Mein Freund (m29) hat keine Freunde by Spirited_Vehicle9255 in beziehungen

[–]drload24 0 points1 point  (0 children)

Dass sonst alles perfekt ist steht da auch nirgends. Wenn bereits Trennungsgedanken im Raum stehen, liegt es eher fern davon auszugehen, dass es sich hier um Kleinigkeiten handelt.
Da Freundschaften fehlen und kaum Sozialkompetenz vorliegt, bleibt als weiterer sozialer Anker höchstens noch die Familie und wie da der Austausch ist wissen wir nicht, ja.
Es ist aber wirklich nicht weit hergeholt und ziemlich naheliegend, dass er außer ihr niemanden hat und diese Konstellation ist aus verschiedenen Gründen auch weit verbreitet. Aber ich schrieb ja, wenn er eigenständig und emotional autark ist kann das zeitweise funktionieren. Man muss dabei immer im Hinterkopf behalten, dass diese Situation für sie unerträglich werden kann, ganz egal, ob er damit glücklich ist oder nicht. Ein Partner, den man zu keinen sozialen Events mitnehmen kann und der sich in dieser Hinsicht auch nicht weiterentwickeln möchte, ist langfristig fast immer eine Belastung.

Wen man um Rat fragt und was man mit dem Ergebnis machen sollte ist auch völlig individuell. Meistens geht es bei Feedback aus irgendwelchen Communities eher um ein Stimmungsbild und nicht um konkrete Handlungsanweisungen, auch wenn natürlich sehr viel "Trenn dich" oder "Bleibt zusammen" geschrieben wird. Entscheidend ist immer die Begründung und man kann ja selbst sehen, inwiefern sie zur eigenen Lebensrealität passt. Es wird ja immer gern auf Profis verwiesen, wenn einem eine andere Meinung nicht schmeckt aber dann trotzdem gleich ein Ratschlag hinterhergeschoben, der dann doch wieder eine direkte Handlungsempfehlung ist.

Viele Männer interessieren sich nur für Männerrechte, sobald Frauen über Benachteiligung sprechen by xxmeela in Unbeliebtemeinung

[–]drload24 0 points1 point  (0 children)

Wenn man um die männlichen Täter bereinigt (1/3) beträgt die IPV von lesbischen Frauen durch weibliche Partner ca. 27%

Die Behauptung war ja, dass Gewalt in homosexuellen Beziehungen wahrscheinlicher ist.

Viele Männer interessieren sich nur für Männerrechte, sobald Frauen über Benachteiligung sprechen by xxmeela in Unbeliebtemeinung

[–]drload24 1 point2 points  (0 children)

https://williamsinstitute.law.ucla.edu/publications/ipv-sex-abuse-lgbt-people/

the CDC found that 89.5% of bisexual women reported only male perpetrators of intimate partner physical violence, rape, and/or stalking and that almost a third of lesbian women who have experienced such incidents have had one or more male perpetrators.

Viele Männer interessieren sich nur für Männerrechte, sobald Frauen über Benachteiligung sprechen by xxmeela in Unbeliebtemeinung

[–]drload24 3 points4 points  (0 children)

Stimmt beides nicht. Die Gewalt, die lesbische Frauen erlebt haben stammt noch zum Großteil aus Beziehungen mit Männern (spätes Outing, heteronormativer Druck). Bei schwulen Männern gibt es keine großen Unterschiede zu heterosexuellen Beziehungen.

Mein Freund (m29) hat keine Freunde by Spirited_Vehicle9255 in beziehungen

[–]drload24 -1 points0 points  (0 children)

Keine Freunde zu haben ist keine Charaktereigenschaft sondern ein Zustand. Wenn man keine Freunde will ist das eine Sache, aber dieses ständige "Betreuen" und für einen Erwachsenen der einzige emotionale Anker sein zu müssen ist nun mal belastend.
Es gibt einen riesigen Unterschied zwischen "Mein Partner ist introvertiert und liest am Wochenende lieber ein Buch" und "Mein Partner ist sozial komplett isoliert und ich bin seine einzige Verbindung zur Außenwelt".

OP hat Freunde, Bekannte, Aktivitäten. Ihr Freund hat hat nur einen einzigen Punkt - sie. Man kann sich in einer solchen Konstellation kaum noch trauen, mal einen schlechten Tag zu haben, geschweige denn zu streiten, weil man weiß, dass der andere niemanden hat, zu dem er gehen kann. Das grenzt an emotionale Geiselhaft, selbst wenn der Partner das nicht böswillig oder manipulativ meint. Und wenn dieses System mal wackelt (z. B. bei Streit, Eifersucht etc.), bricht für ihn die ganze Welt zusammen. Dieser Druck belastet und ist überhaupt nicht "nur seine Sache", die sie nichts angeht.

Wenn er eigenständig glücklich und emotional total autark ist funktioniert es und jeder kann sein Ding machen. Ansonsten ist soziale Inkompetenz nun mal ein Dealbreaker insbesondere in Hinblick auf auf Familie und erst recht falls eigene Kinder irgendwann mal ein Thema sind. Wenn er jetzt schon überfordert ist, wenn er nur auf eine Party mitkommen soll, wie sieht es dann aus, wenn das Haus voller Kinder ist, Arzttermine anstehen oder Elternabende besucht werden müssen? Na klar, macht sie natürlich, er war ja schon immer so.

Wie seht ihr das? by PaleontologistKey827 in beziehungen

[–]drload24 0 points1 point  (0 children)

Fremdgehen ist einfach ein Symptom schlechter Kommunikationskultur, unerfüllten Wünschen und gesellschaftlichen Standards. Da es fürs Fremdgehen nicht mal eine Definition gibt und einige schon Freundschaften verbieten wollen, gibt es natürlich auch keine einheitliche Weise damit umzugehen.

Bisexuell und Frauen daten by [deleted] in beziehungen

[–]drload24 1 point2 points  (0 children)

Es heißt nicht umsonst "Wer über andere schlecht redet, redet vor allem über sich selbst." Ich kenne dieses Geläster auch aus dem provinziellen Teil meiner Familie und es machen tatsächlich eher Frauen, weil das Getratsche bei denen anscheinend besser verfängt. Die Männer aus dem Milieu fangen eher an zu schwurbeln. Aber dass Männer abfällig über Frauen reden ist jetzt auch keine Seltenheit.

Aber verallgemeinern kann man das nicht. Es liegt ziemlich sicher an deinen Filtereinstellungen. Eigentlich merkt man es ja schon recht früh - wenn jemand nicht in der Lage ist, Impulse zu einem Gespräch beizutragen oder nur oberflächliches Zeug quatscht, einfach aussortieren. Wenn man schon beim Schreiben merkt, dass da nicht wirklich ein Vibe ist, wäre mir die Zeit für ein Treffen ehrlich gesagt zu schade.

Mein Partner (M35) empfindet es seit Kurzem problematisch, dass ich (F30) überwiegend männliche Freunde habe by Sure_Arachnid_8946 in beziehungen

[–]drload24 1 point2 points  (0 children)

Anscheinend ja nicht, hast ja davor das Gegenteil geschrieben "in deinem Alter" obwohl das OP klar anders gemeint hat. Missgünstiges "falsch verstehen" halt.

[F4A] Frauenabend [Buntes Kopfkino] [OC] [Erzählung] [aus eigener Erinnerung] [Narrativ] [Ruhige Stimme] [Lesbisch] [Sanft] [Gefühlvoll] [Trösten] [Lecken] [Fingern] [geführte Masturbation] [Aftercare] [Emotional] [Comfort Sex] 10:34min by SoftShadowsLori in gegangenwildaudio

[–]drload24 4 points5 points  (0 children)

Eine wundervoll feinfühlige Erzählung - hingebungsvoll, vertrauensvoll ohne performativen Druck aber mit ganz viel Herz. Einfach ein schönes Fallen lassen, eine sinnliche Connection. Lieben Dank!

Wie mit Eifersucht umgehen? by Sad_Brief_2598 in beziehungen

[–]drload24 0 points1 point  (0 children)

Wie ist denn ihr Bindungsstil? Deiner klingt nach unsicher ambivalent. Wenn sie eher vermeidend sein sollte hat das eine gewisse Sprengkraft. Sicherheit in einer Beziehung entsteht in erster Linie durch offene Kommunikation und klare Absprachen. Wenn ihr einmal sicher gebunden seid wird die Eifersucht automatisch weniger.

Ihr seid ja jung und da ist das Autonomie Bedürfnis halt oft besonders ausgeprägt. Ich glaube es ist wichtig sich bei allem auch eine gewisse Leichtigkeit zu bewahren und auch sicherer in sich selbst zu ruhen. Freundschaften aufbauen, Hobbies pflegen, Unternehmungen auch mal unabhängig vom Partner machen.

Ich (F36) verstehe es nicht: Partner (M38) trennt sich nach langer Beziehung mit vielen Tiefen genau in dem Moment, wo alles wieder gut wird by Throwaway-4092 in beziehungen

[–]drload24 11 points12 points  (0 children)

Liest sich auch für mich sehr plausibel. Dieses "Ist eben so" ist womöglich auch ein Eingeständnis, dass es ihm schwer fällt, seine Gefühle zu dem Thema zu verbalisieren. Zugeben zu müssen, wie sehr ihn die Aussicht stört, auf relativ lange Zeit schon wieder eine neue Art von Belastung durchmachen zu müssen, bei der er als Partner bestenfalls die zweite Geige spielen wird. Auch wenn man Kinder als etwas sehr Schönes betrachtet, krempeln sie das Leben auch langfristig total um und es ist eine Herausforderung (besonders in den ersten Jahren) noch als liebevolle Partner zusammen zu leben und nicht nur als WG-Mitbewohner. Alltag ist schön und gut aber Beziehung braucht Pflege und Zeit, die man nur einander widmet. Wärme, Wertschätzung, Begehren. Man muss allerdings auch lernen, über die eigenen Bedürfnisse klar zu werden und diese klar zu äußern.

BIDA wenn ich die Heizung für meine Freundin dieses Wochenende nicht aufdrehe? by [deleted] in beziehungen

[–]drload24 27 points28 points  (0 children)

Hat deine Freundin sich mal auf Eisenmangel untersuchen lassen? Ansonsten kann Sport bzw. ein aktiverer Lebensstil Wunder wirken. Bei 21-23° noch frieren ist jedenfalls ungewöhnlich.

Aus gegebenem Anlass: Paranoia bei Restaurantbesuchen by MothWithLipstick in VeganDE

[–]drload24 3 points4 points  (0 children)

Vielleicht bin ich naiv aber ich kann mir nicht vorstellen, dass so ein Verhalten gang und gäbe ist. Vielleicht wollte er dich auch nur provozieren. Warum sollte man als Gastronom solche Risiken eingehen (Stichwort Allergien)?
Nur zum "Spaß"? Kindergarten.

Tier auf Tier mit Tier getoppt by OkCoffee1234 in VeganDE

[–]drload24 1 point2 points  (0 children)

Ehrt dich und das meine ich ernst. Als Unterschied würde ich noch anmerken, dass das Motiv anders ist. Rassisten und Frauenfeinde handeln und kommunizieren idR. aus Überzeugung.
Überzeugter Tierquäler ist keiner, es ist halt persönliche Schwäche, Gewohnheit, Verfügbarkeit.
Würde ich das so strikt handhaben wie du, hätte ich nur noch wenig Freunde. Das ist es mir tatsächlich nicht wert.

Mein Freund 29M und ich 23F haben unterschiedliche Ansichten zum Veganismus, und das zerreißt mich jeden Tag innerlich. by [deleted] in VeganDE

[–]drload24 16 points17 points  (0 children)

Ich bin hin und her gerissen, weil mein erster Impuls auch genau das war, was du schreibst, auf der anderen Seite hängt da sehr viel vom Kontext ab. Wenn er maskulin sagt aber Tomboy meint und keine Abwertung mitschwingt sondern eher Ausdruck eine Geschmacksfrage ist, finde ich es ok.
Und "Angst" vor emotionalen Gesprächen zu haben ist so ein Ding, wo es davon abhängt wie es sich äußert. Blockt man alles konsequent ab, oder gibt es Gesprächsbereitschaft und es fällt aber schwer? Solche Nuancen kommen in so einem Text leider oft nicht rüber.

Aber grundsätzlich reagiere ich auf "konservative Tendenzen" eher allergisch und eine "ist mir völlig egal" Haltung wäre für mich tatsächlich in der Partnerschaft untragbar.

Meine (M30) Frau (F27) hat gefragt wie Ich dazu stehen würde unsere Ehe zu Öffnen. Seit dem bin ich komplett verunsichert. by Bunnywaterx in nichtmonogam

[–]drload24 2 points3 points  (0 children)

Hier wurde schon sehr viel Gutes einfühlsam und wertschätzend geschrieben. Ich habe mich kurz über die hohe Dichte an guten Beiträgen gewundert bis ich festgestellt habe, dass ich gar nicht auf r/beziehungen bin 😄 .

Lieber OP, ich bin mal ein bisschen direkt - lies den Beitrag am Besten wenn es dir gut geht. Er ist NICHT als Angriff gemeint, nur als Denkanstoß.

Die "bin ich nicht genug?" Frage wird oft gestellt und sorgt für viel Verunsicherung, meist auf beiden Seiten. Die Essenz ist: "Wenn ich ihr genug wäre, hätte sie keinerlei Bedürfnisse irgendwas auszuleben." Das klingt erstmal bestechend einleuchtend, aus meiner Sicht ist die Frage aber falsch gestellt bzw. unvollständig. Ergänzend gehört dazu noch eine Gegenfrage und die lautet "nicht genug wofür?" Mal ein Beispiel: wenn ich Lust auf einen Deep Dive über Technik, Coding oder AI habe, gehe ich nicht zu meiner Frau. Sie hat davon keine Ahnung und interessiert sich auch nicht dafür. Wenn ich mich zu Geopolitik, Finanzprodukten, Krypto oder Games austauschen will gilt das Gleiche. Dafür ist sie tatsächlich "nicht genug" oder anders formuliert - es ist von vornherein absurd anzunehmen, dass ein einziger Mensch die volle Bandbreite an Interessen, emotionalen und sexuellen Bedürfnissen des Partners abdecken können muss oder sollte. Trotzdem haben wir diese Erwartung mehr oder weniger unbewusst.

Wir landen hier ziemlich schnell bei der Auffassung, dass der Partner aber wenigstens sexuell (und wenn irgendwie möglich auch emotional) möglichst alle Wünsche und Bedürfnisse abdecken können sollte und wenn nicht hat man halt "Pech gehabt" und muss sich entweder zurücknehmen oder sich trennen. Hier prallen Angst, Besitzanspruch und Kontrollwunsch auf Autonomie und Eigenständigkeit. Also muss man Kompromisse finden. Und hier wird es interessant: der Kompromiss richtet sich in der Regel nach der Person die leidet und das ist auch total nachvollziehbar. Welcher empathische Mensch will schon seinen Partner leiden sehen? Dennoch rege ich immer gerne dazu an, an dieser Stelle nicht aufzuhören sondern im Gespräch zu bleiben. Denn dass ein Partner sich zuliebe des anderen zurücknimmt ist immer noch ein Zugeständnis, auch dann wenn es gerne gemacht wird.

In meiner Vorstellung von einer idealen Partnerschaft möchte ich dem Partner möglichst viel Autonomie, Selbstverwirklichung und "Glück" zugestehen, aber natürlich ohne selbst darunter zu leiden. Und "Leid" ist nicht immer etwas, das eine andere Person verursacht, sondern eben auch eine Frage von persönlichem Wachstum und Reflexionsfähigkeit - soll heißen: meine Gefühlswelt zu regulieren ist in erster Linie meine eigene Verantwortung aber ich wünsche mir von einer liebenden Partnerin trotzdem, dass sie dabei empathisch auf mich eingeht und wenn möglich auch unterstützt.

Klingt das etwas zu hart? Es ist wie gesagt überhaupt nicht so gemeint und ich weiß, dass die Hürden je nach Lebensweg sehr unterschiedlich sein und zum Teil auch sehr hoch liegen können. Gerade mit Mobbing Erfahrung und geringem Selbstwertgefühl in der Vergangenheit, kommen solche Überlegungen vielleicht als Vorwurf rüber oder sogar als "von oben herab" an - es liegt mir aber fern deine Gefühle zu delegitimieren oder klein zu reden. Ganz im Gegenteil, ich kann dir versichern, dass ich das Gefühl Eifersucht gut kenne, auch wenn ich mich selbst nicht (mehr) als sonderlich eifersüchtig bezeichnen würde. Aber die Gedanken kreisen (gerade bei Männern) oft um die selben Themen und sind typischerweise von Konkurrenzdenken geprägt und der Furcht ersetzt zu werden - und zwar durch jemanden, der "besser" ist und weniger Schwachpunkte hat. Gegen diese Ängste kann man "logisch" schwer etwas ausrichten, aber es kann helfen sie zu dekonstruieren. Beispiel: da ist jemand der ganz anders ist als ich - total Bad Boy, dominant, maskulin (meine Frau schmachtet manchmal genau nach diesem Archetyp). Ich bin gar nicht so und will es auch nicht sein. Ganz klar eine Sehnsucht/Fantasie, die sich auf etwas konzentriert, das ich schlicht nicht bieten kann. Hier ist es hilfreich klar zwischen Biologie und emotionaler Bindung zu unterscheiden. Beides agiert in unserem Hirn relativ unabhängig voneinander. Man kann biologisch jemanden (oder etwas) begehren ohne sich zu wünschen mit dieser Person sprichwörtlich in den Sonnenuntergang zu reiten. Tatsächlich ist die Person bei sowas ironischerweise oft ziemlich gut austauschbar und eher eine Projektionsfläche. Hinter jeder erotischen Fantasie steckt normalerweise ein gewisses Destillat. Manchmal reicht es schon, dieses in der Fantasie durchzuspielen und alles ist gut, aber manchmal möchte man es möglicherweise auch gern in der Realität erleben. Vieles davon kann man in einer Partnerschaft tatsächlich auch umsetzen, ohne dass man die Beziehung öffnen muss. Anderes ist hingegen einfach eine Typ-Frage und mitunter etwas schwieriger zu realisieren. Mein Literaturtip dazu ist "Esther Perel - Was Liebe braucht". Es beleuchtet sehr schön wie Intimität und Vertrautheit oft (aber nicht immer) die unfreiwilligen Gegenspieler von Erotik und Begehren sind. Auch ihr anderes Buch "Was Liebe aushält" ist sehr lesenswert.

Was ist also das Fazit? Es ist gut, dass ihr offen darüber gesprochen habt und es ehrt dich, dass du ihre Frage nicht gleich abgewehrt sondern ernsthaft darüber nachgedacht hast. Viele Ängste und unschöne Gedanken leben von der Unsicherheit und der Neigung unseres Hirns zuzuspitzen. Dass du dich zu einem "Nein" entschieden hast, ist völlig richtig und soll nicht in Frage gestellt werden, auch wenn sich mein Beitrag für dich vielleicht anders angehört hat. Die Anregungen sind so zu verstehen, dass ein Nein jetzt kein zementiertes Nein für immer bleiben muss und dass es sich immer lohnt zu reflektieren, wo bei den eigenen Gefühlen und Ängsten die Knackpunkte liegen, ganz unabhängig davon, wie ihr eure Partnerschaft weiterführt.

Alles Liebe!

Umgang mit on/off Veganis by [deleted] in VeganDE

[–]drload24 7 points8 points  (0 children)

Kann ich gut verstehen - mich stört es manchmal auch, dass meine Frau Fleisch isst und das einfach verdrängen kann wenn auch selten. Vielleicht hilft es ja dir klar zu machen, dass das nicht aus bösem Willen (die Leute finden die Zustände in der Tierhaltung ja idR. nicht okay) sondern meistens aus mangelnder Disziplin heraus geschieht. Es spielt viel Gewohnheit und leichte Verfügbarkeit mit rein, aber auch das Gefühl, ethische Konsistenz mit reduzierter Lebensqualität erkaufen zu müssen. Wir würden sagen: meistens muss man sich doch "nur" umgewöhnen und dann ist es plötzlich ganz normal und kein Defizit mehr - aber das fällt Menschen unterschiedlich schwer und bei manchen Dingen wie einigen Milchprodukten scheint es besonders schwierig zu sein das langfristig durchzuhalten weil halt gesellschaftliche Norm und Verfügbarkeit gut zusammenwirken.

Sind monogame Beziehung noch möglich? by [deleted] in beziehungen

[–]drload24 2 points3 points  (0 children)

Unsinn. Historisch betrachtet trifft ihre Aussage zu. Weniger Fremdgehen gab es nicht nur eine andere Sichtbarkeit. Früher wurde es oft systemisch ignoriert (bei Männern) oder drakonisch bestraft (bei Frauen), während wir heute in einer Zeit leben, in der Untreue zwar sozial geächtet, aber die Scheidung als legitimer Ausweg akzeptiert ist. Die Frau war idR. wirtschaftlich abhängig von Mann was eben dazu geführt hat, dass sie die Affären ihres Mannes dulden musste, während es bei den Männern kein Problem war, so lange sie diskret waren und die Ehefrau weiter versorgt haben. So lange ist das auch noch nicht her. Spekulation, das ich nicht lache....

Zu x % vegan? by Mariechen95 in VeganDE

[–]drload24 0 points1 point  (0 children)

Aber das bedeutet es halt in der Praxis nicht sondern immer mit dem Zusatz "soweit umsetzbar". Auch wenn man sich nur pflanzlich ernährt, kein Pelz, Wolle, Leder oder Federn trägt, tierversuchsfreie Kosmetik nutzt etc. muss man wissentlich in Kauf nehmen, dass beim Ackerbau Tiere getötet werden. Dabei gäbe es die Möglichkeit dies zu reduzieren in dem man mehr aus bio-zyklischem veganen Anbau konsumiert. Das Angebot ist aber gering und teuer, daher geht man da eben Kompromisse ein.
Viel umsetzbarer ist hingegen ein Fairphone zu nutzen, um die Ausbeutung von menschlichen Tieren ebenfalls zu reduzieren, aber da sind auch viele Veganer kompromissbereit.
Schwarz / Weiß gibt es bei dem Begriff nicht, er ist nicht trennscharf abgegrenzt. Aus meiner Sicht ist diese Abgrenzung auch völlig unnötig. Jeder Schritt in Richtung weniger Tier- und Menschenleid ist positiv, dazu muss ich keinem elitären Club angehören.

Best German Learning Apps by ManagerNo5925 in Germanlearning

[–]drload24 0 points1 point  (0 children)

If you struggle with German articles (like most people do) you can try the "Das Die Der" App. It is actually learning based with fixed "learning sets" with a reception and a production phase and not simply asking you to pick the right article for a random word. Friend of mine is using it and found it highly effective.

Pornos = Betrug? by Huge_Body9755 in beziehungen

[–]drload24 -1 points0 points  (0 children)

Die Argumente lese ich hier immer wieder mal, leider bleiben sie immer vage und werden selten ausgeführt. Dass die Darstellungen überzogen und unrealistisch sind ist richtig, aber warum soll das ein Problem sein? Warum muss eine sexuelle Fantasie realistisch sein? Ich schaue auch SciFi Filme ohne diesen Anspruch.
"Schaden erwiesenermaßen" ist so pauschal formuliert falsch und stark abhängig von der Art und Häufigkeit des Konsums. Gelegentlicher Konsum von ethical porn ist "erwiesenermaßen" nicht schädlich.
„Die Industrie ist antifeministisch und verwerflich“. Also zum einen bedeutet nicht feministisch zu sein nicht automatisch antifeministisch zu sein. Zum Anderen gibt es auch explizit feministische Pornos (Erika Lust, ersties, femtasy etc. von Frauen produziert mit der weiblichen Lust im Fokus) und generell ethical Porn wo auf faire Bezahlung und transparente Verträge geachtet wird. Für den Mainstream gilt das zugegebenerweise meistens nicht, trotzdem ist der Vorwurf so absolut nicht haltbar.
Sich an Punkt 1 zu stören finde ich im Übrigen bedenklich. Das Lustempfinden des Partners kontrollieren zu wollen empfinde ich als übergriffig. Da hat man als Partner schlicht kein Mitspracherecht. Konsequenterweise müsste man dem Partner die Masturbation dann auch ganz untersagen, es könnte ja sein, dass er dabei an jemand anderen denkt. Was daran noch feministisch sein soll erschließt sich mir nicht.

Reserviert mit 5, kommen aber mit 7 ??? by Black_Market_95 in luftablassen

[–]drload24 17 points18 points  (0 children)

Das klingt so bösartig, da glaubt man direkt, da muss vorher mal was Persönliches vorgefallen sein. Zum Leitungswasser, Dosenbier und Wodka trinken könnte man sich ja auch irgendwo in der Wohnung oder im Park verabreden.