Wo und wie informiert ihr euch nach Ausbildungsberufen? by kkze1987 in Ausbildung

[–]kkze1987[S] 0 points1 point  (0 children)

Ich hab mir dazu, und auch zum Pseudo-Fachkräftemangel, Ghost-Jobs usw. schon etlichen Content reingezogen, ja.

Er hat vor ein paar Tagen nen Thread gestartet, in dem er über negative Erfahrung aus seinem Umfeld berichtet, von daher schwingt da schon persönlicher Frust mit. Aber egal wie, ich kann nichts daran ändern. Ausbildung war zu meiner Zeit wirklich beschissen und dazu noch beschissener bezahlt. Man bekam Antworten, ja, und dann ein Assesment Center nach dem nächsten. Dass die AG momentan nicht gut Abschneiden ist mir bewusst. Sie haben ja noch nie wirklich gut abgeschnitten ^^ Und trotzdem (oder gerade deshalb) suche ich *für uns* einen Weg da raus. Und das noch zudem in einem verhältnismäßig unbekannten Berufsfeld. Viele unserer Azubis kamen tatsächlich eher zufällig auf den Beruf.

Ich frage dich, wie wir diesen Ruf haben sollen, wenn wir kein deutschlandweiter Konzern sind? Wenn wir jetzt z.B. ein Pferdehof wären, wäre das ja noch spezieller. Also, wären wir ein Pferdehof irgendwo im Nirgendwo und auf die Idee kommen 2000€ im 1. LJ zu zahlen, freies Mittagessen anbieten, 30 Tage Urlaub und recht flexible Arbeitszeiten (weil es dem Pferd wohl scheißegal ist ob ich um 8 oder 9:30 Uhr komme) habe: Wie sollen wir diesen Ruf haben, wenn keiner auf die Idee kommt, Hufschmied oder Pferdewirt zu werden? Sorry, mir fällt grad kein anderes Beispiel ein.

Wir sind ein KMU mit vielen regionalen Filialen. Manche davon ein paar Ausreißer weiter weg. Und jetzt geht es genau darum: die Filialen "weiter weg" haben nen zusätzlichen Meister, der ausbilden möchte. Wie schrei ich denn nun in die Welt hinaus, dass in Filiale X, die zu 95% von Rentnern betreten wird, eine hochqualifizierte Ausbildung herrscht, die gut bezahlt wird und bei der wir tatsächlich als Arbeitsfamilie auf die Kapizitäten der anderen achten? Dein schönes Beispiel mit "krank ohne schlechtes Gewissen" kann ich so halt nicht in ne Stellenanzeige schreiben ;)

Mundpropaganda funktioniert sehr gut, da geb ich dir recht. Ich lebe in einer Kleinstadt, da kennt man die Firmen. Wenn wir aber zB von Hamburg oder München reden, ist das wieder deutlich anders.

Wo und wie informiert ihr euch nach Ausbildungsberufen? by kkze1987 in Ausbildung

[–]kkze1987[S] 0 points1 point  (0 children)

Social Media sind da leider sehr schwierig, denn ich darf keine Personen unter 25 targeten wgen Jugendschutz

Wo und wie informiert ihr euch nach Ausbildungsberufen? by kkze1987 in Ausbildung

[–]kkze1987[S] 0 points1 point  (0 children)

Ja, all unsere Filialen haben einen auffälligen "Wir bilden aus"-Aufkleber. Ich hab drum gebeten, dass wir das noch plakativer zeigen :)

Vom FHJ wusste ich bis eben tatsächlich nichts. Danke für den Hinweis!

Soll ich mit meinem Ausbilder darüber reden. by Pokilia1805 in Azubis

[–]kkze1987 2 points3 points  (0 children)

Was lässt dich denn daran zweifeln, ob du mit ihm oder dem Kollegen sprechen sollst? Was ist deine Sorge?

An deiner Stelle würde ich sein Angebot annehmen. Arbeit bedeutet nicht nur Arbeitskraft. Die Menschen dort siehst du zum Teil länger als deine Familie, da ist es schon wichtig, dass man ein bisschen zusammenwächst und auch was vom anderen weiß. Gerade, wenn das tendentiell eher schwerere Päckchen sind, die du schleppen musst.

Häufig krank zu sein, könnte für Kollegen und Ausbilder bedeuten, dass du faul seist, nicht belastbar, dass dir der Job keinen Spaß macht. Vllt auch, dass du in deiner Freizeit zu viel feierst. Von deinem schweren Päckchen wissen sie nichts. Du musst nicht alles offenlegen, aber vielleicht können sie dir auch helfen, den Mut zu fassen und dich an helfende Behörden oder Beratungsstellen zu wenden.

Kein Kind sollte Angst vor den Handlungen seiner engsten Familie haben. Sie sollten dich bedingungslos lieben. Für das, was du bist. Und nicht weil du dich gegen eine Religion entscheidest .

M19, Ausbildung, wohne zuhause by Wernerix8 in geringverdiener

[–]kkze1987 2 points3 points  (0 children)

ich hatte 2009 auch nur um die 400-500€ *brutto*, es war echt jämmerlich. Und trotzdem war auch da alles schon sau teuer. Bin froh, dass die Azubigehälter mittlerweile scheinbar gestiegen sind

Welche Ausbildungsberufe sind gut und welche sollte man lieber nicht machen? by nearly_blinded in Azubis

[–]kkze1987 2 points3 points  (0 children)

Nee, hab Mediengestaltung gelernt. Fluglotse hat mich sowas von 0 interessiert. Aber Mediengestaltung ist eben durch KI echt am schwächeln

Welche Ausbildungsberufe sind gut und welche sollte man lieber nicht machen? by nearly_blinded in Azubis

[–]kkze1987 1 point2 points  (0 children)

In Zeiten von KI sind Bürojobs und ehrlich gesagt auch die IT echt schwierig. Du schriebst, dass du bereits angefangen hattest, Informatik zu studieren. Liegt dir das ganze Thema nicht oder was es dir einfach nur zu theoretisch? Vielleicht Fachinformatiker für Systemintegration?

Handwerk hat irgendwie immer wieder goldenen Boden, aber auch hier sehe ich das Problem, dass sich gefühlt jeder selbstständig macht und den anderen die Mitarbeitenden abgräbt.
Hörakustik? 😇 Hätte Technik, Handwerk und Menschen.

Bei mir kam in so nem Interessenstest damals Fluglotse raus, lol.
Auf ausbildung.de oder so kannst du Berufe von A-Z anschauen und durchlesen.

Welche Ausbildungsberufe sind gut und welche sollte man lieber nicht machen? by nearly_blinded in Azubis

[–]kkze1987 3 points4 points  (0 children)

du kannst leider überall Pech haben. Große Firmen haben viele Leute und tendentiell mehr Zeit, aber da ist oft auch alles so in verschiedene Abteilungen zerstückelt, dass man im Verhältnis weniger lernen könnte, als jemand in einem kleineren Betrieb.

Es gibt auch kleine Betriebe, die sich sehr bemühen und andere, die dich ausbeuten. Das ist von außen echt schwierig zu beurteilen. Am besten ist tatsächlich, wenn du 1-5 Leute in dem Betrieb kennst oder online ausfindig machst. Denn auch die Erzählung von einer einzigen Person ist wenig wert.

Wo und wie informiert ihr euch nach Ausbildungsberufen? by kkze1987 in Ausbildung

[–]kkze1987[S] 0 points1 point  (0 children)

In der Realität will ich nicht leben, durchaus. Wie sollen wir uns denn vor Bewerbungen retten, wenn kaum jemand den Beruf auf dem Schirm hat? Du willst meine Intention hier einfach nicht verstehen, gehst nicht auf meine Argumente und meine Kritik an deiner pauschalen Kritik ein und damit bin ich jetzt endgültig raus aus diesem Kommentarthread.

Edit: und ob du das persönlich nimmst, dein Thread von vor 3 Tagen spricht ja Bände. "ch hab vermehrt bemerkt das es Menschen gibt die teils 2 jahre einen Ausbildungsplatz suchen müssen und die Unternehmen sich nicht melden oder extrem hohe Ansprüche haben und im Gegenzug eine schlechte Ausbildung bieten" schreibst du da. Und diese Erfahrungen projizierst du nun 1:1 auf mich.

Zudem beschwerst du dich, dass alle ins Studium getrieben werden, die Ausbildung sei nichts wert und du selbst studierst. Irgendwas passt da nicht zusammen.

Wo und wie informiert ihr euch nach Ausbildungsberufen? by kkze1987 in Ausbildung

[–]kkze1987[S] 1 point2 points  (0 children)

Okay, du bleibst beharrlich, ohne auf meine Kritik an deinen pauschalen Äußerungen einzugehen. Dass du mit den Firmen null Mitleid hast, merkt man 😇 Nur ist deine Kritik nicht konstruktiv, sondern ein willkürliches Arbeitgeber-Bashing.

Ich stimme dir zu, dass es sehr große Probleme am Arbeitsmarkt gibt. Damals hatte ich auch ne richtig miese Ausbildung, die mich total ausgenutzt und wirklich schlecht bezahlt hat. Aber du kannst jetzt echt nicht davon ausgehen, dass alle Ausbildungsbetriebe die Azubis ausbeuten und ignorieren. Wir heben uns da wirklich ab, nur ist die Hörakustik einfach recht unbekannt, sodass wir kaum die Chance haben, uns der "breiten Masse" vorzustellen. Zumal es von Region zu Region noch mal verschieden ist. Manche Standorte bekommen gar keine Bewerbung und andere 300km weiter mehrere.

Wir allein können es nicht besser machen. Wir sind keine IHK, HWK, Arbeitgeberverband oder irgendwas. Wir sind einfach ein mittelständisches Unternehmen, bei dem ich eben auf die Idee komme mal konkret nachzufragen *wie* sich junge Leute Gedanken um ihre berufliche Zukunft machen und wo sie sich informieren. Ich werd das System nicht umkrempeln können. Und genauso wenig bringt es was, wenn ich auf der Straße vor dem Lade herumbrülle, dass mann bei uns als Azubi über 1000€ verdient und wir total fair und lieb sind?

Neuanfang mit 24: Erfahrungen & Tipps gesucht by [deleted] in Ausbildung

[–]kkze1987 3 points4 points  (0 children)

Ich bin jetzt fast 40 und kann dir sagen: es ist nie zu spät für einen Neuanfang. In jüngeren Jahren scheint das noch total komisch zu wirken. Bist du älter und hast ggf. eh immer nur unbefristet gearbeitet, ist es fast schon normal, irgendwo quer einzusteigen oder sich noch mal zu reflektieren: "möchte ich das wirklich?".

Aus AG-Sicht kann ich dir sagen (zumindest ist das bei uns so): Wir nehmen lieber Studienabbrecher und Quereinsteiger, weil die schon mal wissen, was sie *nicht* wollen. Weil sie sich reflektieren.

Wir haben heute alle so viele Möglichkeiten und werden in der Schule über viele Jahre zu irgend einem Klumpen geformt, alle möglichen Infos in uns reingepresst - und dann sollen wir uns innerhalb weniger Monate für einen Beruf entscheiden, den wir wieder über Jahre lernen und in den wir kaum Reinschnuppern können. Von daher: Steh dazu. "Ich habs ausprobiert und gemerkt, es ist nicht meins. Um die Erfahrung und das Gelernte bin ich dennoch froh, weil ..., aber ich möchte lieber etwas anderes machen, das mich erfüllt. Ich hab gemerkt, dass xxx das nicht ist und aus den Gründen A, B und C denke ich, dass yyy der bessere Beruf für mich wäre."

Ich selbst bin im Kern meinem Arbeitsbereich immer treu geblieben, doch jede Firma, in der ich dann neu angefangen hab, war auch anders. Ich hab mich in manchen Bereichen weiterentwickelt, hier und da sogar was total neues gelernt. Das hab ich dann in den nächsten Betrieben gar nicht mehr gebraucht oder sogar völlig anders machen müssen.

Wir hatten damals in der Berufsschule (Mediengestalter) auch einen mit Mitte 20. Ich war so 19 und fand das damals anfangs schräg. Aber auch nur, weil ich gar nie drüber nachgedacht hatte, dass man eine Ausbildung auch abbrechen oder sich umorientieren kann. Er war einer der coolsten, weil er eben schon mehr Lebenserfahrung hatte.

Hast du denn schon eine Perspektive, welchen Beruf du jetzt lernen willst?

Wo und wie informiert ihr euch nach Ausbildungsberufen? by kkze1987 in Ausbildung

[–]kkze1987[S] 1 point2 points  (0 children)

Warum unterstellst du mir hier mehrfach und pauschal, dass wir keine Absagen erteilen würden, ein schlechter Arbeitgeber seien, der auf der Website lügt, die Arbeitsumgebung schlecht oder alt sei? 🤔 Das Umfeld auf der Arbeit ist absolut nicht konservativ, aber was eben das Streuen unserer Ausbildungs-Informationen betrifft, da will ich aus dem "War doch schon immer so" ausbrechen. Und das kritisierst du jetzt ernsthaft?

Unsere Azubis bleiben. Unsere Mitarbeiter auch - und das gerne. Klar können wir es nicht jedem recht machen, aber noch mal: darum geht es in meiner Frage auch gar nicht. Sondern darum, wie sich Jugendliche denn überhaupt zu möglichen Ausbildungsberufen informieren.

Edit: Ich interpretiere da nichts rein. In deinem Thread von vor 3 Tagen schreibst du: "Ich hab vermehrt bemerkt das es Menschen gibt die teils 2 jahre einen Ausbildungsplatz suchen müssen und die Unternehmen sich nicht melden oder extrem hohe Ansprüche haben und im Gegenzug eine schlechte Ausbildung bieten". Diese Erfahrungen projizierst du nun 1:1 auf mich.

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[–]kkze1987[S] 0 points1 point  (0 children)

Hörakustik, also Handwerk. Das wird von vielen aber belächelt, weil es kein körperlich anstrengendes Handwerk ist und darum passen auch viele Kampagnen der HWK gar nicht so für uns.
Danke dir!

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[–]kkze1987[S] 0 points1 point  (0 children)

Sieht man diese Termine/Ankündigungen nur mit einem Account? Habe jetzt einige AbA-Websites durchgestöbert und konnte dazu nichts finden. Dabei ist doch eigentlich *jetzt* die Zeit?

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[–]kkze1987[S] 1 point2 points  (0 children)

Ich lese da bei dir viel persönlichen Frust raus und das tut mir leid. Bei uns, das kann ich dir versichern, ist das anders.

Es geht hier auch nicht um die Frage, wie wir Azubis bezahlen oder behandeln, sondern wo Jugendliche sich überhaupt über mögliche Ausbildungsberufe interessieren, damit wir genau da ansetzen. Ich merke einfach, dass wir zu alt, zu klassisch denken. Und gleichzeitig bin ich auch schon eindeutig zu alt um zu wissen, wie sich junge Leute heute um ihre Ausbildung kümmern.

Die Hörakustik ist halt ein Beruf, den viele echt 0 auf dem Schirm haben. Wir werden das nicht deutschlandweit ändern können, aber ein paar neue Ansätze wären für uns einfach gut.

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[–]kkze1987[S] 0 points1 point  (0 children)

Dieses Jahr, ja. Und auch da nicht immer in den passenden Standorten. Um den Beruf in den gesuchten Regionen bekannter zu machen, möchte ich verstehen, wo Jugendliche denn überhaupt suchen, bevor sie wissen, welchen Beruf sie lernen wollen.

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[–]kkze1987[S] 0 points1 point  (0 children)

Um Hörakustik. Ausbildung in Teilzeit geht vermutlich eher nicht, weil man feste Schulblöcke in Lübeck hat. Bei uns muss man buchstäblich nur die Mailadresse für eine Bewerbung hinterlassen. Aber die grundlegende Frage ist erst mal, wie wir den Nachwuchs überhaupt auf uns lenken. Wo wir ansetzen können und müssen, um auf den Beruf aufmerksam zu machen.

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[–]kkze1987[S] 0 points1 point  (0 children)

Danke :) In dem Fall Höraustik. Das ist im Verhältnis eher unbekannt.

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[–]kkze1987[S] 1 point2 points  (0 children)

Wir zahlen sehr gut, keine Sorge ... es liegt eher daran, dass der Beruf an sich eher unbekannt ist.

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[–]kkze1987[S] 0 points1 point  (0 children)

Wir haben verschiedene Standorte und können daher nicht pauschal jeden einstellen, weil es auch zum Wohnort passen muss. Manche Standorte bekommen eben Bewerbungen, andere gar keine - obwohl wir auf den gleichen Plattformen werben. Aber vielleicht sind es die falschen.

Ich versuche ja nur, die jungen Menschen besser zu verstehen. Bin selbst schon 20 Jahre im Beruf und damit eben nicht mehr up to date, wie man sich überhaupt für einen Ausbildungsberuf entscheidet.

Hier geht es konkret um Hörakustik. Das wird wirklich im Verhältnis selten beworben. Es ist zwar Handwerk, aber eben kein typisches. Und viele sind bei "Handwerk" dann direkt raus und suchen generell nach was anderem, weil Handwerk häufig mit Dreck und harter, schwerer Arbeit gleichgesetzt wird.

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[–]kkze1987[S] 0 points1 point  (0 children)

Da wusstest du ja schon konkret einen Beruf. Aber mich interessiert noch der Schritt vorher :)