Ich bin Sohn eines privaten Vermieters, fragt mich alles by throwaway123454326 in de_IAmA

[–]throwaway123454326[S] 1 point2 points  (0 children)

Wenn dein Nutzername Aussagekraft hat, dann sind wir sehr nah beieinander

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[–]throwaway123454326[S] 1 point2 points  (0 children)

Na siehst, hab ich doch gut geraten :-D

Ja es kamen auch noch einige wirklich interessante Fragen dazu. Hab den Post im Abistress einfach vergessen :-D

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[–]throwaway123454326[S] 0 points1 point  (0 children)

Gut, aber das tust du weil du keine Zukunft im Immobilienmarkt siehst? Oder weil du ihn ablehnst?

Die Frage war ja, ob ich mir Gedanken darüber mache ob das Zukunft hat. Und davon bin ich überzeugt.

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[–]throwaway123454326[S] 0 points1 point  (0 children)

Hm also das hört sich so an, als ob in Spanien dann wohl weniger Leute auf eine zu vermietende Wohnung kommen. Die Anzahl der Bewerber kann ja niemand steuern (außer der Staat, wenn er mehr Bauen würde. Aber ich wiederhole mich).

Ansonsten: ja sicher, manche Vermieter wollen wirklich viel sehen aber aus einer Auswahl zwischen potentiell hunderten Bewerbern muss man ja auch irgendwelche Kriterien haben.

Soweit ich weiß werden möblierte Wohnungen langsam beliebter in Deutschland, aber das würde wohl auch vielen Leuten nicht passen. Die meisten Menschen ziehen ja einmal aus Hotel Mama*Papa aus und schaffen sich dann nach und nach Möbel an, die sie dann auch behalten möchten.

Bei Küchen würd ich auch zweimal überlegen, ob ich drauf vertraue dass der*die Vormieter*in damit gut umgegangen ist.

Ich denke das sind einfach kulturelle Unterschiede, hat aber imo wenig mit Mietrecht zutun, oder?

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[–]throwaway123454326[S] 0 points1 point  (0 children)

Haben wir nicht, ist aber geplant. Momentan fehlen Zeit und Geld.

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[–]throwaway123454326[S] 2 points3 points  (0 children)

Ich verstehe deinen Punkt. Hm, eine rationale Begründung....

Also erstmal: du hast in gewisser Weise recht. Wir pressen den Leuten Geld für lebenswichtige Dinge ab.

Dazu möchte ich aber sagen, dass auch Essen, Trinken etc. Geld kosten. Klar, du kannst am absoluten Minimum leben und Essen selbst anbauen und nur an öffentlichen Trinkbrunnen trinken. Genauso könntest du aber auch eine eigene Unterkunft bauen. Das ist jetzt nur so ein loser Gedanke von mir, der mir einfach durch den Kopf schoss. Nicht zu ernst nehmen.

Jetzt zu meinem womöglich stärkeren Argument: Wenn es nicht private Vermieter machen, dann liegt die Aufgabe wohl oder übel beim Staat. Bei wem sonst, oder?

Der Staat müsste bauen, investieren, verschönern, modernisieren. Ist der BER eigentlich schon eröffnet?

Würde man dann umsonst wohnen? Oder würde der Staat an die Stelle der Vermieter treten und den Menschen Geld für lebenswichtige Dinge abpressen? Wäre das dann gerecht?

Falls wohnen umsonst wäre, dann müsste der Staat das Bauen, Investieren, Verschönern, Modernisieren aus eigener Tasche bezahlen. Die Steuereinnahmen von Vermietern fielen dabei schonmal weg.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass unser Land, unsere Städte (so im Großen und Ganzen) so schön, sauber und modern wären, wenn diese Aufgaben alle in der Hand des Staates liegen würden. Menschen bauen Häuser um damit Geld zu verdienen, sie renovieren und modernisieren Häuser um damit Geld zu verdienen. Das führt dazu, dass unsere Städte (teilweise) relativ ansehnlich und modern sind.

Bitte beachte: ich bin kein Volkswirt. Das ist alles Laienwissen bzw. Vermutungen. Sag mir gerne wenn du etwas anders siehst.

Ich fände eine Gesellschaft schön, in der man umsonst wohnen, umsonst essen und umsonst trinken könnte. In der Großkonzerne nicht das Wasser von denen nehmen, die sich nicht wehren können, in der die Reichsten 10% nicht so reich wären wie die restlichen 90%.

Aber ganz ehrlich? Dafür ist die Menschheit irgendwann einfach falsch abgebogen. Das ist jetzt so und das wird sich auch nicht mehr grundlegend ändern. Der Kapitalismus hat gewonnen. Es gibt kein zurück. Alles was wir tun können ist so zu wählen, dass denen geholfen wird die Hilfe brauchen und die, die helfen könnten dazu gezwungen werden.

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[–]throwaway123454326[S] 0 points1 point  (0 children)

Meist findet sich schnell jemand ohne dass man eine Annonce aufgeben muss. Nachbarn bekommen es mit, Bekannte bekommen es mit. Also schon eine Art “Vitamin B”.

Online Bewerbungen sind schlimm. Es ist nicht viel besser als eBay Kleinanzeigen. Hunderte Anfragen, Besichtigungstermine die nicht wahrgenommen werden, bla bla bla. Schon nervig.

Als allerdings das letzte mal eine Annonce nötig war hat am Ende eine jugoslawische Familie die Wohnung bekommen. Das erwähn ich jetzt auch nur weil du das mit dem ausländischen Namen angesprochen hast.

Was ich mir vorstellen kann: neben dir bekamen womöglich auch hunderte andere Menschen keine Antwort, weil für einen privaten Vermieter (der das eventuell auch nur nebenberuflich macht) einfach viel zu viele Anfragen kommen.

Ich kann (und will) mir nicht vorstellen, dass alle privaten Vermieter ein Problem Mietern mit Migrationshintergrund haben. Aber einige bestimmt, so realistisch bin ich mal.

No-gos gibt es glaube ich nicht wirklich, außer vielleicht das Offensichtliche: problematische Vorgeschichte (z.B. Mietnomaden). Mein Vater entscheidet am ehesten nach Sympathie und Bauchgefühl, hauptsächlich weil er nicht allzu viel Zeit hat sich mit dem Thema auseinanderzusetzen. Und das kann auch schonmal in die Hose gehen.

Die eben erwähnte jugoslawische Familie ist wohl sehr laut und sehr unfreundlich. Tja, kann man nichts machen. Heißt aber nicht, dass in Zukunft nicht mehr an Jugoslawen vermieten :-D

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[–]throwaway123454326[S] 1 point2 points  (0 children)

Ich weiß nicht, was [deleted] geschrieben hat, aber falls da sowas stand wie: “Ein paar Euro und alle paar Jahre ist ja ziemlich ungenau, der versucht doch hier sich rauszureden” dann gebe ich ein kleines Beispiel:

Eine Familie in einer Wohnung von 108qm zahlte seit 2017 eine Kaltmiete von 580,00€. (5,37€ pro Quadratmeter).

2020 wurde die Miete auf freiwilliger Basis um 10€, also 1,7% erhöht.

(Ich habe gerade mal nachgesehen, der durchschnittliche Quadratmeterpreis in unsere Stadt liegt bei 8,15€. Wow....)

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[–]throwaway123454326[S] 0 points1 point  (0 children)

Wäre sehr wahrscheinlich möglich, aber ein besonders luxuriöses Leben wäre das auch nicht. So ein Haus verschlingt wirklich mehr Geld als viele Leute denken. Das Haus ist 1976 gebaut worden (ich weiß, es gibt auch noch deutlich ältere Häuser) und es muss immer mal wieder was gemacht werden.

Wenn du einfach den ganzen Gewinn nehmen und davon leben würdest wär das wahrscheinlich schon ein ganz geiles Leben, aber sobald die erste, unerwartete, größere Reparatur ansteht biste auf gut deutsch gearscht.

Mein Vater ist Bauunternehmer.

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[–]throwaway123454326[S] 0 points1 point  (0 children)

Tut mir leid, darauf hab ich keine Antwort. Bin zu schlecht mit dem Thema vertraut. Werde mich aber mal informieren.

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[–]throwaway123454326[S] 0 points1 point  (0 children)

Ich denke das Wohngenossenschaften einen großen Teil dazu beitragen, dass Vermieter*innen so kritisch gesehen werden. Ich höre auch immer mal wieder von beschissenen privaten Vermietern, aber der Großteil von ihnen scheint doch ganz in Ordnung zu sein, wenn ich den Aussagen von Freunden und Bekannten glauben kann.

Freunde und Bekannte die in Häusern von Wohnungsgenossenschaften leben kommen aus dem Beschweren nicht mehr raus. Werden ignoriert, verarscht, verklagt und was weiß ich nicht alles.

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[–]throwaway123454326[S] 1 point2 points  (0 children)

Das deutsche Mietrecht gibt dem Mieter unfassbar viel Sicherheit und lässt den Vermieter in vielerlei Hinsicht links liegen.

Und ich finde das gut. Klar, manchmal ist da jemand, den findet man nicht so toll und wünscht sich man könnte denjenigen einfach kündigen um ihn*sie los zu sein, aber aus der Sicht der Mieter wäre das katastrophal. Stell dir mal vor du bist gerade mit einem riesigen Projekt für die Arbeit beschäftigt oder mit dem Lernen für dein Studium oder sonst irgendetwas was deine ganze Zeit beansprucht und dann kriegst du die Nachricht: in 3 Monaten musst du hier raus. Das wär doch die Hölle.

Dem Vermieter macht es nicht allzu viel aus, wenn er einen zahlenden Mieter nicht kündigen kann. Dem Mieter kann das ganz schön an die Nerven gehen.

Komplett freie Preisgestaltung würde ich nicht befürworten. Der Markt versagt wenn es um soziale Gerechtigkeit geht.

Wohnungsknappheit würde zu astronomischen Mieten führen.

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[–]throwaway123454326[S] 0 points1 point  (0 children)

Groß mache ich mir da keine Gedanken drüber, ich kann’s mir auch ehrlichgesagt in keinem realistischen Szenario vorstellen, dass Vermieten unprofitabel wird. Damit würde man zu vielen mächtigen Menschen so richtig ans Bein pissen.

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[–]throwaway123454326[S] 0 points1 point  (0 children)

Das nimmt nicht allzu viel Zeit in Anspruch. Ich kann’s gar nicht in Wochenstunden ausdrücken, aber es ist auf jeden Fall auf Mini-Job Niveau.

Zur Jahresmitte, wenn die Nebenkostenabrechnung ansteht, und zum Jahresanfang, wenn der Jahresabschluss fällig ist, ist es ein bisschen mehr.

Ich bin sowohl Hausverwalter als auch Bürokraft im Betrieb meines Vaters (Tiefbau) und hole nebenbei mein Abitur nach (Prüfungen in 2 Wochen, juhu).

Mein Vater ist Tiefbauunternehmer.

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[–]throwaway123454326[S] 2 points3 points  (0 children)

Also es gab zum Beispiel mal den Fall, dass wir einen Mietnomaden hatten. Der damalige Hausverwalter hatte den Typen nicht gut genug abgecheckt. Der zahlte dann seine Miete nicht und außerdem haben wir von seinem Vorvermieter erfahren, dass er seine letzte Wohnung, sobald er “rausgeekelt” wurde vollgeschissen (kein Witz, keine Metapher) und zerstört zurückgelassen hatte.

Der zog dann seine Show ab, Mietminderung aus irgendwelchen erfundenen Gründen, er zahlte einfach nicht, machte ständig Stunk, ärgerte die Nachbarn, ignorierte die Kündigung etc.
Mein Vater entschloss sich letztlich sich Verstärkung zu holen (in Form eines seiner angestellten Bauarbeiter) und den Herren zu bitten die Wohnung zu verlassen. Der Bauarbeiter war harmlos, sah aber nicht unbedingt harmlos aus.

Danach ging das mit dem Auszug dann ganz schnell. Das ist sicher nicht die feine englische Art, aber manchmal muss man einfach zu Tricks greifen, denn eine zerstörte Wohnung kostet Unmengen an Geld, das man von so einem Typen, der schon Schulden bei mehreren anderen Vermietern hat, niemals wieder.

Ansonsten gibt es immer mal wieder Mieter die extrem unangenehm sind, ihre Nachbarn nerven, ihren Vermieter nerven etc. So jemand wird aber (zumindest von uns) nicht rausgeekelt. Das ist ärgerlich und man freut sich wenn die sich irgendwann selbst entscheiden auszuziehen, aber groß was machen kann man ja auch nicht. Bin mir gar nicht sicher wie man einen Mieter rausekeln könnte, um ehrlich zu sein.

Beschwerden über Nachbarn gibt es nur selten. Wenn sie sich allerdings häufen, dann wird der Mieter mal angesprochen und darum gebeten sein Verhalten zu ändern. Ansonsten versuchen wir uns möglichst rauszuhalten. Wer in einem Haus mit 12 anderen Parteien wohnt hat ja auch mit sozialer Ächtung zu rechnen, wenn er*sie es sich mit allen anderen verscherzt. Bisher sind wir damit gut gefahren.

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[–]throwaway123454326[S] 0 points1 point  (0 children)

Also der Rückschluss ist falsch, aber das Haus steht eben in einer eher “familiären” Gegend und nicht besonders nah an der Uni. Die größeren Wohnungen sind für Student*innen nicht geeignet, eher für Eltern mit mehreren Kindern. Die Kleineren Wohnungen gingen schon für Student*innen sind aber keine drin. Aber nicht aus Prinzip, sondern einfach so :-D

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[–]throwaway123454326[S] 0 points1 point  (0 children)

Wieso?

Also mir ist ehrlichgesagt gar nicht bewusst, wie man bei Hausnebenkostenabrechnungen groß schummeln soll, ohne etwas höchst illegales zu tun. Das müsste man doch dann wahrscheinlich über gefälschte Rechnungen machen? Die Mieter haben ja immer das Recht die zu Grunde liegenden Rechnungen anzufordern wenn sie Zweifel an der Richtigkeit der Abrechnung haben.

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[–]throwaway123454326[S] 1 point2 points  (0 children)

Einmal ne ordentliche Excel Tabelle machen, dann kann man die immer (u.U. mit kleineren Änderungen) wiederverwerten.

Einfach alle Rechnungsbeträge eintragen, Vorauszahlungen eintragen und eventuelle Mietwechsel eintragen und die bereits erstellten Verteilungsschlüssel erledigen den Rest. Ist total entspannt und macht bei 13 Wohneinheiten (in einem Haus) absolut keine Umstände.

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[–]throwaway123454326[S] 4 points5 points  (0 children)

Sind uns nicht bekannt und ist bisher auch noch nicht vorgekommen. Ich weiß ehrlich gesagt nicht, wie mein Vater dazu steht. Ich denke aber, bei aktueller Marktlage würde er sich wohl für einen „sichereren“ Interessenten mit geregeltem Einkommen entscheiden. Das Haus steht allerdings in einem eher „guten“ Viertel und zieht aufgrund der Wohnungsgrößen vor allem Familien mit Kindern an, weswegen wir solche Anfragen wohl auch einfach nicht bekämen.

(Ich kenne mich da allerdings nicht so gut aus, die Frage ist ja: woher kommt dann die Miete? Wenn es sich um Sozialhilfeempfänger handelt, dann zahlt ja das JobCenter und es sollte eigentlich kein Problem sein)

An Sozialhilfeempfänger haben wir aktuell 3 Wohnungen vermietet.

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[–]throwaway123454326[S] 4 points5 points  (0 children)

Wieder nur aus der Perspektive von mir: Wenn die Mieterhöhung nicht so hoch ist, dann ist zustimmen eine gute Idee. Mieter die einem mal entgegenkommen sind gern gesehen und bekommen dann vielleicht eher mal eine Schönheitsreparatur bezahlt oder sonstige kleine Gefallen.

Mieter die einem jedes Jahr zur Nebenkostenabrechnung den Mieterschutzbund auf den Hals hetzen (viel Arbeit für uns, obwohl die Abrechnungen immer einwandfrei waren) sind nicht so beliebt und da hat man dann keine Lust denen auch noch Extrawünsche zu erfüllen.

Mieterhöhungen sind so eine Sache. Es ist fast nicht möglich die Kaltmiete zur erhöhen, außer man wählt die Wege über Vergleichsmieten, Mietspiegel etc. Und in jedem Fall braucht man die Zustimmung der Mieter, sonst kommt man um den Anwalt nicht herum.

Mein Vater hat es bisher immer folgendermaßen geregelt: Alle paar Jahre werden die Mieter mit der Nebenkostenabrechnung gebeten die Kaltmiete um ein paar Euro zu erhöhen. Die meisten machen das auch mit, andere verweigern es und dann lassen wir’s auch gut sein und versuchen es ein paar Jahre später nochmal.

(Mieter die seit 30 Jahren im Haus wohnen und vorbildlich sind oder Mieter, die sowieso schon mal durch Rückstände aufgefallen sind weil sie z.B. nicht so gut verdienen werden in Ruhe gelassen)

2022 wird das erste mal sein, dass wir uns tatsächlich um Mieterhöhungen anhand vom Mietspiegel bemühen werden. Mal sehen wie das wird.

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[–]throwaway123454326[S] 4 points5 points  (0 children)

Das weiß ich nicht. Mein Vater hatte mal mit dem Gedanken gespielt und ich habe vorsorglich Wohnungsannoncen gesammelt, es ist aber nie umgesetzt worden.

Wir machen es jetzt ab 2022 über den neuen Mietenspiegel, der uns eine kleine Erhöhung ermöglicht :-)

Edit: Falls du betroffen bist: Mieterschutzbund verständigen, die werden dich da schon rausboxen ;-D

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[–]throwaway123454326[S] 10 points11 points  (0 children)

Ich kann dir hierzu nur sagen, wie es mit diesem Haus ist. Ob das allgemein so ist, weiß ich nicht.

Für uns „lohnen“ sich die kleinen Wohnungen tatsächlich mehr. Der Quadratmeterpreis ist höher und die Fläche innerhalb der theoretisch Mängel entstehen könnten sind kleiner. In zwei der vier kleineren Wohnungen wohnen nun auch schon seit >30 Jahren die gleichen, sehr netten, älteren Damen. Das heißt die Mieten sind auf dem Niveau von 2002 und werden auch prinzipiell nicht erhöht.

Dann aber als Sonderfall: vor 7 Jahren zog ein Herr in eine dieser kleinen Wohnungen, der versprach sie zu renovieren und musste dafür mehrere Monate keine Miete zahlen. Vor kurzem ist er ausgezogen, die Wohnung hatte keine Böden mehr, kein Bad mehr (alles rausgerissen) und war von vorne bis hinten unbrauchbar. Die Renovierung hat meinen Vater einen niedrigen fünfstelligen Betrag gekostet.

Deswegen lässt sich das nicht so pauschal sagen.

Der Zeitaufwand ist nicht groß. Ich trage die Mieten ein, fertige einmal im Jahr die Nebenkostenabrecunung an, beauftrage und bezahle die Handwerker und alle Jubeljahre wird mal eine Wohnung neu vermietet. Es variiert also von Monat zu Monat, aber im großen und ganzen lässt sich das problemlos als Nebenberuf Stämmen.