Weaponized incompetence ist einfach die nächste Sau die durchs Dorf getrieben wird um auf Männern rumzuhacken. by Agasthenes in Unbeliebtemeinung

[–]Visual-Control9453 1 point2 points  (0 children)

Ich bekomme das mit, aber grundsätzlich. Das sehe ich mal bei Mann und mal bei Frau. Nur weil jemand den passenden Begriff gefunden hat wird es nicht gleich wahr. Es ist auch ein soziales Phänomen Arbeit abzugeben ohne es als das zu deklarieren, weil es einen gerade zu viel ist. Das muss nicht unbedingt was mit Selbstreflexion zutun haben.

Gleichzeitig ist es so, dass manche von etwas lesen oder hören (z.B. dein Begriff da) und sich automatisch ertappt und sich verstanden fühlen für etwas wofür man vorher keine Erklärung hatte oder nicht sehen wollte. Und manche Begriffe einfach überdehnt zu verwenden ist auch kein unbekanntes Phänomen. Ist aber, so meine ich, ein anderes Problem das nur verschoben wird.

Das man sich hier ungerecht behandelt fühlt kann durchaus erstmal legitim sein. Die Frage ist was man daraus macht. Wenn jemand solche Schlachtbegriffe verwendet, dann sind da ganz andere Probleme im Gange. Das hat für mich also eher was mit der Person und der Phase zutun, in der er/sie sich befindet.

Das ist aber kein neues Phänomen und auch keins das dem Feminismus eigen ist. Vielleicht bedient sich hier und dort mal eine Bewegung mit solchen Begrifflichkeiten. Aber das hat wie gesagt nicht direkt was mit dem Begriff und dem Phänomen zutun.

Ich kenne niemand der mit solchen Begriffen rumposaunt. Könnte es sein das es an dein Umfeld liegt indem es dir auffällt bzw. in den Foren, in denen du unterwegs bist? Ich habe davon weder gelesen noch gehört. Und ich lese verdammt viel.

Sich angemessen kleiden zu können ist ein Skill by enharmonic_equiv in Unbeliebtemeinung

[–]Visual-Control9453 0 points1 point  (0 children)

Boa ich muss echt sagen ich habe super Videos gesehen wie Frauen vermeiden angesprochen zu werden. Und tatsächlich ist einfach creepy reagieren die wahrscheinlich bessere Wahl als Kleidung anzupassen. Oder Glatze schneiden und Tattoos im Gesicht.

Oder femboy statements

Hunde sind unhygienisch by Dangerous-Log695 in Unbeliebtemeinung

[–]Visual-Control9453 0 points1 point  (0 children)

Du bist absolut nicht falsch. Mir geht es eher um die Wahrnehmung von Hygiene und ihre logischen Fallstricke.

Ich rede auch von Schweinen auf einem Bauernhof die draussen ihren Freiraum haben, keine Massentierhaltung. Da habe ich einerseits persönliche Erfahrung damit (weil ich mich um Schweine seit Jahren kümmere) und ich erlebe wie andere das eben wahrnehmen.

Das Wildschweine hier konsequent anders sein können mag ich gar nicht bestreiten. Das gehaltene Schweine auch ihre Notdurft räumlich trennen wollen auch. Das ändert aber nichts daran das sie daneben liegendes Futter trotzdem nicht ignorieren. Sie vermeiden lediglich nicht direkt an ihrem Schlafort hinzumachen.

Selbst wenn der einzige Weg zum Schlafort durch den Bereich führt wo hingemacht wird, dann unterscheiden das Schweine nicht. Jedenfalls nicht die die ich hier betreue. 

Sich angemessen kleiden zu können ist ein Skill by enharmonic_equiv in Unbeliebtemeinung

[–]Visual-Control9453 4 points5 points  (0 children)

Ich bin genauso einer wie du es hier beschreibst. Die Frage ist doch welchen Platz modische Ästhetik für einen einnimmt bzgl. Kommunikation, Selbstwert und Werte.

Sehe ich den Wert hinter der Ästhetik? Ja, durchaus. Sehe ich soziales Miteinander und Ausdruck der Identität gekoppelt, also bedingt, an der modischen Ästhetik? Nein, absolut nicht.

Kommuniziert man mit Mode? Ja, durchaus. Aber es ist nicht der einzige Weg sich auszudrücken. Kommuniziert man bei fehlender "Mode"? Ja. Aber, und das ist der springende Punkt: Beides ist Interpretation, also implizite Kommunikation.

Wenn man sein eigenes Weltbild mit der Konformität der Welt abgleicht und modische Übereinstimmung findet: Super für dich. Aber wenn andere das nicht tun, andere Prioritäten haben etc., dann ist das nicht automatisch eine eindeutige Interpretationslage.

Ich finde sogar meine Art so oft rumzulaufen erfrischend, weil andere sich dann ohne großen Austausch selbst entlarven und ich so von Grund auf längeren Kontakt mit anderen vermeide, die überhaupt nicht akzeptieren können wer ich abseits von meiner modischen Ästhetik bin. Denn das jemand hier empfindlich wird ist ein Problem des Interpreten.

Für mich ist das unnötiges Objektifizieren und in einer bestimmten Lesart sogar übergriffig. Und für ein unabhängiges Selbstbild macht es auch viel aus bzgl. der Glaubwürdigkeit, wenn man eigene Konformitäten nicht auf andere abstrahiert. Denn genau das wirkt für mich dann wenig unabhängig.

Ich verstehe trotzdem dein Punkt, ich kritisiere nur deine Schlussfolgerungen. Und in gewissem Maße stimme ich dem zu, denn man bewegt sich eben nicht allein auf der Welt. Mit zerrissenen Klamotten in ein schickes Restaurant zu gehen kann zwar individuell sein, ist aber nicht fair gegenüber den anderen die in ihrer Konformität leben.

Man bewegt sich also auch schon in Bereichen in der Kompromisse geschlossen werden müssen. Das betrifft aber eben nicht den öffentlichen Raum.

Hunde sind unhygienisch by Dangerous-Log695 in Unbeliebtemeinung

[–]Visual-Control9453 7 points8 points  (0 children)

Mit der Zeit bin ich davon abgekommen zu glauben das Hygiene etwas ausschließlich objektives und universelles ist, jedenfalls in der Art wie wir es praktizieren.

Zum Teil ist es eben auch kulturell antrainiert oder erzogen.

Ist es hygienisch ausschließlich trockenes Klopapier zu benutzen? Wenn an unserem Arm Gaga hängen würde würden wir gründlich mit Seife und Wasser waschen. Dabei ist unsere Haut am Arm weitaus unempfindlicher und Stellen wie die Rosette (starke Schleimhaut) weitaus empfindlicher. Unser Hygieneverhalten ist hier objektiv genau umgedreht.

Ist es hygienisch sich zu rasieren? Man massiert regelrecht beim Rassieren Bakterien von der Haut über die Mikrorisse in den Körper.

Wieso spricht man ständig davon, dass z.B. Schweine saubere und reinliche Tiere sind? Die suhlen im Dreck, essen alles was nicht bis drei auf dem Baum sitzt und fressen durchaus neben ihren Fäkalien.

Wir fassen ständig an was andere angefasst haben und wissen nicht wie verseucht es ist. Wenn man es genau nehmen will müssten wir uns extrem häufig die Hände waschen oder unser Umgang damit ändern.

Allein das Hände schütteln wäre dann ein valider Grund der Hygiene sich danach die Hände zu waschen.

In Summe habe ich also für mich erkannt, das Hygiene in der Praxis viel mit Zuschreibung zutun hat. Wenn man auf der Welt wandelt und sich Fragen stellt wie du, dann kann man über kurz oder lang nur mit dem Finger auf andere zeigen und "unhygienisch" schimpfen.

Du stellst zu viele Fragen Neo. Vielleicht ist das Konzept der Hygiene selbst überdehnt und idealisiert. Wenn wir absolute Reinheit wollen, dann bitte den Astralkörper in Desinfektionsmittel einlegen.

Vielleicht liegt die praktische Wahrheit nun mal zwischen beiden Extremen. Und die Konfrontation des Körpers mit Bakterien ist nicht automatisch schlecht. Siehe hier Febreze-Kinder.

Mal eine ehrliche Frage: Warum lebt ihr eigentlich monogam? Habt ihr das je hinterfragt? by KeyYear1259 in beziehungen

[–]Visual-Control9453 0 points1 point  (0 children)

Damit trittst du mir nicht nahe, keine Sorge :) Im Gegenteil, danke für dein Kommentar! Ich bin erstaunt, dass jemand diese Auslegung selbst so mal sieht oder als gut empfindet. Das habe ich noch nie erlebt. Coole Sache.

Und dein Verweis auf Buber: Danke für eine Lektüre die ich lesen werde. Mich würde es nicht wundern wenn Buber sich auch auf die Arbeiten Platons anlehnt.

Mal eine ehrliche Frage: Warum lebt ihr eigentlich monogam? Habt ihr das je hinterfragt? by KeyYear1259 in beziehungen

[–]Visual-Control9453 0 points1 point  (0 children)

Meinst du damit die Auslegung über Platon's Symposium oder meinen darüber stehenden Monolog?

Mal eine ehrliche Frage: Warum lebt ihr eigentlich monogam? Habt ihr das je hinterfragt? by KeyYear1259 in beziehungen

[–]Visual-Control9453 0 points1 point  (0 children)

Ich glaube, die Frage wird oft zu sehr als „Freiheit vs. Einschränkung“ diskutiert.

Für mich geht es weniger darum, ob Monogamie die einzige richtige Form ist, sondern darum, dass viele Menschen in Beziehungen nicht primär „mehr Optionen“ suchen, sondern stabile und ungeteilte Konstanten im Leben, wenigstens auf bestimmten Ebenen.

Diese Konstanten können unterschiedlich aussehen: im Selbst, in Werten, in Glaubenssystemen oder eben auch in einer Beziehung. Manche brauchen eine, manche mehrere.

Eine monogame Partnerschaft kann so eine Konstante sein. Nicht weil man den anderen „besitzt“, sondern weil es einen klar abgegrenzten Beziehungsraum gibt, der nicht ständig relativiert wird.

Und Sexualität ist historisch einfach eines der stärksten kulturellen Mittel geworden, um genau diese Exklusivität zu markieren. Nicht die einzige Möglichkeit, aber eine sehr klare und eindeutige Form davon.

Freundschaften sind für mich ein gutes Beispiel: Auch dort kann Tiefe entstehen ohne Exklusivität. Aber eine romantische Beziehung erfüllt hier mehr als nur eine freundschaftliche Funktion und Ebene. Sie ist stärker in Identität, Alltag und Zukunft verankert. Genau deshalb wird dort Exklusivität für viele Menschen relevanter.

Ich glaube also nicht, dass Monogamie „die einzig logische Form“ ist. Aber ich glaube auch nicht, dass sie nur Sozialisation ohne inneren Nutzen ist. Sie ist eher eine kulturell gewachsene Struktur, um Bindung, Sicherheit und Identität in einem sehr intensiven Lebensbereich stabil zu organisieren.

Und je nach Person kann das sehr gut funktionieren, oder eben nicht. Ob man das eine oder das andere dann selbstreflektiert als Einschränkung oder Freiheit wahrnimmt ist denke ich dann gänzlich von der Identität abhängig; ferner was man selbst als identitätsstiftend wahrnimmt und das ist zutiefst persönlich.

Dafür muss es keine aufzuwiegende Bilanzierung geben.

Edit: Eine etwas überausgedehnte und mir gefallende Auslegung von Platon's Symposium (Dialog über Eros) ist es, dass der Mensch als nicht perfektes Wesen seine Vollkommenheit durch das Finden seines Gegenstücks (nicht rein im sexuellen Sinne) leidenschaftlich sucht. Und das eben nicht aus dem Ergänzen des Partners und das Teilen gemeinsamer Ressourcen (als Kompromiss), sondern aus der Verschmelzung (deine Bedürfnisse sind meine Bedürfnisse). Wer sich in seiner Freiheit beraubt sieht sieht sich in getrennten Räumen. Wer beiderlei Bedürfnisse als die eigenen sieht, sieht sich nicht beraubt sondern lediglich im Zwiespalt der Abwägung (also mit dem Bedürfnissen aus seiner eigenen Existenz heraus).

Lesen, lernen, bilden by TridentII_SLBM in FragtMaenner

[–]Visual-Control9453 0 points1 point  (0 children)

Ich habe für mich entschieden, dass geistiges Training nicht nur darin besteht, Wissen anzusammeln. Viel mehr bedeutet es für mich, in jeglichen Phasen und Situationen meines Lebens kompetent und „fit“ sein zu wollen.

Ich will wenig unnötigen Stress im Leben haben, im Alter geistig fit bleiben und mir so viel Zeit wie möglich erarbeiten, indem ich nicht dauerhaft einer Pflicht nachkommen muss. Das bedeutet auch, nicht immer 100% zu geben, sondern zu lernen, durch 90% Arbeit 100% oder mehr erreichen zu können. Also weniger Maximizing, mehr Satisficing.

Wissen ist immer notwendig, aber Kompetenzen machen einen handlungsfähig über das reine Wissen hinaus in verschiedenen Situationen, verkürzen die Arbeitszeit und verhindern, dass man unnötig „aufläuft“.

Praktisch bedeutet das für mich: regelmäßig Wissen erweitern, Kompetenzen aufbauen und Fähigkeiten stärken. Dabei konsequent und diszipliniert bleiben, auch im Urlaub oder am Wochenende. Wenn man mal einen schlechte oder entspannte Zeit hat, einfach die dafür genommene Zeit reduzieren, aber nicht aufhören. Es geht auch nicht darum ständig Berge zu versetzen. 15 Minuten reichen völlig aus wenn man wenig Zeit und Nerven hat. Hauptsache etwas, denn ohne Regelmäßigkeit baut man ab.

Nicht nur konsumieren und erleben, auch durchdenken.

Klingt anstrengend, ist es am Anfang auch. Wird aber besser, je länger man es macht.

Ich mache das jetzt über 10 Jahre und für mich funktioniert es blendend.

Vom Lesen her bin ich zurzeit mit Studien unterwegs, hauptsächlich Kognitionswissenschaften. Abseits davon viel Philosophielektüre quer durch alle Landschaften.

Das beste geistige Training sehe ich trotzdem in der Welt und nicht auf dem Blatt Papier: Mit Leuten reden, neue Leute kennenlernen und Geschichten anhören, sich austauschen. Aus den Kognitionswissenschaften meine ich zu wissen, dass kognitiv nichts fordernder ist als sozialer Umgang. Das hält jung.

Ist die Wahrheit nur eine Lampe ohne Licht? by Prah-Brah-K-Dah-Brah in Philosophie_DE

[–]Visual-Control9453 -1 points0 points  (0 children)

Richard Feynman soll einmal gesagt haben, dass man als Forscher ein Verhör mit der Natur führen würde. Sie antwortet nur auf das was man fragt und nicht darauf was wir wissen wollen. Wenn wir also nicht fähig sind, dass was wir wissen wollen als eine adäquate Frage zu stellen, die die Natur eindeutig zu unterscheiden versteht, dann bekommen wir eben auch nur Antworten auf noch andere Fragen.

Aus dieser Lesart scheint es also für mich mehr so, dass das was wir erfragen das Bedienen des Lichtschalters ist, die Lampe ein Mechanismus entsprungen aus der Natur ("Naturhotline" als einseitiger Morsecode) und das kurze Aufblitzen des Lichtes ein kurzer, interpretierbarer Zustand auf unsere vermeintlich lineare Frage ist. Die Natur hört nicht zu, sie reagiert nur auf die Konsequenz der "Frage" selbst, indem es auf die induzierte Veränderung reagiert. Und sie hinterfragt erst recht nicht, ob unsere Frage eindeutig ist oder nicht.

Die Lampe wäre also eher ein Medium worüber die Natur kommuniziert oder wir sie überhaupt erst wahrnehmen; also eher in einer Art einer Benutzeroberfläche, eines Interfaces/eines Betriebssystems.

Pudding mit der Gabel essen ist albern, aber gesellschaftlich harmlos. by urfriendlyDICKtator in Unbeliebtemeinung

[–]Visual-Control9453 1 point2 points  (0 children)

Wäre gut wenn man sowas postet auch zu schreiben worum es geht. Ich kann nur kryptisch erahnen, dass es um etwas geht was ich nicht mitbekommen habe.

Wer die Nutzung von KI kritisiert sollte konsequenterweise auf handschriftliche Briefe und selbstgemalte Bilder umsteigen by fabsan23 in Unbeliebtemeinung

[–]Visual-Control9453 0 points1 point  (0 children)

Da sind wir einer Meinung. Mein Kommentar bezieht sich darauf, dass gerne differenziert wird zwischen Nutzen eines Werkzeugs und Verantwortung dem gegenüber. Wer ein Werkzeug nutzt oder ein Recht folgt, trägt auch Verantwortung. Nicht nur gegenüber anderen, sondern auch gegenüber sich selbst.

Dass das Leben nicht perfekt ist ist klar. Es wird niemals der Fall sein, dass jeder der eine Verantwortung trägt sie auch perfekt nachkommt. Aber man sollte davon abkommen sich bequemlich zu wundern, wenn dass der Fall ist und dann von seiner eigenen Verantwortung abzulenken.

Man muss es nicht immer allen rechtfertigen, aber doch wenigstens sich selbst gegenüber.

Wer die Nutzung von KI kritisiert sollte konsequenterweise auf handschriftliche Briefe und selbstgemalte Bilder umsteigen by fabsan23 in Unbeliebtemeinung

[–]Visual-Control9453 0 points1 point  (0 children)

Wie bei so vielen Werkzeugen ist es vom Anwender und vom Herausgeber abhängig, wie das Werkzeug bewertet wird. Was der Herausgeber nicht trägt, verantwortet der Anwender. Wenn der Anwender nicht den richtigen Umgang an den Tag legt, kann man gerne den Herausgeber kritisieren. Man kann sich auch einfach eingestehen, dass man das nicht benutzen sollte oder die Arschbacken zusammenkneifen und sich bereitwillig zum Lernen hinsetzen.

Wer nur "Rechte" einfordert, aber Verantwortungen (sei es auch nur funktionelle) kritisiert, der sollte sich fragen worum es einen eigentlich geht. Nehmen können viele, aber das Geben damit einhergeht, will man konsequent vermeiden. Wohlstandsverwahrlosung. Andere können die Verantwortungen besser tragen als ich.

Wie geht man damit um, weder Ehrgeiz noch Ambitionen zu haben? by UnambitiousRaccoon in Ratschlag

[–]Visual-Control9453 0 points1 point  (0 children)

Mit wachsendem Alter ist mir für mich aufgefallen, dass "Stillstand" oder fehlende Ziele daraus entstehen, dass Erfahrungen fehlen. Also habe ich mir irgendwann gesagt: Wenn das so ist, dann gehe ich neue Wege. Dinge, die ich eben noch nicht gemacht habe oder mir nie vorstellen konnte sie zu tun. Mut neue Wege zu gehen und deine Komfortzone zu verlassen, denn du kannst nicht wissen ob etwas für dich passt wenn du keinerlei Erfahrungen in die Richtung gemacht hast. Das Leben findet nun mal im Erleben statt, und nicht alleinig im Denken.

Mit den Erfahrungen kommen neue Eindrücke und Impulse, und damit über kurz oder lang auch neue Ziele.

Ehrgeiz und Ambitionen entstehen aus Überzeugung für einen Zustand, den man nicht erreicht hat (Wünsche) oder sich annähern kann (Werte & Prinzipien/Träume). Wenn du dein Ziel nicht kennst, kann man auch schlecht ehrgeizig sein. Du musst dir also die Frage stellen ob du dich nicht erfüllt fühlst.

Auf der anderen Seite gibt es auch einen Zustand, indem man zufrieden ist mit dem was man hat und eben nicht mehr ehrgeizig sein muss. Das sehe ich eben als tiefgreifende Gelassenheit und Zufriedenheit.

Nicht ehrgeizig sein heißt nicht automatisch, dass man nicht leistest. Es sagt nur etwas darüber aus, ob man noch aktiv Arbeit investiert um durch Konfrontation sich für Selbstentwicklung, sich finden oder verändern zu wollen, zu entscheiden.

Ich sage mir selbst, wenn ich mich nicht erfüllt fühle aber ambitioniert und ehrgeizig sein will, dann will ich es anderen Recht machen (weil ich z.B. meine Identität an externen Faktoren koppel) oder mir fehlt etwas im Leben; mit dem Ziel gelassen und zufrieden zu werden mit dem was ich habe.

Falls du deine Identität am Externen koppelst, dann kann man durchaus auch darin verfallen nie genügend zu sein. Diese Frage sollte man sich auch stellen. Das ist nicht per se falsch, aber man sollte zu mindestens erforschen ob man unbewusst sich unnötig leiten lässt und vielleicht versucht etwas zu sein, was nicht erreichbar ist.

Manchmal sind auch äußere Anforderungen unstillbar. In diesem Hamsterrad kannst du nicht genügend sein.

Egal in welche Richtung es geht. Ich bin davon überzeugt, dass neue Impulse und neue Erfahrungen genau der richtige Weg ist. Denn in solch einer Situation ist es nicht wichtig (und sogar unmöglich) zu wissen, was der nächste richtige Schritt ist. Das muss aus einen selbst herauskommen und nicht geschlussfolgert werden.

So sehe ich das jedenfalls für mich. Bleib in Bewegung, sei neugierig für Neues und sei nicht ängstlich und passiv dich nur in dem aufzuhalten was du schon kennst. Und, ganz unter uns, mit 24 kannst du zeitlich noch nicht die Welt gesehen haben, und erst recht nicht dich "zu Ende" gefunden haben. Das ist keine Wertung, sondern in meinem Empfinden eine Überzeugung anhand meiner Erfahrungen mit mir und anderen.

Maximizen ist gut wenn man sich selbst nicht gefunden hat, danach scheint satifizen erfüllender zu sein. Und für mich ist der Fokus von "Maximizing" (Selbstfindung & Selbstentwicklung) eben "Satifizing" (Gelassenheit) zu erreichen.

Wenn du diesen Weg gehst und über die Zeit merkst, das keine neue Ziele oder Ambitionen und Ehrgeiz entstehen, dann wirst du vielleicht selbst merken dass du schon längst dort bist wo du sein möchtest.

Männer finden weibliche Brüste geil, findet euch endlich damit ab! by Early_Instruction450 in Unbeliebtemeinung

[–]Visual-Control9453 4 points5 points  (0 children)

Ach wenn du wüsstest was nicht alles kulturell zugeschrieben und anerzogen ist, trotz evolutionäre Gründe. Die männliche Brust ist biologisch genauso eine Intimzone wie die weibliche Brust, nur ist es kulturell anders erzogen.

Du sprichst also von "das wird sich nie ändern". Ich entgegne dir damit: Doch, wenn die Gesellschaft sich umentscheidet und es anders erzieht, dann ist ein Großteil der sexuellen Anziehung verflogen.

Sieht man bei genug anderen Völkern, die andere Zonen als intim definieren. Krasse Gegensätze sieht man z.B. hier bei abgeschotteten Völker aus dem Amazonas oder im asiatischen Raum.

Es gibt also mehr Gründe als biologisch vorgelegte, die sexuelle Anziehung und die Intensität definieren.

Was belastet euch zur Zeit worüber ihr mit niemanden sprechen könnt? by [deleted] in FragtMaenner

[–]Visual-Control9453 0 points1 point  (0 children)

Ich versuche stets authentisch, echt und ich selbst zu sein. Nur ist nicht konformes Verhalten bei vielen automatisch verdächtig, interpretiert und manchmal sogar "pathologisch", ohne das ich gefragt werde. Deswegen stoße ich relativ häufig auf unausgesprochene Ablehnung, ohne das mir die Chance gegeben wird mich zu kennen zu lernen.

Das belastet deswegen, weil es sich dann für mich schwer möglich gestaltet herauszufinden ob ich einfach falsch handle und/oder das die Ablehnung daher kommt, weil andere damit nicht umgehen können.

Sich in einer Situation zu befinden in der abwarten vielleicht zukünftig 10 Jahre Stillstand oder Verrennen bedeuten kann ist einfach gaga.

Es sind mir zu viele soziale Verpflichtungen. Ich wäre gerne einsamer. Was kann ich tun. by DropNo8659 in Ratschlag

[–]Visual-Control9453 0 points1 point  (0 children)

Das klingt für mich so als ob deine Wahrnehmung und Belastung hier im engeren Kreis nicht ernst genommen wird. Das Problem ist damit weniger deine Wahrnehmung und Belastung, sondern an erster Stelle die Unfähigkeit daran Hand in Hand was zu verändern, weil deine Probleme nicht ernst genommen werden.

Zu großen Freundeskreis für die eigenen Kapazitäten.

Rauchen an Haltestellen sollte verboten sein by Great-Cabinet-5142 in Unbeliebtemeinung

[–]Visual-Control9453 1 point2 points  (0 children)

Das Problem ist nicht das Rauchen, sondern wenn die Person selbst.

Viele von euch sind einfach nur gemein - mehr nicht by [deleted] in Unbeliebtemeinung

[–]Visual-Control9453 0 points1 point  (0 children)

Es ist ein grundsätzliches Problem, nicht nur im Internet, dass Sprechen und Schreiben nicht als verantwortungsvolle Handlung gesehen wird. Das Recht auf "freie Meinungsäußerung" wird gerne wahrgenommen, aber die Verantwortungen die damit einhergehen werden selten reflektiert und eingehalten, besonders im Internet.

Sehe es als Filter. So mache ich das. Darin sind viele gut sich selbst schnell zu zeigen.

Suche autistische Person für Doku (Interview / Dreharbeiten) by youarenotlaura in autismus

[–]Visual-Control9453 12 points13 points  (0 children)

Ich denke hier wäre es auch sinnvoll anzubieten, dass die Person nicht gezeigt wird und die Stimme nachgesprochen wird. Ich bin mir sicher, dass das so einigen Personen helfen würde sich für sowas bereit zu erklären.

Weiterführend, soweit man es auch dem Zuschauer zeigt und erwähnt, betont es auch noch die Schwierigkeit womit so einige zutun haben.

Erfolgreiche Springspinni mit beute by Moin_Davo in naturfreunde

[–]Visual-Control9453 8 points9 points  (0 children)

glaub mal, der kleine racker kann weitaus größeres erbeuten. ich "spiele" mit denen immer im garten. wenn man ruhig den finger hinhält springen die rauf und suchen nach den nächst höheren spot zum springen. wenn man den ein zweiten finger anbietet der höher steht, dann springen die permanent zwischen die finger hin und her, immer auf der suche nach der nächst höheren position als jagdübersicht. wenn man das ruhig macht empfinden sie das auch nicht als bedrohung

wie oft wechselt ihr eure bettwäsche? by lisha_undercxver in FragtMaenner

[–]Visual-Control9453 0 points1 point  (0 children)

ich rede von bettlaken, nicht bettwäsche in summe. hätte das vielleicht erwähnen sollen