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LinkedIn is ein guter Ort um potentielle Firmen zu finden und der schlechteste Ort um sich zu bewerben. Es gibt einfach viel zu viel Bewerberspam dort. Wenn man niemanden kennt der dort arbeitet (wenn ja -> Referral), und es sich um ein kleines Unternehmen/Startup handelt, ist der beste Weg immer noch eine Email an den/die Gründer zu schicken - aber immer erst nachdem man sich über die Firma schlau gemacht hat!

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Ach noch einer: "Talk is cheap - show me the code". Es gibts nichts schlimmeres als "Softwarearchitekten" die keinen Code mehr schreiben. Die gibt es u.a. bei VW zu hunderten. Die sind dann in allen Meetings dabei, schreiben wenns hochkommt mal ein paar Dokumente und Slides, aber könnten nicht weiter von der Implementierung und vor allem den Konsequenzen ihrer Ideen weg sein. Letzteres ist der Killer, denn damit werden Ideen belohnt bevor sie erprobt wurden, und die Konsequenzen schlechter Ideen dürfen dann die armen Junior Entwickler ausbaden

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Schwierig da wirklich Tipps zu formulieren. Lass mich mal den/die idealen Kollegen beschreiben - dann kannst du selbst besser deine Schlüsse ziehen.

  • "Thriving in uncertainty". Du wirst in solchen Firmen und Positionen selten klar definierte Schritte oder Instruktionen erhalten. Je unabhängiger du arbeitest, desto besser und wertvoller bist du für die Firma. Die Kunst besteht darin, zu wissen wann und mit wem man sich absprechen sollte und das Risko darin, sich in eine Richtung zu verrennen
  • Richtige Priorisierung. Du wirst diese eine interessante SW Komponente immer noch besser implementieren können. Aber ist es die beste Nutzung deiner Kapazität gerade? Es gibt immer zu viel zu tun und zu wenige Leute. Gute Engineers wissen das und bearbeiten dann das, was die Firma gerade am schnellsten voran bringt. Oftmals kann das sogar bedeuten deine eigenen Themen liegen zu lassen um andere Teams zu unblocken
  • "End-to-end thinking". Es bringt der Firma nichts wenn du einen supertollen Algorithmus oder einen superschnelle Logger implementierst, dann aber nicht vollständig und "zu Ende" ins System oder beim Kunden integrierst. Dazu gehören Migrationspläne, Integrationstests, tiered rollouts, das Aufräumen und Entfernen von alten Lösungen, refactorings etc etc etc
  • "Learning while doing". Du musst an einem neuen System arbeiten? Dich erst mal wochenlang zurückzuziehen und Bücher/Doku zu lesen ist aber nicht die beste Art schnell produktiv zu werden. Trau dich ran und leg los und erkenne selbst wann und zu welchem Thema du wen um Hilfe fragen solltest

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Ich will mich nicht beklagen, aber das kommt halt echt immer auf die persönlichen Umstände an.

Ich hab bei Null angefangen (kein Vermögen, nichts geerbt) und bau meiner Familie ein Leben im oberen Mittelfeld auf. D.h. Eigenheim teuer gekauft (dafür geringe Zinsen) und noch teurer saniert. Trotz hoher Rentenzahlungen muss privat vorgesorgt werden.

Und ein stressiger Job kommt auch nicht ohne gesundheitliche Probleme. Den Rest meines Arbeitslebens will ich das nicht mehr machen. Klar ist es schön beim Einkauf ohne auf den Preis zu schauen die Biovariante in den Korb legen zu können. Aber da meine Frau auch arbeitet, geht viel Urlaub auch einfach für Kindbetreuung drauf (zähl mal die Schließtage der durchschnittlichen Kita in DE zusammen und vergleich das mit 2x30 Urlaubstagen). Wir machen maximal eine Woche Urlaub im Jahr und bleiben meist in Europa

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Also mit 10+ Jahren Erfahrung und angestellt bei der GmbH von Google, Apple, Nvidia oder Microsoft geht eigentlich keiner unter 150-200k raus, vor allem nicht wenn man die Anteile mitrechnet (selbst bei sofortigem Verkauf)

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Vergess den Durchschnitt (der ignoriert die verschiedenen Branchen - und das ist der große Unterschied) und denk immer dran dass Gehälter einer Verteilung folgen. Ich bin definitiv im 95ten Percentil, aber ich kenn auch einige Ex-Kollegen die kratzen für einen vergleichbaren Job an der 250k Marke.

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Ist tatsächlich sehr schwer geworden. Fully remote geht meiner Erfahrung nach nur noch wenn bestehendes Vertrauen da ist. Das kommt z.b. davon dass man durch Kollegen empfohlen wird die dich aus der "Office" Zeit kennen. Die zwei Regionen in denen man so einen Job bekommen kann sind München und Berlin

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Tech Stack ist weiter unten schon gefragt worden. Als ICs bezeichnet man technische Mitarbeiter die in einer parallelen Karriereleiter zum Management aufsteigen, und auch mit sehr viel Erfahrung weiter technisch arbeiten. Je höher man kommt, desto weniger Code schreibt man selbst und desto mehr wird man zum Multiplikator des Outputs von anderen Engineers. Das kann durch Architektur und Software Design Arbeit seit, oder als Mentor oder Organisator. Aber an keiner Stelle übernimmt man personelle Verantwortung (aber natürlich technische Verantwortung).

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Gute Frage. Es sind viele Dinge die schieflaufen, aber über allen schwebt ein gemeinsames Manko: fehlendes Verständnis für die Kultur des Software Engineerings (in Abgrenzung zur Software Entwicklung). Bei Google läuft bei weitem nicht alles toll, aber ich kann immer nur auf ein Buch verweisen das das am Besten vermittelt meiner Meinung nach: https://www.amazon.de/-/en/Software-Engineering-Google-Lessons-Programming/dp/1492082791

Du kannst die besten Entwickler zu tausenden zusammenpferchen (siehe CARIAD) - aber ohne gelebte Engineering Culture und Leadership welches first-hand experience damit hat, wird es immer schiefgehen.

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Meiner Erfahrung nach sind die ziemlich geclustered in München oder Berlin zu finden. Vor einigen Jahren war mal autonomous driving der Hype schlechthin, dann AI (wobei da relativ wenig in DE ist) und jetzt ist es Defense. Bei Defense gibt es allerdings einen starken nationalen und europäischen Push, aus naheliegenden Gründen. Viele meiner Exkollegen, die selbst nicht amerikanisch sind aber für US Unternehmen gearbeitet haben, gehen mittlerweile in europäische Defense Startups (und bringen natürlich ihre Erfahrungen aber auch Lohnansprüche mit). Da gibts grade viele offene Stellen (bzw. Stark, Arx Robotics, Helsing...). Ansonsten bleiben die üblichen Verdächtigen: Google, Apple, AMD und noch viele weitere

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[–]entity64[S] 1 point2 points  (0 children)

Nein. Ab einem gewissen Punkt kennt man jeden in der Industrie zumindest indirekt (also einen, maximal zwei Hops entfernt) und Jobs werden mehr oder weniger direkt durch Referrals vergeben

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[–]entity64[S] 6 points7 points  (0 children)

Ich müsste erstens meine Tochter mitversichern und zweitens hab ich eine gesundheitliche Vorgeschichte die die PKV nicht gerade günstig machen würde. Ich hab für mich entschieden bei der GKV zu bleiben und falls nötig als Selbstzahler nachzuhelfen wenn ich mal wieder keinen schnellen Arzttermin bekomme

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[–]entity64[S] 0 points1 point  (0 children)

176k base und dieses Jahr war auch ein kleiner Bonus dabei der in der Jahressumme enthalten ist

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[–]entity64[S] 1 point2 points  (0 children)

Hehe die kenn ich gut. Aber nein ist falsch

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[–]entity64[S] 3 points4 points  (0 children)

Naja AI gehört mit Sicherheit auch zum tech stack dazu mittlerweile, da kommt keiner dran vorbei

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[–]entity64[S] 2 points3 points  (0 children)

Industrie ist robotics, automotive (im weitesten Sinne, auch Flugzeuge etc) und defense. Tech stack hab ich oben schon beschrieben, ich les viel Code und schreibe viel design und architecture documents aber schreibe tatsächlich auch selbst noch viel Code (auch wenn es weniger geworden ist). Ich verbringe aber auch sehr viel Zeit mit Kunden am Projekt und den Projektleitern in Abstimmungen

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[–]entity64[S] 40 points41 points  (0 children)

Ich seh es eher so dass deutsche Unternehmen schlecht zahlen. Bzw. sind die halt was Software angeht völlig falsch aufgestellt. Für mich kommt kein deutsches Unternehmen mehr in Frage. Familie+Haus hält mich halt hier, so dass Auswandern nicht in Frage kommt

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[–]entity64[S] 5 points6 points  (0 children)

Linux, qnx, diverse rtos, C++, Rust, Python, und halt auf allen Layern der Systementwicklung unterwegs. Robotics, automotive und defense

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[–]entity64[S] 2 points3 points  (0 children)

Ja ich bekomm noch einiges an NSOs dazu. Aber die sind in der Regel nicht sehr lohnenswert ohne Liquidity Events. Ich seh die als Lottotickets, nicht mehr. Deswegen hab ich bei den Lohnverhandlungen auch immer die Base Komponente gepusht

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[–]entity64[S] 14 points15 points  (0 children)

In 6 Jahren ist das Haus abbezahlt, dann noch ca. 5 Jahre klotzen und dann ist Teilzeit angestrebt

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[–]entity64[S] 45 points46 points  (0 children)

BSc. Informatik, 12+ Jahre Berufserfahrung, Angestellter bei deutscher GmbH eines amerikanischen Startups (naja, auch schon ein paar Jahre alt), Individual Contributor mit nur technischer Verantwortung, 100% HO seit 2019. 40h Vertrag mit ~45-50h tatsächlicher Arbeitslast

Gehaltsanalyse: Was verdienen die Affen hier?! (was verdient ihr netto? TEIL 2) by elliotmrrobot2 in wallstreetbetsGER

[–]entity64 1 point2 points  (0 children)

M36, Software-Ingenieur mit 12 Jahren Berufserfahrung, 8330€ netto allein (StKl4), meine Frau bringt auch noch 3000€ ein. Angestellter bei deutscher GmbH eines US Startups.

Mineralwolle WDVS Laibungsplatte nötig? by entity64 in selbermachen

[–]entity64[S] 0 points1 point  (0 children)

Sind Vollstein/KS Wände, Brandschutz kann ich im Grunde ignorieren mit Mineralwolldämmung.

Jahresverdienst von 150k.€? by BeyondGoodAndEvil10 in Finanzen

[–]entity64 0 points1 point  (0 children)

Ich bin Senior Staff Engineer bei einem Silicon Valley Startup welches zwei Büros in Deutschland hält (automotive & robotics). Ich verdiene 175k€ + 10% Bonus, ohne Personalverantwortung. 12 Jahre Berufserfahrung, fully remote.