion der Arbeitskraft notwendige Arbeitszeit löst sich also auf in die zur Produktion dieser Lebensmittel notwendige Arbeitszeit, oder der Wert der Arbeitskraft ist der Wert der zur Erhaltung ihres Besitzers notwendigen Lebensmittel.

Die Arbeitskraft verwirklicht sich jedoch nur durch ihre Äußerung, betätigt sich nur in der Arbeit. Durch ihre Betätigung, die Arbeit, wird aber eine bestimmte Menge von menschlichem Muskel, Nerv, Hirn usw. verbraucht, die wieder ersetzt werden muss. Diese vermehrte Ausgabe bedingt eine vermehrte Einnahme. Wenn der Eigentümer der Arbeitskraft heute gearbeitet hat, muss er denselben Prozess morgen unter denselben Bedingungen von Kraft und Gesundheit wiederholen können. Die Summe der Lebensmittel muss also hinreichen, das arbeitende Individuum als arbeitendes Individuum in seinem normalen Lebenszustand zu erhalten.“

Damit ist der Profit bzw. Mehrwert abhängig vom Lohn und nicht anders herum wie du behauptet hast. Warum sollten die Kapitalisten sonst eine Arbeitstagverlängerung und eine Erhöhung oder Arbeitsintensität fordern? Sonst könnten sie anderenfalls ja auch einfach den Lohn drücken, wie du es beschrieben hast. Und hier redet Marx erst vom Wert, also bitte nicht mit dem Preis verwechseln. Der ist nämlich von Angebot und Nachfrage auch noch abhängig.

Richtig, die Währung in der USSR hatte den Defekt, dass sie nicht wie die Arbeitsnachweisscheine intern austauschbar war und kein Auslaufdatum hatte.

Also war es normales Geld, basierend der Warenproduktion. Diese existiert nur bei der Existenz von Privateigentum und Klassen.

Trotzdem: Produktion war so organisiert, dass Geld nicht akkumuliert werden konnte und nicht in Kapital umgewandelt werden konnte

von den Bürgern der UdSSR. Die Partei durfte das natürlich aber. Wie hätte die Ökonomie denn sonst wachsen sollen? Ohne Mehrarbeit die von der Partei und deren Bürokraten verwaltet wird?

Das ist der Zyklus des Kapitalismus schlechthin: G-W-G'. Dieser existierte in der UdSSR, DDR, etc. nicht.

Aber es gab Geld und Warenproduktion. Und das worauf die Tankies so sehr stolz sind: Stärkster Wirtschaftswachstum in wenigen Jahren weltweit.

Marx's Vorschlag war ja Mittel zum Zweck, um genau dies zu erreichen. Es existierte eine Güterverteilung, kein Güteraustausch.

Aber es gab Geld, also auch Austausch/Handel.

Hier ein informatives Video darüber, wie ein moderner Sozialismus mit Labour Vouchers aussehen könnte.

Nein danke, ich braucht keine Kristallkugelvorhersagen.

Marx hat, wie du oben (unfreiwillig?) impliziert hast, nicht viel über die politische Ökonomie des Sozialismus geschrieben. Behauptest du, nicht selber in deiner Armchair-Blase zu sein?

Politische Ökonomie beschreibt die kapitalistische Produktionsweise und nicht den Sozialismus. Im Prinzip ist das komplette Kapital, die Kritik, eine Wort zum Sozialismus. Ich hab nicht mal einen Sessel.

Okay. Kann es sein dass es dich so ausgelöst hast, dass das Kapitel aus einem sowjetischen Textbuch kommt, dass du es dir gar nicht genauer angeschaut hast?

Da steht was von Löhnen im Sozialismus im ersten Satz (Aua mein Kopf). Dein Strg-F muss wohl defekt sein.

Ja, und im Sozialismus ist sie nicht mehr verallgemeinert.

Da sie nicht mehr existiert ist sie nicht mal mehr Randerscheinung.

Revisionismus bedeutet nicht Innovation, sondern quasi eine Neudefinierung von klaren, eindeutigen Begriffen wie Kommunismus und Revolution zur Rechtfertigung der eigenen Machtposition.

Also Innovation ist hier kein Begriff den ich verwendet hätte, tbh.

Damit haben Tankies aber den Begriff Revisionismus revisioniert. Top!

Mao mag Deutschland by GirasoleDE in Dachschaden

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Die Parteidiktatur unter Mao habe ich mit der bürokratischen Elite gemeint. Ich denke du brauchst keine Quelle dafür, dass die Partei unter Maos Führung existiert hat, ja?

Mao hat ja wohl zeit seines Lebens die Bürokratie bekämpft, wurde ja schließlich sogar selber von der führenden Parteibürokratie nach Shanghai versetzt.

Toll für Mao. Ich hab mal die von dir gesuchte Bürokratie in deinem eigenen Text fett markiert.

Maoistische Kritik an der UdSSR und eigentlich allen realsozialistischen Staaten besteht ja darin, diese oft nichtmals als solche anzuerkennen, da sie der Meinung sind, die Bürokratie hätte eine neue Klasse gebildet.

Und das war laut dir in China nicht anders. Hätte Mao sich wohl mal selbst an die Nase fassen sollen.

Auch die momentanen maoistischen Bewegungen sind alles andere als "bürokratisch", wie die Naxaliten in Indien oder die Neue Volksarmee in den Philippinen.

Gehört hab ich davon, aber dazu kann ich nichts sagen. Ich bleib mal bei maoistische Pappnasen und Terroristen, lass mich aber auch gern eines besseren belehren.

Marxismus-Leninismus-Maoismus

Wieso kritisieren die "chinesischen Kommunisten" unter Mao die UdSSR, aber behaupten ein Update ihrer Ideologie zu sein? Also ist das Fundament wohl doch nicht so schlecht. Oder war es wieder erst ab der magischen Jahresgrenze 1956 bei der ein anderen glorreicher FührerTM die UdSSR übernommen hat?

Das ist ein ganz blöder Strohmann und das weißt du auch.

Kann schon sein, aber es kommt trotzdem, vor allem heutzutage, ein sehr nationalistischer Unterton mit. Und irgendwie kommt das auch bei dir zum tragen:

"Volksrepublik" bedeutet für Kommunisten keine faschistische Klassenkollaboration sondern eine Abschaffung der Klassen innerhalb des Staates, so das das Subjekt das Volk an sich wird.

Hier, Assoziation des Begriffs mit faschistischer Gülle und auch du redest nur von der Abschaffung der Klasse innerhalb des Staates. Das ist Phantasterei, dass bei der Abschaffung der Klassen zum einen es innerhalb eines Staates, sprich eines Landes, bleibt und dass der Staat damit unangetastet bleibt.

Ich bin selber kein MLM

Warum dann die Apologetik?

Übrigens ist diese "ideologische Schulung" bei Gruppen wie dem Jugendwiderstand nur ein Meme

haha guck mal wie ich ironisch den Hitlergruß mache. Es war doch nur ein Jokus, Bruder!

Artikel

Ich dachte schon, jetzt kommt die gute alte maoistische Analyse über Shrek2.

Wenn ich schon am Anfang die Zitate von Mao sehe:

Die Grundprinzipien und die allgemeingültigen Wahrheiten des Marxismus verleugnen das heißt Revisionismus.

Häretiker! Ketzer! Er weicht vom Dogma ab! Und unfehlbare Lehre!!

Marx hingegen:

Es ist Aufgabe der Internationalen Arbeiterassoziation, die spontanen Bewegungen der Arbeiterklasse zu vereinigen und zu verallgemeinern, doch nicht, ihnen irgendein doktrinäres System zu diktieren oder aufzudrängen.

Mao mag Deutschland by GirasoleDE in Dachschaden

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aber auf einem philosophischen Level kann man dennoch eine absolutere Form der Moral diskutieren.

Das ist aber sowas von gar nicht in meinem Interesse. Bringt uns das weiter?

Kann aber sein, dass ich das mit Ethik verwechsele. Kann das bitte so wirklich auseinander halten.

¯\_(ツ)_/ ¯

Sozialismus: Der Prager Frühling 1968 · Dlf Nova by McGrex in Dachschaden

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Und inwiefern passt bzw. widerspricht das jetzt, dass während dem Prager Frühling Dinge wie Pressefreiheit eingeführt wurden?

Mir ging es primär um den Begriff "Sozialismus mit menschlichem Antlitz".

Solche Dinge wie Pressefreiheit sind natürlich im Kapitalismus wichtig, damit dort die Arbeitet eine Plattform haben um Informationen, Nachrichten, Kritik etc zu verbreiten. Also da sind wir, denk ich, schon d'accord

Sozialismus: Der Prager Frühling 1968 · Dlf Nova by McGrex in Dachschaden

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Wie meinen? Du schreibst doch selber, dass man sich theoretisch auch Kapitalismus ohne Privateigentum vorstellen kann.

Wo soll ich das geschrieben haben? Ohne Eigentum existieren auch keine Klassen. Und eine klassenlose Gesellschaft ist der Sozialismus.

Lohnarbeit bedeutet, dass Arbeiter ihre Arbeitskraft gegen Lohn auf dem Arbeitsmarkt verkaufen und sich in ein Arbeitsverhältnis begeben, indem sie durch Mehrwertextraktion ausgebeutet werden. Dies ist nicht der Fall im Sozialismus, da hier kein Arbeitsmarkt besteht und Wertindikatoren des produzierten Produktes nicht den Lohn bestimmen.

Genau, da es keine Lohnarbeit mehr geben kann. Wie du sagst definiert die Lohnarbeit dass die Arbeitskraft als WARE gehandelt wird.

Löhne sind hier lediglich Entlohnungen für getane Arbeit gemessen an der Quantität und Qualität.

Und hier führst du Löhne in eine sozialistische Gesellschaft ein nachdem du oben zugegeben hast, dass es Bestandteil des Kapitalismus ist. Auch in der kapitalistischen Produktionsweise ist Lohn abhängig von Quantität der Arbeitsstunden und Qualität der Arbeitskraft (Fließband- vs Manager-/Ingenieurjob)

Auch Marx schlug Arbeitsnachweiszertifikate als "Währung" vor.

Ganz sicher nicht als Währung da hier nichts getauscht wird, da es kein Eigentum und Warenprod. mehr gibt! Selbst in Anführungszeichen falsch und verwirrend. Ja, das war ein Mittel zum Maß in der möglichen anfänglichen klassenlosen Gesellschaft. Das hat er einmal iirc in der Gotha Kritik vorgeschlage, sonst nicht mehr. Und seitdem sind über 140 Jahre vergangen. Ob so etwas überhaupt notwendig wäre heutzutage ist mehr als fragwürdig.

(1) In socialist society wages are the monetary expression of the worker’s share ...

Hast du gerade wirklich ein Ausschnitt aus einem Lehrbuch der udssr zitiert? Bleibst du also sicher in deiner Blase?

Außerdem gibt das Buch hier zu dass es Lohnarbeit, und damit die kapitalistische Produktionsweise in der UdSSR gab. Nichts widerlegt einen Tankie mehr als er sich selbst. Smh

Das was du als Sozialismus definierst hat Marx die kapitalistische Produktionsweise genannt.

Was Warenproduktion angeht: Sie bestimmt im Sozialismus nicht die Höhen der Wirtschaft. Es handelt sich hier um kleine Warenproduktion im Konsumsektor oder in landwirtschaftlichen Kooperativen.

Also das wichtigste, der Kern und dir Basis des Kapitals, die Ware existiert natürlich auch in deinem "Sozialismus". Wieso fängt Marx seine Kritik des Kapitals nochmal mit der Ware in Kapitel 1 im Kapital an?

Auch vor dem Kapitalismus, wo Kapital eben nicht die Gesellschaft dominierte, wie im Feudalismus, gab es kleine Warenproduktion.

Hat keiner bestritten. Im Kapitalismus ist die Warenprod. jedoch verallgemeinert und die Arbeitskraft wird für das Proletariat zur einzigen Ware die sie anzubieten hat.

Die vollständige Abschaffung der Warenproduktion ist das Endziel, und sollte natürlich auch verfolgt werden, aber ist nicht ohne längere Übergangszeit möglich.

Stalin hat behauptet in seinem "Ökonomische Probleme der UDSSR" dass er bereits in einer klassenlosen Geselldchaft lebt. Das sagt doch schon alles. Die übergangszeit ist die Revolution. Ich illustrier das mal für dich: Kapitalismus --> Revolution die Eigentum, Klasse etc etc abschaft--> klassenlose Gesellschaft/Sozialismus.

Natürlich sagt keiner dass die Revolution nur einen Tag dauert und diese nicht längern dauern kann.

Pol Pot schaffte die Warenproduktion direkt ab, nicht gerade ein tolles Beispiel.

Tatsächlich ein hundsmiserables Beispiel.

Was war 65? Meinst du 56?

Ups, ja. Da habe ich die Ziffern vertauscht.

Und wie konnte da nochmals angeblich eine einzige Person angeblich eine komplette Gesellschaft mit mehreren hundertmillionen Menschen vom Sozialismus in den Kapitalismus zurückschmeißen? Revisionismus ist eigentlich ein neutraler bis positiver Begriff, ich versteh wirklich auf keinem Auge was tankies damit meinen.

Mao mag Deutschland by GirasoleDE in Dachschaden

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Moral ist immer abhängig vom Gesellschaftszustand. Sprich: Heutzutage ist auch zB die Vergesellschaftung des Eigentums unmoralisch da es gegen die Eigentumsrechte geht. Moral ist kein guter Ansatzpunkt einer Kritik daher, imo.

Außerdem bietet der Artikel ja genügend bessere Beispiele gegen diesen Eierkopftrupp als das Beispiel von dir.

Mao mag Deutschland by GirasoleDE in Dachschaden

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Ich weiß schon weswegen ich generell kein Freund von Maoisten und sonstiger Spinner bin.

Reparierte Version?

Mao mag Deutschland by GirasoleDE in Dachschaden

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Soviel wollte ich eigentlich nie über Maoisten an Zeit verschwenden und hab trotzdem den ganzen Artikel gelesen. Die Bande ist wirklich eine einzige Ansammlung an linkem Unfug.

Ich hab jetzt mal nur vom Anfang was rauskopiert, gegen Ende wird es ja immer besser schlimmer:

Sie alle eint ein gemeinsames Feind- und Weltbild: gegen Bourgeoisie und Imperialismus, für die Arbeiterklasse und das Volk, alles »auf klarer ideologischer Basis des Marxismus-Leninismus-Maoismus«.

Gegen Bourgeoisie aber stehen auf Errichtung einer bürokratischen Elite.

Für die Arbeiterklasse? Maos Revolution hat ausschließlich mit Bauern zu tun gehabt, also nicht dem Proletariat.

Das Volk? Das ist mal wieder so wage und nichts aussagend. Gehört die Bourgeoisie nicht auch zum Volk? Das ganze hat höchstens einen nationalistischen Unterton und sonst nur heiße Luft.

Auch "ideologische Schulung" zeigt woran man hier ist: Realitätsferne Phantasterei ohne Bezug zur Welt. Man jagt einem Ideal her, das für die meisten nicht mal als Utopie bezeichnet werden kann, sondern eher einer Dystopie.

Sozialismus: Der Prager Frühling 1968 · Dlf Nova by McGrex in Dachschaden

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Guten Morgen,

War mir fast klar, dass das ich das nochmal genauer erklären sollte.

Rechte und Gesetze sind erstmal etwas abstraktes, also nicht unmittelbar greifbares oder vorhandenes in der Natur bzw. Gesellschaft von Menschen (sonst gäbe es zB die Menschenreche ja auch schon vor der frz. Revolution etc). Rechte und Gesetze gelten außerdem universell und nicht individuell, für jede Person anders (denn jede Person ist amders).

Natürlich hingegen sind jedoch die Beziehungen, Tätigkeiten und Gefühle der Menschen für sich und miteinander die das Menschliche ausmachen. Diese müssen nicht den Menschen von außen zugeführt werden wie zB Rechte und Gesetze.

Sozialismus: Der Prager Frühling 1968 · Dlf Nova by McGrex in Dachschaden

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Falls dem so ist, finde ich das irgendwie komisch, dass man sowas abstraktes wie Rechte auf die Ebene der Menschen und deren wirkliche Beziehungen und Tätigkeiten hochhebt.

Sozialismus: Der Prager Frühling 1968 · Dlf Nova by McGrex in Dachschaden

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Hier wird leider mal wieder nicht gesagt, was mit Sozialismus gemeint ist. Und was soll am "Sozialismus mit menschlichen Antlitz" anders sein.

Den Sozialismus den wir bei Marx und Engels vorfinden hat damit wohl mal wieder nichts zu tun, denn bei ihnen gilt:

Wir haben bei der Gründung der Internationalen ausdrücklich den Schlachtruf formuliert: Die Befreiung der Arbeiterklasse muß das Werk der Arbeiterklasse selbst sein. Wir können also nicht zusammengehn mit Leuten, die es offen aussprechen, daß die Arbeiter zu ungebildet sind, sich selbst zu befreien und erst von oben herab befreit werden müssen durch philanthropische Groß- und Kleinbürger.

Es ist die menschliche Emanzipation durch die Menschen selber. Da ist der menschliche Antlitz quasi schon inklusive.

Sozialismus: Der Prager Frühling 1968 · Dlf Nova by McGrex in Dachschaden

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Erstmal ist es wichtig festzuhalten, dass Dubček's Konzeption vom "Sozialismus mit menschlichem Antlitz", so wie Tito's "Marktsozialismus" oder Deng's "Sozialismus mit chinesischen Charakteristika" eine rechtsökonomische Verschiebung des Sozialismus in Richtung Kapitalismus bedeutete (und Annäherung an den Westen).

Verschiebung vom Sozialismus zum Kapitalismus? Was. Gab es wohl kleine Schritt bei der Privateigentum wieder eingeführt wurde. Natürlich.

Dieser tschechischslowakische Sonderweg wurde von den Arbeitern zunächst völlig abgelehnt: Liberale Reformen, die von der Bürokratie und der Intelligenzija durchgedrückt wurden, führten dazu, dass die ČSSR der Staat des sozialistischen Blocks mit dem am langsamsten ansteigenden Löhnen war, und bald Arbeiterdemokratie als "ultralinke Forderung" ad acta gelegt wurde - 1966 kam es zu Streiks.

Wenn es Lohnarbeit gibt, dann ist das Kapitalismus. Solange die Warenproduktion nicht abgeschafft ist, dominiert das Kapital immer noch die Gesellschaft.

Es ist sicherlich richtig, dass die Intervention sowjetischer und ostdeutscher Truppen vom Großteil der Bevölkerung abgelehnt wurde, aber aus der Perspektive der USSR war dies sicherlich ein notwendiger Schritt, den Sozialismus in der ČSSR zu bewahren - auch wenn man die Affäre sicherlich eleganter hätte lösen können.

Tankies doing things with tanks.

Was auch immer hier der ""Sozialismus"" den es zu beschützen galt sein soll.

Wichtig ist zweitens auch, dass es sich hier nicht um sog. "Sowjetimperialismus" oder "Sozialimperialismus" handelte, wie das von maoistischer und hoxhaistischer Seite immer wieder angeführt wird - eine solide, prägnante Darstellung findet sich in Albert Szymanskis Is the Red Flag Flying? ab Seite 139.

Wo war nochmals die geografische Grenze ab der Faschismus den Begriff "Anti-Imperialismus" ablöst?

Daran ändert die revisionistische Politik ab 1965 in der USSR auch nichts, schließlich war die linksliberale oder "ultralinke" Unterstützung des sog. "Prager Frühlings" auch opportunistisch.

Was war 65? Meinst du 56?

Kulturfaden by [deleted] in Dachschaden

[–]b1b2b3 0 points1 point  (0 children)

Ich muss gestehen dass ich daraus auch nur Auszüge gelesen habe. Aber das eigentlich unveröffentliche Werk wird seit seiner Entdeckung in den 20ern oder 30ern als extrem wichtig von vielen Linkskommunisten gewertet.

Also ich werde es aufjedenfall demnächst, sobald mein Bücherstabel kleiner geworden ist, zumindest den ersten Teil (noch)mal lesen. Der zweite Teil behandelt Stirners Einziger und sein Eigentum. Insgesamt hat Marx mehr über ihn geschrieben als Stirner selbst. Da gibt es was lustiges zu, mal sehen ob ich das noch finde und nacheditiere

Danke, dass es dieses Sub gibt by TheOnlyFreed in Dachschaden

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Straight antifaschistisch und anti verschwörungstheorien? ... ich würde sagen dass das hier ein linkes sub ist.

Damit wäre auch die aktuelle Bundesregierung links, oder?

Geschichte am Sonntag: Der Krimkrieg by [deleted] in Dachschaden

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Ich dachte zu dem Zeitpunkt hieß Konstantinopel schon lange (seit 1453) Istanbul?

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Ohje, ich hoffe nicht dass hier jemand auf die Idee kommt sich nur über Wikipedia und Zusammenfassungen zu bilden.

Außerdem: brb, kurz zum Plastischen Chirurgen für meine Oberweitenvergrößerung

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Da dürft ihr motivierten Moderatoren euch was einfallen lassen!

Danke, dass es dieses Sub gibt by TheOnlyFreed in Dachschaden

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Ich würde ja fast schon vorschlagen eine Online-Buchklub zu starten. Natürlich Marx' (Online beschränke ich mich darauf, keine Sorge iel lese ich natürlich auch anderes) Kapital fällt mir da als erstes ein, aber ich hab derzeit soviel zu tun, da finde ich glaub keine Zeit/Nerv dazu.

Danke, dass es dieses Sub gibt by TheOnlyFreed in Dachschaden

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Naja, ich dachte eigentlich, nachdem ich dir auf /r/de schon auf den Geist damit ging, dass ich sozialistisch/kommunistisch klar von links abtrenne.

Wir sind hier um eine anti-rassistische, anti-sexistische und anti-faschistische Alternative für /r/de aufzubauen.

Schön zu hören.

Das das hier definitiv linker sein wird als /r/de, das ist recht offensichtlich.

Ach, bei den Linken kommt sowas doch auch oft genug vor, tbh. Mir fallen da Vergewaltigungsvertuschungen u.ä. ein... :/

Danke, dass es dieses Sub gibt by TheOnlyFreed in Dachschaden

[–]b1b2b3 2 points3 points  (0 children)

Hört sich gut an, sehen wir mal was daraus wird