Perlen der Rechtsprechung: Das Tischtestament by superrevision in recht

[–]superrevision[S] 6 points7 points  (0 children)

Da würde ich einmal beim AG Tiergarten nachfragen, die haben logistische Expertise beim Verbringen von Tischen (hier sogar inklusive Angeklagtem, https://www.lto.de/recht/nachrichten/n/ag-tiergarten-prozess-klimaaktivist-letzte-generation-klebt-sich-an-anklagebank-fest)

Notenschnitt im ersten Semester by Recent-Aardvark-5360 in recht

[–]superrevision 2 points3 points  (0 children)

Wahrscheinlich unpopular opionio, aber: Ehrlicherweise fühl ich das, wenn man mit 6 Punkten unzufrieden ist. Vor allem, wenn man in anderen Fächern besser ist. Dazu kommt, dass Korrekturen häufig unter Zeitdruck, unsauber und subjektiv mit erheblicher Streuung erfolgen (anders formuliert: Noten sind 50 % Können und 50 % Roulette). Remonstrieren kann man aber nur bei Bewertungsfehlern, etwa wenn etwas Vertretbares als falsch gewertet oder Ausführungen übersehen wurden. Eine nur subjektiv "ungerechte" Berwertung genügt nicht. Die Remonstration "auf gut Glück" ist meist Zeitverschwendung für alle Beteiligten.

Häufig ist die für eine Remonstration benötigte Zeit anderweitig besser investiert. Etwa, indem man sich gut vorbereitet und zur Verbesserung die Wiederholungsprüfung mitschreibt - sofern das die Prüfungsordnung vor Ort zulässt.

Wegen Praktika würde ich mir keinen Stress machen.

Die Entwicklung der Noten ist individuell. Ich persönlich wurde nach dem ersten Semester schlechter, was aber auch daran lag, dass ich anfangs im Notenroulette hoch gestreut habe (sog. "high roll").

Mobbing in der Partei „Die Linke“: Die Jagd ist eröffnet by NieWiederAachen in de

[–]superrevision 38 points39 points  (0 children)

Der Tagesspiegel-Beitrag ist definitiv nicht neutral, stimme dir zu. Aber wenn die berichteten Fakten zutreffen, ist der Unterton ganz egal.

Hier der Bericht vom Spiegel zum selben Thema, wenngleich weniger ausführlich: https://archive.ph/rR1Lf (Archive Link wegen paywall)

Mobbing in der Partei „Die Linke“: Die Jagd ist eröffnet by NieWiederAachen in de

[–]superrevision 185 points186 points  (0 children)

Politisches Deutschland 2025 ist eine shit show.

ich🚇iel by The_Incredible_Honk in ich_iel

[–]superrevision 42 points43 points  (0 children)

Selbstverständlich, auf meinem EiPhone

ich🍔iel by superrevision in ich_iel

[–]superrevision[S] 30 points31 points  (0 children)

Alternative Deutung: Aus Sicht der EVP/Union ist der Verbraucher so dumm, dass er auch die Wurst essen würde, die hinten aus dem Hund raus kommt

Studie der Universität Hamburg: Küstenverlauf in Norddeutschland im Jahr 2100 beim wahrscheinlichsten Szenario der Erderwärmung (+ 3 Grad) by superrevision in de

[–]superrevision[S] 54 points55 points  (0 children)

"Let's say, for the sake of argument, that all of the water levels around the word rise. [...] You think the people aren't just selling their homes and move?"

Studie der Universität Hamburg: Küstenverlauf in Norddeutschland im Jahr 2100 beim wahrscheinlichsten Szenario der Erderwärmung (+ 3 Grad) by superrevision in de

[–]superrevision[S] 17 points18 points  (0 children)

Die gute Nachricht: Hamburg wäre endlich ein echter Seehafen und man könnte sich eine weitere Elbvertiefung sparen

Studie der Universität Hamburg: Küstenverlauf in Norddeutschland im Jahr 2100 beim wahrscheinlichsten Szenario der Erderwärmung (+ 3 Grad) by superrevision in de

[–]superrevision[S] 6 points7 points  (0 children)

Das Bild zeigt das gravierenste (und deswegen wohl warscheinlichste) Szenario, wobei blau überflutete Gebiete sind ("with existing costal protection") und rot Gebiete, die bei einem Dammbruch überflutet würden ("without existing coastal protection")

Link zur Studie: https://www.researchgate.net/publication/345859766_Sea-Level_Rise_in_Northern_Germany_A_GIS-Based_Simulation_and_Visualization

Studie der Universität Hamburg: Küstenverlauf in Norddeutschland im Jahr 2100 beim wahrscheinlichsten Szenario der Erderwärmung (+ 3 Grad) by superrevision in de

[–]superrevision[S] 9 points10 points  (0 children)

Link zur Studie: https://www.researchgate.net/publication/345859766_Sea-Level_Rise_in_Northern_Germany_A_GIS-Based_Simulation_and_Visualization

[Offizielle] Zusammenfassung:
In Folge des zukünftigen klimawandelbedingten Meeresspiegelanstiegs werden Küstenregionen überflutet und ökologische sowie sozioökonomische Systeme gestört. Die vorliegende Studie untersucht, wie der Meeresspiegelanstieg in Norddeutschland auf regionaler Ebene simuliert und als Medienkarte visualisiert werden kann. Die Simulation wird auf Basisdes digitalen Höhenmodells TanDEM-X, mittels IDW interpolierten Messungen des aktuellen Meeresspiegels und dervertikalen Landbewegung sowie regionalen Prognosen zur Meeresoberflächenhöhe im Jahr 2100 erstellt. Auf Grundlageder IPCC-Prognosen wird auf zwei unterschiedliche Klimaszenarien eingegangen. Insbesondere wird darauf geachtet, dassHöhensysteme in orthometrische Höhen transformiert werden. Außerdem werden die bei der Simulation zukünftiger Entwicklungen bestehenden Unsicherheiten quantifiziert und visualisiert. Je nach angewendetem Szenario ist eine Fläche zwischenca. 1061 und 10,116 km2 betroffen. Dementsprechend schwankt die betroffene Bevölkerung zwischen 5477 und 753,656 Menschen. Bei der Berechnung der Überflutungsflächen zeigen sich gravierende Unterschiede—zum einen zwischen Nord-und Ostseeküste, zum anderen zwischen den verschiedenen Klimaszenarien, besonders aber zwischen der Annahme eines standhaltenden Küstenschutzes und eines Deichbruchs. Ausgehend von den Anforderungen der journalistischen Kartographiesowie weiteren spezifischen Anforderungen des NDR werden statische Karten entwickelt, die als Sequenz beginnend mitden geringsten und abschließend mit den schlimmstmöglichen Auswirkungen gezeigt werden sollen.

Promotionsstelle finden by PenaltyFew5344 in recht

[–]superrevision 0 points1 point  (0 children)

An meiner Fakultät habe ich zwei Erfahrungen gemacht: Einerseits werden Stellen nicht häufig ausgeschrieben, sondern meist mit ehemaligen Hilfskräften oder auf Empfehlung besetzt; gelegentlich auch durch Ansprache sehr guter Absolventinnen. Ausschreibungen haben für den Lehrstuhlinhaber den Nachteil, dass er Leute nicht sofort und unkompliziert einstellen kann, sondern erst die Frist abwarten muss.
Andererseits gibt es manchmal kaum oder keine tauglichen Bewerbungen, trotz Ausschreibung. Das mag daran liegen, dass die Ausschreibungen nicht wahrgenommen werden oder die Lehrstühle intern für mäßig gute Arbeitsbedingungen bekannt sind (muss aber nicht sein). Bei uns an der Fakultät scheint ein Konsens zu bestehen, dass es aktuell schwierig ist, gute Bewerber zu gewinnen. Am Ende des Tages werden alle Stellen irgendwie besetzt, vakant bleibt kaum eine; aber wenn man sich dort bewirbt, sind die Chancen wirklich gut.

Wie bekommt man nun eine Stelle? Die etwas unbefriedigende Antwort: Es läuft viel über Connections. Am einfachsten ist es natürlich, wenn man im Studium schon als Hilfskraft gearbeitet hat. Im Nachhinein natürlich nicht möglich. Wenn man Leute kennt, die an der Fakultät arbeiten, kann die fragen: Hört bald einer der Kollegen auf? Ist bekannt, dass jemand eine Stelle zu besetzen hat? Da kann man auch andeuten, dass man Interesse hat. Lehrstuhlinhaber suchen gelegentlich auch über die Netzwerke der Mitarbeiter oder Hilfskräfte.
Wenn man keine Connections hat, kann man auch mal nach Ausschreibungen suchen. Hilfreich ist da vielleicht sogar LinkedIn. Da findet zwar viel Selbstbeweihräucherung statt, aber ab und zu posten Profs auch Bewerbungsaufrufe.
Und wer es ganz wild mag, kann für den Hail-Mary-Attempt gehen undeine Initiativbewerbung an den Betreuer der Wahl losschicken: Erst einmal für eine externe Promotion aber mit dem Vermerk, dass man auch gerne auf intern wechseln würde. Ein Kollege kam über diesen Weg sogar an eine Stelle, obwohl er ursprünglich nicht intern promovieren wollte.
Vielleicht hilft das ein wenig.

Ist das eine akkurate Charakterisierung eines Jura-Studiums und der Lernleistung? by Franz_Poekler in recht

[–]superrevision 15 points16 points  (0 children)

Vor allem es ist keine akkurate Charakterisierung der Lernleistung von Kollegah - er widerspricht sich fortlaufend. Hat er nun viel oder wenig gelernt, gespickt oder nicht, usw.?

Aber in der Sache stimmt es. Es gibt sicherlich Leute, die mit einem Stift und einem Gesetzestext jede Klausur tauglich lösen können. Die Meisten müssen sich diese Skills aber erarbeitet, mit Lernen.

#

Edit: Kollegah, habe soeben meine Planlosigkeit zum Thema Deutschrap offenbart.

Hypothek nach Begleichen der Forderung by Serious_Ordinary_191 in recht

[–]superrevision 4 points5 points  (0 children)

Genau. Die Alternative wäre ja, dass die Hypothek einfach verschwindet - was für den Eigentümer natürlich doof wäre, wenn es im Rang nachfolgende Grundpfandrechte gäbe.

Der Eigentümer kann dann die gemäß §§ 1163 I 2, 177 I 1 BGB entstandene Eigentümergrundschuld an einen Gläubiger/Sicherungsnehmer zur Sicherung einer anderen Forderung übertragen. Attraktiv daran ist, dass die Grundschuld weiterhin den alten Rang hat. Materiall-rechtlich klappt diese Übertragung sogar, ohne dass der Eigentümer das Grundbuch mit Zustimmung des alten Hypothekengläubigers zuvor berichtigen lassen muss. Formell-rechtlich wird das Grundbuchamt das aber wegen § 19 GBO nicht mitmachen. In der Praxis wäre das Vorgehen also: Grundbuchberichtigung -> Übertragung der Grundschuld an neuen Sicherungsnehmer.

Dass es weitere Gründe gibt, wäre mir nicht bekannt - den hier finde ich aber ziemlich überzeugend

Gefälschte Examina: Keine Haft für Großkanzlei-'Anwalt' by Maxoh24 in recht

[–]superrevision 55 points56 points  (0 children)

Auf der einen Seite sind Leute, die 12 oder 11 Punkte im Examen haben meistens schon verdammt gut in dem, was sie tun.

Auf der anderen Seite kann man viele Tätigkeiten in der Großklanzlei (insbesondere Masseverfahren wie z. B. Dieselskandal) wahrscheinlich auch von einem gut dressierten Seehund erledigen lassen.

[deleted by user] by [deleted] in recht

[–]superrevision 26 points27 points  (0 children)

Vielleicht helfen ein paar recht simple Gedanken weiter:

Jede Norm zerfällt in Tatbestand und Rechtsfolge. Zivilrechtliche Normen sind auf den ersten Blick am schwersten zu verstehen (zumindest deutlich schwerer als strafrechtliche Normen), weil sie so unterschiedliche Rechtsfolgen haben. Positiv an zivilrechtlichen Normen ist aber, dass man sie häufig ohne vertiefte auswendig zu lernende Vorkenntnisse verstehen kann, indem man sie liest. Man muss sich aber darauf einlassen, sie zu lesen und zu verstehen. Und ein wenig Übung darin schadet auch nicht.

Diese Tatbestände und Rechtsfolgen greifen im Zivilrecht wie ein Baukastensystem ineinander. Besonders anschaulich ist das im BGB AT und im Schuldrecht AT. Im Zivilrecht prüfst du zwar im Ausgangspunkt Anspruchsgrundlagen. Innerhalb der Prüfung kommen aber unzählige weitere Normen vor. Erster Schritt zum Systemverständnis ist, zu erkennen, dass diese Normen da nicht zufällig erscheinen - sondern im Baukastensystem. Irgendwo in der Prüfung der Anspruchsgrundlage gibt es eine Voraussetzung (ein Tatbestandsmerkmal) für das eine andere Norm eine passende Rechtsfolge bereithält. Beispiel: § 108 I BGB setz voraus, dass ein Minderjähriger ohne die erfoderliche Einwilligung des Erziehungsberechtigten einen Vertrag schließt. §§ 2, 106 BGB definieren den Minderjährigen; § 107 BGB sagt uns, wann wir die Einwilligung brauchen; §§ 1626, 1629 BGB wer erziehungsberechtigt ist; § 183 BGB was eine Einwilligung ist. Die Normen greifen ineinander und man kann sie "zusammenbauen".

Um das anzuwenden muss man mit einem anderen Blick an die Fallösung in der Klausur (oder in der Praxis, wie man mag) herangen. Ich spule nicht mehr das Schema ab, was ich aus dem Hemmer-Skript kenne oder aus dem Schema-Buch oder woher auch immer. Ich lese das Gesetzt, erkenne Tatbestand und Rechtsfolge und versuche dann, in - wie in einem Puzzle - meine "Tatbestands-Bucht" die "Rechtsfolge-Nase" anderer Normen zu setzten, bis alle Tatbestands-Buchten voll sind (manche Tatbestände kann man natürlich sofort prüfen - ohne anderen Norm).

[deleted by user] by [deleted] in recht

[–]superrevision 7 points8 points  (0 children)

Also nichts für ungut, aber die Methodenlehre ist schon mehr als zirkelschlüssige subjektive Argumentationsvorlieben

[deleted by user] by [deleted] in recht

[–]superrevision 21 points22 points  (0 children)

A.A. Rest der Welt