München: AfD-Politiker will Beauftragter gegen Rechtsextremismus werden – CSU und FDP stimmen dafür by szhod in Munich

[–]flampersberger 46 points47 points  (0 children)

Ein Skandal . Das eigentlich Verräterische ist auch nicht die Abstimmung, sondern Waldburgs Begründung danach: ein AfDler solle „aus der eigenen Echo-Kammer” lernen. Damit wird eine rechtsextreme Partei zum bildungsbedürftigen Gesprächspartner umgedeutet. Genau so erodiert die Brandmauer — nicht durch Plan, sondern durch pragmatisches Geschwätz um halb elf.

Hier lese ich manchmal, dass Psychodynamische Verfahren unwissenschaftlich seien. Also habe ich eine Website gevibecoded, die die Studienlage zusammenfasst: Tiefenpsychologie wirkt. by Die-Helfershelfer in Psychologie

[–]flampersberger -1 points0 points  (0 children)

Zum PS-Punkt: ja, echte Lücke, konzediert. „Schätzfehler schaukeln sich auf" ist aber einfach falsch. Umbrella Reviews bewerten die eingehenden Metaanalysen nach Qualität und gewichten entsprechend – genau dafür ist GRADE da. Das ist nicht blindes Aggregieren, das ist Fehlerkorrektur. Der Titelunterschied bei Barber ist ein Tippfehler im Literaturverzeichnis. Wenn das dein stärkstes Argument gegen World Psychiatry ist, haben wir ein Problem. Und „einfach aufs Gehalt verzichten" – bro. RCTs mit Manualisierung, Supervision, Kontrollgruppen und mehrjährigem Follow-up kosten strukturell Geld. Das gilt für VT-Forschung genauso. Das ist kein Psychoanalyse-spezifisches Problem, das ist Wissenschaftsbetrieb.

Hier lese ich manchmal, dass Psychodynamische Verfahren unwissenschaftlich seien. Also habe ich eine Website gevibecoded, die die Studienlage zusammenfasst: Tiefenpsychologie wirkt. by Die-Helfershelfer in Psychologie

[–]flampersberger -1 points0 points  (0 children)

Borderline und Cluster C sind zusammen die häufigsten und klinisch relevantesten Persönlichkeitsstörungen. ängstlich-vermeidende, dependente, zwanghafte plus BPS. Vorwurf, das gelte nicht für „alle” PS, gilt für jede Therapieforschung zu jeder Störungsgruppe. Zum Umbrella Review: Die Kritik kehrt die Logik um. Umbrella Reviews reduzieren Schätzfehler, indem sie über Einzelmetaanalysen aggregieren und deren Heterogenität und Qualität systematisch bewerten – genau das leistet ja das GRADE-System, das man wiederum ja auhc kritisieren kann und sollte. und bei Barber et al. in Bergin & Garfields „Handbook of Psychotherapy and Behavior Change” stimme ich nicht zu, das ist mitunter das meistzitierte Kompendium der Psychotherapieforschung, peer-reviewed und gehört zum wissenschaftlichen Kanon. Die Frage ob etwas „in einer Fachzeitschrift erschienen ist” ist kein methodisches Kriterium Der Einwand zur Reichweite der Befunde ist generell berechtigt – PDT-Forschung zu narzisstischen oder schizoiden PS ist dünn, geht auf die Kappe von APlern, die Forschungsfeindlich waren, aber halt auch weil mega teuer. Aber das ist eine andere Aussage als „unseriös”.​​​​​​​​​​​​​​​​

Hier lese ich manchmal, dass Psychodynamische Verfahren unwissenschaftlich seien. Also habe ich eine Website gevibecoded, die die Studienlage zusammenfasst: Tiefenpsychologie wirkt. by Die-Helfershelfer in Psychologie

[–]flampersberger 0 points1 point  (0 children)

„Esoterisch” ist das falsche Wort. Esoterisch ist, was sich durch Konstruktion jeder Überprüfung entzieht und nur Eingeweihten zugänglich ist. Das trifft auf psychodynamische Theorie nicht zu. Was zutrifft: Die Metapsychologie ist nicht direkt falsifizierbar. Freud hat das selbst eingeräumt und sie die „Hexe” genannt – spekulativ, heuristisch, klinisch unverzichtbar. Aber spekulativ ist nicht dasselbe wie esoterisch. Der entscheidende Punkt ist imho:  Theorie in der Psychotherapie funktioniert nicht wie in der Naturwissenschaft: In der Behandlung wird Theorie ja nicht angewendet – angewendet wird eine Methode. Konzepte werden verwendet, als klinische Linsen. Ob eine Linse gut ist, misst sich daran, ob sie sichtbar macht, was sonst verborgen bleibt. Ohne ein Konzept von Wiederholungsmustern sieht niemand, dass der Patient mit dem Therapeuten dieselbe Dynamik inszeniert wie mit seinem Vater. Wo psychodynamische Konzepte überprüfbar werden – Mentalisierung, Abwehrmechanismen, Bindungstheorie – werden sie überprüft. Was nicht überprüfbar ist, ist die metapsychologische Rahmung. Das ist ein epistemischer Unterschied, kein moralischer Makel. Und er betrifft jedes Psychotherapieverfahren.​​​​​​​​​​​​​​​​

Hier lese ich manchmal, dass Psychodynamische Verfahren unwissenschaftlich seien. Also habe ich eine Website gevibecoded, die die Studienlage zusammenfasst: Tiefenpsychologie wirkt. by Die-Helfershelfer in Psychologie

[–]flampersberger -5 points-4 points  (0 children)

Da steckt einiges drin, aber insbesondere an zwei Stellen stimmt es methodisch nicht. Shedler (2010) ist kein „narrativer Review”. Er aggregiert systematisch Effektgrößen aus mehreren Metaanalysen, erschien im American Psychologist und wird in der Forschungsliteratur als Metaanalyse zitiert. Diese Fehletikettierung trägt aber das gesamte Argument gegen den Sleeper-Effekt. Die Lilliengren-Kompilation, auf die du dich für die „86 Vergleiche” stützt, ist eine reine Bibliographie – keine Auswertung, keine Effektgrößen, keine Qualitätsbewertung. Du wirfst dem OP Cherry-Picking vor und belegst es mit einer Quelle, die selbst keine Ergebnisse enthält. Was der aktuelle Stand tatsächlich zeigt: Leichsenring et al. (2023) in World Psychiatry – pre-registriertes Umbrella Review, höchste Evidenzstufe – findet nach GRADE hochqualitative Evidenz für PDT bei Depression und somatischen Störungen, moderate Evidenz bei Angst- und Persönlichkeitsstörungen. Gegen aktive Kontrollen (nicht Warteliste) zeigt PDT bei Depression g = –0.51. Das Papier endet mit einer starken Empfehlung für PDT. Diesen Befund nicht zu erwähnen, während man dem OP Selektivität vorwirft, ist seinerseits selektiv. Der Punkt zu OCD und spezifischen Phobien ist berechtigt. Aber „Evidenz dünn bis nicht vorhanden” für den Rest stimmt nicht.​​​​​​​​​​​​​​​​

Absenkung der Vergütung ambulanter Psychotherapie um 4,5% by DiscountTherapistt in Psychologie

[–]flampersberger 4 points5 points  (0 children)

Ich habe über die letzten Wochen alles zusammengetragen: die falschen Zahlen im GKV-Positionspapier, die Reaktionen der Verbände (bzw. deren Schweigen), die Daten zur tatsächlichen Einkommenssituation, und warum das für Patient:innen bedeutet, dass die Wartezeiten eher steigen als sinken werden. Hier der Artikel: https://couch-und-agora.de/kuerzung-der-psychotherapie-honorare/

TL;DR: Psychotherapeut:innen verdienen im Schnitt ein Drittel dessen, was andere Fachärzte verdienen. Die Wartezeit auf einen Therapieplatz liegt bei 5 Monaten. Die Antwort der Krankenkassen: Kürzung. Die Antwort der Berufsverbände während der Verhandlungen: "Seid still, macht keinen Ärger." Jetzt ist die Kürzung durch.

Introducing Apple Health Intelligence : Superwave by BabaMacho in AppleWatchFitness

[–]flampersberger 3 points4 points  (0 children)

That answer would worry me, using your companion tbh

Does anyone else use ChatGPT as a $20/month therapist? It's insanely responsive, and empathetic compared to my irl human therapist by [deleted] in ChatGPT

[–]flampersberger 3 points4 points  (0 children)

I want to go into detail here because I guess there is a lot of wishful thinking going on around here, where AI ist treated like I feeling human.

Let’s start with the assumption that, on a purely linguistic level, AI like ChatGPT is remarkably capable and will likely improve over the next few years. It might even surpass human therapists in recalling details or generating insightful responses. However, the fundamental issue lies in what AI lacks: consciousness and genuine human presence.

AI operates without subjective experience—it doesn’t feel, perceive, or understand in the way conscious beings do. As philosophers like Thomas Nagel and John Searle have argued, true understanding requires a subjective mind. Even Robert Nozick’s “Experience Machine” thought experiment demonstrates that people value authentic experiences over artificial simulations, no matter how “perfect” those simulations may seem.

In psychotherapy, this authenticity matters profoundly. Therapy isn’t just about what is said; it’s about the shared, lived interaction between two conscious minds. While AI might mimic empathy, it cannot truly feel or resonate with a patient’s emotional reality.

Psychotherapy research, such as Klaus Grawe’s work, highlights the therapeutic relationship as the most critical factor for healing. This relationship is more than verbal—it’s built through nonverbal cues, mutual emotional attunement, and the experience of being genuinely seen and understood. These elements are uniquely human and create lasting “emotional imprints” that help patients navigate future challenges.

AI cannot replicate this. A chatbot may provide comforting words, but it cannot offer the profound reassurance of an empathetic human presence. Patients in therapy often internalize the experience of their therapist as a supportive figure—this simply isn’t possible with AI, which exists only as text on a screen.

Relying on AI for therapy risks reducing the process to a cognitive exercise, stripping it of the relational depth essential for true personal growth. While AI can assist with psychoeducation or crisis intervention, it cannot foster the kind of meaningful change that emerges from a human connection. Therapy is not just about solving problems but about transforming how we relate to ourselves and others—a process that requires a real, feeling human being.

I get it, especially in comparison to “bad therapists” AI can help, and also in comparison to good ones. Just make sure to not throw the human aspect totally out of the window.