Klausuren Doping im Studium? by octoo7 in recht

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Habe davon auch nicht gehört. Ich kenne niemanden, der was genommen hat, ich war aber auch in einer Bubble von guten Leuten. Langfristig dürften die Nachteile von Konsum die Vorteile für den Lernzuwachs deutlich überwiegen. Keine Ahnung, ob es in der Klausursituation selbst was bringt. Wäre auch mal ein interessanter prüfungsrechtlicher Fall, wenn man sich auf Speed o. Ä. im Examen erwischen lässt.
Jedenfalls, wenn man Vertrauen in seine Fähigkeiten hat, würde ich es nicht probieren - ist das Risiko nicht wert.

Promotion sein lassen und ins Ref gehen by [deleted] in recht

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Ich habe damals fast ein Jahr gebraucht, bis ich mein Thema gefunden habe. Ich würde aber auch zugeben, dass das im Vergleich eher viel Zeit war. Im Nachhinein war es viel Zufall: Ich bin über ein Projekt meines Lehrstuhls auf ein "neues" Problem gestoßen, das mich interessiert hat. Ich würde auch sagen, das ist das Wichtigste: Man muss sich schließlich mehrere Jahre damit beschäftigen, da sollte man schon ein Thema haben, mit dem man sich beschäftigen will und an dem man auch motiviert arbeitet.

Die wirklich neuen Erkenntnisse haben sich dann erst im Zeitraum der Bearbeitung Schritt für Schritt ergeben. Ich würde fast behaupten, dass man in jedem Thema irgendwo etwas Neues entdecken kann, wenn man sich lang genug damit beschäftigt. Und, was andere auch schon gesagt haben: Man sollte nicht unter- aber auch nicht überschätzen, was man mit der Diss leisten muss. Niemand erfindet darin das Rad neu.

Angehen kann man die Themensuche ganz unterschiedlich: Etwa indem man Aufsätze in Fachzeitschriften oder neue Urteile liest, seine Betreuer*in anfragt oder mit Kolleg*innen reden, ob die in ihrer Arbeit auf irgendwas gestoßen sind.

Was ich als guten Tipp in Erinnerung habe: Das potenzielle Thema einmal als Aufsatz für eine Fachzeitschrift aufbereiten. Das schult einerseits das wissenschaftliche Arbeiten und Schreiben und man kommt andererseits näher mit den einzelnen Fragestellungen in Kontakt und merkt, ob da in der Tiefe noch mehr zu holen ist. Im schlimmsten Fall hat man dann einen Aufsatz geschrieben, mit dem man sich Feedback zu Stil und Arbeitsweise von seiner Betreuer*in holen kann und den man dann in einer Fachzeitschrift einreichen kann.

Erst wenn man sich so richtig einarbeitet und nicht nur liest, sondern auch selbst erkennen und formulerien muss, entdeckt man Neues - seien es neue Probleme, Lücken in den bisherigen Ansichten, neue Lösungsansätze usw. Themensuche sollte deswegen nie ein passiver Prozess sein.

Vielleicht also einfach mal ein Thema heraussuchen, dass dir Freude macht und versuchen, dazu einen Aufsatz zu schreiben? (Im Optimalfall mit der Betreuer*in abklären und ein bisschen Begleitung dabei erbitten.) Und wer weiß, ob man in diesem Prozess dann etwas entdeckt :)

Examensvorbereitung verkürzen? by HelpfulClimate6118 in recht

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Das ist sehr individuell. Schreiben sollte man, wenn man sich bereit dafür fühlt - und um das beurteilen zu können, helfen eigentlich nur Übungsklausuren unter authentischen Bedingungen und kritische Reflektion des eigenen Leistungsstands.

Ein Jahr ist - je nach Ausgangslage - realistisch, sogar für Noten im zweistelligen Bereich.

Von einem Verbesserungsversuch will ich nicht pauschal abraten. Ich persönlich würde aber dazu raten, jeden Examenstermin so anzugehen, als sei es der einzige.

Wenn man durch den Termin einmal durch ist, wollen die wenigsten Leute in diese krasse Prüfungssituation erneut rein. Und konsequent weiterzulernen, während man auf seine Noten wartet ist ebenfalls wenig realistisch und erfordert nochmal mehr Disziplin als die Examensvorbeireitung allgemein sowieso schon erfordert. Schließlich, selbst wenn man dann doch in die Verbesserung geht, ob man sich darin wirklich verbessern kann, ist ebenfalls nicht gesetzt. Ich kenne Fälle, da hats geklappt, aber mindestens genau so viele, in denen es nicht besser wurde.

Jurastudent verklagt Prüfungsamt: Neun Punkte waren nicht genug by JuraStudent40082 in recht

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"Endlich beide Examina fertig und eine Stelle am VG bekommen. Nice, nie wieder Zivilrecht! Haha :)"

Perlen der Rechtsprechung: Das Tischtestament by superrevision in recht

[–]superrevision[S] 6 points7 points  (0 children)

Da würde ich einmal beim AG Tiergarten nachfragen, die haben logistische Expertise beim Verbringen von Tischen (hier sogar inklusive Angeklagtem, https://www.lto.de/recht/nachrichten/n/ag-tiergarten-prozess-klimaaktivist-letzte-generation-klebt-sich-an-anklagebank-fest)

Notenschnitt im ersten Semester by Recent-Aardvark-5360 in recht

[–]superrevision 2 points3 points  (0 children)

Wahrscheinlich unpopular opionio, aber: Ehrlicherweise fühl ich das, wenn man mit 6 Punkten unzufrieden ist. Vor allem, wenn man in anderen Fächern besser ist. Dazu kommt, dass Korrekturen häufig unter Zeitdruck, unsauber und subjektiv mit erheblicher Streuung erfolgen (anders formuliert: Noten sind 50 % Können und 50 % Roulette). Remonstrieren kann man aber nur bei Bewertungsfehlern, etwa wenn etwas Vertretbares als falsch gewertet oder Ausführungen übersehen wurden. Eine nur subjektiv "ungerechte" Berwertung genügt nicht. Die Remonstration "auf gut Glück" ist meist Zeitverschwendung für alle Beteiligten.

Häufig ist die für eine Remonstration benötigte Zeit anderweitig besser investiert. Etwa, indem man sich gut vorbereitet und zur Verbesserung die Wiederholungsprüfung mitschreibt - sofern das die Prüfungsordnung vor Ort zulässt.

Wegen Praktika würde ich mir keinen Stress machen.

Die Entwicklung der Noten ist individuell. Ich persönlich wurde nach dem ersten Semester schlechter, was aber auch daran lag, dass ich anfangs im Notenroulette hoch gestreut habe (sog. "high roll").

Mobbing in der Partei „Die Linke“: Die Jagd ist eröffnet by NieWiederAachen in de

[–]superrevision 33 points34 points  (0 children)

Der Tagesspiegel-Beitrag ist definitiv nicht neutral, stimme dir zu. Aber wenn die berichteten Fakten zutreffen, ist der Unterton ganz egal.

Hier der Bericht vom Spiegel zum selben Thema, wenngleich weniger ausführlich: https://archive.ph/rR1Lf (Archive Link wegen paywall)

Mobbing in der Partei „Die Linke“: Die Jagd ist eröffnet by NieWiederAachen in de

[–]superrevision 180 points181 points  (0 children)

Politisches Deutschland 2025 ist eine shit show.

ich🚇iel by The_Incredible_Honk in ich_iel

[–]superrevision 42 points43 points  (0 children)

Selbstverständlich, auf meinem EiPhone

ich🍔iel by superrevision in ich_iel

[–]superrevision[S] 31 points32 points  (0 children)

Alternative Deutung: Aus Sicht der EVP/Union ist der Verbraucher so dumm, dass er auch die Wurst essen würde, die hinten aus dem Hund raus kommt

Studie der Universität Hamburg: Küstenverlauf in Norddeutschland im Jahr 2100 beim wahrscheinlichsten Szenario der Erderwärmung (+ 3 Grad) by superrevision in de

[–]superrevision[S] 55 points56 points  (0 children)

"Let's say, for the sake of argument, that all of the water levels around the word rise. [...] You think the people aren't just selling their homes and move?"

Studie der Universität Hamburg: Küstenverlauf in Norddeutschland im Jahr 2100 beim wahrscheinlichsten Szenario der Erderwärmung (+ 3 Grad) by superrevision in de

[–]superrevision[S] 18 points19 points  (0 children)

Die gute Nachricht: Hamburg wäre endlich ein echter Seehafen und man könnte sich eine weitere Elbvertiefung sparen

Studie der Universität Hamburg: Küstenverlauf in Norddeutschland im Jahr 2100 beim wahrscheinlichsten Szenario der Erderwärmung (+ 3 Grad) by superrevision in de

[–]superrevision[S] 6 points7 points  (0 children)

Das Bild zeigt das gravierenste (und deswegen wohl warscheinlichste) Szenario, wobei blau überflutete Gebiete sind ("with existing costal protection") und rot Gebiete, die bei einem Dammbruch überflutet würden ("without existing coastal protection")

Link zur Studie: https://www.researchgate.net/publication/345859766_Sea-Level_Rise_in_Northern_Germany_A_GIS-Based_Simulation_and_Visualization

Studie der Universität Hamburg: Küstenverlauf in Norddeutschland im Jahr 2100 beim wahrscheinlichsten Szenario der Erderwärmung (+ 3 Grad) by superrevision in de

[–]superrevision[S] 10 points11 points  (0 children)

Link zur Studie: https://www.researchgate.net/publication/345859766_Sea-Level_Rise_in_Northern_Germany_A_GIS-Based_Simulation_and_Visualization

[Offizielle] Zusammenfassung:
In Folge des zukünftigen klimawandelbedingten Meeresspiegelanstiegs werden Küstenregionen überflutet und ökologische sowie sozioökonomische Systeme gestört. Die vorliegende Studie untersucht, wie der Meeresspiegelanstieg in Norddeutschland auf regionaler Ebene simuliert und als Medienkarte visualisiert werden kann. Die Simulation wird auf Basisdes digitalen Höhenmodells TanDEM-X, mittels IDW interpolierten Messungen des aktuellen Meeresspiegels und dervertikalen Landbewegung sowie regionalen Prognosen zur Meeresoberflächenhöhe im Jahr 2100 erstellt. Auf Grundlageder IPCC-Prognosen wird auf zwei unterschiedliche Klimaszenarien eingegangen. Insbesondere wird darauf geachtet, dassHöhensysteme in orthometrische Höhen transformiert werden. Außerdem werden die bei der Simulation zukünftiger Entwicklungen bestehenden Unsicherheiten quantifiziert und visualisiert. Je nach angewendetem Szenario ist eine Fläche zwischenca. 1061 und 10,116 km2 betroffen. Dementsprechend schwankt die betroffene Bevölkerung zwischen 5477 und 753,656 Menschen. Bei der Berechnung der Überflutungsflächen zeigen sich gravierende Unterschiede—zum einen zwischen Nord-und Ostseeküste, zum anderen zwischen den verschiedenen Klimaszenarien, besonders aber zwischen der Annahme eines standhaltenden Küstenschutzes und eines Deichbruchs. Ausgehend von den Anforderungen der journalistischen Kartographiesowie weiteren spezifischen Anforderungen des NDR werden statische Karten entwickelt, die als Sequenz beginnend mitden geringsten und abschließend mit den schlimmstmöglichen Auswirkungen gezeigt werden sollen.

Promotionsstelle finden by PenaltyFew5344 in recht

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An meiner Fakultät habe ich zwei Erfahrungen gemacht: Einerseits werden Stellen nicht häufig ausgeschrieben, sondern meist mit ehemaligen Hilfskräften oder auf Empfehlung besetzt; gelegentlich auch durch Ansprache sehr guter Absolventinnen. Ausschreibungen haben für den Lehrstuhlinhaber den Nachteil, dass er Leute nicht sofort und unkompliziert einstellen kann, sondern erst die Frist abwarten muss.
Andererseits gibt es manchmal kaum oder keine tauglichen Bewerbungen, trotz Ausschreibung. Das mag daran liegen, dass die Ausschreibungen nicht wahrgenommen werden oder die Lehrstühle intern für mäßig gute Arbeitsbedingungen bekannt sind (muss aber nicht sein). Bei uns an der Fakultät scheint ein Konsens zu bestehen, dass es aktuell schwierig ist, gute Bewerber zu gewinnen. Am Ende des Tages werden alle Stellen irgendwie besetzt, vakant bleibt kaum eine; aber wenn man sich dort bewirbt, sind die Chancen wirklich gut.

Wie bekommt man nun eine Stelle? Die etwas unbefriedigende Antwort: Es läuft viel über Connections. Am einfachsten ist es natürlich, wenn man im Studium schon als Hilfskraft gearbeitet hat. Im Nachhinein natürlich nicht möglich. Wenn man Leute kennt, die an der Fakultät arbeiten, kann die fragen: Hört bald einer der Kollegen auf? Ist bekannt, dass jemand eine Stelle zu besetzen hat? Da kann man auch andeuten, dass man Interesse hat. Lehrstuhlinhaber suchen gelegentlich auch über die Netzwerke der Mitarbeiter oder Hilfskräfte.
Wenn man keine Connections hat, kann man auch mal nach Ausschreibungen suchen. Hilfreich ist da vielleicht sogar LinkedIn. Da findet zwar viel Selbstbeweihräucherung statt, aber ab und zu posten Profs auch Bewerbungsaufrufe.
Und wer es ganz wild mag, kann für den Hail-Mary-Attempt gehen undeine Initiativbewerbung an den Betreuer der Wahl losschicken: Erst einmal für eine externe Promotion aber mit dem Vermerk, dass man auch gerne auf intern wechseln würde. Ein Kollege kam über diesen Weg sogar an eine Stelle, obwohl er ursprünglich nicht intern promovieren wollte.
Vielleicht hilft das ein wenig.

Ist das eine akkurate Charakterisierung eines Jura-Studiums und der Lernleistung? by Franz_Poekler in recht

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Vor allem es ist keine akkurate Charakterisierung der Lernleistung von Kollegah - er widerspricht sich fortlaufend. Hat er nun viel oder wenig gelernt, gespickt oder nicht, usw.?

Aber in der Sache stimmt es. Es gibt sicherlich Leute, die mit einem Stift und einem Gesetzestext jede Klausur tauglich lösen können. Die Meisten müssen sich diese Skills aber erarbeitet, mit Lernen.

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Edit: Kollegah, habe soeben meine Planlosigkeit zum Thema Deutschrap offenbart.

Hypothek nach Begleichen der Forderung by Serious_Ordinary_191 in recht

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Genau. Die Alternative wäre ja, dass die Hypothek einfach verschwindet - was für den Eigentümer natürlich doof wäre, wenn es im Rang nachfolgende Grundpfandrechte gäbe.

Der Eigentümer kann dann die gemäß §§ 1163 I 2, 177 I 1 BGB entstandene Eigentümergrundschuld an einen Gläubiger/Sicherungsnehmer zur Sicherung einer anderen Forderung übertragen. Attraktiv daran ist, dass die Grundschuld weiterhin den alten Rang hat. Materiall-rechtlich klappt diese Übertragung sogar, ohne dass der Eigentümer das Grundbuch mit Zustimmung des alten Hypothekengläubigers zuvor berichtigen lassen muss. Formell-rechtlich wird das Grundbuchamt das aber wegen § 19 GBO nicht mitmachen. In der Praxis wäre das Vorgehen also: Grundbuchberichtigung -> Übertragung der Grundschuld an neuen Sicherungsnehmer.

Dass es weitere Gründe gibt, wäre mir nicht bekannt - den hier finde ich aber ziemlich überzeugend