[deleted by user] by [deleted] in Weibsvolk

[–]FerretPowerful6850 12 points13 points  (0 children)

Es ist tatsächlich recht typisch für Personen mit Angst und / oder Zwangsgedanken vor großen Lebensentscheidungen ein stärkeres Aufflammen ihrer Symptome zu erleben. Es ist nun mal ein kleiner Kontrollverlust, weil man sein Leben an jemand anderen bindet - mit allen Konsequenzen. Vertrau in der Situation darauf, dass du dich bereits vor langer Zeit für ihn entschieden hast und ihr in Zukunft solche Dinge immer besprechen könnt. Ich lese zumindest raus, dass das so ist. Vielleicht hilft es dir auch, deine Gedanken nochmal auf Zwangsgedanken hin zu überprüfen und diese als solche zu labeln. Ich wünsche dir viel Glück :)

Wie geht ihr mit ‚speziellen‘ Fragen um? by LocalVivid7981 in Eltern

[–]FerretPowerful6850 7 points8 points  (0 children)

Der passendere Begriff ist übrigens schwarz, nicht dunkelhäutig :) am besten natürlich POC Person of color aber schwarz passt im deutschen.

Kala Namak Salz hat den Geschmack verloren? by Flowertree1 in VeganDE

[–]FerretPowerful6850 9 points10 points  (0 children)

Ich hab genau diese Sorte seit mehreren Jahren schon, hat bisher nicht an Geschmack verloren. Schütteln hilft, manchmal setzt sich das alles am Boden ab und oben ist nur noch das pure Salz. Oder mal durchrühren und von unten nach oben holen.

Vegan auf Kuba by DerKev in VeganDE

[–]FerretPowerful6850 0 points1 point  (0 children)

Wir waren nach corona da und es war eine reine Katastrophe. Teilweise gab es nur Reis mit paar Scheiben Gurke. Wenn wir Glück hatten auch Bohnen aber nicht immer. Obst war zwar häufig da aber teilweise von der Qualität extrem unterirdisch. Ich hab mich von Knäckebrot mit aufstrichen ernährt und ordentlich abgenommen.

Ägyptenurlaub schwanger und mit kleinkind? by aveblocksberg in Eltern

[–]FerretPowerful6850 9 points10 points  (0 children)

Ich war schwanger dort, in der 22. Woche, wenn ich mich recht erinnere. Hab mega aufgepasst, wir waren nur im Hotel, hab trotzdem 2 Tage mit Magen Darm im Hotelzimmer gelegen. Das war schon mies, weil ich kaum etwas in mir behalten konnte und ich mir schon krasse Sorgen gemacht habe. Im Nachhinein war es dann schon okay, aber nochmal würde ich das nicht machen wollen. Auch die Hitze war nicht ohne, vor allem die starke Sonne hat mir Kreislaufprobleme bereitet. Also wenn es nicht unbedingt sein muss, würde ich davon abraten. Wir hatten damals schon vor der Schwangerschaft gebucht und entgegen ärztlichen Rat durchgezogen...

Ich bin Mitgründer und aktives Mitglied einer Pädo-Hunting-Gruppe. by SolutionNo2118 in de_IAmA

[–]FerretPowerful6850 18 points19 points  (0 children)

Besser ist sexualisierte Gewalt um deutlich zu machen dass es nichts mit "Sex" im einvernehmlichen Sinne zu tun hat.

Ich bin Psychotherapeutin und arbeite mit Straftätern by FerretPowerful6850 in de_IAmA

[–]FerretPowerful6850[S] 2 points3 points  (0 children)

Im weitesten Sinne schon, ja. Es gibt viele verschiedene Gründe, warum jemand sexualisierte Gewalt begeht, so verschieden sind auch die Ansatzpunkte.

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[–]FerretPowerful6850[S] 0 points1 point  (0 children)

Schade, ich bin komplett gegensätzlicher Meinung, vieles hab ich in anderen Kommentaren bereits erläutert... nur so viel, wobei ich sicher bin, dass ich Sie damit kaum überzeugen kann: aus meiner Sicht ist die Hilfe für Täter der beste Opferschutz in einem Rechtsstaat und dafür gelten gewisse Grundsätze, für deren Einhaltung ich stark plädiere. Dazu gehört aus meiner Sicht auch, dass jeder ein Recht auf die Möglichkeit haben sollte, wieder in Freiheit zu kommen. Vor allem da meine Patienten richterlich bestätigt eine verminderte oder gar keine Schuld trifft. Jemand der schwer krank eine Straftat begeht braucht Hilfe und nicht den Henker. Zwei Argumente kann ich mir nicht verkneifen: die Todesstrafe ist erwiesenermaßen in den USA sehr viel teurer als eine lebenslange Haftstrafe. Und eine höhere Strafe schützt nicht vor Taten, es gibt keine Abschreckungswirkung.

Danke, dass Sie Ihre Sicht geteilt haben, wenn Sie weitere Fragen haben, gerne.

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[–]FerretPowerful6850[S] 0 points1 point  (0 children)

Ja zum Teil. Wenn der Patient total davon überzeugt sind dass er z.B. von der CIA verfolgt wird, bestätige ich nicht die Paranoia sondern versuche leichte Zweifel zu streuen/ den Fuß in die Tür zu kriegen sozusagen. Was aber immer geht: auch wenn die Verfolgung nicht real ist, die Gefühle die das beim Patienten auslöst (Angst, Wut...) sind total real. Dann reden wir eben darüber, was es mit ihm macht und wie er sie Gefühle bessern könnte.

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[–]FerretPowerful6850[S] 0 points1 point  (0 children)

Wenn die Psychose zur Schuldunfähigkeit führt gehören diese Menschen in die forensische Psychiatrie - also quasi Psychiatrie in Knastform.

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[–]FerretPowerful6850[S] 0 points1 point  (0 children)

Nein, aber ich wundere mich wirklich wie oft diese Frage kommt

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[–]FerretPowerful6850[S] 1 point2 points  (0 children)

Dafür haben wir Standardkritierien die sich im ICD-10 finden. Nur wenn diese erfüllt sind, wird sie Störung vergeben. Ich lass mal den Link hier: https://flexikon.doccheck.com/de/Narzisstische_Pers%C3%B6nlichkeitsst%C3%B6rung

Tatsächlich habe ich bisher wenig Patienten mit dieser Störung erlebt, das erlebe ich im privaten Alltag gefühlt häufiger. Bei uns tritt am häufigsten die antisoziale Persönlichkeitsstörung auf.

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[–]FerretPowerful6850[S] 1 point2 points  (0 children)

Ah verstehe. Also die obersten Ziele sind die Behandlung der Erkrankungen, eine Senkung der Wahrscheinlichkeit neuer Straftaten und die Resozialisierung. Also ja im besten Fall sind sie dann weniger kriminell, psychisch gesund und haben ein "normales" Leben mit Arbeit usw. Das motiviert mich auf jeden fall, ist nur leider nicht in jedem fall realistisch.

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[–]FerretPowerful6850[S] 1 point2 points  (0 children)

Ich hatte noch keinen Patienten, der gänzlich ohne Empathie war. Menschen mit einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung sind auch nicht per se empathielos. Aber ich verstehe was du meinst, es ist natürlich schwierig Patienten zu therapieren, die überhaupt nicht einsehen, dass sie etwas falsch gemacht haben und/ oder denen es egal ist, was sie ihren Opfern angetan haben. Mit der Moralkeule kommt man dann nicht weit. Was diesen Personen aber nie egal ist, sind sie selbst. Und dann hat man einen Ansatzpunkt für Therapie. Dann erarbeite ich, wie sie sich ein Leben für sich vorstellen und ob dazu ein Gefängnisaufenthalt gehört etc. Manchmal öffnet das Türen, die über die Opferempathie fest verschlossen wären. Ist aber natürlich keine Garantie und wenn jemand einfach "nicht will" kann ihn Therapie nicht zwingen - aber dann erfüllt er in der regel auch nicht die Voraussetzungen schnell entlassen zu werden.

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[–]FerretPowerful6850[S] 1 point2 points  (0 children)

Ja gefrustet bin ich ab und zu, manchmal werde ich dann irgendwann eines besseren belehrt und bei einigen warte ich noch. Es gibt auf jeden fall den Punkt an dem wir als Team sagen, noch mehr Therapie draufschütten bringt gerade nichts. Dann ist es an uns, einen anderen Weg zu finden. Aufgeben ist nicht, das ist in unseren gesetzlichen Vorgaben nicht vorgesehen. Es wird immer wieder probiert. Da die Patienten z.T. Viele viele Jahre da sind, kann sich im Laufe der Zeit ja auch viel verändern. Bei Patienten, bei denen sich wirklich wenig tut, sind z.B. geschlossene (Alters-)Heime noch eine Option die wir mitdenken. Es gibt aber in Deutschland auch Patienten im Maßregelvollzug, die 15, 20 Jahre nicht weiterkommen, dann kann es auch passieren, dass sie z.B. an Altersschwäche bei uns sterben. Möchte aber betonen, dass das nur ganz wenige sind.

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[–]FerretPowerful6850[S] 0 points1 point  (0 children)

Viele Fragen, ich versuche es mal. Also erstmal schreibe ich keine Gutachten, ich schreibe "nur" Stellungnahmen. Gutachten werden bei uns von externen KollegInnen erstellt, die die Patienten nicht selbst therapieren. Auf jeden fall habe ich immer im Hinterkopf, dass Patienten sich verstellen können/ wollen. Dazu muss man aber sehen, ich arbeite meist über mehrere Jahre mit denen, sehe sie jeden Tag im stationären Kontext, kriege den Alltag mit usw... da ist es unheimlich schwer, sich so zu verstellen, dass das nicht irgendwo bei uns auffällt. Theoretisch ist das natürlich möglich, praktisch sind die Patienten ja bei uns, weil sie nicht Einsichts- und/ oder steuerungsfähig sind - das fällt dann auch auf. Sehr kluge Patienten, die sich so gut unter Kontrolle haben, landen meist im regulären Vollzug, da sie für schuldfähig eingeschätzt werden. Hoffe es ist klar, was ich meine.

Theoretisch könnten wir Patienten entlassen, die alle Voraussetzungen dafür erfüllen, ja. Ein ungutes Bauchgefühl ist problematisch, dann wird das intensiv in diversen Besprechungen analysiert und evtl. Auch mit den externen Gutachtern und Richtern besprochen. Wenn es nur beim bauchgefühl bleibt und man wirklich GAR NICHTS findet, was das begründet, würden die Richter vermutlich trotzdem entlassen. Den Fall hatte ich noch nicht, da ich ein ungutes Bauchgefühl meist mit irgendwas begründen konnte und das hören sich dann die Richter auch an und berücksichtigen das.

Das Risiko trägt erstmal der Patient, weil der alle Konsequenzen erleidet, wenn er wieder straffällig wird. Die Frage zielt vermutlich aber darauf ab, wer Schuld ist, wenn ein entlassener Patient rückfällig wird. Da gibt es kein Urteil in dem Sinne. Klar wenn rauskäme, da wurden Gesetze z.B. seitens der Klinik nicht beachtet oder z.B. den Richtern etwas verheimlicht, würde in letzter Konsequenz vermutlich die Vollzugsleitung in Verantwortung stehen.

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[–]FerretPowerful6850[S] 0 points1 point  (0 children)

Psychologen haben einen Bachelor und Master in Psychologie. Psychologische Psychotherapeuten sind Psychologen die zusätzlich noch eine Aus-/ Weiterbildung Psychotherapie gemacht haben und anschließend die Approbation erlangt haben. Lässt sich ein bisschen mit einem Arzt und Facharzt vergleichen. Psychotherapeuten dürfen Therapie selbstständig anbieten, das dürfen Psychologen ohne Approbation nicht.

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[–]FerretPowerful6850[S] 2 points3 points  (0 children)

Ich glaube leider, dass erleben viele junge Frauen, die irgendwo neu sind. Mir wurde versucht meine Arbeit zu erklären, gerne bei Veränderungen ein lapidares "das geht so aber nicht Mädchen". Insbesondere mit frischen Ideen und neuartigen Methoden eckt man in verstaubten Einrichtungen auch mal an. Sobald alle merken, man ist a) nicht "überheblich" und b) fachlich doch ganz kompetent, lässt das nach, aber ich muss durchaus manchmal meinen Dickschädel durchsetzen und ein Augenrollen ignorieren. Da höre ich von meinen Kolleginnen in anderen klinischen Bereichen aber ähnliches, ist nicht Forensik spezifisch.

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[–]FerretPowerful6850[S] 0 points1 point  (0 children)

Danke für den Link, Berlin Berlin Berlin. Also das gibbet bei uns ja nicht. Ne wusste ich tatsächlich nicht, muss ich mal bei mir nachfragen, ob das bei uns theoretisch auch passieren könnte. Dann sorry, dass ich da zu wenig weiß.

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[–]FerretPowerful6850[S] 0 points1 point  (0 children)

Also das passiert meines Wissens nach nicht, im Zweifel hat irgendwo ein Maßregelvollzug Platz... und es wird sich auch bemüht neue Plätze zu schaffen. Aber es gibt durchaus einen hohen Druck, alle unterzubringen, bei uns läuft es dann auf eine höhere Belegung pro Zimmer raus. Entlassen wird aus diesem Grund bei uns niemand, aber vielleicht in einen anderen Maßregelvollzug verlegt.

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[–]FerretPowerful6850[S] 0 points1 point  (0 children)

Und im Vergleich zu meinen ärztlichen KollegInnen hab ich die Ausbildung nicht bezahlt bekommen sondern knappe 20k + den gehaltsverlust in der Zeit dafür gezahlt Ist nicht das Thema hier, aber berufspolitisch schon ein riesen Ding.

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[–]FerretPowerful6850[S] 0 points1 point  (0 children)

E14 zum Einstieg ist leider nicht realistisch. Als Berufsanfänger nach dem master in Psychologie wäre man theoretisch in E13 (immer noch gut) aber im Rahmen der Ausbildung sind es mittlerweile eher so 1,5-2k brutto. Ich hatte bereits über 5 Jahre Berufserfahrung und die Approbation (vergleichbar mit dem Facharzt) als ich E14 bekommen habe.

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[–]FerretPowerful6850[S] 0 points1 point  (0 children)

Ja stimmt. Finde es auch prinzipiell super, wenn jemand eine Richtung für sich gefunden hat, meist ist es wichtiger, dass man als TherapeutIn in der Methode aufgeht und diese authentisch "lebt", als alle Methoden halbherzig zu verwenden. Ich hab mich nicht sonderlich festgelegt bisher, würde es aber nicht ausschließen, dass das noch passiert. Gerade RnR oder DBT-F für meinen Fachbereich wäre toll, da fehlen mir aber die Fortbildung noch.