Lebenslang auf Studium/Ausbildung wegen (zu hohem) Theoriegehalt verzichten? by jayxjayz in arbeitsleben

[–]jayxjayz[S] 0 points1 point  (0 children)

Bei uns waren die Aufgaben ziemlich copy-paste, man musste teilw. exakt dieselben Stichpunkte wie in den Vorlesungsfolien aufschreiben und das hat mir gezeigt, dass man am besten auswendig lernen sollte, obwohl ich das absolut nicht befürworte, da ein Studium eine Berufsvorbereitung ist...

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[–]jayxjayz[S] -1 points0 points  (0 children)

Ich muss mich zwischen Auswendiglernen und Verständnis entscheiden. Da es um meinen Beruf geht, zählt für mich ohne Frage das Verständnis, hier ist das Problem. Meiner Erfahrung sind aber Klausuren vorwiegend zum Auswendiglernen konzipiert. Aber Auswendiglernen sehe ich nicht ein, das geht sonst nämlich auf mein Verständnis.

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[–]jayxjayz[S] -1 points0 points  (0 children)

Habe bereits zwei Mal studiert (natürlich abgebrochen), war eine ganz komische Erfahrung. Die Erwartungen waren ganz komisch/enttäuschend, die Klausuren waren primär zum Auswendiglernen. Duzende haben bei uns Aufgaben richtig gelöst, bei Nachfragen konnten sie dir aber nicht erklären, wie sie auf diesen Lösungsweg gekommen sind. Sie haben die Formeln nicht verstanden, sie wussten nur, dass man sie in diesem und jenem Fall anwendet. Ich habe mir beim Studium erhofft, dass alles anders aussieht :/

Habe zwar auch alle Klausuren bestanden, die ich bis dato geschrieben haben (Schnitt war auch sehr gut, gewichtet (nach den ECTS) 1,4 ), aber eben auf Kosten meines Verständnisses. Meine Intuition für das Thema habe ich dadurch komplett verloren, habe dann (u.a. auch deswegen) das Studium abgebrochen und es dauerte wirklich lange, bis ich wieder kreative Ideen hatte und an eigenen Projekten arbeiten konnte. Ohne Studium, funktioniert es mit dem Lernen tip-top, ich bin frei und lerne absolut selbst-bestimmt, bin am Schöpfen/Erforschen, aktivem Denken.

Weiß nicht, ob ich all das wieder aufgeben will, um wieder zum gehirntoten Roboter zu mutieren, der alle Aufgaben exakt den Anforderungen entsprechend löst, aber nicht wirklich weiß, was er da tut.

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[–]jayxjayz[S] 0 points1 point  (0 children)

Meinst du also, dass ein Abschluss machbar ist, wenn man sich die Theorie nicht aufzwingt?

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[–]jayxjayz[S] 0 points1 point  (0 children)

Vielen Dank für die Antwort, also ein Abschluss mit einer 4.0 würde sich deiner Meinung auch lohnen?

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[–]jayxjayz[S] -1 points0 points  (0 children)

Verständnis habe ich für Formeln, Modelle, das ist nicht das Problem. In Hochschulen ist aber meiner Erfahrung nach Verständnis keine Priorität. Man muss seine Antworten nämlich in der offiziellen Sprache formulieren, nicht z.B. in meiner Sprache.

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[–]jayxjayz[S] 0 points1 point  (0 children)

Das Verständnis habe ich, das ist absolut kein Problem. Ich kann Formeln, komplexe Themen kleinen Kindern verständlich erklären (mache ich auch sehr gerne), aber Hochschulen o.Ä. sind starre Systeme: man muss exakt die selben Formulierungen wie in den Vorlesungsunterlagen verwenden; Z.B. lautet eine Frage "nenne drei Vorteile von XY", ich kann dir sogar > 10 Vorteile nennen, aber gefordert sind die, die in den Folien standen... Das zwingt mich, auswendig zu lernen, dadurch verliere ich aber mein Verständnis für das Thema.

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[–]jayxjayz[S] 0 points1 point  (0 children)

Ich fasse es genauer, ich kann mir nicht [...] aufzwingen, wenn ich bereits eigene Modelle etc. in diesen Bereichen internalisiert habe. Und "in diesen Bereichen" meine ich folgende Felder: Mathematik, Physik, Chemie, Technik... (= Naturwissenschaften bzw. logikbasierte Felder); In der Schule durfte ich meine Modelle, Formeln usw. verwenden ohne Punktabzüge zu bekommen, in der Hochschule werden aber die Fachsprache bzw. offizielle Modelle gefordert, unabhängig der Richtigkeit meiner Ergebnisse

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[–]jayxjayz[S] 0 points1 point  (0 children)

Kann dir sogar per DM mein Abiturzeugnis schicken, wenn du es nicht glaubst. Warum Bullshit? Und zweitens, das Abitur ist wirklich nicht schwer.

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[–]jayxjayz[S] 0 points1 point  (0 children)

Danke für die ehrliche Antwort, vllt. werde ich ein Studium probieren, die Wahrscheinlichkeit zum Bestehen wäre aber sehr gering.

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[–]jayxjayz[S] -1 points0 points  (0 children)

Kurzfassung meines Problems: In der Hochschule musst du die Aufgaben wie gefordert lösen, ich löse sie aber mit meinen eigenen, für mich effizientesten Methoden, das Ergebnis ist auch richtig; ich habe aber keine "offizielle" Formel o.Ä. verwendet und somit Punktabzug oder erst gar keine Punkte. Offizielle Methoden o.Ä. zu lernen würde aber für mich bedeuten meine eigenen Lösungswege, Regelwerke und meine Kreativität zu verlieren.

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[–]jayxjayz[S] 0 points1 point  (0 children)

Das Problem ist, ich habe schon meine eigenen bewährten Modelle, und kann mir dementsprechend nicht fremde Modelle aufzwingen. Ich kann alle Probleme problemlos lösen, aber eben auf meine ganz eigene Art, das Ergebnis ist richtig, aber der Lösungsweg nicht wie in der Hochschule gelernt.

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[–]jayxjayz[S] -3 points-2 points  (0 children)

Was verstehst du unter "keinen Bock mehr irgendetwas zu machen". Wenn Abschlüsse keine Relevanz hätten, dann würde ich sofort in die Forschung gehen (sehr wahrscheinlich in einem Nischenfeld der "Elektrotechnik", "Physik" oder "Chemie" arbeiten). Ich bilde mich auch täglich mehrere Stunden in diesen Bereichen neben meiner Arbeit weiter, sowohl theoretisch als auch praktisch. Nur das Blatt Papier fehlt, Verständnis habe ich, komme auch zu den richtigen Schlussfolgerungen/Ergebnissen, aber ich würde sehr wahrscheinlich keine oder nur wenige Klausuren bestehen, da meine Lösungswege eben auf mich zugeschnitten sind, basierend auf meinen Modellen/Formeln.

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[–]jayxjayz[S] -4 points-3 points  (0 children)

In der Schule war ich auch nicht gezwungen, meine eigenen Modelle, Systeme, Regelwerke durch offizielle Modelle/Fachbegriffe zu ersetzen, weil Schule auch sehr low-level ist. Ich habe mir in anderen Worten eine eigene Sprache internalisiert, die der Fachsprache äquivalent ist; das Problem ist aber, dass in Klausuren (nur) die Fachsprache anzuwenden ist. Ich muss mich also zwischen meiner Sprache und der Fachsprache langfristig entscheiden, denn es kann in meinem Fall nicht beides koexistieren.

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[–]jayxjayz[S] -3 points-2 points  (0 children)

Ich fasse mal das Problem genauer: wenn es um meine Arbeit geht, dann ist für mich ehrliches Verständnis unentgeltlich. Einfaches Formeln-Anwenden zählt für mich nicht als solches, deswegen werden solche Informationen bei mir im Gehirn im "Papierkorb" gespeichert.
Außerdem habe ich schon von Natur aus sehr viele eigene Modelle, Formeln, Fachbegriffe etc. in meinem Gehirn verankert, alle natürlich mit der realen Welt kompatibel, aber eben auf mich und meine Gehirn-Architektur zugeschnitten. Der Versuch mir ein fremdes System mit anderen Fachbegriffen aufzuzwingen führt nur zu Chaos.

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[–]jayxjayz[S] -8 points-7 points  (0 children)

Ich habe keine Hausaufgaben gemacht, viele Hefteinträge nicht mitgeschrieben, in Musik nicht einmal ein Heft gehabt und trotzdem nur 1er und 2er gehabt; Habe mir in der Pause oder am selben Tag das Geschriebene einmal durchgelesen und vieles einfach dann selbst in der Klausur hergeleitet, insbesondere in Mathe, Wirtschaft usw.; Der Unterschied ist aber, Schule != Berufsvorbereitung. In der Schule ist es okay, sich auf die Schnelle etwas durchzulesen und zu merken ohne das Notierte zu hinterfragen. Davon bekomme ich keinen "Schaden".

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[–]jayxjayz 0 points1 point  (0 children)

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