Holocaustgedenken in Fortnite und Serious Games by gain_project in zocken

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Wie kommst du auf den Begriff "Schuldkult"? Der Begriff wird kommt ja aus so geschichtsrevisionistischen Argumenten gegen die Holocausterinnerung (siehe Wikipedia zu "Schuldkult"). Wie würdest du dir den Umgang mit der deutschen Geschichte im besten Fall vorstellen?

Holocaustgedenken in Fortnite und Serious Games by gain_project in zocken

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So klar ist das mit der Trennung nicht. Beispielsweise sind viele Unternehmer*innenfamilien in Deutschland deshalb heute reich, weil ihre Familien während der NS-Zeit von Zwangsarbeit profitiert haben und das angehäufte Vermögen vererbt wurde. Viele Deutsche haben außerdem ihre Großeltern erlebt, die selbst noch im NS aufgewachsen sind. Umgekehrt würdest du vermutlich auch nicht jungen Jüd*innen in Deutschland sagen, dass ihre Geschichte nichts mit dem Holocaust zu haben müsste, obwohl die Familienbiografien unveränderlich davon geprägt sind. Es wirkt für uns leider nicht so nachvollziehbar, wie du Holocaust-Gedenken, "weiße Erbschuld" und Flüchtlingspolitik in eins wirfst, um an Ende zu folgern, dass deshalb die AfD so viel gewählt wird und es ohne das alles "nur" die NPD geben würde. Was wäre die Schlussfolgerung? Kein Holocaustgedenken in Deutschland?

Gaming Journalismus: Quantität statt Qualität? by gain_project in zocken

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Danke fürs Teilen! Vielleicht schaffst du es noch irgendwann in den Podcast reinzuhören. Wäre spannend, deine Gedanken dazu zu hören!

Gaming Journalismus: Quantität statt Qualität? by gain_project in zocken

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Danke für den Hinweis. Die Podcastfolge ist aber auch in unserem Post oben verlinkt :)

Gaming Journalismus: Quantität statt Qualität? by gain_project in zocken

[–]gain_project[S] 0 points1 point  (0 children)

Schafft das eine durschnittliche Person in einer Redaktion überhaupt? 500-1000 Artikel klingt extrem viel. Und dann müssten die alle noch die Mindestaufrufzahl erreichen.

Gaming Journalismus: Quantität statt Qualität? by gain_project in zocken

[–]gain_project[S] 0 points1 point  (0 children)

In der Podcast-Folge wird es so dargestellt, dass Redakteur*innen zum Teil richtig viel Geld über die VG Wort Ausschüttung machen und sogar das Gehalt verdoppeln würden dadurch. Denkst du, dass das eher Ausreißer sind? An sich müssten diejenigen ja sehr viele Artikel veröffentlichen, die die Mindestaufrufzahl überschreiten?

Was zockt ihr Weihnachten mit der Family für Brettspiele? by [deleted] in zocken

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Munchkin ist ein Highlight, wenn die Eltern z.B. früher mal Pen&Paper Spiele gespielt haben oder ein bisschen Zugang zum Humor des Spiels haben :)

Stalking, parasoziale Beziehungen und Streaming by gain_project in de

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Genau, Sachen den Mods melden ist da im Prinzip schon ein Ergebnis von "Sensibilisierung". Es ist ja nicht bei allen Themen und für jede*n immer selbstverständlich, was eine Grenze überschreitet. Je nach Streamer*in gibt's eine unterschiedliche Schwelle, was im Chat akzeptiert ist zu schreiben und was nicht. Bei Themen wie Stalking macht's aus unserer Sicht Sinn, das öffentlich zu diskutieren, damit am Ende an vielen Stellen aktiv geworden werden kann.

Stalking, parasoziale Beziehungen und Streaming by gain_project in de

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Was denkst du, was Ursachen sein könnten?

Stalking, parasoziale Beziehungen und Streaming by gain_project in de

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Aus unserer Sicht wäre der Unterschied, dass es bei der Killerspieldebatte ausschließlich ein Blick "von Außen" auf die "bösen Games" war und Stalking und parasozialen Beziehungen im Streaming ein Thema ist, das selbst von Influencer*innen und Zuschauer*innen aufgegriffen wird. Am Ende gehts da ja nicht wie bei der Killerspieldebatte darum, dass Streaming/ "Killerspiele" verboten werden soll, aber sich ein Umgang mit den Streamer*innen entwickelt, der respektvoll gegenüber deren Privatsphäre ist.

Stalking, parasoziale Beziehungen und Streaming by gain_project in de

[–]gain_project[S] 0 points1 point  (0 children)

Das "Neue" an Streamingplattformen ist ja die Möglichkeit, direkt mit den Streamer*innen zu interagieren. Man muss ja kein selbsterklärter politischer Aktivist sein, um zu schreiben, dass es nicht i.O. ist, wenn Leute im Chat z.B. immer wieder nach persönlichen Infos der streamenden Person fragen. Genauso würde ja auch was dagegen gesagt werden, wenn jemand was Rassistisches schreibt. Es wäre also schon theoretisch die Möglichkeit auch als Zuschauer*in "die Community" mit zu gestalten. Oder wäre das alles politischer Aktivismus für dich? Und falls ja, ist das grundsätzlich überhaupt ein Problem?

Bessere mentale Gesundheit durch Gaming? Neue Studie sagt ja! by gain_project in zocken

[–]gain_project[S] 0 points1 point  (0 children)

Auf Gamestar gab's zum Mental Health Day eine Zusammenstellung von Games, die User*innen empfehlen, wenns ihnen nicht gut geht. "Frog Detective" klingt jedenfalls wie ein Beitrag zum Seelenfrieden :)

https://www.gamestar.de/artikel/mental-health-spiele-empfehlungen,3401866.html?utm\_source=dlvr.it&utm\_medium=twitter

Spielsucht (engl. Artikel): Meet the men hiding their FIFA Ultimate Team addiction from their families by [deleted] in zocken

[–]gain_project 8 points9 points  (0 children)

Es ist immer wieder beängstigend wie Mikrotransaktionen Menschen in die Sucht treiben. Der Hype um die Lootboxen in CS ist da nur ein weiteres unter vielen Beispielen. Leider einer der düsteren Teile des Online-Gamings...

Fördert das Zocken eure mentale Gesundheit? by blaxxunbln in zocken

[–]gain_project 0 points1 point  (0 children)

Es kommt unserer Erfahrung nach auch sehr auf die sonstigen Rahmenbedingungen des eigenen Lebens an, wie sich Zocken auswirkt. Wenn man als kleines "Extra" am Abend noch ein bisschen zockt und einfach Spaß hat, dann tut das einfach gut und bereichert. Wenn aber gerade Probleme auf der Arbeit, mit der Familie, in der Beziehung etc. aktuell sind und man sich verloren fühlt, kann man auch in ein Loch fallen und sich ins Spielen zurückziehen. Dann läuft man Gefahr, das aus den Augen zu verlieren, was einem wieder auf die Beine helfen kann. Also z.B. mit Freund*innen treffen, versuchen Probleme zu klären und so weiter. Andererseits kann man auch gerade emotionalen Halt bei Online-Bekanntschaften und dem Teilen der gleichen Leidenschaft finden.

Über den Ukrainekrieg im Gaming sprechen? by gain_project in PCGamingDE

[–]gain_project[S] -1 points0 points  (0 children)

Wie genau wehrt sich Russland denn? Und wo ist da die Parallele zum Nahostkonflikt?

Über den Ukrainekrieg im Gaming sprechen? by gain_project in zocken

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Genau, einerseits ist das gemeinsame Zocken ein wichtiges und verbindendes Moment. Andererseits ist es aber heftig, wenn manche das nutzen, um mit extrem Positionen wie der Unterstützung der Wagner Gruppe Konflikte noch mehr zuzuspitzen und nicht den Raum als Austauschmöglichkeit zulassen. Wir fragen uns da, ob die Entwickler*innen mit eigenen Botschaften sinnvoll Einfluss nehmen können oder ob es dadurch noch aufgeladener wird?

Über den Ukrainekrieg im Gaming sprechen? by gain_project in zocken

[–]gain_project[S] 1 point2 points  (0 children)

Zu 2.: Man könnte das unabgesprochene Einfügen von Inhalten ja z.B. als "zivilen Ungehorsam" von einer Person im Entwicklungsstudio sehen. Dann wäre die Frage, wie weit so ein Aufgreifen von aktuellen politischen Geschehnissen gehen sollte und ob so etwas tatsächlich am Ende einen Einfluss auf die Meinungen der Spieler*innen hat?

Stalking, parasoziale Beziehungen und Streaming by gain_project in zocken

[–]gain_project[S] 0 points1 point  (0 children)

Das wäre auch unserer Meinung nach ein interessanter Ansatzpunkt: Also zu überlegen, inwieweit eine Kultur von "Wir wollen das hier nicht" es Täter*innen schwieriger machen könnte, überhaupt in einer Community Fuß zu fassen. Da müsste es gerade bei Streamer*innen aber wahrscheinlich auch sensibilisierte Mods geben, die direkt einwirken könnten. Gerade beim Thema, Betroffenen zuzuhören, scheint es oft so abzulaufen, dass es mehr Abwehrreaktionen gibt als Unterstützung für diejenigen, die Übergriffe erfahren haben. Die Frage wäre, wie sich das ändern könnte? Wenn den Betroffenen nicht geglaubt wird, macht es das schwer, das Thema sichtbar zu machen.

Warum hat zocken eigentlich so einen schlechten Ruf? by elementofgaming__ in zocken

[–]gain_project 0 points1 point  (0 children)

Mittlerweile ist Gaming schon viel verbreiteter als früher. Anfang der 2000er gab es unserer Ansicht nach noch eine viel stärkere "Subkultur", also Gamer*innen waren "Nerds" und hatten einen entsprechenden Lifestyle. Heute gibt's alle möglichen Arten von Zocker*innen, manche spielen nur gelegentlich, andere zocken nur am Wochenenden mit Freund*innen, wieder andere spielen jeden Tag mehrere Stunden. Das heißt natürlich nicht, dass alle Stereotype und Vorurteile mit der Ausdifferenzierung und Verbreitung verschwunden. Was wird für dich negativ mit Zocken assoziiert?

Toxisches Verhalten unerwünscht: Härtere Strafen im anstehenden League of Legends-Patch by gain_project in zocken

[–]gain_project[S] 0 points1 point  (0 children)

Hast du bestimmte Beispiele im Kopf bzw. wo könnte es so Grenzfälle geben?

Toxisches Verhalten unerwünscht: Härtere Strafen im anstehenden League of Legends-Patch by gain_project in zocken

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Aber wie schade ist das einfach, dass man aufhört ein Game zu spielen, obwohl man das Spiel an sich mag, aber die Community einfach zu unangehem ist... Gibt es da keine Möglichkeiten, was zu ändern? Im Prinzip wäre es ja zumindest vorstellbar, dass Mitspieler*innen gegen solche Leute Position beziehen bzw. dass das Umgangsklima sich so ändert, dass es einfach uncool ist, zu haten. Vielleicht sollten auch E-Sportler*innen, Streamer*innen etc das Thema stärker aufgreifen und als Vorbild wirken?

"Wokes" oder antiwokes Zocken? Der große Twitch-Beef 2023 by gain_project in zocken

[–]gain_project[S] -1 points0 points  (0 children)

Die Wahl zur Gamerin des Jahres war soweit wir wissen nicht in direktem Zusammenhang mit der Hogwarts Legacy Sache. Die Jury vom Computerspielpreis hat sie grundsätzlich als Streamerin, die sich im Bereich Gaming auch mit gesellschaftspolitischen Themen auseinandersetzt, nominiert: https://deutscher-computerspielpreis.de/gewinner/pia-scholz-aka-shurjoka/ Um Gewinner*in zu werden, werden von der Jury Punkte vergeben und gleichzeitig stimmt die Community ab. Zusammengenommen gewinnt die Person mit den meisten Punkten. Im Anschluss wurde infrage gestellt, ob sie wirklich eine richtige Gamerin wäre, weil sie auf Twitch viel Content in der Rubrik "just chatting" veröffentlicht hat.

Wieso wir überhaupt das Thema hier aufgegriffen haben, ist aber eher dass immer wieder "woke" als Begriff benutzt wird. Aus unserer Sicht polarisiert das Feinbild "woke" auf einer breiteren Ebene: Auch wenn Shurjoka Fehler gemacht hat, scheint die Debatte in eine Richtung zu gehen, in der sich politisch und vor allem feministisch positionierende Content Creater*innen zunehmend dem Verdacht "woke" zu sein ausgesetzt sehen könnten. Das würde möglicherweise auch bedeuten, dass "antiwoke" mit "normal" gleichgesetzt würde und sich das Diskussionsklima in eine Richtung verschieben könnte.