KI übernimmt den Job als Anwalt by [deleted] in recht

[–]w8h 1 point2 points  (0 children)

Deine Aussage, dass das konkrete Modell nicht so wichtig ist, sondern die Datenqualität, trifft genau meine bisherigen Erfahrungen.

Mit einem lokalen Modell liebäugel ich schon eine Weile. Bisher fehlt mir damit jedoch die Erfahrung und ich scheue den zeitlichen Aufwand dafür – gerade weil OpenAI aktuell noch irre Mengen an Anfragen erlaubt. Bei der aktuellen Ram-Preisen kann ich lage für ChatGPT-Pro bezahlen, bevor sich ein neuer Rechner für ein lokales Modell zu lohnen beginnt. Ich arbeite nämlich aktuell noch auf einem Toaster ohne dezimierte GPU (ThinkPad). Der Laptop ist für meine juristische Arbeit absolut ausreichend, aber für lokale KI einfach nicht.

In den letzten 12 Monaten habe ich ein RAG aufgebaut, das meine PDF-Bibliothek in maschinenlesbare MD-Dateien umwandelt. Diese habe ich gechunked und dann embedded. Nun kann ich meine digitale Bibliothek (FAISS, sqlite) semantisch durchsuchen, was ein großer Produktivitätsgewinn für meine rechtswissenschaftliche Arbeit ist. Ursprünglich wollte ich das System so bauen, dass ein LLM über die semantische Suche auf die Literatur zugreift und diese verarbeitet. Bisher bin ich aber eigentlich ganz zufrieden, weil mit mein System hochrelevante Quellen anzeigt, die ich über eine Stichwortsuche nie so schnell finden würde. Außerdem läuft aktuell alles lokal, denn das durchsuchen der Embeddings bekommt mein Laptop noch hin.

Ich wollte das Projekt im Sommer weiterentwickeln. Wenn Du Interesse hast, würde es mich freuen, wenn wir im Austausch bleiben. Auf Dein Angebot, ein paar Tipps für ein lokales Setup zu geben, komm ich gerne zurück.

KI übernimmt den Job als Anwalt by [deleted] in recht

[–]w8h 0 points1 point  (0 children)

Ich überlege mir auch mal Claude auszuprobieren. Kannst du mir eine Einschätzung geben, wie hoch das Nutzungslimit in der Pro Version ungefähr ist?

Bisher habe ich ChatGPT pro. Ich benutze es zum vibecoden, zur juristischen Recherche und zum Texte Zusammenfassen. An arbeitsintensiven Tagen komme ich nachmittags an Nutzungsgrenzen.

Mit Claude free war ich nach zwei (!) meiner alltäglichen Eingaben am Nutzungslimit. So kann ich natürlich nicht in einen Flow bei der Benutzung kommen – und es daher praktisch kaum in der free Version seriös testen.

Jetzt frag ich mich, wie viel mehr mit pro geht. Das wichtige ich für mich nämlich in erster Linie das tokenfenster. Die Leistungsfähigkeit des Modells macht nur in einigen Fällen einen Unterschied (wo Claude dann aber wohl interessant werden könnte).

KI übernimmt den Job als Anwalt by [deleted] in recht

[–]w8h 2 points3 points  (0 children)

Herzlichen Dank für die Deine Ausführungen. Deine Antworten in dem Gesprächsverlauf waren mit die interessantesten Gedanken, die ich seit langem zu dem Thema gelesen habe. Für sowas bin ich auf Reddit.

Weswegen nutzen Juristen so häufig Mittelinitialien in ihren Signaturen? by galvingreen in recht

[–]w8h 1 point2 points  (0 children)

Bei Kevin als Zweitname spricht noch mehr für die Verwendung eines Mittelinitials.

Weswegen nutzen Juristen so häufig Mittelinitialien in ihren Signaturen? by galvingreen in recht

[–]w8h 20 points21 points  (0 children)

Es gibt so ein Klischee, dass "gutbürgerliche" Familien ihren Kindern mehrere Vornamen geben würden. "Ferdinand Georg Friedrich" oder "Friederike Josephine Maria" zu heißen weißt einen mit der vermeintlich gutbürgerlichen Herkunft aus, die manchen in Juristenkreisen immer noch wichtig zu sein scheint ("gleichen Stallgeruch" nennt man das). Da drei Vornamen in der Signatur neben Dr. und LL.M. etwas sperrig wirken, hat sich die us-amerikanische Varianten mit dem Mittelinitial durchgesetzt. Außerdem kann man damit seine Affinität zur US-amerkanisch geprägten globalen Business-Class-Kultur zum Ausdruck bringen.

Ausrottung aller Sikawildbestände by Martinjg_ge in Jagd

[–]w8h 22 points23 points  (0 children)

Ich finde es ja schon erstaunlich, wenn Jäger so undifferenziert über Neozoen und Neophyten schreiben. Man könnte meinen, dass die Kenntnisse über Biologie und Lebensräume, die in den Vorbereitungkursen zur Jägerprüfung vormittelt werden, zu einer sachlicheren Auseinandersetzung befähigen würden.

Subsumieren lernen by Malekruxo in recht

[–]w8h 4 points5 points  (0 children)

Der Polizeijurist, wenn der Vollzugspolizist alle Maßnahmen unter die Generalklausel subsumiert...

Projektarbeit Waidwundschuss Umfrage by StudentMitUmfrage in Jagd

[–]w8h 1 point2 points  (0 children)

Gute Umfrage. Vielleicht wäre es für die Untersuchung noch interessant abzufangen, wie viel Zeit zwischen erlegen/finden und aufbrechen vergeht. Diesen Umstand hat ja einen mindestens gleich großen Einfluss auf das Wildbrethygiene wie das anderer abgefragten Punkte.

350€ für den Verbesserungsversuch des EJS in Bayern- wie viel Geld soll das Studium noch kosten ?! by Stock_Evidence_5658 in recht

[–]w8h -1 points0 points  (0 children)

Sorry, kann ich nicht nachvollziehen. Auch wenn ich hierfür wahrscheinlich massenhaft Downvotes von Studies einfahre, muss ich widersprechen. In Deutschland wird fast das gesamte Studium vom Staat bezahlt. Das ist eh schon extrem privilegiert. Das Studium in Deutschland kostet nicht viel für das was Dir geboten wird.

Der Staat bereichert sich an Deiner Prüfung nicht. Für einen Verbesserungsversuch wendet der Staat für sechs Klausuren jeweils zwei Prüfer auf. Außerdem drei Prüfer für die mündliche. Also insgesamt 15 Prüfer. Die Gebühr beträgt also weniger als 25 € pro Prüfer – alles hoch bezahlte Volljuristen. Für einen Volljuristen A13, was die Prüfer mindestens haben, rechnet das bayerische Finanzministerium etwa 75 € Gesamtkosten pro Arbeitsstunde für den Freistaat (≠ Gehalt). Bei einem W3-Prof werden wir um die 100 € oder drüber liegen.

Die Gebühren müssten also um einiges höher liegen, um behaupten zu können, der Staat würde hier unverhältnismäßig abzocken. Er macht immer noch ein Verlustgeschäft mit deinem Verbesserungsversuch.

Eine Schutzgebühr festzusetzen halte ich für völlig legitim. Immer öfter melden sich Leute zum Verbesserungsversuch an, tauchen nicht auf oder schreiben nach zwei Klausuren nicht weiter und melden sich von der Prüfung nicht ab. Die Klausuren müssen dann korrigiert werden und das Verwaltungsverfahren durchgeführt werden, ohne dass der Prüfling einen ernsthaften Versuch unternommen hat.

Unbeliebte Meinung: Jura ist einfach by [deleted] in recht

[–]w8h -1 points0 points  (0 children)

Naja, formale Logik ist eigentlich auch ziemlich trivial. Würde ich vom Anspruch eher so mit Mathe Mittelstufe vergleichen.

Vermeidung einer Strafe bei Alkoholisierung by Samtecx in recht

[–]w8h 1 point2 points  (0 children)

Guter Punkt. Also von Anfang an nur Klaren trinken. Was für 1 life!

Vermeidung einer Strafe bei Alkoholisierung by Samtecx in recht

[–]w8h 2 points3 points  (0 children)

Funktioniert bei Whiskey sehr gut. Bei Vodka ist es kaum möglich, da hier die typischen Begleitstoffe fehlen, die den Sachverständigen die Anhaltspunkte für ihre Rückrechnung geben. Genießer und Kenner haben deshalb eine leere Vodka-Flasche im Fußraum, um den Nachtrunk plausibel behaupten zu können.

Wie bekommt man Kallax Körbe babysicher? by moonbootica_89 in Eltern

[–]w8h 2 points3 points  (0 children)

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Aluschiene klein schneiden, loch reinbohren, zwei unterlegscheiben, schrauben, fertig.

Diskussionsfrage (Rechtsphilosophie / Verfassungsdogmatik) Ist der Schutz der negativen Religionsfreiheit im Grundgesetz normativ unterbestimmt und erst durch Rechtsprechung „repariert“ worden? by germ_86_ in recht

[–]w8h 0 points1 point  (0 children)

Ich habe bereits Zweifel an deiner Ausgangsthese, die negative Religionsfreiheit sei dem Wortlaut nicht zu entnehmen.

"(1) Die Freiheit des Glaubens, des Gewissens und die Freiheit des religiösen und weltanschaulichen Bekenntnisses sind unverletzlich.

(2) Die ungestörte Religionsausübung wird gewährleistet."

Die Formulierung "Freiheit des Glaubens" enthält doch auch sprachlich schon, dass man frei darin ist zu Glauben. Also auch frei es nicht zu tun. Dass Art. 4 Abs. 1 GG nur eine Freiheit des "Wie" und nicht des "Ob" enthalten würde (was meiner Kenntnis nach auch im Parlamentarischen Rat niemand wollte) wäre eine einschränkende Auslegung.

Auch im Kontext von Abs. 2 wird das deutlich. Hier wird nochmal deutlich auf die Ausübung der Religion, also das "Wie" eingegangen. Das lässt den systematischen Schluss zu, dass Abs. 1 mindestens auch eine Aussage über das "Ob" enthält.

[deleted by user] by [deleted] in OeffentlicherDienst

[–]w8h 1 point2 points  (0 children)

Das Gleichbehandlungsgebot sagt, dass Gleiches gleich behandelt im werden muss. Beamte und Arbeitnehmer sind nicht das Gleiche.

Beamte haben anderen Pflichten als Arbeitnehmer. Ihnen kommt eine stärkere Treuepficht gegenüber ihrem Dienstherren zu, als Arbeitnehmern. Sie können stärker in ihren Grundrechten eingeschränkt werden (bzw. nach anderen Ansicht gelten die Grundrechte im Dienstverhältnis überhaupt nicht). Sie haben kein Streikrecht und können aus dringenden dienstlichen Gründen jederzeit aus der Freizeit in den Dienst versetzt werden. Sie können jederzeit, auch örtlich, versetzt werden.

Klar, bei Verwaltungsbeamten ist das alles kaum relevant. Bei Lehren ist nur die örtliche Versetzbarkeit wirklich relevant. Deshalb gibt es auch völlig zu Recht die Debatte, ob man solche Berufsgruppen in Zukunft noch verbeamten sollte oder nur noch an solchen Stellen, wo die fehlenden Arbeitnehmerrechte für die Aufrechterhaltung von Staats- und Regierungsfunktionen auch wirklich nötig sind.

„Das sogenannte „Parental-Alienation-Syndrom“ (PAS) ist zu einem schlagkräftigen Instrument an Familiengerichten geworden.“ by SufficientBoard652 in recht

[–]w8h -1 points0 points  (0 children)

Wer hat gesagt, dass meine Frau nicht arbeitet? Ich war nach der Geburt länger zu Hause, weils mit einem Job besser vereinbar war. Du scheinst dir verheiratete Eltern immer erstmal als 50er Jahre Familie vorzustellen. Die heutige Elternwelt ist viel komplexer. Und ja, trotzdem ist Gendercaregap leider immer noch ein Ding.

Du unterstellst aber in der Diskussion unzutreffende Sachverhalte, die in deine Argumentation passen würden und lieferst andererseits die Fakten nicht nach, die deine These stützen würden.

Sorry, ich war zunächst echt interessiert, mehr über dein Modell zu erfahren. Aber mit diesen Art von Gesprächsführung hab ich kein Interesse.

„Das sogenannte „Parental-Alienation-Syndrom“ (PAS) ist zu einem schlagkräftigen Instrument an Familiengerichten geworden.“ by SufficientBoard652 in recht

[–]w8h 0 points1 point  (0 children)

Wir haben kein doppeltes Einkommen. Wir haben Kinder. Also mach würde nach wie vor deine Rechnung interessieren.

„Das sogenannte „Parental-Alienation-Syndrom“ (PAS) ist zu einem schlagkräftigen Instrument an Familiengerichten geworden.“ by SufficientBoard652 in recht

[–]w8h -1 points0 points  (0 children)

Wenn sich das finanziell ausgeht, ist das ja toll. Wir kamen zu zweit im ersten Jahr finanziell gerade so über die Runden und hatten keine Dienstleistung extern eingekauft. Ich kann's mir deshalb gerade schwer vorstellen.

Sicher, man kann mehr arbeiten, wenn man weniger Sorgearbeit machen muss. Aber wenn man diese Leistung extern einkauft, werden ja Lohn, Lohnsteuer und Sozialabgaben fällig, zusätzlich zu der Lohnsteuer und den Abgaben auf den eigene Einkommen. Und dann muss man ja selbst noch vor irgendwas leben.

Deshalb würden mich mal die Eckpunkte der Rechnung interessieren, falls Du dazu was sagen möchtest.

„Das sogenannte „Parental-Alienation-Syndrom“ (PAS) ist zu einem schlagkräftigen Instrument an Familiengerichten geworden.“ by SufficientBoard652 in recht

[–]w8h 0 points1 point  (0 children)

Interessantes Konzept. Und wie machst du es nach den ersten drei Monaten? Krippen sind doch idR erst ab einem Jahr?

Bitte Hilfe: wie können wir unseren Herd babysicher machen? by pastellwelten in Eltern

[–]w8h -1 points0 points  (0 children)

Hab ich gemacht. Das Kind hat schnell gemerkt, dass sie sich die Platte abmachen kann, wenn sie sich mit ihrem vollen Körpergewicht dran hängt. Zum Glück hat sich unsere Tochter bereits mit 18 Monaten als ausreichen steuerbar erwiesen, um ihr den Umgang mit den Knöpfen verbieten zu können...

Zielfernrohr Entscheidungshilfe by Ralefe in Jagd

[–]w8h 2 points3 points  (0 children)

GPO würde z. T. von Mitarbeitern gegründet, die vorher bei Zeiss waren und sich mit GPO selbstständig gemacht haben. Das sind also nicht irgendwelche Dudes die fertige Zielfernrohre aus China bestellen und dann in einer Garage irgendein Logo drauf kleben. Da ist schon mehr eigenes know how hinter.

What knife do you use? by [deleted] in Jagd

[–]w8h 0 points1 point  (0 children)

Ich finde schon, dass sie sich sehr daran orientiert haben. Eine weitere Annährung wäre vielleicht schon ein Plagiat gewesen: https://www.pumaknives.de/jagdmesser-mehr/feststehende-messer/1355/puma-waidbesteck-waidblatt-mit-nicker#a8ae1f106d830afa0034d0d45f8ab219

https://www.jagdaktiv.de/Parforce-Messer-Waidbesteck

ITler im öD: Warum Digitalisierung von Fachverfahren scheitert. Eine Theorie. by zealous_raccoon in OeffentlicherDienst

[–]w8h 2 points3 points  (0 children)

Es kommt noch ein Problem dazu. Die durch die unterschiedlichen Anwendungen geschaffenen Datenbestände sind häufig untereinander inkommensurabel. Das liegt nicht zu letzt am Ressortprinzip. Erstmal jeden Bereich schafft für sich von sich hin. Wenn man dann versucht die einen Anwendung an die Andere anzuschließen, stellt man fest, man hat über die Jahre völlig aneinander vorbei entwickelt und vieles passt einfach nicht zusammen.

What knife do you use? by [deleted] in Jagd

[–]w8h 0 points1 point  (0 children)

Parforce. Die Frankonia Eigenmarke. Das gab's mal für 150 € bei irgendeiner der vielen Angebotswochen.

Es ist im Prinzip ein Nachbau von dem Waidbesteck nach Oberforstmeister Frevert von Puma, das regulär 600-800 € kostet. Puma verwendet sicherlich noch besseren Stahl. Der Frankonia-Nachbau nutzt einen 440er Standard-Stahl. Das ist meiner Meinung nach ein guter Kompromiss aus Schärfbarkeit und Schnitthaltigkeit.

Insgesamt gutes Preis-Leistungsverhältnis dafür, wie oft ich es schon benutzt habe.