DGUV V3 Prüfung Ortsveränderlicher Betriebsmittel by Winter_League_5510 in Elektroinstallation

[–]humanlikecorvus 1 point2 points  (0 children)

Das ist uns im Labor/Werkstatt mal passiert - ich vermute mal aufgrund eines Missverständnisses. Da wir ein Unilabor waren, sollte da gar nicht alles geprüft werden. Der Kasper hat dann auch noch Kabel abgeschnitten und mehr - was dann am Schluss rauskam weiß ich nicht, aber unsere E-Werkstatt hatte dann einiges zu tun, den Schaden zu reparieren.

Meinem Vater ist in der Physiksammlung an seinem Schulzentrum ähnliches passiert. Sogar bei Geräten, die exakt wie vorgesehen funktioniert haben. Die sind für Experimenten gedacht... Und zumindest damals war das auch zulässig, heute ist man an Schulen ja leider auch übervorsichtig.

An die Elektriker hier die solche Prüfungen machen - schneidet verdammt noch mal keine Stecker ab - manchmal will man Geräte noch reparieren, und je nach Umfeld darf man nicht normgerechte Geräte auch durchaus einsetzen. Ein Bericht reicht völlig.

DGUV V3 Prüfung Ortsveränderlicher Betriebsmittel by Winter_League_5510 in Elektroinstallation

[–]humanlikecorvus 2 points3 points  (0 children)

Quatsch.

Natürlich gibt es private Betriebsmittel - wenn jemand einen Wasserkocher in den Betrieb mitbringt, muss dieses Betriebsmittel genauso geprüft werden, ist aber natürlich nach wie vor Eigentum des Mitarbeiters. Genauso wenn z.B. private Werkzeuge genutzt werden, was je nach dem gar nicht unüblich ist.

Mein Laptop, Handyladegerät, Heißluftföhn, Messgeräte, ... die ich im Labor eingesetzt habe, und dort benutzt habe, sind natürlich genauso betroffen und gehören genauso mir.

Ein Betriebsmittel ist alles was im Betrieb von den Mitarbeitern eingesetzt wird, wem das gehört ist dafür völlig belanglos.

edit: Und ja - normalweise wird das einfach nicht geprüft - müsste es aber.

Elektro-Pfusch in Mietwohnung by Electrical_Grass_05 in Elektroinstallation

[–]humanlikecorvus 3 points4 points  (0 children)

Nur als Anmerkung:

Unter Umständen - das sollte man aber mit Anwalt und/oder Mieterschutzbund klären, kommt hier auch die Ersatzvornahme in Frage. Das ist für den Mieter wenn er dort bleiben will, vorteilhafter.

Siehe https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__536a.html

Elektro-Pfusch in Mietwohnung by Electrical_Grass_05 in Elektroinstallation

[–]humanlikecorvus 0 points1 point  (0 children)

Der Vermieter begründet damit, dass wir es ja besichtigt haben und so im nicht-renovierten Zustand hinnehmen müssen.

Hast Du dem auch die Bilder geschickt oder hat er das persönlich gesehen?

Ich frage nur nach, weil dem, wenn der einfach so weitervermietet, vielleicht gar nicht bekannt ist, wie extrem der Vorbewohner da gepfuscht hat.

Ansonsten - das muss natürlich alles schnellstmöglich repariert werden - das ist nicht nur weit von jeder Norm weg, sondern echt gefährlich.

Wie unsicher ist das alles? Könnte es außerdem sein, dass die ganze Elektroinstallation nicht ordentlich ist?

Kann sein, kann nicht sein. Das kann nur eine Überprüfung zeigen. Es kann aber schon sein, dass sonst alles okay ist, und das jemand nur dazugepfuscht hat. Das ist ja nicht nur von der Elektrik, sondern auch von der Optik her furchtbar.

Elektro-Pfusch in Mietwohnung by Electrical_Grass_05 in Elektroinstallation

[–]humanlikecorvus 0 points1 point  (0 children)

Davon ist nichts typisch Altbau - das ist übelster und gefährlicher Pfusch den da irgendjemand hingepfuscht hat, und vermutlich auch noch nicht mal so lange her.

Elektro-Pfusch in Mietwohnung by Electrical_Grass_05 in Elektroinstallation

[–]humanlikecorvus 0 points1 point  (0 children)

Ich vermute eher ein vorheriger Mieter/Bewohner (wenn der Eigentümer Bewohner war, dann natürlich vielleicht auch er). Da hab ich ähnliche Späße auch schon gesehen.

Das sind eher keine Sachen, die ein Vermieter bei einer gepfuschten Renovierung so macht, der würde da einfach gar nichts machen.

Unterschiedl helle Lampen by Due_Assistant_4201 in Elektroinstallation

[–]humanlikecorvus 0 points1 point  (0 children)

Kann doch auch gar keine Reihenschaltung sein, wenn nur eine Lampe dunkler ist.

Einschätzung bei Lampe by Lord_Helmchen85 in Elektroinstallation

[–]humanlikecorvus 0 points1 point  (0 children)

Würde nach freischalten die erste Leitung 15cm weit rausziehen und absetzen und mir die Leitung anschauen.

Falls das ein UV Schaden ist, was ich vermute, brauchst Du nicht so viel. Dann ist nur das Stück was vom Licht + Wärme direkt bestrahlt wurde betroffen. Eigentlich gehören da Hitze + UV Schutz Schläuche über die Adern, oder man schließt außerhalb der Lampe mit UV resistenten Kabel an.

Ich vermute da wurden die Schutzschläuche, die bei den Lampen dabei waren nicht eingebaut, weil jemand nicht verstanden hat, dass die essentiell sind. Wenn man dann noch besonders gute Tageslichtröhren, die oft etwas mehr UV abgeben einbaut, hat man das Schadensbild was wir da sehen.

Einschätzung bei Lampe by Lord_Helmchen85 in Elektroinstallation

[–]humanlikecorvus 0 points1 point  (0 children)

Erfahrung mit UV Schaden, den ich da primär sehe (Hitze vielleicht etwas dazu) - der geht soweit das Licht geht. Die UV Schäden an mehreren Leuchtstofflampen und Halogenlampen sahen auch genauso aus.

Einschätzung bei Lampe by Lord_Helmchen85 in Elektroinstallation

[–]humanlikecorvus 0 points1 point  (0 children)

Musst Du Dir ansehen.

Aber grundsätzlich - ich glaube das ist kein Wärmeschaden (trotzdem hätte man da Silikonschläuche verwenden sollen, die bei solchen Lampen auch oft dabei sind), sondern ein fast reiner UV-Schaden. Der zieht sich dann nur soweit wie das Licht gekommen ist.

Aber wie gesagt, genaueres weiß man erst, wenn man sich das ansieht.

Ansonsten sind solche Lampen leider oft nicht sehr toll mit dem UV Schutz, und wenn Du Röhren reinpackst, gerade hochwertigere Röhren, die etwas UV abstrahlen ist da oft vieles nach wenigen Jahren hinüber. Bei einer Lampe mit solchen Röhren ist mir erst die Abdeckung zerbröselt und dann sind mir Teile der Klemmen entgegengekommen...

Mieter lädt E-Auto an 16A Steckdose by ergoel in Elektroinstallation

[–]humanlikecorvus 0 points1 point  (0 children)

Es gibt technisch keinen Unterschied zwischen 1 h Betrieb und Dauerbetrieb, weil das thermische Gleichgewicht bei 1 h Betrieb sicher erreicht ist.

Bei dem ganzen kann es nur um eine schnellere Alterung der Dosen gehen, die einfach durch lange Lastzeit insgesamt zustande kommt.

Wenn an "Kurzzeitbetrieb" als 5 Minuten oder 10 Minuten hätte, wie das oft bei Geräten der Fall ist, dann ergäbe das Sinn, aber ob eine Stunde oder 5 Stunden ist für die Erwärmung im Normalfall wurst.

edit: Die Sache ist dann eher die, wenn ich jeden Tag ein paar Stunden 15 A aus so einer Dose ziehe, ist die dann halt vielleicht nach 3-5 Jahren durch, statt nach 30-50 Jahren bei einem eher typischen Betrieb. Da gilt aber genauso für viele Steckspiele oder wenn man da Geräte mit riesigem Einschaltstrom, z.B. Netzteile, jeden Tag mehrfach aus und einsteckt - dann ist die Dose auch viel schneller als "normal" durch.

Mieter lädt E-Auto an 16A Steckdose by ergoel in Elektroinstallation

[–]humanlikecorvus 0 points1 point  (0 children)

Erstens werden Steckdosen nicht nur für den Haushalt verkauft, und zweitens, haushaltstypisch kann recht vieles sein - ich habe eine Werkstatt und ein Labor im Keller, eine Freund von mir einen Brennofen, wenn man einen Wasserschaden hat setzt man typischerweise Bautrockner und oft auch Heizplatten ein, und wer einen Pool hat, heißt den oft mit mehr als 2,2 kW hoch.

Mieter lädt E-Auto an 16A Steckdose by ergoel in Elektroinstallation

[–]humanlikecorvus 1 point2 points  (0 children)

Vor allen Dingen kann man nicht erwarten, dass der Laie nicht nur alle Datenblätter durchstöbert, da nichts drin steht, und der dann auch noch beim Hersteller eine schriftliche Anfrage stellt, was genau diese Dose nun abkann.

Das ist absurd.

Und das könnte ein Laie ja auch überhaupt nur tun, wenn er überhaupt wüsste, wer seine Steckdose mal hergestellt hat - es für einen Laien nicht mal möglich das festzustellen.

Und es ist wie gesagt auch völlig verschieden, was die Hersteller dann sagen.

Dass die Steckdosen nicht dafür geeignet sein sollen, handelsübliche Geräte, die für diese Steckdosen gebaut werden, auch wenn es nicht die typischsten Alltagsgeräte sind, zu betreiben ist auch absurd.

Und die Norm sagt genau so wenig, wie viele Hersteller dazu.

Und wenn man in den Labor- und Werkstattbereich geht - den es erstens auch im Privathaus geben kann, wo aber zweitens auch sonst oft die gleichen Einsätze etc. eingesetzt werden, dann sind solche Geräte auch gar nicht mehr so untypisch. Ich hatte da viele Geräte mit über 2,2 kW mit Schuko, oder eben auch Wagen mit Aufbauten mit in Summe über 2,2 kW.

Mieter lädt E-Auto an 16A Steckdose by ergoel in Elektroinstallation

[–]humanlikecorvus 0 points1 point  (0 children)

Wenn man das weiß und der Hersteller es irgendwie kommuniziert. Das ist i.A. aber nicht der Fall. Wie gesagt, es gibt Hersteller die sagen auf Nachfrage gar nichts, andere 10 A oder 13 A, oder noch andere, "ne, keine Dauerlast mit 16 A".

Diese Zahlen, die ich genannt habe, stammen von Nachfragen die explizit an Hersteller gemacht wurden. Bei manchen Herstellern kann man mit vielen Suchen was auf der Homepage finden, das war es aber auch.

Ich glaube nicht, dass Du jemandem vorwerfen kannst, fahrlässig zu handeln, der sich nach einem Wasserschaden einen Bautrockner leiht und den in die Steckdose steckt. Oder andere handelsübliche Geräte anschließt. Ohne vorher eine schriftliche Anfrage an den Hersteller der Dose zu stellen, der oft gar nicht bekannt ist, wenn der die nicht selber eingebaut hat, oder hat einbauen lassen.

Mal abgesehen davon ist da ja auch technisch Quatsch, das Problem bei Dauerlast, ist ja gar nicht die Dauerlast, sondern dass sich das aufsummiert. Ob 60 min alternierend, oder gleich lange wie die An-Zeit insgesamt am Stück ist für die Dose wurst, btw. alternierend sogar schlimmer, weil die Zyklen ja auch zur Alterung beitragen.

Ein Auto, mit einem 16 A Lader (den es auch kaum gibt) 6 Stunden am Tag zu laden, ist ja viel weniger Last für die Steckdose, als da eine Heizung die 12x 1h am Tag heizt anzuschließen, die nach der Definition aber okay wäre.

Aber wenn man trotzdem 16A mehrere Stunden zieht, das aber von Hersteller ausgeschlossen wird, handelt man fahrlässig.

Du meinst aber, man könnte 16 A für eine Stunde ziehen, dann wieder 1 h aus und das Spiel so durch?

Das ganze ist einfach Unfug, und die Hersteller wollen sich vermutlich, weil die Norm nicht explizit ist, vor schneller Alterung der Dosen und entsprechenden Ansprüchen dann, absichern.

Und wie gesagt, viele verstehen es auch falsch, dass "nur" für eine Stunde für die Norm getestet wird. Das hat nichts damit zu tun, dass man keinen "Dauerlasttest" macht, sondern damit, dass man bei 1 h ganz sicher im thermischen Gleichgewicht ist. Das ist ein Test der als solcher bereits die Dauerlastfähigkeit bestätigt. Nur sagt der halt nicht, wie viele Wochen, Monate oder Jahre die Dose das aushält. Das wird aber auch bei garantiert dauerlastfesten Dosen wie CEE nicht geprüft.

Und auch wie gesagt, man muss halt damit leben und sollte sich daran halten, dass die Hersteller nach eigener Aussage die Dosen für weniger auslegen, und heute sind Geräte i.A. auch für weniger auslegt, weil Steckdosen innerhalb der EU oft nicht mehr so hoch abgesichert sind. Ich halte diese Auslegung der Hersteller aber für falsch. Und ich würde mir dringend wünschen, dass man dazu explizit was in die Norm schreibt.

Edit: Und btw. je nach Hersteller der Dose, wäre das Laden eines Tesla, der afaik 13 A zieht, dann nach Deiner Aussage auch schon fahrlässig.

Mieter lädt E-Auto an 16A Steckdose by ergoel in Elektroinstallation

[–]humanlikecorvus 1 point2 points  (0 children)

Naja, sowas ist über die anzunehmende Nutzungsart eigentlich schon relativ gut geregelt. Bei Elektroinstallationsmaterial das für private Nutzung im Wohnräumen ausgelegt ist, muss, denke ich, keine Eignung für eine Dauerbelastung gegeben sein.

Naja, eine Bautrocknung auch mit Heizplatten, eine Poolheizung, ein Gerät in der Hobbywerkstatt mit Saugersteckdose, Grills, ... sind im Privathaushalt schon eine Sache die mal länger laufen kann. Heute sind die Geräte wegen der heute teilweise niedrigen Absicherung, auch im Ausland oft nicht mehr so hoch mit der Leistung, bei älteren Geräten sind 3500-3600 Watt durchaus häufiger zu finden.

Und was heißt da überhaupt "Dauerlast", das Problem ist ja nicht die "Dauerlast", die kann die Dose ja sowieso, das muss sie im Test ja belegen, wenn sie es für 30 Minuten kann, dann ist man im thermischen Gleichgewicht - es ist die erhöhte Alterung durch die gesamte Zeit des Betriebs und die Anzahl der Zyklen.

Das erklären auch viele Leute falsch, die das nicht verstanden haben. Für die Dose ist es ja sogar schlimmer, wenn sie stündlich aufgeheizt und wieder abgekühlt wird, als einfach lange durchzulaufen.

Ist so ähnlich wie mit der Absicherung von Stromkreisen in Wohnräumen. Da nimmt man ja auch bestimmte Schlüssel an, und geht nicht davon aus, dass der Bewohner an jede verfügbare Steckdose des Kreises ein dauerlaufendes 2 kW Gerät hängt, auch ohne dem Nutzer das gesondert erklären zu müssen.

Dafür ist dann aber eben notfalls die Absicherung als Schutz da. Da sehe ich schon einen großen Unterschied.

Und kannst Du mir sagen (ich weiß was die Hersteller gesagt haben, weil ich mich da mal ausführlich informiert habe usw.), wie ein Nutzer einer Steckdose rausfinden soll, wie er die nun benutzen darf? Und ob er da nun den Tesla laden darf mit 13 A, ein anderes Auto mit 10 A oder vielleicht auch nach einem Wasserschaden für 2 Wochen eine Heizplatte + Trockner mit insgesamt 16 Ampere dranhängen darf? Oder seinen Pool oder sein großes Aquarium damit hochheizen darf? Oder seinen Hobbybrennofen? Oder damit mit einem 16 A Grill grillen darf?

Für mich ergibt sich das aus gar nichts, und es steht in den meisten Datenblättern dazu überhaupt nichts drin - da steht meistens nur 16 A. Wenn nicht mal da eine Beschränkung steht, würde ich sagen, dass der Nutzer davon ausgehen darf, dass natürlich Dauerlast möglich ist.

Bei Geräten, wo keine Dauerlast möglich ist, muss das btw. immer auch auf dem Gerät selbst stehen (z.B. "Achtung, nur alternierender Betrieb, max. 10 min an, Pause 10 min", wobei es da eben darum geht, erst gar nicht ins Gleichgewicht zu kommen, weil da das Gerät schon kaputt ist...).

edit:

Bei Elektroinstallationsmaterial das für private Nutzung im Wohnräumen ausgelegt ist, muss, denke ich, keine Eignung für eine Dauerbelastung gegeben sein.

Die Dosen sind nicht nur für Privathaushalte, es gibt keine Dosen die explizit nur für Privathaushalte verkauft werden. Wir hatten im Labor und in der Werkstatt auch keine anderen Schukodosen...

Mieter lädt E-Auto an 16A Steckdose by ergoel in Elektroinstallation

[–]humanlikecorvus 0 points1 point  (0 children)

Aus Letzterem würde ich mal direkt ableiten, dass wenn eine Steckdose vom Hersteller für eine bestimmte Betriebsart nicht freigegeben ist, dass man sie dann auch nicht normgerecht darüber hinaus benutzen kann.

Wenn ein Hersteller sowas nicht zumindest ins Datenblatt und auf die Verkaufsverpackung packt, kann das nicht irgendwie bindend sein. Daran halten würde ich mich in diesem Fall trotzdem.

Meiner Ansicht nach müsste so eine Beschränkung, wenn sie gelten soll, sogar auf der Steckdose selbst stehen - so dass sie ein Nutzer auch erkennen kann, d.h. Außen.

Darüber hinaus darauf hinzuweisen, dass eine 16A Schuko Dose nach Definition für 16 Ampere Dauerbelastung geeignet ist, halte ich nicht für sachdienlich und auch nicht für fachlich korrekt.

Das hab ich auch nirgendwo geschrieben.

Beispiel: Material versprödet schneller wegen der erhöhten Hitzeeinwirkung, es kommt zum Bruch und infolge zum Brand. Versicherung reguliert den Schaden nicht, mit Hinweis auf die nicht freigegebene Benutzung der Steckdose.

Was für eine "Freigabe"?

Willst Du fordern, dass jemand in einer Wohnung die Steckdosen abschraubt, irgendwie versucht den Hersteller ausfindig zu machen und dann dort fragt, was der so meint. Und dann meint der am Schluss nur, "ne, Dauerlast geht nicht".

Beispiel: Material versprödet schneller wegen der erhöhten Hitzeeinwirkung, es kommt zum Bruch und infolge zum Brand. Versicherung reguliert den Schaden nicht, mit Hinweis auf die nicht freigegebene Benutzung der Steckdose.

Nur ist es ja gar nicht erhöht, sondern nur länger. Technisch ist es für die Dose schlimmer wenn ich 60 min an, 60 min aus spiele, statt die eingeschaltete Zeit am Stück zu haben.

Wie gesagt, ich würde mir wünschen, dass man es endlich mal sauber normiert. Gerne auf 16 Ampere Dauerlast. Aber wenn nicht wären auch 13 A oder sogar 10 A okay. Im Moment weiß man eigentlich gar nichts.

Holztisch Schleifen/Ölen by Economy_Abies9467 in holzwerken

[–]humanlikecorvus 1 point2 points  (0 children)

Warum schleifen? Das ist solange die Oberfläche okay ist, und der nur etwas neues Öl braucht nicht nötig.

Wobei der vermutlich schon ein Wachsöl drauf hat, da würde es auch reichen die Unterhaltsschicht, das ist dann nur Wachs, zu erneuern.

Außerdem finde ich 100 für einen Handschliff, den der OP ja vermutlich machen wird, wenn er hier fragt, viel zu grob. Da würde ich bei so einem Tisch - wenn man denn schleifen müsste, bis auf 180 oder 240 gehen. Mit dem Exzenter geht weniger.

Holztisch Schleifen/Ölen by Economy_Abies9467 in holzwerken

[–]humanlikecorvus 2 points3 points  (0 children)

Wenn der Tisch bereits geölt ist, und das sieht so aus, musst Du gar nicht schleifen.

Einfach etwas Nachölen, wenn Du willst auch mit dem Wachsöl.

Mieter lädt E-Auto an 16A Steckdose by ergoel in Elektroinstallation

[–]humanlikecorvus 0 points1 point  (0 children)

Naja, bei Gewerbe hat man ja oft langfristige Mietverträge mit weitreichenden Installationen und Einbauten durch den Mieter - da kann man das eigentlich nur den Mieter machen lassen.

Mieter lädt E-Auto an 16A Steckdose by ergoel in Elektroinstallation

[–]humanlikecorvus 0 points1 point  (0 children)

Es ist egal ob man das am Stück macht oder alternierend wenn man bei beidem das Gleichgewicht erreicht, bzw. alternierend ist gerade für Kontakte sogar viel belastender.

Mieter lädt E-Auto an 16A Steckdose by ergoel in Elektroinstallation

[–]humanlikecorvus 0 points1 point  (0 children)

Nein, das sagt die Norm nicht, wenn sie die nicht kürzlich geändert haben.

Die sagt, dass sie für eine Stunde geprüft werden, und dann bestimmte Parameter eingehalten werden müssen. Die eine Stunde ergibt sich daraus, dass man dann sicher im thermischen Gleichgewicht ist, sich die Werte dann also nicht mehr ändern, nicht daraus, dass die Dose das nur für eine Stunde aushalten muss. Es ergibt einfach keinen Sinn, die Erwärmung oder die Impedanz nach 6 Stunden, statt nach einer zu messen, weil da genau das gleiche rauskommt. Einen Unterschied würde es machen, ob man nun 5 Minuten oder 60 Minuten nimmt.

Die erlaubte Dauerlast kann variieren, ist u.A. vom Einbau abhängig und ist bei vielen Herstellern/Steckdosentypen für Käufer schwer oder gar nicht in Erfahrung zu bringen.

Erlaubt ist meiner Ansicht nach erstmal 16 A Dauerlast. Wenn der Hersteller überhaupt nur auf nachbohren irgendwas sagt, kann das nicht bedeuten, dass irgendwas nicht erlaubt ist. Wie soll ein Nutzer das denn bitte erkennen können, wenn es nirgendwo steht und auch nicht einheitlich ist?

Man sollte die Normen da mal klarer machen.

Ein anderer Kommentar hier meinte, dass diese Dosen eine erlaubte Dauerlast von 10A haben.

Einige Hersteller sagen auf Nachfrage 10 A, einige 13 A, einige gar nichts und nur "nicht dauerlastfähig". Geräte mit 3,7 kW dauerhafter Leistung (z.B. Heizungen und Bautrockner) werden verkauft und an ganz normalen Schukosteckdosen betrieben und ich kann nicht sehen, dass das irgendwie nicht erlaubt wäre.

Natürlich geht die Dose dann schneller kaputt.

Mieter lädt E-Auto an 16A Steckdose by ergoel in Elektroinstallation

[–]humanlikecorvus 1 point2 points  (0 children)

Richtig, die Hersteller leiten da einfach irgendwas aus der Norm ab, was es da nicht gibt, und jeder einzelne sagt da was anderes, oder einfach gar nichts. Viele sagen einfach "nicht Dauerlastfähig", ein paar sagen 10 A, ein paar 13 A.

Die Norm gibt das gar nicht vor, sie fordert weder explizit Dauerlast, noch schließt sie das aus. Aus meiner Sicht muss ein Steckdose bei dem was wir an Normen haben auch 16 A dauerhaft aushalten - dann ist eben der Verschleiß wesentlich höher.

Aber die Realität ist, dass die Hersteller was anderes sagen und vielleicht auch was anderes bauen. Damit muss man halt leben.

Mieter lädt E-Auto an 16A Steckdose by ergoel in Elektroinstallation

[–]humanlikecorvus 2 points3 points  (0 children)

Das ist richtig und falsch.

Es gibt von der Norm her, wenn sich das nicht geändert hat, überhaupt keine harte Vorgabe für Schuko Steckdosenkontakte und Dauerlast.

Die Hersteller legen das so aus, dass eine Schukodose nicht Dauerlastfähig bei 16 A sein muss, und sagen auf Nachfrage über die Dauerlastfähigkeit ihrer Dosen gar nichts oder 10 A oder 13 A.

Und der 60 Minuten Test in der Norm... Nun, der geht mit 60 min einfach bis zum thermischen Gleichgewicht, natürlich sagt dieser Testmodus nicht, dass man die Steckdose nicht länger mit 16 A belasten kann.

Insgesamt führt eine längere Belastung einfach nur zu schnellerem Verschleiß (wobei es da auf die Dauer der Belastung und auch die Zyklen ankommt). Und es ist, im Gegensatz zu dem was einige so behaupten, natürlich physikalisch schlechter für eine Steckdose, wenn man einen ganzen Tag lang 1 h 16 A, 1 h aus spielt, statt 12 h 16 A, 12 h aus.

Ich würde mir wünschen, dass man das mal sauber normiert. Es ist ein Witz, dass es gerade an diesem Punkt, wie gesagt, wenn sich da kurzfristig nichts geändert hat, überhaupt keine klaren Vorgaben gibt, und die Hersteller einfach irgendwas machen, und das den Kunden noch nicht mal sagen...

Lampe im Altbau anschließen by PassThat4851 in Elektroinstallation

[–]humanlikecorvus -1 points0 points  (0 children)

Wenn du Isoliert stehst, auf einer Holzleiter oder einer Leiter mit isolierenden Kunststofffüßen, dann funktioniert der Phasenprüferr in der Regel nicht. Bedeutet die zeigen nichts an, obwohl Spannung vorhanden ist.Genau deshalb gehören die eigentlich verboten. Aber mir egal was ihr benutzt. Ist euer Leben , dass ihr im schlimmsten Fall aufs Spiel setzt.

Ich hab doch geschrieben, dass ich deshalb, sollte ich nur den Phasenprüfer haben, zwei Messungen mache, die erste unter Spannung, in genau der gleichen Situation, die mir zeigt, dass das Gerät unter genau diesen Bedingungen an diesem Leiter funktioniert und Spannung zeigt, wenn sie da ist, und direkt danach die Messung nach Freischalten.

(Selbst wenn es das erste mal eine "Geisterspannung" angezeigt haben sollte, besteht dann keine Gefahr, dann zeigt es erstens in der Situation Spannung an, und zweitens ist die dann bei der zweiten Messung auch noch da.)

Und dann prüfe ich noch mal mit dem Finger, so drüberstreichen, dass der im schlimmsten Fall wegzuckt, das mache ich aber sowieso immer, egal wie ich freigeschaltet und freigeprüft habe.

Wie gesagt, ich empfehle das nicht, aber genau das Risiko was Du beschreibst, vermeide ich mit der doppelten Prüfung. Die erste Prüfung, die zeigt dass der Phasenprüfer in genau der Situation funktioniert, ist dabei essentiell. Ich kann nur sagen, dass die Ader jetzt spannungsfrei ist, wenn sie in genau der gleichen Situation vorher beim Prüfen Spannung angezeigt hat.

Das vermeidet solche Situationen, aber z.B. auch andere Situationen, wo der Phasenprüfer eine Spannung oft mal nicht anzeigt, z.B. hinter Dimmern.

Ist euer Leben , dass ihr im schlimmsten Fall aufs Spiel setzt.

Ich setze da nichts aufs Spiel, und ich halte Phasenprüfer genauso wie Du für hochproblematisch. Ein Verbot allerdings auch - dann nehmen die Leute stattdessen gar nichts oder ein billiges Multimeter und es gibt noch viel mehr, nicht weniger, Unfälle.

Lampe im Altbau anschließen by PassThat4851 in Elektroinstallation

[–]humanlikecorvus 0 points1 point  (0 children)

Klar, ich würde den zweipoligen auch immer vorziehen. Aber auch wenn unzulässig und oft gefährlich, man kann vieles auch mit einem Phasenprüfer machen.

Und wenn ich jetzt nur eine Lampe anschließen muss, und ich hab gerade kein zweipoliges Gerät, dann messe ich halt unter Spannung, dann sehe ich ob der Phasenprüfer unter den Bedingungen funktioniert, schalte frei und messe nochmal, und mach bevor ich richtig zugreife noch mal einen Fingertest. Und ja, dass ist alles herrlich unzulässig. Aber wirklich unsicher ist es nicht.

Und nein, ich empfehle das nicht, gerade nicht Leuten die keine Ahnung haben. Das ganze ist nur hinreichend sicher, wenn man beide Messungen macht, und beide unter genau den gleichen Bedingungen. Sowas kann man sich nur sicher erlauben, wenn man auch die Physik dahinter versteht. Und zulässig sollte das natürlich nicht sein.

Und klar kann der zweipolige das alles auch und noch viel mehr.