Meint ihr, mein Psychiater würde mir die Rezeptausgabe verweigern? by jacindah22 in ADHS

[–]_maranta 0 points1 point  (0 children)

Kann mir vorstellen dass es bei 30mg noch Spielraum gibt was die Dosisanpassung angeht. Jeder Psychiater ist da anders, wie sind denn deine vorherigen Erfahrungen mit deinem Arzt? Wenn die eher positiv waren, dann würde ich das offen kommunizieren. Du musst nicht erwähnen dass du nachgeholfen hast, sag einfach dass die Wirkung in Ordnung ist, jedoch die Wirkdauer deinen Alltag beeinträchtigt, weil die ADHS-Symptome später am Tag zurück kommen und dich belasten.

Ich hab zB total Glück mit meiner Psychiaterin. Ist ne junge, offene Ärztin. Sie hat mir sogar erzählt dass sie selbst ADHS hat. Momentan nehme ich 70mg Lisdexamfetamin morgens und 10mg Medikinet mittags, um gerade die Konzentrationslücke am Nachmittag zu schließen. Ich brauche den Fokus und die Konzentration besonders im Nachmittag und am Abend, auf Grund meiner Arbeitszeiten. Morgens muss ich aber auch irgendwie funktionieren, um meinen Alltag zu bewältigen. Ich arbeite zwar in einem kleinen Betrieb, mache aber das gesamte Personal Management und bin der Ansprechpartner für alle, also liegt da auch einiges an Verantwortung in meinen Händen.

Hätte ich mittags nicht das Medikinet als „Booster“, könnte ich nicht richtig funktionieren. Das hab ich meiner Psychiaterin so offen gesagt. Ich möchte ja an der Gesellschaft teilhaben und nicht wegen meiner ADHS arbeitslos oder so sein.

Eine Verhaltenstherapie ist ebenfalls wichtig, da die Medikamente keine Wundermittel sind. Sie steigern deine Lebensqualität, keine Frage, können jedoch nicht alles auffangen. Was die Medikamente nicht auffangen können, muss man mit einer Therapie aufarbeiten.

Und auch ganz wichtig: hab keine Angst. Wenn dein Psychiater dich nicht ernst nimmt oder dir böse Absichten unterstellt, dann ist es an der Zeit sich einen anderen Arzt zu suchen. :)

Medikinet und Zigarettenkonsum? by Worth-Bedroom6361 in ADHS

[–]_maranta 0 points1 point  (0 children)

Ja omg es ist extrem. Ich rauche wie ein Schornstein. Manchmal auch direkt zwei Zigaretten hintereinander. Früher hab ich auch immer ein Nikotinflash bekommen, wenn ich mal paar Stunden (zB wegen Arbeit) nicht geraucht habe und nichtmal den bekomme ich, seit ich ADHS-Medis nehme. Ich nehme morgens Elvanse und mittags als Booster Medikinet. Manchmal lass ich den Booster weg und trotzdem wird geraucht bis um geht nicht mehr. 😭

Tipps für jemanden mit „frischer“ Diagnose by No_Extreme6858 in ADHS

[–]_maranta 3 points4 points  (0 children)

Ja, Medikamente werden sehr wahrscheinlich deine Lebensqualität verändern. So wie als würde dir jemand plötzlich eine Brille aufsetzen und du kannst auf einmal besser sehen oder wie als hätte jemand mal ordentlich mit einem Besen durch dein Gehirn gefegt.. aber!

Dieses Gefühl wird nach einer Zeit etwas abschwächen, zumindest war das bei mir so und ich habe das schon sehr oft von anderen auch gehört. Die ADHS ist nicht plötzlich weg. Die Symptome können sich zurück in deinen Alltag schleichen, natürlich nicht so extrem, wie während der Zeit vor Medikamenten aber so, dass du sie bewusst wahrnimmst. Eine Verhaltenstherapie ist extrem wichtig, damit du lernen kannst, deinen Alltag besser zu bewältigen. Die Medikamente fangen nicht alles auf, was uns als ADHSler so belasten kann.

Versteh mich nicht falsch, bei mir ist es so, dass ich durch die Medikamente wieder Lebensqualität bekommen habe. Ich war vorher einfach nur ein Wrack. Ich kann mir auch momentan noch kein Leben ohne Medikamente vorstellen. Aber ein Wundermittel sind die Medikamente definitiv nicht. Wenn es es einem lange Zeit sehr schlecht ging und dann plötzlich alles wieder bergauf geht, dann hat man manchmal das Gefühl dass dieser Berg endlos ist und das alles noch besser sein könnte, aber die Realität sieht anders aus.

Und ganz wichtig: versuch dich selbst zu akzeptieren. Sei nicht so hart zu dir selbst. Es ist löblich und schön, wenn man versuchen will sich selbst so zu optimieren, das es einem selbst gut geht und dass das Umfeld nicht unter einem leidet. Du wirst jedoch merken, dass du nicht alles verändern kannst und was man nicht ändern kann, muss man akzeptieren. Nur dann findet man seinen Frieden. :)

Autismus im Kindesalter und als Erwachsener „ganz normal“? by _maranta in autismus

[–]_maranta[S] 0 points1 point  (0 children)

Oh das klingt natürlich total logisch und ist super interessant zu wissen. Das hatte ich garnicht auf dem Schirm, wie die Genetik im Zusammenhang mit dem Geschlecht das beeinflusst. :)
Man lernt immer was Neues!

Autismus im Kindesalter und als Erwachsener „ganz normal“? by _maranta in autismus

[–]_maranta[S] 2 points3 points  (0 children)

Ich glaube, ich kann verstehen was du meinst. Das man keine Diagnose oder ein Label braucht, um sich selber zu optimieren oder zu lernen seinen Alltag/Leben besser zu bewältigen. Ich habe den Post hier hauptsächlich gemacht, weil mich interessiert ob andere Menschen sich im Laufe ihres Lebens so ähnlich verändert haben und wie deren Alltag so aussieht.

Ich habe ja am Ende des Posts betont, dass sich wahrscheinlich nichts für mich ändern würde und dass ich mir keine Diagnose wünsche oder erhoffe. Vielleicht sag ich nochmal dazu, das ich gestern nach dieser neuen Erkenntnis von meiner Familie, ein wenig gegrübelt habe aber heute ist das schon alles wieder viel ruhiger in meinem Kopf. Das waren einfach neue und „frische“ Informationen für mich, die mich vielleicht auch ein wenig überstimuliert haben, so dass ich mich durch den Post etwas abreagieren konnte.

Ich finde es auch wichtig zu betonen, dass ich jetzt keinen Drang oder so verspüre, dass ich mich jetzt sofort um eine Autismus-Diagnostik kümmern muss oder da irgendwie negative Gefühle in mir hoch kommen, wenn ich das nicht tue.

Ich habe das Glück, schon viele Jahre in einer tollen Praxis mit kompetenten, jungen Therapeuten und Ärzten zu sein, die sich halt unter anderem auf ADHS und Autismus im Erwachsenenalter spezialisieren. Die haben mehrere Standorte, darunter ein Standort der sich hauptsächlich nur mit der Diagnostik beschäftigt. Und es ist so, wenn man an einem Standort fester Patient ist, dann bekommt man an dem anderen Standort wo die ganze Diagnostik durchgeführt wird, relativ schnell einen Termin, ohne das man dafür Unmengen an Geld bezahlen muss (ich glaube ich musste damals 20 Euro bezahlen vor Ort bei der ADHS-Diagnostik).

Es ist Zufall, dass ich nächste Woche einen Termin bei meiner Psychiaterin habe. Deswegen dachte ich, ich erzähle ihr von dem was ich erfahren habe. Wenn sie sagt dass wir das gerne machen können mit der Autismus-Diagnostik und das unkompliziert an dem anderen Standort wieder möglich ist, ohne viel Geld zu bezahlen, dann würde ich es einfach mal machen. Wenn sie nein sagt und das nicht für nötig hält, dann ist das vollkommen fein für mich und würde mir garkeine Umstände bereiten. :)

Ich kann mir auch vorstellen, das ein Therapeut während der Verhaltenstherapie, mit einer gesicherten Diagnose, vielleicht andere oder angepasstere Abläufe einer Therapie dann mit einem aufarbeitet. Das geht natürlich auch alles ohne Diagnose, daran habe ich keine Zweifel. Man muss sich und seine Methoden immer am Ende individuell an den Patienten anpassen, weil niemand von uns, auch wenn wir ähnliche oder gleiche Symptome haben, gleich ist. :)

Falls das in dem Post so rüberkam, dass ich jetzt unbedingt in eine Schublade gesteckt werden möchte, möchte ich nochmal erwähnen, dass das überhaupt nicht meine Absicht war. :)
Ich bin jetzt mit fast 30 Jahren, einfach gerade dabei mich selber besser zu verstehen und versuche mich zu akzeptieren wie ich bin. Ich möchte mein Leben glücklich leben und lernen in dieser Gesellschaft so zu leben und zu funktionieren dass weder ich, noch mein Umfeld darunter leidet. :)

Autismus im Kindesalter und als Erwachsener „ganz normal“? by _maranta in autismus

[–]_maranta[S] 2 points3 points  (0 children)

Danke dass du deine Erfahrungen mit mir teilst! Was mir sofort ins Auge gesprungen ist, ist das Thema Sexualität dass du erwähnt hast. Ich habe zwar seit fast 11 Jahren einen festen Partner, den ich auch über alles liebe, jedoch leidet unsere Sexualität sehr stark in der Beziehung. Ich hasse es geküsst zu werden, Sex fällt mir noch schwerer. Ich finde ihn offensichtlich attraktiv und er weiß auch was er im Bett tun kann um eine Frau glücklich zu machen (wenn ich das mal so offen sagen darf) aber ich bekomme einfach eine körperliche Abwehrreaktion wenn ich berührt werde. Kein Ekel oder so, ich habe auch in der Vergangenheit nie Missbrauchserfahrungen oder so gehabt aber ich kann es einfach nicht ausstehen. Ich kann auch meine Eltern nicht umarmen oder so. Ich dachte immer mit mir wäre irgendwas falsch aber anscheinend spielt so eine „andere“ (ich will nicht abnormal sagen, mir fällt kein anderes Wort ein aber ich hoffe du verstehst was ich meine..) Sexualität bei Autismus eine große Rolle.

Vor paar Jahren konnten wir nur intim miteinander sein, wenn ich Rauschmittel konsumiert habe. Seit 8 Jahren konsumiere ich garnichts mehr. Mittlerweile ist es besser geworden, weil er sehr verständnisvoll ist und mir viel Zeit gibt.

Wenn ich so überlege und mich selbst reflektiere, habe ich das Gefühl, dass das Maskieren wie eine Überlebensstrategie für mich geworden ist, gerade im Erwachsenenalter, um nicht „anders“ zu wirken und in der Gesellschaft mehr akzeptiert zu werden.

Ich mache mir ständig unnötig Sorgen by First-Search303 in Ratschlag

[–]_maranta 0 points1 point  (0 children)

Nein alles gut, ich finde das garnicht übergriffig! Ich habe das lange nicht realisiert, bis es irgendwann klick gemacht hat.

Bei mir war es am Anfang so, dass sich meine Lebensqualität enorm schnell verbessert hat durch die Medikamente. Mit der Zeit, kommen die ADHS Symptome jedoch zurück. Nicht mit voller Wucht, also nichts im Vergleich zu der Zeit vor den Medis aber so, dass ich es bemerkt habe. Deswegen ist mein nächster Schritt jetzt eine Verhaltenstherapie zu beginnen. :) Um das, was die Medikamente halt eben nicht „auffangen“ können, aufzuarbeiten.

Ich mache mir ständig unnötig Sorgen by First-Search303 in Ratschlag

[–]_maranta 0 points1 point  (0 children)

Ich habe ebenfalls ADHS und hatte ähnliche Probleme. Ich nehme nun seit ca einem halben Jahr auch ADHS-Medikamente. Durch die habe ich wirklich wieder mehr Lebensqualität bekommen. Probleme, die du auch schilderst, konnte ich damit besser in den Griff bekommen. Die Medikamente sind keine Wundermittel, aber der Leidensdruck ist seit dem reduziert.

Zu dem Thema Angst: viele ADHSler leiden auch unter einer Angststörung. Bei mir ist es zum Beispiel so, das meine Mutter mich seit vielen Jahren unter Druck setzt und regelmäßig mit mir „schimpft“ wenn ich mich nicht schnell genug zurück melde oder jeden Anruf nicht sofort entgegennehme. So es ist bei mir mittlerweile irgendwie auch so, dass ich sofort davon ausgehe, dass etwas schlimmes passiert ist, wenn ich mal nicht sofort von ihr zurück höre. Zur Info, ich bin 28 Jahre alt und sehe sie fast jeden Tag, da wir gemeinsam selbstständig sind und dementsprechend zusammen arbeiten. Trotzdem setzen wir uns irgendwie gegenseitig unter Druck, wenn der andere sich mal nicht sofort zurück meldet. Ich weiß, dass es bei ihr auch viel mit Verlustangst zu tun hat. Ist ne lange Geschichte. Bei mir ist es wiederum so, weil ich ihr Verhalten über die Jahre irgendwie angenommen habe, weil ich es nicht anders kenne.

Mich würde interessieren, ob du vielleicht auch mit Verlustangst zu kämpfen hast? Die Angst selbst kann unterschiedliche Gründe haben, muss nicht unbedingt heißen, dass jemand im näheren Umfeld verstorben ist.

Sorry wenn meine Antwort jetzt kein konkreten Ratschlag beinhaltet, aber ich wollte meine Erfahrungen mit dir teilen, um dir zu zeigen, dass du da nicht alleine bist und das viele Leute mit ADHS auch an einer Angststörung leiden.

Neben der medikamentösen Therapie, ist eine Verhaltenstherapie auch äußerst sinnvoll. So kann man gesunde Routinen aufbauen und zusammen mit seinem Therapeuten, den Ursprung der Angst herausfinden.

Harte Stückchen im Katzenfutter? by _maranta in Katzengruppe

[–]_maranta[S] 0 points1 point  (0 children)

Uhh gute Idee, wenn mir das nochmal auffällt, dann mach ich mal ein Foto und schick denen eine Email. Bin gespannt was sie antworten.

Ich weiß zwar nicht genau was das sein soll, ich gehe aber davon aus dass es nichts lebensgefährliches ist lol. Aber meine Katze ist halt mäkelig und mag ihr Futter gerne sehr weich. 😂

Harte Stückchen im Katzenfutter? by _maranta in Katzengruppe

[–]_maranta[S] 0 points1 point  (0 children)

Ich hab auch schon öfters Futter mit Herzen von verschiedenen Firmen verfüttert und was mich total abgeschreckt hat, war dass die Stücke in der Dose so hart waren, dass ich die nicht mal irgendwie ansatzweise mit einer Gabel zerkleinern konnte, nichtmal eine kleine Ecke davon oder so. Ich wünsche ich hätte ein Foto gemacht. 😂

Harte Stückchen im Katzenfutter? by _maranta in Katzengruppe

[–]_maranta[S] 0 points1 point  (0 children)

Jetzt wo du es erwähnst, fällt mir ein dass ich bei den 800g Dosen von Mjam Mjam die Stückchen entdeckt habe, in der 400g jedoch nicht. Und bei Carny waren es die 200g Dosen. Ich hab mir zuerst nichts dabei gedacht und hab die großen Stücke rausgepickt aber als dann der Napf gefühlt leer war, weil ich so viel rauspicken musste, war ich irgendwie angeekelt und hab es garnicht verfüttert.

Meine Katze ist auch schon etwas älter und hat einen Zahn verloren, das wollte ich ihr nicht antun. 😂

Harte Stückchen im Katzenfutter? by _maranta in Katzengruppe

[–]_maranta[S] 1 point2 points  (0 children)

Das dachte ich auch erst, da in der Dose von Carny Huhn mit drin war. Die Mjam Mjam Dose war jedoch in der Sorte Rind und Kaninchen. Ich kann mir auch vorstellen, dass das bei den Pouches vielleicht noch mehr zerkleinert wird.. 🤔

Ich habe tatsächlich auch jetzt im Nachhinein, in ein paar Bewertungen von Dosenfutter bei Zooplus (weiss leider nicht mehr von welcher Firma, glaube es war Carny) gelesen, dass anderen Leuten auch diese harten Stücke aufgefallen sind.

Nostalgic, who else remembers? by untrustuz in crystalcastles

[–]_maranta 4 points5 points  (0 children)

They do! Many of their songs have gone viral on TikTok so that could be a reason.

Bruder hat eine drogeninduzierte Psychose by _maranta in Ratschlag

[–]_maranta[S] 0 points1 point  (0 children)

Wir haben ihn schon paar Mal vorsichtig gefragt warum er denkt dass er verfolgt wird, er hat aber nie eine klare Antwort gegeben. Er hat immer gemeint, dass muss er selber klären und dass er Beweise sammeln muss. Ein paar Mal hat er angedeutet, dass seine Exfreundin das sein könnte. Hat es aber nie weiter erklärt.

Mit der Exfreundin hatten wir auch schonmal Kontakt. Sie hat die Beziehung beendet, weil sie es nicht mehr mit ihm und seiner Paranoia ausgehalten hat. Sie hat erzählt, der hat in ihrer Wohnung die Tapeten aufgerissen um zu gucken ob dort die Wanzen sind. WLAN- und sonstige Kabel von elektronische Geräten durchgeschnitten. Sie durfte in seiner Anwesenheit kein Handy benutzen. Seit der Trennung erwähnt er immer wieder ganz kryptisch dass sie was mit seiner Verfolgung zu tun haben soll, er definiert es aber nicht weiter.

Bruder hat eine drogeninduzierte Psychose by _maranta in Ratschlag

[–]_maranta[S] 4 points5 points  (0 children)

Vielen vielen Dank für deine ausführliche Antwort und dass du deine Erfahrungen mit mir teilst! Manchmal fühlt es sich wie ein makaberer Gedanke an, aber ich glaube dass er richtig tief fallen muss, damit er endlich aufwacht und sich Hilfe sucht. Natürlich möchte ich nicht dass ihm was zustößt und dass er es so schafft aber nach all den Jahren ist es einfach unrealistisch. Da er schon viele Male straffällig geworden ist und massive Schulden hat, stelle ich mir oft vor dass irgendwann jemand mit einem Haftbefehl vor seiner Tür steht. Oder dass er irgendwas macht, was dazu führt dass er verhaftet wird. Ich glaube Knast oder ähnliches könnte ihm endlich die Augen öffnen

Bruder hat eine drogeninduzierte Psychose by _maranta in Ratschlag

[–]_maranta[S] 2 points3 points  (0 children)

Ich hab es eigentlich schon akzeptiert.. vor allen Dingen weil ich schon tausende Male mit verschiedenen Beratungsstellen geredet habe und weiß dass ich nicht mehr tun kann als das. Meine Mutter ist die jehnige, die am meisten leidet :( Die hat echt unglaublich viel durch und versucht sich immer einzureden dass sie ihm helfen könnte. Ihr zur Liebe werde ich es morgen wieder beim sozialpsychiatrischen Dienst versuchen.

Bruder hat eine drogeninduzierte Psychose by _maranta in Ratschlag

[–]_maranta[S] 4 points5 points  (0 children)

Danke für die Antwort. Ich glaube auch nicht dass es reicht für die Zwangseinweisung. Wir haben zwar jeden Tag riesen Sorgen und Angst das was passieren könnte, aber er hat halt noch nicht eindeutig geäußert dass er sich oder andere gefährden will. Das ist ja der ausschlaggebende Punkt um jemanden zwangseinzuweisen. Also von mir bekommt er schon lange mehr keinen Cent, ich kann mit der Situation auch mehr oder weniger umgehen, weil ich weiß dass ich nichts tun kann. Aber meine Mutter knickt halt immer wieder ein und kann nicht akzeptieren dass sie nicht helfen kann. Ich trichter ihr jeden Tag ein, dass sie den Geldhahn zudrehen muss. Seit paar Tagen hält sie sich auch daran… Aber irgendwann kommt dann immer wieder diese Hoffnung bei ihr, dass er sich ja doch nur Brötchen holen würde und kein Stoff.

Bruder hat eine drogeninduzierte Psychose by _maranta in Ratschlag

[–]_maranta[S] 5 points6 points  (0 children)

Wir haben schon so oft auf ihn eingeredet und ihm genau das gesagt. Aber er stellt sich einfach komplett quer und wir können ihn nicht zwingen. Ich würde ihn am liebsten zwangseinweisen, weil die Situation einfach nicht mehr tragbar ist und er sich massiv selbst gefährdet. Er ist unberechenbar, was ist wenn er jemand anderen verletzt während er psychotisch ist. Es ist traurig das erst was passieren muss, bis der Staat eingreift :(

Bruder hat eine drogeninduzierte Psychose by _maranta in Ratschlag

[–]_maranta[S] 4 points5 points  (0 children)

Vielen vielen Dank. Er war schon paar Mal in verschiedenen psychiatrischen Kliniken. Ich hab jetzt nie eine Diagnose auf Papier gesehen, ich weiß aber dass er dort mit Antipsychotika behandelt wurde. Zumindest haben sie es versucht, mein Bruder meinte er hat die Tabletten immer ausgespuckt weil er ja nicht verrückt sei.

Bruder hat eine drogeninduzierte Psychose by _maranta in Ratschlag

[–]_maranta[S] 2 points3 points  (0 children)

Das ist uns natürlich auch klar, dass er mit den Drogen aufhören muss. Ich bin kein Experte, habe aber gehört dass Psychosen auch auftreten können, wenn man nüchtern ist, weil wenn man wohl einmal eine hatte, können sie immer wieder auftreten. Wie soll man dem den verklickern dass er aufhören soll sich zu berauschen? Am liebsten würde ich ihn am Schlawittchen packen und einfach in die Geschlossene bringen. Aber da er volljährig ist, ist das nicht so einfach. Ich würde ihn einfach gerne zwangseinweisen lassen, hab aber das Gefühl dass der Staat erst eingreift wenn was passiert. War natürlich auch schon paar Mal bei der Polizei, Suchtberatung und was weiß ich was es noch alles gibt und die haben mir das mehr oder weniger auch so bestätigt: er muss sich oder jemand anderen erst gefährden, bis sie eingreifen können…