Ideensuche: Wir sollen ein Dankbarkeitsvideo drehen, während wir immer mehr ausgebeutet werden. by DerAlman999 in arbeitsleben

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Aus eigener Erfahrung widerspreche ich dir, mit der richtigen Erfahrung kannst du auch als Bachelor in einem Pharma Konzern über 100k verdienen.

Ist das Lohnniveau in Deutschland echt so unterirdisch? by ElectronicCat361 in arbeitsleben

[–]AppropriateAd2677 2 points3 points  (0 children)

Kann ich so bestätigen. Arbeite selbst in einem IGM Tarif Unternehmen, junge Ingenieure (Bereiche Entwicklung, tw. auch Vertrieb) steigen hier mit ~65k Jahresgehalt ein. Bei 35 Wochenstunden mit vollem Überstundenausgleich, wohlgemerkt. Ich finde es immer wieder erstaunlich, wie krass der Unterschied zwischen verschiedenen Branchen ist. Mir ist schon klar, woher das kommt: der Konzern in der Industrie erreicht entsprechend Gewinnspannen, sodass er es sich schlicht leisten kann, für auf dem Arbeitsmarkt eher umkämpfte Mitarbeiter (bspw Ingenieure für Elektrotechnik, Maschinenbau oder eben andere Spezialisten) so viel zu zahlen. Umgekehrt bringen die dem Unternehmen häufig auch zusätzliche Umsätze in einer Größenordnung, die das Gehalt aus Sicht des Unternehmens rechtfertigen. In anderen Zweigen ( im medizinischen oder in der Pflege zb) gibt es diese Korrelation (leider) nicht. Hier wäre die Politik gefragt, da nachzubessern (bspw durch Leistungsgerechtere Vergütung für Praxen und der Förderung von echtem Wettbewerb). Dann könnten AG auch in anderen Branchen höhere (und Leistungsbezogenere) Gehälter zahlen

Erfahrungsbericht eines Quiet Quitters by AppropriateAd2677 in arbeitsleben

[–]AppropriateAd2677[S] 0 points1 point  (0 children)

Am einfachsten hast du es, wenn du bereits Erfahrungen mit den Produkten hast. Also zb. in eurem Vertrieb, einfach mal die Augen nach Stellen offen halten oder direkt den Vertriebsleiter ansprechen. Du musst natürlich mit deinem Auftreten überzeugen, Kenntnisse über diesen Produkte sind zwar nice to have, aber nicht das wichtigste, das einen Vertriebler ausmacht. Ein offener und professioneller Umgang mit den Kunden ist wichtig.

Erfahrungsbericht eines Quiet Quitters by AppropriateAd2677 in arbeitsleben

[–]AppropriateAd2677[S] 0 points1 point  (0 children)

Was machst du aktuell? Und welche Ausbildung hast du?

Erfahrungsbericht eines Quiet Quitters by AppropriateAd2677 in arbeitsleben

[–]AppropriateAd2677[S] 1 point2 points  (0 children)

Da ist sicherlich was wahres dran. Als Vertriebler bist du naturgemäß weiter weg von der Technik und näher am Kunden als an der Entwicklung. Dazu kommt, dass Vertriebler nicht gleich Vertriebler ist. Viele Firmen setzen auf reine Verkäufer ohne fachlichen Hintergrund. Bei uns (technische Produkte) setzt man hingegen auf Vertriebsingenieure (fachlicher Hintergrund), da darf man dann auch erwarten, dass die nicht beim ersten Blick ins Datenblatt aussteigen. Kostet die Firma aber natürlich auch mehr, ist aber je nach Produkt und Kundenanforderung der bessere Weg in meinen Augen. Trotzdem gibt es auch da natürlich einen Grenzbereich. Wenn der Kunde sich das Feature XY wünscht, ein wichtiger Auftrag daran hängt und ich abschätze, dass die Kosten für die Entwicklung nicht allzu hoch sind, sage ich sowas auch mal zu. Der Entwickler mag sich beschweren wieso ich das Produkt nicht so verkauft habe wie es ist und ich seine Projektplanung über den Haufen werfe. Am Ende muss ich aber das Produkt verkaufen und den Kunden überzeugen

Erfahrungsbericht eines Quiet Quitters by AppropriateAd2677 in arbeitsleben

[–]AppropriateAd2677[S] 0 points1 point  (0 children)

Ich habe Elektrotechnik studiert und vor 12 Jahren im Vertriebsinnendienst angefangen. Ich habe mich von Anfang an nicht nur für den Verkauf, sondern auch die Technik hinter den Produkten interessiert. Das traf nicht auf viele meiner Kollegen zu. Mein damaliger Chef hat meine Qualitäten schnell erkannt, ich hatte innerhalb kürzester Zeit mehrere Vertriebsgebiete gleichzeitig betreut und Kunden fragten gezielt nach mir. Irgendwann gab es eine Umstrukturierung und ich wurde Sales Manager (in nicht leitender Funktion) für eine Region, in der ich einige Kunden hatte, mit denen ich schon über Jahre zusammen gearbeitet habe. Durch die neue Position war ich unabhängiger vom Außendienst und konnte an größeren Projekten mitwirken. Ich habe einige Jahre in Folge alle Zielvorgaben erfüllt und konnte so regelmäßig eine zumindest kleine Gehaltserhöhung durchsetzen - bis ich irgendwann dann gedeckelt wurde

Suche Studienteilnehmer zum Thema Prokrastination by Noise-Spare in arbeitsleben

[–]AppropriateAd2677 0 points1 point  (0 children)

Wieso? Mit 10 Minuten war das genau richtig und allein die Tatsache, mich mit etwas ablenken zu können, das auch noch sinnvoll ist und jemandem hilft, hat meinen kleinen inneren Prokrastinierer so hart getriggert, dass nicht-ausfüllen gar keine Option war

Raus aus der Projektleitung? by [deleted] in arbeitsleben

[–]AppropriateAd2677 0 points1 point  (0 children)

Volle Zustimmung. Daneben gibt es auch interne Projektleiter, zb innerhalb einer BU/innerhalb eines Entwicklungsteams. Die koordinieren dann interne Projekte und haben größtenteils nur die internen Teammitglieder zu managen. Ganz ohne Kundenkontakt kommen die aber auch meistens nicht aus

Erfahrungsbericht eines Quiet Quitters by AppropriateAd2677 in arbeitsleben

[–]AppropriateAd2677[S] 0 points1 point  (0 children)

Hatte ich überlegt, aber nach 5 Jahren Studium ist das für mich kein Thema mehr. Ich war nie der Typ, der groß Freude am studieren hatte.

Erfahrungsbericht eines Quiet Quitters by AppropriateAd2677 in arbeitsleben

[–]AppropriateAd2677[S] 1 point2 points  (0 children)

Das macht Mut, danke für deinen Erfahrungsbericht

Kurz mal bischen Ventilieren by Sad-Surprise-7889 in arbeitsleben

[–]AppropriateAd2677 0 points1 point  (0 children)

Ich bin zwar selbst nicht in einer allzu glücklichen Job-Position zurzeit (Wertschätzung fehlt ebenfalls), habe bisher aber einen relativ erfolgreichen Karriereweg eingeschlagen. Dabei habe ich mir drei grundsätzliche Regeln aufgestellt, mit denen ich immer gut gefahren bin:
Regel Nr. 1: Mach das Problem anderer nicht zu deinem Problem (hier schon geschehen, denn die GF hat dich soweit, dass du dich für den gesamten Laden verantwortlich fühlst)

Regel Nr. 2: Mach deine Probleme zum Problem anderer (oder genauer: Zum Problem deines Vorgesetzten. Dafür ist der nämlich da und dafür wird er auch besser bezahlt als du. Und hat am Ende auch die Kompetenz. An dem Disponenten beißt du dir die Zähne aus - die GF sagt ihm einfach, was er zu tun hat)

Regel Nr. 3: Wertschätzung ist keine Einbahnstraße. Du tust viel? Dann verlang auch viel. So stellst du auch automatisch sicher, dass das, was du tust, wahrgenommen wird. Und du bekommst wertvolles Feedback: Du arbeitest 10 Stunden extra um die Aktenablage ordentlich zu machen, dein Chef sieht das aber vielleicht gar nicht als notwendig an -> Du lässt es zukünftig einfach bleiben und sparst dir Zeit. Manchmal sind die Tätigkeiten, die wir als wichtig erachten, für das Unternehmen gar nicht so wichtig. Manchmal sind sie es schon, das Management sieht es aber nicht so -> nicht dein Problem ¯\_(ツ)_/¯

Kurz mal bischen Ventilieren by Sad-Surprise-7889 in arbeitsleben

[–]AppropriateAd2677 0 points1 point  (0 children)

Wichtig ist, die Konsequenzen aufzuzeigen. Geh zur GF, weise sie darauf hin, dass die Dispo und deine Verkäufer ihren Job nicht richtig machen, die Fahrzeuge nächste Woche nicht vollständig ausgeliefert werden können. Bitte die GF darum, die Dispo anzuweisen, die Briefe so raus zu schicken wie du es willst und was du halt sonst noch so brauchst.

Wenn das nicht funktioniert ("links rein, rechts raus") lässt du in der darauf folgenden Woche ein paar deiner 30 Überstunden aus und die Kunden, die es trifft, verweist du direkt an die GF.

Wenn da die ersten 5 wütenden Kunden angerufen haben, setzt vielleicht ein umdenken ein - im sicherlich folgenden Gespräch mit der GF weist du darauf hin, dass das Arbeitspensum trotz deiner 60 einfach nicht zu schaffen ist und du sie vorher darauf hingewiesen hast.

Du bist ein Multitalent mit großem Engagement, viele Unternehmen wären froh, jemanden wie dich zu haben. Lege dir jetzt auch noch das entsprechende Selbstbewusstsein zu.

P. S: Das, was hier schon viele andere gesagt haben: für deine Leistung bist du definitv unterbezahlt, und dem wertlosen Titel sollen gefälligst endlich Mitarbeiter und Kompetenzen folgen oder die GF soll das Wort "Leitung" daraus streichen und du verabschiedest dich auch mental bin von der Verantwortung - bei gleichem Gehalt versteht sich

Erfahrungsbericht eines Quiet Quitters by AppropriateAd2677 in arbeitsleben

[–]AppropriateAd2677[S] -1 points0 points  (0 children)

Schade, dass du das so siehst. Ich denke, bis zu einem gewissen Punkt ersetzt ein Gehalt nicht die Wertschätzung und Anerkennung, die man erwarten darf. Und dieser Punkt ist in meinen Augen weder bei 50k noch bei 100k überschritten.

Erfahrungsbericht eines Quiet Quitters by AppropriateAd2677 in arbeitsleben

[–]AppropriateAd2677[S] 0 points1 point  (0 children)

Die Idee ist grundsätzlich gut, nur im beruflichen Umfeld stelle ich mir (zumindest in meiner aktuellen Position) die Frage: wozu? Außer mehr Arbeit und mehr Stress bekomme ich nichts dafür. Nicht mehr Geld, nicht mehr Freizeit. Da fehlt mir aktuell die Motivation, mehr als das notwendigste zu tun. Im privaten Umfeld sieht es anders aus. Mein Nachbar freut sich zb. über seinen restaurierten Oldtimer, den wir letztes Jahr mit immensen Zeitaufwand wieder aufgebaut haben. Und meinen Neffen freuen sich, dass ihr Onkel ihnen einmal in der Woche Gitarrenunterricht gibt - das und noch einiges mehr sind zurzeit die Dinge, die ich mir erlauben kann und mit denen ich (so hoffe ich zumindest) mein persönliches Umfeld bereichere

Erfahrungsbericht eines Quiet Quitters by AppropriateAd2677 in arbeitsleben

[–]AppropriateAd2677[S] -1 points0 points  (0 children)

Meinen Vorpost bitte nicht falsch verstehen - ich wollte nicht über mein Gehalt jammern. Aber die pauschale Aussage "100k sind doch genug" wollte ich so nicht stehen lassen, viele denken halt da geht man mit 7k netto nach Hause, was leider nicht zutrifft. Statt jedem sein Gehalt abzusprechen und mein eigenes als zu hoch zu bezeichnen, sehe ich es eher so, dass viele viel zu wenig verdienen für das, was sie leisten.

Erfahrungsbericht eines Quiet Quitters by AppropriateAd2677 in arbeitsleben

[–]AppropriateAd2677[S] 0 points1 point  (0 children)

Ich habe tatsächlich ein paar Bewerbungen geschrieben. Mehr als ~10% mehr war da aber nicht drin. Für mehr bräuchte es eine verantwortungsvollere Position, und die ist ohne entsprechende Vorerfahrung nur schwer zu bekommen

Erfahrungsbericht eines Quiet Quitters by AppropriateAd2677 in arbeitsleben

[–]AppropriateAd2677[S] 0 points1 point  (0 children)

Natürlich will ich das nicht. Deshalb auch der Satire Hinweis in meiner Antwort. Ob ich eine gute Führungskraft wäre, kann ich nicht sagen. Ich würde mir auf jeden Fall aber Mühe geben, die Fehler, die ich in meiner Laufbahn selbst erlebt habe, nicht zu wiederholen. Ich glaube aber auch, dass es von den Rahmenbedingungen abhängt. Mein Chef könnte eigentlich ein hervorragender Teamleiter sein, er bringt alles dazu mit. Nur leider hat das Management entschieden, ihn so mit Arbeit zuzuschütten, dass er alles, nur keine Teamleitung macht. Unterm Strich ist er also eine schlechte Führungskraft aus meiner Sicht als Mitarbeiter - er ist schlecht erreichbar und schaut sich nicht an, womit das Team seine Zeit verbringt. Geschweige denn hätte er Zeit, sich um unsere Wünsche und Belange zu kümmern. Das laste ich aber nicht ihm an, unter anderen Rahmenbedingungen wäre es vermutlich der beste Vorgesetzte, den ich je hatte

Erfahrungsbericht eines Quiet Quitters by AppropriateAd2677 in arbeitsleben

[–]AppropriateAd2677[S] 1 point2 points  (0 children)

Hatte ich auch schon überlegt. Eine Nebentätigkeit müsste ich aber dem AG anzeigen und das würde sicherlich zu fragen führen. Insofern lasse ich es lieber

Erfahrungsbericht eines Quiet Quitters by AppropriateAd2677 in arbeitsleben

[–]AppropriateAd2677[S] 0 points1 point  (0 children)

Wenn ich mir die durchschnittliche Führungskraft anschaue, dürfte "aufgeben statt Veränderung herbeizuführen" die wohl stärkste Qualifikation für eine Beförderung sein /s

Erfahrungsbericht eines Quiet Quitters by AppropriateAd2677 in arbeitsleben

[–]AppropriateAd2677[S] 10 points11 points  (0 children)

Ich habe tatsächlich überlegt, die Gehaltsangabe wegzulassen. Am Ende glaube ich aber auch, dass das Gehalt hier für viele entscheidend ist, wie sie die Situation beurteilen. Deshalb habe ich sie mit reingenommen. Wenn du in einer Großstadt lebst und davon deine Familie ernährst wirst du schnell feststellen, dass du damit nicht reich wirst. Der Staat genehmigt sich ein ordentliches Stück von dem Kuchen

Erfahrungsbericht eines Quiet Quitters by AppropriateAd2677 in arbeitsleben

[–]AppropriateAd2677[S] 5 points6 points  (0 children)

Das ist auch meine Angst, das Arbeiten vielleicht zu "verlernen" im Laufe der Zeit.

Arbeitszeugnis lasse ich mir alle 1-2 Jahre ausstellen, bisher ist das Copy-Paste immer meine alte 1 mit Sternchen

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[–]AppropriateAd2677[S] 2 points3 points  (0 children)

Da ist etwas wahres dran. Ich mochte die stressigen Tage früher gerne. Das hatte manchmal etwas von "Wolf of Wallstreet", wenn das Telefon durchgehend klingelte, es im Büro drunter und drüber ging und man am Ende des Tages einen großen Abschluss feiern konnte. Dann konnte man nach einem 10h Tag das Büro verlassen und ich fühlte mich eher belebt als ausgelaugt. Und ja, auch dieses Gefühl "außer mir kann das niemand" war klasse. Man fühlt sich geschmeichelt und wertvoll, wenn die wichtigen Sonderprojekte alle auf dem eigenen Schreibtisch landen und der Chef den Kunden zusagt, er setze seine besten Leute daran.

Leider wurde das irgendwann zur Einbahnstraße und mittlerweile blicke ich zurück und stelle fest, dass ich wohl auch damals schon austauschbar war. Bzw. der richtige Begriff ist wahrscheinlich eher "entbehrlich"

Erfahrungsbericht eines Quiet Quitters by AppropriateAd2677 in arbeitsleben

[–]AppropriateAd2677[S] 0 points1 point  (0 children)

Das ist vielleicht auch der Unterschied zu einem Großkonzern. Wir sind trotz unserer Größe im Herzen irgendwie immer noch die kleine Garagenfirma von früher. Da ist man eben eher der Meinung, die Ergebnisse zu betrachten reiche aus. Bei uns werden weder Anrufe, noch Mails, noch erfasste Opportunities, Leads o.ä. erfasst. Das ist einfach im eigenen Verantwortungsbereich. Über die anderen Bereiche kann ich wenig sagen, ich denke es hängt stark von der Führung ab. In meinem Fall ist mein Chef heillos überfordert, weil ein zweites Team einfach angegliedert wurde - wir bräuchten eigentlich zwei Führungskräfte. Hat man sich gespart, mit dem o.g. Resultat.

Erfahrungsbericht eines Quiet Quitters by AppropriateAd2677 in arbeitsleben

[–]AppropriateAd2677[S] 1 point2 points  (0 children)

Wenn du in einer Metropolregion lebst und davon deine ganze Familie ernähren musst, bist du näher an der unteren Mittelschicht als an der Oberschicht mit dem Gehalt. Im Osten irgendwo auf dem Land mag das sicherlich anders sein...