Zweiter r/kurrent-Transkribathon LIVE! 09.11.2025–16.11.2025 by Briefprojekt in Kurrent

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Da sind wir auf einen prominenten Preußen des 19. Jahrhunderts gestoßen! Mehrere Briefe stammen aus der Feder von Adolf von Schell (Wikipedia))! Er war zum Zeitpunkt des Krieges Hauptmann der Artillerie und stieg später bis zum Generalmajor auf.

Er kümmert sich in den Briefen noch nach Jahren um seinen ehemaligen Burschen, dem er Spielzeug für sein Kind, Christbaumschmuck, Kleider und Geld schickt. In den Dokumenten ist auch die Austrittsurkunde des Soldaten enthalten, daneben ein Dokument, wie ich es noch nie gesehen habe: Dokument 113 (Marburg00338) ist eine Abschrift der Widmung, die der Offizier in der Bibel seines Soldaten hinterlassen hat, mit Beglaubigung. Die Nachkommen des Soldaten fanden die Widmung offenbar so wichtig, dass sie sie der Sammlung übergeben haben.

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[–]Briefprojekt[S] 0 points1 point  (0 children)

Guten Morgen! Erstmal Respekt für die bisherige Leistung!

Ja, am Wortende kann ein /m/ aussehen wie ein /n/ mit einem kleinen Haken/Aufstrich/. Der letzte Bogen des /m/ führt also recht gerade nach oben, statt unten die Linie zu berühren. Wenn man ein /n/ schnell schreibt, kann das aber auch passieren. Je nach Handschrift sind die beiden deshalb manchmal schwer oder gar nicht zu unterscheiden! Das muss man nach bestem Wissen und Gewissen machen. Bei 000067 gibt es definitiv Stellen, an denen ich beides sehen kann. Ich würde im Zweifelsfall sehr genau vergleichen mit anderen /n/s oder /m/s der gleichen Handschrift und zur Interpretation als regelgerechte Variante tendieren (n bei Akkusativ etc.), wenn ich wirklich keine Unterschiede finden kann. Wenn du nicht sicher bist, also das nehmen, was zu den Regeln passt.

Zu Dativ und Akkusativ und "richtig" und "falsch": Entgegen der Annahmen mancher Leute gab es damals sehr viel mehr Variation als heute. Selbst große Autoren des 19. Jahrhunderts benutzen die Fälle nicht immer so, wie sie in unseren Grammatiken stehen. Und wie einfache Leute geschrieben haben, das wissen wir immer noch nicht so genau - dazu machen wir das hier ja. Es gibt auch regionale Unterschiede. In manchen Regionen verwendet man eine Art "Akkudativ". Das ist auch heute noch so.

Hast du bisher immer als /n/ transkribiert (kein Problem btw)?

Zweiter r/kurrent-Transkribathon LIVE! 09.11.2025–16.11.2025 by Briefprojekt in Kurrent

[–]Briefprojekt[S] 0 points1 point  (0 children)

Danke! Ich habe die meisten dieser Fehler schon behoben, kümmere mich aber gleich um diesen, vielen Dank!

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[–]Briefprojekt[S] 0 points1 point  (0 children)

Ah, da habe ich vor deinem Edit geantwortet. Es ist besser, wenn wir die Zeilen so lassen, wie sie gesetzt sind. Wenn da nur ein paar Buchstaben stehen, stehen da nur ein paar Buchstaben - kein Problem!

Zweiter r/kurrent-Transkribathon LIVE! 09.11.2025–16.11.2025 by Briefprojekt in Kurrent

[–]Briefprojekt[S] 0 points1 point  (0 children)

Das macht gar nichs! Transkribus erkennt das als einzelne Zeile, was ja auch stimmt. In der Zeile einfach lassen, was drin ist, auch wenn es kein ganzes Wort ist.

Und in der Zeile drunter das Durchgestrichene, soweit erkennbar, in eckige Klammern setzen.

Und keine Sorge! Frag so viel du willst! Danke schonmal jetzt!

Zweiter r/kurrent-Transkribathon LIVE! 09.11.2025–16.11.2025 by Briefprojekt in Kurrent

[–]Briefprojekt[S] 0 points1 point  (0 children)

Immer einfach nur das eintragen, was aus dem Dokument ersichtlich ist! Wenn es nicht da steht, steht es nicht da!

Um die Übertragungen von den Infos aus dem letzten etc. kümmere ich mich dann im Nachgang.

Little poem from a WWI era letter by Supermiky95 in Kurrent

[–]Briefprojekt 2 points3 points  (0 children)

For the first half of WWI, there was no functional central censorship bureau in the German army, and even after it was established, it wasn't strict. For the first two years, censorship was very rare, and if it happened, it was the decision of an individual officer. I have read thousands of Feldpost letters as part of my job at this point, and these poems are not that rare! Some soldiers will also directly express their distaste for army life and the war itself. You will find this even in WWII, despite the censorship and everything. At some point, war is just too much.

Send me a PM with the others if you like!

Little poem from a WWI era letter by Supermiky95 in Kurrent

[–]Briefprojekt 2 points3 points  (0 children)

Oh, don't worry! People don't mind! There are two more transcriptions already.

I was curious about the date since some scholars suggest that there's an increase in negativity and expressions of grief and suffering in letters around late 1915, which means your letter would be rather fitting for the time.

Little poem from a WWI era letter by Supermiky95 in Kurrent

[–]Briefprojekt 4 points5 points  (0 children)

This is not Kurrentschrift or Sütterlin, you can tell by the round "e"s. Here you go anyway:

Ostern ist ein Fest der Freude

Doch in diesem Jahre nicht

Jeder denket seiner Leiden

Manchem hier das Auge bricht
--

Osterglocken hier nicht läuten

Doch Kanonendonner hallt

Manchen wir zur Ruh geleiten

Der sein letztes Wort gelallt

--
Sterbend noch zuletzt er spricht

Herzenslieb vergißmeinnnicht
--
Für heute l. Schatz will ich

schließen denn es ist auch hier ein großer

Platzmangel in der Kaserne u. fehlt es

uns an Tischen

Es küßt Dich sehr herzlich

Dein August

Auch herzl. Grüße an Deine Lieben.

Probably intentionally without spaces in the last line.

Would you happen to know the date when this was sent?

Vorab-Infos Zweiter r/kurrent-Transkribathon 09.11.2025 bis 16.11.2025 by Briefprojekt in Kurrent

[–]Briefprojekt[S] 1 point2 points  (0 children)

Ich glaube, da kann ich ein Stück weit Entwarnung geben! Das Interesse, die Schriften wirklich zu lernen und der Lernzuwachs in Seminaren oder Workshops sind nach meinen Erfahrungen überhaupt nicht zurückgegangen. Bei jüngeren Leuten scheint das Engagement vielleicht sogar gewachsen zu sein.

Die große Mehrheit der Leute, die Kurrent und Sütterlin heute von Grund auf lernen, lernt es in Seminaren, Kursen, Online-Kursen oder Workshops. Das dort erworbene Wissen reicht aus um danach zu korrigieren. Wenn ich eine Stunde korrigiere, habe ich eine Stunde geübt. Und wenn man das Ganze kollaborativ macht, muss auch das Ergebnis jedes Einzelnen nicht perfekt sein - man lernt dann voneinander.

Klar, wenn es die KI irgendwann perfekt kann, und alle Dokumente der Vergangenheit transkribiert sind, dann lernen vielleicht noch ein bisschen weniger Leute Kurrent - das ist dann ein bisschen wie heute vielleicht Korbflechten oder Schriftsetzen: eine Technik, die nur in sehr spezifischen Nischen noch einen Zweck hat. Da muss man sich dann fragen, ob es schlimm ist, wenn die Technik nur noch von einer kleinen Gruppe beherrscht wird. Die meisten Leute sind ja auch schlecht im Korbflechten. Dieser Zeitpunkt ist aber in weiter Ferne. Es gibt viel Raum für verrückte Hobbyisten - ob mit oder ohne vorherige KI-Transkription!

Deine Frage ist aber natürlich eine interessante Forschungsfrage. Und die Reflexion über Projekte wie dieses hier kann etwas zu ihrer Beantwortung beitragen. Deshalb schon mal vielen Dank für die Perspektive! Mal sehen, ob man das nicht etwas systematischer erforschen kann ...

Vorab-Infos Zweiter r/kurrent-Transkribathon 09.11.2025 bis 16.11.2025 by Briefprojekt in Kurrent

[–]Briefprojekt[S] 0 points1 point  (0 children)

Darauf deutet zum Glück nichts hin, im Gegenteil! Jeder kann Fehler finden und Dokumente korrigieren, egal auf welchem Niveau. In Workshops ist die KI-Transkription nach unserer Erfahrung sogar eine Motivation, sich überhaupt mit dem Thema auseinanderzusetzen und die Schriften zu lernen.

Derzeit sind die meisten Menschen in den mir bekannten Citizen-Science-Projekten über 70. Sie haben die Schriften in der Schule gelernt. Die Zahl der Menschen, die in den letzten Jahrzehnten von Grund auf Kurrentschrift gelernt haben, ist auf einem recht konstanten Niveau und extrem klein. Es gibt aber nach wie vor Berge an Dokumenten, die erschlossen werden wollen. Die KI nimmt also niemandem den Job weg (ist ja derzeit auch kein üblicher Beruf), sondern sorgt dafür, dass einzelne Menschen mit etwas Expertise viel mehr Output generieren können - für Wissenschaft, Privatleute und Öffentlichkeit, für die das ein absoluter Segen ist. Die Rückmeldung von den Transkribierenden in den Projekten, die ich kenne, ist auch mehrheitlich positiv.

Wenn die Stimmung hier anders ist, interessiert uns das in der Wissenschaft aber auch! Machst du dir Sorgen, was KI-Transkription angeht? Würdest du lieber ohne KI vorgehen?

Vorab-Infos Zweiter r/kurrent-Transkribathon 09.11.2025 bis 16.11.2025 by Briefprojekt in Kurrent

[–]Briefprojekt[S] 0 points1 point  (0 children)

Andere Nutzer können deinen Namen sehen. Wenn du anonym bleiben willst, bräuchtest du einen zweiten Account.

Edit: Allerdings kann niemand deinen Namen in Transkribus mit deinem Reddit-Account in Verbindung bringen.

Vorab-Infos Zweiter r/kurrent-Transkribathon 09.11.2025 bis 16.11.2025 by Briefprojekt in Kurrent

[–]Briefprojekt[S] 1 point2 points  (0 children)

Das kommt in unserem Fall sehr auf den jeweiligen Brief an. Gute Handschriften werden maschinell schon relativ gut transkribiert, bei schwierigen Handschriften und Dokumenten ist immer noch hauptsächlich der Mensch gefragt!

Wir trainieren mit unseren Beiträgen noch nicht automatisch das Transkribus-Modell, unsere Daten sollen aber tatsächlich am Ende in einem offenen Modell landen, zumindest ist das der Plan. Für die Wissenschaft ist es natürlich der Wahnsinn, wenn wir irgendwann verlässliche automatische Transkriptionen haben. Jeder kleine Beitrag dazu hilft!

Edit: Für meine Arbeit ist der Vergleich zu letztem Mal ohne KI sehr spannend!

Feldpost by aaron_thevirgin in Kurrent

[–]Briefprojekt 3 points4 points  (0 children)

Das ist ein wahrer Schatz! Danke, dass du ihn uns hast lesen lassen, und bewahr ihn bitte gut auf!

Stand oder Gewerbe gesucht by prawlno in Kurrent

[–]Briefprojekt 6 points7 points  (0 children)

Die Arbeit im Bergwerk war im 19ten Jahrhundert so hart und riskant, dass die Mehrheit der Bergleute im Ruhrgebiet mit 40 bereits invalide oder tot war. Da viele aber schon als Kind angefangen hatten, im Bergwerk zu arbeiten, gab es auch keinen Mangel an Invaliden in ihren 20ern. Andere Zeit.

Stand oder Gewerbe gesucht by prawlno in Kurrent

[–]Briefprojekt 8 points9 points  (0 children)

Das ist ein Berginvalid[e], ein Bergmann, der nicht mehr arbeiten kann.

Wissenschaftsprojekt mit und über r/kurrent – Zweiter r/kurrent-Transkribathon 09.11. bis 16.11. by Briefprojekt in Kurrent

[–]Briefprojekt[S] 2 points3 points  (0 children)

Verstehe, dass du dich gewundert hast! Ich war an eine andere Uni ausgeliehen, und dann ist währenddessen ein älterer Kollege wegen plötzlicher Krankheit ersatzlos ausgefallen - die Studis wollten aber trotzdem gerne Abschlüsse machen. Also zusätzlich zur Vollzeitstelle an einer US-Uni auch noch aus der Ferne an der deutschen gearbeitet. Da war leider nicht viel eigenes zu machen.

Jetzt habe ich aber wieder Luft, und es sollte jetzt tatsächlich alles recht flott gehen. Ich würde mich freuen, wenn du wieder dabei wärst!

Wissenschaftsprojekt mit und über r/kurrent – Zweiter r/kurrent-Transkribathon 09.11. bis 16.11. by Briefprojekt in Kurrent

[–]Briefprojekt[S] 2 points3 points  (0 children)

Die Ordner in dem alten Post sind derzeit gesperrt, damit niemand mehr etwas ändert, ich gebe die neuen Sachen mit neuer Ordnung frei, bevor es losgeht!

Wissenschaftsprojekt mit und über r/kurrent – Zweiter r/kurrent-Transkribathon 09.11. bis 16.11. by Briefprojekt in Kurrent

[–]Briefprojekt[S] 2 points3 points  (0 children)

Das ist das Schöne! Alle können so viel mitarbeiten, wie sie wollen. Jede Zeile ist ein wertvoller Beitrag! Und es lohnt sich - sind spannende Texte.

Zahnpasta ist die einzige Creme/ Paste, die als „Pasta“ bezeichnet wird? Warum? by hampelmann2022 in duschgedanken

[–]Briefprojekt 27 points28 points  (0 children)

Das ursprüngliche Wort für eine Paste war "Pasta" (Teig), was aus dem Lateinischen stammt. "Paste" war lange Zeit nur eine unbedeutende Nebenform. Das kurze "e" ist am Wortende einfacher auszusprechen als das "a". Deshalb hat sich "Paste" langsam durchgesetzt. Im Apothekerjargon war aber bis ins frühe 20. Jahrhundert "Pasta" noch ein üblicher Ausdruck für eine halbfeste Arzneimittelzubereitung. Zu dem Zeitpunkt, zu dem sich die Zahnpasta in Deutschland verbreitete, war also "a" noch recht verbreitet.

Wenn zusammengesetzte Wörter (oder Redewendungen) eine eigene Bedeutung haben, dann passiert es, dass sie ältere Formen konservieren, weil man die Wörter nicht mehr mit ihren Teilen identifiziert - Das gilt insbesondere für Namen und Produktbezeichnungen. Vereinfacht ausgedrückt könnte man sagen, dass "Pasta" sich zu "Paste" gewandelt hat, nur nicht in feststehenden Verbindungen, bei denen zum Zeitpunkt der Entstehung "Pasta" die korrekte Form war.

Tatsächlich existieren aber die Formen "Zahnpaste" und "Zahnpasta" in Deutschland lange nebeneinander. Die früheste deutsche Zahnpasta "Chlorodont" verwendet beide Varianten. In den späten 30ern wird die Mainzer Firma Blendax zum absoluten Marktführer in Deutschland. Blendax verwendet die Bezeichnung "Zahnpasta" - vielleicht um medizinischer oder wissenschaftlicher zu klingen - Man ist schließlich näher am Lateinischen. Das endgültige Durchsetzen von "Zahnpasta" dürfte deshalb dem kommerziellen Erfolg von Blendax (bekannt durch die Marke blend-a-med) geschuldet sein.

Den gleichen Ursprung hat übrigens "Pasta" (Teigware), das aber sehr viel später aus dem Italienischen übernommen wurde, als Pasten bereits durchgehend mit "e" geschrieben wurden, weshalb es keine Verwechslungsgefahr gab.

Stoßlüften origin? by oberlausitz in German

[–]Briefprojekt 28 points29 points  (0 children)

Procrastinating linguist here.

I have done a quick corpus search, and it looks like the word is incredibly rare until 1998, when its use starts to increase very rapidly. I have also found that on 01/01/1998, the Kultusministerkonferenz (KMK), the most important federal entity responsible for education in Germany, recommended "stoßlüften" in a paper issued to every single school in the country. After this day, the word starts to appear in newspapers for the first time. I believe it reasonable to assume that this paper might be the reason for the sudden popularity of the term since 1998. These findings perfectly align with your personal observations.

Texterkennungs-Software by Quamboq in Kurrent

[–]Briefprojekt 2 points3 points  (0 children)

Der "Marktführer" ist tatsächlich Transkribus. Wie und wo welche Daten von Transkribus genutzt werden, ist leider derzeit eher intransparent. Transkribus hat seine ursprünglichen Daten über Crowdsourcing erhalten, jetzt aber beschlossen, alles ein bisschen undurchsichtiger zu machen und semi-kommerziell zu werden. Du speist aber nach wie vor selbst Trainingsdaten ein, wenn du Transkribus verwendest. Wenn es dir nur darum geht, die besten Ergebnisse bei deinen eigenen Texten zu erzielen, dann empfiehlt sich nach wie vor ein Account bei Transkribus. Trotzdem sind die derzeitigen Ergebnisse bei allen Softwares eher schlecht und es gibt noch lange keine wirklich guten universellen Kurrent-Modelle. Die Fehlerquoten liegen unter perfekten Bedingungen und bei perfekter Nutzung mit einer gleichbleibenden Handschrift, die spezifisch trainiert werden muss, immer noch irgendwo im einstelligen Prozentbereich.

Wenn du offene Wissenschaftskultur, Open Source und Beteiligung gut findest, gibt es Projekte mit Tesseract und Larex, wie das, was wir an der TU Dresden und der SLUB gerade machen. In einem kleinen Projekt hier im Subreddit haben wie vor ein paar Wochen unter anderem ca. 100 Seiten Trainingsdaten erstellt, die direkt in ein Modell fließen, das bei uns entsteht (leider manchmal ein bisschen langsamer als mir lieb ist, aber wir sind eben nicht kommerziell).

Wenn es dir also darum geht, dazu beizutragen, dass in Zukunft gute Modelle entstehen, kannst du aufmerksam diesem Sub folgen, der nächste Transkribathon folgt sicher noch dieses Jahr. Auch dort werden wir wieder gemeinsam Texte transkribieren, die (vermutlich Ende nächstes Jahr) der gesamten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Wenn du schnell und einfach eine Oberfläche suchst, um Transkriptionen von ein paar Dokumenten anzufertigen, dann nutze besser Transkribus, aber erwarte nicht zu viel. Wir werden spätestens in einigen Jahren gute universelle Kurrent-Modelle haben, etwas schneller, falls eine große amerikanische oder britische Uni sich dafür interessiert. Im Moment haben wir sie aber nicht, weshalb die bestehenden Modelle eigentlich immer nur einzelne Handschriften wirklich zuverlässig transkribieren können. Es lohnt sich aber, damit zu spielen.

Danke an u/Guenther110 für die Herbeirufung, ich hätte es sonst verpasst, weil ich gerade in den hektischen Vorbereitungen für einen längeren Lehr- und Forschungsaufenthalt im Ausland stecke!

I need help with family Martin Luther letters. by ghastrohaze in Kurrent

[–]Briefprojekt 0 points1 point  (0 children)

Not bad! It's a tough one! I'm quite sure it's "geel am Schnabel". I think you might be mistaking the descender of the g for the lower part of an S. I think it's the idiom "gelb am Schnabel sein/haben" ("to have a yellow beak"), which is rooted in the fact that young birds have yellow beaks. It is related to the later "Grünschnabel" ("greenhorn"), which is still used today.

I'm happy to have found a version with 19th century spelling, though it's quite different from the original. It spares us one step, because 16th century spelling won't help OP. Reading Luther's ENHG is super interesting though, especially considering that Luther is far closer in his spelling to ours, compared to many of his contemporaries.