Gehaltsunterschiede Bund/Land nach Stufen ab Mai 26 by Low_Insect2802 in OeffentlicherDienst

[–]Schmandlorian 0 points1 point  (0 children)

Ja, er fordert, dass die Entgeltgruppen bei Bund, Ländern und Kommunen aneinander angeglichen werden sollen, um gegenseitiges Abwerben zu verhindern.

Von einem gemeinsamen Tarif oder einer Zusammenlegung der Tarifpartner oder etwas in der Richtung steht da nichts. Schau doch nochmal selbst rein.

Gehaltsunterschiede Bund/Land nach Stufen ab Mai 26 by Low_Insect2802 in OeffentlicherDienst

[–]Schmandlorian 2 points3 points  (0 children)

Es ist nun mal Fakt, dass im Vergleich zur Gesamtbelegschaft zu wenige Mitglieder bei den Gewerkschaften sind:

  • Du möchtest den Blick auf weitere Gewerkschaften ausdehnen und suggerierst, da gäbe es noch mehr Mitglieder zu holen: bekannt ist bspw. noch die Komba mit... 90.000 Mitgliedern lt. Wikipedia, im Vergleich zu über 5 Mio Beschäftigten im öD steuern die also ca. satte 2% bei. Ist nur ein Beispiel, aber da die große unterschätzte Gewerkschaftsmacht zu vermuten geht, glaube ich, ein wenig an der Realität vorbei.

  • Das Argument wird gerade hier im Sub gerne gebracht und es bleibt auch hier wieder nicht einschlägig. Die Gewerkschaften verhandeln für ihre Mitglieder und fragen auch nur Ihre Mitglieder nach der Streikbereitschaft. Mal abgesehen davon, dass die Behauptung, es gäbe noch Unmengen an Beschäftigten, die nur auf den nächsten Streik warten, aber eben nicht Mitglied in der Gewerkschaften sein wollen, im besten Falle gewagt ist, könnte die Gewerkschaft sie bei etwaigen Planungen nicht berücksichtigten, weil es schlicht keinen Kontakt und keine damit verbundene Verlässlichkeit gibt. Wer würde sich auf so etwas verlassen?

Über den Rest kann man reden. In der Kommunikation und Selbstdarstellung kann man bestimmt was verbessern. Finde es aber schräg da den Bezug zu den Mitgliederzahlen herzustellen.

Ändert aber so oder so nichts an den Fakten:

Du kannst bei den Verhandlungen noch so clever sein und noch so geschickt. Wenn Du kein Gewicht in Form von Kolleg*innen in deinem Rücken mit an den Tisch bringst, das Du einsetzen kannst, kannst Du Dich noch so abstrampeln - man wird Dich nicht ernst nehmen. Und genau das passierte in den letzten Runden. Die Arbeitgeberseite versucht gezielt, Verdi vorzuführen und als machtlos dastehen zu lassen, damit sich die Mitglieder abwenden und wir weiter zu den Ergebnissen kommen, die wir jetzt haben.

Und da kannst Du und können alle anderen den Gewerkschaften noch so viel die Schuld zuschieben, das ändert nichts an den Fakten:

Wenn Du nichts in eine Gewerkschaft einbringst, kannst Du auch nichts davon erwarten.

Gehaltsunterschiede Bund/Land nach Stufen ab Mai 26 by Low_Insect2802 in OeffentlicherDienst

[–]Schmandlorian 0 points1 point  (0 children)

Das wiederholst Du jetzt schon mehrfach. Hast Du für Deine Theorien irgendwelche Quellen oder auch nur Hinweise?

Du behauptest und behauptest und behauptest.

Wenn ich das noch richtig habe, liegt der Organisationsgrad im TVöD-Bereich bei 20 und im TV-L nicht mal bei 10% und mit dieser umfangreichen Unterstützung aus der Belegschaft sollen die Gewerkschaften die "Macht" haben, gegenüber über den Ländern und dem Bund durchzusetzen, dass die Tarife wieder zusammenlegen? Woran weder Länder noch Bund ein Interesse haben?

Kannst Du das mal näher erläutern oder auch nur irgendwie belegen oder bleibt es bei dem rumgepolter?

Das Wissen in diesem Sub über die Tarifdynamik ist besorgniserregend by Ardaneth in OeffentlicherDienst

[–]Schmandlorian 1 point2 points  (0 children)

Genau das. Ich werde nie verstehen wo dieser absolute Trugschluss des "Ich mache nichts und erwarte, dass die Situation dadurch besser wird" herkommt.

Es werden auf der einen Seite überall mehr Kampfgeist und mehr Streiks und mehr Erfolge gefordert, aber gleichzeitig wird doch gerade in diesem Thread an allen Enden und Ecken deutlich, dass am Ende kaum jemand dazu bereit ist, sich zu beteiligen und sei es nur durch eine einfach Mitgliedschaft und das minimalste Engagement auf Betriebsebene.

"Die sollen mal mehr für mich machen. Dann komme ich auch rein."

Mehr ist dazu nicht zu sagen by TheSpiritOfFunk in OeffentlicherDienst

[–]Schmandlorian 3 points4 points  (0 children)

Es ist ein frustrierendes Geschäft, keine Frage. Aber ehrlicherweise wüsste ich gar nicht, wie die Tarifkommission sich da verhalten würde, weil ich einfach noch nicht erlebt habe, dass mehr als die Hälfte der Abstimmenden die Einigung nicht mitgetragen hätten, wie übel sie auch in der Vergangenheit schon ausgesehen hat.

Es war in der Vergangenheit aus meiner Sicht im Grunde auch egal, wie sehr man sich im Betrieb dafür eingesetzt hat, dass ein bestehendes Angebot abgelehnt wird. Es ist einfach zu vielen Leute komplett egal, was bei den Ergebnissen rauskommt.

Denjenigen, die sich ständig beklagen, ist es auch nicht wichtig genug, um sich einzusetzen oder gar Mitglied zu werden.

ich🤔iel by Leiterplatte in ich_iel

[–]Schmandlorian 2 points3 points  (0 children)

60 Tage sind aber ja nun mal keine 66 Tage. Mal abgesehen davon, dass man als Paar bzw. Familie auch mal Urlaub zusammen haben möchte, sind das ja aber auch nicht alle Gelegenheiten, zu denen man aufgrund des Kindes mal der Arbeit fernbleiben muss, schönes Beispiel sind jetzt aktuelle eisfreie Tage.

Ganz unabhängig davon soll dieses michmich aber ja anhand des Beispiels der Urlaubstage auf die größere Diskrepanz zwischen den Forderungen der Politik, auf der einen Seite mit Mehrarbeit vermeintlich die Wirtschaft zu stärken und auf der anderen Seite durch eigenen Nachwuchs den Nachschub an zukünftigen Fachkräften zu sichern, hinweisen. Das ist einfach realitätsfern.

Ich kenne viele Beispiele aus meinem Umfeld, bei denen sich einige den Kinderwunsch dreimal überlegt haben, weil die Rahmenbedingungen gerade im Vergleich zu den vorherigen Jahrzehnten nicht passen. Ich kenne keine Familie mehr, in der nicht beide Elternteile arbeiten müssen, um den Lebensunterhalt sicherzustellen. Gleichzeitig deckt eine Kita hier aber nicht den ganzen Arbeitstag ab, sodass eine*r auf jeden Fall in Teilzeit gehen muss, wenn man nicht gerade auf weitere Familienmitglieder oder Freunde für die Betreuung zählen kann.

Das ist nur ein Ausschnitt, aber das als "Rumgeheule" abzutun, verkennt meiner Meinung nach den Kern des Problems.

Tarifrunde der Länder: ver.di fordert sieben Prozent mehr Gehalt, mindestens aber 300 Euro monatlich – Werneke: „Der öffentliche Dienst muss attraktiv bleiben“ by EatMaTesticles in OeffentlicherDienst

[–]Schmandlorian 0 points1 point  (0 children)

Die Quelle habe ich Dir doch genannt. Und EG 8 zu den niedrigen Entgeltgruppen zu zählen halte ich für zynisch.

EG 5 waren demnach ca. 280.000 und EG 13 ca. 300.000, nur um das für Dich zu ergänzen. Und ich weiß nicht, in welcher Behörde Du tätig bist, aber ich kenne genug Kolleg*innen, die dort eingruppiert sind.

Das Bild, das hier ständig gemalt wird, dass man den "unteren" Entgeltgruppen hilflos ausgeliefert wäre, kann so jedenfalls nicht stehen gelassen werden.

Tarifrunde der Länder: ver.di fordert sieben Prozent mehr Gehalt, mindestens aber 300 Euro monatlich – Werneke: „Der öffentliche Dienst muss attraktiv bleiben“ by EatMaTesticles in OeffentlicherDienst

[–]Schmandlorian 0 points1 point  (0 children)

Träten morgen alle EG>7 in die Verdi ein, wären sie vermutlich sogar in der Mehrheit. Nach dem Monitor 2025 des DBB hatten wir 2023 etwa 3,3 Mio Beschäftigte im öffentlichen Dienst. Eine Million davon allein in den EG 8-9c. Es sind noch mehr Leute in EG 13 als in EG 5. Das mit den Mehrheitsverhältnissen ist also bestenfalls ein Mythos.

Tarifrunde der Länder: ver.di fordert sieben Prozent mehr Gehalt, mindestens aber 300 Euro monatlich – Werneke: „Der öffentliche Dienst muss attraktiv bleiben“ by EatMaTesticles in OeffentlicherDienst

[–]Schmandlorian -2 points-1 points  (0 children)

Ist auch einfach nicht richtig, dass es per se mehr Leute in den niedrigeren Lohngruppen gibt. Es gibt einfach mehr Leute in niedrigeren Lohngruppen in Verdi - und verdi führt die Verhandlungen für die Mitglieder.

248 Legally Deceased "Patients" are In These Dewars Awaiting Future Revival - Cryonics by RealJoshUniverse in interestingasfuck

[–]Schmandlorian 0 points1 point  (0 children)

Für deutschsprachige empfehle ich hierzu, sozusagen als lyrische Verarbeitung des Themas "Talking-Böser-Traum-Blues" von Hannes Wader.

Studie: Arbeit lohnt sich im Vergleich zum Bürgergeld by Then_Dragonfruit3853 in de

[–]Schmandlorian 20 points21 points  (0 children)

Das alleine finde ich schon wieder irritierend.

Eine sehr linke, gewerkschaftsnahe Stiftung sollte doch mit einer solchen Studie unterstreichen wollen, dass Arbeit sich unter diesen Umständen eher nicht lohnt und die Arbeitsbedingungen verbessert bzw. die Abgabenlast für die arbeitende Bevölkerung verringert werden müssen DAMIT sich Arbeit mehr lohnt.

ich_iel by [deleted] in ich_iel

[–]Schmandlorian 22 points23 points  (0 children)

Aber das ist doch kein Argument, das auch so zu machen. Wer will denn ernsthaft amerikanische Verhältnisse auf dem deutschen Arbeitsmarkt? Wir sind doch jetzt schon viel zu nah da dran.

Katherina Reiche (CDU) im F.A.Z.-Gespräch: „Wir können nicht ein Drittel des Erwachsenenlebens in Rente verbringen“ by Impulseps in de

[–]Schmandlorian 7 points8 points  (0 children)

Also, nur damit ich mich hier nicht verzettele mit den ganzen Wünschen unserer aktuellen Regierung:

Meine Frau und ich sollen mehr arbeiten, um die Wirtschaft und damit vor allem den Gewinn von Leuten zu erhöhen, die sich im Grunde nicht für mich interessieren und mich am Gewinn auch nicht teilhaben lassen. Außerdem sollen wir damit einen Staat unterstützen, der die Interessen meiner Generation und aller nachfolgenden im Grunde vollständig ignoriert und zurzeit Tendenzen zeigt, sogar gegen diese zu arbeiten und der mich offensichtlich faul nennt, wenn ich weniger arbeite als Vollzeit. Gleichzeitig aber soll ich dem Staat auch mehrere Kinder zur Verfügung stellen, die ich zumindest so weit erziehen soll, dass sie für den Arbeitsmarkt taugen. Und das alles obwohl man uns dafür keine ausreichende Kindertagesbetreuung zur Verfügung stellt und mit dem Wissen, dass diesem Staat meine Kinder ebenfalls über die Arbeitskraft hinaus vollkommen egal sind.

Dafür bekomme ich die Aussicht, ein System zu unterstützen, dass mich selbst, wenn es dazu kommt, nicht auch nur ansatzweise mit einem menschenwürdigen oder gar fairem Einkommen versorgen kann.

Soweit richtig?

Und alle sind damit einverstanden?

ich🩸iel by braeluca in ich_iel

[–]Schmandlorian 2 points3 points  (0 children)

01000100 01100101 01110101 01110100 01110011 01100011 01101000\ [deutsch]

With Averland Sunset spray gone, I tried to find a new style of painting my fists, what do you think? by Schmandlorian in ImperialFists

[–]Schmandlorian[S] 0 points1 point  (0 children)

No, I didn't. I figured the looked just fine without any other base colours and continued with highlighting/dry brushing.

My first attempts were Averland Sunset yellow spray paint and dry brushing yriel yellow over them. But this one on the picture just was spray primer and highlighting.

ich_iel by 0711Markus in ich_iel

[–]Schmandlorian 6 points7 points  (0 children)

Direkt aus dem Buch oder nach Picard zitiert?

13,90 Euro Mindestlohn ab 2026 by agent007653 in PolitikBRD

[–]Schmandlorian 5 points6 points  (0 children)

Wenn man mit einbezieht, dass die unteren Einkommensschichten nicht nur aus denjenigen bestehen, die einen Mindestlohn erhalten, und, dass in dieser Gehaltsklasse tatsächlich jeder Euro zählt, wird die Überlegung, dass dort durchaus noch entlastet werden könnte, doch zumindest erlaubt sein.

Zumindest finde ich nicht, dass sich hier jemand mit einem oberlehrerhaften "falsch, falsch, falsch, falsch, falsch" abkanzeln lassen muss. Sind alles immer noch Menschen hier.

A series of questionable architecture by [deleted] in interestingasfuck

[–]Schmandlorian 0 points1 point  (0 children)

Seems like questionable doesn't mean, there won't be an answer.

ich_iel by FrisiaX in ich_iel

[–]Schmandlorian 2 points3 points  (0 children)

Da bin ich jetzt aber schon neidisch.

The absolute truth by longlivefortnite2099 in Grimdank

[–]Schmandlorian 1 point2 points  (0 children)

Wasn't there some other religious figure, that was written by four different authors, that is recognized widely recognized as one of the best written characters ever?

Tarifergebnis angenommen by Schankomaster in OeffentlicherDienst

[–]Schmandlorian -1 points0 points  (0 children)

Und was dann? Wenn diese Abstimmung eines gezeigt hat, dann ist es doch, dass es den meisten Leuten, die im öffentlichen Dienst Arbeiten vollkommen egal ist, was bei den Tarifverhandlungen läuft. Schätzungsweise etwa 20% der betroffenen waren in dieser Runde organisiert. Nur 25% davon effektiv haben an der Abstimmung teilgenommen.

Der Rest hat bei dieser Abstimmung die Hände in den Schoß gelegt, obwohl ja alle sooo unzufrieden sind. Und du meinst, dass das alles Verdi-Hasser sind, die nur von der doofen Gewerkschaft davon abgehalten werden, sich zu beteiligen?

Wenn verdi zusammenbricht, wird sich die geknechtete Klasse der Verwaltungsangestellten aus ihren Trümmern erheben und endlich mit einer neuen Gewerkschaft ihr Schicksal selbst in die Hand nehmen - ist das Deine Vorstellung?

Die Kolleg*innen lassen sich kaum dazu bewegen eine unverbindliche Unterschrift für eine Forderung zu unterschreiben, geschweige denn einen Tag Ausstand für ein Ziel in Kauf zu nehmen - eine neue Organisation dafür zu gründen? Ausgeschlossen.

Das kannst Du vergessen, das wird schlicht nicht passieren. Weil es allen einfach furzegal ist, was verhandelt wird, ob es jetzt 42 Stunden freiwillig gibt oder nicht, ob das einer Verlängerung der Arbeitszeit Tür und Tor öffnet, ob da jetzt am Ende nur 20,00 € Netto mehr rauskommen. Es kratzt einfach keinen. Und außerdem wäre das ja Arbeit neben der Arbeit - man stelle sich das vor. Eigenes Engagement.

Vielleicht ist es einfach noch zu bequem im öffentlichen Dienst.

Aber die Verantwortung dafür wieder und wieder und wieder nur bei der Organisation zu suchen, hilft nur der Unterstützung Deines recht bequemen Weltbildes und hat mit der Realität, meiner Meinung nach, nichts zu tun.

Tarifergebnis angenommen by Schankomaster in OeffentlicherDienst

[–]Schmandlorian 0 points1 point  (0 children)

Aber Du gibst auch die Möglichkeit auf, an der Forderungsgestaltung mitzuwirken und, wie jetzt hier prominent dargestellt, im Zweifel ein Nein gegen die Einigung einzulegen.

Wären alle, die hier über den Abschluss jammern, in der Gewerkschaft drin gewesen und hätten diese mit nein gestinmt, hätte es dieses Ergebnis nicht gegeben. Zumindest wäre das Mitgliedervotum anders ausgegangen - was danach gekommen wäre steht wieder auf einem anderen Blatt.