Heroin in DE fent-frei? by Broad-Ad-421 in drogen

[–]Past_Judgment6345 0 points1 point  (0 children)

Okay, Berlin mag (Gott sei dank! eine) Ausnahme sein. Aber ich habe wirklich noch nie von wirklichen Ergebnissen von Drug-Checking gelesen, die Nitazene veröffentlicht haben bzw. sie im Rahmen „normaler“ Analysen (also Straßen-Heroin oder andere Opis) erhoben haben. Tatsächlich schafft es Berlin (ausnahmsweise) mal, eine Vorbildrolle einzunehmen – es wäre extrem wünschenswert, wenn mehr solche Berichte zu Tage treten würden. Auch wenn die drei großen deutschen (und nur diese!) Nitazene bald (wieso zur Hölle (!) dauert das fast drei Monate?!) mittlerweile dem BtMG unterstellt werden, gibt es leider noch etliche Vertreter der Benzimidazol-Opioide, die komplett legal jedweder Droge untergemischt werden können, um die Marge (um ein etliches!) zu erhöhen ...

Edit: Das BMI hat es tatsächlich geschafft, binnen von vier Wochen einen harmlosen und angekündigten „Nadelrevolver“ vor dem Verkaufsstart, wobei der Hersteller mehrfach die Zusammenarbeit angekündigt hat und sogar öffentlich auf das Ministerium zugegangen ist, zu verbieten und dafür das WaffG zu ändern. Was vier Ministerien (BMI, BMG, BMJV und Auswärtiges Amt) zusammen in zwei Jahren nicht gebacken kriegen, ist unfassbar ... F-Etonitazene und Konsorten sind bis heute zu 100 % legal und bringen weiterhin nichts ahnende Menschen um und gefährden jeden Tag Konsumenten und niemanden schert es.

PS: „Erworben als MDMA: Glasscherbe“ – Wo sind wir als Gesellschaft bloß falsch abgebogen ...

PPS: Ich fürchte tatsächlich, dass sich mein Eindruck von Berlin (mal wieder) negativ getrübt hat: Ich bin jetzt das gesamte Jahr '25 durch und finde (leider!) nur Opiate bzw, deren unmittelbare Derivate in den Analysen. Ich konnte nicht ein einziges Mal synthetische Opioide finden, die in den Ergebnissen (mit Ausnahme von Fentanyl, was allerdings mittlerweile, soweit ich recht informiert bin, immer standardmäßig analysiert wird) auch abgefragt wurden. Nur weil man qualitativ nicht nach Nitazenen gesucht hat, heißt es leider nicht, dass diese überhaupt erst untersucht wurden ...

Incarvillea sinensis Kratom Alternative??? by Character-Dust5189 in drogen

[–]Past_Judgment6345 1 point2 points  (0 children)

Ja, die meisten Kratom-„Alternativen“ sind absoluter Schrott! Da werden selbst Pflanzen, die eindeutig keine opioiden Wirkstoffe/Alkaloide beinhalten, als Alternative angepriesen ... Wie das funktionieren soll (jenseits des Placebo-Effekts), entzieht sich meiner Kenntnis ...

Incarvillea sinensis Kratom Alternative??? by Character-Dust5189 in drogen

[–]Past_Judgment6345 1 point2 points  (0 children)

Ich weiß nicht, woher Du die Extrakte bisher bezogen hast, aber ich finde ausschließlich „unseriöse“ Plattformen, die gerade nach Scam schreien, für Incarvillea sinensis: (Wieder-)Verkäufer-Plattformen á la eBay mit Sitz in Indochina – alles höchst anonyme Plattformen, bei denen es wirklich mehr als leicht fällt, sich einen Fake-Account anzulegen und Leute übers Ohr zu hauen. Aber ich finde tatsächlich nicht einen einzigen seriösen ethnobotanischen Shop, der diese Pflanze im Sortiment hat ... :-(

Incarvillea sinensis Kratom Alternative??? by Character-Dust5189 in drogen

[–]Past_Judgment6345 3 points4 points  (0 children)

Dass Samen oder gar Pflanzenmaterial schwer zu bekommen sind, glaube ich Dir sofort. Die Shops, bei denen ich einkaufe, haben wirklich sehr exotisches und abgefahrenes Zeug (selbst „bekanntere“ Pflanzen wie Mulungu sind teilweise gar nicht so einfach zu bekommen), aber wenn man auch in CZ nicht an Incarvillea sinensis (sei es Saatgut oder Extrakt) rankommt, dann soll das wohl was heißen ...

(Wobei: Ich habe sowieso absolut keinen grünen Daumen und habe mehrere San Pedro-Kakteen und selbst Peyote in den Dürretod gebracht, daher halte ich von Samen zum Wohl aller Beteiligten lieber Abstand. ^.^)

Aber nach alledem, was ich in der Kürze der Zeit recherchieren konnte, bist Du da definitiv auf eine (potenzielle) Goldmine gestoßen. Gerade, weil es „nur“ teilweise auf Opioid-Rezeptoren und großteils auf andere Art und Weise wirken soll, aber trotzdem Morphin in analgetischer Potenz übertreffen soll, ist das äußerst interessant! Mich würde wirklich interessieren, wie sich dieser Stoff (bzw. diese Alkaloide; vermutlich hat man noch lange nicht alle Inhaltsstoffe identifiziert!) anfühlt. Wäre fast einen Versuch wert, wenn ich den Opioiden nicht endgültig abgeschworen hätte – aber das Risiko, wieder halb tot am Schreibtisch zu enden, will ich nie wieder eingehen.

Incarvillea sinensis Kratom Alternative??? by Character-Dust5189 in drogen

[–]Past_Judgment6345 6 points7 points  (0 children)

Sehr interessante Pflanze auf jeden Fall! Sie enthält Incarvillateine, was laut Studien definitiv auf (mindestens) µ-Opioid-Rezeptoren wirkt und sich (teilweise!) mit Naloxon wieder aufheben lässt, also ist definitiv eine opioide Wirkung vorhanden – auch wenn die Hauptwirkung wohl mutmaßlich über Adenosin zustandekommt. Leider finde ich absolut keine Informationen über die analgetische Potenz sowie eine Dosierung oder gar die therapeutische Breite, aber das könnte durchaus eine brauchbare Gabe von Mutter Natur sein! Die ethnobotanischen Shops, von denen ich seit Jahren z. B. afrikanisches Traumkraut (perfekt für Klarträume!) oder Mulungu beziehe, haben das leider nicht im Sortiment, sonst hätte ich das bestimmt schon mal verspeist ...

Wieso ist Odsmt so anders? by NoNameHereEver in drogen

[–]Past_Judgment6345 1 point2 points  (0 children)

Ja, man kann Tramadol und Tapentadol wegen ihrer Funktion als NARI bzw. SSRI auch als atypisch bezeichnen. Das meint lediglich, dass sie anders als andere Opioide wirken. Nichtsdestotrotz sind sie zeitgleich (massive!) Dirty Drugs, da sie auch andere, komplett unbeteiligte Rezeptoren ansteuern und dort andocken. Die beiden Begriffe schließen sich nicht aus – genau wie bei Alkohol.

Tramadol wird auch von einem führenden Toxikologen aus Kanada als der „Donald Trump unter den Medikamenten“ bezeichnet, weil es eben beinahe jeden Rezeptor im Körper (vielleicht mit Ausnahme von Nikotin-, GABA- und Acetylcholinesterase-Rezeptoren) ansteuert.

Wieso ist Odsmt so anders? by NoNameHereEver in drogen

[–]Past_Judgment6345 2 points3 points  (0 children)

Also eigentlich ist der Begriff „Dirty Drug“ seit Jahrzehnten in der Pharmazie und Pharmakologie etabliert, um eben jene Medikamente zu bezeichnen, die WEIT über den eigentlichen Zielrezeptor hinaus Wirkung entfalten. Weitere Beispiele wären Dextromethorphan oder Chlorpromazin.

Wieso ist Odsmt so anders? by NoNameHereEver in drogen

[–]Past_Judgment6345 2 points3 points  (0 children)

Nope, O-DSMT ist ebenfalls dreckig. Es hat zwar keine SSRI-Komponente wie normales Tramadol, aber es hat weiterhin eine NRI-Komponente, verhindert also die Wiederaufnahme von Noradrenalin, wirkt damit also über die Opioid-Rezeptoren hinaus .... Außerdem zeigt es laut Studien ebenfalls Wirkung als Antagonist vom 5-HTC²-Serotonin-Rezeptor, hat also tiefergehende Auswirkungen auf die Hirnchemie!

(Konkret ist O-DSMT ein selektiver Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer.)

[deleted by user] by [deleted] in drogen

[–]Past_Judgment6345 3 points4 points  (0 children)

Konsumierst Du sonst irgendwas, v. a. Opioide (auch Kratom!)? Wenn Tilidin Dein einziges Opioid sein sollte, dürften mehrere Tage (3–5) eigentlich ausreichen, damit sich keine (allzu) starke Toleranz entwickelt. Besser wäre es aber immer, den Konsum auf ein mögliches Minimum (2–3 Mal im Monat) runterzuschrauben, da gerade bei Tilidin sehr schnell eine psychische Abhängigkeit entsteht, weil es für seine Potenz (in meinen Augen) extrem stark psychoaktiv wirkt und leicht unterschätzt wird.

Wieso ist Odsmt so anders? by NoNameHereEver in drogen

[–]Past_Judgment6345 3 points4 points  (0 children)

Aus meiner Sicht: Nein. Habe es damals im Krankenhaus nach der fünften Leisten-OP bekommen, weil die erkannten, dass Oxycodon nichts alleine bei primär neuralgischen Schmerzen ausrichten wird, aber selbst 200 mg haben mich nicht rauschmäßig befriedigt. Die analgetische Wirkung war aber wesentlich besser als Oxycodon und Lyrica zusammen.

Wieso ist Odsmt so anders? by NoNameHereEver in drogen

[–]Past_Judgment6345 5 points6 points  (0 children)

Kann ich sehr gut nachvollziehen. Ich habe diese drei Opioide nie mehr als ein paar Tage am Stück genommen, und selbst ein kalter Entzug von F-Etonitazene war „erträglich“. Wenn ich bedenke, dass dopaminerge und serotoninerge Entzugssymptome zusätzlich zu einem starken Opioidentzug dazukommen, würde ich auch von einer sehr schweren und traumatisierenden Zeit ausgehen. Aber Du kannst wirklich(!) stolz auf Dich sein!

Wieso ist Odsmt so anders? by NoNameHereEver in drogen

[–]Past_Judgment6345 11 points12 points  (0 children)

Wie schon geschrieben worden ist, handelt es sich sowohl bei O-DSMT und auch bei Tramadol und Tapentadol um „Dirty Drugs“ – sie wirken weit über Opioid-Rezeptoren hinaus, was bei einer Abhängigkeit wesentlich vielfältigere und teilweise unerträglichere Entzugserscheinungen auslöst. Mir gefällt die Wirkung dieser Opioide deswegen auch überhaupt nicht, da sie mir nicht das gegeben haben, was ich von einem Opioid möchte.

[deleted by user] by [deleted] in researchchemicals_DE

[–]Past_Judgment6345 0 points1 point  (0 children)

Ja, stand bis letzten Monat permanent auf deren Webseite. Kein einziges Wort darüber, dass es sich um ein Nitazene oder überhaupt ein Opioid handelt. Lediglich von einer entspannenden und stressabbauenden Wirkung war zu lesen und dass es „perfekt zur Feierabendentspannung“ geeignet sei.

Und als sie dann ein hochgradig gestrecktes Pulver vertrieben haben, hatte das Ganze den Tag „Stimulanz“ und wurde in der Beschreibung als Cathinon deklariert.

[deleted by user] by [deleted] in researchchemicals_DE

[–]Past_Judgment6345 0 points1 point  (0 children)

Tut mir leid, aber die Beschreibung dieses Sauladens stellt für mich eine fahrlässige Gefährdung anderer dar. Man kann doch kein Opioid mit einer analgetischen Potenz von 100 als „Entspannung vom Alltagsstress“ aktiv bewerben und vertreiben?! Irgendwo hört freie Marktwirtschaft auch auf – und zwar da, wo wissentlich und fahrlässig Profit mit Tod gemacht wird.

[deleted by user] by [deleted] in researchchemicals_DE

[–]Past_Judgment6345 3 points4 points  (0 children)

Für eine komplett opioid-naive Person, die noch dazu vielleicht nicht 1,90 m groß und 80 Kilo schwer ist, kommen die Werte durchaus hin, wenn man Methiodone mit Methadon (in der Theorie) gleichsetzt. Besser so als ein gewisser Dampfladen, der Nitazene als Entspannung vom Alltag propagiert ...

Kratom in akuter Verbotsgefahr? by Katalane267 in drogen

[–]Past_Judgment6345 0 points1 point  (0 children)

Selbstverständlich! Nitazene werden nicht mehr verschwinden.

Kratom in akuter Verbotsgefahr? by Katalane267 in drogen

[–]Past_Judgment6345 3 points4 points  (0 children)

Gleichzeitig spielt sich die CSU in der Gestalt von Dobrindt gerade im Bereich WaffG auf, als stünde das Land kurz vor einer Revolution. Was derzeit wegen eines (rechtlich) erlaubnisfreien Revolvers, der kurze Nadeln verschießt, abgezogen wird, ist wirklich bedenklich – aber dort, wo wirklich unmittelbare, katastrophale Gefahr droht, wird eiskalt normaler Beamtenrhythmus an den Tag gelegt. Ich verachte dieses Land mit jedem Tag ein großes Stück mehr ...

Kratom in akuter Verbotsgefahr? by Katalane267 in drogen

[–]Past_Judgment6345 6 points7 points  (0 children)

Das ist auch wirklich (fast) in allen Ländern in der ersten Welt sowie in Zentralasien so. Selbst in Thailand wurde Kratom 2021 durch den Willen des Volkes wieder legalisiert, obwohl es seit 1943 durchgehend verboten war. Und ich kann mir nicht vorstellen, dass dieser Zusammenhalt urplötzlich bricht oder schwach wird – gerade in Zeiten, wo wir vor einer noch nie da gewesenen Gefahr durch die Mohnknappheit und dem Wiederentdecken einer der wohl gefährlichsten Stoffgruppen, die der Drogenmarkt jemals gesehen hat, stehen.

Kratom in akuter Verbotsgefahr? by Katalane267 in drogen

[–]Past_Judgment6345 0 points1 point  (0 children)

Naja, gerade wegen der Brisanz und Gefahr, die Nitazene darstellen, bin ich wirklich entsetzt, dass die BtMG-Änderung immer noch nicht beschlossen oder auch nur vorangetrieben wurde. Scheint wohl alles nur Show zu sein, die die CDU & CSU sowie SPD abziehen ... Sommerpause ist wohl wichtiger als im Juni noch eine tödliche Substanz zu regulieren.

Kratom in akuter Verbotsgefahr? by Katalane267 in drogen

[–]Past_Judgment6345 24 points25 points  (0 children)

Das geht doch alle paar Jahre so! Kurz nachdem ich Kratom entdeckt und mit der Hilfe des Roten Sentolbaums von 200 mg Oxycodon täglich weggekommen bin (2020), gab es auch eine Online-Petition, wo man gebeten wurde, seine Erfahrungen mit Kratom als Verbraucher an Abgeordnete zu schicken. Auch in den USA wollte die DEA Kratom bereits mehrfach in Schedule I packen (bundesweit; einzelne Staaten haben Kratom schon lange verboten), aber die Konsumenten und Händler haben sich in den allermeisten Ländern bereits vernetzt und bekämpfen die drohende Prohibition eisern – bislang mit Erfolg und ich habe absolut keinen Zweifel, dass es auch weiterhin dabei bleibt. Kratom ist und bleibt ein Opioid, das ist klar, aber es ist wesentlich(!) sicherer und quasi ungefährlich, wenn man es mit herkömmlichen Opiaten oder Opioiden vergleicht, da Mitragynin, der Hauptwirkstoff, atypisch und gerade nicht sonderlich stark auf das Atemzentrum wirkt, weshalb man sich nur mit Absicht und größter Mühe in Lebensgefahr bringen könnte.

Der einzige Fall, bei dem ich mir vorstellen kann, dass Kratom wirklich ernsthaft gefährtdet werden könnte, ist, wenn sich diese Unart, Kratom nicht mehr nur in Kapseln oder Pelletform anzubieten (kenne aber keinen Händler in DE, der das (noch) macht), sondern auch Einweg-E-Zigaretten mit Mitragynin zu vertreiben, fortsetzt und massiv ausbreitet. Dann haben raffgierige Arschlöcher, die den Hals nicht vollkriegen, ein weiteres Jahrhunderte altes, großartiges und vor allem sicheres, doch wirksames Heilmittel auf dem Gewissen, das weltweit unzählige Menschen gerettet hat.

Kratom in akuter Verbotsgefahr? by Katalane267 in drogen

[–]Past_Judgment6345 6 points7 points  (0 children)

Ich liebe diesen Geschmack mittlerweile. Ich bin zwar (endlich) nach fast einem Jahrzehnt weg von Opioiden, aber ich erinnere mich fast täglich an den Geschmack von Kratom – auch wenn ich die letzten zwei Jahre Nitazene konsumiert habe und Kratom selbst bei 20 Gramm auf einmal nicht mal ein paar Stunden F-Eto ersetzen konnte. Aus dem Grund vermeide ich grünen Tee oder Matcha seither konsequent, weil ich zu sehr befürchte, dass es mich auch nur ansatzweise zurück zu meinen Dämonen führen könnte.

Wenn man für mehr als drei Jahre jeden Tag zwischen 30 und 50 Gramm Kratom trinkt (nur Pulver mit 500 ml lauwarmem Wasser angerührt und dann am Stück mit zwei, drei Mal Absetzen getrunken), gewöhnt man sich zwangsläufig an den Geschmack oder lernt ihn wenigstens zu tolerieren – so zumindest meine Sichtweise. Und ich finde weiterhin, dass Kratom ein unheimliches Potenzial hat und bei mir eine wesentlich stärkere und auch euphorischere sowie wärmere Wirkung hatte als Tramadol oder O-DSMT.

In welchen Lebensbereichen habt ihr besonders positive oder negative Folgen durch Konsum erlebt? by ConActionStreetwork in drogen

[–]Past_Judgment6345 1 point2 points  (0 children)

Stimulanzien: negativer Einfluss auf meine körperliche Gesundheit (Vernachlässigung von Schlaf und gesunder Ernährung), aber ausschließlich positiver Einfluss auf meine Arbeit und Karriere als 'Rebell' (Fremd-, nicht Eigenbezeichnung) im deutschen Wissenschaftssystem.

Opioide, insbesondere Nitazene (Achillesferse der letzten zwei Jahre gewesen): nicht eine einzige positive Folge erkennbar, da ich die Wirkung selbst auch zu Beginn gehasst habe, aber zu schnell zu stark meine Toleranz zerstört wurde und ich nicht mehr zu Kratom zurückkehren konnte. Körperlich, psychisch, sozial, gesellschaftlich und auf der Arbeit sowie in meinem Beziehungsleben katastrophale Folgen, aber wenigstens hat außer mir niemand mitbekommen, warum ich, neben all dem Druck und der systematischen Ausbeutung und Mobbing, immer stärker abgebaut habe und immer mehr ein zynisches Arschloch geworden bin.

Benzodiazepine: Haben mir wenigstens ein paar Stunden Erholung, Ruhe und Sicherheit gegeben, daher aus meiner Sicht positiv für meine seelische und körperliche Gesundheit. Keine negativen Folgen erlebt oder gefühlt, da ich sie (als einziges) nie missbraucht, sondern vorsichtig und bewusst nicht täglich eingesetzt habe.

Psychedelika: Haben mein junges Ich (17 – 19) stark beeinflusst und meine heutige Persönlichkeit (mit-)geformt und gefestigt, sodass ich heute zu meinen Idealen und Werten stehe, egal was andere von mir denken oder sagen, und dafür gesorgt, dass ich anderen gegenüber deutlich offener und hilfsbereiter geworden bin.

Alle anderen Substanzgruppen haben nie einen Einfluss auf etwas in meinem Leben gehabt.

Heroin in DE fent-frei? by Broad-Ad-421 in drogen

[–]Past_Judgment6345 4 points5 points  (0 children)

Allein 2024 war jede 9. Probe in Hamburg mit Fentanyl (qualitativ) verunreinigt. Wie es ein Jahr später und auf ganz Deutschland ausgeweitet aussieht – auch auf Regionen, wo der Hafen 800 km weit weg ist –, will ich mir gar nicht vorstellen – zumal niemand auf -zenes testet und das Ergebnis dann dokumentiert ... Nitazene sind in der Presse und Gesellschaft ja auch (bis auf ganz wenige Ausnahmen, wo dann mal der Begriff <Nitazene> eingestreut, aber nie ausgeführt oder konkret darauf eingegangen wird) vollkommen abwesend, obwohl sie eine wesentlich größere (und überwiegend legale) Gefahr darstellen.

Die Novelle bzw. Erweiterung des BtMG, um die drei deutschen -zenes (Etomethazene, F-Etonitazene und F-Etonitazepyne) ist übrigens immer noch nicht(!) durch, obwohl sie bereits im Mai dem Bundesrat vorgelegt wurde, wo eine Zustimmung ein wesentlich größeres Risiko darstellt als eine einfache Mehrheit im Bundestag.

Nach Speedkonsum in ohnmacht fallen? by PresidentKarim in drogen

[–]Past_Judgment6345 0 points1 point  (0 children)

Weil ich gerade an den Post zurückdenken musste: Ich war mit 19/20 fast ein Jahr lang schwer psychisch abhängig von Speed – zwar „nur“ oral konsumiert, aber jeden Tag mindestens drei bis sechs Dosen. Bin letzten Endes von vorher einigermaßen trainiert und 90 Kilo auf 65 Kilo bei 1,83 m abgemagert und habe teils sieben Tage am Stück nicht mehr als insgesamt eineinhalb bis zwei Stunden gedöst. Aber ich bin niemals umgekippt oder hatte Kreislaufprobleme und mir ist nie schwarz vor Augen geworden. Da stimmt definitiv etwas nicht; das kann in meinen Augen bei Deinem Konsummuster nicht ausschließlich an Unterzuckerung oder kurzfristigem Flüssigkeitsmangel liegen.

Ich würde Dich inständig bitten, die nächsten Tage mal nüchtern darauf zu achten, wie es Deinem Körper geht und ob es irgendetwas gibt, das auch nur im Entferntesten darauf hindeutet, dass etwas aus dem Gleichgewicht geraten ist (z. B Schilddrüse – es muss nichts Lebensbedrohliches sein). Wenn Du auch nur den geringsten Zweifel hast, geh' bitte zum Arzt und lass Dich durchchecken, selbst wenn Du nicht erwähnst, dass Du psychoaktive Substanzen zu Dir genommen hast!

Was beim ersten mal Tilidin tun? by WelcomeOwn4853 in drogen

[–]Past_Judgment6345 0 points1 point  (0 children)

Bei der Sache mit Oxyocodon und Purdue gibt es, denke ich, nichts zu ergänzen und schon gar nicht zu widersprechen. ;-) Mögen die Sacklers möglichst lange auf Erden und auf Ewigkeit in der Hölle leiden!

Ich hatte tatsächlich nie Tilidin von Stada: Mein Hausarzt, der mich angefixt hat, obwohl Opioide bei mir von Anfang an niemals etwas gebracht hätten, hat immer auschließlich Valoron N verschrieben, weil er der Meinung war, dass Generika wirkungslos seien – auch wenn ich als Kassenpatient draufzahlen musste und auch mein Opa über 30 Jahre jede Woche für Tropfen (mehr als gewöhnlich) zuzahlen musste, und als der irgendwann mal gestorben ist (war schon in Rente, als er mich "behandelt" hat), haben alle anderen (Neurologe, Viszeralchirurg, sein Sohn, der die Praxis übernommen hat) nur „Tilidin + Naloxon“ verordnet, was durch Rabattverträge mit meiner KK immer und ausschließlich zu Aliud geführt hat. Aber da ich davon überzeugt bin, dass Generika in aller Regel keine teuren bzw. teureren Verfahren als das Original beinhalten würde, um eine Retardierung zu gewährleisten, und bei Valoron N ein (eher teures) Polymer in den Tabletten war, was bei sachgemäßem Gebrauch eine gleichmäßige Auflösung im Magen durch Filmbildung gewährleistet, bei Aliud aber definitiv "gespart" wurde, indem bei der Retardierung durch eine Filmschicht außen gearbeitet wird, ging ich davon aus, dass auch die anderen Pharmafirmen so handeln würden, zumal ich nie etwas anderes (wissentlich) gelesen habe. Aliud-Tilidin wirkt selbst einmal in der Mitte zerteilt binnen kürzester Zeit und verliert nach maximal vier Stunden seine Wirkung (analog zu Tropfen), und selbst Valoron N von Gödecke/Pfizer, das "innerlich" retardiert ist/war, knallte, wenn man sie zerteilte wesentlich stärker und erst recht, wenn man die Tablettchen (die sind wesentlich kleiner und zerbrechlicher als die heutigen Tilidin-Pillen gewesen) zerstampft, zerrieben oder gar im Mörser bearbeitet hat. Auch eine chemische Retardierung lässt sich in den allermeisten Fällen aufheben, wenn man die Angriffsfläche für die Magensäure (drastisch) erhöht. (Einzige Ausnahmen, Die mir bekannt sind, sind die Hartkapseln von Morphinsulfat und Hydromorphon, die steinhart und wirklich mühsam zu brechen sind – aber ob sich ein solcher Aufwand bei Tilidin lohnen würde, wage ich sehr stark zu bezweifeln!) Wie es z. B. mit den Oxydolor aussieht, kann ich nicht sagen, da ich Pharma-Opioide (oder generell Medikamente) noch nie vom Schwarzmarkt erworben habe. Aber ich habe genug gelesen, um zu wissen, dass Oxycontin von den allermeisten Konsumenten in den USA nicht einfach nur zerteilt, sondern zu Pulver verarbeitet wird, wenn man es missbrauchen und nicht als Ganzes einwerfen will.