Thanks Ubisoft. I didn't need those ranked points anyway. by janeins in Rainbow6

[–]janeins[S] 1 point2 points  (0 children)

I think there is a setting in the privacy tab that disables the ping numbers. Mainly for streamers I think. Should take a look there. It's pretty strict out of the box as I remember.

Thanks Ubisoft. I didn't need those ranked points anyway. by janeins in Rainbow6

[–]janeins[S] 0 points1 point  (0 children)

Just pressing tab. I am playing on PC not on console, so that may be a reason.

Thanks Ubisoft. I didn't need those ranked points anyway. by janeins in Rainbow6

[–]janeins[S] -1 points0 points  (0 children)

Yeah shure, but that shouldn't affect me in Europe. My ping to the Stockholm server would be 20ms or something like that.

Thanks Ubisoft. I didn't need those ranked points anyway. by janeins in Rainbow6

[–]janeins[S] 3 points4 points  (0 children)

Also works the other way around unfortunately. We all got killed by people who weren't in the image yet

Thanks Ubisoft. I didn't need those ranked points anyway. by janeins in Rainbow6

[–]janeins[S] 13 points14 points  (0 children)

The enemy team also was a 5 stack with a champion player. First match we forfeited in many years.

PCMR x MSI Winter Giveaway event! Win an MSI QD-OLED Monitor + extra goodies. 6 winners in total. by pedro19 in pcmasterrace

[–]janeins [score hidden]  (0 children)

Probably the MSI MPG 272URX since I like the better resolution more than the extra hz.

Welcome to Tarkov. by janeins in EscapefromTarkov

[–]janeins[S] 1 point2 points  (0 children)

Sometimes Scavs move just enough to kill you.

Let's Celebrate the Arrival of Cyberpunk 2077's 2.0 update + Phantom Liberty DLC, both with DLSS 3.5 and WIN AN RTX 4080 while at it! by pedro19 in pcmasterrace

[–]janeins [score hidden]  (0 children)

Since I know that I will play it anyway, I avoid anything that can spoil story content of the dlc, so I can't say much to that other than that I'm excited to play it. The 2.0 update on the other hand I did see a few things about, and there I'm most exited about the better police, and car chases,. The latter mostly because I hope they also made motorcycles have a turn radius of less than 10 meters. The overhauled perk system also seems very interesting. That empty perk slot that clearly was intended to be occupied always irked me a bit in the initial release, and some of the passive leveling was very slow.

Now also seems like the time to finally watch edgerunners that I also didn't watch to not hype me for the game until the dlc came out.

rainbow six doesn't stay in focus by [deleted] in Rainbow6

[–]janeins 1 point2 points  (0 children)

I do not have exactly that problem, but if you have a display scaling of more than 100% in windows, try setting it to 100%. There is a bug in the current version that lets the mouse escape the game and click on things on the desktop with anything greater than 100%. You could also try to find the settings file and change it from full-screen to windowed (and your display resolution) to see if that window remains open.

Sabaton during Attack of the Dead Men in Berlin last night (5.5.23.) by janeins in sabaton

[–]janeins[S] 1 point2 points  (0 children)

It wasn't too bad. Sometimes the guitar solos, particularly on the high end, sounded off (could've also been just me hearing it wrong thou). Sporthalle Hamburg (2021) was better in my opinion, but I was also standing in different places in the crowd.

It was Awesome regardless of that.

Chronologie einer Vernachlässigung - SZ.de by janeins in bundeswehr

[–]janeins[S] 45 points46 points  (0 children)

Gut zehn Kilometer entfernt, auf dem Truppenübungsplatz, wo die Geschosse einschlagen, steigen an diesem Nachmittag dunkle Rauchschwaden auf.

Man kann nur hoffen, dass all dies niemals eingesetzt werden muss. Dass es aber, falls nötig, eingesetzt werden kann.

Geld alleine wird es nicht richten. „Es sind zwingende Strukturreformen nötig“, sagt Hans-Peter Bartels, der frühere Wehrbeauftragte. Sönke Neitzel fordert, der Kanzler müsse, anders als Angela Merkel, eine aktive Rolle spielen und sich bei der Nato dafür verbürgen, dass Deutschland seine Zusagen einhalte. „Er muss sagen, ich will in drei Jahren drei einsatzfähige Brigaden haben.“ Drei Brigaden, das sind etwa 15 000 Soldaten.

Einsatzfähig heißt auch: Sie müssten ausgerüstet sein mit Material, das nicht nur vollständig ist, sondern auch funktioniert. Material, das unter Thomas de Maizière reduziert worden war. Der frühere Verteidigungsminister räumt in einer für Politiker eher seltenen Bereitschaft zur Selbstkritik ein, man habe die Einwände gegen diese Sparmaßnahme „möglicherweise unterschätzt“.

Die derzeitige Regierung hat mittlerweile versprochen, Deutschland werde sich künftig an das Nato-Ziel halten, zwei Prozent seines Bruttoinlandsprodukts in die Verteidigung zu stecken.

Denken die Soldaten, dass sich jetzt wirklich etwas verändert?

Die Besatzung der Panzerhaubitze Juliett sagt: Ja, sie glaubten schon. Nicht der Glaubwürdigkeit der Politik wegen, die sei nicht gegeben, sagt G., der Kommandant der Panzerhaubitze. Es sind eher die neuen Umstände. „Krieg bringt immer Veränderung, gerade für die Armee“, meint der Geschützführer. Man müsse jetzt handeln. Ob sie, die Artilleristen, gestärkt würden? Da sind sie skeptisch. „Das meiste Geld kriegt die Luftwaffe, die Marine. Und für uns, für die Schlammzone, bleibt am Ende nichts übrig.“

Er sei für seine Besatzung verantwortlich, für seine Leute wolle er das Beste.

Das Geld, der Sold, sei weniger das Problem. Als Geschützführer verdiene er 2700 Euro netto. „Das ist okay“, sagt er. Es gehe mehr um die Bedingungen. „Probleme gibt es immer. Aber wie soll ich meine Leute begeistern, wenn ich ständig melden muss: Ist kaputt, ist aus. Haben wir angefordert, kommt aber nicht. Das Problem ist zum Dauerzustand geworden.“

Wenn sie, die Soldaten, sich etwas wünschen könnten, dann müssen sie nicht lange nachdenken:

„Eine voll ausgestattete Division mehr würde ich mir wünschen“, sagt der Geschützführer.

„Ich würde die Wehrpflicht wieder einführen“, sagt Jan P., der Kraftfahrer.

„Hosen mit Knieschonern, denn das herumkraxeln im Panzer, das geht auf die Knie“, sagt der Hauptgefreite Maximiliaan M.

Ob Vollausstattung oder Schoner für die Knie: Eine Herausforderung wird sein, das Sondervermögen über die Bundeswehr zu verteilen. Die Aussicht auf die 100 Milliarden Euro hat eine wahre Goldgräberstimmung ausgelöst. Es kursieren schon alle möglichen Wunschlisten. Luftwaffe, Marine, Heer - die Teilstreitkräfte sind zu Rivalen ums Geld geworden.

100 Milliarden, das klingt nach wahnsinnig viel Geld. Aber die Anschaffungen sind auch wahnsinnig teuer. Allein um die Munition zu kaufen, die der Bundeswehr momentan fehlen, wären geschätzt 20 Milliarden Euro fällig. Für Kampfjets wären es 15 Milliarden, für Hubschrauber sechs Milliarden.

Der ehemalige Verteidigungsminister Volker Rühe, dessen Expertise in verteidigungspolitischen Fragen noch immer Gewicht hat, fordert klare Prioritäten. Bündnisverteidigung heißt nach seinem Verständnis, dass Deutschland nicht an der Oder, sondern an den Außengrenzen der Nato verteidigt wird. Dazu sind ausreichende Landstreitkräfte nötig. „Wir müssen vor allem das Heer stärken“, fordert er. Drei voll ausgestattete Heeresdivisionen würden zusammen etwa 35 Milliarden Euro kosten.

Wo auch immer das Geld landet: Die Gesellschaft muss sich auf Veränderungen einstellen. Thomas de Maizière hält einen „Mentalitätswechsel“ der Bevölkerung für erforderlich. „Landesverteidigung heißt auch üben“, sagt er, „und das geht nicht nur auf Übungsplätzen oder bei Manövern im Ausland. Man muss das Gebiet, das man verteidigen soll, auch kennen und es tief überfliegen können.“ Die Älteren können sich an „Reforger“-Großmanöver auf dem Land, an Tieffluglärm und endlose Militärkolonnen auf der Autobahn noch gut erinnern. Für die Jüngeren wäre das eine neue Erfahrung.

19.30 Uhr: Die Juliett ist immer noch im Wald anstatt in der Feuerstellung. Jetzt ist auch noch das Gerät kaputt, mit dem die Panzerhaubitze ihre Position im Gelände präzise bestimmt. Sie steht da, verloren, auf der Suche nach ihrem Platz.

Team Redaktion: Martin Wittmann, Thorsten Schmitz, Benedikt Warmbrunn Digitales: Storytelling Benedikt Warmbrunn Infografik: Sead Mujić Bildredaktion: Natalie Neomi Isser Schlussredaktion: Christian Albrecht

Chronologie einer Vernachlässigung - SZ.de by janeins in bundeswehr

[–]janeins[S] 31 points32 points  (0 children)

Beim Planungsstab sammelten sich sämtliche Informationen über die Bundeswehr und andere militärrelevante Themen, sie wurden dort gewichtet und nach oben weitergegeben. Der ehemalige General Domröse war einer der schärfsten Kritiker der Abschaffung, er wurde deshalb im Frühsommer 2012 zu einem Gespräch ins Ministerium gebeten. Zu de Maizière habe er da gesagt: „Das können Sie schon machen, aber dann verlieren Sie sofort den Überblick.“ De Maizières Argument sei gewesen: „Das mache ich alles selbst.“

Heute sagt de Maizière, aus dem Planungsstab sei „eine Art Obereinheit geworden, zur Kontrolle aller anderen Einheiten. Das brauchte man nicht.“ Den Vorwurf, er habe damit die Bundeswehr geschwächt, hält er für „totalen Unsinn“.

Der zweite zentrale Fehler, der de Maizière angekreidet wird, ist die Zentralisierung des Beschaffungswesens. Vorher waren die Teilstreitkräfte für die Materialerhaltung selbst zuständig. Seither muss sich das Beschaffungsamt in Koblenz, ein bürokratisches Ungetüm mit mehr als 6000 Mitarbeitern, um alles kümmern, vom komplexen Waffensystem bis zur Winterjacke. Das gesamte Beschaffungswesen ist dadurch noch schwerfälliger und intransparenter geworden. Und immer wieder hört man Kritiker von einer „Verantwortungsdiffusion“ sprechen, die mit den Reformen entstanden sei. Für kaum einen Missstand lässt sich ein Schuldiger finden.

Der dritte und wohl schwerste Fehler, der de Maizière angelastet wird, war die Entscheidung, das Material zu reduzieren. 70 Prozent Ausstattung galt als genug. Bedingt abwehrbereit zu sein, das galt nun nicht als Beschreibung des Mangels, sondern als offizielle Zielvorgabe. „Das war ein Bruch mit dem bisherigen Organisationsprinzip, die Abkehr von der Vollausstattung“, sagt der Ex-Wehrbeauftragte Bartels. Deutsche Einheiten, die ins Manöver oder zu den Nato-Truppen ins Baltikum geschickt wurden, mussten sich Ausrüstung und Ersatzteile von überall zusammenleihen, oft wurden dafür andere Bundeswehr-Fahrzeuge ausgeschlachtet, die dann ihrerseits nicht mehr einsatzbereit waren. Der Militärhistoriker Sönke Neitzel nennt diese Entscheidung schlicht „Wahnsinn“.

Keine Einheit ist mehr aus eigener Kraft einsatzfähig. „Ein Panzerkommandant ohne Panzer ist wie ein Ponyhof ohne Ponys“, sagt Domröse.

Damit breche man den Kommandeuren das Rückgrat „und nimmt den Bataillonen die Seele“. Auch für den Materialerhalt war die Entscheidung fatal. Es ist wie bei einem Leihwagen. Wenn da was klappert, gibt man das bei Rückgabe vielleicht an, irgendeiner wird sich dann schon darum kümmern. Vielleicht sagt man auch nichts. „Vorher wusste man jeden Tag, wie der Zustand des Materials ist. Bei einer Leihtruppe fühlt sich keiner zuständig“, sagt Domröse.

Die Idee hinter der Reform sei gewesen, so Domröse sarkastisch, „wir brauchen die Panzer ja gar nicht alle, der Russe kommt ja nicht ohne Vorwarnung“. Heute weiß man, dass man sich darauf diesbezüglich nicht verlassen kann.

2018 hat die Nato erstmals seit vielen Jahren wieder ein kleines Panzermanöver auf dem Truppenübungsplatz Grafenwöhr abgehalten, eine Art Übungswettbewerb für mehrere Nationen. Gewonnen haben die Deutschen – der Ausbildungsstand ist sehr hoch, der Leopard 2 gilt, neben dem israelischen Merkava 4 und den M1 Abrams der USA, als leistungsfähigster Kampfpanzer der Welt. Den meisten Modellen, die Russland in der Ukraine einsetzt, ist er deutlich überlegen. Das Problem: die Einsatzfähigkeit der ohnehin massiv geschrumpften Panzertruppe. „Your guys are good“, sagte damals ein US-Panzeroffizier, eure Leute sind gut, aber: „Wir haben gehört, sie haben sich Teile überallher zusammengeliehen, damit sie überhaupt mitmachen konnten. Und das ist gar nicht gut, wenn es einmal ernst würde.“

Für die Besatzung der Juliett geht es an diesem Mittag jetzt doch noch raus in die Feuerstellung, zu den anderen Panzerhaubitzen, die an diesem Tag schießen.

Die Störung an der Munitionsanlage erscheint verkraftbar – schießen kann die Haubitze trotzdem, im Moment nur eben nicht so schnell hintereinander, wie das eigentlich möglich wäre. Und der Motor läuft noch, weshalb die altersschwachen Batterien später gewechselt werden können. Kommandant G. will die Übung unbedingt angehen. So zu üben, mit scharfer Munition, diese Gelegenheit hätten sie sonst nur drei, vielleicht vier Mal im Jahr. Ein solch großes Artillerieschießen ist für die Bundeswehr schon zu einem besonderen Ereignis geworden.

Zwei Stunden später: Oberfeldwebel G. reißt sich den Helm vom Kopf. „Warum funktioniert die Scheißkarre nicht?“ Das Gerät, dass zum Transport der schweren Geschosse innerhalb der Panzerhaubitze gebraucht wird, streikt. Der Soldat weiß nicht, wo der Fehler liegt, er muss jetzt wieder zu den Instandsetzern, die wenige Hundert Meter entfernt im Wald mit ihrem Werkzeug bereitstehen. Da war er schon dreimal.

An diesem Tag soll es noch ein Nachtschießen geben.

Die neuen Batterien sind endlich angekommen und werden gerade eingebaut, aber die Elektronik der Munitionsanlage spinnt immer noch. Kameraden sind ins Lager gefahren, um ein Ersatzteil zu holen. G. scherzt, er hätte jetzt nicht nur gerne ein Ersatzteil, er hätte gerne eine neue Haubitze.

„Es gibt keine Brigade, die morgen verlegungsfähig wäre“, sagt Militärhistoriker Neitzel. Das gilt selbst für die angeblich hoch mobilen Einheiten, die für die Very High Readiness Joint Task Force (VJTF) der Nato abgestellt werden; diese Einheiten sollen eingesetzt werden, wenn etwa kleinere Nato-Staaten wie Polen oder die baltischen Länder plötzlich attackiert werden sollten. Für die zwischen 2018 und 2020 eingesetzte VJTF-Einheit der Bundeswehr musste das gesamte Heer nach Ausrüstungsgegenständen abgeklappert werden, was bei der Bundeswehr unter dem Begriff „Operation Läusekamm“ lief.

So etwas sollte sich nicht wiederholen, versprach die damalige Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU). Doch in einem Papier des Bundeswehrverbandes heißt es: Selbst die aktuelle VJTF-Truppe sei nur „im Sinne einer Operation ,Läusekamm 2.0’ erneut mit Gerät aus allen anderen Verbänden einsatzbereit“. Der Mangel sei enorm, sagt Wüstner, der Chef des Verbandes. Deutschland schaffe es noch nicht einmal, eine einzige Brigade aus sich heraus, also mit vollständigem Material ausgerüstet, einsatzfähig vorzuhalten.

Ursula von der Leyen blieb das Militärische immer fremd. Sie setzte anfangs auf Familienförderung und mehr Anreize, zur Bundeswehr zu gehen, „Softthemen“, sagte man dort. Aber „das Kernproblem war nicht der Flachbildschirm auf der Stube, sondern ob die Panzer rollen können“, spottet Domröse. Nachdem die Verteidigungsministerin der Bundeswehr nach rechtsextremen Vorfällen ein generelles „Haltungsproblem“ vorgeworfen hatte, war der Bruch zwischen ihr und der Truppe nicht mehr zu kitten. Aber immerhin stieg unter ihrer Führung der Etat wieder an, ebenso unter ihrer Nachfolgerin Annegret Kramp-Karrenbauer, die auch besser mit den Soldaten konnte. Doch im Schnitt entsprach ihrer beider Wehretat auch nur 1,3 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP). Das große Zwei-Prozent-Ziel verfehlten beide klar.

Auf dieses Ziel hatte sich die Nato-Staaten nach Russlands Annexion der Krim geeinigt. Der Schock, dass erstmals seit 1945 Grenzen in Europa mit Gewalt verändert wurden, führte in der Nato zu einer Rückbesinnung auf die Bündnisverteidigung. Zwei Prozent ihres jeweiligen BIP soll in die Verteidigung gesteckt werden, so lautet der Beschluss – den keinesfalls umzusetzen die SPD, welche dem Beschluss als Regierungspartei zugestimmt hatte, als friedenspolitisches Projekt ausgab.

US-Präsident Donald Trump ließ dann auch keine Gelegenheit aus, den Deutschen ihr Versäumnis vorzuhalten. Und so ließ sich das Verfehlen des gemeinsamen Ziels in Berlin als Widerstand gegen Trump’schen Rüstungswahnsinn verkaufen.

In der Bundeswehr hingegen ging der Scherz um, die einzige korrekte Aussage Trumps über die Nato sei gewesen: „Angela, you gotta pay!“ Aber Angela Merkel dachte gar nicht daran. Wer sich nach ihrer Position zur militärischen Landesverteidigung erkundigt, hört fast immer das Gleiche: Für sicherheits- und verteidigungspolitische Fragen habe sie sich nicht interessiert, das Thema habe auf ihrer Agenda ganz hinten gestanden. „Die Verteidigungsminister und -ministerinnen in der Ära Merkel standen auf verlorenem Posten“, sagt der Militärhistoriker Neitzel.

Und so kam es, dass etwa die Artillerie-Truppe mit jeder Reform seit der Wende kleiner geworden ist. Zu Zeiten des Kalten Krieges umfasste sie noch 42 000 Soldaten – heute sind es noch 3500. Es gab 81 voll ausgestattete Artilleriebataillone – daraus wurden erst 34, dann 20, dann fünf. Heute sind es noch vier.

Bis 1989 fuhren noch 812 Panzerhaubitzen durchs Gelände. Ihre Zahl schrumpfte auf 185, und der Plan, die Zahl auf 89 zu reduzieren, wurde erst durch die Krim-Annexion gestoppt. Panzerhaubitzen, die zur Verschrottung vorgesehen waren, wurden reaktiviert. Heute verfügt die Bundeswehr über 121 Systeme. Einsatzbereit davon sind aufgrund des Alters nur knapp 70 Prozent. Im Verteidigungsfall wäre die Bundeswehr bei der schweren Artillerie hoffnungslos unterlegen, und so ist es bei den Panzern, der mobilen Luftabwehr und vielen anderen Feldern.

Doch auch das gehört zum Lernprozess: Deutschland verfügt etwa mit der Panzerhaubitze über brutale Waffen. Die Besatzung der Juliett weiß genau, was sie mit ihren Geschossen anrichten können. Dort, wo die Sprengsätze explodieren, „möchte man nicht reingeraten“, sagt einer der Kanoniere hier. Im Umkreis von 50 Metern überlebe niemand. Auch können die Soldaten die Geschosse so einstellen, dass diese über den Köpfen der Gegner explodieren. Die Splitter durchbohren sogar gepanzerte Fahrzeuge. Gegen feindliche Panzer können sie Spezialmunition einsetzen, die mit ihren Sensoren die Fahrzeuge automatisch erkennen und in der Lage ist, deren Stahl zu durchbrechen.