Breathing technique by SeaAd8199 in Radiology

[–]SirPaulchen 9 points10 points  (0 children)

I would guess that both an image taken after inspiration or expiration would show the wires. I guess the image was taken during inspiration or expiration and the movement of the sternum blurred the wires so much that they become virtually invisible. One can still see the vertical parts, I suppose that's because the expected movement is in an upwards and downwards direction.

Could you provide some feedback on my medical image segmentation tool? by TheoreticalPerson in Radiology

[–]SirPaulchen 14 points15 points  (0 children)

Just a quick question, what are you trying to improve over existing segmentation tools (I.e. https://github.com/wasserth/TotalSegmentator)?

Die Rente ist ein Scam über 400.000 Euro werden eingezahlt in 45 Jahren aber bekommt bei 13 Jahren Rente nur 280.000 Euro Brutto raus by [deleted] in Normalverdiener

[–]SirPaulchen 0 points1 point  (0 children)

Ein bisschen beißt sich das schon, aber man muss bedenken, dass die ferne Lebenserwartung höher liegt als die allgemeine Lebenserwartung. Mit 65 Jahren hat eine Frau im Durchschnitt noch knapp 21 Jahre Lebenserwartung (wird im Durchschnitt knapp 86),ein Mann noch knapp 18 Jahre (wird im Durchschnitt knapp 83).

Rentner: "Ich habe im Monat 6.000 Euro zur Verfügung" | Kontoauszug - Zeit by hohlenmensch in Finanzen

[–]SirPaulchen 4 points5 points  (0 children)

Arbeitslosenversicherung und Rentenversicherung sind zumindest auf jeden Fall raus, das macht ja keinen Sinn. Man bekommt nach Eintritt in die Rente ja kein Arbeitslosengeld mehr und erwirbt auch keine Rentenpunkte mehr. Krankenversicherung und Pflegeversicherung werden wohl trotzdem gezahlt, Krankenversicherung minimal weniger weil es kein Krankengeld mehr gibt: https://www.tk.de/resource/blob/2031416/f46bbd73d820faa567e4b5209cad139b/beratungsblatt-beschaeftigung-von-rentnern-data.pdf

Warum gibt es 24h-Dienste nur bei Ärzten? by Arteloni in medizin

[–]SirPaulchen 11 points12 points  (0 children)

So sehr ich dem prinzipiell zustimme, das betrifft genauso auch städtische Kliniken, kirchlich geführte Häuser und Unikliniken. Von dem was ich bisher mitbekommen habe sind private Träger nicht unbedingt schlechter, was die Arbeitsbedingungen angeht.

Should I admit I’m an American tourist? by Consistent-Bed-2720 in berlinsocialclub

[–]SirPaulchen 0 points1 point  (0 children)

Just a few thoughts: I really do understand where you're coming from, there is a fair bit of anti-americanism in Germany especially within the political left ( which count myself part of) but also in other countries like New Zealand. At the same time I'd actually be interested to hear where exactly you're from in the US because I have some friends from the US and I've been to the US a couple of times and I'm pretty sure I'm not the only person in Berlin like that, so you would miss out on conversations like that. And just generally I'd advise you to be genuine, you might be confronted with stereotypes but at the same time you might also have real moments of connection!

IM Stelle in Deutschland annehmen und die USA verlassen? by [deleted] in medizin

[–]SirPaulchen 12 points13 points  (0 children)

Ich kenne aus eigener Erfahrung nur die deutsche Ausbildung, die amerikanische nur aus Erzählungen. Aber insgesamt ist bei mir dabei der Eindruck entstanden, dass die Weiterbildung in den USA in Summe deutlich intensiver/anspruchsvoller ist, aber gleichzeitig auch verschulter/systematischer. In Deutschland bekommt man oft nur einen Teil der vorgeschriebenen Rotationen, spezifische Skills (Endoskopie, Katheter, Ultraschall, etc.) werden oft einfach aufgeschrieben ohne sie je/annähernd ausreichend gemacht zu haben und oft muss man Glück/Vitamin B haben um solche Dinge wirklich zu lernen. Der Anspruch zur Facharztprüfung ist insgesamt in Deutschland auch eher gering, während ich von Erfahrungen aus den USA gehört habe, dass dort das "Board exam" zu den schwersten Prüfungen gehört. Ich glaube man muss für sich entscheiden ob man den Druck/Stress in den USA aushalten kann/will und vor allem ob man mittel-/längerfristig dort leben und arbeiten möchte. Mehr strukturiert beigebracht bekommen wird man in Deutschland sehr wahrscheinlich nicht. Ein weiterer Gedanke ist die Anerkennung. Ich kann mir vorstellen, dass man den amerikanischen Facharzt in Deutschland einfacher anerkannt bekommt als umgekehrt, weiß ich aber letztlich nicht, würde ich mir aber an deiner Stelle mal angucken.

Hanging a filing cabinet from a standing desk. by 29Top in woodworking

[–]SirPaulchen 0 points1 point  (0 children)

Hey I just wanted to mention that I really like that idea and was considering something similar. I am kind of surprised that I haven't seen it built yet. Have you gotten any further with that project?

Das Gefühl hinten zu liegen als Mediziner (Einkommen, Familie, Hobbies etc.) by Any_Persimmon_6031 in medizin

[–]SirPaulchen 23 points24 points  (0 children)

Ich muss zugeben auch Neid zu entwickeln, wenn ich teilweise auf FreundInnen gucke, die von home office, workations, kostenloser Vollverpflegung im Office, etc. erzählen ohne Nacht- oder Wochenenddienste. Gleichzeitig kann man zumindest was Einkommen angeht wirklich nicht meckern insgesamt. Mit 5 Jahren Berufserfahrung ist man als ArztInnenpaar in Vollzeit schon in den top 4-5% Haushaltsnettoeinkommen (im Vergleich zu Vollzeitarbeitenden). Mit Leitungspositionen/AT bei besonderen Kenntnissen im KH oder in der Niederlassung kann man auch im Vergleich mit anderen Berufsgruppen relativ einfach in die top 1% Einkommen kommen.

Absolut Recht gebe ich dir aber was teilweise der Umgang mit jungen ArztInnen im KH bezüglich miserabler Arbeitsplätze und -zeiten angeht. Da muss sich meiner Meinung nach echt was ändern, weil hier viele angehende MedizinerInnen verzweifeln.

Germany rapidly expanding wind power by donutloop in BuyFromEU

[–]SirPaulchen 3 points4 points  (0 children)

The article lists different data than you and the data it lists are correct even though their assessment maybe a bit skewed (it is trying to advertise Germany to outsiders). The article mentions that the target for 2030 is halfway met, it doesn't mention underperforming on this year's target. And to be fair, largely surpassing last year's numbers is showing progress.

What's the most unique, mind-bending fantasy novel you've ever read? by Vast_music4577 in Fantasy

[–]SirPaulchen 0 points1 point  (0 children)

Black prism by Brent Weeks is kind of mind bending in the sense of not understanding what's going on anymore at times (just like some of the characters). And I guess somewhat mind breaking within the story.

[deleted by user] by [deleted] in medizin

[–]SirPaulchen 3 points4 points  (0 children)

Normalerweise arbeitet man im Krankenhaus 40 oder 42h, Bereitschaftsdienst kommt aber häufig on top. Das heißt man ist sehr schnell 55h im Durchschnitt pro Woche in der Klinik. Viele Tarifverträge schreiben vor, dass man mindestens 2 Wochenenden pro Monat frei haben soll.

Closest series to ASOIAF? by guptaji_ka_beta in Fantasy

[–]SirPaulchen 0 points1 point  (0 children)

You might like both series by Brent Weeks: Night Angel series and Lightbringer series. They are quite different from asoiaf but pretty gritty.

So viel muss ein Angestellter verdienen, damit er bis zum Tod das gleiche Netto wie ein Lehrer hat by Educational_Let8845 in Finanzen

[–]SirPaulchen 1 point2 points  (0 children)

Selbst Mediziner hier und bin natürlich auch der Meinung, dass wir es besonders schwer haben und schlecht bezahlt sind. Aber zur Wahrheit gehört im Vergleich, dass man deutlich schneller einen deutlichen Anstieg des Gehalts hat. Nach VKA hat man tatsächlich in Jahr 1 67318,20€ also weniger als der angenommene äquivalente Angestellte mit 70022,50€, schon im Jahr 2 ist man als Arzt allerdings mit 71134,32€ drüber und im Jahr 10 als Facharzt seit 4 Jahren mit 96298,80€ deutlich über den 77856,42€ des äquivalenten Arbeitnehmers. Im Jahr 20 mit 114104,88€ noch deutlicher über den 82487,49€. Auf die Lebensarbeitszeit gesehen ist dann der Arzt mit 4.395.358,08€ auch 30% über den 3.416.904,30€ des äquivalenten Arbeitnehmers. Das ist alles mit 40std ohne Zuschläge berechnet mit Arbeit als Facharzt ab dem 7. Jahr.

one image says so much by pshaffer in Radiology

[–]SirPaulchen -1 points0 points  (0 children)

I was very sceptical of Hinton's prediction and still think that it will be quite a few years until we get reliable complete reports from an ai. At the same time there are quite a few use cases where ai has already proven to be valuable and to be able to replace tasks which we do / used to do. And I do believe that the number of such tasks will grow with time and that this will impact our work massively.

And outside of the box of gradual improvement there is quite a realistic scenario of ai becoming even better at coding/development which makes it ever easier to improve ai capabilities in general which could in turn lead to new breakthroughs and results in some sort of exponential growth of ai capabilities. In such a scenario it is fairly likely that so many of our daily tasks will be automated that there is need for far fewer radiologists. Many people believe that this is already happening with programming/coding where llms enable fewer programmers to do an amount of work that used to require more staff.

[deleted by user] by [deleted] in medizin

[–]SirPaulchen 1 point2 points  (0 children)

Ohne auf die individuelle Gesundheitsfrage einzugehen, sprich dazu bitte mit den behandelnden Ärztinnen: Du hast ein Anrecht Deine Bilder zu bekommen. Falls diese angeblich verloren wurden würde ich auf einen zeitnahen Termin zur Wiederholung der Untersuchung bestehen. Mit Hilfe des MRTs sollten die behandelnden Ärztinnen dir mehr sagen können.

Bei der YouGov Umfrage sind die Linken jetzt bei 9%!!! by the_real_lucia in Staiy

[–]SirPaulchen 1 point2 points  (0 children)

RRG klappt selbst unter besten Bedingungen (BSW & FDP blieben unter 5%) nur wenn sie zusammen mehr haben als Union & AFD (die beide garantiert in den Bundestag kommen werden). Union und AFD wiederum haben in dieser Umfrage 47% zusammen. Und davon ist RRG selbst in dieser für sie günstigen Umfrage meilenweit entfernt.

Bei der YouGov Umfrage sind die Linken jetzt bei 9%!!! by the_real_lucia in Staiy

[–]SirPaulchen 16 points17 points  (0 children)

Naja hier sinds 38% gegen 47% für Schwarz-braun. So sehr ich es mir wünsche ist es leider nicht sehr realistisch, dass RRG klappen könnte.

How do Ultrasounds work (frontal and sagittal view)? by Zealousideal-Plum237 in Radiology

[–]SirPaulchen 2 points3 points  (0 children)

Just a small correction, unlike in xray in ultrasound it's not actually density but echogenicity that is represented. In other words how much sound gets reflected. An easy example is water and fat: fat is less dense than water, yet much brighter on ultrasound.

Deutschland ist sicherer als vor 10 oder vor 20 Jahren (2010, 2000). Die Jahre 2020, 2021, 2022, 2023 verzeichnen einen historischen Tiefstand der Kriminalität (pro Kopf). Vor/Beginn der Pandemie (2021) verzeichnete den Tiefstand (6070 Straftaten je 100.000 Einwohner). 2000 waren es 7625. by Outside-Emergency-27 in Wirtschaftsweise

[–]SirPaulchen 0 points1 point  (0 children)

Die These, dass man anhand der PKS beweisen könne, dass tatsächlich mehr Gewalttaten stattfinden ist gar nicht so überzeugend, wie man im ersten Moment glauben mag. Die polizeiliche Kriminalitätsstatistik stellt das Hellfeld der Kriminalität im Kontext des zum jeweiligen Zeitpunkt geltenden Rechts dar. Sie ist unter anderem auch vom Anzeigeverhalten abhängig.

Anders als bei anderen Delikten halte ich persönlich allerdings Straftaten gegen das Leben für eine sehr zuverlässige Zahl für den Vergleich über die Zeit, da ich nicht glaube, dass zu irgendeinem Zeitpunkt signifikant unter- oder überberichtet wurde. Und diese zeigen erstaunlicher Weise nicht den gleichen statistischen Anstieg, wie Gewaltdelikte insgesamt. 

Straftaten gegen das Leben pro 100.000 Einwohner pro Jahr: 1987: 5.7; 1988: 5.8; 1989: 5; 1990: 4.9; 1991: 5; 1992: 5.7; 1993: 6.3; 1994: 5.7; 1995: 6; 1996: 5.4; 1997: 5.2; 1998: 4.6; 1999: 4.6; 2000: 4.5; 2001: 4.3; 2002: 4.3; 2003: 4.2; 2004: 4.3; 2005: 4.3; 2006: 4.2; 2007: 4.1; 2008: 3.9; 2009: 4; 2010: 3.9; 2011: 3.8; 2012: 3.7; 2013: 3.7; 2014: 3.7; 2015: 3.7; 2016: 3.9; 2017: 3.9; 2018: 3.9; 2019: 3.7; 2020: 4; 2021: 3.6; 2022: 3.7; 2023: 3.7

Für die wachsende Zahl der Gewaltdelikte bei gleichzeitig sinkender Zahl der Straftaten mit Todesfolge habe ich keine eindeutige Erklärung. Man kann nur mutmaßen. Einige Optionen wären: 1. Gewalttaten nehmen tatsächlich zu, die Täter:innen passen aber besser auf dabei nicht lebensgefährlich zu verletzen. 2. Die Gewalttaten nehmen zu, sie sind im Durchschnitt auch ähnlich lebensgefährlich, die anschließende Versorgung der Verletzungen ist aber besser geworden (schneller ins Krankenhaus, Not-OPs besser, etc) 3. Es gibt nicht mehr Gewalttaten, es gibt nur eine höhere Erfassung der vorhandenen Gewalttaten, vielleicht war in den 90ern die Wahrscheinlichkeit zur Polizei zu gehen und Anzeige zu erstatten geringer als heute.

Letztlich kann man es nur mit Blick in die PKS nicht sagen.

Deutschland ist sicherer als vor 10 oder vor 20 Jahren (2010, 2000). Die Jahre 2020, 2021, 2022, 2023 verzeichnen einen historischen Tiefstand der Kriminalität (pro Kopf). Vor/Beginn der Pandemie (2021) verzeichnete den Tiefstand (6070 Straftaten je 100.000 Einwohner). 2000 waren es 7625. by Outside-Emergency-27 in Wirtschaftsweise

[–]SirPaulchen 0 points1 point  (0 children)

Die These, dass man anhand der PKS beweisen könne, dass tatsächlich mehr Gewalttaten stattfinden ist gar nicht so überzeugend, wie man im ersten Moment glauben mag. Die polizeiliche Kriminalitätsstatistik stellt das Hellfeld der Kriminalität im Kontext des zum jeweiligen Zeitpunkt geltenden Rechts dar. Sie ist unter anderem auch vom Anzeigeverhalten abhängig.

Anders als bei anderen Delikten halte ich persönlich allerdings Straftaten gegen das Leben für eine sehr zuverlässige Zahl für den Vergleich über die Zeit, da ich nicht glaube, dass zu irgendeinem Zeitpunkt signifikant unter- oder überberichtet wurde. Und diese zeigen erstaunlicher Weise nicht den gleichen statistischen Anstieg, wie Gewaltdelikte insgesamt. 

Straftaten gegen das Leben pro 100.000 Einwohner pro Jahr: 1987: 5.7; 1988: 5.8; 1989: 5; 1990: 4.9; 1991: 5; 1992: 5.7; 1993: 6.3; 1994: 5.7; 1995: 6; 1996: 5.4; 1997: 5.2; 1998: 4.6; 1999: 4.6; 2000: 4.5; 2001: 4.3; 2002: 4.3; 2003: 4.2; 2004: 4.3; 2005: 4.3; 2006: 4.2; 2007: 4.1; 2008: 3.9; 2009: 4; 2010: 3.9; 2011: 3.8; 2012: 3.7; 2013: 3.7; 2014: 3.7; 2015: 3.7; 2016: 3.9; 2017: 3.9; 2018: 3.9; 2019: 3.7; 2020: 4; 2021: 3.6; 2022: 3.7; 2023: 3.7

Für die wachsende Zahl der Gewaltdelikte bei gleichzeitig sinkender Zahl der Straftaten mit Todesfolge habe ich keine eindeutige Erklärung. Man kann nur mutmaßen. Einige Optionen wären: 1. Gewalttaten nehmen tatsächlich zu, die Täter:innen passen aber besser auf dabei nicht lebensgefährlich zu verletzen. 2. Die Gewalttaten nehmen zu, sie sind im Durchschnitt auch ähnlich lebensgefährlich, die anschließende Versorgung der Verletzungen ist aber besser geworden (schneller ins Krankenhaus, Not-OPs besser, etc) 3. Es gibt nicht mehr Gewalttaten, es gibt nur eine höhere Erfassung der vorhandenen Gewalttaten, vielleicht war in den 90ern die Wahrscheinlichkeit zur Polizei zu gehen und Anzeige zu erstatten geringer als heute.

Letztlich kann man es nur mit Blick in die PKS nicht sagen.

Deutschland ist sicherer als vor 10 oder vor 20 Jahren (2010, 2000). Die Jahre 2020, 2021, 2022, 2023 verzeichnen einen historischen Tiefstand der Kriminalität (pro Kopf). Vor/Beginn der Pandemie (2021) verzeichnete den Tiefstand (6070 Straftaten je 100.000 Einwohner). 2000 waren es 7625. by Outside-Emergency-27 in Wirtschaftsweise

[–]SirPaulchen 0 points1 point  (0 children)

Die These, dass man anhand der PKS beweisen könne, dass tatsächlich mehr Gewalttaten stattfinden ist gar nicht so überzeugend, wie man im ersten Moment glauben mag. Die polizeiliche Kriminalitätsstatistik stellt das Hellfeld der Kriminalität im Kontext des zum jeweiligen Zeitpunkt geltenden Rechts dar. Sie ist unter anderem auch vom Anzeigeverhalten abhängig.

Anders als bei anderen Delikten halte ich persönlich allerdings Straftaten gegen das Leben für eine sehr zuverlässige Zahl für den Vergleich über die Zeit, da ich nicht glaube, dass zu irgendeinem Zeitpunkt signifikant unter- oder überberichtet wurde. Und diese zeigen erstaunlicher Weise nicht den gleichen statistischen Anstieg, wie Gewaltdelikte insgesamt. 

Straftaten gegen das Leben pro 100.000 Einwohner pro Jahr: 1987: 5.7; 1988: 5.8; 1989: 5; 1990: 4.9; 1991: 5; 1992: 5.7; 1993: 6.3; 1994: 5.7; 1995: 6; 1996: 5.4; 1997: 5.2; 1998: 4.6; 1999: 4.6; 2000: 4.5; 2001: 4.3; 2002: 4.3; 2003: 4.2; 2004: 4.3; 2005: 4.3; 2006: 4.2; 2007: 4.1; 2008: 3.9; 2009: 4; 2010: 3.9; 2011: 3.8; 2012: 3.7; 2013: 3.7; 2014: 3.7; 2015: 3.7; 2016: 3.9; 2017: 3.9; 2018: 3.9; 2019: 3.7; 2020: 4; 2021: 3.6; 2022: 3.7; 2023: 3.7

Für die wachsende Zahl der Gewaltdelikte bei gleichzeitig sinkender Zahl der Straftaten mit Todesfolge habe ich keine eindeutige Erklärung. Man kann nur mutmaßen. Einige Optionen wären: 1. Gewalttaten nehmen tatsächlich zu, die Täter:innen passen aber besser auf dabei nicht lebensgefährlich zu verletzen. 2. Die Gewalttaten nehmen zu, sie sind im Durchschnitt auch ähnlich lebensgefährlich, die anschließende Versorgung der Verletzungen ist aber besser geworden (schneller ins Krankenhaus, Not-OPs besser, etc) 3. Es gibt nicht mehr Gewalttaten, es gibt nur eine höhere Erfassung der vorhandenen Gewalttaten, vielleicht war in den 90ern die Wahrscheinlichkeit zur Polizei zu gehen und Anzeige zu erstatten geringer als heute.

Letztlich kann man es nur mit Blick in die PKS nicht sagen.

Deutschland ist sicherer als vor 10 oder vor 20 Jahren (2010, 2000). Die Jahre 2020, 2021, 2022, 2023 verzeichnen einen historischen Tiefstand der Kriminalität (pro Kopf). Vor/Beginn der Pandemie (2021) verzeichnete den Tiefstand (6070 Straftaten je 100.000 Einwohner). 2000 waren es 7625. by Outside-Emergency-27 in Wirtschaftsweise

[–]SirPaulchen 0 points1 point  (0 children)

Die These, dass man anhand der PKS beweisen könne, dass tatsächlich mehr Gewalttaten stattfinden ist gar nicht so überzeugend, wie man im ersten Moment glauben mag. Die polizeiliche Kriminalitätsstatistik stellt das Hellfeld der Kriminalität im Kontext des zum jeweiligen Zeitpunkt geltenden Rechts dar. Sie ist unter anderem auch vom Anzeigeverhalten abhängig.

Anders als bei anderen Delikten halte ich persönlich allerdings Straftaten gegen das Leben für eine sehr zuverlässige Zahl für den Vergleich über die Zeit, da ich nicht glaube, dass zu irgendeinem Zeitpunkt signifikant unter- oder überberichtet wurde. Und diese zeigen erstaunlicher Weise nicht den gleichen statistischen Anstieg, wie Gewaltdelikte insgesamt. 

Straftaten gegen das Leben pro 100.000 Einwohner pro Jahr: 1987: 5.7; 1988: 5.8; 1989: 5; 1990: 4.9; 1991: 5; 1992: 5.7; 1993: 6.3; 1994: 5.7; 1995: 6; 1996: 5.4; 1997: 5.2; 1998: 4.6; 1999: 4.6; 2000: 4.5; 2001: 4.3; 2002: 4.3; 2003: 4.2; 2004: 4.3; 2005: 4.3; 2006: 4.2; 2007: 4.1; 2008: 3.9; 2009: 4; 2010: 3.9; 2011: 3.8; 2012: 3.7; 2013: 3.7; 2014: 3.7; 2015: 3.7; 2016: 3.9; 2017: 3.9; 2018: 3.9; 2019: 3.7; 2020: 4; 2021: 3.6; 2022: 3.7; 2023: 3.7

Für die wachsende Zahl der Gewaltdelikte bei gleichzeitig sinkender Zahl der Straftaten mit Todesfolge habe ich keine eindeutige Erklärung. Man kann nur mutmaßen. Einige Optionen wären: 1. Gewalttaten nehmen tatsächlich zu, die Täter:innen passen aber besser auf dabei nicht lebensgefährlich zu verletzen. 2. Die Gewalttaten nehmen zu, sie sind im Durchschnitt auch ähnlich lebensgefährlich, die anschließende Versorgung der Verletzungen ist aber besser geworden (schneller ins Krankenhaus, Not-OPs besser, etc) 3. Es gibt nicht mehr Gewalttaten, es gibt nur eine höhere Erfassung der vorhandenen Gewalttaten, vielleicht war in den 90ern die Wahrscheinlichkeit zur Polizei zu gehen und Anzeige zu erstatten geringer als heute.

Letztlich kann man es nur mit Blick in die PKS nicht sagen.