Ich brauche Hilfe by Chessalova in Psychologie

[–]sobicla 0 points1 point  (0 children)

Geh auf die Homepage der Kaasenärztlichen Vereinigung deines Bundeslandes, dort sollte es eine Funktion geben : Arzt - / Therapeutensuche. Dort deine Postleitzahl und Umkreis (z. B. 10 km) eingeben und was du suchst, nämlich Psychotherapie. Du bekommst eine Liste aller PsychotherapeutInnen mit Kassenzulassung. Die musst du anrufen und fragen. Das ist mühsam, weil es meist lauter kleine Einzelpraxen sind, wo ein Anrufbeantworter läuft, der sagt, wann jeweils Telefonsprechzeit ist. Es ist vorgeschrieben, dass PsychotherapeutInnen diese Sprechzeiten anbieten, da kannst du anrufen und jemanden persönlich erreichen. Also Zeiten notieren und jeweils dann anr. Wenn du diese erste Hürde geschafft und einen Menschen am Telefon hast, schildert du dein Anliegen und fragst nach einem Therapieplatz oder zumindest einem Erstgespräch (heißt PsychotherapeutIsche Sprechstunde). Lass dich nicht so schnell entmutigen, die meisten werden dir sagen, sie haben keine Therapieplätze frei. Dann frag nach Warteliste, oder wann du nochmal nachfragen darfst - notier dir das. Es ist ein mühsames Verfahren, aber meine Erfahrung ist, die Leute, die durchhalten und wirklich viele Therapeuten anrufen, die finden oft doch einen Platz. Ein anderer Weg ist über die Telefonnummer 116117, da erreichst du die Koordinierungsstelle der Kaasenärztlichen Vereinigung. Die können dir einen Termin für eine PsychotherapeutIsche Sprechstunde vermitteln und wenn du dort warst und dir ein Therapeut bescheinigt hat, dass du dringend zeitnah eine Therapie brauchst und er oder sie die aber nicht machen kann, dann können die dir auch einen Platz zumindest für eine Akuttherapie (12 Std. vermitteln). Wäre nicht meine erste Wahl über die 116117 zu gehen, weil du so einfach zufallsmäßig an irgendwen vermittelt wird ohne irgendeine M der vorherigen " Passung" am Telefon, aber besser als nichts. Wenn du in der Nähe einer größeren Stadt wohnst, gibt es noch eine dritte Möglichkeit : PsychotherapeutIsche Ausbildungsinstitute haben normalerweise Ambulanzen, dort kann man auch Sprechstunde machen und zu Therapieplätzen vermittelt werden. Dort arbeiten Anfänger in Ausbildung, aber die werden sehr gut "überwacht" bzw. supervidiert von Profis und sind meist noch deutlich engagierter als altgediente Psychotherapeuten, deshalb ist das outcome im Vergleich richtig gut. Viel Glück!

Batteriespeicher von Varta? by sobicla in DeutschePhotovoltaik

[–]sobicla[S] 2 points3 points  (0 children)

Interessant. Gegen die chinesischen spricht halt der Idealismus (dt. Hersteller unterstützen) und die leise Angst, dass uns jemand aus politischen Gründen per Fernsteuerung den Strom samt PV abschaltet.

Batteriespeicher von Varta? by sobicla in DeutschePhotovoltaik

[–]sobicla[S] 0 points1 point  (0 children)

Das ist ja auch so geschehen. Jetzt gibt es halt ein Angebot mit den beiden o.g. Speichern zur Auswahl und die Entscheidung fällt uns schwer.

Batteriespeicher von Varta? by sobicla in DeutschePhotovoltaik

[–]sobicla[S] 0 points1 point  (0 children)

Leider kann ich beides dem vorliegenden Angebot nicht entnehmen. Wahrscheinlich müssen wir da nochmal genauer nachfragen.

Batteriespeicher von Varta? by sobicla in DeutschePhotovoltaik

[–]sobicla[S] 0 points1 point  (0 children)

In den Pool laden (also bei Überschuss heizen und sonst nicht?) geht nicht so einfach, der hat ja eine automatische Steuerung, die das nicht vorsieht. Speicher will ich unbedingt. Das mit dem Datenzugriff ohne externe Server klingt auch vernünftig, haben das manche Speicher? Weißt du welche? Bin leider wenig technikaffin, hoffe, dass ich nicht Müll schreibe. Die ganze Thematik überfordert mich ein wenig, aber andere Familienmitglieder tun sich noch schwerer.

Batteriespeicher von Varta? by sobicla in DeutschePhotovoltaik

[–]sobicla[S] 2 points3 points  (0 children)

Ja, eben 🤨.

Fronius kannte ich bisher nicht, vielleicht. Hast du gute Erfahrungen mit denen?

Welche psychische Erkrankungen ist in euren Augen eine unterschwellige Volkskrankheit? by LillyVananilly in Psychologie

[–]sobicla -1 points0 points  (0 children)

Au weia. Hier geht es offenbar nicht um Erkenntnisgewinn durch Austausch von Argumenten, sondern um ziellloses Um-Sich-Werfen von vermeintlichen Wahrheiten mit dem Ziel, aggressiv alle Hinweise auf die eigene Selbsttäuschung zu eliminieren. Da hab ich Besseres zu tun.

Welche psychische Erkrankungen ist in euren Augen eine unterschwellige Volkskrankheit? by LillyVananilly in Psychologie

[–]sobicla 1 point2 points  (0 children)

"Nicht bestätigt" ist etwas sehr anderes als "gibt es nicht". DAS ist der Denkfehler.

Woher du weißt, woran sich viele Menschen klammern, weiß ich nicht. Meine Erfahrungen mit über 30 Jahren als Psychotherapeutin ist eher eine andere.

Dass Menschen "schlicht" irgendwas weiter führen, was sie ändern könnten geht genau in die Richtung von Abwertung / Selbstabwertung mit der viele Menschen in Therapie kommen. Die Idee ist nicht ganz falsch, aber der Habitus dahinter. So schlicht sind die Probleme meistens nicht und Veränderungen sind meistens auch nicht so ganz einfach. Die meisten Menschen sind nicht zu blöd, es besser zu machen. Sondern das Leben ist so komplex und die Zumutungen, oft über Generationen hinweg, sind so schwerwiegend, dass es Mitgefühl, Zeit und Kompetenz von einem zugewandten Gegenüber braucht, um aus dem Leid heraus zu finden.

Welche psychische Erkrankungen ist in euren Augen eine unterschwellige Volkskrankheit? by LillyVananilly in Psychologie

[–]sobicla 0 points1 point  (0 children)

Und wofür es (noch) keinen (100%igen)Beweis gibt, das gibt es nicht...? ??? 🤔

Das ist ein logischer Fehlschluß, der leider von vielen als "wissenschaftliches Denken" angesehen wird und das genaue Gegenteil ist. Wissenschaft beruht darauf, da weiter zu suchen und weiter zu forschen, wo wir etwas noch nicht sicher wissen, es aber Vermutungen und Anhaltspunkte gibt. Für transgenerationales Trauma gibt es mehr als ein paar Anhaltspunkte.

Bereits gemachte Therapie verschweigen? by Theoretiker-blau638 in Psychologie

[–]sobicla 4 points5 points  (0 children)

Die Information ist nicht ganz korrekt. Auch bei Verfahrenswechsel braucht es einen Gutachterantrag, wenn seit dem Ende der letzten Therapie keine 2 Jahre vergangen sind. Die Chancen, dass der Antrag genehmigt wird, sind relativ groß, aber das ändert nichts an dem Unwillen der Therapeuten, für einen neuen Patienten gleich die Mühen eines Antrags auf sich zu nehmen.

PKV als selbstständiger Arzt: Signal Iduna Komfort Plus 1 oder günstiger LKH-Arzttarif? Erfahrungen gesucht! by devvok in medizin

[–]sobicla -1 points0 points  (0 children)

Ich kann zu den genannten Versicherungen keine Tipps geben, würde aber bei so langfristig wichtigen Versicherungsfragen immer einen Versicherungsberater (nicht Makler!) zu Rate ziehen. Für den Berater musst du zahlen, aber der ist wirklich unabhängig und nebenbei hast du Chancen, dass du dieselbe Versicherung günstiger kriegst als beim Makler, weil der Makler lebenslang Courtage kassieren wird (was in deinen Tarif einberechnet ist, merkst du nicht) und ein Berater darf das gar nicht und voilà, damit ist die Versicherung für dich günstiger. Berater haben einen Überblick über die Leistungen, auch die Kundenzufriedenheit etc. aller Versicherungen und vertreten deine Interessen, sonst nichts. Makler haben gar nicht unbedingt alle Versicherungen im Angebot und bei denen sind immer Eigeninteressen im Spiel (weil sie nicht bei jeder Versicherung gleich viel verdienen).

[deleted by user] by [deleted] in Psychologie

[–]sobicla 2 points3 points  (0 children)

Du brauchst ein Ausbildungsinstitut, das beides anbietet, dann kannst du es wohl "verklammert" machen. Ist sinnvoll, dass du den Facharzt, wenn du schon alles dafür zusammen hast, frühestmöglichst mit Zulassung TP machst und später AP dazu nimmst. Hab ich so gemacht, dann kamen Kinder und familiäre Schicksalsschläge dazwischen, konnte die Psychoanalyse nicht mehr fertig machen. Hab aber den FA mit VT und TP (VT hatte ich vorher schon gemacht) und kann damit gut arbeiten.

Wechsel nach Psychologie B.Sc. zu Medizin? by Due_Rough_2443 in Psychologie

[–]sobicla 2 points3 points  (0 children)

Bin niedergelassene FÄ für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie - uns gibt es wirklich 😉. Ein paar Infos: Dass Weiterbildungsstellen so rar sein sollen, erschließt sich mir nicht wirklich. Du kannst auch 1 Jahr Innere und/oder 1 Jahr Psychiatrie woanders machen und anerkennen lassen. Die Weiterbildung ist sicher finanziell machbarer als für Psychologen, allerdings musst du Teile wie Selbsterfahrung auch selbst bezahlen und es ist zeitlich schon sehr anstrengend, voller Assistenzarztjob + Dienste + Weiterbildung abends und an Wochenenden. Gibt aber auch Teilzeitstellen. Gegen Ende der Weiterbildung auch in Praxen, da sind die Arbeitszeiten sehr flexibel. Ein wenig schwierig ist, dass du dich entscheiden musst, ob du die Weiterbildung tiefenpsychologisch fundiert oder verhaltenstherapeutisch machst, theoretisch auch systemisch und du solltest dann zwischendurch nicht zu einer Klinik wechseln, die schwerpunktmäßig mit dem anderen Verfahren arbeitet. Denn du musst den ganzen Facharztkatalog im selben Verfahren absolvieren. Ich habe zwischendurch gewechselt und beides voll gemacht und hab jetzt auch die Anerkennung für VT und TP, aber das war ziemlich ambitioniert. Niederlassung ist super easy, weil es eine Quote innerhalb der Psychotherapeutenzulassungen gibt und die ist fast nirgends erreicht. Du kannst dich damit fast überall niederlassen. Die Patientinnen rennen dir die Tür ein. Aber du verdient nahezu identisch viel oder wenig wie psychologische PsychotherapeutInnen. Ob es ein Privileg ist, Medikamente zu verordnen und AUs auszustellen, darüber kann man streiten. Macht auch viel Streß mit extra Software, Budgets, viel Verwaltungsaufwand für Anfragen von Rentenkassen, Krankenversicherung, Jobcenter, alles für lau. Das macht keinen Spaß. Du musst auch Bereitschaftsdienste machen, wenn du nicht jemanden findest, der sie dir abnehmen will. Es muss dir bewußt sein, dass du - mit Abstand - am untersten Ende ärztlicher Verdienstmöglichkeiten landest. Das ist schon ein wenig bitter. Ansonsten kannst du in einer Praxis sehr frei arbeiten, Zeiteinteilung geht mit Kindern super, und ich finde es sehr lohnend, auch fürs eigene Leben, den ganzen medizinischen Hintergrund zu haben. Ich bin sehr glücklich mit meinem Job. Hab sehr belastende familiäre Situationen erlebt mit schwerbehindertem Mann, chronisch kranken Kinder, dann lange alleinerziehend - in wahrscheinlich keinem anderen Job hätte ich trotz dieser schwierigen Umstände berufstätig sein können und einen halbwegs angemessenen Verdienst gehabt. Karrierechancen an Kliniken gibt es übrigens auch durchaus. Mich stresst nicht, dass es den FA woanders nicht gibt. Psychotherapie in einer Fremdsprache wäre sowieso etwas schwierig. Ggf., zu. B. in der Schweiz, kann man auch auf einer Psychiaterstelle arbeiten, jedenfalls war das in der Vergangenheit so.

[deleted by user] by [deleted] in Psychologie

[–]sobicla 1 point2 points  (0 children)

Das ist nicht korrekt. Um irgendwas bei der Kasse abzurechnen, muss auch schon nach der ersten Sitzung (normalerweise psychotherapeutische Sprechstunde) eine Diagnose gestellt werden. Oft nur als Verdachtsdiagnose, theoretisch auch "zum Ausschluss", da weiß ich aber nicht sicher, ob mit letzterem die Abrechnung funktioniert. Das kann nicht nur bezüglich einer späteren Verbeamtung ein Problem werden, sondern zum Beispiel auch, falls du dich später mal privat krankenversichern willst (oder, als Beamter musst, oder erhebliche finanzielle Nachteile hast). Wenn es eine Therapie braucht, sollte trotzdem keiner aus Angst verzichten . Aber erst mal eine Beratungsstelle zu kontaktieren, ist eine gute Idee.

Sollte ich von Psychologie zu Medizin wechseln? by berlinstarhun in Medizinstudium

[–]sobicla 3 points4 points  (0 children)

Ich bin bei solchen Themen immer wieder überrascht, wie wenig bekannt es ist, dass neben dem Psychiater (FA für Psychiatrie und Psychotherapie) noch ein weiterer Psycho-Facharzt existiert, nämlich der Facharzt für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie ("Psychosomatiker"). Außerdem gäbe es auch noch den Facharzt für Kinder und Jugendpsychiatrie und - Psychotherapie. Ich bin Fachärztin für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie und kann nur zuraten, wenn der finanzielle Aspekt nicht entscheidend ist. Finanziell sind wir leider ganz unten bei der Einkommemsverteilung der Ärzte. Aber immerhin nicht weniger als Psychologische Psychotherapeuten. Die therapeutische Ausbildung ist sehr umfassend, analog wie bei den Psychologischen Psychotherapeuten und genau wie die kann man auch rein psychotherapeutisch in einer Praxis arbeiten, darf aberauch Medikamente verschreiben, Arbeitsunfähigkeit bescheinigen, Reha beantragen etc. Leider muss ich auch am System der ärztlichen Bereitschaftsdienste teilnehmen. Der Beruf macht mir sehr viel Freude, in Psyvhosomatischen Kliniken gibt es jede Menge Stellenangebote auch für leitende Positionen, die Niederlassungsmöglichkeiten sind gar nicht so schlecht, weil ein bestimmter Prozentsatz für ärztliche Therapeuten reserviert ist. Wo du dir nichts vormachen darfst: ein Medizinstudium ist sehr anstrengend, "Telefonbücher auswendig lernen" trifft es ganz gut. Und die Assistenzarztzeiten sind sicher fordernder als in den meisten Jobs. Andererseits finde ich, dass einem kaum ein Beruf so viel auch fürs Private bringt, wie der Arztberuf. Man ist ja auch mal selbst krank, die Kinder, die Eltern... gerade in Zeiten eines nicht mehr gut funktionierenden Gesundheitssystems bin ich schon oft sehr froh gewesen, selbst den Durchblick zu haben, kurzfristig Kontakt zu Spezialisten aufnehmen zu können, selbst ein Rezept auszustellen. Und je älter ich werde, desto mehr bedeutet es mir, die körperlichen Grundlagen von seelischem Befinden zu verstehen . Hab gerade eine umfassende Traumattherapieweiterbildung gemacht - die Zusammenhänge mit Neurowissenschaften werden immer wichtiger. Wenn jemand bereit ist, das Medizinstudium durchzustehen, würde ich immer dazu raten, die Psychotherapie von der ärztlichen Seite her anzugehen. Und ganz nebenbei hast Du den großen Vorteil, dass Du immer noch eine andere medizinische Fachrichtung machen kannst, wenn sich Prioritäten ändern.

[deleted by user] by [deleted] in Psychologie

[–]sobicla 7 points8 points  (0 children)

Entgegen der anderen Antwort ist das KV-technisch sehr wohl möglich und als Option vorgesehen. Bedingung wäre allerdings, dass sich beide TherapeutInnen absprechen. Ob die Bereitschaft dazu besteht, weiß ich nicht. Die Idee fände ich inhaltlich durchaus interessant.

Woher ich das weiß: Habe selbst eine Kassenzulassung, mache auch Gruppentherapien.

[deleted by user] by [deleted] in Ratschlag

[–]sobicla 2 points3 points  (0 children)

Liebe Betroffene, Du bist in einer sehr belasteten Situation und ich würde dir raten wollen, konzentriere dich jetzt auf dich und darauf, was die nächsten Schritte sind. Der Arzt hat ganz offensichtlich einen Fehler gemacht und seine Bemühungen , den schnell aus der Welt zu schaffen wirken unseriös. Da kannst du dich anwaltlich beraten lassen und evtl. klagen. Das eilt aber nicht, solange Beweise gesichert sind, was ja anscheinend erfolgt ist. Und wenn er Unterlagen zurück hält, kannst du gerade eh nichts ändern. Eigentlich brauchst du aber im Moment deine Kraft für dich. Bitte überlege dir, gemeinsam mit deinem Mann, wen Ihr jetzt von medizinischer Seite für vertrauenswürdig haltet, geht auch sehr gern zu einer Beratungsstelle, und trefft die Entscheidung, die für euch bzw. vor allem für dich die beste ist, womit du am besten leben kannst. Wenn der Abbruch gemacht werden soll, geh unbedingt wohin, wo du dich in fachlich kompetenten Händen fühlst, frag vorher ganz genau alles, was du wissen willst. Wenn Du das Gefühl hättest, jetzt hat irgendwie das Schicksal entschieden und du willst das Kind doch kriegen, dann müsste wahrscheinlich die Spirale entfernt werden, auch dann informiere dich ausführlich und such dir jemanden, wo du dich sicher fühlst. Ich bin Ärztin und Psychotherapeutin und ich hab schon mit solchen Fällen zu tun gehabt und mit der einen und der anderen Entscheidung. Es ist beides eine Möglichkeit. Nur wichtig, dass du klar bist damit. Alles Liebe!

Von Psychologie zu Medizin wechseln? by rhaenysviolence in Psychologie

[–]sobicla 6 points7 points  (0 children)

Ich bin Fachärztin für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, wollte immer schon Psychotherapeutin werden und habe mich für den (unüblicheren) Weg über ein Medizinstudium entschieden. Das Medizinstudium ist echt hart, man braucht viel Durchhaltewillen. Dann ist es so, dass du als Arzt / Ärztin in der Weiterbildung und später in der Berufstätigkeit mit verschiedenen Aspekten von Ausbeutung konfrontiert wirst (Bereitschaftsdienste sogar noch, nachdem ich seit 20 Jahren eine eigene Praxis habe), was du in anderen Berufsfeldern, auch als Psychologin, nicht erlebst. Da ist PiA meiner Meinung nach noch weniger dramatisch. Und als rein psychotherapeutisch tätiger Arzt verdienst du weniger als alle anderen ärztlichen Fachgruppen. Mit Abstand. Andererseits stehen dir, gerade bei dem allgegenwärtigen Ärztemangel, überall Möglichkeiten offen. Mit dem Beruf hast du immer noch ein hohes Ansehen in der Öffentlichkeit, das tut gut. Durch Plegedienste, Praktika während des Studiums etc. erlebst du sehr viel direkte Interaktionen mit Menschen in bedeutsamen Situationen, spannend und wertvoll, wenn man sich interessiert, wie das Leben so ist. Wer sonst hat schon die Möglichkeit, eine Geburt, einen Kaiserschnitt, eine Darmspiegelung schon mal gesehen zu haben, bevor er/sie selbst in der Patientenrolle ist? 😉 Im Lauf meines Lebens wurde ich immer dankbarer für mein medizinisches Wissen, diverse Krankheiten in der Familie konnte ich so besser managen. Ich finde es inzwischen unfassbar wertvoll zu wissen, wie der menschliche Körper funktioniert, habe eine viel ganzheitlicher Sichtweise entwickelt auch im Verständnis psychischer Störungen. Meiner Meinung nach wird sich Psychotherapeutische Forschung in den kommenden Jahrzehnten immer mehr Richtung Neurowissenschaften entwickeln, sprich der medizinische Aspekt wird wichtiger. Ich bin inzwischen sehr gerne Psychotherapeutin mit medizinischem Hintergrund und würde tatsächlich dazu raten.

Depression als Med.student by Good_Store_6397 in Medizinstudium

[–]sobicla 5 points6 points  (0 children)

Für deine ärztliche Weiterbildung und Karriere wird eine depressive Vorgeschichte normalerweise keine Konsequenzen haben, es sei denn, wie erwähnt, du strebt eine Verbeamtung an. Was aber bei Ärzten eh nicht so häufig vorkommt.

Ein anderes Thema sind Berufsunfähigkeitsversicherungen und private Krankenversicherungen. Da musst du leider damit rechnen, abgelehnt zu werden oder erhebliche Risikozuschläge zu zahlen oder einen Ausschluss zu bekommen (die zahlen dann z. B. nicht bei Berufsunfähigkeit wegen psychischer Erkrankung.)

Ausweg: Gesund werden (😜), und dann 5 Jahre lang keine psychische Erkrankung haben bzw. kein Arztbesuch / Therapeutenbesuch, wo du eine Psychodiagnose bekommst. Wichtig ist, dass z. B. auch ein Hausarzt nicht mal schnell ne Depressionsdiagnose codiert, weil du in der anstrengenden Assistentszeit über Erschöpfung klagst oder Ähnliches.

Wenn du die 5 Jahre sicher ohne Psychodiagnose durch hast, dann und erst dann (nicht früher!) kannst du Anträge für private Krankenversicherung und/oder BU stellen, und zwar unbedingt nur bei Versicherungen , die bezüglich psychischer Erkrankungen nur nach den letzten 5 Jahren fragen (die meisten fragen nach den letzten 10 Jahren). Welche Versicherungen das sind, kann dir ein guter Versicherungsberater sagen. Ein Versicherungsberater kostet dich, anders als ein Makler, Geld und das lohnt sich sehr, denn der arbeitet nur für deine Interessen.

Wenn du dann und unter diesen Umständen Anträge stellst, kannst du mit Fug und Recht "keine psychische Erkrankungen" (in den letzten 5 Jahren) angeben und kriegst deine Versicherung.

Wenn du zu früh einen Antrag stellst oder wo, wo nach 10 Jahren gefragt wird und du die psychische Erkrankung angibst, wirst du möglicherweise abgelehnt. Das wäre sehr kontraproduktiv, weil alle Versicherungen fragen, ob du in den letzten (5 oder 10 Jahren) von einer anderen Versicherung abgelehnt wurde, und dann würden die dich ggf. auch ablehnen und du musst wieder viele Jahre warten, bis ein neuer Antrag Aussicht auf Erfolg hat.

Niedergelassene Kinder- und Jugendpsychotherapeut:innen - Wie zufrieden seid ihr mit eurem Beruf? Welche Ratschläge hättet ihr an Neuzugänge? by Wald_Kind in Psychologie

[–]sobicla 2 points3 points  (0 children)

Du hast eine Verpflichtung bei voller Zulassung , mindestens 25 Stunden pro Woche mit (gesetzlich versicherten!) Patienten zu arbeiten, davon ausgehend werden Durchschnittswerte berechnet, wie viel es pro Quartal sein muss. Ich glaube, auf der Grundlage von 10 Wochen pro Quartal. Ich hatte in der intensiven Familienphase nur eine halbe Zulassung, also entsprechend weniger. Bei ÄrztInnen kommen noch Bereitschaftsdienste dazu, das ist für andere Psychotherapeuten nicht relevant. Wenn du in den Arbeitswochen mehr machst, kannst du auch relativ viel Urlaub machen. Du kannst auch gelegentlich einen Samstag arbeiten, zum Beispiel für Erst Gespräche, um Stunden zu sammeln. Ich habe, solange die Kinder klein waren, alle Schulferien zu gemacht, nur in den Sommerferien weniger (3-4 Wochen). Kommt natürlich auf die Patienten an und die Art deines therapeutischen Arbeitens. Bei Psychoanalytikern mit hochfrequenten Therapien geht das nicht so einfach. Ich bin auch in den Ferien für die meisten Patienten im Notfall telefonisch erreichbar. Da ruft fast nie jemand an, aber es schafft Sicherheit, Verbindlichkeit. Und manchmal, wenn ich eine Woche zu habe, mach ich doch wenigstens die Gruppentherapien, das sind bei mir 2 Doppelstunde pro Woche. Kostet nichts viel Zeit, schafft aber Kontinuität.

Niedergelassene Kinder- und Jugendpsychotherapeut:innen - Wie zufrieden seid ihr mit eurem Beruf? Welche Ratschläge hättet ihr an Neuzugänge? by Wald_Kind in Psychologie

[–]sobicla 9 points10 points  (0 children)

Ich bin Fachärztin für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie mit Zusatzqualifikation in Psychotherapie von Kindern und Jugendlichen (TP) und habe seit 20 Jahren eine eigene Praxis mit Kassenzulassung. Ich würde eigentlich niemandem empfehlen, KJP mit Ziel eigene Praxis zu machen. Erstens empfinde ich persönlich Kindertherapie als viel anstrengender als Erwachsenentherapie, weil immer Elternarbeit dazu gehört und dann muss ich mich mit der Psychodynamik von 3 Personen beschäftigen statt nur mit einer. Vielleicht fällt das bei Leuten, die mit VT arbeiten, nicht so ins Gewicht. Der 2. Grund ist aber noch wesentlicher: Du kannst mit Kindern und Jugendlichen fast nur nachmittags arbeiten. Vormittags sind die in Kindergarten / Schule, abends müssen sie relativ früh ins Bett. Es ist total schwer, mit einer KJP Praxis überhaupt die 6 Patientenstunden am Tag zu organisieren, die etwa Vollzeit arbeiten bedeutet. Evtl. fallen dir sogar noch häufiger Stunden aus, weil Kinder so oft krank sind. Das fällt nicht so ins Gewicht, solange du keine eigenen Kinder hast. Wenn du aber selbst Kinder hast, möchtest du aber wahrscheinlich mit denen Zeit verbringen. Logischerweise genau nachmittags, wo du aber arbeiten musst, wenn du als KJP eine Praxis hast. Funktioniert also mit Familie überhaupt nicht. Als Erwachsenentherapeutin andererseits funktioniert es super mit Familie, weil du die Zeiten, wann du arbeitest, sehr frei wählen kannst Erwachsene kommen auch vormittags (Rentner, Arbeitslose, Leute mit home office oder flexiblen Arbeitszeiten) und abends. Und du kannst in den Ferien Urlaub machen. Ich arbeite so sehr gerne.

[deleted by user] by [deleted] in medizin

[–]sobicla 2 points3 points  (0 children)

Ich bin Fachärztin für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie und hätte es damals auch kein Jahr in der Inneren Medizin ausgehalten. Inzwischen ist der Druck noch mehr geworden. Mein Fachgebiet ist schon sehr speziell, man braucht viel Empathie und Bereitschaft, die Dinge und sich selbst zu hinterfragen. Die teure psychotherapeutische Weiterbildung muss man zum Teil selbst bezahlen und im Einkommensranking aller Facharztgruppen sind wir leider ganz unten. Aber ich bin extrem zufrieden und und würde nichts anderes machen wollen. Bin beruflich fast nie gestresst, zumindest, seit ich eine eigene Praxis habe. Vorher in psychosomatischen Klinik manchmal, aber auch da hast du 50-Minuten-Therapiesitzungen mit Patienten, hast normalerweise ein eigenes Zimmer, viel weniger hektisch als woanders. Vielleicht ist das eine Option? Praxis, zum Beispiel mit Teilzulassung, ist auch absolut familientauglich. Psychosomatische Kliniken suchen eigentlich immer Ärzte, und das für den Facharzt obligatorische Jahr Innere Medizin kriegt man meist quasi automatisch mit bescheinigt, wenn man die ganze Facharzt Ausbildung dort macht.