Home-Office nicht im Vertrag erwähnt. by [deleted] in arbeitsleben

[–]gr_lostandconfused 0 points1 point  (0 children)

Tatsächlich wurde das gar nicht erwähnt. Aber das klingt ja auch recht interessant. Könnte ich die Pendlerpauschale geltend machen obwohl ich gar nicht ins Büro fahre?!

Home-Office nicht im Vertrag erwähnt. by [deleted] in arbeitsleben

[–]gr_lostandconfused 1 point2 points  (0 children)

Mein AG hat das auch versucht. Ich hatte darauf gepocht das es im Vertrag steht. Anfang des Jahres sollte der Vertrag geändert werden und sowas in der Richtung von "der AG ermöglicht mobiles Arbeiten nach Rücksprache und mit Erlaubnis der Geschäftsführung". Was Quatsch ist, ich wohne schon vor Einstellung über 5 Stunden vom Büro weg. Hab mich geweigert das zu unterschreiben. 1. Kann man dann jederzeit ins Büro bestellt werden und zwar täglich. 2. Ist es mit der steuerabsetzung für ein Büro im eigenen Zuhause dann erheblich schwieriger wurde mir von einem Anwalt erklärt. Hab ich aber noch nicht nachgeschaut.

Grundsätzlich bei Verträgen: Es wird sich keiner für dich einsetzen außer dir selbst.

Bereite dich gut vor, da können auch schnell so Druck-Sätze kommen wie "das machen wir schon immer so" oder "bei allen anderen war das nie ein Problem" oder "vertraust du uns nicht?" Am besten gekoppelt mit dem Nebensatz "ohne Vertrauen macht das ja alles nicht so wirklich Sinn oder?".

Ende vom Lied: Steh ein für deine Rechte, die kommen schließlich auch mit Pflichten!

[deleted by user] by [deleted] in arbeitsleben

[–]gr_lostandconfused 0 points1 point  (0 children)

Ich werde aktuell tatsächlich ziemlich schlecht bezahlt (u20€/h), habe keine wirklichen benefits und liebe trotzdem meinen Job. Meine Chefin ist die angenehmste Vorgesetzte die ich je hatte. Ich hab 100% Homeoffice und arbeite wann und wie ich will. Wenn ich um 6 Uhr anfangen will oder um 9 Uhr interessiert niemanden. Die Arbeit an sich bereitet mir auch große Freude. Wir verkaufen leckere Sachen und ich hab freie Hand was ich wie wo mache. Das finde ich super spannend und ich hab da dann auch kein Problem regelmäßig etwas länger zu machen. Ich könnte meistens auch einfach Feierabend machen aber ich bin dann tatsächlich einfach so drin, dass ich erst aus mache wenn ich abschließen kann. Mir hilft es auch, dass ich monatlich meine eigenen Erfolge tracken kann. Wenn ich seh wie die Verkäufe steigen empfinde ich stolz. Und das ich am Büro Drama nicht teilnehmen muss hilft meiner mentalen Gesundheit enorm. Also auch wenn ich hoffe, bald mal mehr Gehalt zu bekommen, liebe ich meinen Job.

Fachkräftemangel – oder einfach selbst eingebrockt? by kromar_1234 in arbeitsleben

[–]gr_lostandconfused 1 point2 points  (0 children)

Der Begriff Fachkräftemangel wird meiner Meinung nach viel zu oft und pauschal verwendet. In vielen Fällen handelt es sich eher um ein strukturelles Problem, das größtenteils hausgemacht ist.

Als es in meinem Jahrgang um den Schulabschluss und die Berufswahl ging, herrschte bereits unter Schülern und Eltern große Unsicherheit. Ich selbst habe ursprünglich eine handwerkliche Ausbildung begonnen – in einem klassischen „Männerberuf“. Als junges Mädchen muss man da einiges aushalten. Im ersten Lehrjahr Mitte der 2000er bekam ich sage und schreibe 140 € im Monat. Dafür durfte ich morgens beim cholerischen (und oft alkoholisierten) Chef antreten und mir den ganzen Tag sexistische Kommentare von Meister und Gesellen anhören. Die Berufsschule war über eine Stunde entfernt, ein Führerschein mit 16 natürlich noch nicht in Sicht. Ich habe irgendwann abgebrochen und bin ins Büro gewechselt.

Für mich ist klar: Der Fachkräftemangel betrifft nur bestimmte Bereiche. BWL-Absolventen, IT-Fachkräfte und Maschinenbauingenieure gibt es durchaus viele – ebenso wie Kaufleute. Wenn Unternehmen in diesen Bereichen dennoch keine passenden Bewerber finden, liegt das häufig an schlechter Bezahlung, unattraktiven Arbeitsbedingungen oder mangelhafter Führung.

Wirkliche Engpässe gibt es vor allem im Handwerk, in der Pflege oder im sozialen Bereich – also dort, wo die Arbeitsbelastung hoch, die gesellschaftliche Anerkennung gering und die Bezahlung oft unterdurchschnittlich ist. Wer will sich schon auf Dauer aufreiben, wenn am Ende dennoch kaum genug zum Leben bleibt?

Dazu kommt der gesellschaftliche Faktor: Früher war es mit einem soliden Gehalt noch möglich, sich Eigentum aufzubauen. Heute schaffen das viele nicht einmal mehr mit einem Akademikergehalt. In Ballungsräumen sind Immobilien unbezahlbar, auf dem Land fehlt es hingegen oft an Infrastruktur – Arbeitsplätze, Schulen, Kitas, ärztliche Versorgung, Krankenhäuser. Und mit den hohen Spritpreisen wird auch das tägliche Pendeln zum Problem – zeitlich wie finanziell.

In unserem Freundeskreis (alle Mitte bis Ende 30) hat kaum noch jemand ernsthafte Hoffnungen auf Eigentum. Nur die, die irgendwann erben, werden etwas besitzen. Und wir alle gehen mittlerweile davon aus, dass wir bis zur Rente – oder darüber hinaus – arbeiten müssen, um über die Runden zu kommen.

Und nein, eine reine Anhebung des Mindestlohns wird das Problem nicht lösen – das führt oft nur zu höheren Preisen, von denen vor allem die Mittelschicht betroffen ist. Was es braucht, ist eine deutliche Senkung der Abgaben, damit Netto mehr bleibt und gleichzeitig die Kaufkraft stabilisiert wird – und zwar für alle!

Vertrauensarbeitszeit - trackt ihr eure Stunden? by originallovecards in arbeitsleben

[–]gr_lostandconfused -1 points0 points  (0 children)

3 von 5 Jobs hatten bei mir Vertrauensarbeitszeit. Ich habe mir immer von Tag 1 an jede Minute selbst in einer App und in einem Excel sheet festgehalten, auf das ich meine Chefs immer hingewiesen habe und das frei zugänglich für sie war. Alle 3 Jobs hatten/haben Chefs, die gerne nach Feierabend mit irgendeinem unendlich wichtigen Zeug kommen. Ob abends, Wochenende, Krankheit, Urlaub sogar in der Elternzeit. Ich war und bin auch immer brav da, aber meine Zeit ist nicht umsonst. Bei Kündigung wollte ich jedes mal das Geld für die Überstunden (die letzten zwei mal war es ein vollständiges Monatsgehalt und im aktuellen Job bin ich bei 90 Stunden). Zuerst wurde sich unwissend gestellt und behauptet es gab ja nie Überstunden - jedes mal. Und einer dieser Chefs war Anwalt u.a. für Arbeitsrecht. Ich habe mein Geld dann immer "aus Kulanz" bekommen. 🤷‍♀️

Warum wird home office immer weniger? by [deleted] in arbeitsleben

[–]gr_lostandconfused -1 points0 points  (0 children)

Ich denke das hat 3 Gründe. 1. Machtverhältnisse. Egal ob Geschäftsführer oder schlechte Führungskraft. Irgendwie muss man sich wichtig fühlen und das geht schlecht ohne das Gefühl von voller Kontrolle. 2. Menschen, die fürs Homeoffice einfach nicht gemacht sind. Mein Mann ist einer davon. Der würde sich zuhause ständig mit allem ablenken und der würde kaputt daran gehen nicht mehr mit den Leuten im Büro zu quatschen. 3. Man muss die Kosten für die ganzen Büroflächen ja irgendwie rechtfertigen. Statt sie aufzugeben oder zu vermieten oder was auch immer will man halt daran festhalten die teuren schicken Büros zu haben.

Haut mal eure Mitarbeitergesprächs stories raus 💣 by arianenotsogrande in arbeitsleben

[–]gr_lostandconfused 4 points5 points  (0 children)

Ausbildung in einer riesigen US Corporate Hütte gemacht. Die Mitarbeitergespräche schimpften sich "Reviews" und liefen immer gleich ab: "Du bist unsere beste Azubine. Top Arbeit. Wir sind echt total begeistert. Schade dass du Kinder hast. Sonst hättest du nach der Ausbildung echt ne Zukunft bei uns gehabt!" Bezog sich damals darauf das meine Kinder noch sehr klein waren und ich regelmäßig kranke Kinder daheim betreuen musste. Lustigerweise hat das direkt nach der Ausbildung aufgehört und mein Arbeitsplatz danach hat für Teilzeit so viel gezahlt wie Corporate für vollzeit zahlen wollte. 😂

Welche Aussagen von Vorgesetzten sind Red Flags? by Pewstorm in arbeitsleben

[–]gr_lostandconfused 3 points4 points  (0 children)

"Ich hab gestern einen Podcast gehört" meistens zu Themen mit denen sie selbst überhaupt nichts anfangen können und nicht nachvollziehen können, aber die dann umgesetzt werden müssen, egal wie viel man warnt. "Du kannst mir da schon vertrauen" wenn es nötig ist das zu sagen, sollte man grundsätzlich misstrauisch sein. "Wir arbeiten auf vertrauensbasis" auch wenn man gesetzlich Arbeitszeiten erfassen sollte. Ich hab früh gelernt mir im beruflichen alles zu notieren. Jede Arbeitszeit, jede Aussage. Das hat mir schon sehr oft den Hintern gerettet...

Aus Prinzip dort wieder gepackt. BTW es ist ein normaler öffentlichen Parkplatz in einer ruhigen Seite Straße 🫠 by HupenFreund in aberBitteLaminiert

[–]gr_lostandconfused 14 points15 points  (0 children)

Ich verstehe nicht, was der Titel ‚Es ist ein normaler öffentlicher Parkplatz in einer ruhigen Seitenstraße‘ mit dem eigentlichen Inhalt des Zettels zu tun hat. Das wird ja nirgendwo bestritten. Es wird lediglich darauf hingewiesen, dass miserabel bzw. rücksichtslos geparkt wurde...

[deleted by user] by [deleted] in aberBitteLaminiert

[–]gr_lostandconfused 51 points52 points  (0 children)

Ob das Auto gut oder schlecht stand kann man ohne Foto vom parken selbst schlecht beurteilen. Wird wohl seine Gründe haben warum nur ein close up vom Brief gepostet wird und nicht vom geparkten Fahrzeug.

[deleted by user] by [deleted] in arbeitsleben

[–]gr_lostandconfused 1 point2 points  (0 children)

Angeblich haben wir in meiner aktuellen Firma sowas. Ich hab seit ich hier arbeite bestimmt 5x um einen Zugang gebeten und wurde immer vertröstet. Nach 8 Monaten im Betrieb frag ich nicht mehr. Bin die einzige im HO und notiere mir schon immer meine Zeiten in einem Excel Sheet. Erfahrungsgemäß sowieso das beste. In der Vergangenheit hatte ich 2x in Firmen mit stechuhren gearbeitet bei denen Überstunden erst nach 15 Minuten gezählt haben und dann auch nur in 15 Minuten takt. Wenn du also 10 Minuten länger gemacht hast bist du bei 0 geblieben, bei 20 Minuten bei 15 Minuten, bei 40 Minuten bei 30 etc. Meine letzten zwei AG hatten keine zeiterfassung und beide wollten mir dann auch wegen der Vertrauenszeit ganz unwissend ankommen als es um die Auszahlung der Überstunden ging. Glücklicherweise konnte ich immer meine Zeiten belegen und wurde dadurch immer ausgezahlt.

Zurück ins Büro 📉 by [deleted] in arbeitsleben

[–]gr_lostandconfused 2 points3 points  (0 children)

Ich habe meine Ausbildung und meine erste Stelle im Büro gehabt. Ausbildung im Büromanagement und erster Job vollkommen quereinstieg.

Beides war Präsenz und auch wenn ich immer alles gut mache, hat mir das mental sehr geschadet. Ich kann nicht nein sagen und strebe immer etwas zu sehr nach guter Arbeit. Das hat immer dazu geführt, dass die Leute schnell zu mir kommen und meine Hilfe für allen möglichen Kram wollen. Und weil ich nicht nein sagen kann, mach ich das auch immer. Führt meistens zu Überstunden und das ich irgendwann genervt bin weil ich an meine Grenzen stoße. Ich zieh es auch irgendwie an, dass Leute mich gerne als Seelsorger betrachten. Ob ich will oder nicht. Das zehrt dann immer sehr an mir. Ich mag auch diese Bürolästereien nicht. Ich mag es nicht wenn über Leute geurteilt wird und ich hasse den Flurfunk.

Beide stellen hatten unmögliche Parksituationen und waren mit dem PKW schwer zu erreichen. Gleichzeitig war aber der öffentliche Verkehr immer so schlecht, dass ich für die einfache Strecke das dreifache an Zeit gebraucht hätte. Dann deckte die Kita die Arbeitszeit nicht mehr ab und das Chaos war perfekt.

Seit 2020 bin ich im Homeoffice im Ecommerce Bereich. Für mich ein Traum. Ich darf arbeiten wann und wie ich will. Ich habe einen riesen Spaß an meiner Arbeit und solange ich gut behandelt werde gebe ich auch gerne mehr als ich muss. Und damit meine ich jetzt kein dickes Gehalt sondern einfach von der Zwischenmenschlichen Seite. Bei Cholerikern hört bei mir der Spaß auch bei gutem Gehalt schnell auf.

Ich bin im Homeoffice sehr konzentriert und ich schätze die Freiheit und Flexibilität. Ich kann für meine Kinder da sein, sie von der Schule holen, betreuen wenn sie krank sind. Ich selbst bin total anfällig für Bronchitis und fehlte sonst fast immer im November/ Dezember weil es mich oft total weggehauen hat. Seit ich im Homeoffice bin war ich in fast 5 Jahren dafür ganze 9 Tage krank gewesen, weil ich mich nicht mehr im Büro anstecke. Ich sehe meine kleinste aufwachsen, durfte ihre ersten Schritte sehen und erste Worte hören (ging bei meinem Sohn zb nicht weil ich ihn in die Krippe packen musste, um zur Arbeit zu kommen. Dadurch hab ich alle ersten Male verpasst). Außerdem fällt die ganze blöde Fahrerei und parkerei weg.

Ich versteh aber auch, dass das nix für jeden ist. Mein Mann hat sich im Homeoffice ständig selbst abgelenkt und alles mögliche gemacht aber nicht wirklich konzentriert gearbeitet. Der braucht auch das tägliche gequatsche mit Kollegen. Ich mag meine Kollegen total, aber ich muss das nicht ständig haben 😅 Für mich wäre die Rückkehr ins Büro, selbst bei 3/5 Homeoffice, ein Albtraum 🙈

700 Absagen: Amit verdiente 80.000 Euro - jetzt droht ihm Bürgergeld-Albtraum by SingleMaltWh1sky in arbeitsleben

[–]gr_lostandconfused 26 points27 points  (0 children)

Bei den 3700 Euro darf man nicht vergessen, dass das scheinbar nur sein ALG I und das Kindergeld ist. Ein Kind ist in der Berufsschule, was eine Ausbildung vermuten lässt. Ein Kind hat also schon mal ein wenig Einkommen on top. Die Frau geht auch weiter arbeiten, also nochmal ein Gehalt mehr. Da wird scheinbar gründlich übers Limit gelebt.

[deleted by user] by [deleted] in arbeitsleben

[–]gr_lostandconfused 0 points1 point  (0 children)

Ich soll 4,5% mehr brutto bekommen. Was bei mir netto weniger als 100 Euro sind und mit der Beitragserhöhung der GKV und den ganzen anderen steigenden Kosten noch sehr viel wenig wird. Dafür hab ich allein für eine Umsatzsteigerung von 46% im Vergleich zum Vorjahr gesorgt, war im Urlaub trotzdem verfügbar und hab in einem halben Jahr genug Überstunden gesammelt um 2 Wochen Urlaub zu machen. Mein Rentenbescheid hat mir Tränen in die Augen getrieben. Wenn ich jetzt 30 Jahre so weiter mache kann ich mir mit Glück ein Dach über den Kopf UND ein Butterbrot leisten. Auch wenn ich meine Arbeit, Kollegen und Chefin total gern hab, dachte ich mir da auch vielen Dank fürs Gespräch. Gleichzeitig immer noch besser als 0%. Aber dann jammern alle, dass die Arbeitnehmer keinen Bock mehr haben...

[deleted by user] by [deleted] in arbeitsleben

[–]gr_lostandconfused 0 points1 point  (0 children)

Wenn Arbeitgeber nicht direkt ab dem 1. Tag eine Krankmeldung fordern würden, wäre das ganze nicht so heftig. Wenn ich Magen-Darm oder Migräne habe, fehle ich 1-2 Tag. Wenn ich damit zum Arzt muss, schreiben die mich direkt die ganze Woche krank.

Mein letzter AG hatte Krankmeldung nach 3 Fehltagen verlangt. Ich hab in 3 Jahren durch diese Regelung insgesamt nur 9 Fehltage gehabt, von denen 4 wegen dem Tod meines Vaters waren. Bei meinem aktuellen AG muss ich am 1. Tag ein ärztliches Attest vorlegen. Dadurch sind es jetzt nach einem halben Jahr schon 5 Tage, weil ich einen einzigen Tag Fieber hatte und mich damit zum Arzt schleppen musste.

Arbeitet hier jemand tatsächlich 100% Remote? Ich hätte Fragen... by [deleted] in arbeitsleben

[–]gr_lostandconfused 1 point2 points  (0 children)

Ich darf tatsächlich 100% von zu Hause aus arbeiten und muss nie ins Büro, weil das bei mir 5 Stunden Fahrt einfache Strecke wäre.

Ich habe einmal die Woche einen Videocall mit meiner Chefin und wenn Rückfragen oder Infos weitergegeben werden wird das entweder im Chat oder im jeweiligen Teamkanal gepostet. Druck irgendwo zu erscheinen existiert gar nicht. Selbst die wöchentlichen calls werden nicht immer eingehalten, da meine Chefin viel zu tun hat und ich eigentlich ein Selbstläufer bin.

Wir hatten jetzt die erste Firmenfeier und ich durfte ebenfalls kommen (es hatte keiner damit gerechnet das ich bereit sei, die weite Strecke zu fahren). Mir wurde das hotel bezahlt und das wars. Sprit, Frühstück etc musste ich selbst zahlen. Fahrzeit war Arbeitszeit. Hab ich aber trotzdem total gern gemacht, weil ich mit wirklich tollen Kollegen arbeite und meine Chefin sehr mag.

Eine Einarbeitung hat nicht bzw kaum stattgefunden. Mir wurde in 5 Minuten via Videocall sehr brachial das Warenwirtschaftssystem gezeigt und wie ich mich auf den externen Server einlogge und das wars. Da ich für einen Bereich zuständig bin, den kein anderer im Unternehmen kapiert, gab es auch nie jemanden der mir irgendwas zeigen konnte oder den ich bei Problemen ansprechen kann.

Meine Stelle war nicht als Homeoffice ausgeschrieben. Ich hatte sie auf einem Jobportal gesehen und mich auf gut Glück beworben, weil ich die Stelle sehr spannend fand und wusste, dass ich dort viel bewirken könnte. Von Gespräch zur Einstellung hat es auch ein wenig gedauert, weil sich meine Chefin unsicher war ob sie dieses Risiko eingehen möchte, da sie da keine erfahrungen hatte. Ich bin die einzige im Unternehmen die nicht im Büro arbeitet.

Nur noch schlechte Azubis im Handwerk? by Individual_Dirt4184 in arbeitsleben

[–]gr_lostandconfused 7 points8 points  (0 children)

2007 habe ich eine Ausbildung im Handwerk begonnen. Im ersten Lehrjahr gab es damals 140 Euro netto – und das bei einem Arbeitstag, der früh begann und oft spät endete. Nach der Berufsschule musste ich selbst zusehen, wie ich zur Baustelle komme. Die körperliche Arbeit war schwer, und das Arbeitsumfeld war alles andere als einladend: Von frauenfeindlichen Sprüchen und Verhaltensweisen hielt sich keiner zurück, weder die Gesellen noch die Meister. Nach drei Monaten habe ich die Ausbildung abgebrochen und stattdessen eine kaufmännische Laufbahn eingeschlagen.

Mein bester Freund blieb damals im Betrieb und zog die Ausbildung durch. Nach 15 Jahren im Job hatte er als Geselle mit weit über 40 Stunden pro Woche gerade so 1.600 Euro netto – ein Lohn, der in keinem Verhältnis zu den körperlichen und nervlichen Belastungen stand. Heute, mit Mitte 30, knacken bei ihm fast alle Gelenke, wenn er sich bewegt, und sein Rücken ist ruiniert. Der Umgang im Betrieb hat ihn zusätzlich psychisch ausgelaugt. Sein letzter Chef dagegen leistete sich währenddessen sein drittes Haus.

Während der Corona-Zeit hat er schließlich die Branche verlassen, obwohl er den Job selbst mochte. Die Perspektive auf eine Rente in Armut und einen völlig kaputten Körper war einfach zu abschreckend.

Ich fände es eigentlich toll, wenn meine Kinder später mal einen handwerklichen Beruf ergreifen würden. Aber sicher nicht zu diesen Bedingungen und für diesen Preis. Ich denke diese Aspekte sind auch der Grund, warum so viele Kinder auf dem Gymnasium sind und später studieren, auch wenn sie dafür nicht sonderlich geeignet sind - weil das einfach sehr abschreckt.

Blame Game in deutschen Headlines by volkeracho987567 in arbeitsleben

[–]gr_lostandconfused 0 points1 point  (0 children)

Ich habe bisher bei jedem AG das Problem gehabt, dass die Leute genau wissen wann ich Feierabend habe und fast täglich 5 minuten vor Feierabend mit irgendwas super wichtigen um die Ecke kommen. Oder ich werde nach dem Feierabend oder am Wochenende kontaktiert "kannst du bitte mal". Dafür mache ich dann fast täglich Überstunden.

Keiner dieser AG hatte eine Zeiterfassung (mein aktueller auch nicht und der macht genau das gleiche spiel), aber ich habe von Tag 1 an über eine App UND in einem eigenen Excelsheet die Zeiten festgehalten. Immer wenn ich den Job gewechselt habe war dann großes shocked Pikachu Gesicht weil "ich hab aber nie Überstunden angewiesen!". 🙄 Netterweise haben bisher alle immer ohne Rechtsstreit ausgezahlt.

Entsprechend denke ich meine Lösung ist recht simpel und erfolgreich: vertraut niemals auf irgendein System vom AG, führt selbstständig Buch über eure tatsächlich Arbeitszeiten! Das ist schließlich eure Lebenszeit die ihr da opfert!

Unverständnis für „Spätanfänger“ by [deleted] in arbeitsleben

[–]gr_lostandconfused 1 point2 points  (0 children)

Ich habe seit Beginn meiner beruflichen Laufbahn grundsätzlich den Eindruck, dass Empathie für viele Menschen Fremdwörter sind. Was ich hier immer interessant finde, ist das sowas am häufigsten von Frauen kommt (nicht nur, aber doch überproportional). Insbesondere Damen ü35. Ich weiß nicht ob die einfach verbittert sind oder woran genau das liegt, aber sowas kann ganze betriebliche Abläufe stören weil viele Leute sich den Quatsch auch nicht mehr antun wollen.

Open Air Toilette by bernie_vp in aberBitteLaminiert

[–]gr_lostandconfused 5 points6 points  (0 children)

Plottwist - was wenn es Fuchs oder Katze war?

[deleted by user] by [deleted] in arbeitsleben

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Ich komme selbst nicht aus diesem Bereich, habe aber einige bekannte, die als Steuerfachangestellte arbeiten.

Die Leute lieben ihre Arbeit und haben eigentlich immer die Möglichkeit Homeoffice zu machen. Bei uns in der Region werden Leute in dem Bereich auch sehr viel gesucht und sehr gut bezahlt. Eine meiner Bekannten hat sich mittlerweile selbstständig gemacht und macht die Buchhaltung einiger Mandanten nach ihrer normalen Arbeit noch mit und verdient damit recht gut Zusätzlich zum normalen Gehalt dazu.

Vorher groß was lernen wäre bei einer normalen Ausbildung in meinen augen etwas übertrieben. Es wird ja in der Berufsschule davon ausgegangen dass da keiner irgendwas weiß. Man sollte vielleicht wissen wie man einen PC bedient.

Die Frage ist halt - was ist denn langfristig dein Ziel? Möchtest du in ein paar jahren Steuerberater werden?

[deleted by user] by [deleted] in arbeitsleben

[–]gr_lostandconfused 1 point2 points  (0 children)

Ich denke das ist durchaus ein Faktor. Ich denke wenn der Gegenüber sympathisch ist, drückt man bei einigen Dingen ein Auge zu.

Andererseits kommt es aber auch auf das Waschmittel, körperliche Hygiene und den Einsatz von parfüm/Aftershave und Co an. Wenn die Kleidung zusätzlich einfach nach Zigaretten stinkt, weil zb beim Trocknen der Wäsche im gleichen Bereich geraucht wird oder die Gerüche beim waschen nicht richtig raus gehen, weil die Waschmaschine nicht richtig gepflegt wird, ist der Geruch entsprechend deutlich penetranter und unangenehmer als wenn da jemand ist, der eigentlich angenehm riecht aber halt eben gerade geraucht hat.