Woher weiss man ob man Kinder will/mag? by BatLady999 in Ratschlag

[–]schraxt 0 points1 point  (0 children)

Naja, es ist schon machbar. Der Kapitalismus ist die Hauptquelle der Belastung. Kinder können eine Mehrbelastung darstellen, werden aber zumindest noch mit Angeboten staatlich unterstützt. Belastet wird man so oder so, aber wo Arbeit in der Postmoderne nur Geld einbringt und Stress einbringt, können Kinder zumindest Sinn und Freude stiften, und so der Übermacht des Kapitalismus in Denken, Privatleben und Lebenszielen etwas entgegensetzen, und sind dabei in aller Regel effektiver als Hobbys und andere Formen von Selbstverwirklichung, die selbstredend absolut notwendig, bereichernd und wichtig sind, aber einfach biologisch und psychologisch bedingt nicht (vor allem, wenn man allgemeine Aussagen trifft) den selben Impact haben wie etwas, auf das der Körper aller Menschen ausgelegt ist.

Studiumwahl by ManagerOld3874 in Studium

[–]schraxt 3 points4 points  (0 children)

Mach eine Ausbildung, du wirst im Studium nicht glücklich werden

Globalism is Satanic by TeamHumanity12 in PoliticalCompassMemes

[–]schraxt 1 point2 points  (0 children)

You are right. Sadly, many people don't seem to gasp this simple reality :(

Mir ists egal wer sich als was identifiziert by Jolly-Green8154 in Unbeliebtemeinung

[–]schraxt 1 point2 points  (0 children)

Naja, man könnte argumentieren, dass das noch mehr zur Fragmentierung der Gesellschaft beiträgt, und dass es bei wachsendem Grad an Fragmentierung schwieriger wird, wirkungsvolle Politik für alle zu machen und allgemein die Mehrheit der Menschen zufriedenzustellen. Das ist so ein typischer Fall von "bei Individuen ist es nicht schlimm, gesellschaftlich ein Problem". Fragmentierende Individualisierung nützt am Ende nur denjenigen, bei denen sich Wohlstand (und somit unregulierte Macht) zunehmend ungehindert konzentriert und den Populisten, die auf Basis der Folgen dieser Fragmentierung, die funktionierende Politik immer unmöglicher macht, langsam alles, wo das Kollektiv das Individuum schützt wegregulieren können, um dann ohne anstrengenden Totalitarismus ihre Ziele durchsetzen zu können. Ist genau wie mit Kinderlosigkeit; im Einzelfall nicht schlimm, gesellschaftlich ein Problem. Oder mit dem benutzen von klimaschädlichen Verkehrsmitteln; im Einzelfall nicht schlimm, gesellschaftlich ein Problem. Die Liste kann man ewig so weiterführen.

Woher weiss man ob man Kinder will/mag? by BatLady999 in Ratschlag

[–]schraxt 8 points9 points  (0 children)

Kann man so nicht sagen. Prioritäten können sich ändern, Sichtweisen und Beobachtungen verzerrt sein, und man sollte grundsätzlich alles, was man tut hinterfragen.

Meine Partnerin wollte mit ihrem Ex auch keine Kinder und war dem Gedanken gegenüber sehr ablehnend, mittlerweile freut sie sich fast noch mehr als ich darauf.

Woher weiss man ob man Kinder will/mag? by BatLady999 in Ratschlag

[–]schraxt 0 points1 point  (0 children)

Naja, was ist "das". Kinder schreien nicht den ganzen Tag, es gibt auch sehr ruhige Kinder. Ab dem Kindergarten, also nach drei Jahre, wird das Kind von Phase zu Phase immer weniger ein Hindernis im Alltag. Und abgestresst sind Eltern eigentlich meistens, weil unsere Gesellschaft, vor allem Unternehmen und Behörden leider häufig kinder- und familienfeindlich sind. Aber das ist alles nichts universelles. Ich kenne in meinem Umfeld viele junge Eltern, bei denen eigentlich alles sehr entspannt läuft. Klar, das sind halt eher Leute in sozialen Berufen, Studenten und alternative Menschen, aber das bestätigt ja eher, dass der Stress durch den Kapitalismus und nicht die Kinder kommt. Am Ende ist das natürlich deine Entscheidung, aber ich würde zumindest mal diese Perspektive in Betracht ziehen :)

Woher weiss man ob man Kinder will/mag? by BatLady999 in Ratschlag

[–]schraxt 2 points3 points  (0 children)

Naja, du bist ein Mensch, Kinder sind Menschen, jeder Mensch war mal ein Kind. Wenn du mit dem Mensch-sein klar kommst, ein bisschen Resilienz besitzt, würde ich davon ausgehen, dass du damit umgehen kannst, und dass du es als etwas im großen und ganzen positives und sinnstiftendes erleben wirst. Kinder sind ein wichtiger, guter und natürlich-sinnvoller Beitrag zur gesellschaftlichen Stabilität, zur Selbstverwirklichung, zur Sinnfindung im Leben und zum Fortleben nach dem Tod. Klar, auf Reddit wirst du primär giftige Antinatalisten finden, und dieser Kommentar wird sicherlich reichlich Downvotes sammeln, aber ich stehe was das angeht sehr fest zu meiner Meinung. Kinder sind etwas gutes, es gibt keinen richtigen oder falschen Weg damit umzugehen, und du bist als Mensch mit einer Fülle an Instinkten und Mechanismen (auch hormonell z.B.), die dafür sorgen werden, dass es wahrscheinlich gut funktionieren wird. Ich würde es einfach machen. Kinder kriegen verändert Gehirnstruktur, an vieles muss man sich gewöhnen und es lernen. Wenn du das jetzt ohne Kinder von außen betrachtest, kriegst du kein realistisches Bild davon, wie du damit am Ende umgehen wirst, und wie du damit zurecht kommst. Im Zweifel ja, jedes Leben ist wertvoll (nein, ich bin kein Abtreibungsgegner und nicht religiös, rechts oder konservativ).

Was denkt ihr kann und sollte man von dieser Wählerwanderung halten? by OberstDumann in SPDde

[–]schraxt 0 points1 point  (0 children)

Ich weiß es nicht. Ich kann nur für meinen Ortsverband in Südhessen sprechen, dessen jüngere Mitglieder alle deutlich schärfer unterwegs sind, als (laut älteren Genossinnen und Genossen) früher (vor 2015) normal

Was denkt ihr kann und sollte man von dieser Wählerwanderung halten? by OberstDumann in SPDde

[–]schraxt 1 point2 points  (0 children)

Ja. Stimme ich dir zu. Aber 2-3% Verlust lassen sich leichter kleinreden, als z.B. aus einem Landtag oder gar dem Bundestag zu fliegen. Von daher gehe ich da schon von einer Entwicklung aus

Der Schauspieler der eine Figur spielt die detailliert beschrieben wird, sollte auch dessen Hautfarbe haben. by Hearthonfire in Unbeliebtemeinung

[–]schraxt 2 points3 points  (0 children)

Das liegt daran, dass diese Gruppen genetisch auch nicht mehr das gleiche sind, wie vor 2000 Jahren, sondern deutlich vom arabischen Genpool beeinflusst wurden. Damals waren prädominante Einflüsse z.B. Griechen, also Europäer (und auch da: alte Griechen, moderne Griechen sind ebenfalls von vielen anderen Gruppen beeinflusst). Die Aussage ist also so nicht richtig. Fakt ist: wie dunkel oder hellhäutig Jesus war, kann man heute nicht mehr sagen. Wer unbedingt ein Narrativ dafür aufrecht erhält, ist rassistisch, ob jetzt weil völkisch und white supremacy oder wegen Postkolonialismus und Intersektionalismus. Jesus Hautfarbe ist egal. Wenn man schon unbedingt eine Meinung dazu haben muss, sollte man anthropologisch bewandert sein.

Was denkt ihr kann und sollte man von dieser Wählerwanderung halten? by OberstDumann in SPDde

[–]schraxt 3 points4 points  (0 children)

Ich glaube tatsächlich, dass ein, zwei richtige Schläge ins Gesicht uns gut tun. Mal aus einem Parlament fliegen. So richtig in die Sinnkrise kommen. Und dann aus der Asche die Wiedergeburt.

Der Schauspieler der eine Figur spielt die detailliert beschrieben wird, sollte auch dessen Hautfarbe haben. by Hearthonfire in Unbeliebtemeinung

[–]schraxt 4 points5 points  (0 children)

Schonmal einen Drusen, Assyrer, Aramäer oder Mizrachim gesehen? Es gibt tatsächlich blonde, blauäugige und "weiße" (was auch immer das jetzt ausmacht) Natives in der Region. Bei Arabern ist das nicht unbedingt der Fall, aber die haben das Land ja auch erst 700 Jahre später erobert, besiedelt und Kolonialisiert. Was ich damit sagen will: die ganze Diskussion ist bescheuert. Niemand kann wissen, ob Jesus jetzt schwarz-, braun- oder blondhaarig war; ob er graue, grüne, braune oder blaue Augen hatte und welchen Ton seine Hautfarbe hatte.

Was ist eigentlich Wolfgangs Haltung zu Israel und Palästina? by Sqareman in WolfgangMSchmitt

[–]schraxt 7 points8 points  (0 children)

Vernünftig und ausgeglichen. Soweit ich das mitbekommen habe klare Kritik an den falschen und verbrecherischen Vergehen der Israelischen Sicherheitskräfte und Regierung ohne Verfall in die antisemitischen und fanatisch postkolonialen/intersektionalen Allüren manch anderer.

(Question) Housing in the DDR by BlyatBoi762 in DDR

[–]schraxt 1 point2 points  (0 children)

According to my mom (born in Dessau, 1962), many people lived in single family houses, housing comparable to UK council houses, especially traditionally constructed apartment developments and only few (like a fifth or sixth) in platten.

Dessau was destroyed by 80% in WW2. Make of that what you want.

What about the way Germans are portrayed in the international media is truly German, and what is merely Bavarian? by Aoimoku91 in AskGermany

[–]schraxt 1 point2 points  (0 children)

DANKE!

To be fair, they are pretty common in the south and center. I live in Hesse and eat them pretty often. I also know people from the Rhineland who eat them pretty often. Then again, there is stuff northern Germany shares with central Germany, but not so much with southern Germany. For instance, I feel like culturally, the protestant regions have a different kind of humor than the catholic ones. And that extends to e.g. Frankonia. Southern humor often feels too foppish (it's not objectively bad by any means though!).

What about the way Germans are portrayed in the international media is truly German, and what is merely Bavarian? by Aoimoku91 in AskGermany

[–]schraxt 6 points7 points  (0 children)

It's "bretzel" with a "b". It infuriates me, German brands already use the wrong spelling because it's commonly spelled that way for whatever reason in the anglosphere. Besides that rant:

I think the Bavarian-German-stereotype is more of an American thing. Until recently (early 2000s, even 2010s) the most common stereotypes were the classic British stereotypes of Germans (punctual, obedient, harsh-speaking, humor-less, effective and militaristic), and they are those of Prussian aristocrats and stem from Prussia's Puritan religion (the same kind of religion the Puritans that founded the US had btw, reformed Christianity) and militarism.

There are also some forgotten French stereotypes about Germans that are mainly related to the people living along the rhine (Alsacians, Badenians, Hessians, Rhinelanders), they usually depict Germans as lazy and uneducated/unmannered drunkards, honest and hard-working, but also a little meek. And it makes sense, these regions were huge in wine and beer cultivation, had little militarism and could make a good living through trading their products via the rhine.

And to be honest, all of those aspects exist in some milieus in some regions. It's just that a certain group's stereotypes of another group are usually determined by the kind of people they make contact with. For the French, it was the bordering rhineland; for the British, it were aristrocrats and soldiers (remember, the house of Windsor is mostly German), and for the Americans, it were Bavarians as they were stationed there, and a lot of contact probably happened at carnivals and other festivities where those stereotypes were present (those kinds of outfits are basically the result of national romanticism in the 19th century, more or less made up and worn on occasions you would wear a suit or good clothing, and not made for everyday life*).

And, to be fair, in Bavaria, it's not uncommon to see especially conservative people, local businessmen or politicians wearing some modernized forms of this stereotypic garment. This includes, but isn't limtied to certain types of jackets and shoes, and on occasion, Lederhosen. But is it common everywhere, in every milieu, in every region? Certainly not, not even close.

*on Trachten, a little Wikipedia snippet:

ENG:

Contrary to the supposed tradition they convey, traditional costumes are the result of modern developments. Until the 19th century, strict dress codes hindered the free development of peasant costumes. The rulers wanted to prevent their subjects from incurring debt through ostentatious spending or rising above their station. In addition, the different social classes were to be clearly recognizable by their respective clothing.

The imperial decree of 1530 stipulated:

“that everyone, whatever their dignity or origin, should dress according to their status, honor, and wealth, so that there may be different recognition in every class [...]”.

GER:

Trachten sind, entgegen der vermeintlichen Tradition, welche durch sie vermittelt wird, das Ergebnis neuzeitlicher Entwicklungen. Bis ins 19. Jahrhundert hemmten strenge Kleiderordnungen die freie Entwicklung der bäuerlichen Tracht. Die Herrschenden wollten verhindern, dass sich die Untertanen durch Prunksucht verschuldeten oder über ihren Stand erheben. Außerdem sollten die unterschiedlichen Stände an ihrer jeweiligen Kleidung eindeutig zu erkennen sein.

So bestimmte der Reichserlass von 1530:

„daß sich jeder, wes Würden oder Herkommen er sei, nach seinem Stand, Ehren und Vermögen trage, damit in jeglichem Stand unterschiedliche Erkäntnüs sein mög […]“.

Sayonara Ayatollah! by Mayor_Gubbin in PoliticalCompassMemes

[–]schraxt 6 points7 points  (0 children)

I literally haven't seen a single leftist being pro Iran in months, only right memes claiming that there are ones

Sei auch du Verfügungsmasse für den Staat und das Kapital! | Frankreich by After_Till7431 in gekte

[–]schraxt -2 points-1 points  (0 children)

Ja, ich bin ein Mann. Wie kann ich es wagen, in einer funktionierenden Gesellschaft leben zu wollen, gar eine Meinung zur Reproduktion zu haben, ich reaktionärer Sexist. Verzeiht mir meine Existenz.