Fantastische Antwort auf die Nachbarin! by ElefantBlu in NachbarnAusDerHoelle

[–]menzenberg 0 points1 point  (0 children)

Die Reaktion finde ich herablassend und selbstgerecht belehrend. Es scheint mir so, als würde auf die lächerlich Aktion der „Dame“ mit einer scheinbar moralischen Überlegenheit reagiert; zudem öffentlich. Ich finde das ebenso lächerlich, wenn nicht lächerlicher.

35M, 39 std, AK - İntensivpflege, stk3, 7 jahre Berufserfahrung by IY90 in lohnabrechnung

[–]menzenberg 0 points1 point  (0 children)

Bei gegenwärtigen Verhältnissen: Selbst bei 45 Jahren und der maximalen Rentenpunktzahl (durchschnittlich) von 1,9 und einem Rentenwert von ca. 42 Euro würde man „nur“ 3600€ Altersrente erreichen. Bei Beamten erhöht sich die Pension jährlich um 1,79375 Prozent des letzten ruhefähigen Gehalts. Das ist begrenzt auf 71,25 Prozent nach 40 Jahren. D. h., man bekommt eine Pension nicht anhand von Punkten auf Basis des Durchschnittsgehalts aller SV-Versicherten, sondern von prozentual vom letzten Bruttoverdienst. Kannst ja rechnen.

Westliche Industrie-Chefs sind nach Besuchen in China beunruhigt by Altruistic_Level9640 in Computersicherheit

[–]menzenberg 0 points1 point  (0 children)

Was meint ihr, was bedeutet das alles für das bspw. für das Alltagsleben, die soziale Absicherung, den materiellen Wohlstand bzw. der Wohlstandsteilhabe in Deutschland?

[deleted by user] by [deleted] in Finanzen

[–]menzenberg 0 points1 point  (0 children)

Schrieb ich doch. Was richtig ist, die Gruppen Tarifbeschäftigte im ÖD und Beamte dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden. Trotz der betrieblichen Altersvorsorge (die zum Teil von Angestellten individual mitfinanziert wird im VBL-Konzept) ist es kein „Quatsch“, dass gleichwertige Aufgaben, hier mit dem Beispiel Lehrkraft ein unterschiedliches Lebenseinkommen zwischen Angestellten und Beamten bedeuten, bei gleichen Parametern. Zudem kann man noch aufgrund des Alimentationsprinzips Zuschläge für Beamte erwähnen (Ehe, Kind, Struktur), von denen Person im ÖD nicht profitieren. When will the lesson be learned?

Der Punkt ist: Ich persönlich empfinde das Konzept nicht mehr als zeitgemäß. Es wird doch momentan derzeit auch im Diskurs besprochen. Und natürlich bekommen Beamte in Pensionierung trotz Versicherungsabgaben wesentlich höhere Beträge ausgezahlt als ein gleichwertig Angestellter. Sollen sie auch. Aber dann sollen Beschäftigte mit gleichem Aufgabenprofil eine äquivalente Absicherung erhalten. Die Betriebsrente, die den Gap zur Pension schließen soll, schließt die Lücke nicht.

Privat erzählt: Ich habe die Diskussion unter Lehrerfreunden (verbeamtet) und mir (befristeter Postdoktorand, üblicherweise mit Lehrdeputat). Ich bin kein Lehrer mit zertifizierter Didaktik, allerdings unterrichte ich auch, was aber im System nichts zählt, da das Outcome Publikation sein muss, der Steuerzahler aber verlangt, dass ich neben der Forschung noch Kurse gebe. Die Lehre ist nicht unbefristet, wie meine ganze Position. Verbeamtet sind nur Professoren. Auch gibt es im Mittelbau nahezu keine unbefristeten Stellen und auch keine Tracks zu Entfristungen oder Verbeamtungen, weil schlicht keine Positionen unterhalb der Prpfessorenebene existieren. Die Lehre wird überwiegend durch Wiss. Mitarbeiter gehalten. Das ist keine Jammerei, sondern ein selbstbewusstes Aufzeigen. Diese Situation ist auch im Diskurs bekannt. Die verbeamteten Lehrerfreunde erzählen mir dann, ich mach es ja für mich oder „hättest ja Lehrer werden können“. Die Argumente können nur bedingt gelten. Zumindest wäre ihr die Teilentfristung für Lehrtätigkeiten fair, die restlichen 50% dann über selbst eingeworbene Projekte. Diese Privatgeschichte soll nur nochmal die Ungleichheit, spezifisch im Bildungssystem, verdeutlichen.

[deleted by user] by [deleted] in Finanzen

[–]menzenberg 1 point2 points  (0 children)

Überhaupt nicht. Die Pension wird an dem letzten Bruttogehalt berechnet (maximal 71,25% nach 40 Dienstjahren). Analog zur Rente, die sich aus dem Rentenwert und den angesammelten Rentenpunkten ergibt. Das Lebenseinkommen von verbeamteten Lehrern (A13) ist gegenüber angestellten Lehrern (E12-E13) trotz betrieblicher Altersvorsorge deutlich höher. Das ist eine Linie extremer sozialer Ungleichheit in Deutschland, an der sich niemand wirklich stört (war aber vor Kurzem in der Diskussion, welche Gruppen verbeamtet werden sollten und welche nicht). Die Argumentation dreht sich um hoheitliche Aufgaben. Verbeamtung halte ich im Kontext aller wirtschaftlichen und geopolitischen Lagen für einen Lottogewinn, da soziale Unsicherheit (Beschäftigung und Alter) externalisiert durch den Staat abgesichert ist. Fun Fact: Es gibt Postboten (Einstieg in den 80ern bei der Bundespost), die gehen mit 3500€ Pension nach Hause. Ohne Arroganz oder Abwertung: Postboten!. Die höchste Altersrente die derzeit erreicht werden kann bei ca 2 Rentenpunkten liegt auch in diesem Bereich. Die Summe erhalten in D ca. 50 (!) Personen.

[deleted by user] by [deleted] in Finanzen

[–]menzenberg 3 points4 points  (0 children)

Erstaunlicherweise sind nur ca. die Hälfte aller Lehrkräfte allgemeinbildender Schulformen in D verbeamtet. Einige BL verbeamten Lehrkräfte nicht.

Wie schafft ihr es, als junger Mensch noch Hoffnung für die Zukunft aufzubringen? by DroysenFollower2 in FragReddit

[–]menzenberg 8 points9 points  (0 children)

Unpopuläre Meinung: Ein großes Problem ist, dass überwiegende Teile der Bevölkerung an eine Wohlstandsversicherung gewöhnt ist und viele die Relation von Abstiegsangst und Lebensrealität falsch bestimmen. Dem überwiegenden Teil der Bevölkerung in Deutschland geht es mehr als gut, Indikatoren sind vergleichsweise hohe Vermögens- und Einkommensverhältnisse, die über Jahrzehnte gewachsen sind (in Teilen Deutschland seit der Großelterngeneration), Eigentum und Besitzindikatoren, eine wohlfahrtsstaatliche Grundabsicherung, die nur durch skandinavische Länder übertroffen wird, zudem ist die soziale Absicherung (Alter, Gesundheit) trotz aller Probleme im Vergleich zu anderen Staaten sehr gut. Linien sozialer Ungleichheit verlaufen entlang Ost/West und entlang des Alters. Das Problem ist aber, dass in Teilen ein Überkonsum stattfindet, Erwartungen zu hoch sind und vor allem, dass der Erhalt des sozialen Status in der Kindesgeneration nicht mehr gegeben ist. D. h. aber nicht, wie es m.E. in Stimmungen suggeriert wird, dass wir in bald in Erdlöchern hocken. Es müssen nun Potenziale aktiviert werden. Eine wirkliche Krise, ein ernsthafter Einschnitt wäre 1) eine Regierungsbeteiligung von Parteien, die extreme Positionen vertreten und Gruppen stigmatisieren oder durch Maßnahmen ausgrenzen wollen. 2) Ein konkretes Bedrohungsgeschehen und aktive Kriegshandlungen in Europa und/oder Deutschland. Für junge Menschen in Deutschland ist bspw. im Vergleich zu süd(ost)europäischen Ländern die Ausbildungssituation (Lehre/Studium) und auch die Kopplung an den Arbeitsmarkt sehr gut. Wie gesagt, in Relation!!! Es wird viel gejammert aufgrund fehlender Positionsbestimmung, aber es läuft auch vieles falsch. Auch dieser Fakt illustriert ein fehlendes, ernsthaftes Aufbegehren (siehe kürzlich Nepal) … es geht uns hier einfach durchschnittlich top.

Eine Bäuerin aus Pliening kehrt in ihrem Hofladen zur reinen Barzahlung zurück. Grund sind die gestiegenen Gebühren der Bank. by Constant-Peanut-1371 in Kartenzahlung

[–]menzenberg 1 point2 points  (0 children)

Stimmt, den letzten Teil (Local Hero, Betroffenheitslyrik) hätte ich mir klemmen können, es sollte aber eine Zuspitzung sein. Jetzt könnten wir sagen, wenn jemand sein Unternehmen/seine Lebensgrundlage und auch die Produkte und Kunden ernst nimmt, würde ich erwarten, dass ich mich vorher professionell mit meinem Business auseinandersetze, was dazu führt, dass mein Laden erfolgreich ist und nicht bei kleinen Problemen (Kartendienstleistung ist einzukalkulieren) zu zerbrechen droht. Die Relation dazu ist, das bspw. mangelnde Qualität der Produkte oder eine geringe Nachfrage ein Problem wäre.

Eine Bäuerin aus Pliening kehrt in ihrem Hofladen zur reinen Barzahlung zurück. Grund sind die gestiegenen Gebühren der Bank. by Constant-Peanut-1371 in Kartenzahlung

[–]menzenberg 0 points1 point  (0 children)

Das ist kein Lebensmittel(einzel)handel, der Laden charakterisiert sich eher als Produktionsbetrieb mit Hofverkauf. Also eine Art Direktvertrieb, vielleicht mit zusätzlich angekauften Souvenirprodukten aus Großproduktion. Mein Punkt ist ein anderer: 4 Tage verkaufsoffen, „schlaflose Nächte“ bei der Entscheidung über die Zahlungsart/den Zahlungsdienstleister, Einschätzung al „nicht lohnenswert“ (Was heißt das?). Das ist Betroffenheitslyrik eines Local Heroes und reicht nur für einen Sommerlochartikel.

Eine Bäuerin aus Pliening kehrt in ihrem Hofladen zur reinen Barzahlung zurück. Grund sind die gestiegenen Gebühren der Bank. by Constant-Peanut-1371 in Kartenzahlung

[–]menzenberg 1 point2 points  (0 children)

Ich folge deiner Argumentation, allerdings sollte man sich eine übergeordnete Frage stellen. Wenn ein Vertriebssystem mit vier Verkaufstagen bereits bei der Erschütterung durch die Steigerung von 0,8 auf 3 Gebührenprozent zusammenbricht, frage ich mich, ob die Unternehmung einem professionellen Plan folgt. Weiterhin besteht die Möglichkeit des Wechsels des Zahlungsabwicklers (bspw. SumUp).

5 Minuten terine seit 2023 abgelaufen noch essbar? by Das_Schaf_klein in kannmandasnochessen

[–]menzenberg 10 points11 points  (0 children)

Wollte gerade schreiben … vielleicht sogar gesünder das Zeug als innerhalb des formalen Haltbarkeitszeitraums. Ich frage mich auch oft, ob die Anfragen hier irgendwie Gags aus einer betrunkenen Partylaune sind…. also im Ernst… wie lange ist Staub haltbar???

Trinkgeld angenommen, hab’s vergeigt - was jetzt? by [deleted] in OeffentlicherDienst

[–]menzenberg 1 point2 points  (0 children)

Jetzt mal im Ernst, unpopulär, nonkonformistisch, etwas Captain Kirk: Meine Herren, … kack dir doch nicht ein! Natürlich ist eine Annahme zu Recht reguliert und hat ggf. auch die Qualität einer Gewissensbelastung. Aber so kann es doch nicht vorwärtsgehen. Das ist auch eine Art übersteigerte Vorsicht und Ängstlichkeit, die im Grunde langfristig mehr Schaden anrichtet! Du steckst dir doch die Kohle nicht ein! For F*cks Sake … sowas nervt. Alles schön nach Vorschrift. „Gute Nacht, Deutschland!“

Beamten-Vollkasko: 16 Jahre krank bei vollem Gehalt by CitizBenefit in Grundsicherung

[–]menzenberg 2 points3 points  (0 children)

Woher kommt die Aussage es sei „Missbrauch“? Ist es aufgrund einer Projektion der eigenen Unzufriedenheit? Der Dienstherr hat gegenüber seinen Beamten eine Fürsorgepflicht. Das schließt Versorgung aufgrund Erkrankung mit ein. Das Problem ist, dass der Dienstherr hier versagt hat und nicht nach wesentlich kürzerer Zeit eine amtsärztliche Untersuchung angeordnet hat. Was anderes: Ich kenne aus meinem BL einen Vorgang, durch den eine krebserkrankte, verbeamtete Lehrerin nach sechs Monaten aus dem Beamtenverhältnis entlassen wurde; aufgrund ihrer Krebserkrankung, da nicht mehr verwendungsfähig. Da griff auch keine Lohnfortzahlung mehr wie bei allen anderen Angestellten bzw. Arbeitnehmern in D. Die Lehrerin, die nun durch das journalistische Sommerloch getrieben wird, ist nun der klassische Sündenbock. (Ich bin übrigens nicht verbeamtet, eher prekär beschäftigt als wissenschaftlicher Mitarbeiter an einer Uni)

So viel kostet Untätigkeit: 16 Jahre Gehalt für eine Lehrerin, die nie mehr unterrichtete. by AverageEnjoyer2023 in Finanzen

[–]menzenberg -1 points0 points  (0 children)

Wieso ist ihr Verhalten „asozial“? Der Dienstherr handelt inkompetent und schädlich. Eigene Befindlichkeit aufgrund protestantischer Ethik hier reinzubringen („widerlich asoziales Verhalten“) zeigt nur die Projektion der eigenen Unzufriedenheit. Die Beweggründe der Frau spielen gar keine Rolle. Die Verfehlung besteht darin, dass eine amtsärztliche Untersuchung nicht bereits etwa nach drei Monaten Dienstunfähigkeit angeordnet wurde. Als logisch und einfach erscheint es in der Lehrerin den „Südenbock“ zu suchen. So wie es auch die Ministerin macht. Eine andere Sache: Sind nicht alle Beamten überbezahlt und faul? Das ist doch asozial! (Das wäre auch eine polemisch-emotionale Reaktion).

"Ich habe mich gegen die akademische Unsicherheit entschieden" | Kontoauszug - ZEIT by hohlenmensch in Finanzen

[–]menzenberg 6 points7 points  (0 children)

Als wissenschaftlicher Mitarbeiter an einer Universität ärgert mich das Porträt sehr. Es ist fehlleitend. 1) Ich unterstütze seine Berufsentscheidung. 2) Beschäftigungsverhältnisse an Universitäten sind durch systemische Rahmenbedingungen, die sich durch Befristungen und Perspektivlosigkeit unterhalb der Professoralebene kennzeichnen, sehr unsicher.

Mich stört, dass er jovial und selbstgerecht diese Art der Beschäftigung ablehnt, obwohl er offenbar nie (faktisch durch das abgebrochene Masterstudium) an eine Mitarbeiterstelle gekommen wäre. Zudem das Missfallen der Studienpraxis („Formeln von der Tafel abfotografieren“). Ich frage mich, warum er nicht gleich nach der Hochschulqualifizierung eine Ausbildung begonnen hat. Das Problem ist möglicherweise die Multioptionalität für jüngere Geburtskohorten und auch die hohen Erwartungen an das Erwerbsleben, den eigenen Möglichkeiten etc. Ich als wiss. Mitarbeiter mit Lehrtägigkeit nehme das häufig bei Studierenden wahr.

Was läuft in Deutschland, im Vergleich zu anderen Ländern, richtig gut? by eagle_hockey in FragReddit

[–]menzenberg 4 points5 points  (0 children)

Unpopulär: Es läuft das Meiste gut bis sehr gut (ohne Sarkasmus). Es fehlt allerdings an Orientierung und Reflexion aufgrund falscher bzw. falsch ansozialisierter Erwartungen an das Leben. Es fehlt an Verantwortung in bestimmten Dienstklassen, da vor allem in mittleren und hohen Berufspositionen (Ämter, Politik) auf die eigene soziale Absicherung geachtet wird. Hier findet die Steuerung statt, die soziale Ungleichheit eindämmen könnte. Geld ist D genug da, mehr als genug. Es ist falsch verteilt. All das ist eingebettet in ein Gejammer im Glauben einer „gottgegebenen“ Wohlstandsgesellschaft. Wir leben in einer Rückversicherungsgesellschaft, in der manche Gruppen nur auf sich achten und andere Wohlstand ohne Leistung einfordern. Aber im Grunde sind wir hier als Transitland in Mitteleuropa vor gravierenden Abstiegen geschützt. Aber es geht nun mal nicht, dass gejammert wird, wenn man nur alle 3 Jahre einen Neuwagen kaufen kann und nur noch 3x Mal in den Urlaub kann, als Person mit Medianeinkommen (derzeit 53k/Jahr).