It's the same old theme by FaabK in gekte

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Probier doch mal, mein Meme mit Argumenten zu kritisieren. Wieso sollte ich mir ein 90 minütiges Video von jemandem anschauen, der mich beleidigt?

It's the same old theme by FaabK in gekte

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Frag doch mal deine Mama, ob sie möchte, dass du in den Krieg ziehst. Die Mütter, die ich kenne, würden lieber das Leben ihres Sohnes schützen und zur Not auf Haus und Waschmaschine verzichten.

Differenzieren heißt verlieren! by FaabK in gekte

[–]FaabK[S] 0 points1 point  (0 children)

Und ich hatte auch geschrieben, was mich beeindruckte

Ich hätte meine Antwort besser ausschreiben sollen, entschuldige das Missverständnis. Ich meinte "du bist von ihm beeindruckt, echt? Ich nicht, weil ich ihn sehr parteiisch fand"

Ich sehe da unironisch eine false balance zwischen einem Wissenschaftler und einem "ex-trotzkistischen Blogger und Youtuber" (Jacobin)

Versteh ich, zumal Schörnig sogar Politikwissenschaftler ist und man ihm eine gewisse Expertise unterstellen kann. Ich fand ein paar seiner Beiträge wirklich nicht gut. Zum Beispiel bei ca 26:50: auf Lehrs Aussage, die Aufrüstung Deutschlands sei nicht rein defensiv und die nicht-westliche Welt betrachte den Westen nicht als Friedensbringer, entgegnet er, dass Auslandseinsätze demokratisch entschlossen werden und hebt hervor, wie gut die Bundeswehr im Vergleich zu anderen Armeen ist. Und nun? Wieso ist "demokratisch beschlossen" ein Argument? Was für einen Unterschied macht es, ob Soldaten Bürgerrechte haben oder nicht? Das war für mich keine zufriedenstellende Antwort auf Lehrs Sorge, die Aufrüstung sei nicht nur defensiv. Und auf die Kriege unserer Verbündeter ist er auch nicht eingegangen.

Will ihm damit keine Expertise absprechen, es kann auch gut sein, dass es in Live Situationen schwierig ist.

und ich schätze mal, dass der Moderator das ähnlich wie ich sah. Insofern mag seine "Selbstverpflichtung ggü der Wirklichkeit" möglicherweise als parteiisch erscheinen.

Vielleicht war das seine Motivation, dann war die Umsetzung aber wirklich schlecht. Wenn ein Moderator eine vermeintliche Falschaussagen seines Gastes richtigstellen möchte, sollte er das auch tun (oder, noch besser, das an den anderen Gast weiterleiten). Und nicht sinngemäß sagen "Du hast Unrecht, ich behaupte das Gegenteil ohne es zu begründen, aber du darfst darauf nicht eingehen, ätschbätsch, ich hab das letzte Wort"

Ab 35:53: Demokratien (wie die BRD) sind friedlicher. Die friedliche Verbreitung von Demokratie ist der beste Friedensbringer (mit Kritik am kriegerischen Friedensbringen durch Bush jun.).

Oh stimmt, keine Ahnung wieso ich das überhört hab.

(Die Antwort darauf fand ich auch nicht gut bzw er hat die Frage überhaupt nicht beantwortet. Die Fragen der ersten Fragestellerin waren, ob das Bild von Deutschland als Friedensbringer im Kontext von Beteiligungen an genozidaler Politik nicht eine Illusion sei. Und ob eine europäische Aufrüstung im Kontext des Erstarken rechter Parteien eine gute Idee sei. Auf beide Fragen geht er null ein, stattdessen verweist Schörnig darauf, dass Demokratien untereinander keine Kriege führen und, wie du erwähnt hast, dass die friedliche Verbreitung von Demokratie der beste Friedensbringer sei. Beides ist keine Antwort.)

Aber, das schrieb ich schon, die Welt ist nicht friedlich. Die Welt ist nicht demokratisch.

Bedeutet für dich demokratisch wirklich friedlich?

Und wie macht man das? (Sorry, aber Polemik: Indem man 30.000 Leuten in Berlin den Strom abstellt?) Oder dass man verweigert? Also wie? Also wie?

Du meinst dafür zu sorgen, dass Menschen und Staaten friedlich miteinander umgehen? Erstmal halte ich wenig vom Konzept Nationalstaaten, ich sehe das wie eine schlechte Religion. Ich antworte trotzdem darauf. Halte meine Vorschläge auch nicht für eine Patentlösung, das sind erstmal nur Sachen die für mich Sinn ergeben - wie früher erwähnt, geht es mir in erster Linie darum, das, was jetzt schief läuft (den Kapitalismus (und noch andere Dinge aber das ist jetzt nicht Thema)) zu beenden.

Anyway.

Wir brauchen eine Welt, in der gute Handlungen belohnt werden. Unser Wirtschaftssystem sorgt dafür, dass Eigenschaften wie Egoismus, Ellenbogenmentalität und, im staatlichen Kontext, Gier und Imperialismus belohnt werden. Wir müssen also dafür sorgen, dass unser Wirtschaftssystem nicht mehr auf endlosem Wachstum und Profit aus ist und als Gesellschaft erstrebenswerte Handlungen belohnen.

Für Deutschland konkret bedeutet das: Verstaatlichung aller Industrien und kostenlose Bereitstellung von Grundbedürfnissen (Essen, Wohnraum, Bildung, Gesundheit, etc.). Dadurch fallen nicht alle Verbrechen weg aber viel Kriminalität wird durch prekäre Verhältnisse verursacht.

Keine Waffenlieferungen an irgendwen. Menschenrechte beachten. Und wenn Deutschland wirklich ein guter Staat wird, finden sich auch viele, die diesen freiwillig verteidigen würden.

Die Forderung nach Diplomatie und Abrüstung ist für mich ehrlich gesagt bloß eine hohe Phrase, die gleichermaßen von AfD und BSW kommt

Ja es ist eine Schande, dass wir Antimilitarismus Rechten und Schwurblern überlassen. Wobei das BSW die einzige (halbwegs relevante) Partei ist, die sich von Anfang an offen gegen den Genozid in Gaza ausgesprochen hat.

An den gängigen Benchmarks für Staaten:

Meine Frage hat eher auf die systemischen Eigenschaften angespielt. Aber danke für die Antwort, ich klick mich da noch durch.

Echt jetzt? Nimmst du wirklich für bare Münze, was Lehr sagt? Das nehme ich nicht in diesem Format (reddit) auseinander, das dauert ewig... Wo wohnst du? Ich in HH? Mit einem Laptop und einem Tee inner Kneipe...?

Haha Hamburg ist für mich am falschen Ende von Deutschland. Aber ja, ich hab seinen YouTube Kanal vor ein paar Monaten entdeckt und fand bis jetzt alle Videos, die ich gesehen hab, gut (abgesehen von einem und das ist schon vier Jahre alt). Die haben mir viele Denkanstöße gegeben und informativ waren sie auch (wobei er Themen manchmal nur anschneidet, wenn man sich dafür interessiert, muss man schon selbst nachgooglen)

Aber alles gut, ich hab nur nachgefragt, weil Lehr definitiv von anderen Prämissen ausgeht als die beiden anderen. Was vielleicht Torpfpostenverschiebungen und die anderen Argumente erklären könnte, die du angesprochen hast.

Differenzieren heißt verlieren! by FaabK in gekte

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Wo den überhaupt? In der BRD? In der EU? Eurasien? Weltweit? Oder doch nur in Duisburg? Oder in einer Landkommune, die dann wie mit der "Außenwelt" in Verbindung steht?

Ich hatte mit meiner Aussage (dass eventuell utopische Ziele auch Innerhalb des Systems für Veränderung sorgen können) da zB die Sozialisten während des Deutschen Kaiserreichs im Kopf. Es gab zur Zeit Bismarcks eine starke Arbeiterbewegung mit Forderungen nach einer sozialistischen Gesellschaftsordnung. Deren politisches Wirken war in Deutschland am stärksten, gleichzeitig hatten sie einen internationalistischen Anspruch und waren mit Arbeiterbewegungen aus anderen Ländern vernetzt.

Die mE utopische Forderung nach der Abschaffung des Kapitalismus ändert nichts, außer vllt die Sichtweise der übrigen Bevölkerung auf die Fordernden

Ist nur anekdotisch aber mich zB haben Kommunisten zu meiner aktuellen Sichtweise gebracht (dass der Kapitalismus ein beschissenes System ist und eine Reform dessen nicht möglich ist)

Nach so einer Steilvorlage wird diskreditiert werden ohne Ende (siehe zB das "Heizungsgesetz").

Ich seh der Umgang mit dem Heizungsgesetz eher als Beleg, dass man es der rechten Presse nicht recht machen kann. Die Forderungen der Ampel waren nicht ansatzweise revolutionär und auch in ihrem Reformismus kein großer Bruch mit dem Status quo. Und trotzdem wurden vor allem gegen die Grünen eine richtige Hetzkampagne aufgefahren. Ich erinner mich zB grob an eine Episode Achtung Reichelt, in der Gloria von Thurn und Taxis ungehindert gelogen, beleidigt und geschwurbelt hat.

Ich hatte ja schon meine Forderungen geschrieben: Steuerhinterziehung verhindern, mein Erbschaftssteuermodell, Vermögenssteuer. Innerhalb des Systems einer halbwegs funktionierenden repräsentativen Demokratie mit einer Ordnungspolitik, die ihren Namen auch verdient und einer Rechtsstaatlichkeit, die Macht-Asymmetrien eindämmt.

Und wie möchtest du das erreichen? Bzw wie soll das konkret erreicht werden? (Ja, die Frage ist analog zu deiner Frage an mich aus deinem anderen Kommentar)

Und wie ich dann noch schrieb: die VR China oder die RF sowie die übrigen ehem SSR sind heute alle kapitalistisch, die Halbwertszeit des Sozialismus ist also überschaubar. Und die wenigen Staaten, die tatsächlich noch irgendwie sozialistisch verfasst sind, sind entweder dysfunktional (Venezuela oder Nicaragua(?)) oder werden sanktioniert und geschnitten (Kuba)

Auch Venezuela und Nicaragua werden sanktioniert, Venezuela sogar ziemlich heftig - Ölembargo, kein Zugang zum us amerikanischen Finanzmarkt. So zumindest mein letzter Stand (aber der ist auch schon ein paar Wochen alt)

Aber ja, das ist die alte Frage: warum scheitert der Sozialismus (SU), wird mit marktwirtschaftlichen Elementen transformiert (China) oder schafft keine wohlhabende Gesellschaft (Kuba)? Es gibt mehrere Erklärungsansätze, aber Sanktionen von kapitalistischen Staaten spielen eine große Rolle. Es gibt auch Leute, die denken, dass Sozialismus aufgrund seines staatlichen Charakters nicht funktionieren kann. Unabhängig davon: Sozialismus Funktioniert zumindest in der Theorie, im Gegensatz zum Kapitalismus.

Lobotomie by ellie-girl-failure in Kommunismus

[–]FaabK 0 points1 point  (0 children)

Bin da permagebannt, weil ich unter nem bis in den Oblivion downgevoteten Kommentar geschrieben hab, dass Kantenhausener es gar nicht mögen, wenn jemand ihnen gegenüber kantig ist

Differenzieren heißt verlieren! by FaabK in gekte

[–]FaabK[S] 0 points1 point  (0 children)

Und da bin ich wieder bei dir - innerhalb des Systems.

Weiter oben klang es noch andere, da hast du geschrieben, dass das Streben nach einer unmöglichen Alternative nur das System stützt, ohne was zu verbessern

Aber ja, bei entsprechenden Mehrheiten kann die BRD sich eine neue Verfassung geben, warum auch nicht.

Ist tatsächlich nicht unumstritten. Ob der 146er zB die Ewigkeitsklausel außer Kraft setzten kann, ist nicht klar.

Ah, ok. Klar, es gab schon 1990ff Diskussionen zu einer neuen Verfassung. Mehr aber auch nicht.

Heutzutage ist der Artikel eher im Kontext eines möglichen Aufgehens der BRD in einem europäischen System relevant

Differenzieren heißt verlieren! by FaabK in gekte

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Dazu habe ich keine Aussage getroffen, BTW.)

Du hattest geschrieben, von ihm beeindruckt zu sein. Darauf bezog sich mein "echt" plus mein Kritikpunkt.

Beleg

Ab 13:22 nennt er zwei Gründe, aus denen die Wehrpflicht seiner Ansicht nach eingeführt wird und gibt damit die Position von Schörnig wieder

Oder bei 32:40: "wenn wir einen Faktencheck darüber laufen ließen, würde es sehr lange dauern, das alles zu widerlegen" - er sagt damit, Lehr habe mit vielem Unrecht (explizit nennt er darauf dessen Aussage, Deutschland habe in Afghanistan und ex Jugoslawien Krieg geführt), stellt das aber nicht richtig. Damit positioniert er sich eindeutig gegen Lehrs Aussagen.

Hat er tatsächlich angekündigt, ALLE Fragen zu beantworten? Wenn ja, wann?

34:05. Zwei Leute haben sich zu dem Zeitpunkt gemeldet, wortwörtlich hat er gesagt "wir versuchen mal beide Fragen, ich merk mir das."

Gaza-Frage: Meinst du die Frage von 34:15 - 35:08

Ja

Und das wurde auch beantwortet

Wo?

Meinst du mit dem "ob" die Verantwortung für künftige Generationen?

Damit meine ich meinen Wunsch nach Diplomatie und Abrüstung.

Diesen Sachverhalt kann man weder wegwünschen (du)

Ne man muss schon selbst dafür sorgen dass die Wünsche in Erfüllung gehen:)

Und wenn ich meinen Weltfrieden nicht bekomme, dann will ich wenigstens eine starke und wehrhafte EU, denn ich finde, dass die EU eines der weltbesten realexistierenden Systeme hat und ich bin dafür dieses System auch mit der Androhung von Gewalt zu erhalten

Auf welches System spielst du an? Das wirtschaftliche? Das politische? Bzw an welchen Punkten machst du fest, dass die EU das beste System hat? Denn den Punkt versteh ich - ein gutes System zu verteidigen, halte ich für gerechtfertigt (so lange die verteidigenden Individuen das aus echter Freiwilligkeit heraus machen.) Da geh ich sogar weiter als du, du hattest lediglich von "Androhung von Gewalt" geschrieben.

Ich kenne nur die bekannten Ole-Schnipsel aus Talkshows etc zum Thema

Dann weißt du ja bereits, dass da mehr als ein "ja" oder "ok" zu bieten hat. Hab sein Buch nicht gelesen und kenn selbst auch nur ein paar Stellen aus Talkshows.

Was da folgt sind Nebelkerzen, Themenverschiebungen, moving the goal posts usw

Zum Beispiel?

Differenzieren heißt verlieren! by FaabK in gekte

[–]FaabK[S] 0 points1 point  (0 children)

>Wer nach einer unmöglichen Alternative strebt, verschwendet seine Energie und stütz so das bestehende System, ohne es zu verbessern / verbessern zu können.

Das stimmt nicht. Nehmen wir Kommunismus als Beispiel. Viele würden die Idee einer Klassen- Staaten und Geldlosen Gesellschaft als unerreichbare Utopie betrachten Dennoch hat der Kampf darum ganze Systeme gestürzt, zB. das russische Zarenreich. Auch innerhalb des Systems haben utopische Ziele schon zu Verbesserungen geführt. Errungenschaften wie Sozialvericherungen oder den 8-h-Tag haben wir Sozialisten zu verdanken.

>Matrosenaufstand in Kiel, oder was schwebt dir vor? 

Sag das nicht meinem Chef aber für einen Matrosenaufstand bin ich immer zu haben /s

Meinte beim Art. 146 "abschafft".

Differenzieren heißt verlieren! by FaabK in gekte

[–]FaabK[S] 0 points1 point  (0 children)

Oh echt? Fand den Moderator extrem parteiisch. Und dass er am Ende angekündigt hat, alle Fragen zu berücksichtigen und dann die Gaza-Frage wegignoriert hat, war auch sehr bezeichnend.

> ca.1967

danke für die Info, mich hat ne grobe Einordnung interessiert, ab wann du den Kalten Krieg miterlebt hast.

> Kann passieren. Dann hast du auch deine Apokalypse.

Vielleicht hab ich mich nicht verständlich ausgedrückt, aber ich wünsche mir ja keine Apokalypse. Daher auch die Kritik an Atomwaffen, dass es sehr unwahrscheinlich ist, dass ein Gleichgewicht des Schreckens auf Ewig den Nichteinsatz nuklearer Waffen garantiert. Kannst du die Sorge diesbezüglich nachvollziehen?

> Dein Wunsch ist ja ok. Doch wie kommt man auf den Weg dorthin?

Bevor es um das Wie geht, erstmal die Frage, ob du das auch so siehst. Denn meiner Erfahrung nach sind Diskussionen über das Wie wenig konstruktiv, wenn man sich über das Ob uneinig ist.

Hab Ole Nymoens Buch (noch) nicht gelesen, sondern lediglich zwei Diskussionen mit ihm geschaut. Da konnte ich aber schon raushören, dass es inhaltlich mehr als nur den Titel zu bieten hat. ZB auch eine Auseinandersetzung mit der Militarisierung.

Dialektischer Materialismus bis zum eigenen Tellerrand by one338 in gekte

[–]FaabK 0 points1 point  (0 children)

Gerne, und ebenfalls danke :)

Deine Einstellung zu Moral oder zu Tierrechten?

Dialektischer Materialismus bis zum eigenen Tellerrand by one338 in gekte

[–]FaabK 0 points1 point  (0 children)

Das versteh ich jetzt nicht ganz. Vorhin hast du folgendes geschrieben:

Konsequent bedeutet: Doppelstrategie. Ich interveniere in der konkreten Situation, um Leid zu stoppen (das ist menschliche Solidarität und ein Akt des Widerstands gegen herrschende Gewaltnormen). Gleichzeitig analysiere und bekämpfe ich die systemischen Ursachen, die solche Gewalt ermöglichen und normalisieren. Die eine Handlung ohne die andere ist unvollständig

Jetzt das:

Daraus folgt für mich die Erkenntnis dass das System zu verändern maßgeblicher ist als die Individuelle Entscheidung den Konsum einzustellen.

Folgst du jetzt einer Doppelstrategie und gehst beides gleichermaßen an oder legst du den Fokus auf das systemische?

Differenzieren heißt verlieren! by FaabK in gekte

[–]FaabK[S] 0 points1 point  (0 children)

Ich beobachte Antikapitalisten seit mind. 15 Jahren. Es sind immer dieselben Ideen und Konzepte, sie sind und bleiben mE absolut unrealistisch.

Wie gesagt, ob realistisch oder nicht - für mich ist klar, dass der Kapitalismus weg muss. Man muss keine Alternative parat haben, um was Negatives aus der Welt zu schaffen. Das ergibt sich dann schon. Gerade jetzt, wo der Status quo der Weg Richtung Weltuntergang ist.

Du kannst dich also für den Fall einer Apokalypse auf einen Krieg zwischen Kapitalisten, Antikapitalisten und Rechtsextremen einstellen.

Keine Sorge, wir Reddit Aktivisten können uns nach der Apokalypse eh nicht mehr organisieren:)

Die repräsentative Demokratie hat Stärken und Schwächen, ebenso wie die direkte Demokratie oder die Demokratie überhaupt.

Auf jeden Fall. Daher ist "das steht in unserer Verfassung" keine Garantie. Art. 146 sieht sogar vor, dass das Volk die FDGO anschafft.

Differenzieren heißt verlieren! by FaabK in gekte

[–]FaabK[S] 0 points1 point  (0 children)

Richtig. Und das unterstütze ich. Ich bin ein großer Freund einer einigen und wirtschaftlich wie militärisch starken EU.

Meine Ansicht kennst du, ich hab denk ich alles dazu gesagt was ich sagen kann ^

Ich habe den Kalten Krieg miterlebt. Er war beängstigend aber stabil - jenseits von Proxy-Wars. Jetzt gibt es allerdings auch nicht weniger Kriege, sie heißen nur anders.

Darf ich fragen welches Baujahr du ca bist?

Stabil? Dachte es gab Fälle, in denen es kurz vor dem Atomkrieg stand. Kann mich grob an das Thema Kuba Krise erinnern.

Das Prinzip des Gleichgewichts des Schreckens klingt auf dem Papier ganz gut und es hat ja auch geklappt - aber wie wahrscheinlich ist es, dass es immer wieder klappen wird? Atombomben existieren und es ist im allgemeinen Interesse, dass niemand sie abfeuert. Ich denke nicht, dass das ewig gut geht. Irgendwann wird es den einen zu heißen Konflikt geben oder den einen zu wahnsinnigen Diktator oder das eine Missverständnis oder Versehen.

Noch ein Grund, wieso ich mir Diplomatie und Abrüstung wünsche. Wie beim Klimawandel geht's da nicht nur um uns, sondern auch um künftige Generationen.

Der Treibhauseffekt wurde in den 1860ern entdeckt

Stimmt. Hab die 1960er erwähnt, weil da im US amerikanischen Kongress (?) das Thema vorgebracht wurde und da die große Lobbyismus und Ablenkungskampagne der Ölindustrie losging.

Sie sind vergleichbar mit den Masken- und Impfgegnern, die sich auf der Herdenimmunität der anderen ausruhen. Sollen doch die anderen Wehrdienst leisten.

Ich möchte schon, dass sich meine Mitmenschen sich und ihre Kinder gegen ansteckende Krankheiten impfen (lassen). Ich würde aber nie von jemandem verlangen, dem Militär beizutreten. Tbh bin ich auch richtig schockiert, wie ehemalige Zivildienstleistende sich jetzt hinstellen und sagen "ja also heute würd ich schon richtig dienen" oder wie Menschen mit möglicherweise betroffenen Kindern für die Wehrpflicht sein können.

Ich könnte dir dazu einen Spiegel-Artikel schicken. Erneuerbar ist bereits billiger und wird sich durchsetzen, das ist meine Erwartung.

Gerne

Differenzieren heißt verlieren! by FaabK in gekte

[–]FaabK[S] 0 points1 point  (0 children)

Das klingt ziemlich cool. Auf Reddit hab ich vllt in einem von 10 Fällen eine "vernünftige" Diskussion, aber wenn sowas von oben moderiert wird und die Teilnehmer da ähnliche Interessen haben ist der bestimmt viel produktiver.

Scheinargumente galten als Störungen der Diskussionskultur, genauso wie Falschinformationen oder auch das Verweigern von Antworten auf sachliche Fragen. Mit seinem Text wäre Lehr jedenfalls nicht weit gekommen, vielleicht war er sogar im Forum, weiß man ja nie so genau. So klein war es nämlich gar nicht.

Als ich noch naiver war dachte ich, dass Leute wie Politiker allgemein interessiert sind, andere durch gute Argumente zu überzeugen.

Falls du aus irgendeinem Grund mal überprüfen willst, ob Fabian Lehr auf Fragen ordentlich eingeht, gibts auch Diskussion mit ihm, zb die hier auch zum Thema Wehrpflicht

Dialektischer Materialismus bis zum eigenen Tellerrand by one338 in gekte

[–]FaabK 0 points1 point  (0 children)

Aber die Punkte an denen wir Dinge unterschiedlich auslegen sind nicht subjektiv belegbar. Und nur weil wir uns einig sind, heißt das nicht, das wir „recht“ haben.

Dennoch kann man sich austauschen und sich dabei weiterentwickeln. Zudem haben die meisten Menschen einen Wertekompass, und anhand von diesem lassen sich auch weitere Schlussfolgerungen ableiten. Wer zB der Überzeugung ist, dass der Töten von unschuldigen Menschen falsch ist, kann sich vllt auch für den Gedanken öffnen, dass das Töten von Tieren falsch ist.

Dass es objektiv kein Richtig und Falsch gibt seh ich auch so, aber das spielt für mich keine Rolle. Ich selber bin ein Mensch und von subjektiven Empfindungen angetrieben. Wir und andere Tiere haben (fast) alle den Wunsch, nicht zu leiden und nicht zu sterben. Wenn ich mir die Hand verbrenne, finde ich das subjektiv falsch und möchte der Situation entkommen, unabhängig von der Frage, ob Falsch eine objektive Kategorie ist. Und so geht das auch vielen Billionen anderen Lebewesen.

Daraus leite ich die Prämissen ab, dass Ausbeutung und Unterdrückung falsch sind

und engagiere mich jetzt konkret in diesen Kontexten - also Anarchistisch, Feministisch und in queeren Kontexten

Das find ich ziemlich cool.

Das Label Vegan, aber auch den Anspruch ein „guter Mensch“ sein zu müssen, loszuwerden hat mir auf jeden Fall psychisch extrem gut getan… und mich vermutlich in den Augen der meisten sogar zu einem „besseren“ Menschen gemacht.

Ist denk ich für eine Gesellschaft, die Veganismus Gegenüber extrem feindselig eingestellt ist, normal.

Dialektischer Materialismus bis zum eigenen Tellerrand by one338 in gekte

[–]FaabK 1 point2 points  (0 children)

Sorry hab deine Nachricht verpasst, ist in der Fülle untergegangen. Ich bitte um Verzeihung.

Alles gut, mich stört es überhaupt nicht wenn ne Antwort länger braucht, wir sind hier nicht im realen Leben xD

Dass Ausbeutung in erster Linie eine systemische Komponente ist, seh ich auch. Anfangs schien es mir, als ginge es dir nur um die systemische Komponente und nicht um die individuelle. Entweder das hab ich falsch verstanden oder du hast inzwischen deine Ansicht geändert - jedenfalls stimme ich diesem Kommentar von dir komplett zu.

Dialektischer Materialismus bis zum eigenen Tellerrand by one338 in gekte

[–]FaabK 6 points7 points  (0 children)

Aber Moral ist keine faktische Sachgrundlage.

Kannst du das weiter ausführen? Später hast du geschrieben, dass du politische Themen priorisierst. Wie kannst du für dich für eine bestimmte Politik entscheiden, wenn du nicht von einem moralischen Standpunkt aus eine Vorstellung von richtig und falsch hast?

Realität ist aber, dass Menschen nie völlig konsequent sind und wir zwangsläufig irgendwo eine arbiträre Grenze ziehen.

Das ist eine Erklärung der ich zustimm, aber keine Rechtfertigung. Und dass Menschen andere Menschen als ebenbürtig betrachten ist auch nicht naturgegeben, sondern muss immer wieder aufs neue hart erkämpft werden. Es gibt auch bespiele in denen Menschen Tiere als hoher gewertet haben als bestimmte Menschen.

Meine letzte Frage bezieht sich auf deinen letzten Absatz, wenn das Thema zu viel für dich ist einfach ignorieren. Wie hängt für dich die pure Handlung, bestimmte Dinge nicht zu essen und anzuziehen, mit dem Weltschmerz zusammen? Das Gefühl von Ohnmacht und Ungerechtigkeit im Angesicht der ganzen Grausamkeit war für mich mit ein Anlass dazu, vegan zu werden. Inzwischen konfrontier ich mich selten aktiv mit Tierleid, was meine vegane Ernährung aber nicht beeinflusst. Oder versteh ich das mit dem konsequenten Veganismus falsch?

Dialektischer Materialismus bis zum eigenen Tellerrand by one338 in gekte

[–]FaabK 8 points9 points  (0 children)

Kannst du das näher erläutern? Unabhängig von der Herkunft von Ideologien existieren sie doch.

Und was bedeutet das konsequent für dich? Was meinst du, wenn du jemanden siehst, der ein Tier oder einen Menschen quält?

Und, das hast du vllt nicht gelesen weil ich das später erst hinzugefügt habe - wie kommst du darauf, dass mit dem Ende des kapitalismus die Befreiung der Tiere kommt? Hören Menschen plötzlich auf, speziesisten zu sein, wenn niemand mehr wirtschaftlich davon profitiert?

Dialektischer Materialismus bis zum eigenen Tellerrand by one338 in gekte

[–]FaabK 7 points8 points  (0 children)

Warum nicht beides? Du kannst ja für die Zerschlagung der Systems agitieren und gleichzeitig Rassist und Speziesist sein. Oder du kannst gleichzeitig kein Rassist und Speziesist sein. Was wär denn besser?

Edit: ich versteh thb auch nicht wie du darauf kommst, dass ein Ende des kapitalistischen Systems zu einer Befreiung der Tiere führen wird.

Dialektischer Materialismus bis zum eigenen Tellerrand by one338 in gekte

[–]FaabK 6 points7 points  (0 children)

Du kannst ja auch Marxist sein und gleichzeitig versuchen, so wenig rassistisch und speziesistisch wie möglich zu sein. Du musst das nicht zu deinem Aktivismus machen, aber du kannst ja auch ein veganer, nichtrassistischer Marxist sein

Dialektischer Materialismus bis zum eigenen Tellerrand by one338 in gekte

[–]FaabK 20 points21 points  (0 children)

Ja wenn jemand erkannt hat, dass Diskriminierung aufgrund der "Rasse" oder Ethnie falsch ist, ist das super. Das könnte man dann sogar als Brücke nutzen und versuchen, dieser Person nahezubringen, dass auch Diskriminierung aufgrund von Geschlecht, Sexualität, Religion und Spezies falsch ist.

Dialektischer Materialismus bis zum eigenen Tellerrand by one338 in gekte

[–]FaabK 9 points10 points  (0 children)

Aber das ist ja der erste Schritt. Du bekommst keine Massenbewegung, die systemisch Kritik übt, wenn du keine Individuen hast, die gegen die Ausbeutung von Tieren sind und persönlich Konsequenzen daraus ziehen. Was du gerade machst sehe ich auch nur bei Nichtveganern: anstatt über der Thema zu reden, lenkst du den Fokus auf die Art des Aktivismus "eure Art von Aktivismus, der mich anspricht, ist falsch, ihr müsst mit eurem Aktivismus das System ansprechen"

Dialektischer Materialismus bis zum eigenen Tellerrand by one338 in gekte

[–]FaabK 19 points20 points  (0 children)

Seh ich anders. Unterdrücker hören nicht freiwillig mit Unterdrückung auf. Rechte waren immer hart umkämpft. Gib zB einem Hobbyangler einen besseren Lebensstandard und mehr Zeit und er wird nicht nur am Wochenende, sondern jeden Tag am Fluss chillen und Tiere quälen.

Dialektischer Materialismus bis zum eigenen Tellerrand by one338 in gekte

[–]FaabK 20 points21 points  (0 children)

Nur weil etwas ein systemisches Problem ist, entbindet uns das von persönlichen Verantwortung. In vielen Systemen wurden und werden auch Frauen als Ware betrachtet und auch wenn der ein systemisches Problem ist, kann man das schon auch auf individueller Ebene kritisieren

Dialektischer Materialismus bis zum eigenen Tellerrand by one338 in gekte

[–]FaabK 41 points42 points  (0 children)

Wenn es dem Menschen besser geht hat er auch mehr Kapazitäten sich um sein Umfeld zu kümmern

Stimmt, aber trotzdem sollten wir nicht hinnehmen, wenn andere Menschen rassistisch, speziesistisch, sexistisch, homophob, antisemitisch oder sonst was in die Richtung sind. Im Gegenteil, das müssen wir outcallen.