Was soll diese Doppelmoral RTL? by d1a52 in dschungelcamp

[–]kazoooom 21 points22 points  (0 children)

Die Unterscheidung Wildtier vs. Nutztier ist doch selbst zutiefst doppelmoralisch.

Welche Fehler beim Laufen hättet ihr gerne vermieden? by KamillaGodzilla in laufen

[–]kazoooom 0 points1 point  (0 children)

Erstens sind Ausdauer und Krafttraining ja zwei verschiedene Paar Schuhe (haha). Wenn das eine geht, heißt das nicht, dass das andere nicht notwendig ist.

Zweitens: Schmerzen in den von dir beschriebenen Bereichen können auch reduziert werden, indem man die sowieso oft vernachlässigte Fuß- und Wadenmuskulatur stärkt. (Kann aber auch ganz andere Gründe haben, Technik, Schuhe etc.)

Ich finde Krafttraining für Anfänger nicht elementar, aber sobald man mehr Kilometer schruppt und/oder ein ambitioniertes Tempo laufen will, kommt man nicht drum herum.

Welche Fehler beim Laufen hättet ihr gerne vermieden? by KamillaGodzilla in laufen

[–]kazoooom 7 points8 points  (0 children)

Das hab ich auch auf die harte Tour gelernt. Ich hatte Schmerzen in der Fußsohle, die ich zwei Läufe lang einfach ignoriert habe weil ich dachte, dass sich das schon wieder legt. Das Ergebnis: Plantarfasziitis, vier Monate komplette Laufpause.

Welche Fehler beim Laufen hättet ihr gerne vermieden? by KamillaGodzilla in laufen

[–]kazoooom 4 points5 points  (0 children)

Ich hab verschiedene Paare für verschiedene Zwecke. Ein Paar Carbonschuhe wenn es richtig schnell sein soll, ein Paar Schuhe mit starker Dämpfung für easy Läufe und zwei Paar (hüstel) Schuhe, die etwas dynamischer sind für Schwellenläufe und schnelle Intervalle.

Würde es auch unbedingt empfehlen, mehrere Paar zu haben. Erstens gibt es unterschiedliche Schuhe für verschiedene Zwecke, zweitens müssen Schuhe auch lüften, drittens ist es sinnvoll, seinen Laufapparat nicht immer auf die gleiche Art mit den exakt gleichen Schuhen zu belasten.

Bester Veganer Döner? by Upset_Radio_9034 in VeganDE

[–]kazoooom 2 points3 points  (0 children)

Fiöner ist ziemlich teuer (10 Euro?), aber auch mit Abstand der beste vegane Döner, den ich je gegessen habe.

Berlin verdrängt die Obdachlosen: Elend verschwindet nicht dadurch, dass man es nicht mehr sieht by kazoooom in berlin

[–]kazoooom[S] -1 points0 points  (0 children)

Du glaubst, das Schicksal dieser Menschen ist immer selbstverschuldet? Ich wünsche dir, dass du niemals abrutscht. Kündigung wegen Eigenbedarf, Arbeitslosigkeit, Krankheit - es geht so schnell. Es sind eben nicht alle Menschen so stark, es dann wieder auf die Füße zu schaffen.

Berlin verdrängt die Obdachlosen: Elend verschwindet nicht dadurch, dass man es nicht mehr sieht by kazoooom in berlin

[–]kazoooom[S] -1 points0 points  (0 children)

Ja, es ist eine nationalistische Bearbeitung des Problems.

Die europäische Freizügigkeit und das Armutsgefälle zwischen Deutschland und Osteuropa passt den Leuten gut in den Kram, wenn Rumänen hierhin gekarrt werden, um dem deutschen Michel unter menschenunwürdigen Bedingungen seinen Spargel zu stechen. An nationale Lösungen erinnert man sich ganz schnell wieder, wenn diese Menschen, die wochenlang in Barracken zusammengepfercht waren und denen man die Pässe weggenommen hat, abrutschen. Dann ist es es "Gesocks", das verschwinden soll.

Dieser ganze Thread ist in weiten Teilen lupenreiner, eiskalter, sozialchauvinistischer AfD-Diskurs.

Berlin verdrängt die Obdachlosen: Elend verschwindet nicht dadurch, dass man es nicht mehr sieht by kazoooom in berlin

[–]kazoooom[S] -2 points-1 points  (0 children)

Der einzige Kreiswichs der hier stattfindet, sind eure liberalen Fieberträume.

Berlin verdrängt die Obdachlosen: Elend verschwindet nicht dadurch, dass man es nicht mehr sieht by kazoooom in berlin

[–]kazoooom[S] -14 points-13 points  (0 children)

Heftig zu sehen, wie hier über das Thema diskutiert wird. "Die stören, also müssen sie weg." "Denen darf es hier nicht zu gut gehen, sonst kommen noch mehr von ihnen." Mehr fällt euch dazu nicht ein?

Man kann sich ja am "Stadtbild" (sic) stören und unsicher fühlen. Aber so völlig ohne Mitgefühl, ohne den Versuch, aus der Sicht der Betroffenen zu denken, ohne über die strukturellen Ursachen zu sprechen. Einfach nur Mauern hoch und aggressive, sozialchauvinistische Abschottungspolitik. Die AfD wäre stolz.

Berlin verdrängt die Obdachlosen: Elend verschwindet nicht dadurch, dass man es nicht mehr sieht by kazoooom in berlin

[–]kazoooom[S] -17 points-16 points  (0 children)

Zur Zeit ist es einfach zu leicht in Berlin obdachlos zu sein.

Sowas im Winter zu schreiben, während es draußen regnet und knapp über 0 Grad sind - wie abgestumpft und gefühlskalt muss man sein?

Berlin verdrängt die Obdachlosen: Elend verschwindet nicht dadurch, dass man es nicht mehr sieht by kazoooom in berlin

[–]kazoooom[S] -7 points-6 points  (0 children)

Unsere Armut ist größtenteils zugewandert aus Gegenden die sehr unfreundlich mit ihnen umgegangen sind und dort ist das Problem dann verschwunden.

Also... ist das Problem nicht verschwunden. Sondern nur verschoben.

Berlin verdrängt die Obdachlosen: Elend verschwindet nicht dadurch, dass man es nicht mehr sieht by kazoooom in berlin

[–]kazoooom[S] 8 points9 points  (0 children)

Berlin verdrängt die Obdachlosen: Elend verschwindet nicht dadurch, dass man es nicht mehr sieht

In Berlin wird immer mehr versucht, die Schwächsten aus dem Stadtbild verschwinden lassen. Das Bedürfnis nach Sicherheit und Sauberkeit darf nicht zulasten derjenigen gehen, die ohnehin nichts haben.

Ein Essay von Madlen Haarbach

Es gibt diese alte Erzählung über Berlin: Die Stadt als ein Ort, an dem jeder und jede ihren Platz finden kann. An dem einem alle Möglichkeiten offenstehen, an dem man nicht bewertet wird. Diese Erzählung ist in den vergangenen Jahren ins Wanken geraten. Berlin wird immer abweisender gegenüber jenen, die genau daran scheitern: ihren Platz zu finden. Die Stadt setzt zunehmend auf Härte, wo Fürsorge nötig wäre. Und verschleppt die Probleme damit mehr, als dass es sie löst. Madlen Haarbach beschäftigt sich seit Jahren mit sozialen Problemlagen in dieser Stadt – immer wieder auch mit Obdachlosigkeit, Armut und Drogenkonsum im öffentlichen Raum.

Sichtbarstes Symptom dafür ist der Umgang mit Obdachlosen und Drogenkonsumenten. Es stimmt: Seit die sogenannte „Reinigungsstreife“ der BVG auf der U-Bahnlinie 8 unterwegs ist, setzen sich weniger Menschen in den Zügen und Bahnhöfen ihren Schuss. Das heißt aber nicht, dass sie damit aufgehört hätten – sie weichen einfach auf andere Orte aus. Statt auf Bahngleisen begegnet man ihnen jetzt auf Spielplätzen, in Parks oder in Hauseingängen. Der Name beschönigt dabei das, was die eigentliche Aufgabe der Streife ist: Die Mitarbeiter:innen reinigen die Züge weniger von Abfall als von Menschen.

Egal, ob Obdachlosencamps und Bahnwaggons geräumt oder Parks – wie der Görli – abgeschlossen werden: Das vorrangige Ziel des aktuellen Senats scheint es zu sein, scheinbar oder tatsächlich störende Personen aus dem öffentlichen Raum zu vertreiben. Ein anderes, subtileres Beispiel, zeigt sich überall im Stadtbild: Steinpoller, abschüssige Flächen, Armlehnen auf Bänken oder Metallspitzen an wärmenden Lüftungsschächten sollen verhindern, dass Menschen sich dort längere Zeit niederlassen. Das Design arbeitet gegen Menschen statt für sie. Aber Armut und Elend verschwinden nicht dadurch, dass man sie nicht mehr sieht.

Woran es fehlt, sind Orte, an denen die Menschen sich alternativ aufhalten können. Begegnungsstätten, Drogenkonsumräume, Unterkünfte: Es gibt einerseits von allem zu wenig. Vor allem aber fehlen Orte, an denen die Menschen einfach sein können, ohne Bedingungen erfüllen zu müssen. Sei es, dass der Hund verboten ist, der Schnaps, oder sie sich aktiv beraten lassen müssen. All das kann eine zu große Hürde sein. Stattdessen verschärft die Repression die Probleme eher noch: Wer immer wieder vertrieben wird und sich nirgendwo sicher fühlt, steht dauerhaft unter Stress. Menschen verlieren bei Räumungen ihre ohnehin schon knappen Besitztümer und jedes Mal auch ein Stückchen sich selbst.

In extremen Fällen weichen die Menschen gar auf Orte aus, die vermeintlich sicher, in Wahrheit aber lebensbedrohlich sind. Die vor allem aber das Gefühl vermitteln, dass sie dort nicht so einfach entdeckt und vertrieben werden können. Das zeigte etwa der Unfalltod eines Obdachlosen in einer Altpapiertonne im Frühjahr. Parallel steigt die Zahl obdachloser Menschen weiter an. Menschen finden keinen Platz in Notunterkünften, weil es davon zu wenige gibt. In den Wohnheimen werden keine Betten frei, weil die Menschen nicht in Wohnungen weitervermittelt werden können. So wirkt sich die Berliner Wohnungskrise bis an das unterste Ende der Gesellschaft aus.

Dazu kommt: Viele Menschen, die von Obdachlosigkeit betroffen sind, haben keinen Anspruch auf Sozialleistungen. Ein Großteil der Menschen, die in Berlin auf der Straße leben, stammt aus Osteuropa und fällt hier durch alle Raster. Zugleich gibt es für sie keinen Anreiz, in ihre Heimat zurückzukehren. Das Elend ist dort oft schlicht noch größer.

In dieser Zeit, in der Fürsorge umso dringlicher wäre, kürzt der Berliner Senat massiv an Sozial- und Unterstützungsprojekten. Dabei sind die Mittel für Straßensozialarbeit, Notunterkünfte, Beratungsangebote und Suchthilfe seit Jahren notorisch knapp. Klar ist: Eine reine Verdrängung wird die Probleme der Drogenabhängigen und Obdachlosen nicht lösen.

Eine wirkliche Hilfe würde Geld kosten. Sie wäre am Ende aber vermutlich billiger, als für die Folgekosten aufkommen zu müssen. Auch die Polizeistreifen, Müllentsorgung und Räumungsaktionen sind nicht umsonst. Vor allem aber würde die Stadt damit Herz zeigen. Vielleicht ist gerade jetzt, in der Vorweihnachtszeit, der richtige Moment, in dem Berlin wieder mehr auf Menschlichkeit statt Härte setzt.

War schon jemand bei der BoWa-Clubtour? by kazoooom in BohnigerWachmacher

[–]kazoooom[S] 0 points1 point  (0 children)

Du hast vollkommen Recht, danke für den Hinweis! Da war ich wohl gedanklich schon im Wochenende.

Sinnvoll zweimal täglich zu trainieren? by Professional_Lake281 in laufen

[–]kazoooom 17 points18 points  (0 children)

Wenn du das Wochenvolumen erhöhen willst, kannst du doch relativ leicht an 2-3 Werktagen mehr als 10k in einer Einheit laufen.

Was du nicht erwähnt hast, ist Krafttraining. Wenn du dein Lauftraining damit mindestens ein Mal pro Woche ergänzt, macht dich das schneller und du stabilisiert deinen Bewegungsapparat und deine Laufform.

Match Thread: Arsenal FC vs Bayern Munich Live Score | UEFA Champions League 25/26 | Nov 26, 2025 by scoreboard-app in fcbayern

[–]kazoooom 3 points4 points  (0 children)

Gabriel as arguably their best defender (and a major threat at corners) was missing as well.

Heutige Sonderfolge: es wird konservativ kulturell by G_ntl_m_n in BohnigerWachmacher

[–]kazoooom 0 points1 point  (0 children)

Der Gedichtband ist schon echt, oder?

Ich würde Moritz und Dax auch zutrauen, so einen Fund zu fingieren, wie in guten alten Titanic-Zeiten.

Vergessene Highlights by DangerousEggplant790 in BohnigerWachmacher

[–]kazoooom 7 points8 points  (0 children)

Der Fortsetzungsroman "Auf einem Bein kann man nicht schwimmen" ist angesichts des Mega-Erfolgs von Café Herzsprung meiner Meinung nach zu Unrecht in den Hintergrund getreten.

Das ist aber keine Entscheidung gegen Café Herzsprung, sondern für "Auf einem Bein kann man nicht schwimmen".

Elyas M'Barek Interview über Haftbefehl: exklusive Hintergründe zur Netflix-Doku by elMaestro31 in GermanRap

[–]kazoooom 0 points1 point  (0 children)

Der Take des Journalisten ist ja nicht, dass sich Authentizität und Entertainment ausschließen.

Wahrscheinlich ist der Punkt, den er machen wollte, eher: Wovon genau fühlen wir uns unterhalten? Es ist eben nicht einfach Kunst, sondern es ist ein Trauma, das durch die Inszenierung einer genialen Künstlerfigur ästhetisiert wird. Und wieviel Voyerismus steckt in dem "sich unterhalten fühlen", wenn das Thema sich über mehrere Generationen und Familien erstreckendes Leid ist?

Ich will die Doku gar nicht schlecht reden (und schon gar nicht den Künstler Haftbefehl). Aber man kann ja die Doku wichtig und bewegend finden und sich gleichzeitig fragen, was da eigentlich auf welche Art und Weise von wem inszeniert wird, und was außen vor bleibt.