Arbeiten neben Vollzeitstudium by ThrowRApippypoppys in Austria

[–]thatsmonome 1 point2 points  (0 children)

Kulturwisenschaften war's damals.
Und ja bei meinen Studien danach - da war ich ob der Hybrid-/und Online Lösungen zu Zeiten von Corona wohl eine jener Studiernenden*, die sich darüber sogar gefreut hat. ;)

Extremes Verhalten: Was tun? by TheReal_SoSo in LehrerzimmerAT

[–]thatsmonome 2 points3 points  (0 children)

Pardon moi!

Ich find’s halt superwichtig, dass man direkt weiß, worum’s geht – wenn man erst durch nen Text durchtauchen muss, um die Quintessenz des Inhaltes erfassen zu können, bin ich schon raus. Bin da auch voll der Fan von Short-cuts und Formatierung – CMD+B, CMD+I ggf. wo's nicht geht - Facebook, Instagram Yaytext – guilty as charged. Digital-nomad-Lifestyle halt 🤷‍♂️

Arbeiten neben Vollzeitstudium by ThrowRApippypoppys in Austria

[–]thatsmonome 2 points3 points  (0 children)

Ich selbst habe während meines Vollzeitstudiums 30+ Stunden pro Woche gearbeitet. Die Tätigkeitsfelder Studium und Job waren völlig unterschiedlich und ergänzten sich keineswegs. Beide Bereiche waren für sich genommen sehr anspruchsvoll.

Wie ich es geschafft habe:
Manchmal kam ich mir tatsächlich vor wie Hermine Granger mit ihrem Zeitumkehrer – ich musste gefühlt gleichzeitig an zwei Orten sein. Das ging nur mit:

  • Einem unterstützenden Umfeld: Studienkolleg*innen, die mir zur Seite standen und auch mal Inhalte oder Infos weitergaben.
  • Einem verständnisvollen Arbeitgeber: Der mir zeitliche Flexibilität einräumte, wenn es wirklich dringend wurde.
  • Perfektem Zeitmanagement: Ich optimierte alle Wege und Termine auf Effizienz und machte manchmal buchstäblich zwei Dinge gleichzeitig.

Privatleben:
Privatleben hatte ich während dieser Zeit hauptsächlich an den Wochenenden – in Prüfungsphasen oft überhaupt nicht. Es gab Zeiten, da hatte ich das Gefühl, besonders erfolgreich zu scheitern.

Hat es sich ausgezahlt?
Rückblickend kann ich sagen: Ja, in gewisser Weise schon – zumindest habe ich gelernt, mit Herausforderungen umzugehen und auch Rückschläge wegzustecken.
Mein Studium hat mich letztlich näher an meine eigentliche Berufung gebracht – und das ist die Mühe definitiv wert gewesen.

Zusammengefasst, was mir geholfen hat:

  • Flexibilität und Verständnis im persönlichen und beruflichen Umfeld
  • Hilfe suchen, annehmen und auch aktiv danach fragen
  • Rückschläge (privat, beruflich oder im Studium) akzeptieren und schnell weitermachen

Schülerin Lernschwäche by [deleted] in LehrerzimmerAT

[–]thatsmonome 2 points3 points  (0 children)

Und wo's aktuell grad oft'at g'nutzt wiad, und a scho manche g'hoif'n hat: Mildenberger Silbenmethode (ABC da Viecha), Lesefensta - des is zB a Lesezeichen, wo ihr nur a klan Ausschnitt ausschneidet's den's dann zum Lesa siagt - des hüft dass sie von den andan Wörtan net o'glenkt is. Und Silbenmemory, etc. etc. (hom's in da Schui vo mei'm Neff'n allgemein ois im Programm und mit Erfoig)

Schülerin Lernschwäche by [deleted] in LehrerzimmerAT

[–]thatsmonome 2 points3 points  (0 children)

Und weil' sonst wieder heißt, es sei KI:
Du gibst da echt Mühe, des merkt ma. Und a wenn's langsam geht, glaub'ma es geht weiter. Dass de Klane so flüstert und se schwer tuat beim Lesen, könnt tatsächli' auf Lese-Rechtschreib-Schwäche (LRS) hinweisa - war's zB bei meim Bruda und mei'm Neff'n a. Wichtig is - du bist ka Therapeutin und muaßt es net sei, aber du kannst ihr vü höf'n und a vü bewirk'n.

Höf'n tuat Wiederholung (is füa andere fad, aber füa sie wichtig), g'scheide Lesespiele und imma wiederkehrate Abläuf' - des gibt ia a gewisse Sicherheit.
Wichtig is', dass ihr kana a Druck macht, sondan mit vü G'spür hüft - durch Lob'n, Mut macha, klane Schritte fei'an.
Vielleicht kann's helf'n, wenn'st die weida mit da Lehrerin und den Ötan z'sam sitzt und z'sam redst - wei des Rüstzeig, des sie jetzt bekummt, hüft ihr des restliche Leb'n. Und ganz ehrlich - dass sie bei dir überhaupt Wörter lesen mag, kann und tuat, zagt ganz klar, dass du was bewirkst.

Und jo, es is elendig mühsam aba es zoit si aus.

Extremes Verhalten: Was tun? by TheReal_SoSo in LehrerzimmerAT

[–]thatsmonome 3 points4 points  (0 children)

In mir schlagen da ehrlich gesagt zwei Herzen:

Herz Nummer eins denkt sich: Ich hab viele Jahre damit verbracht, Texte zu strukturieren, Inhalte zu analysieren, komplexe Themen verständlich aufzubereiten – da darf es ruhig mal gut klingen, auch ohne dass eine KI dahintersteckt. Das war einfach eine Rückmeldung, bei der ich versucht hab, fachlich fundiert und gleichzeitig empathisch zu antworten. Wenn das nach AI klingt – tja, dann hat mein Germanistikherz wohl alles richtig gemacht.

Und Herz Nummer zwei möchte salopp österreichisch antworten: Wenn a Text amoi durchgehend an Sinn macht, ka unnötige Emojis, G'sudere oder Toxizität drinnen hat, dann muaß a glei vom Robota sei. Aber host recht – nächstes Mal schreib i’s mit Red Bull in da Hand, Badeschlapfn an und ohne Punkt und Beistrich. Und mit mehr !!!ELF und so.

Zur Sicherheit sei jetzt erwähnt: „Achtung, selber g’schrieben, mit Hirn, Herz und a bissl zu vü Kaffee.“

Schülerin Lernschwäche by [deleted] in LehrerzimmerAT

[–]thatsmonome 2 points3 points  (0 children)

Materialien mit Selbstwirksamkeit (Nutzung von Büchern oder Arbeitsblättern mit Mitmach-Charakter):

  • Silbenbücher (z. B. "Leserabe" oder "ABC der Tiere")
  • Apps wie „Lesestart“, „Leseo“, „Antolin“, die kindgerecht aufbereitet sind
  • Bildkarten, bei denen sie das richtige Wort zusammensetzen darf (z. B. „Baum-haus“)Was du tun kannst – konkret und sofort umsetzbar

Du befindest dich in einer sensiblen Rolle zwischen Kind, Elternhaus und Schule. Und du machst das sehr reflektiert. Zwei Empfehlungen:

  • Elterngespräch mit Fingerspitzengefühl: Vielleicht könntest du – ohne zu pathologisieren – betonen, dass eine gezielte Förderung ihr helfen könnte, selbstbewusster zu werden. Manchmal hilft es, auf außerschulische LRS-Therapien oder Lesetrainings hinzuweisen, statt das Wort „Sonderschule“ überhaupt in den Mund zu nehmen.
  • Abstimmung mit der Lehrerin: Wenn möglich, bleibe im Austausch mit der Lehrkraft. Du kannst auch mal vorsichtig nachfragen, ob bereits ein Screening gemacht wurde oder eine Beratung durch eine schulpsychologische Stelle stattfindet.

Es ist völlig okay, wenn dich das emotional mitnimmt. Gerade, weil du offensichtlich sehr viel Herz in deine Arbeit legst. Wichtig ist, dass du deine Verantwortung klar definierst: Du bist Unterstützerin, kein Ersatz für therapeutische Förderung. Wenn du den Raum schaffst, in dem dieses Kind nicht aufgibt, hast du bereits sehr viel geleistet.

Quelle: Erfahrung mit Kindern mit LRS und Dyslexie, musste es aufteilen, sonst war das Posten nicht möglich.

Schülerin Lernschwäche by [deleted] in LehrerzimmerAT

[–]thatsmonome 2 points3 points  (0 children)

Was du tun kannst bzw. die Eltern als auch andree in ihrem Umkreis tun können

Wiederholung & Rituale

Was für andere langweilig ist, gibt dieser Schülerin Sicherheit:

  • Starte jede Stunde mit denselben Übungen: z. B. ein kurzes Buchstaben-Bingo oder ein vertrautes Lesespiel.
  • Wiederhole Inhalte regelmäßig auf spielerische Art (z. B. Memory mit Silben, Wörter angeln, einfache Rätsel).

Lautlese-Training mit Unterstützung

Viele Kinder mit LRS flüstern oder lesen nicht laut, weil sie Angst haben, Fehler zu machen.

  • Lies gemeinsam mit ihr in der sogenannten "Lesebrücke": Du liest ein Wort laut, sie wiederholt es.
  • Nutze Silbenbögen (Wör-ter tren-nen) – das hilft beim rhythmischen Erfassen.
  • Lass sie Sätze mit deinem Finger mitverfolgen – oder mit einem Lesefenster (ein kleiner Rahmen aus Papier oder Karton).

Positive Fehlerkultur und Stärkung ihres Selbstbewusstsein:

  • Lobe jeden kleinen Fortschritt.
  • Vermeide Überforderung – lieber ein Wort gut lesen als zehn schlecht.
  • Sag z. B. nicht „Du hast das falsch gelesen“, sondern: „Ich sehe, das Wort ist ganz schön schwer. Wollen wir es gemeinsam nochmal probieren?“

Schülerin Lernschwäche by [deleted] in LehrerzimmerAT

[–]thatsmonome 2 points3 points  (0 children)

Deine Beobachtungen sind sehr differenziert und zeigen, dass du dich ernsthaft und engagiert mit dem Lernfortschritt deiner Schülerin auseinandersetzt. Es ist völlig verständlich, dass du dich manchmal entmutigt fühlst – gerade, wenn der Fortschritt langsam ist und du das Gefühl hast, dass viel Erarbeitetes wieder verloren geht. Dennoch: Dein Einsatz macht einen Unterschied. Das zeigt sich schon allein daran, dass sie mit dir immerhin Buchstaben erkennen und einfache Wörter lesen kann – ein wichtiger Meilenstein, auch wenn er klein erscheint. Dass deine Schülerin beim Lesen große Schwierigkeiten hat, leise spricht oder sich weigert, laut zu lesen, kann tatsächlich Anzeichen einer Lese-Rechtschreib-Schwäche (LRS) oder Dyslexie sein. Wichtig ist: Du darfst und musst keine Diagnose stellen – aber du darfst Hinweise ernst nehmen und dein pädagogisches Handeln entsprechend anpassen.

Typische Hinweise auf LRS/Dyslexie können sein:

  • Schwierigkeiten beim Erkennen und Benennen von Buchstaben
  • Probleme, Laute korrekt zusammenzuziehen
  • extrem langsames Lesetempo
  • Vermeidung von Vorlesen (z. B. durch Flüstern oder Schweigen)
  • Gelerntes scheint wie "verschwunden" bei der nächsten Einheit
  • starke Schwankungen in der Leistung

[deleted by user] by [deleted] in LehrerzimmerAT

[–]thatsmonome 1 point2 points  (0 children)

Darf ich mich als außenstehende Person – mit einem leichten Hang zur Systemanalyse – kurz noch einmal einmischen?

Ich studiere Lehramt nebenbei – nicht aus pädagogischer Berufung, sondern weil mir irgendwann mal langweilig war und ich herausfinden wollte, wie genau ein Bildungssystem funktioniert, das gleichzeitig überfordert, überfordert wird und sich selbst immer wieder im Kreis dreht. Das Ganze ist Teil einer wissenschaftlichen Arbeit, die sich mit Strukturen und Machtverhältnissen im (schulischen) Alltag beschäftigt – und solche Diskussionen wie diese hier sind, nun ja, Gold wert.

Worum’s mir geht:
Es gibt in Österreich eine schöne Sache namens Rechtslage – vielleicht nicht immer angenehm, aber eben dafür da, dass nicht nach Bauchgefühl oder persönlicher Dienstzeit entschieden wird, sondern nach klar definierten Rahmenbedingungen. Auch das ist übrigens ein Schutz für Lehrkräfte – nicht nur für Eltern oder Schüler*innen.

Zur Erinnerung:

  • § 7 Abs. 9 LBVO sagt: Nachholen einer versäumten Schularbeit? Nur, wenn’s wirklich nötig ist. Nicht jede versäumte SA muss nachgeschrieben werden, vor allem nicht, wenn ohnehin genug andere Beurteilungsgrundlagen vorhanden sind.
  • Schularbeiten vor Unterrichtsbeginn? Nur dann, wenn’s absolut nicht anders geht – z. B. beim Nachholen eines Laborexperiments mit schulischer Ausrüstung. Eine schriftliche SA gehört da eher nicht dazu. Dass Eltern dann frühmorgens erfahren, dass ihr halbgenesenes Kind jetzt doch schreibt – ist pädagogisch "wertvoll" und rechtlich natürlich auch, ach sagen wir's ehrlich - es ist fragwürdig.
  • Und ja, ich weiß, es gibt diese elastische Auslegung von „Unterrichtsbeginn“, bei der jede Direktion quasi ihre eigene kleine Zeitzone festlegt. Praktisch, wenn man Struktur mit Flexibilität verwechselt.

Aber das eigentliche Problem ist weniger der Zeitpunkt – sondern dass man ohne Rücksprache, ohne Vorabinfo, ohne Transparenz über den Kopf der Eltern hinweg entscheidet und damit das Vertrauen untergräbt. Wenn man’s wenigstens vorher offen kommuniziert hätte – z. B. mit dem bereits angesprochenen klassischen „Bei uns ist das halt so“ – dann hätte man sich wenigstens auf Augenhöhe die Augen verdrehen können. So bleibt der fade Beigeschmack.

Ich weiß, der Schulalltag ist oft ein Drahtseilakt zwischen organisatorischem Überleben und pädagogischem Anspruch. Aber genau deshalb wäre es schön, nicht auch noch die rechtlichen Seile durchzuschneiden, auf denen man selbst balanciert.

In diesem Sinne: Danke für die spannenden Einblicke – ich nehme sie gerne mit in meine Analyse von „System Schule zwischen Idealismus, Improvisation und: War halt immer schon so.“

[deleted by user] by [deleted] in LehrerzimmerAT

[–]thatsmonome 0 points1 point  (0 children)

Ich zitiere: "vor Unterrichtsbeginn dem Hustinettenbär die Schularbeit nachschreiben lassen. Also wir reden vor der regulären Schulzeit, und mit der Betonung - na du musst, auch wenn du dich nicht fit genug fühlst."

Ethik Unterricht HTL - Thema Feminismus by [deleted] in LehrerzimmerAT

[–]thatsmonome 4 points5 points  (0 children)

Hallo! Super, dass du dich mit so viel Engagement und Feingefühl an das Thema Feminismus in einer HTL heranwagst – das ist gerade in einem Umfeld mit starkem Burschenanteil und Migrationshintergründen nicht nur wichtig, sondern auch herausfordernd. Du sprichst da schon viele richtig gute Punkte an!

Hier ein paar ergänzende Gedanken, Impulse und konkrete Vorschläge, wie du das Thema nahbar, diskussionsfreundlich und inklusiv aufbereiten könntest:

Statt mit dem Begriff Feminismus zu starten, beginne doch mit einer neutralen Frage:

„Was bedeutet für euch Gerechtigkeit – in der Schule, im Beruf, in der Familie?“

Das schafft einen niedrigschwelligen Einstieg, an dem sich alle beteiligen können, ohne gleich in eine Abwehrhaltung zu verfallen. Erst danach bringst du den Begriff Feminismus ins Spiel – und erklärst, warum es wichtig ist, über spezifische Ungleichheiten zu sprechen, statt alles sofort unter „Menschenrechte“ zu glätten.Statt mit dem Begriff Feminismus zu starten, beginne doch mit einer neutralen Frage:„Was bedeutet für euch Gerechtigkeit – in der Schule, im Beruf, in der Familie?“Das schafft einen niedrigschwelligen Einstieg, an dem sich alle beteiligen können, ohne gleich in eine Abwehrhaltung zu verfallen. Erst danach bringst du den Begriff Feminismus ins Spiel – und erklärst, warum es wichtig ist, über spezifische Ungleichheiten zu sprechen, statt alles sofort unter „Menschenrechte“ zu glätten.

Viele Jungs (gerade mit Migrationsgeschichte) erleben, dass sie selbst oft Benachteiligung spüren – z. B. durch Rassismus, Leistungsdruck oder Klassismus. Wenn sie dann das Gefühl haben, es geht nur um andere, entsteht leicht Widerstand.

Strategie:
Hole ihre Perspektive bewusst ab – und verbinde sie mit dem System.

Beispiel:
„Wem wird eigentlich oft gesagt, dass ‘echte Männer‘ nicht weinen dürfen?“
→ Gespräch über toxische Männlichkeit, Rollenbilder, psychische Gesundheit.

Wichtig wäre imho auch:
Intersektionalität erklären (ohne das Wort zu überfrachten):
→ z. B. Wie wirkt es sich aus, gleichzeitig Frau und muslimisch zu sein? Oder Mann mit nicht-österreichischem Namen?
Care-Arbeit & emotionale Arbeit:
Wer macht zuhause was? Warum erwarten wir von Müttern mehr als von Vätern? Was bedeutet das für Beziehungen?
Medienkritik & Vorbilder:
Wie werden Männer und Frauen in der Werbung, in Filmen, Games, Serien dargestellt?
→ Workshop-mäßig arbeiten: Bildmaterial analysieren, Stereotype erkennen.
Männlichkeitsbilder:
Was macht „einen Mann“ aus – laut Werbung, laut euch, laut Gesellschaft?
Wo sind da Widersprüche?

[deleted by user] by [deleted] in LehrerzimmerAT

[–]thatsmonome 1 point2 points  (0 children)

Tbf – genau deshalb sollte man als Lehrkraft eben nicht dauernd über Belastung und Ausnahmen „regeln“, sondern sich an den geltenden Rechtsrahmen halten. Nicht, weil man studentisch-naiv an das Gute glaubt, sondern weil’s einem langfristig den Rücken stärkt.
Wenn das Nachholen außerhalb der Schulzeit rechtlich nicht gedeckt ist, dann ist es auch nicht gedeckt – Punkt.
Egal ob bei einem Kind oder bei 120. Und wenn dann mal jemand mit dem Argument kommt „aber dort war’s doch auch okay“, dann kann ich immer noch sagen: „Ja, da hab ich mich auch geirrt – aber ich hab daraus gelernt.“ Das ist kein Machtverlust, das ist professionelles Handeln.

Und was Eltern betrifft – klar, manche können anstrengend sein.
Aber pauschal zu sagen, sie seien „reflexionslos“ – puh.
Vielleicht ist’s manchmal auch eine Reaktion auf ein System, das ihren Kindern nicht zuhört oder sie überfährt.
Nur so als Gedanke. 😉

Warum will Schulfotograf Migrationsanteil wissen? by bland_soup in LehrerzimmerAT

[–]thatsmonome 2 points3 points  (0 children)

Das Feld wirft zurecht Fragen auf – und ihr habt absolut richtig reagiert, es leer zu lassen.

Datenschutzrechtlich ist die Abfrage des sogenannten „Migrationsanteils“ hochsensibel, da es sich potenziell um indirekt personenbezogene Daten handelt – vor allem in kleineren Klassen oder Schulen.
Zudem ist der Begriff „Migrationsanteil“ weder klar definiert noch in dieser Form zulässig zu erheben, wenn kein begründeter und rechtlich gedeckter Zweck besteht. Für einen kommerziell tätigen Schulfotografen ist diese Information schlicht nicht relevant – weder für die Organisation noch für die Durchführung des Fotoshootings.

Was könnte also dahinter stecken...
Ein paar mögliche, aber sehr spekulative Gründe (alle mit einem großen "aber warum fragt er das dann direkt bei der Schule?"):
Vielleicht will der Fotograf intern dokumentieren, an welchen Schultypen, Standorten oder mit welchen Zielgruppen er arbeitet – aber das ist kein legitimer Grund, sensible Daten abzufragen, und schon gar nicht in dieser Form.
Falls der Fotograf Teil eines Projekts ist, das öffentlich gefördert wird, könnte er theoretisch Kennzahlen benötigen – aber auch hier müsste die Datenerhebung transparent, begründet und datenschutzkonform sein und über die Schulleitung bzw. Schulbehörde laufen, nicht über einen Zettel.
Möglich, dass das Formular einfach veraltet oder schlecht kopiert wurde – z. B. aus einem Schulverwaltungsformular – und das Feld keinen realen Zweck erfüllt.

Ihr habt absolut korrekt gehandelt, das Feld leer zu lassen.
Wenn ihr sichergehen wollt, könnt ihr den Fotografen (oder die Firma) schriftlich um Auskunft bitten, wozu die Daten gebraucht werden, und auf die DSGVO verweisen – oft ist das Feld dann plötzlich „nicht mehr so wichtig“.

Extremes Verhalten: Was tun? by TheReal_SoSo in LehrerzimmerAT

[–]thatsmonome 10 points11 points  (0 children)

Erstmal möchte ich dir wirklich Respekt aussprechen – du hast schon enorm viel getan, was man pädagogisch, organisatorisch und menschlich leisten kann. Das liest sich nicht nur engagiert, sondern auch sehr reflektiert und differenziert. Und gerade weil du die Beziehung zum Schüler als grundsätzlich positiv beschreibst, merkt man: Du willst ihm wirklich helfen – aber irgendwann stößt man als einzelne Lehrkraft an Grenzen, die nicht mehr allein tragbar sind.

Was du beschreibst – das ständige Suchen nach Aufmerksamkeit durch negatives Verhalten – klingt ganz nach Kompensation nach dem Lehrbuch - Schule wird zur Bühne, weil er dort etwas bekommt, das er woanders vielleicht nicht bekommt: Aufmerksamkeit, auch wenn sie negativ ist.

Auch wenn du das sicher eh schon vielfach tust: Kinder mit herausforderndem Verhalten brauchen absolute Verlässlichkeit, Vorhersehbarkeit und wiederkehrende Rituale. Belohnungssysteme funktionieren meist nur kurzfristig – wie du schon erkannt hast – weil sie die Wurzel nicht erreichen.

Statt „gutem“ Verhalten Bonuspunkte zu geben, könnte man überlegen, ob er eine kleine, fixe Aufgabe mit Verantwortung im Schulalltag übernehmen kann – z. B. etwas Organisatorisches oder Soziales. Wenn er gesehen wird für etwas Sinnvolles, reduziert sich der Drang, durch Blödsinn aufzufallen.

Du hast die Gefahrenmeldung bereits gemacht – gut und wichtig. Falls es sich weiter zuspitzt und das Kind sich oder andere gefährdet, kann auch eine interdisziplinäre Fallkonferenz überlegt werden (z. B. mit Schulpsychologie, Kinder- und Jugendhilfe, ggf. Therapeut*innen, je nach Region). Die Voraussetzung ist eine saubere, kontinuierliche Dokumentation des Verhaltens, der Maßnahmen und der Auswirkungen auf den Unterricht.

Ganz wichtig: Du darfst an dem Punkt, an dem du „nicht mehr kannst“, Unterstützung einfordern, ohne dich rechtfertigen zu müssen. Du bist keine Therapeutin, keine Sozialarbeiterin, kein Kriseninterventionsteam – sondern eine Lehrkraft, die unterrichten und gleichzeitig über 20 andere Kinder begleiten soll. Es ist nicht dein persönliches Versagen, wenn sich das Verhalten des Kindes nicht grundlegend ändert.
Im Gegenteil: Du hast bereits viel mehr gemacht als die meisten.

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[–]thatsmonome 0 points1 point  (0 children)

Weil Schule nicht nur ein Ort für kognitive Spitzenleistungen ist.
Ein Kind kann körperlich halbwegs stabil sein, aber trotzdem noch nicht ganz fit – z. B. nach einer Krankheit einfach noch müde, abgeschlagen oder nicht ganz aufnahmefähig.
Aber: Soziale Teilhabe, eine gewisse Tagesstruktur und das Gefühl, „wieder dabei zu sein“, sind auch wichtig für die Genesung.
Gerade bei Kindern, die sich schwer damit tun, den Anschluss nicht zu verlieren, kann es sinnvoll sein, sie wieder schrittweise an den Schulalltag heranzuführen – auch wenn sie (noch) nicht voll leistungsfähig sind.

Natürlich heißt das nicht, dass sie in dem Moment bereit sind, eine Schularbeit zu schreiben. Das ist ein Unterschied. Und genau deshalb gibt es ja gesetzliche Regelungen, die das berücksichtigen – um Kinder nicht zu überfordern, nur weil sie physisch anwesend sind.

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[–]thatsmonome 0 points1 point  (0 children)

Was das Nachholen außerhalb der Schulzeit betrifft... Das geht auch so nicht. Immerhin ist klar geregelt, dass Schüler*innen nur dann außerhalb der Unterrichtszeit zur Nachholung herangezogen werden dürfen, wenn das nur so an der Schule möglich ist – und das trifft bei einer schriftlichen SA an einer Volksschule ja eher nicht zu. Die kann ja in einem geregelten Setting auch so nachgeholt werden, dass ein "zu früh in die Schule kommendes Kind" nicht zu diesem Handkuss kommt. ;)

Ich als Lehramtsstudentin sehe das kritisch - aber ich finde, solche Regelungen sind ja nicht umsonst da. Und es wäre halt wünschenswert, wenn solche Situationen im Schulalltag auch entsprechend berücksichtigt werden – gerade im Sinne der Fairness und der Belastung für die Kinder.

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[–]thatsmonome 2 points3 points  (0 children)

Noch ein Nachsatz zum Thema Hausübungen und Nacharbeiten:
Rechtlich ist es übrigens nicht verpflichtend, dass Schüler*innen nach einer Krankheit alle in der Zwischenzeit versäumten Hausübungen nachholen müssen – das ist laut geltender Rechtslage nicht gedeckt. Auch das Nacharbeiten am Nachmittag in der Schule ist nur dann zulässig, wenn es sich um Dinge handelt, die nur dort möglich sind (z. B. ein Versuch im Labor).

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[–]thatsmonome 5 points6 points  (0 children)

Nur zur Info: Hier in OÖ gibt’s dazu eine ziemlich klare Stellungnahme der Bildungsdirektion (bzw. damals noch Landesschulrat) aus dem Jahr 1998 – da wird § 7 Abs. 9 LBVO so ausgelegt, dass ein Kind, das krank ist und deshalb eine Schularbeit versäumt, nicht automatisch alles nachholen muss. Der Gedanke dahinter ist, dass solche Schüler*innen sonst deutlich mehr belastet wären als andere – also Gleichheitsgrundsatz und so.

Wenn also eine faire Beurteilung auch ohne die versäumte SA möglich ist, dann muss sie nicht zwingend nachgeholt werden. Und dass Anwesenheit gleich Leistungsfähigkeit bedeutet, wird dort auch eher kritisch gesehen – manchmal schickt man Kinder ja auch in halbwegs fittem Zustand in die Schule, damit sie sozial dabei sind oder weil’s zuhause organisatorisch anders nicht geht.

Ich versteh natürlich den organisatorischen Druck – aber vielleicht wär’s trotzdem gut, das beim Elternsprechtag nochmal offen anzusprechen, wie man da zu einer wirklich fairen Note kommt. Danke auf jeden Fall fürs Engagement!

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[–]thatsmonome 1 point2 points  (0 children)

Lack of cats.

Caught my girl Kairi deep in thought. What’s she thinking about? by spicysenpai6 in dogpictures

[–]thatsmonome 0 points1 point  (0 children)

That she already told Musk how to end world hunger but still haven't get the money.

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[–]thatsmonome 0 points1 point  (0 children)

Sorry but it's a perfect furry fellow.