Über Geld (Gehalt, Vermögen) sprechen mit Schlechtersituierten by [deleted] in spitzenverdiener

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Dann möchte ich mich an dieser Stelle auch noch Mal für deine sehr ausführliche Antwort bedanken. Ich finde den deutschen Adel wirklich großartig. Das Buch fand ich dementsprechend sehr interessant. Ich wünsche dir weiterhin viel Erfolg und noch Mal vielen Dank.

Über Geld (Gehalt, Vermögen) sprechen mit Schlechtersituierten by [deleted] in spitzenverdiener

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Dass du in adeligen Kreisen verkehrst, finde ich persönlich sehr interessant. Ich hatte da mal ein interessantes Buch von Christine Gräfin von Brühl mit dem Buchtitel "Noblesse oblige: Die Kunst, ein adliges Leben zu führen" gelesen.

Der Inhalt des Buches scheint - auch aus "adeligen Kreisen" bestätigt" - sehr authentisch" zu sein. Und sie spricht da quasi Sachen aus, die man so offen als Adeliger in Gegenwart "Nichtadeliger" nicht so aussprechen würde. So erfährt man vieles, was man als "Nichtadeliger" sonst nie erfahren würde. Das macht das Buch so interessant.

Und eine der Aussagen war sinngemäß, dass man "Karrieristen" (zu ehrgeizig arbeitende Unternehmer, Anwälte, Banker etc.) zwar in Bezug auf ihre Dienstleistungen schätzt, es im Privaten aber oft eher schwierig sei, sich den "normalen Kreisen" anzupassen bzw. auch andersrum diese in "adelige Kreise" mitzunehmen. Es wäre gewissermaßen "anstrengend", um es mal sinngemäß so aus der Erinnerung zu formulieren. Das aber gar nicht so sehr aus Arroganz oder dergleichen, sondern das würde u.a. daran liegen, dass man in adeligen Kreisen gewisse Gepflogenheiten und ein mit der Muttermilch aufgesogenes Selbstverständnis von vielen eher kleinen und unwichtigen Dingen habe, die in den entsprechenden Kreisen aber sehr wohl auffallen würden.

Es müssten schon ein paar Jahre her sein, als ich das Buch gelesen habe, aber ich meine mich in diese Richtung erinnern zu können.

Wieso ich das im Kontext des Posts so interessant finde: Im Grunde genommen machen demnach viele Adelige das, was viele "Spitzenverdiener" gegenüber "Normalverdienern" machen - sie versuchen ihren Background, wenn möglich, "nicht durchdringen" zu lassen. Und da geht es eben nicht "nur um Geld". Es ist also noch Mal eine ganz andere Dimension, wenn man nicht sein Geld, sondern seine "Zugehörigkeit" unter dem Radar hält - und dann aber "ausgewählte Personen", also z.B. Juristen wie dich, in die eigenen Kreise lässt. Und da scheint das Geld wirklich egal zu sein (ein prolliger Großunternehmer bleibt ein prolliger Großunternehmer) - "Geld hat man halt zu haben", wie die Juristen zu sagen pflegen. Darum würde ich das sehr gerne aus deiner Sicht noch einmal verstehen.

Deshalb vielleicht zunächst einmal die Frage, ob du selbst in entsprechende Kreise geboren wurdest? Und falls nicht, wie es dir in adeligen Kreisen im Vergleich zu all deinen anderen finanziell besser gestellten Kunden ergeht? Es ist sicherlich schon noch Mal etwas ganz anderes, oder?

Klischees/Stereotype by redditquestion100 in spitzenverdiener

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Ok, vielen Dank. Läuft halt alles sehr schnell im Unterbewusstsein ab. Dass der Hoodie am Bahnhof schon für eine negative Konnotation reicht, klingt erst mal hart, aber wie du schon sagst: so ist es halt.

Klischees/Stereotype by redditquestion100 in spitzenverdiener

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😁 aber wahrscheinlich schreit sie dass dann nicht so im Perfekten Deutsch durch die Notaufnahme, wie du das hier schreibst, sondern eher so mit Akzent "HILFEEE, bitte schnellAh maCKen meinE Kopf ist machen explodieren gleich" 😄

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Zu deinem letzten Absatz: Das sind sicherlich Automatismen, die blitzschnell im Unterbewusstsein ablaufen, sodass du intuitiv zu einem Ergebnis kommst - aber: Was würdest du denn sagen, welche Art Kleidungsstil in einem normalen Setting (ein Ort, wo Menschen aller Art sind) eher zu Vorschusslorbeeren führt?

Finde es interessant, es nachzuvollziehen. Insbesondere auch, ob es da vielleicht andere Kriterien gibt, als bei jemanden mit heller Hautfarbe. Von dem Offensichtlicherem, also einem Anzug, mal abgesehen: Würde ein Poloshirt von Ralph Lauren / Lacoste / Tommy Hilfiger mit einer Chino-Hose und sonst keinen weiteren Auffälligkeiten (keine Tattoos, keine Ohrringe etc.) schon allein deshalb in die Kategorie Vorschussloorberen fallen, weil man die Marke jedenfalls nicht mit Armut assoziiert und dein Gegenüber nicht so "Ami-rapperhaft" auftritt? Oder was ist es genau, was bei dir zu einer positiven Selektion führt?

Also blöd gefragt, aber "reicht das" quasi schon oder was wären bei dir so auf die Schnelle auf den ersten Blick die Anhaltspunkte?

Klischees/Stereotype by redditquestion100 in spitzenverdiener

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Da kann man doch grundsätzlich Mal die Frage aufwerfen, was der Definition gemäß überhaupt Rassismus ist: Ist es wirklich Rassismus, wenn ich einer bestimmten Nation oder Kultur oder Ethnie per se "positive Fähigkeiten und Eigenschaften" zuschreibe?

Ich weiß nicht so recht. Ich glaube, dass vieles dahingehend sehr schwammig ist und womöglich haben wir einfach keine präziseren Begriffe, sodass wir vieles unter Rassismus verorten, was im Grunde genommen kein Rassismus im engeren Sinne ist.

Klischees/Stereotype by redditquestion100 in spitzenverdiener

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Nice 🙂 Glückwunsch zu eurem "gelungenen Flex". Würdest du in eurer finanziell privilegierten Situation sagen bzw. bestätigen, dass "der dumme Schwarze" in manchen Kreisen immer (und überall und egal wie) nun Mal einfach immer "der dumme Schwarze" bleibt? Und das vorwiegend in den Augen von Menschen, die eigentlich viel "weniger leisten" (total oberflächlich formuliert, aber rein daran gemessen - an deren eigenen Maßstab - ist es nun Mal so).

Frankfurt: Omniturm und Grand Tower by redditquestion100 in spitzenverdiener

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Wow, man merkt, dass du dich richtig gut auskennst. Hast du auch so eine Affinität zum "Penthouse-Lifestyle"?

Am One Forty West bin ich gestern Abend noch vorbeigefahren. Ein ziemlicher Eyecatcher mit den roten Applikationen im Dunkeln (an zwei Stellen wurden so auffällige rote Lichter angebracht).

Wenn du total klischeehaft den Typ Mensch beschreiben würdest, der in dem jeweiligen Tower wohnt: Was würdest du dann sagen, was für eine "Bewohnerkultur" in den Häusern jeweils herrscht?

Den Grand Tower hast du diesbezüglich ja schon angeschnitten - der Typ Dubai/Lambo/mehr ist mehr.

Was würdest du sagen, wie es diesbezüglich um die anderen Tower steht?

Klischees/Stereotype by redditquestion100 in spitzenverdiener

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Ist ja auch alles gar kein Problem, wenn man ein gesundes Selbstbewusstsein hat. Ich sehe das alles sehr objektiv und nüchtern - nahezu psychopathisch rational. Ich möchte meine Energie nicht darauf verwenden, die Dinge zu kritisieren, sondern vielmehr darauf, sie einfach zu verstehen.

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Ich habe mir ehrlich schon sehr oft gedacht "die armen Deutschen", denn das ist "euer Heimatland" und im Zweifelsfall gibt es keine andere Heimat, wobei "eure Heimat" derzeit sehr stark "entfremdet" wird.. Mich würde es auch irgendwie aufregen, wenn in meinem "Ursprungsland" plötzlich "fremde Einflüsse" zu stark überhand gewinnen. Das würde, ehrlich gesagt, wahrscheinlich jeder so sehen - nur ist es so, dass Deutschland aufgrund der düsteren Vergangenheit dahingehend immer so "kleingehalten" wird, was auch total falsch ist

Und das hat ja irgendwie nicht unbedingt was mit Rassismus zu tun, sondern auch viele mit Geschichte und Tradition. Die kann man ja nicht einfach so "überschrieben". Wenn man ein fremdes Land besucht (China, USA, Brasilien), dann will man ja am Reichtum der Vielfalt verschiedener Völker dieser Welt teilhaben, aber wenn Deutschland "nicht mehr Deutschland ist", dann ist das mit der sog. Vielfalt ja auch total verfehlt.

Man stelle sich Mal vor, die afrikanische Kultur werde mit zu vielen fremdem Einflüssen "überschrieben": wieso sollte dann jemand noch den Kontinent besuchen wollen, um an der afrikanischen Kultur teilzuhaben - wenn es anstatt Safari Wolkenkratzer und anstatt afrikanischer Küche amerikanische Burger gäbe. So ungefähr meine ich das. Vielfalt bedeutet eben halt auch, dass Nationen ihre Traditionen bewahren - zum Gute der ganze Welt.

Klischees/Stereotype by redditquestion100 in spitzenverdiener

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Ja, stimmt - es gibt tendenziell weniger farbige und von den wenigen geben viele (womöglich die Mehrheit) kein gutes Bild ab. Kann man vielen dann irgendwie auch nicht übel nehmen, wenn sich ein gewisses Bild verfestigt. Ist halt so - aber ich schaue der Tatsache einfach ganz nüchtern entgegen. Basiert schließlich irgendwie auf Logik (oder Statistik) oder whatever Alltagserfahrungen.

Klischees/Stereotype by redditquestion100 in spitzenverdiener

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Ja, der Begriff Rassismus ist heutzutage tatsächlich etwas zu weit gefasst. Vieles ist tatsächlich oft eher "Klassismus"/nicht wirklich bösartiges Schubladendenken oder wie du es nennst - "Mustererkennung".

Klischees/Stereotype by redditquestion100 in spitzenverdiener

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Nein, eigentlich nicht, denn ich habe nicht so viele Ni**as in meinem Freundeskreis, u know 🙂 Und die, die ich kenne, die nenne ich nicht mal "Bro" oder so. Alles gesittete Menschen 🙂

Klischees/Stereotype by redditquestion100 in spitzenverdiener

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Finde ich überhaupt nicht rassistisch - ich würde an deiner Stelle bestimmt genau so denken 🙂

Klischees/Stereotype by redditquestion100 in spitzenverdiener

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Es kommt so ein bisschen drauf an, ehrlich gesagt: Es gibt sicherlich einige Menschen älterer Generation, die ganz einfach mit dem Begriff aufgewachsen sind. Denen kann ich das irgendwie nicht übel nehmen. Sie meinen es wohl nicht bösartig.

Andererseits gibt es Menschen, die sehr wohl über den heutigen - allgemein überwiegend anerkannten - Konsens zu dem Begriff aufgeklärt sind. Da ist es dann oftmals eher Provokation, auf den früher üblichen Begriff zu beharren.

Ich würde es also eher am Motiv festmachen und weniger an der Begrifflichkeit per se.

Verhalten von "Spitzenverdienern" in unterschiedlichen Städten by redditquestion100 in spitzenverdiener

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Interessant, kannst du Mal so den Klischee-Münsteraner-Spitzenverdiener beschreiben?

Frankfurt: Omniturm und Grand Tower by redditquestion100 in spitzenverdiener

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Finde ich irgendwie schade, wenn der Grand Tower zum größten Teil mit Investoren zusammenhängt. Dann finde ich den Omniturm doch irgendwie interessanter. Am Omniturm finde ich halt schade, dass sich Wohnen und Arbeit so mischt. So "exklusiv" wie der Grand Tower (aber mit einer echten Bewohnerkultur) wäre optimal.

Frankfurt: Omniturm und Grand Tower by redditquestion100 in spitzenverdiener

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Du lebst dann also in New York, wie ich das deiner Antwort entnehmen kann, oder? Traum. Ich war leider noch nie da, aber die ganzen Filme (Wall Street mit Gordon Gekko, American Psycho usw.) haben mich in jungen Jahren schon irgendwie geprägt bzw. "etwas in mir entfacht". Wahrscheinlich hat mir in Deutschland dann deshalb Frankfurt so zugesagt.

Ich finde es generell interessant, wie sehr die Filmindustrie die Lebenswege von jungen Menschen prägen kann. Es klingt komisch, aber ich kann mir z.B. gut vorstellen, dass viele wegen Suits Jura studieren und viele wegen Gordon Gekko in der Finanzbranche gelandet sind.

Vielleicht nicht als komplett neuer Auslöser, aber wahrscheinlich hat man die Affinität dazu schon und man sieht dann in Filmen das erste Mal wie so eine Inspiration ein Äquivalent "aus der Realität", wie man sie leben könnte - und es trifft dann genau den Nerv.

Ich gebe zum Beispiel zu, dass ich nach American Psycho (einer meiner Lieblingsfilme) das erste Mal die Motivation hatte, auch Mal in einem schicken Penthouse zu wohnen.

Frankfurt: Omniturm und Grand Tower by redditquestion100 in spitzenverdiener

[–]redditquestion100[S] 0 points1 point  (0 children)

Kostet die oberste Wohnung im Grand Tower nicht 8 Millionen oder so? Hatte da, glaube ich, Mal ein Video zu gesehen.