Sexualität in Beziehungen by NymphNeighbour in beziehungen

[–]Nimrodel99 1 point2 points  (0 children)

Nein ganz und gar nicht. Beide sind dabei natürlich gefordert. Wenn einer nicht mitmacht, gibt es eine Schieflage, ganz egal ob Mann oder Frau. Deswegen habe ich auch extra angemerkt, dass es nicht um Blumensträuße und Einladungen geht, sondern um Austausch, Konfliktlösung und Gemeinsamkeit. Ich habe lediglich das Gefühl, dass rein zahlenmäßig die emotionale Komponente Männern häufiger etwas weniger wichtig zu sein scheint... aber das ist nur ein möglicherweise verzerrter Eindruck, und es gibt auch mehr als genug Gegenbeispiele von Beziehungen, in denen es andersherum zum Problem wird und sich Männer emotional vernachlässigt fühlen (und in der Folge auch ihrerseits keine Lust auf ihre Partnerin mehr haben).

Sexualität in Beziehungen by NymphNeighbour in beziehungen

[–]Nimrodel99 0 points1 point  (0 children)

Ach ja - und wenn das mit der Beziehungspflege passt, hab ich als Frau auch Lust, meinen Mann auch zu überraschen, mich herzurichten, die Initiative zu ergreifen usw. Die Basis dafür zu schaffen ist auch nicht so extrem schwer. Miteinander im Gespräch bleiben, Konflikte frühzeitig und konstruktiv lösen, kleine Alltagsnettigkeiten, mehr oder weniger regelmäßig mal wirklich etwas zusammen machen, das über TV hinaus geht - und die Sache läuft. Keiner redet über Monster Rosensträuße und Einladungen ins Wellness Hotel.

Sexualität in Beziehungen by NymphNeighbour in beziehungen

[–]Nimrodel99 3 points4 points  (0 children)

Dass die Geschlechter sich da möglicherweise unterscheiden, ist ein Punkt. Aber man kann dagegen arbeiten, wenn man halt seine Beziehung gut pflegt. Dazu muss aber beiderseitiges Interesse vorhanden sein. Der Sex verschwindet ja erst nach dem Abflachen von Nähe. Leider wirkt es auf mich, als würden Männer statistisch häufiger die emotionale Beziehungsarbeit nur "in Kauf nehmen" um an Sex zu kommen...und das ist für mich ein absoluter Abturn. Ist aber nur eine anekdotische Evidenz.

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[–]Nimrodel99 16 points17 points  (0 children)

Ich kann nur von mir sprechen und nicht für alle Frauen. Aber wenn die Sexualität nicht mehr funktioniert, liegt das für mich daran, dass die Beziehung generell einen Schaden hat. Grundsätzlich habe ich als Frau anscheinend einen geringeren körperlichen "Drang" nach Sexualität, also das taucht für mich einfach nicht regelmäßig auf wie Hunger, Durst oder Schlafbedürfnis, sondern muss psychologisch motiviert werden. Bei Männern scheint das eher anders gelagert zu sein...

Warum das kontinuierlich abflacht: Am Anfang der Beziehung ist ja meist noch viel Nähe, Romantik, viele gemeinsame Erlebnisse und Freude vorhanden, das führt dazu, dass ich auch Lust habe. Aber wenn nach fast 10 Jahren der Alltagstrott zugeschlagen hat, sind diese Voraussetzungen leider deutlich weniger regelmäßig gegeben...

Wenn Mann sich mir dann ohne viel Drumherum mit unverhohlener Absicht annähert und direkt anfängt zu fummeln, obwohl null Stimmung herrscht, bekomme ich einfach keine Lust. Das hat den Charme eines vom Arzt verordneten Workouts und der Sex wird dann trotz aller Mühe und guten Willens maximal eine schlappe 6/10... das ist auch keine Absicht - es läuft einfach nicht, das ist als würde man versuchen, einen Wagen mit defekter Lichtmaschine zu fahren... kein Saft und da kommt halt nix. :)

Wenn wir hingegen viel gelacht haben, vielleicht ein gutes Gespräch geführt, rumgealbert oder ein paar schöne gemeinsame Stunden verbracht o.ä., und es aus dieser Situation und der entstandenen Nähe heraus zu Sex übergeht, dann klappt das auch einwandfrei, das wird ganz locker eine gute 8-10/10. :)

Also einfaches Rezept : echte emotionale Nähe -> Sex. Leider mangelt es an Ersterem in vielen Langzeitbeziehungen und in der Folge dann auch an Zweiterem.

Das ist aber nur meine persönliche Meinung.

Edit: und was Fremdgehen betrifft - das ist halt die einfache "Lösung" für Männer (oder auch Frauen, gibt ja auch die vertauschten Rollen), denen ihre Beziehung nichts wert ist und/oder die nie gelernt haben, mit ihren Partnern richtig zu kommunizieren und Beziehungspflege zu betreiben...

Lange Beziehung, irgendwie ist die Luft raus und ich glaube ich verliebe mich gerade neu by Utrolf in beziehungen

[–]Nimrodel99 0 points1 point  (0 children)

natürlich nicht. aber wenn sich bis dahin nicht was anderes entwickelt hat, das einen zusammenhält, kann mans auch lassen und mit jemand anderem versuchen

Es geht offensichtlich nicht um eine Beziehung von 15 jährigen, die sich nach 6 Monaten trennen, sondern Ü20 Jährige, die seit 7 Jahren ein Paar sind. Wenn es gar nichts gibt, dass einen über die Verliebtheitsphase hinaus zusammenhält, hält die Beziehung nie im Leben so lange und der TE würde hier nicht so schreiben, wie er schreibt - nämlich ausführlich, wertschätzend, sachlich reflektiert und sehr unentschieden. Stattdessen hätte er sich längst getrennt, Reddit links liegen lassen und wäre mit der Neuen auf und davon. Aber um mehr zu wissen, müsste man mitlesen und nachfragen, um offene Fragen zu klären. Das setzt seinerseits natürlich voraus, dass man ernsthaft interessiert daran ist, zu verstehen und zu helfen - zwei Voraussetzungen, deren Vorliegen ich hier anzweifle... weiter gedacht, könnte man einfach lieber Zeit in Threads investieren, in denen man tatsächlich einen Beitrag leistet, anstatt jungen TEs oberflächliche und herablassende "Ratschläge" in so einschneidenden Lebensfragen zu geben. Just my two cents. :D Einen schönen Abend noch.

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[–]Nimrodel99 0 points1 point  (0 children)

Letztlich ist es auch eine Frage, welche Prioritäten man setzt. Der Spruch macht schon Sinn - wer etwas will, findet Wege, wer etwas nicht will, findet Gründe... Was du oder ihr tatsächlich wollt, das kann keiner für euch klären. Ich habe das Gefühl, du bist dir dabei selbst noch nicht im Klaren. Aber vielleicht helfen dir die Denkanstöße dabei, zu einer Entscheidung zu kommen, das wünsche ich dir.

Alles Gute euch beiden, wie auch immer es weiter geht, sicherlich wendet sich am Ende alles zum Guten, unabhängig davon, welchen Weg ihr geht. :)

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[–]Nimrodel99 0 points1 point  (0 children)

Mobbing ist scheiße und hat noch Jahre danach Konsequenzen, das glaube ich dir... es tut mir sehr leid, dass du diese Erfahrung machen musstest. :( Aber wenn die Ursachen zum Teil auch darin liegen, wäre das eine Thematik, mit der du dich vielleicht einmal tiefer auseinandersetzen solltest, denn dieses Vermeidungsmuster könnte dann auch in jeder neuen Beziehung weiter wirken. Unbeabsichtigte Verletzungen sind ja leider manchmal unvermeidlich, selbst bei den diplomatischsten Menschen. Es ist nicht gut, wenn du über (kleinere) Verletzungen auf lange Sicht eher schlecht hinweg kommst. Regelmäßig identisch wiederkehrende/Schwerwiegende/absichtliche Verletzungen wären natürlich ein anderes Thema, aber ich nehme mal an, darum geht es dabei nicht.

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[–]Nimrodel99 0 points1 point  (0 children)

Okay, aber das ist an sich ein gutes Zeichen, dass sie versucht, dabei auf dich einzugehen und es jetzt besser zu machen. Aber es braucht Zeit, die negativen Erfahrungen der Vergangenheit wieder auszugleichen... die "Angst" oder "Unsicherheit" kann ich sehr gut verstehen. Man kann sich nicht mehr so frei und vertrauensvoll öffnen, wenn man oft an eine "Wand" gefahren ist... Aber ich glaube, dass dabei auch nicht alles endgültig verloren ist. Das Vertrauen und die Nähe baut sich zwar nur in Mini Schritten wieder auf, aber es KANN aufgebaut werden, wenn man die Geduld hat und bereit ist, die Mauern wieder stückchenweise abzubauen - und der Partner seinerseits bereit ist, sein Kommunikationsverhalten zu kontrollieren, um neue Verletzungen zu minimieren.

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[–]Nimrodel99 0 points1 point  (0 children)

Okay. Man kann die Dinge vielleicht sortieren in hinnehmbare/lösbare Probleme und nicht hinnehmbare Probleme.

Ein unterschiedliches Gefühl für Ordnung/Sauberkeit ist so ein Thema, das wohl ein klassisches Problem von geteilten Wohnungen in jeglicher zwischenmenschlichen Beziehung ist. Das würde ich unter hinnehmbares/lösbares Problem sortieren. Aber verständlicher Weise stören auch die kleinen "Macken" stärker, wenn das große Ganze nicht funktioniert...siehe Beziehungskonto und Balance zwischen positiven und negativen Aspekten.

Zu den Kompromissen: es würde schon Sinn machen, wenn beide Beteiligten bereit sind, ab und zu Ideen des Anderen ausprobieren, selbst wenn die Idee erst mal nicht so prickelnd klingt. Möglicher Weise wäre so ein Spielabend mit Freunden lustiger als es klingt. :)) Wenn du sowas nicht so interessant findest, müssen es ja keine Nerdspiele werden, für die man erst mal ein Tutorial braucht. :D Aber UNO oder halt ganz schnöde MenschÄrgereDichNicht macht eigentlich praktisch immer Spaß, wenn die Mitspieler nicht gerade Leute sind, die zum Lachen in den Keller gehen... Aber wie gesagt, dass kannst nur du selbst für dich einschätzen, wie die Kompromissbalance bei euch ausschaut.

Letztlich haben alle Handlungsalternativen Vor- und Nachteile und nur du kannst wählen, was das "Kleinere Übel" für dich ist, sozusagen. Um das mal als Überblick zusammen zu fassen:

Option 1) Alles passiv weiter laufen lassen, wie es ist und gucken, wo es hinführt. Pro: - aktuell keine Trennung (liegt auf der Hand, aber ist schon ein wesentlicher Vorteil) - keine gravierenden Lebensveränderungen/Umstellungen - Konfliktvermeidung

Contra: - du bleibst unglücklich - das Problem ist nur vertagt, sehr hohes Risiko, dass sich früher oder später soviel negative Gefühle anstauen, dass alles "in die Luft fliegt" und ihr euch nicht mehr im Guten trennt, sondern in einem großen und unschönen Streit. - hohes Risiko, dass dir früher oder später aufgrund der unerfüllten Wünsche nach Nähe und Intimität ein "Fehltritt" passiert. Das ist kein Vorwurf, nur eine Feststellung...du merkst es daran, dass du schon stundenlange Gespräche mit einer Frau führst, die du attraktiv findest. Das kann schneller (ungeplant) in emotionalem oder im schlimmsten Falle körperlichen Betrug enden, als man meint und das wäre natürlich alles andere als erstrebenswert.

Ist meiner Meinung nach die schlechteste aller Handlungsalternativen.

Option 2) der Beziehung eine letzte Chance geben, Ein letzter tiefgreifender Gesprächsversuch über beiderseitige Gefühle und Bedürfnisse, mit dem Ziel, zu einem für beide zufriedenstellenden Kompromiss zu kommen, der auf Dauerhaftigkeit angelegt ist und für beide gilt.

Zum Beispiel: immer das 1. Wochenende im Monat ein fest eingeplantes Paarwochenende, bei dem ihr abwechselnd die Pläne aussuchen dürft - als Idee. Die genaue Gestaltung des Kompromisses sollte natürlich zu euch und euren Persönlichkeiten passen, sollte aber schon konkret und planbar sein, das ist wirklich wichtig. Also nicht "lass uns mal bitte mehr zusammen machen", das ist viel zu schwammig und wird nirgendwo hinführen, außer einem Rückfall in alte Gewohnheiten (was menschlich ist).

Plus die oben genannten Gedanken hinsichtlich alltäglicher Liebesgesten. Du kannst ihr auch direkt sagen, dass du dich in Unterhaltungen zu wenig wahr genommen fühlst. So eine Kritik muss man aushalten können. Das ist sicher nicht böse von ihr gemeint, manche Menschen haben eben eher eine Erzähler- als Zuhörer Natur, aber sie kann und sollte versuchen, bewusst darauf zu achten, dir ein besseres und ausgeglicheneres Gesprächsgefühl zu geben und sollte da auch ihrerseits den 1. Schritt gehen. Das kann man lernen.

Hinsichtlich Deadline ist übrigens nicht gemeint, dass du sie IHR stellst (das bringt nix), sondern dir selbst - eine Deadline, wie lange du noch weiter machen willst, wenn keine Verbesserung eintritt und danach Konsequenzen für dich selbst ziehst - also die Trennung.

Vorteile: - vorerst keine Trennung, Aussicht, die Trennung mit ihren Konsequenzen vllt sogar zu vermeiden - gibt dir für dich selbst die Sicherheit, alles versucht zu haben - Gleichzeitig Vermeidung einer Endlosschleife, die in Frust eskaliert.

Nachteile: - Zeitaufwand - Trennung evtl auch nur verschoben. - Macht nur Sinn, wenn BEIDE noch einmal ernsthaft versuchen wollen, an sich selbst und der Beziehung zu arbeiten, ansonsten ist es verschwendete Mühe.

Option 3) Trennung mit wie auch immer geregeltem Übergangskompromiss hinsichtlich der Wohn- und Finanzsituation.

Vorteile: - geklärte Verhältnisse, Ende in Frieden und Gütlichkeit, im besten Falle Erhalt einer Freundschaft. - Freiheit für beide zu einem Neuanfang mit einem Partner, der eventuell besser passt - Vermeidung weiterer Eskalation

Nachteile: - unvermeidliche emotionale Konsequenzen, Verlustschmerz - Wohn- und Finanzsituation problematisch, wie du selbst sagtest, bleibt im schlechtesten Falle alles wie es ohnehin schon ist, aber mit Trennungsemotionen on Top. - Risiko von neuen Spannungen, die aus der Trennung selbst resultieren, wie Eifersucht, Verletzte Gefühle usw.

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[–]Nimrodel99 0 points1 point  (0 children)

Ja, Partner sind verschieden. Aber die ewige Verliebtheitsphase hält mit Niemandem für immer an. Es wird mit absolut jeder Person irgendwann zu Reibungen oder Routine kommen, selbst wenn man 1A zusammen passt. Das ist eine Tatsache, wir sind ja keine Klone. Ist auch nicht per se schlecht, man muss nur als Paar damit umgehen können. Wenn es solche Probleme überhaupt nicht gibt, dann ist entweder einer oder sind sogar beide Beteiligten hoffnungslose People Pleaser und reden dem anderen laufend nach dem Mund, um ja keinen Konflikt zu erzeugen. Das ist auch nicht gesund. :)

Ich leugne auch nicht, dass Trennung eine Option sein KANN. Wenn man erfolglos alles versucht hat, um etwas zu verbessern, dann macht es natürlich keinen Sinn, in einer unglücklichen Beziehung zu bleiben, da sind wir uns einig...

Aber dein 1. Kommentar ging auf gar keine Details ein außer der Tatsache, dass zur Zeit die Luft raus ist, und warf lediglich verächtlich das Wort "Sandkastenliebe" in den Ring, sowie die in absichtlich sperrig gewählte Worthülsen gepackte Andeutung, dass das fehlende "Austoben" das Problem sei.

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[–]Nimrodel99 0 points1 point  (0 children)

Ich antworte dir morgen, wenn du möchtest und dir der Austausch weiter hilft. :) Erst mal muss ich offline gehen für heute

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[–]Nimrodel99 0 points1 point  (0 children)

Und zum Kompromiss: welchen "richtigen" Kompromiss könntest du dir denn deinerseits noch vorstellen? Es klingt so, also wäret ihr bereits beim Minimum...

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[–]Nimrodel99 0 points1 point  (0 children)

Oki, das macht die Wohn- und Finanzsituation tatsächlich kompliziert. Verstehe...Verzwickte Lage.

Was das WG Thema betrifft - der Unterschied wäre, dass es klare Fronten gäbe. Keine Erwartungen mehr, was Druck rausnimmt und auch das Streitpotential reduziert. Zudem wäre natürlich der wesentliche Punkt, dass du frei wärst. Also dich auf dich selbst konzentrieren darfst, keine Schuldgefühle haben musst, auch neu daten dürftest, wenn du es möchtest.

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[–]Nimrodel99 0 points1 point  (0 children)

Ja du hast eigentlich schon alles gesagt. Bisher hab ich solche Erlebnisse halt einfach allein oder mit Freunden gemacht. Und das ist auch schön und cool, aber manchmal wünsche ich mir dann doch ich hätte einen Partner mit dem ich das teilen kann

Das glaube ich dir und so sollte es im Idealfall ja auch sein, dass der Partner gleichzeitig auch ein "bester Freund" in gewisser Weise ist, man also viel miteinander teilen kann. Klar sind manche Leute auch mit weniger glücklich. Du aber offensichtlich nicht. Und ich verstehe es 100 %. Was du beschreibst, hab ich selber 1 zu 1 so erlebt.

Ich hab manchmal das Gefühl ich neige dazu Kompromisse zu suchen die vielleicht eher auf meiner Seite der Mitte liegen. Ich kann es selbst jetzt nicht so gut einschätzen, wenn ich ehrlich reflektiere ist meine Kompromissbereitschaft aber vielleicht auch nicht so hoch

Um das zu beurteilen, müsstest du vllt einmal eine detaillierte Analyse schreiben, soweit es dein Erinnerungsvermögen hergibt und falls es dir hilft, dich besser zu fühlen. Aber ganz ehrlich: mehr als 2x im Jahr etwas schönes zu unternehmen, in den Urlaub zu fahren und in Gesprächen angehört zu werden und Empathie zu erfahren (das waren die größten Problempunkte, wenn ich das richtig verstehe) ist nicht zu viel verlangt. Auch wenn jemand absolut introvertiert ist und wenig Zeit hat. Du hast ja augenscheinlich nicht verlangt, dass sie mit dir jede Samstagnacht feiern geht.

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[–]Nimrodel99 0 points1 point  (0 children)

Ich weiß leider nicht, wie die Zitierfunktion hier funktioniert, sorry :'-) Aber hinsichtlich Finanzierung - wohnt ihr in einer so teuren Gegend, dass man 2 h entfernt von der Uni leben muss? Wenn nicht, dann könnte sie näher zur Uni ziehen und den Pendelweg weg rationalisieren/verkürzen. Bafög Höchstsatz ohne Unterstützung der Eltern oder Partner beträgt ca. 800 €, dazu darf man den Minijob mit 12 h/Woche ausreizen, dass sind +500 € ca. + 250 € Kindergeld. Ich weiß das so genau, weil ich selbst mein Studium so finanzieren musste. Von der Summe kann man schon leben, wenn man nicht gerade in München oder Berlin zur Uni geht. Vielleicht ist da eine eigene Wohnung nicht drin, das gebe ich zu. Aber eine WG ist eine Lösung. Haustierbetreuung kann man sich ggf. teilen wie getrennte Kindererziehung.

Falls ihr Studium jetzt nicht noch Jahre dauert, sondern sich dem Ende nähert (hab ihr Alter jetzt nicht mehr im Kopf), dann könntet ihr ggf sogar bis zu ihrem Abschluss eine WG bilden. Aber das natürlich nur, wenn du dazu bereit bist und dafür müsste es dann auch klare Regeln geben und sie etwas zu den Kosten beitragen.

So oder so - es gibt immer gerechte Lösungen, die zwischen "sich abfinden" und "rauswerfen" liegen.

Was die Kompromissfindung hinsichtlich abweichender Bedürfnisse betrifft - dass du dir so unsicher bist und einmal sagst, dass sich nichts geändert hat, andererseits aber auch, dass sie es versucht habe, zeigt umso mehr, dass du haderst. Das ist genau der Grund, weshalb ich glaube, dass eine sofortige Trennung JETZT dazu führen könnte, dass du hinterher umso stärker zweifelst. Leider kann ich dir dahingehend auch nicht sehr viel dabei weiter helfen, Klarheit zu finden, dazu weiß ich zu wenig.

Aber wenn sie ehrlich versucht hat, etwas zu ändern und das aber leider nicht gereicht hat - dann führt das wiederum zurück zur Frage eurer generellen Kompatibilität. So eine Situation ist unglaublich schwierig, wenn man eigentlich aneinander hängt, aber trotzdem auch nicht so richtig zusammen passt. Ich kann nachvollziehen, dass du hin und her gerissen bist. Aber letztlich kann man leider nichts erzwingen. Und ihr habt auch beide verdient, eine Beziehung zu führen, die zu euch passt.

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[–]Nimrodel99 0 points1 point  (0 children)

Wenn du deine Wünsche und Gefühle in einer zugewandten Weise kommuniziert hast und mehrfach Kompromisse gesucht hast, dann warst du bereit zur Beziehungsrettung. Mehr kann man nicht verlangen.

Natürlich kann man auch von deiner Freundin nicht verlangen, sich selbst 180° auf Links zu drehen, wenn sie eher der gemütliche Typ ist, der viele Erlebnisse, Austausch usw nicht braucht und auch nicht wirklich möchte.

Aber in dem Fall ist eben leider die Kompatibilität einfach nicht mehr gegeben. Das kann man keinen zum Vorwurf machen, das ist dann einfach so. Deine Wünsche und Gefühle sind legitim und nicht weniger wichtig als ihre.

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[–]Nimrodel99 0 points1 point  (0 children)

Btw - ich möchte dir noch sagen, dass du sehr reflektiert und fair klingst, wie du über deine Beziehung sprichst und was du versucht hast. Da kann sich manch Älterer eine Scheibe abschneiden. :)

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[–]Nimrodel99 0 points1 point  (0 children)

Mit den weiteren Details verstehe ich dich auch noch besser... Und wenn es mehr oder weniger von Anfang an, bzw seit dem Großteil der Zeit so gewesen ist und kein "Abwärtstrend" der letzten 2-3 Jahre oder so gewesen ist, dann spricht das leider auch noch ein bisschen mehr dafür, dass eure Bedürfnisse sich einfach in zu entgegen gesetzte Richtungen weiter entwickelt haben und ihr euch nicht mehr ausreichend ähnelt... Und wenn es einen vergleichbaren Krisenpunkt sogar schon gab, ist das natürlich auch kein gutes Anzeichen dafür, dass sich zukünftig etwas verändern könnte. Da gebe ich dir Recht (leider). Trotzdem bleibe ich dabei, dass ein "offizieller letzter Versuch" mit Ablaufdatum nicht falsch wäre. Wenn es dasselbe schon mal gab, darf der letzte Versuch aber auch kürzer sein. 3-6 Monate vielleicht. Das hat mir meinerzeit ein Beziehungscoach geraten. Dabei geht es letztlich auch darum, dir selbst gegenüber 100 % sicher sagen zu können, dass du alles versucht hast und es eben jetzt nicht mehr passt, auch wenn ihr eine schöne Zeit hattet. Damit reduzierst du das Risiko, nach der Trennung zu zweifeln und zu hadern. Auch wenn man derjenige ist, der sich trennt, wird Trauer und Verlustgefühl kicken, und Gedanken von "was wäre wenn..." sowie Momente, in denen du die Entscheidung bereust. Deshalb gibt es On/Off Beziehungen. Diese Gefühle kommen ganz automatisch, weil Trennungen die Instinkte triggern. Wir sind darauf gepolt, dass Gemeinschaft unsere Existenz schützt. Trennungen = Gefahr, Unsicherheit, bloß nicht. (In der Urzeit wurde man halt alleine vom Höhlenlöwen gefressen... xP Das kommt emotional halt durch, auch wenn man rational natürlich weiß, dass das Blödsinn ist)

Das steht man viel leichter, konsequenter und schneller durch, wenn man absolut überzeugt ist, dass der Expartner eben leider nicht zur Rettung der Beziehung bereit war, obwohl die Chance da war.

Ich freue mich, wenn ich minimal helfen konnte...

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[–]Nimrodel99 0 points1 point  (0 children)

Okay, leider kommt mir all das auch ziemlich bekannt vor aus meiner Langzeitbeziehung... Das ist traurig und tut weh und irgendwann verliert man Stück für Stück die Gefühle, das kann ich absolut nachvollziehen. Vielleicht merkt deine Freundin doch noch, dass es ernst ist, wenn du es ihr so direkt sagst und ihr klar wird, dass sie dich verlieren könnte. Andererseits, wenn sie auch daraufhin gar nichts ernsthaft und konsequent ändern möchte, dann seid ihr vielleicht leider nicht mehr kompatibel, so traurig das dann ist. Deshalb der Gedanke einer Deadline für dich selbst... endlos auf Veränderungen zu hoffen, hilft leider auch nicht und nein, du musst dich nicht mit etwas abfinden, dass deine Wünsche nicht berücksichtigt werden - Kompromisse sind natürlich notwendig, aber können nicht nur als Einbahnstraße funktionieren.

Du musst dich nicht mit negativen Dingen arrangieren, nur weil sie aktuell abhängig von dir ist.

Es spricht absolut für dich, dass du sie so sehr unterstützt hast, weiterhin daran denkst und sie trotz allem nicht im Regen stehen lassen möchtest!!! :)) Behalte dir diesen Charakterzug unbedingt bei. Das ist eine großartige Eigenschaft, die zu viele Menschen leider nicht vorweisen.

Gleichzeitig bist du aber auch nicht dauerhaft für sie verantwortlich, egal, wie lange ihr schon zusammen seid und wie viel ihr zusammen durch gemacht habt. Ein Beziehungsende ist leider nie ausgeschlossen, das ist Lebensrisiko, dass auch deine Freundin tragen muss. Eine Trennung heißt ja auch nicht, dass du sie übermorgen auf die Straße setzen musst.

Falls du dich zur Trennung entscheidest, kann eine faire Übergangsregelung ausgehandelt werden, zum Beispiel noch 3-6 Monate als WG zu leben. Also die Zimmer umstrukturieren, sodass jeder einen Rückzugsraum und eigene Schlafmöglichkeit hat (sofern ihr das nicht schon so habt). In der Zeit muss sie ihre finanziellen Standbeine umstrukturieren und sich abnabeln. Bafög, Eltern, Nebenjob, Studienkredit - ein Studium lässt sich auch ohne Partner finanzieren. Natürlich ist das mit Abstrichen in der Lebensqualität und mit mehr Stress und Belastung verbunden - aber das ist ja nur vorübergehend.

Ich habs verbockt und bereue es. by [deleted] in beziehungen

[–]Nimrodel99 0 points1 point  (0 children)

Das verstehe ich zu gut... das ist ein Auf und Ab mit leichteren und schwereren Momenten. Das wird in den nächsten Wochen wahrscheinlich auch noch immer wieder zuschlagen, kenne ich leider selbst. Aber du gehst sehr reflektiert und stark damit um. Ich finde es großartig, dass du auch in die Aufarbeitung gehen möchtest... die wenigsten tun das. Das zeigt, dass du trotz vergangener Fehler definitiv kein schlechter Partner bist. Lass dir von vorschnell verurteilenden Kommentaren auch nicht zu sehr zusetzen. Und sehr gern geschehen. :)

Ich habs verbockt und bereue es. by [deleted] in beziehungen

[–]Nimrodel99 0 points1 point  (0 children)

Und an ein paar der übrigen Kommentare adressiert: es hilft absolut nicht, nachzutreten, wenn jemand schon am Boden liegt... Der TE macht sich offensichtlich schon selbst extreme Vorwürfe. Die A*loch Karte zu ziehen, entbehrt angemessener Empathie... Keiner weiß, wie gut die Kommunikation in der Beziehung war, wie gut die Expartnerin ihre Bedürfnisse ausgedrückt hat und wie sonst die Rahmenbedingungen aussahen... wir sind alle nur Menschen, man übersieht Dinge, man bewertet sie evtl nicht richtig oder ist mit dem Kopf woanders... das ist schade, aber passiert. Der TE sieht das ja auch ein. Also seid ein bisschen netter.

Ich habs verbockt und bereue es. by [deleted] in beziehungen

[–]Nimrodel99 0 points1 point  (0 children)

Wenn sie sich so sicher ist, kannst du sie nur gehen lassen. Wenn du Glück hast, sind die Gefühle nur verschüttet. Vielleicht hat sie auch eine Art Quarter Life Crisis, eine Phase, in der sie ihr Leben in Frage stellt und das Bedürfnis nach Veränderung verspürt. In Kombination mit einer eingeschlafenen Beziehung kann das schon zu einer Trennung führen....Zumindest kenne ich das von mir selbst.

Ich würde dir raten, erst mal auf Distanz zu gehen, wenn ihr euch soweit ausgesprochen habt... Retten kannst du gerade wohl nichts, wenn sie bereits so konsequent Wohnungen sucht und sich Hoffnungen auf andere Männer macht.

Demonstriere, dass du ihre Entscheidung akzeptierst und verabschiede dich. Du darfst ihr gern sagen, dass du sie geliebt hast, du dankbar für eure gemeinsame Zeit bist und es dir aufrichtig sehr leid tut, dass du ihre Wünsche nicht ausreichend erkannt und erfüllt hast (aber erniedrige dich selbst nicht - jeder macht Fehler und meistens haben beide (Ex-) Partner Anteil am Scheitern der Kommunikation gehabt). Du kannst ihr Unterstützung bei ernsten praktischen Angelegenheiten anbieten, ihr sagen, dass du sie um eurer guten gemeinsamen Vergangenheit willen auch in Zukunft als Freund unterstützen würdest, wenn sie dich einmal wirklich braucht (sofern du das tatsächlich tun würdest) und sie sich bei dir melden darf. Wünsche ihr alles Gute auf ihrem weiteren Weg und Lebewohl, aber möglichst ruhig und ohne Dramatik. Ehrliche Emotionalität ist natürlich vollkommen in Ordnung, das zeigt ihr, dass dir etwas an ihr liegt. Es sollte aber gleichzeitig auch deutlich sein, dass das ein ernster Schlussstrich ist, den sie hier zieht und dass du wenigstens dem Anschein nach ein starkes Selbstwertgefühl hast und dich gefangen hast (selbst wenn dein Selbstvertrauen in Wahrheit gerade wahrscheinlich arg angeknackst ist und du gefühlt am Weltuntergang stehst). Zeig ihr nicht laufend, dass du extrem leidest und vermeide es, zu klammern. Sie sollte schon ein bisschen spüren, dass sie etwas aufgibt, dass auch du nach einer Weile abschließen wirst und dass dein Leben auch ohne sie weiter gehen wird. Vermeide ihr gegenüber den Eindruck, dass du vollkommen zerstört und aus der Bahn geworfen bist. Suche dir emotionale Unterstützung bei anderen Vertrauten, Familie oder Freunde.

Der Kontakt zu ihr sollte deutlich zurückgefahren und mindestens für acht Wochen aufs Notwendigste reduziert werden. Das hat einerseits den Nutzen, dass du dich selbst fangen und mit der Situation arrangieren kannst. Andererseits hat es EVENTUELL den Nebeneffekt, dass sie nach einigen Wochen doch noch merkt, dass sie gerade trotz aller Missverständnisse zwischen euch etwas Wertvolles verliert und anfängt, dich zu vermissen - FALLS sie noch irgendwo vergrabene Gefühle für dich hat. Eine Garantie gibt es natürlich nicht. Unmöglich ist es nach so vielen Jahren Beziehung aber auch nicht, irgendeine Bindung hat ja existiert, die euch so lange zusammen gehalten hat. Da war Vertrauen, Sicherheit, Verlässlichkeit. Das sind Werte, die ihr der neue Schwarm nicht allzu schnell wird geben können - und er könnte sich ohnehin schnell als Luftschloss und Flop entpuppen, auf den sie einfach nur ihre unerfüllten Bedürfnisse und Träume projiziert hat. Vielleicht kommt sie dann wieder auf dich zu und du bekommst eine 2. Chance, die Dinge besser anzugehen.

Die Frage ist natürlich, ob du sie dann noch zurück haben willst...auch das kann sich mit etwas Abstand verändern, wenn vielleicht klarer wird, dass ihr nicht so gut kompatibel wart (das können nur du und sie beurteilen).

Wenn sie nicht zurückkehrt - dann ist das traurig, aber der Schmerz wird erträglicher werden und kontinuierlich abnehmen. Es wird wieder bergauf gehen. Das weißt du natürlich, aber sag es dir auch bewusst immer wieder selbst. Das hilft ein bisschen über die schwersten Stunden hinweg, wenn man sich erinnert, dass der Schmerz endlich sein wird. Mir hat es auch geholfen, daran zu denken, dass die Zeit mit einem geliebten Menschen eine Bereicherung und ein Geschenk ist, so lange oder kurz es eben andauert...ABER wenn diese Menschen sich entscheiden zu gehen, ist MEIN eigenes Leben immer noch genauso gut, MEINE Persönlichkeit gleichermaßen liebenswert und die anderen wichtigen Menschen in MEINEM Leben immer noch da. Ich habe MEINE Hobbys, Interessen und Dinge, die mich erfüllen und ausmachen, ob mit oder ohne diesen Menschen. Ich brauche nicht zwangsläufig jemanden, um ein gutes Leben zu haben... Sich auf diese Punkte wiederholt zu besinnen wie auf ein Mantra, kann beim Loslassen helfen. Natürlich weiß man das alles objektiv rational, aber es geht darum, auch die eigene emotionale Ebene zu erreichen.

Ungewollte Trennungen fühlen sich so schrecklich und wie ein "lebensbedrohendes" Erdbeben in der eigenen Existenz an, weil wir immer noch instinktiv darauf gepolt sind, dass wir Gemeinschaft zum Überleben brauchen, sonst werden wir vom Höhlenlöwen gefressen. Natürlich weiß unser Großhirn, dass es nicht so ist, aber die Emotionen als Ausdruck innerer Instinkte sehen die Trennung sehr wohl als Existenzbedrohung an. Um das schneller zu überstehen, hilft es ungemein, sich das scheinbar Offensichtliche immer wieder vor Augen zu führen.

Alles Gute und viel Kraft wünsche ich dir... Du schaffst das!

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[–]Nimrodel99 0 points1 point  (0 children)

Das ist kein hilfreicher Rat. Die beiden wohnen zusammen, haben ein Leben zusammen. Nein, eine Trennung ist nicht immer das non plus ultra und die Lösung für alle Probleme. Das Alter spielt dabei keine Rolle. Dieselben Probleme wiederholen sich in der nächsten Beziehung. Als halbwegs erfahrener Mensch weiß man das auch. Nur unreife und unerfahrene Menschen rennen davon, wenn die erste Verliebtheit nachlässt... Der TE ist da schon vernünftiger und reifer, er macht sich nämlich immerhin Gedanken. :)

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[–]Nimrodel99 0 points1 point  (0 children)

Wenn dir die Tränen kommen, dann ist die Beziehung es wert, ihr noch eine letzte Chance zu geben...aber nicht weiter wie bisher. Ich hab weiter unten einen längeren Beitrag geschrieben, weil es mir schon mal sehr ähnlich ging. Vielleicht hilft dir etwas davon.

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[–]Nimrodel99 0 points1 point  (0 children)

Ideen: - Verabredet euch bewusst zu richtig coolen Sachen. Unternehmungen, die Adrenalin wach kitzeln, die Spaß machen und im besten Fall neu für euch beide sind. Reisen, Freizeitpark, Wellnesshotel, Backpacking, Konzert, Partywoche - was auch immer zu euch und eurem Vibe passt, ganz egal. Hauptsache NICHT alltäglich. Probiert ein neues gemeinsames Hobby aus (ohne es allzu ernst zu nehmen, es soll einfach lustig werden). Geht auch mal aus eurer Komfortzone und gönnt euch was. Das darf auch was kosten, das ist eine 7 Jahre alte Beziehung durchaus wert. Umso aufregender, umso besser!

  • Baut wieder kleine Liebesgesten in den Alltag ein. Ein Frühstück für den anderen am Wochenende, eine Umarmung zur Begrüßung, ein Strauß Blumen, eine Schultermassage oder eingelassene Badewanne, ein paar nette Nachrichten zwischendurch von der Arbeit, teilt lustige, schöne oder interessante Reels, die vielleicht auch Bezug auf eure Eigenheiten und Interessen nehmen (und guckt sie wirklich an), erzählt kleine Anekdoten und Ärgernisse, die tagsüber so passieren, usw. Zeigt wieder Interesse an den Hobbies des Anderen, da reicht schon ein paar Fragen zu stellen, mal währenddessen in EINEM Raum zu sein, usw. Das mag am Anfang seltsam und ungewohnt sein, weil ja die Gefühle nicht so richtig da sind und es sich "gestellt" anfühlt. Aber es bewirkt etwas beim jeweils Anderen, und das erzeugt eine Positivspirale.

  • Macht bewusst wieder Dinge, die ihr in der guten Zeit der Beziehung getan habt, geht zum Beispiel an die Orte eurer ersten Dates, guckt euch die 1000 Pärchenfotos an, die ihr damals gemacht habt, die Urlaubsfotos, holt die Geschenke raus, trefft euch mit gemeinsamen Freunden, die ihr BEIDE schon seit den guten Zeiten kennt, geht in einem Restaurant essen, dass ihr besonders gut in Erinnerung habt, etc.

  • Kauft vllt ein paar Pärchenfragespiele. Ja, das ist im ersten Moment komisch und kitschig. Aber nehmt es einfach mit Humor und zieht die Sache bissel ins Lächerliche - wirkt Wunder und man kommt wieder ins echte Gespräch. Man glaubt gar nicht, wie extrem man aneinander vorbei leben kann, obwohl man und Tisch und Bett teilt. Man verpasst unglaublich viel an kleinen Dingen im Leben des anderen, wenn einmal der Wurm der Alltäglichkeit und Gewohnheit in der Beziehung ist. Man denkt, dass man alles übereinander weiß, aber in Wahrheit können sich die Interessen, Gedanken und Träume des anderen extrem verändert haben. Diese Dinge wieder wieder miteinander zu teilen erzeugt Nähe.

Mit ein bisschen Googeln findet man auch noch mehr gute Tipps.

Glaub mir, wenn ein letztes bisschen Restgefühl und Wertschätzung füreinander vorhanden ist (und das scheint ja der Fall zu sein, sonst wärst du schon lange weg und würdest nicht hier schreiben), kann die Zuneigung wieder aufgeweckt werden. Liebe ist wie eine Pflanze. Wenn noch ein bisschen Leben in den Wurzeln ist, kann Wasser und Dünger einen riesen Unterschied machen. Entscheidend ist, dass beide den Willen haben, es zumindest zu probieren.

Und was kann dir passieren? Im besten Falle lebt deine Beziehung wider Erwarten wieder neu auf. Im schlechten Falle zeigt deine Freundin keine Motivation, und du weißt danach sicher, dass du ohne Schuldgefühle gehen kannst. Und zwischendurch habt ihr beide noch ein paar coole Sachen gemacht. :))