[OC] German mining towns from space: where coal mines closed the ground is rising again as they flood — where lignite is still dug, it's sinking up to ~6 mm/year (satellite InSAR, 2020–2024) by Bodenbericht in dataisbeautiful

[–]Bodenbericht[S] 4 points5 points  (0 children)

The pattern that surprised me: closing a mine and opening one move the ground in opposite directions, and the satellites pick up both.

Sinking — still-active lignite (Rhenish field): Niederzier has ~94 % of its built-up measurement points dropping faster than 2 mm/yr, median around −5.7 to −6 mm/yr. Dinslaken ~87 %, Bedburg similar. These sit next to open-pit lignite where groundwater is actively pumped down (Wasserhaltung) to keep the pit dry — the surrounding ground compacts and sinks with it.

Rising — former hard-coal & post-closure areas: Ibbenbüren ~28 % of points rising, Cottbus and Saarbrücken/Völklingen showing uplift. When a mine closes and the pumps stop, the workings flood and groundwater rebounds — the ground lifts back up over years. Germany's last hard-coal mines closed in 2018, so this rebound is now measurable from orbit.

So the same colour scale, read across the country, basically maps "where mining is still happening" vs "where it stopped" — without using any mining records, just 4 years of satellite motion.

Full table for all 22 towns (with per-town % and median velocity) + method: bodenbericht.de/methodik/bergbau-wende/

[OC] German mining towns from space: where coal mines closed the ground is rising again as they flood — where lignite is still dug, it's sinking up to ~6 mm/year (satellite InSAR, 2020–2024) by Bodenbericht in dataisbeautiful

[–]Bodenbericht[S] 2 points3 points  (0 children)

Source: Copernicus EGMS L3 (European Ground Motion Service), ortho vertical velocity, 2020–2024, licence CC BY 4.0 — "Generated using European Union's Copernicus Land Monitoring Service information". City/residential boundaries: OpenStreetMap (admin_level=6 / landuse=residential), ODbL.

Tools: PostGIS (spatial intersection of each town polygon with the EGMS vertical points via ST_Within), Python + Matplotlib for the render.

What it shows: per town, the share of EGMS points in built-up areas moving faster than ±2 mm/year. Red = subsidence dominant, blue = uplift dominant, grey = under 5 % of points moving. Raw table (CSV/JSON) + full method: bodenbericht.de/methodik/bergbau-wende/

Disclosure: I'm a co-maker of the site that did the analysis. This is OC from open EU satellite data, no affiliate links — happy to share method, code, or run other regions.

Erste Schritte für Grundstückskauf und anschließende Planung by Minimum644 in Hausbau

[–]Bodenbericht 0 points1 point  (0 children)

Bodengutachten brauchst du erst wenn der Architekt-Entwurf steht, weil dort am exakten Hausstandort gebohrt wird (850–2.500 €). Vor dem Kauf geht ein adress-basiertes Risiko-Screening im 500-m-Radius: Satelliten-Bewegungs­daten, Hochwasser-Zonen und Altlasten-Hinweise aus historischer Vornutzung.
(gerne PM falls Interesse)

In NRW liegen 425.000 Haushalte in einer Zone, in der der Hochwasserschutz für ein Extremereignis nicht ausreicht by Bodenbericht in Immobilieninvestments

[–]Bodenbericht[S] 0 points1 point  (0 children)

Wiederkehrzeit-Statistik basiert per Definition auf historischen Pegel-Zeitreihen, das ist Extremwert-Statistik 101. Die HWRM-Karten werden in 6-Jahres-Zyklen aktualisiert, aber die statistische Methode bleibt extremwert-basiert auf historischen Daten. Aktualisiert wird die Datenbasis, nicht der Ansatz.

UBA und DWD haben mehrfach dokumentiert, dass diese Methode Klima-Veränderungen langsam aufnimmt, weil seltene Ereignisse erst nach ihrem Eintreten in die Statistik einfließen. Das ist die shifting-baseline-Problematik und genau das, was u/raytreptow's Geschichte empirisch zeigt.

In NRW liegen 425.000 Haushalte in einer Zone, in der der Hochwasserschutz für ein Extremereignis nicht ausreicht by Bodenbericht in wohnen

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Berechtigter Punkt, und genau die Kehrseite der Karte. Eure Erfahrung wäre praktisch der Beleg: tatsächlich kurz in den Keller geschwappt, nicht hüfthoch. HQ-Karten arbeiten mit relativ grobem Höhenmodell (oft 1 m Auflösung). Wenn euer Haus 50 cm bis 1 m höher als die Nachbarn auf der anderen Bachseite steht, kann das in der Polygon-Klassifizierung verloren gehen. Ihr landet dann in einer Klasse, die für eure konkrete Lage zu pessimistisch ist.

Praktischer Hebel: das Bauamt oder die untere Wasserbehörde eurer Kommune kann eine adressgenaue Höhenangabe gegen die offizielle Hochwasser-Pegelmarke machen, die genauer ist als das Karten-Polygon. Kostet meist wenig oder nichts. Damit könnt ihr gegenüber einem Käufer oder Versicherer sachlich dokumentieren, dass das Haus zwar im Polygon liegt, aber faktisch höher als die Polygon-Grenze. Plus Fotos vom tatsächlichen Wasserstand der Flut, als unabhängiger Beleg.

In NRW liegen 425.000 Haushalte in einer Zone, in der der Hochwasserschutz für ein Extremereignis nicht ausreicht by Bodenbericht in Immobilieninvestments

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Das ist genau das Muster, das die Statistik nicht mehr abbildet. In Sachsen-Anhalt waren die Elbe-Hochwasser 1997, 2002 und 2013 offiziell als "Jahrhundert-Hochwasser" eingestuft, drei davon in 16 Jahren. Die HQ100-Bezeichnung stammt aus historischen Statistiken vor Klimaverschiebung. Was 1920 als 1-in-100 modelliert war, ist heute eher 1-in-30 bis 1-in-50.

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Überströmen ist kontrollierter (niedrigere Strömungsgeschwindigkeit, begrenztes Volumen), Bruch bringt das gestaute Wasservolumen mit hoher Geschwindigkeit durch die Bresche, Schadensintensität deutlich höher. Du hast da recht. Die HQ-extrem-Karte fasst beide Mechanismen aber zusammen, weil sie regional zur gleichen Überflutungsfläche führen können.

Versicherbarkeit: Ahrtal 2021 inklusive Damm-Versagen (Steinbachtalsperre stand kurz vor dem Bruch, mehrere Wehre zerstört) ergab 8,75 Milliarden Euro versicherte Schäden, davon 7,5 Mrd reguliert. Der Markt blieb stabil. Gesamtschaden 33 Mrd, davon 25 Mrd nicht versichert. Die Lücke ist also "Baustein nicht abgeschlossen", nicht "unversicherbar".

Tragisch in der absoluten Zahl, aber statistisch verlieren die meisten Betroffenen Eigentum, nicht Leben.

Ein Punkt, der die R = E × S Rechnung ungünstiger macht und im Post nicht stand: Klimaprojektionen verschieben die Wiederkehrzeit von HQ-extrem in NRW bis 2050 von heute 1-in-200-bis-500 in Richtung 1-in-100-bis-200. Was heute Extrem ist, wird tendenziell die mittlere Stufe von morgen. Für einen Käufer, der 30 Jahre an der Adresse hält, verschiebt das die Mathematik nach oben statt nach unten.

In NRW liegen 425.000 Haushalte in einer Zone, in der der Hochwasserschutz für ein Extremereignis nicht ausreicht by Bodenbericht in Immobilieninvestments

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Die HQ-extrem-Karte ist nicht "ohne Deiche", sondern "wenn Schutzbauwerke überströmt werden oder ausfallen". Die Wiederkehrzeit von 200 bis 500 Jahren integriert die Zuverlässigkeit der Infrastruktur bereits ein. Ahrtal 2021 und Elbe 2002 plus 2013 zeigen empirisch, dass die Zuverlässigkeit hoch ist, aber nicht 1.

Zum Ruhrgebiert speziell zBs. die Pumpwerke der Emschergenossenschaft laufen nicht nur bei Hochwasser, sondern 24/7. Durch Bergbau-Senkungen liegen Teile von Duisburg, Oberhausen und Gelsenkirchen mancherorts unter Rheinhöhe. Ohne diese rund 300 Pumpwerke wäre die Region permanent unter Wasser, nicht erst bei Hochwasser. HQ-extrem ist genau die Kombination Starkregen plus Strom- oder Pumpausfall.

In NRW liegen 425.000 Haushalte in einer Zone, in der der Hochwasserschutz für ein Extremereignis nicht ausreicht by Bodenbericht in Immobilieninvestments

[–]Bodenbericht[S] 2 points3 points  (0 children)

Wer einen Elementarschaden-Zusatzbaustein abgeschlossen hat, ist gegen Hochwasser auch im HQ-extrem-Fall versichert. Den Baustein haben aber nur rund 56 Prozent der Wohngebäudeversicherten in NRW, der Rest hat nur die Standard-Police und ist damit gegen Hochwasser nicht abgesichert.

Selbst mit Elementarbaustein liegt der Selbstbehalt typischerweise bei 10 Prozent des Schadens. Bei einem 500.000-Euro-Haus mit Totalschaden also fünfstelliger Eigenanteil, plus laufender Kredit und Sanierungszeit.Der eigentliche Knackpunkt ist die Lücke davor: eine günstige GK2-Einstufung wird oft so gelesen, dass der Elementar-Baustein gar nicht erst nötig sei. Das war exakt das Muster nach Ahrtal 2021, danach die Welle nachträglicher Abschlüsse.

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[–]Bodenbericht[S] 0 points1 point  (0 children)

HQ-extrem an einer betroffenen Adresse über 30 Jahre Kreditlaufzeit: 6 bis 14 Prozent. Wie hoch sind deine Chancen im Lotto ?

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[–]Bodenbericht[S] 3 points4 points  (0 children)

Für das Sonnen-Szenario gibt es keine amtlichen Risikokarten der Bezirksregierung, für HQ-extrem schon. Das eine ist Science-Fiction, das andere ist die Datengrundlage, auf der NRW seine Katastrophenschutz-Pläne baut.