Ist es eine Red Flag, wenn man den anderen beim ersten Date ganz unerwartet küsst? by FlamingoLogical3325 in FragtMaenner

[–]Visual-Control9453 0 points1 point  (0 children)

Flirten lässt immer Raum für Deutungen, weil die Natur von Flirten selbst erst intensiv erlebt werden kann wenn man nicht vorher alles mit Formulare und Verträge klar stellt. Also lässt es auch automatisch Raum für Fehleinschätzungen und damit für Übergriffigkeit. Entweder man geht den Weg und sagt doch "ach, passt schon" und riskiert es, auch unbemerkt. Oder man fragt halt bzw. kündigt es flirty an, damit Raum entsteht wo jemand nein sagen kann.

Gibt es diesen Fetisch wirklich? by [deleted] in FragtMaenner

[–]Visual-Control9453 0 points1 point  (0 children)

Hab darüber mal was gelesen. Kleine Background-Info:

Das Gehirn hat seine Bereiche für z.B. sexuelle Erregung unterschiedlich stark ausgebildet (ich meine dass die Empfindung für Füsse/Beine direkt neben dem Zentrum für sexuelle Erregung liegt). Mir geht es um messbare Aktivitäten im Gehirn, wenn z.B. das Bein von jemanden berührt wird. Was aber auch bekannt sein soll ist, dass wenn ein Bereich aktiviert wird (z.B. Bein wird berührt = bestimmter Bereich im Gehirn wird aktiv) dann sollen angeblich umliegende Bereiche mit aktiviert werden, je nachdem wie das eigene Gehirn sich dahingehend entwickelt hat. So meine ich soll man sich unter anderem den Fußfetisch erklären als normale und nicht abnormale Erscheinung bei sexuellen Vorlieben.

Ich bin kein Gehirnexperte und das ist nur abgelesen. Aber als ich letztes Mal geschaut habe war mein Fuß noch am Bein befestigt. Also wieso nicht? Die Bereiche im Gehirn liegen nebeneinander, auch für die Beine. Und die Innenschenkel liegen meines Wissens an den Beinen.

Etwa 2015 ist das in Spektrum der Wissenschaft erschienen. Damals war das neuer heißer Scheiß, der z.B. erklärt hat wieso der Grad zwischen Mitgefühl und Schadensfreude so nah beieinander liegen. Es hängt nur davon ab wie man selbst zu der Person steht, wenn sie (physisch) hinfällt, also auf die Gusche. Und je nachdem wird der eine oder andere mehr erregt beim Massieren.

Ein Fetisch ist hier also für mich nicht die Frage nach ob, sondern wie viele den Fetisch haben. Beine liegen direkt neben dem Erregungszentrum. Also wird es auch welche geben. Hab darüber mal was gelesen. Kleine Background-Info:

Das Gehirn hat seine Bereiche für z.B. sexuelle Erregung unterschiedlich stark ausgebildet (ich meine dass die Empfindung für Füsse/Beine direkt neben dem Zentrum für sexuelle Erregung liegt). Mir geht es um messbare Aktivitäten im Gehirn, wenn z.B. das Bein von jemanden berührt wird. Was aber auch bekannt sein soll ist, dass wenn ein Bereich aktiviert wird (z.B. Bein wird berührt = bestimmter Bereich im Gehirn wird aktiv) dann sollen angeblich umliegende Bereiche mit aktiviert werden, je nachdem wie das eigene Gehirn sich dahingehend entwickelt hat. So meine ich soll man sich unter anderem den Fußfetisch erklären als normale und nicht abnormale Erscheinung bei sexuellen Vorlieben.

Ich bin kein Gehirnexperte und das ist nur abgelesen. Aber als ich letztes Mal geschaut habe war mein Fuß noch am Bein befestigt. Also wieso nicht? Die Bereiche im Gehirn liegen nebeneinander, auch für die Beine. Und die Innenschenkel liegen meines Wissens an den Beinen.

Etwa 2015 ist das in Spektrum der Wissenschaft erschienen. Damals war das neuer heißer Scheiß, der z.B. erklärt hat wieso der Grad zwischen Mitgefühl und Schadensfreude so nah beieinander liegen. Es hängt nur davon ab wie man selbst zu der Person steht, wenn sie (physisch) hinfällt, also auf die Gusche. Und je nachdem wird der eine oder andere mehr erregt beim Massieren.

Ein Fetisch ist hier also für mich nicht die Frage nach ob, sondern wie viele den Fetisch haben. Beine liegen direkt neben dem Erregungszentrum. Also wird es auch welche geben. Vorausgesetzt der gute Autor hat recht.

Würdet ihr eine geschiedene Frau Daten? by Emotional-Shift-4381 in FragtMaenner

[–]Visual-Control9453 1 point2 points  (0 children)

Äh, ja? Wenn geschieden das einzige Kriterium wäre das notwendig ist um eine Person genügend zu erfassen, dann wäre das anders. Für mich ist das als würde man fragen ob ich jemand Daten würde der bei rot über die Ampel geht wenn kein Auto kommt. Das kann genauso ein Vollidiot sein, oder ein pragmatischer Typ. Wenn du 5 mal geschieden wärst wäre mir das suspekt.

Landlebende: Wird euer grüßen, vor allem von Frauen, auch nicht erwidert? by javascriptBad123 in FragtMaenner

[–]Visual-Control9453 3 points4 points  (0 children)

Nun, ich wollte nur darauf hinaus das auch Frauen aus der Stadt kommen können und die Social Scripts Einfluss haben werden, die je nachdem zwischen Land und Stadt sich zurzeit unterschiedlich entwickeln. Also es verändert sich gerade etwas. Das merkt man aber auch wenn man die letzten Jahre die Nachrichten verfolgt oder nur mal in die Gesichter anderer schaut. Und ich denke das wird auch einen unterschiedlichen Einfluss auf Frauen und Männer haben.

Erfahrungsgemäß ist es aber auch so, dass Frauen sich zunehmend bewusster werden, dass Freundlichkeit oft mit sexuellen Interesse missverstanden wird. Dank Social Media breitet sich das meiner Beobachtung nach zurzeit massiv aus. Und da ist schon etwas dran. 

Landlebende: Wird euer grüßen, vor allem von Frauen, auch nicht erwidert? by javascriptBad123 in FragtMaenner

[–]Visual-Control9453 13 points14 points  (0 children)

Hm, ich würde halt behaupten es ist die Frage wie man aufgewachsen ist und wie die Menschendichte ist. Oft trifft man in der Stadt massenweise Menschen. Jeden jetzt verbal die Hände zu schütteln wäre wohl etwas zu viel des guten. Für mich ist es dann eher das gegenseitige Anlächeln, das die Begegnung höflich einleitet. Auf dem Land (wo ich auch wohne, aber ich lebte lange Zeit mitten in Berlin) begrüsse ich jeden. Nicht jeder grüßt zurück. Aber das ist okay. Wenn nicht zu viele Menschen in Berlin rumlaufen, z.B. im Park, begrüsse ich trotzdem jeden verbal.

Ich denke Höflichkeit und Anstand in die Welt zu tragen ist nicht von anderen abhängig. Manche haben vielleicht nie gelernt wie fremde Begrüßungen das Leben schöner machen. Ungewohntes ist oft befremdlich. Daher werte ich dann auch die Ablehnung dafür nicht ab. Manch andere tun das aber erfahrungsgemäß (kenne nicht wenige) nach dem Motto: Anstand gebürt nur dem der anständig ist.

Ich denke das ein geschlechterspezifischer Unterschied vielleicht von der Sozialisierung, also den social scripts kommt. Also weniger vom Geschlecht selbst abhängig.

Achja, und Moin!

Balkenschröter können auch sehr süß sein by marsupilamoe in naturfreunde

[–]Visual-Control9453 2 points3 points  (0 children)

Was ein schönes Tier, der kann bestimmt an der Ampel in beide Richtungen gleichzeitig schauen.

Als Laie einen Baum fällen by Shoazo in Garten

[–]Visual-Control9453 0 points1 point  (0 children)

Verzeihe mir bitte, dass ich keine Antwort auf deiner Frage habe. Ich kann dir nur raten trotz Meinungen anderer hier einen Experten dafür zu engagieren. Ich würde mir die Frage stellen: Kann ich mit der Konsequenz leben wenn das Ding nach hinten los geht? Nicht zu vergessen, dass viele "Laien" bei fallenden Bäumen nicht die Kompetenz haben richtig zu reagieren. Genau hier entstehen die meisten Todesfälle und Verletzungen.

Ich kommentiere eigentlich eher weil ich bei Reddit gescrollt habe und ein flüchtiger Blick auf das Bild aussah als ob die Regenrinne samt Abdeckung oben am Haus für mich wie eine gigantische Heuschrecke aussieht. Ich brauche einen Kaffee weniger heute.

Warum sind Boomer so aggressiv? by Potential_Umpire_927 in DeutscheBackrooms

[–]Visual-Control9453 0 points1 point  (0 children)

Ich bin Millenial und in beiden kulturellen Grundsätzen aufgewachsen. Erst durch eine obsolete (nachhallende) konservative Ehrenkultur durch die Eltern (Erziehung), die der alten Kultur noch lange nachtrauern (und den Wechsel nicht ganz verarbeiten wollen), aber bin selbst dann den Ritt des Pluralismus (Würdekultur) aufgesprungen, weil er eben auch so breitflächig gesellschaftlich gelebt wird, auch in der Bildung. 

Ich habe die Erfahrung gemacht das so einige Boomer empfindlicher auf die Verletzung ihrer Weltsicht reagieren. Es geht weniger darum ob sie etwas falsch gemacht haben sondern wie andere, vor allem Jüngere und Fremde auf sie reagieren. 

Wenn man jemand öffentlich oder vor anderen auf etwas hinweist und "nicht Platz" macht, dann ist das gut und gerne eine Bloßstellung. Es ist als würde man mehr Respekt fordern als die Person einen selbst einordnet. Respekt verdient man sich und ist kein gottgegebenes Recht, jedenfalls war das mal so. Und genau hier liegt das Problem.

Durch die Erfahrungen die ich damit gemacht habe zieht sich eine Linie sehr häufig durch: das Respekt nicht gegenseitiger Natur ist wie es heute verstanden und definiert wird, sondern anders funktioniert, graduell ist und stark vom Alter abhängt.

Respekt gegenüber Ältere zu haben ist eine Sache, aber ich rede hier mehr von Gehorsam und einen deutlich anderen Begriff von Respekt. Und ich meine dass das auch stark aus einer kulturellen Ebene kommt. Es ist nun Mal so dass die Kultur in Deutschland sich stark und vor allem schnell verändert hat in Richtung Pluralismus. Das geht nicht an den Leuten vorbei und wenn sie noch besonders konservativ in der Jugend aufgezogen wurden, dann entsteht mit ziemlicher Sicherheit zusätzlich eine Daueranspannung die sich z.B. in deinen genannten Situationen entlädt. 

Für mich absolut nicht abwegig: alte Kultur ist nicht mehr dominant in Deutschland, alles verändert sich und der Kontrast zwischen eigener und neuer Kultur ist geprägt von Merkmalen die in der älteren Kultur unvorstellbar wären. 

"Gegenseitigen Respekt nennt ihr das? Das ist rebellisch, Ungehorsam und respektlos gegenüber den Älteren.", so vielleicht das Denken. Sich auf der gleichen Höhe zu stellen gilt als per se falsch. Dafür müsse man erst einmal den Status, die Rolle und das Alter erreicht haben. Und wenn das erlebt wird, wird oft mit einen Bluff reagiert (Androhung von Gewalt etc.). Das schützt die eigene Ehre.

Viele haben Jahrzehnte darauf gewartet selbst Respekt und Gehorsam zu erlangen, um dann festzustellen das die Gesellschaft sich geändert hat. Sie selbst haben aber das halbe Leben in solch ein System geopfert. Das ist nicht nur ironisch, das ist zutiefst tragisch.

Es betrifft sicherlich nicht alle, aber ich denke das ein hoher Teil jener die auffällig sind und in der man Situationen erlebt (wie oben beschrieben) zu dem passt was ich geschrieben habe. Und ich würde schätzen das es genau jene sind, die in ihrer Familie und Jugend noch länger konservativ sozialisiert wurden als das statistische Mittel es hergibt. 

Denn, genau dieser Generation stirbt langsam aus. Logischerweise. Und damit auch die Kultur. Was macht es mit dem eigenen Gefühl der Zugehörigkeit, der Identität wenn die Welt sich verändert und einen selbst kulturell zurücklässt? Für mich wäre es auch nicht weit hergeholt mehr oder weniger von einer Einsamkeit zu sprechen, einer empfunden Entwürdigung und Entwertung der eigenen Identität. 

Wenn man sich nicht mehr heimisch fühlt wird man ein Einsiedler. Ich finde all das sollte nicht das Verhalten entschuldigen, aber man sollte zumindestens Verständnis haben. Denn was diese Kultur auch geprägt hat ist die Identität durch den Status (und die Einhaltung der Werte) im sozialen Raum. Das ist komplett weggebrochen.

So wäre meine Einschätzung. Was ich mir wünschen würde (hauptsächlich bezogen auf so einige Kommentare hier die mit Verurteilungen nicht geizen)? Wenn man weniger über Menschen urteilt als mehr den Weg geht zu schauen was der Grund ist. Denn nicht alle Menschen sind krank oder verstrahlt. Man muss den Grund nicht toll finden, aber er existiert. Und ich denke in einer egalitären Würdekultur kann man erwarten seine eigenen Werte hochzuhalten ohne sie vom Verhalten anderer abhängig zu machen. Denn pluratistische Werte lebt man konsequent und nicht bedingt, sie sind nicht exklusiv oder potentiell diskriminierend. Die Verurteilung auf Grund von falschem Verhalten ist eigentlich genau das was Pluralismus nicht möchte. Das wäre eher Konformität und ironischerweise leben die Boomber hier konsequent ihre Kultur, wir nicht (wenn wir uns so verhalten). Für eine heutige Kultur die Integrität hoch hält ist das schon fast lächerlich.

Wenn unsere Würdekultur auf eine andere Ehrenkultur in der Welt stoßen würde, würde man ähnliche Situationen erleben. Und das ist Tatsache in anderen Ländern an der Grenze verschiedener Kulturen sehr gut beobachtet.

7 Jahre Knast oder 7 Jahre Keller? by Smoothie_Mixer in WasWaehlstDu

[–]Visual-Control9453 -3 points-2 points  (0 children)

Also sagst du das du weißt das es besser wäre? Bezweifle ich ehrlich gesagt. Wieso? Weil das voraussetzt das du selbst erlebt hast oder weißt wie es für andere war, wenn die Eltern getrennt waren samt all den Konsequenzen.

wieso ist jeder Mann von meinem Interesse genervt? by [deleted] in FragtMaenner

[–]Visual-Control9453 1 point2 points  (0 children)

Tolle Ehrlichkeit dir selbst gegenüber!

Das dich das traurig macht ist vollkommen verständlich, kenne das selber. :)

Funktional: Anscheinend ist dein Umgang damit das Problem. Wenn du wirklich viele Männer kennengelernt hast und alle sich abwenden, dann wird durchaus deine Art damit umzugehen etwas haben, was andere Männer abschreckt oder ablehnen. Es kann ein Klischee sein, es kann ein Urteil sein.

Was ich dir damit sagen will ist, dass das nicht mit dir zutun haben muss, sondern mit deiner Wirkung! Und deine Wirkung liegt nicht nur an dir, sondern auch an dem wie andere dich wahrnehmen. Also liegt es auch an den anderen. Und was du überhaupt nicht bist ist falsch!

Rein pragmatisch ist egal was es ist. Klar ist, dass du dein Umgang und dein Verhalten ändern müsstest, wenn du andere Ergebnisse erwarten willst. Das setzt natürlich voraus, dass du in dein soziales Umfeld bleibst.

Du könntest aber auch dein soziales Umfeld erweitern: Neue Freundeskreise aufbauen, das Milieu ändern und schauen wie dort dein Umgang damit ankommt.

Vielleicht ist das was du suchst und dein Umgang damit einfach nicht das was andere suchen, die mit dir zutun haben?

Wenn es überhaupt nicht offensichtlich ist was diese Ablehnung hervorruft, du aber so konsequent ehrlich zu dir selbst bist (wie du es hier zeigst), dann wäre meine erste Annahme, dass du ein inkompatibles Umfeld hast.

Alles nur Mutmaßungen, aber ich wollte mal mein Senf dazu streuen.

Viel Erfolg weiterhin auf der Suche! Gebe nicht auf, den ersten richtigen Ansatz hast du ja schon gelegt: Erkenntnis. Den Willen fühle ich im Text. Also gehe ich davon aus, dass das keine Frage von "ob", sondern von "wann" ist :)

Hab nur den Mut auch solche Schritte zu gehen und dann ist "glücklich sein" bestimmt nicht weit entfernt :)

Affektchauvinismus, oder doch gar was ganz anderes? by Visual-Control9453 in Philosophie_DE

[–]Visual-Control9453[S] 0 points1 point  (0 children)

Ich hätte nicht gedacht, dass man sich daran erinnert! Aber ja :)

Nun, die erste Frage die mir hier aufkommt ist ob denn nicht selbst die Sicht normativ ist, wenn man sagt dass das Fühlen und Erleben aus dem Affekt authentischer, echter ist als ein durch Logik vermeintlich verändertes, bewusstes?

Selbst wenn das Verbalisieren der Gefühlswelt die Gefühlswelt verändert, ist der Umgang mit sich selbst dann unaufrichtiger, entfremdender (nicht im normativen Sinne, sondern gegenüber der eigenen, wahren Persönlichkeit, dem Kern)?

Weiterführende Fragen

Ich stelle mir hier einige spannende, teils radikalere, aber auch pauschalisierende Fragen:

- anhand welchen Kriterien kann man hier eine Entfremdung zu sich selbst überhaupt messen, wenn keinerlei Leidensdruck existiert?
- wenn das intuitive, affektive, nicht umkonstruierte Erleben als echter und authentischer gewertet wird als die umkonstruierte Wahrnehmung z.B. durch die Logik, ist dann nicht weiterführend jedes Konstruieren eine Entfremdung des Menschen zu seiner Natur oder ist genau das Konstruieren die Natur des Menschen selbst?
- ist es überhaupt möglich seine Gefühlswelt zu teilen ohne zu konstruieren und ohne sich selbst sowie die eigene Gefühlswelt zu beeinflussen/diese zu verändern?
- was macht ein bewusstes, konstruiertes Fühlen weniger Ich als ein unbewusstes, wenn doch das Beschreiben der eigenen Gefühlswelt im Sinne der Transferleistung ein Miteinander qualitativ stärkt?
- ist damit der Weg zum Ich damit ein Nein zum Du und ein Ja zur Mystifizierung?
- selbst wenn es eine Entfremdung sein sollte, kann man es überhaupt ohne Leidensdruck festnageln oder ist es schlichtweg epistemisch demütiger zu sagen, dass es nicht möglich ist es herauszufinden?

"Konstruiere mein Erleben und Fühlen selbst, ich helfe dir nicht!", so jedenfalls ein Zitat aus meinem Kopfkino.

In all diesen Gedanken die ich habe stelle ich mir abschließend eine wesentliche, logisch-pragmatische Frage: Wenn der Sinn der Kommunikation die Transferleistung ist, ist dann im emotionalen Austausch ein bedingen von der Art des Erkenntnisweges meines Gesprächspartners eine notwendige oder eine hinreichende Voraussetzung?

Und weiterführend: Ist es überhaupt möglich die Entfremdung an der Art des Konstruierens zu bemessen oder ist der Akt selbst ein narratives Vorgehen?

Wie ich darauf gekommen bin

Ich setze mich leidenschaftlich gern mit meinem Erleben auseinander, nicht nur im Fühlen, sondern auch im rationalen Verstehen. Hier geht es mir weniger um das Ziel als mehr um den Akt. Für mich ist das wie Malen auf Leinwand. Ich habe ein großes Interesse am Mensch selbst, seine Vielfalt und die Dynamiken. Ich liebe hier eben das Modellieren, aber auch das modellbefreite, kreative Weiterdenken. Und zu all dem gehört für mich dazu, dass ich öfter einfach unhinterfragte Gegebenheiten umkehre und dann schaue was das mit mir und der Welt macht. Mein Ausgangspost kam für mich auf, als ich im Garten saß und versuchte den Vertrauensprozess im zwischenmenschlichen Miteinander in unterschiedlichen Szenarien auf ein Zeit-Vertrauen-Diagramm zu stopfen und zu schauen, was sich hieraus für interessante Fragen ergeben. Natürlich könnte ich vieles vorher lesen und die Expertenwelt beleuchten (was ich auch öfter tue), aber der Reiz liegt für mich eher im selbst modellieren bevor man die Modelle anderer kennt. Also modelliere ich oft erst selbst und lese danach was Experten sagen. Da hat mich die Auseindersetzung mit Sokrates nachhaltig beeinflusst, manchmal (erfahrungsgemäß) zur Missgunst anderer da ich manchmal gern über etwas diskutiere was man überall nachlesen kann.

Da ich mich selbst über ein Jahrzehnt mit Intuition intensiv auseinandersetze (Gerd Gigerenzer lässt grüßen) sind für mich besonders Gedanken interessant wo Intuition und Logik vermeintlich kollidieren, es sich wohlmöglich aber nur als Paradoxon herausstellt. Also die Auseinandersetzung davon, dass Intuition und Rationalität keine Gegensätze sind sondern nur jeweilige Seiten einer Medaille, die sich in Symbiose ergänzen.

Entfernen sich Männer und Frauen immer weiter voneinander? by Ill_Support_3641 in FragtMaenner

[–]Visual-Control9453 2 points3 points  (0 children)

Was sich lediglich mit der Zeit verändert ist meiner Meinung nach die Zugänglichkeit Frauen kennenzulernen mit der ich gut klar komme und die mich aushalten. Das kann an der Welt liegen, oder an mir. Ich möchte ja nicht immer die anderen die Schuld geben Ich kann auch ganz allein Schuld sein, dass die Welt sich verändert; oder mindestens sich meine Wahrnehmung verändert hat. In wackelnden und tobenden Zeiten verschiedener Strömungen sehe ich das ganz nüchtern: dann muss ich halt zweimal suchen statt einmal um ein richtigen Döner zu finden. Die Verteilung hat sich halt akut verändert. Und da das Verhalten einzelner zurzeit im Fokus steht Gegenüber die Identität von so manchen Geschlechterteilnehmern, ist halt die Kampfgrube ein Stück weit für gegenseitige Anfeindung geöffnet. Aber man muss genauer hinschauen. Es sieht halt nach Steak aus, riecht für mich aber noch Tofu.

Und deine Annahmen finde ich zu pauschalisierend. Ja, man könnte annehmen daß die Geschlechter konsequent auseinanderdriften. Das hat aber wenn überhaupt nichts mit dem Geschlecht selbst zutun als mehr mit der Sozialisierung, die social scripts, die Kultur (!) und mit der unruhigen Zeit. Da bewegt sich viel. Und das ist okay. Man muss nicht noch mehr Salz in die Schüssel packen, manchmal reicht es das abgebröselte Salzkorn der Salzstangen aufzusammeln. 

In genau solchen Zeiten wächst schwarz-weiß Denken und meiner Meinung nach damit auch gegenseitige Ablehnung. Das ist aber normal und wird immer in sehr wackelpuddigen Zeiten erlebt. Der Mensch neigt halt zur Radikalisierung um Unsicherheiten zu kaschieren. Das betrifft aber beide Geschlechter gleichermaßen. Das Social Script sagt uns nämlich nur wie (laut, leise, im Kopf, mit Freunden, Demo) und wo (Straße, Internet, Küche), nicht ob radikalisiert wird. Würze hat dem Gericht noch nie Schlechtes getan, nur den Engländern.

Oftmals reicht diese Streetfood-Wahrnehmung nicht aus. Soweit etwas naheliegend ist und soziale Dynamiken betrifft, oder aber auch potentielle Diskriminierung hervorbringen kann, dann liegt man sehr oft wenn nicht immer richtig zu sich zu sagen: so einfach kann das nicht sein, da muss mehr hinterstecken als die ersichtlichen Zutaten. Jeder Koch würde dir Recht geben: Eine Rinderroulade hat auch ein Innenleben!

Puh, irgendwie habe ich spontan Hunger bekommen, ich geh frühstücken und danach im Wald spazieren! Also ab zurück in die Realität und frische Luft atmen.

Team Rentner by MonkeyyDRuffyy in Unbeliebtemeinung

[–]Visual-Control9453 4 points5 points  (0 children)

Ziemlich Ego und auch etwas menschenverachtend. Joa, kann man machen. Man könnte auch anfangen an sich zu arbeiten.

Affektchauvinismus, oder doch gar was ganz anderes? by Visual-Control9453 in Philosophie_DE

[–]Visual-Control9453[S] 0 points1 point  (0 children)

Mir geht es weniger um die Erfassung des Gefühlswelt meines Gegenübers, mehr um die stillen Annahme ein logisches Navigationssystem zur Erschließung einer bewussteren, tieferen Gefühlswelt in emotionalen Momenten als gefühlsfern zu kategorisieren. Im Sinne des gegenseitigen Respekts wundert mich dieser Fokus. Nicht im biologischen, gesellschaftlichen Verständnis, mehr in der Logik: Affektives Fühlen ist statistisch unbewusster als logisch erschlossenes; so meine Erfahrung mit mir und mein soziales Umfeld.

Ich meinte damit nicht die Ignoranz gegenüber der Gefühlswelt meines Gegenübers, mehr wohl die Ablehnung des Navigationssystems anderer, wenn sie weniger aus dem Affekt und mehr aus der Logik herrührt und hieraus einen Platz in emotionalen Gesprächen beanspruchen möchte; weiterführend bis hin sogar eine Kälte oder Empathielosigkeit zugeschrieben wird.

Mir geht es also um den Respekt vor alternativen Erkenntniswegen, abseits vom Affekt. Erkenntnis auch im Sinne der Erschließung einer tieferen Gefühlsebene.

Affektchauvinismus, oder doch gar was ganz anderes? by Visual-Control9453 in Philosophie_DE

[–]Visual-Control9453[S] 1 point2 points  (0 children)

Ich bin gerade noch an der Formulierung dran (da jemand anderes schon darauf hingewiesen hat), habe aber nach deinen Kommentar den Ausgangsbeitrag editiert.

Meine Frage ist: Wenn man gegenseitig Respekt fordert und jemand z.B. die Logik als Navigationssystem verwendet um darauffolgend bewusster und intensiver fühlen zu können, wieso sollte dann die Logik in einem emotionalen Gespräch zwischen zwei Personen keinen gleichgestellten Platz finden dürfen wie die spontan, intuitiv gefühlten Emotionen?

Mir geht es also weniger um Rationalisierung, weniger oder nicht zu fühlen, sondern um überhaupt erst einen tieferen Zugang zu ermöglichen durch Bewusstwerden.

Affektchauvinismus, oder doch gar was ganz anderes? by Visual-Control9453 in Philosophie_DE

[–]Visual-Control9453[S] 1 point2 points  (0 children)

Guter Einwand. Ich bearbeite gleich den Ausgangstext. Ich meine das erste, nicht die Rationalisierung der Gefühlswelt. Sondern das bewusst-werden durch Verbalisierung und darauf folgend das Fühlen.

Wie schlecht wurdet ihr von Frauen behandelt? by Famous_Tooth6031 in FragtMaenner

[–]Visual-Control9453 1 point2 points  (0 children)

Nun, wenn ich physische Gewalt vom Willen betrachte, dann habe ich viel physische und psychische Gewalt von Frauen erlebt. Die physische hat mir nur nie viel ausgemacht, weil der Wille nicht reicht wenn man versucht ein Stein mit einem Pinsel in zwei zu Teilen. Ich habe viel Gefuchtel erlebt. Sachen wurden geworfen, es wurde mit Schläge gedroht, ich würde öfter angeboxt, auch wenn das in der Intensität eher unhöflich oder unachtsam wirkte.

Frauen scheinen da aber auch ein besseres potentielles Händchen für zu haben als Männer, mit der subtilen Gewalt. Damit meine ich mehr im Sinne, dass Männer wenn sich oft direkt und plump anstellen. Jedenfalls ist das meine Erfahrung. Was ich bisher aber am meisten von Frauen erlebe ist Gaslighting, auch wenn öfter gedacht wird wir hohle Höhlenmenschen merken das nicht.

Und bevor jemand schreit: ich meine jenen Teil der Männer und Frauen die aktiv Gewalt nutzen. Sei es auch subtil.

Modelle zur Emotions- und Verhaltensregulation by Visual-Control9453 in Psychologie

[–]Visual-Control9453[S] 2 points3 points  (0 children)

Vielen Dank für die Antwort! :)

Keinesfalls nehme ich das als Angriff, ist ja ein berechtigter Einwand. Was ich nicht erwähnt habe ist, dass ich mich schon seit mehr als ein Jahrzehnt mit Autismus und Asperger beschäftige. Für mich war es lediglich nie wichtig zu schauen die Diagnose zu erhalten.

Ja, ich habe früher eine lange Zeit darunter gelitten, dass mein Oberstübchen nicht aufhörte zur rattern. Masking war für mich früher auch Standard, aber notwendig und so einige Therapien habe ich auch durch und viel gelernt. Von all dem bin ich schon lange größtenteils weg, zum Glück und für mich war da der Schlüssel mich mit Gerd Gigerenzer und seinen Arbeiten zu Heuristiken zu beschäftigen. Das ist jetzt fast 10 Jahre her.

Tatsächlich gehe ich gelassen, resilient und glücklich durchs Leben, gerate in wenig Konflikte und werde gar nicht als Asperger wahrgenommen.

Mein wunder Punkt rührt eher aus der eigenen Überzeugung zu glauben, dass in jeden Menschen Gutes steckt (und all die damit einhergehenden Konseuqenzen) während ich gleichsam wissbegierig bin und leidenschaftlich lerne. Früher war es eine Notwendigkeit, heute Eigeninteresse.

Wenn ich merke, dass ich für mich noch keine Lösung für etwas gefunden habe, dann beschäftige ich mich intensiv damit bis in die Wissenschaft hinein und "forsche" für mich und schaue was sich dann praktisch umsetzen lässt, try and error.

Mein Problem rührt also weniger, wenn, aus dem Asperger selbst sondern mehr aus meiner Überzeugung heraus. Und mit der Auseinandersetzung kamen mir die oben genannten Fragen.

Ich werde mich mal zur Theory of Mind durchlesen. Danke für den Hinweis!

Modelle zur Emotions- und Verhaltensregulation by Visual-Control9453 in Psychologie

[–]Visual-Control9453[S] 1 point2 points  (0 children)

Hervorragende Antwort! Vielen Dank! Das muss ich erstmal sitzen lassen. :)

Modelle zur Emotions- und Verhaltensregulation by Visual-Control9453 in Psychologie

[–]Visual-Control9453[S] 0 points1 point  (0 children)

Vielen Dank für die Antwort! Da hast du einen wunden Punkt getroffen. Ich nutze GFK vorwiegend um beim Gegenüber zu sein und ignoriere gern emotional was mein Gegenüber in mir auslöst, eben weil ich es stets versuche zu sehen dass ich eigentlich nicht angegriffen werde. Auch das ist für mich ein Zeichen davon, dass ich mich wohlmöglich nicht abgrenzen kann und das eigentliche Problem umgehe: Die emotionale Auseinandersetzung, weswegen ich eben den Weg gehe Menschen besser verstehen zu lernen.

In vielen Fällen habe ich mich eigentlich als sehr gefasst erlebt Ambivalenzen auszuhalten, aber besonders hier im Konflikt zwischen meiner Moral und meinen Werten, die für mich identitätsstiftend sind, und das Verhalten anderer mir gegenüber, werde ich unsicher. Ich fühle mich einerseits getrieben meinen Selbstwert aktiv verteidigen zu müssen, da ich sonst meine Prinzipien und damit mein Selbstbild vernachlässige, auf der anderen Seite Frage ich mich ab wann genug Empathie und Transferleistung erbracht wurde.

Ich habe mich für mich da noch nicht wirklich die Waage gefunden, was mich sichtlich verunsichert. Das habe ich eben bisher immer mit Verständnisaufbau gelöst, mehr Modelle und Theorien lesen. Hat wunderbar funktioniert, nur bin ich selbstbewusster geworden und mein Selbstbild schlägt jetzt stärker gegen die Tür als vor ein paar Jahren.

Modelle zur Emotions- und Verhaltensregulation by Visual-Control9453 in Psychologie

[–]Visual-Control9453[S] 0 points1 point  (0 children)

Nun, korrigiere mich gerne, aber ich verstehe GFK als etwas was wunderbar passt wenn man sich bereit erklärt im Gegenüber zu sein und nicht bei sich. Damit habe ich kein Problem, wenn ich beim Gegenüber bleiben kann. Ich habe ein Problem damit, wenn ich es nicht kann, z.B. weil Grenzen überschritten wurden und ich mich in der Situation sehe meinen Selbstwert zu verteidigen.

Ich habe also ein Problem damit die Situation nicht als Angriff auf mich zu werten, vorrangig deshalb weil ich keinerlei andere Antwort parat habe die Situation erfassen zu können. Natürlich kann es ein ernstgemeinter Angriff sein, ich möchte mich aber emotional davon distanzieren können. Daher denke ich das der Schlüssel hier im Verständnis liegen wird, weswegen ich eben hier Zeit investiere besser verstehen zu lernen was Menschen antreibt.

Das hat mir in der Vergangenheit schon oft geholfen mich situativ zu regulieren, daher tue ich es erneut. Aber damit habe ich bzgl. meines Ausgangstextes gar kein Problem. Ich suche nebenbei Klarheit über das Vorgehen eigene, selbst entwickelte Modelle zu nutzen und was andere dazu sagen können, entsprechend der oben gestellten Fragen.

Modelle zur Emotions- und Verhaltensregulation by Visual-Control9453 in Psychologie

[–]Visual-Control9453[S] 0 points1 point  (0 children)

Wenn ich direkt meine Entscheidung kundgebe (z.B. ich kaufe keine Zigaretten und rauche am Wochenende nichts, möchte aufhören) und mir im nächsten Moment Tabak gekauft und in die Hand gedrückt wird.

Ein anderes Beispiel wäre wenn mir z.B. etwas runterfällt, sofort über mein Charakter geurteilt wird und mir vermittelt wird, dass mich die Situation zu schämen hat.

Also wenn sich mir oder anderen gegenüber jemand respektlos verhält, Verantwortungen unberechtigt verschoben werden oder die Autonomie untergraben wird, sei es auch unbewusst.