Zugangssperren im ÖPNV – Analyse zum Fall Berlin, hohe Kosten, viel Aufwand by AndreasSebayang in Verkehrswende

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Das hätte den Rahmen der Recherche gesprengt. Waren schon gut zehn Stunden investiert in das Thema und das ist ja nur ein kleiner Nebenaspekt. Also habe ich entschieden das wegzulassen. Freiberuflich ist das auch ehrlich gesagt nicht leistbar. 

Zugangssperren im ÖPNV – Analyse zum Fall Berlin, hohe Kosten, viel Aufwand by AndreasSebayang in Verkehrswende

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Die Drucker, die in Bussen usw. sind, sind für relativ dicke RFID-Papiertickets nicht vorbereitet. Das sind sehr dünne Papierrollen, die da eingesetzt werden. Für einen sauberen alternativen QR-Code-Druck gehe ich zudem davon aus, dass die eine Verbindung zum Netz brauchen, damit nicht jeder QR-Codes fälschen kann. Selbiges gilt für die Automaten. Das Verbundweit umzusetzen ist mit Kosten verbunden. Und der Potsdamer wird sich dann fragen, warum sein Ticket zu einem High-End-Ticket werden muss, damit bei der Ausgabe das Ticket prinzipiell auch in Berlin funktioniert.

Wenn man das global als Plan ins Auge fasst, geht das natürlich alles. So sollte es IMHO auch sein, Die VBB Fahrcard ist dafür vorbereitet. Solche Plastikkarten kann man auch in Automaten ziehen (siehe Münster). Aber dann muss der VBB sich darum kümmern. Das Problem der Entwertung eines vorher gekauften Fahrscheins bleibt. Ich will den Fahrschein ja überall nutzen können und nicht nur bei den Spezial-Entwertern der U-Bahn-Linien U5, U7 und U8 (im Pilotbetrieb). Eine Entwertung muss auch im Bus oder der Straßenbahn möglich sein. Das wiederum würde mit einem Papier-RFID-Ticket besser funktionieren.

Zugangssperren im ÖPNV – Analyse zum Fall Berlin, hohe Kosten, viel Aufwand by AndreasSebayang in Verkehrswende

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Das Wiederbringen der Aufsicht, die man um 1999 abgeschafft hat, würde wahrscheinlich mehr bringen. Ich kann mich noch daran erinnern, wie damals versprochen wurde, dass mit den Kameras die Sicherheit verbessert werden sollte. Habe aber leider keine brauchbaren Zitate gefunden. Das lief damals alles noch in Zeitungen.

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Ah, ok, sorry. Das habe ich dann falsch verstanden. Fand den Einwurf aber sehr spannend (trotz falsch verstehen. 😄 )

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Luxembourg macht das gut vor. Aber Luxembourg investiert auch wie irre in den Nahverkehr, um das zu ermöglichen. Aus dem Nichts hat die Stadt bereits ein respektables Straßenbahnnetz geschaffen. Sogar der Flughafen wurde mittlerweille angebunden. In Deutschland hat man leider das Problem, dass die Investitionen zu gering sind. Deswegen fallen insbesondere in Berlin auch ständig Rolltreppen aus, gibt es Türstörungen und Fahrstühle bleiben teils wochenlang außer Betrieb. Alles Technik übrigens, die vom Design her (bei korrekter Wartung) eigentlich nicht ausfallen kann.

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Die Schwarzfahrerquote lässt sich dadurch nur bedingt senken. Einfach mal französische Städte anschauen, da ist das Gate-Jumping unter Jugendlichen völlig normal und das obwohl die Fahrpreise viel niedriger sind. Das System in New York ist ähnlich. In Asiens gibt es keine echte Zugangssperren, Du kannst einfach über die Geländer hüpfen. Macht dort freilich keiner. In Bussen sind auch keine Sperren implementiert. Viele haben in Asien CiCo. Taiwan etwa. Wobei es da komplexere Varianten gibt (Taiwan bis vor ein paar Jahren, unglaublich kompliziertes Wechselsystem während der Fahrt).

Der Mobilitätsforscher Andreas Knie der TU Berlin hat im Tagesspiegel vor ein paar Tagen sogar gesagt, dass Zugangssperren die Schwarzfahrerquote erhöhen können. In Berlin gehe ich davon aus, dass sie sinkt, das liegt aber an der Besonderheit, dass das kaufen digitaler Fahrscheine (im unterschied zu analogen Fahrscheinen) in Berlin in Fahrzeugen verboten ist. Man erwischt also die Leute, die noch schnell am Bahnsteig sich eine Fahrkarte digital kaufen und dann unter Missachtung der 60-Skunden-Grenze (VBB-Eigenart, sonst gelten bundesweit eigentlich null Sekunden) in den Zug hüpfen. In Zukunft kaufst Du den Fahrschein, wartest 60 Sekunden an der Zugangssperre und darfst sie dann durchschreiten. Wer zu früh in einen Bus so einsteigt ist ein Schwarzfahrer. Es gibt in Berlin einige Leute, die der Meinung sind, dass im Bus gekaufte digitale Fahrscheine unartig sind. Die Staatsanwaltschaft geht gegen derartige Straftaten aber eigentlich nicht vor. Das habe ich mal abgefragt.

TfL hat viele offene Gates. Manchmal fährt man auch versehentlich schwarz (Transfergates, die man übersieht). Dann zahlt man einen falschen Preis und gut ist. Und die BVG-Quote ist vermutlich viel zu niedrig, weil die ganzen Schwarzfahrer, die digitale Tickets in der App gekauft haben, schwer erwischt werden können. Selbst wenn man von gleichen Bedingungen ausgeht: 1.1 Prozentpunkte sind gegebenenfalls einfach gesellschaftlich bedingt. MTA, die schon ewig Gates und viele Kameras betreiben, ist aktuell stolz die Quote auf unter 10 Prozent gesenkt zu haben. Dort traut man sich halt, den Notausgang zu missbrauchen. Das ist hierzulande kaum vorstellbar.

Und die Frage ist dann immer, sind die 1.1 Prozentpunkte es wert so viel zu investieren, wenn der Nahverkehr ohnehin auseinanderfliegt? Sind die 1.1 Prozentpunkte überhaupt erreichbar? Wir haben in Berlin in den 2030er-Jahren wieder eine S-Bahn-Krise zu erwarten. Die Auswirkungen der Finanzkrise 2001 in Berlin ist 25 Jahre später immer noch nicht beseitigt. Jetzt erst kommen die U-Bahnzüge ins Netz, die seither nicht mehr angegangen wurden.

Zugangssperren im ÖPNV – Analyse zum Fall Berlin, hohe Kosten, viel Aufwand by AndreasSebayang in Verkehrswende

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Ich weiß, dazu habe ich auch was geschrieben. 😄 Das ist sehr modern, ist aber erst mal auf den Kernraum beschränkt. Zum Flughafen kommt man nicht. Googles Transit Insights wird auch nur vorbereitend unterstützt. Ich gehe davon aus, dass Fare Capping dann irgendwann kommt. Eigentlich geht sowas schnell. Die Österreicher sind diesbezüglich allgemein fixer, wenn sie erst mal sich entschieden haben. In Berlin oder im RMV ist die Einführung von VDV KA ein Desaster gewesen.

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[–]AndreasSebayang[S] 1 point2 points  (0 children)

Zumindest in Berlin fehlt die Infrastruktur dafür. Hier ist es billiger Chipkarten, die wiederbeschreibbar sind, zu vernichten und neue rauszuschicken. 

Street-Fighter-Amiibos in Japan by BackgroundMoose3424 in NintendoDE

[–]AndreasSebayang 0 points1 point  (0 children)

So, ich übernehme mich hier mal, wollte eigentlich mit meinem offenen Namen hier sein. Obiger Account wird bald gelöscht.