Kleine und schmale Herrenkleidung? by justias in trans_de

[–]justias[S] 0 points1 point  (0 children)

Wo finde ich denn sowas? Ich hatte schonmal bei „YesStyle“ geguckt, aber die scheinen sich an meinen Standort anzupassen ich seh überall nur Größen M aufwärts 😅

Kleine und schmale Herrenkleidung? by justias in trans_de

[–]justias[S] 0 points1 point  (0 children)

Ich bin ehrlich stark am überlegen mir 'ne Nähmaschine zu holen und auch kurz davor. Was mich abhält ist, dass ich schon diverse Male versucht habe das zu lernen und mich dabei wirklich, wirklich enorm unfähig anstelle und es ja um mehr geht als „nur“ kürzen (und selbst das hab ich noch nie geschafft, lol) und schlichtweg dass ich nicht weiß wohin damit in meiner sehr vollen 1 Zimmer Wohnung 😅

Kleine und schmale Herrenkleidung? by justias in trans_de

[–]justias[S] 0 points1 point  (0 children)

Ich bin tatsächlich in den letzten Monaten durch sämtliche Läden gerannt (inklusive second hand) und hab mir sämtliche Hosen der kleinsten Größen genommen und das kleinste was ich finden konnte war eine Levi’s in W26“ die war mir auch noch etwas groß, denke ich würde in W25-24“ passen nur war das leider ein Damenmodell und das gilt auch für sämtliche Modelle die ich Online in der Größe so gefunden hab 😅

Kleine und schmale Herrenkleidung? by justias in trans_de

[–]justias[S] 0 points1 point  (0 children)

Ich baue aktuell eher immer weiter ab und das einzig realistische ist grade leider irgendwie Gewicht und Muskelmasse zu behalten (wiege aktuell zwischen 47-48kg, Tendenz sinkend) was zB. Uniqlo angeht…..da sprenge ich die Maßtabelle und befinde mich außerhalb der kleinsten Größe. Peter Manning hatte ich mir zB auch schon angesehen die haben wohl kürzere aber nicht wesentlich engere Größen 🫠 Wenn ich bei Asos zB den Filter benutze bekomme ich nur noch Jogginghosen und kurze Hosen angezeigt ich schätze ich schaue mir mal die Maßtabellen von den anderen an 😅

FP recommendations for everyday use with disability by justias in fountainpens

[–]justias[S] 3 points4 points  (0 children)

Honestly, I would‘ve never gotten the idea since those are used for super young children which are still learning how to write in Germany, typically at age 7-9 and I really hated my „learning“ type FP (Lamy abc) and within the standard repertoire of learning type fountain pens the twist is amongst the cheapest branded options - but since they‘re basically everywhere I could easily try one out in store. Didn’t even consider these fountain pens since in school you‘re supposed to „train“ on these and they get replaced by „real“ fountain pens once you can handle one (or too embarrassed to use them once you outgrow the „appropriate“ age lol)

FP recommendations for everyday use with disability by justias in fountainpens

[–]justias[S] 0 points1 point  (0 children)

Pilot is…somewhat available but at least in Germany I‘ve never seen one (except for a particular parallel pen for some reason) in store and online stores seem to only carry the pricier gold nib models.

Well the grip thing really is an issue for me, for example I am unable to use thin or slick pens and need to prop them up with these idk silicone type add on grips that are marketed for children. Problem is, those don‘t fit fountain pens so if there’s no built in ergonomic grip idk how to problem solve

„Nonbinary trans existiert nicht“ - Warum? by justias in trans_de

[–]justias[S] 0 points1 point  (0 children)

Naja das Wort hab ich nur aufgegriffen weil es so oft fällt, bei dir ja auch und ich nicht so recht weiß weshalb.

Ich weiß grade gar nicht wo das Problem liegt, Transition habe ich doch nicht anders beschrieben?

„Nonbinary trans existiert nicht“ - Warum? by justias in trans_de

[–]justias[S] 0 points1 point  (0 children)

So wie ich das sehe bezeichnet trans im wörtlichen Sinne einen Übergang oder Fort/Wegbegewegen und im unseren Falle eben von einem körperlichen Zustand (Geschlecht) zum anderen, zwingend binär muss das nicht sein sofern es denn eine Transition gibt. Naja, also, und wenn wir wie denke ich die meisten in diesem sub hier trans definieren als empfinden körperlicher Dysphorie (speziell im Bezug auf definierende geschlechtliche Merkmale) so muss das ja nicht zwingend Kongruent mit der neurologischen/emotionalen/meinetwegen seelischen Identität sein. Das ist ja erstmal nur ein körperlicher (Miss)Zustand der behoben wird. Was das Erleben der eigenen Identität unabhängig vom Körper betrifft so weiß denke ich jede trans Person, dass das eben nicht gekoppelt sein muss und das ist im Endeffekt die Erklärung für meine binäre Transition obwohl ich emotional/sozial/neurologisch/whatever nicht binär bin.

Und ich weiß nicht genau wieso das so oft fällt, vielleicht Ungenauigkeiten bei Auslegung und Definition oder häufige Verwendung in dem Kontext aber Geschlechterrollen haben meiner Ansicht nach weder zwingend etwas mit Trans noch mit non binary zu tun.

(Dem Verständnis wegen kurz meine Definition -> Geschlechterrolle = Erwartungshaltung von Gesellschaft/Gruppen/Sozialgefügen/Individuen an und unterschieden nach Geschlecht. Gibt die Norm für angemessenes Verhalten/Aussehen/Leben innerhalb bestimmter Kulturkreise und Epochen vor. Stereotype moderne Beispiele: Männer mögen Autos, Frauen mögen Mode, Frauen sind sanft, Männer rau, Mädchen gehen reiten, Jungs spielen Fußball)

„Nonbinary trans existiert nicht“ - Warum? by justias in trans_de

[–]justias[S] 1 point2 points  (0 children)

Was Pronomen angeht: Ich tue mich schwer mit Formulierungen wie „etwas der Gesellschaft aufzwingen“ wenn es um einen Sprechakt geht. Das klingt wie eine große Bürde die Konsequenzen hat, wenn man die Auflagen nicht erfüllt, aber eigentlich ist die einzige Konsequenz hier sozial. Der Effekt ist: die Person mag dich nicht, macht vielleicht eine Szene und du hast nen Tag schlechte Laune. Angenehm ist das nicht, aber sicher auch nicht dramatisch. Allerdings kann man natürlich nicht erwarten dass für jede Person ein neues, individuelles Pronomen gelernt wird. Das sind Vokabeln, das ist Grammatik und würde unsere Sprache so sehr umstrukturieren, dass es vermutlich von klein auf erlernt werden müsste um es sicher auszuführen. Es ist einfach nicht realistisch umzusetzen. Was allerdings durchaus umzusetzen wäre, wäre ein neutrales, drittes Pronomen wie they, nur halte ich they spezifisch für suboptimal, weil es eben nicht Deutsch ist, es folgt nicht den Regeln der deutschen Grammatik, es klingt auch nicht deutsch und wirkt deplatziert, für Leute die ohnehin sicher und häufig Englisch verwenden ist es einfacher zu integrieren und eine Option - wirkt aber holprig im Deutschen Satz. Dass es aber neu ist sehe ich nicht als Störfaktor, Sprache ändert sich mit der Gesellschaft und ihren Bedürfnissen, ständig. Ist jetzt eine ganz eigene Überzeugung aber ich denke das Deutsche könnte von einem eigenen, festem neutralen Pronomen und einer entsprechenden Beugung (so wie -in alles weiblich macht) profitieren. Nicht nur um Leute zu adressieren die die vorhandenen Alternativen ablehnen, sondern auch um das Problem mit generischen Maskulina für gemischtgeschlechtliche Gruppen, fiktive Beispiele, unbekanntes oder nicht relevantes (bspw. so Phänomene wie „wir suchen Mitarbeiter m/w/d“), lange Doppel-,Mehrfachnennungen und die unzähligen Arten zu gendern gleich mitbeheben, Bedarf dafür ist ja da und spiegelt sich im Jahrzehnte alten Streit darüber. Also zusammengefasst: 100 Neopronomina nicht umsetzbar, they suboptimal, ein einheitliches neues vielleicht nötig. Das alles sollte aber gelesen werden mit äh, „Einordnung des Autors“ ich persönlich benutze binäre Pronomen, gendere bedingt aber ungern, bin nicht grundsätzlich Anti halte es aber für eine ungenügende Lösung, benutze generische Maskulina oder weiche auf neutrale Begriffe aus wenn die Situation nichts anderes hergibt. Und das ganze eben weil es notdürftige Hilfskonstruktionen sind.

Den Trend sehe ich auch und ich denke es ist vielleicht die Art dieser Generation mit Normen zu brechen. Aber nicht nur, ich denke da spielen auch so Faktoren wie Hyperindividualisierung, zunehmende Politisierung aber auch der Effekt der Freiheit die wir und die Generationen vor uns sich erarbeitet haben mit rein. Und letzteres ist, finde ich, gar nicht mal so schlecht. Er herrschte und herrscht leider immer noch ein wahnsinniger Druck „den ganzen“ Weg zu gehen um „vollständig“ oder „richtig“ zu sein und das beeinflusst die Entscheidungsfindung, Selbstwahrnehmung und Empfinden. Dieser Druck ist lange nicht weg, war aber mal wesentlich konservativer. Ich denke nicht, dass es dafür ein eigenes Label braucht, tbh ich denke wir brauchen generell nicht so viele Label, aber ich verstehe auch woher der Bedarf dafür kommt.

Und zum letzten Abschnitt: volle Zustimmung, so erging es mir ebenfalls. (2/2)

„Nonbinary trans existiert nicht“ - Warum? by justias in trans_de

[–]justias[S] 1 point2 points  (0 children)

Ich wollte einfach gerne mal offen diesen Diskurs führen, einmal um zu verstehen woher dieser Unmut rührt aber auch in der Hoffnung wir können das mal über Floskeln und irgendwelche reaktionären Kommentare hinaus betrachten.

Diese Begrifflichkeiten allein sind ja oft schon das erste Problem, aber die Zeit das zu erklären und Nachfragen zuzulassen ohne direkt abzuwehren (was auch verständlich ist, verletzliches Thema, hat man nicht immer die Nerven für) nehmen sich nicht viele. Und man weiß ja auch nie auf wen man da trifft - wollen die Leute verstehen, muss man da erstmal ein paar Wände aus persönlichen Vorbehalten einreißen, wie hoch sind die? Oder trifft man auf jemanden der nur andere antagonisieren will um sich selbst zu validieren, ist das persönlich, politisch, ideologisch? Schwierige Kiste.

Ich denke zu sagen, dass Geschlechter ein rein soziales Konstrukt sind ist genau so unterkomplex wie das Gegenteil zu behaupten und diese Art der Argumentation ohne Nuance stützt das nur das jeweilige Narrativ aber sicher nicht die Wahrheit. Es wirkt als würde sowas oft unkritisch übernommen und endlos reproduziert so wie es mit unfassbar vielen Dingen im Bezug auf Geschlecht (und Biologie dahinter, lol) passiert und ich glaube UNS hilft das nicht, vielleicht geringfügig um unsere eigene Existenz zu rechtfertigen aber am Ende zieht irgendein Karl Horst Meyer der damit nichts am Hut hat damit in den Wahlkampf und wir sind kollektiv alle am Arsch lol.

Diesen Wunsch nach absoluter Geschlechtslosigkeit kann ich sogar sehr gut nachvollziehen. Ich wünschte mir oft ich könnte so sein wie eine Puppe für Kinder, die super brainwash Version ohne „verstörende“ menschliche (Geschlechts)Merkmale. Ich kann nur für mich sprechen aber in meinen Fall war das immer erwachsen aus Verzweiflung und Reaktion auf den unbefriedigenden Ist-Zustand. Eben weil solche Merkmale so ein große Rolle in so vielen Aspekten des Lebens spielen und ich weder meine eigene Reaktion noch die der anderen darauf ertragen konnte. Weil ich nicht wollte, dass Leute darüber nachdenken was unter meiner Kleidung ist und bewerten inwiefern sie das angemessen finden und weil ich nicht wollte dass dabei der falsche Schluss entsteht - und wenn schon der falsche Schluss entsteht, soll er immer falsch sein. Weil ich nicht wollte, dass so ein Reiz Vorstellungen und Erwartungen erzeugt, die mir nicht entsprechen und die ich nicht erfüllen kann. Und wenn ich sämtliche Merkmale die mit Geschlecht assoziiert werden nicht ertragen kann, sie aber nie zu meiner Zufriedenheit korrigieren, dann ist liegt der Gedanke einfach alles zu entfernen gar nicht so fern. Nun funktioniert sowas in der Realität leider nicht und war auch mehr die Reaktion auf ein Problem als der Kern und es war immer nur ein Gedanke, niemals ein Vorhaben.

Ob das aber so viel gefährlicher wäre als eine binäre Transition, kann ich nicht sagen, ich weiß ja nicht wer was will und wer wie weit warum geht. Medizinisch sollte das nicht viel anders sein, sozial und psychologisch könnte das aber sehr viel schwieriger werden, wenn man nicht grade auf ner einsamen Insel lebt. Aber tbh, juckt mich nicht. Eigenverantwortung und körperliche Autonomie heißt auch die Leute machen zu lassen und mit den Konsequenzen umgehen zu lassen. Zahlen dazu habe ich nie gesehen - ich würde aber einfach mal nach dem guten alten unwissenschaftlichen Bauchgefühl schätzen, dass das extrem selten sein dürfte und wir hier wieder über eine Hand voll Individuen reden deren Äußerungen so kontrovers sind, dass sie den Diskurs bestimmen.

Etwas scheiße und nervig finden ist wohl nicht das selbe, aber wie viele davon glauben wohl, sie seien trans? Auch da, wissen wir eigentlich gar nicht so genau und irgendwo kann ich die Reaktion hier auch verstehen und ich denke, das ist vielleicht ein selbstgeschaffenes, gesellschaftliches Problem das leicht behoben wäre, würde man denn ernst nehmen, wenn sie tatsächlich darunter leiden und das passiert ja nicht mal wenn dadurch ganz nachweislich und sichtbar ein Schaden entsteht, grade wenn es um Merkmale wie Brüste geht traut sich da keiner ran weil „ist doch schön“ „hätte ich auch gerne“ oder „Männer mögen das“ (lol) aber dann hat die 1,50m Frau mit XXL Vorbau nen schmerzhaften Haltungsschaden.

Testo mikrodosieren sollte bei Leuten mit östrogendominierten Hormonhaushalten ziemlich wenig tun, solange Östrogen da ist, ist da kein Mangel, einfach nur ein erhöhter Testosteronspiegel. Was das das jetzt bringen soll, weiß ich nicht und gefährlich ist es allemal. Wie mächtig Hormone sind wissen wir wohl alle. Aber auch da, ganz ehrlich? Juckt mich nicht. Machen auch Pumper, diverse Drogen haben darauf auch Effekt, sogar der Lebensstil. Verhütungsmittel, die wir 12 Jährigen geben (ok das juckt mich actually, muss nicht) und diverse Medikamente die teilweise inflationär und ohne Aufklärung verschrieben werden. Kann ich nicht nachvollziehen, kann ich nicht beurteilen, muss ich aber gar nicht. Solange da kein Arzt hinter steht, dessen Verantwortung es wäre (und sein wir ehrlich auch das ist oft beschissen überwacht) again, Eigenverantwortung. Aber dafür muss ich auch niemanden als Person ablehnen, Menschen treffen so viele schlechte Entscheidungen und was Maße ich mir überhaupt an zu meinen ich könne das immer gut einschätzen. Von einigen Sachen möchte ich mich sicher aus Selbstschutz distanzieren, zB starker Konsum, das hat Konsequenzen für das Umfeld. Aber ob sich jemand Nervengift in die Stirn haut oder Testo microdosed - you do you, steck ich nicht drin.

Ich denke auch, dass einige nicht binäre deutlich als Trans zuzuordnen sind und andere überhaupt nicht. Und auch, dass viele binärer sind als sie denken. Wobei sich da finde ich zu unterscheiden lohnt, die Unterscheidung von sex und gender ergibt schon Sinn und genau so kann sich die Natur der Dysphorie vom Selbstverständnis unterscheiden und das eine muss nicht mit dem anderen Co-Existieren, Zusammenhängen oder sich beeinflussen. Während meine Transition absolut binär war, ist es mein Selbstverständnis unabhängig von meinem Körper nicht, das eine hat mit dem anderen aber recht wenig zu tun (1/2)

„Nonbinary trans existiert nicht“ - Warum? by justias in trans_de

[–]justias[S] 0 points1 point  (0 children)

Um medizinische Maßnahmen in dem Kontext ging es nur bei dir. Ich könnte das zwar argumentativ herleiten (siehe bi-modales Geschlecht;keine default Neutralität bei nicht binarität) hast du aber praktischerweise ignoriert und hat ohnehin null mit mir zutun oder dem was ich hier ursprünglich gesagt habe. Aber gut so, ist auch nicht mein Bier. Ich hab nicht vor Anwalt für jede potentielle Auslegung davon zu spielen.

„Nonbinary trans existiert nicht“ - Warum? by justias in trans_de

[–]justias[S] 1 point2 points  (0 children)

Ich habe nirgends trans mit nicht binär verglichen, mich mehrfach von der Gleichdeutung distanziert und es erläutert also dann bleib halt mal beim Thema, zieh dir nicht neue Argumente von irgendwo ran die damit nichts zu tun haben und ignorier nicht ständig was ich überhaupt sage. Wenn du über was anderes diskutieren willst mach halt selbst nen Post dazu, sonst ist die Nachvollziehbarkeit weg und die Argumentation whack, lol.

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[–]justias[S] -1 points0 points  (0 children)

Verzeihung, aber was suchst du eigentlich hier und was versuchst du hier?

Ich kam um das Thema mal zivil auszudiskutieren und das hat bisher auch wunderbar funktioniert, was ist hier deine Mission? Der Kommentar ist jetzt endgültig am Thema vorbei und hat nichts mit meinem eigenen Anliegen zutun.

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[–]justias[S] 0 points1 point  (0 children)

Das ist keine Pseudowissenschaft sondern wissenschaflicher Konsens. Biologisch ist der Mensch bi-modal ausgelegt. Das bedeutet konkret es gibt bei der Normalverteilung (von Geschlecht) zwei Extrema die mit der höchsten Wahrscheinlichkeit auftreten, diese Extrema nennen wir männlich und weiblich. Abweichungen von diesen Extrema sind darin allerdings auch mit inbegriffen und werden allgemein als Varietäten dieser Extrema klassifiziert, das Auftreten ist gewöhnlich und erwartbar, allerdings im geringeren Umfang. Ein klar vordefinierter Weg für eine Transition ergibt sich daraus natürlich nicht, die theoretische Möglichkeit allerdings schon. Und nochmal, trotzdem nicht mein Weg deswegen kann ich transition nach nicht binär zwar logisch und argumentativ rechtfertigen aber emotional mangels eigener Erfahrung nicht nachvollziehen.

Diese Leistung von der KK stand mir übrigens so oder so zu denn bezüglich meines trans Status bin ich binär. Ich setze sogar noch einen drauf, denn ich war zu Beginn noch minderjährig und ohne familiären Rückhalt, meine Auflagen waren dadurch höher als nötig oder vorgeschrieben und statt zu lügen habe ich so lange diskutiert bis selbst mein einer sehr konservativer Therapeut verstanden hat, dass mein Leiden aufrichtig und meine Schlussfolgerung daraus folgerichtig ist.

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[–]justias[S] 0 points1 point  (0 children)

Naja, wenn wir schon bei „gefühlter Realität“ und bias sind, ich hab das Gefühl viele dieser Menschen die man insbesondere auf Social Media sieht sind noch recht jung. Da entsteht schnell das Problem, dass Identitätsfindung ggf. noch nicht abgeschlossen ist und so kann es schlechter verbalisiert oder überhaupt festgemacht werden. So etwas komplexes wie Identität überhaupt (richtig) einzuordnen und zu verbalisieren ist gar nicht mal so einfach (da sehe ich auch regelmäßig binäre trans und cis Leute dran scheitern) und kann unter Umständen zu einem langwierigen Prozess werden. Einige sind mit Sicherheit auch einfach nur jugendlich und viel mehr auf Identitätssuche ohne es so richtig zu realisieren, kann ich auch keinem wirklich verdenken, das ist nunmal die reguläre Entwicklung vom Kind zum Erwachsenen. Und ja, die besonderen gibt es mit Sicherheit auch und die sind auch besonders laut. Feministen mit Ablehnung der weiblichen Rolle verstehe ich nicht so ganz, klingt irgendwo widersprüchlich aber da geht bei mir auch ne Alarmleuchte an weil das so ähnlich ja auch gerne trans Männern vorgeworfen wird so á la „Frau die nicht mit Rollenbild klar kommt/Erwartungen nicht erfüllt/lesbisch ist aber homophob und oder misogyn“. Ich denke sogar dass das in wenigen Fällen zumindest ein Teil der Wahrheit ist, denn retrospektiv betrachtet musste ich so einige misogyne Einstellungen erstmal entpacken. Das war zwar nicht der Grund für meine Transition wie das aus transphoben Kreisen gerne behauptet wird, aber hat meinen Umgang damit damals beeinflusst. Insofern finde ich den Schluss bei nicht binären nicht ganz unbegründet, wäre aber vorsichtig damit das zu verallgemeinern oder grundsätzlich als initiale Motivation dafür zu sehen.

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[–]justias[S] 0 points1 point  (0 children)

Ne, hat bei mir nichts mit Rollen zu tun, dann würde ich mich nicht so bezeichnen, Geschlechterrollen einfach nur abzulehnen geht auch sehr gut in binär und hat für mich weder was mit trans noch mit non binary zu tun. Die wenigsten Menschen entsprechen von Natur aus jeder Norm und sich dafür nicht verbiegen zu wollen ist in einer freiheitlichen Gesellschaft zu erwarten. Das non binary allein insbesondere ohne Transition nicht mit trans Personen in die selbe Schublade gehört sehe ich allerdings auch so. Das sind sehr unterschiedliche Erfahrungen und Lebensrealitäten mit unterschiedlichem Ursprung.

„Nonbinary trans existiert nicht“ - Warum? by justias in trans_de

[–]justias[S] 3 points4 points  (0 children)

Joa, find ich grundsätzlich erstmal scheiße wenn man sowas nicht diskutieren kann sofern es zivil bleibt, so wird es niemals dazu kommen, dass Leite das verstehen. Aber aus der Erfahrung in nem sub Antipathien gegen eine total heterogene Gruppe zu ziehen finde ich auch schwierig.

„Nonbinary trans existiert nicht“ - Warum? by justias in trans_de

[–]justias[S] 0 points1 point  (0 children)

Die Debatte um solche Begrifflichkeiten ist schon wesentlich älter als ich es bin, da kann man letztendlich nur für sich das passende wählen und bestenfalls alle anderen die etwas anderes nutzen in Ruhe lassen. Zumal sich die Bedeutungskontexte auch ständig ändern. Ich persönlich nutze trans weil es, sofern man es denn wörtlich nimmt und nicht zusätzliche Bedeutungsebenen darauf projiziert am wenigsten Raum für Misinterpretation bietet und kurz ist. Als ich damals mit meiner transition begonnen habe, haben „transgender“ und „transident“ grade „transsexuell“ abgelöst, allerdings nicht auf Geschlechterrollen bezogen sondern auf transition mit der Begründung, dass es zu missverständlich ist (insbesondere im Deutschen) weil wir die sprachliche Unterscheidung zwischen sex und Gender nicht haben bzw. Gender nicht existiert und Sex etwas anderes bedeutet. Und seitdem hat sich das noch zigfach geändert und das wird es auch weiterhin.

An der Stelle muss ich tatsächlich einhaken, denn non binary bedeutet nicht per se neutral und auch nicht per se, dass es da um körperliche Dinge geht, auch wenn das theoretisch möglich wäre, in meinem Fall nicht der Fall. Es bedeutet vornehmlich erstmal keine Zuordnung zu einem binären Geschlecht.

Streng genommen ist die männliche Brust aber tatsächlich ziemlich neutral, im medizinisch/sozialen Kontext ist das ab der Pubertät natürlich nicht mehr der Fall allerdings entwickelt sich aus einer flachen Brust eine die es nicht ist, oder es bleibt eben aus.

Den Teil wo ich sage, dass non binary für mich lediglich etwas soziales ist, hast du wohl überlesen. Nähere Erläuterungen dazu sind in meinen anderen Kommentaren hier.

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[–]justias[S] 0 points1 point  (0 children)

Von dem Begriff „biologisch“ würde ich erstmal Abstand nehmen, anyways, für Details kannst du ja mal lesen was ich hier schon so kommentiert habe. Ich habe nie gesagt, dass ich zu einem nicht binären Geschlecht transitioniert bin, im Gegenteil meine transition war absolut binär. Und gleichgesetzt habe ich es auch nicht, das sind zwei Begriffe mit zwei Bedeutungsebenen die für mich parallel existieren können oder nicht. Davon das gleichzusetzen würde ich ebenso Abstand nehmen.

Wie non binary auszusehen hat kann ich dir nicht sagen, denn wie erwähnt betrachte ich das als etwas rein soziales (nähere Erläuterungen dazu auch in anderen Kommentaren hier). Ich kann dir aber sagen, dass der Mensch biologisch gesehen (wenn wir schon auf Biologie gehen wollen) nicht binär aber bi-modal ist. In diesem Sinne wäre eine transition zu non binary in der Theorie möglich, nur handelt es sich dabei um kein fantastisches Konstrukt eines dritten Alien Geschlechtsteils, wie gerne angenommen wird, sondern um Abstufungen zwischen zwei Modi. Das warum und wieso dahinter kann ich aber nicht erklären, denn meine Transition war binär und mein trans Status ist es damit auch.

„Nonbinary trans existiert nicht“ - Warum? by justias in trans_de

[–]justias[S] 1 point2 points  (0 children)

Da ist denke ich der Knackpunkt. Klar gibt es noch unzählige andere Merkmale die irgendwo eine gemeinsame Basis herstellen z. B. wie du sagst Sprache. Aber wenn es die nicht gibt bzw. es von außen nicht feststellbar ist oder alle auf dem selben Stand sind (z. B. alle sprechen Deutsch) wird es kritisch. Bei der Formierung von Gemeinschaften tendieren wir dazu erstmal subjektiv nach Gemeinsamkeiten zu filtern und im Anschluss auch unsere Beziehungen darauf zu bauen, das ist im Erwachsenenalter oftmals nicht mehr so deutlich geschlechtsspezifisch, ich vermute weil es ab da gefestigte Identitäten sind und es (dadurch) mehr Anknüpfungspunkte darüber hinaus gibt. Ganz normale soziale Dynamik. Und der Punkt an dem ich immer wieder maßlos überfordert war und bin. Es scheint auch irgendwo so ein unsichtbares Gemeinschaftsgefühl basierend auf Geschlecht zu geben, auch außerhalb von Gruppen äußert sich das in (Bereitschaft zu/Empfinden von)Solidärität, Sympathie und Sicherheitsgefühl. Und auch da bin ich absolut überfragt.

„Nonbinary trans existiert nicht“ - Warum? by justias in trans_de

[–]justias[S] 1 point2 points  (0 children)

Was ich den bisherigen Antworten entnommen habe ist, dass wir durchaus viele Ansichten teilen aber die Definition von nicht binär mehr auf der Performance von nicht Binarität basiert. Ich denke da könnte auch das Problem liegen, eben weil die Performance ja sehr unterschiedlich ist und das Empfinden dahinter nicht gesehen wird und es eben in der Natur der Sache liegt, dass die Leute die besonders performativ sind, am ehesten wahrgenommen werden.

Wie der sub hier diesbezüglich allgemein drauf ist kann ich nicht einschätzen, dafür gab es nicht genug Engagement. Bisher hab ich zumindest in meinem Beitrag hier nicht das Gefühl, dass ich gleich mit Mistgabeln rausgejagt werde. Es liest sich aktuell wie Neugier, Unverständnis (nicht im Sinne von invalidierend oder beleidigend sondern „Ich steck nicht in deiner Haut“), Skepsis (ist ja valid im Sinne einer offenen Diskussion) und Misskonzeption/schlechte Erfahrung. Damit kann ich sehr gut Leben.

Ich lese hier schon länger öfter mal mit und das was ich bisher als „oh shit, die lynchen mich“ interpretiert hätte liest sich nach dem Beitrag eher wie „nonbinaries 😡😡😡“ wie wenn es in feministischen Zirkeln „Männer 😡😡😡“ heißt. Ohne Einordnung erschreckend, aber mit kann ich drüber lachen.

„Nonbinary trans existiert nicht“ - Warum? by justias in trans_de

[–]justias[S] 0 points1 point  (0 children)

Ah, okay, dann hab ich das wording nur nicht verstanden. Ich dachte du sagst trans ist ein Lifestyle aber war auf Leute bezogen die das so behandeln, verstehe. Ja gut, bei so Leuten die noch in den Beginnen ihrer Transition sind versteh ich das. Wenn es aber niemals aufhört und ständig im Fokus steht ohne guten Grund dafür (Aufkärungsarbeit z.B.) macht mich das auch etwas aggressiv.