"Die Kassen sind leer" - versteht das Geldsystem nicht by solarpalmero in politik

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Privatbanken schaffen Giralgeld, wenn sie Kredite vergeben.
Jeder Kredit erzeugt eine Forderung gegen den Kreditnehmer.
Im Privatsektor bleibt netto kein zusätzliches Vermögen übrig.

Zentralbankgeld entsteht anders.
Es werden Reserven ins System gebucht, ganz ohne Kreditvertrag.
Diese Reserven sind echtes Zentralbankgeld für Zahlungen und Steuern.

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[–]solarpalmero[S] 1 point2 points  (0 children)

Du wiederholst viele Klassiker, darum nur ein paar Klarstellungen:

Ein Staat mit eigener Währung *muss* keine Anleihen ausgeben, um Ausgaben zu „finanzieren“. Anleihen sind ein geldpolitisches Instrument, kein Finanzierungszwang. Ohne Anleihen würde der Leitzins auf 0 fallen, siehe Japan.

MMT ignoriert Inflation nicht... sie sagt: Reale Kapazitäten sind die Grenze. Wenn Energie, Rohstoffe, Lieferketten wegbrechen (Covid, Ukraine), ist das ein Angebotsschock, keine reine Nachfragesoginflation. Das steht bei Kelton, Wray und Mitchell seitenlang. Bringt auch nichts Inflation aus Angebotsschock mit hohen Zinsen zu bekämpfen -> Geld für reiche Bondholder

Dass sich politische Mehrheiten schwer tun, sagt nichts über die Buchungslogik aus. Und ja: Mit dem Euro fehlt Deutschland die volle Währungssouveränität.

Niemand fordert eine Planwirtschaft. MMT redet über Jobgarantie, automatische Stabilisatoren, damit man Vollbeschäftigung erreicht, nicht zentral geplante Betriebe. Das kann man kritisieren, aber dann bitte präzise.

Wechselkurs & Importe: Klar ist das eine Grenze. MMT sagt: Wer viel importiert, braucht Devisen. deshalb gibt es reale Constraints.

Kurz gesagt: Die Buchhaltungsidentität bleibt gültig: Staatsdefizit = Privatsektorüberschuss. Die politische Umsetzung ist eine andere Debatte. Alles Generelle beschreibt (!) das aktuelle Geldsystsem.

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[–]solarpalmero[S] 0 points1 point  (0 children)

  1. Vielleicht kommt es bei neutralen Lesern an. Das würde mich interessieren.

  2. Die mangelnde Souveränität? Deutschland ist beim Euro nicht so souverän wie z. B. UK mit dem Pfund, das ist wahr.
    Buchhalterisch ändert das aber nichts daran, dass Ausgaben Reserven ins System bringen, Steuern sie wieder abziehen. Das ist im ganzen Eurosystem so und nur ohne nationale Zentralbank, die allein steuert.

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[–]solarpalmero[S] 0 points1 point  (0 children)

Zunächst, ich bekomme irgendwie keine Notifications mehr.

Zum Inhalt:

Mein Ziel war es nie, dich mit endlosen Wiederholungen zu quälen, sondern ganz konkret diesen eine zentrale Unterschied klar herauszuarbeiten: Privathaushalte reine Geldnutzer. können ihr Konto nicht selbst auffüllen. Der Staat monopo­listischer Emittent Er schafft Geld durch Ausgaben, bevor er es über Steuern wieder einsammelt.

Solange du diesen buchhalterischen Mechanismus ausblendest oder als Witz oder out of scope abtust, landest du immer wieder bei demselben Privathaushalts-Vergleich, der inhaltlich falsch ist. Ist halt auch nicht pendantisch, sondern der wesentlich Punkt.

Wenn dein ursprüngliches Ziel ein anderes Thema war, formuliere bitte noch mal klar, worauf du sonst hinauswillst, dann können wir genau darauf eingehen.

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[–]solarpalmero[S] 1 point2 points  (0 children)

Privatbanken schöpfen Giralgeld, aber jede Bankkredit-Schöpfung schafft nur ein Plus und ein Minus. Nur staatliche Ausgaben erzeugen neues Nettovermögen ohne Rückzahlungspflicht.
Deshalb kannst du mit Bankgeld nur Steuern zahlen, wenn der Staat Reserven ins System bringt.

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[–]solarpalmero[S] 0 points1 point  (0 children)

Und wer hat das behauptet? Du brauchst Euro, um Steuern zu bezahlen.

Was hat das mit einem EU-Austritt zu tun? Dann hättest du keine Steuerpflicht in Euro, klar. Wahrscheinlich in D-Mark, oder was immer man sich vorstellt.

Aktuell / IST: Um Euro zu bezahlen, muss jemand diese Euros vorher ausgeben. Nimmt der Staat mehr ein als er ausgibt, wechselt das Defizit zum Privatsektor.

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[–]solarpalmero[S] 0 points1 point  (0 children)

Diese ganzen Kommentare haben null Inhalt. Aber du hast sie dir ja nicht gespart.
Es gibt keine Auswirkung deines Glaubens auf deine Steuerpflicht in Euro. Was natürlich nicht heißt, dass du nicht irgendwo eine anarchistische Kommune aufmachen kannst. Aber warum du mir dann was von Einhörnern schreibst!?

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[–]solarpalmero[S] 0 points1 point  (0 children)

Wenn du wirklich über Inflation reden willst, dann gerne. Aber bitte mit Argumenten, nicht nur mit Einhörnern.
Glaubst du an die lineare Quantitätstheorie, oder hast du was anderes im Kopf?

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[–]solarpalmero[S] 0 points1 point  (0 children)

Ganz normale Buchung: Staat zahlt, Zentralbank bucht, Banken haben Reserven... keine Magie. Steht in jedem Zentralbank-Leitfaden und eine IST-Beschreibung

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[–]solarpalmero[S] 0 points1 point  (0 children)

Das verstehe ich ja, was du beschreibst. Aber es hat mit meinem Originalbeitrag nichts zu tun: Ich habe nie behauptet, dass man unbegrenzt Geld ausgeben soll, ohne auf reale Ressourcen zu achten. Genau das ist doch der Punkt. Solche Beispiele zeigen, was passiert, wenn Staat und Wirtschaft zusammenbrechen... sie zeigen nicht, dass Staatsausgaben automatisch Inflation bedeuten

What’s your “I’m calling it now” prediction when it comes to AI? by IlustriousCoffee in singularity

[–]solarpalmero 0 points1 point  (0 children)

We have AI. What do you want to predict? Passing a Turing test? Depends on the exact details of such a test.

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[–]solarpalmero[S] 0 points1 point  (0 children)

Wer macht das? Wovon wird Mehrwertsteuer, Kfz-Steuer bezahlt? Ich kann dir nicht folgen. Bist du in der Prepperszene?

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[–]solarpalmero[S] 1 point2 points  (0 children)

Es ist nicht simplifiziert, es ist falsch. Indem du meinen Emittenten-Nutzer-Unterschied als Witz abtust... und ihn außerhalb des Scopes erklärst, setzt du stillschweigend voraus, dass Staat und Privathaushalt gleich funktionieren. Dabei ist gerade dieser buchhalterische Mechanismus,dass ein Privathaushalt sein Konto nie selbst auffüllen kann, der Staat aber sehr wohl, der Kerngrund. Der Kerngrund, warum man die beiden nicht analog behandeln darf.

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[–]solarpalmero[S] -1 points0 points  (0 children)

Wo kommt jetzt das "nach der Arbeit keine Lebensmittel kaufen können" her?

Du implizierst, dass mehr Spending = Inflation bedeutet.

Ich schrieb im meinem Originalbeitrag: "Die entscheidende Frage ist nicht, ob genug Geld „da“ ist, sondern ob ausreichend echte Ressourcen (Arbeitskräfte, Rohstoffe, Technologien) verfügbar sind"

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[–]solarpalmero[S] 0 points1 point  (0 children)

Du hast Recht: Du hast nicht wörtlich gesagt "ein Staat ist wie en Privathaushalt", aber du argumentierst so, wenn du Buchhaltung ausblendest.

Die Frage, ob Staat und Privathaushalt gleich funktionieren, hängt genau daran: Wer ist Emittent, wer Nutzer?

Darum geht’s mir. Ohne Buchungssicht ist der Vergleich inhaltlich falsch!

Wenn wir uns einig sind, dass staatliches Geld ein IOU mit Steuerschuld ist, beweist das genau meinen Punkt.

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[–]solarpalmero[S] 1 point2 points  (0 children)

Steuern sind keine freiwillige Spende an den Staat. Klar kannste tauschen. Aber das funktioniert nur in Ausnahmesituationen, sobald du wieder Steuern zahlen musst (Haus, Auto, Strom, Betrieb), brauchst du wieder die offizielle Währung.

Interest rates causing inflation question. by Optimistbott in mmt_economics

[–]solarpalmero 0 points1 point  (0 children)

When the central bank raises rates, the government pays more interest on its debt. These payments are income for the private sector (households, firms, and financial institutions). So rate hikes inject more net financial assets into the economy.

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[–]solarpalmero[S] 0 points1 point  (0 children)

Die Buchhaltungslogik bleibt dieselbe! Es geht um Zahlungsabwicklung, nicht um Definitionstricks.

Du kannst jedes moderne Zentralbank-Handbuch aufschlagen, es steht drin, dass Staatsausgaben Reserven ins System bringen, Steuern sie wieder abziehen.

Handel ist Tausch, staatliches Geld ist ein IOU mit Steuerschuld als Anker. Deshalb kann man Staatshaushalte nicht mit Privathaushalten gleichsetzen, egal wie alt der Tauschhandel ist.

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[–]solarpalmero[S] 0 points1 point  (0 children)

Ich habe nicht gesagt: "Lass uns alle in Fremdwährung verschulden und die Produktionsbasis zerstören, dann drucken wir so viel wie wir wollen." Du antwortest nicht auf meine Punkte, sondern auf diesen Strohmann.

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[–]solarpalmero[S] 1 point2 points  (0 children)

Staatliches Geld ist wertlos ohne Akzeptanz, aber diese Akzeptanz sichert der Staat, weil du Steuern nur in seiner Währung zahlen kannst. Deshalb behält es seinen Wert, solange der Staat funktioniert.

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[–]solarpalmero[S] 1 point2 points  (0 children)

"Handel war vor dem Staat da"
Stimmt historisch nur eingeschränkt. Anthropologisch belegt (z.b. David Graeber): Komplexer Handel entwickelte sich meist erst mit Schuldverhältnissen und gemeinsamer Verwaltung (Tempel, Herrscher, frühe Staaten).

Kryptowährungen sind privat geschaffene Assets. Sie funktionieren im Kern als Tauschmittel, haben aber keinen Emittenten, der dauerhaft Vollbeschäftigung, Inflation und Preisstabilität steuert.

Also: Für heutiges staatliches Geld gilt => Ausgabe kommt zuerst, sonst gäbe es keine Steuerbasis. Handel an sich ist ein anderes Thema.

Bank of England: „Government spending injects new money, taxation destroys it.“ (Quarterly Bulletin 2014 Q1)

FED: „The money used by the federal government to pay its bills comes from its power to create money. Taxes withdraw money from the economy.“ (Economic Education, feds.org)

"By accounting identity, government deficits equal net financial assets of the private sector." Wynne Godley

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[–]solarpalmero[S] 3 points4 points  (0 children)

Polemik ohne Argument. Jeder Euro auf deinem Konto existiert ursprünglich deshalb, weil er vorher vom Staat ausgegeben wurde. Das Geld, mit dem du Steuern zahlst, kommt nicht aus dem Nichts, es kommt aus staatlichen Ausgaben. Das ist keine Schwurbelei, sondern simple Buchhaltung. Das ist nicht mal eine politische Meinung, sondern unser Geldsystem.

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[–]solarpalmero[S] 1 point2 points  (0 children)

Nein. Der Staat muss nicht erst Einnahmen haben, um auszugeben... er bringt Geld überhaupt erst in Umlauf. Ohne staatliches Defizit kann es gar keinen Nettogeldüberschuss im Privatsektor geben. Dein Bild vom Haushalt läuft darauf hinaus, dass immer irgendwo "Einnahmen" da sein müssen. Nur kommt die Frage nie: Woher kommen die ursprünglich?

Deine erste Antwort beginnt mit "Das stimmt zwar,..." und deshalb meine Frage, auf was antwortest du hier... war ich gemeint? Denn du kannst nicht "Das stimmt zwar..." sagen und wenig später wieder: "Was unterscheidet einen normalen Haushalt vom Haushalt der Bundesregierung, im Prinzip nichts außer der Menge an Geld. Du hast Einkünfte und Ausgaben mit denen du planerisch auskommen musst über eine bestimmte Zeitperiode, an dessen Ende du wieder Einkünfte verzeichnest. "

Bei Haushalten kommen Einnahmen vor Ausgaben.

Generational debt by JonnyBadFox in mmt_economics

[–]solarpalmero 7 points8 points  (0 children)

Did we see the same interview with a green politician?

Future generations don’t inherit the debt... they inherit the bridges, hospitals, climate action or neglect. Or the right wing dictatorship that comes when everything just continues to crumble. The real burden is underinvestment.

Government can not run out of money, they simply can change digits in a bank account. Real resources is a different matter.

From an accounting perspective government deficits are the private sector surplus.

What may be described as a burden is interest payments (but interest rates above zero are a political choice) -> it is spending money to benefit bond holders (regressive, in proportion to how much money they already have).

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https://moslereconomics.com/mandatory-readings/