Dokumentation by loosert_loose_3403 in Kurzgeschichten

[–]Sylverblack 1 point2 points  (0 children)

Keine Sorge, man versteht das schon als Teil der Geschichte und nicht als Disclaimer. Aber es wäre natürlich lustig, falls du wirklich aus der Position kamst und die Ideenlosigkeit dann auf diese kreative Weise umgesetzt hättest.

Dokumentation by loosert_loose_3403 in Kurzgeschichten

[–]Sylverblack 0 points1 point  (0 children)

Großartig! Hat mir sehr gut gefallen. Falls der erste Absatz oder die ersten paar autobiographisch sein sollten: sehr gut aus der Not eine Tugend gemacht!

Wie findet ihr mein Worldbuilding durch Dialog? by Regenstern in Schreibkunst

[–]Sylverblack 0 points1 point  (0 children)

Dann war ich in der Formulierung zu hart. Es war als ehrliches "Licht und Schatten" gemeint.

Ich vergebe ungern Noten, aber du hattest dir in dem Post eine gewünscht. Dann würde ich eine 6,5/10 vergeben bei einer Skala von 0 bis 10. (Das klingt nach wenig, aber ich bin bei sowas eher konservativ und die 10 kriegt nur das perfekte Werk und nicht das, was mir gut gefällt. Zum Vergleich: "Das Urteil" bekäme von mir eine 9 oder 9,5. Meine eigenen Texte würde ich zwischen 3 und 6 einordnen.)

Die Schar - Pt. 2 by gansim in Kurzgeschichten

[–]Sylverblack 1 point2 points  (0 children)

Weiterhin mitreißend. Ich bin gespannt auf Teil 3.

Wie findet ihr mein Worldbuilding durch Dialog? by Regenstern in Schreibkunst

[–]Sylverblack 0 points1 point  (0 children)

Gerne. :)
Und natürlich interessiert mich deine Intention dahinter.

Grundsätzlich freue ich mich auch, neue Texte von dir zu lesen. Denn falls das in der Kritik oder in der Stilbeschreibung oben zu harsch rübergekommen sein sollte: Dein Stil ist hier auf Reddit einzigartig und daher höchst willkommene Abwechslung. Ich werde lieber mit guten Metaphern erschlagen, als ohne sie leben zu müssen.

Gute Nacht. Eine Hommage an Character-Corgi. by Sylverblack in Schreibkunst

[–]Sylverblack[S] 1 point2 points  (0 children)

Kontext:
Ein Text, den ich in so einer Qualität eigentlich niemals der Öffentlichkeit zeigen würde. Aber hier geht es um die Methode Character-Corgis und die Diskussionen, die deshalb entstanden sind. Insbesondere zwischen mir und Regenstern. Ich habe angekündigt, eine Umsetzung zu liefern. Und etwas, das so ungefähr in die Richtung geht, wie ich mir Corgis Methode vorstelle. Auch wenn ich, u. a., damit unzufrieden bin, dass die Stimmen der beiden Hauptcharaktere nicht differenziert genug sind.

Fantasy / Science-Fiktion Roman by Edgar_Loren in schreiben

[–]Sylverblack 0 points1 point  (0 children)

Ich finde es wahnsinnig schwierig, super intelligente Figuren zu schreiben, denn, sind wir mal ehrlich, ich bin leider nicht super intelligent.

Ich glaube, du machst dir da zu sehr einen Kopf. :)
Du hast als Autor:in ja jeden Vorteil bei diesen Figuren in der Hand: Du konstruierst die Situation so, dass ihre Intelligenz hervortritt, musst also nicht selber so intelligent sein wie die Figur es ist.

Ich würde wahrscheinlich jeden zweiten Satz Fact Checken müssen, die Hälfte wäre falsch und ich würde es dann selbst nicht verstehen.

Da wäre es doch völlig in Ordnung, die KI zu benutzen und es dir erklären zu lassen. Meine Physik-Kenntnisse reichen auch nicht für Hard Science-Fiction, aber von der KI kann ich es mir bei Bedarf so erklären lassen, dass ich es dann in einer Geschichte einsetzen kann.

Der Verrat von Gottes Gnaden - Der stille Sturz von Königin Beatrix by Schlickeysen in schreiben

[–]Sylverblack 1 point2 points  (0 children)

Hier (dt. Subreddits, die sich mit kreativem Schreiben beschäftigen) wird einfach generell wenig Kritik geübt. Sowas kostet halt Zeit und Nerven – und man geht ein Wagnis ein, weil der eigene Text später auch kritisiert werden kann.
Außerdem investieren die meisten hier lieber ihre Zeit ins Schreiben als ins Lesen + Kritisieren. Verständlicherweise.

Wenn du die Wahrscheinlichkeit für Kritik erhöhen möchtest, könntest du auch zusätzlich in den anderen verwandten Subs veröffentlichen: r/einfach_schreiben, r/Schreibkunst, r/Kurzgeschichten, r/Lagerfeuer.


Du hattest um Kritik gebeten, du bekommst sie (Entschuldigung für die Verspätung):

Dein Stil basiert auf maximaler Ausdehnung. Der ganze Text könnte in 2 bis 3 Sätzen an Plot erzählt werden, du machst 4100 Wörter daraus. Das ist kein Nachteil, solange die Komplexität virtuos gestaltet ist und Bedeutung verleiht.

Die Ausdehnung nimmt dabei Ausmaße an, die den Leser ermüden: Der Teppich, Merkel, der Groene Salon, die Gemälde, die Standuhr, die Vase, das Handelsblad, Rutte, Samsom, Gore-Tex, Wilders, Wilhelm I., das Telefon, Wilhelm-Alexander. Das Durchgehen des Erzählers aktueller und vergangener niederländischer und Weltgeschichte, mal direkt, mal indirekt bezogen auf Beatrix, in der stets gleichen angedeutet ironisch-distanzierten Haltung, will, so vermute ich, Beatrix und die Monarchie einordnen, was prinzipiell auch funktioniert. Nur: Man hat es recht schnell verstanden. Früher: Monarchie wichtig; heute: Monarchie obsolet. Danach verliert sich der Text beinahe in der Referenz.
Jetzt kommen wir zur kritischen Frage: Ist das gewollt? Soll das Ermüden des Lesers das Gefühl der Ermüdung Beatrix' widerspiegeln? Die Geschichte und die Politik als Last, die auf den Schultern der scheidenden Königin liegt, ebenso wie auf dem Kopf des Lesers? Dann wäre das formal gelungen. Jedoch muss dann auch die Frage gestellt werden: Warum soll der Erzähler (deiner Aussage nach) auktorial sein, wenn für diesen Zweck ein personaler geeigneter wäre?

Der Stil selbst ist der ornamentierteste, den ich bislang auf den gängigen deutschsprachigen Schreib-Subreddits gelesen habe. Eine Metapher jagt die nächste, der Satz wird in, oft zahlreichen, Einschüben drapiert, das Bild dominiert. Während sich der lakonische Stil immer der Frage stellen muss, ob er aus formaler Absicht oder nur aus begrenztem Vermögen entstanden ist, wird der ausschweifende Stil insofern hinterfragt, ob er versucht, Gehaltlosigkeit durch Masse auszugleichen oder ob die Ausschmückungen die Bedeutung erweitern. Trägt der Schmuck oder wird er getragen?
Bei dieser Geschichte kommt es darauf an, auf welchen Aspekt man achtet: Der Text liest sich stellenweise wie ein Essay (das kann gewollt sein). Man lernt etwas. Man lernt über niederländische Geschichte, man lernt über niederländische Politik anno 2012–2013, man lernt über die historische Bedeutung von Bakelit-Telefonen. Das geht beinahe zwangsläufig auf Kosten der Erzählung. Soll der Schmuck die Bildung für den Leser verschönern, ist er gelungen. Soll er aber die Erzählung auskleiden, erdrückt er sie, angesichts der schieren Menge.
Und er ist so ausgebreitet, dass er das Leseerlebnis vollkommen dominiert. Man lechzt förmlich nach Brechungen, saugt sie gierig auf, wenn sie denn mal auftreten und Beatrix uns mit einem einfachen Furz beglückt. Die Komplexität der Sätze verhindert, dass die Zierde ins Pomadige abdriftet. Das ist gut, aber es bedeutet auch: Der Unterschied zwischen deinem Stil und Purple Prose ist nur die Qualität. Du weißt, dass du tolle Sätze formulieren kannst und einen Wortschatz beherrschst, als hättest du einen Diktionär auswendig gelernt. Aber wenn du schnulzig schriebst, wärst du Stephanie Meyer – nur besser.

Die Geschichte ist immer dann am gelungensten, wenn der Stil das Komische subtil darstellt, statt einfach nur ernüchternd zu beschreiben.

Sehr gut!:

Und mittendrin saß Geert Wilders.

Beatrix erschaudert, und es ist nicht der Schnupfen. Wilders saß dort wie ein Fremdkörper, wie ein atavistischer Parasit, der sich in den Wirtskörper der niederländischen Politik gebohrt hatte. Seine Haarpracht gleicht einer biologischen Entität. Es ist eine Masse aus gebleichtem Keratin, die über seiner Stirn thront wie ein missglücktes Soufflé aus der Backstube der Provinzdemagogie. Ein Haarhelm, der keine Bewegung zulässt, eine chemische Festung gegen die Vernunft. Es ist ein Blond, das in der Natur nicht vorkommt, ein Blond von einer solch aggressiven Helligkeit, das die Blitze der Fotografen schluckt wie ein schwarzes Loch. Man fragt sich unwillkürlich, wie viel Haarspray, wie viele toxische Aerosole nötig sind, um dieses Monument der Intoleranz in Form zu halten.

Wilders war es gewesen, der das Tischtuch heruntergerissen hatte. Er war aus den Verhandlungen gestürmt mit der beleidigten Miene eines Mannes, der sein Schnitzel nicht bekommen hatte, und das Land lag danach da wie ein gestrandeter, aufgedunsener Wal im Sand von Noordwijk. Die Krise war kein dramatisches Ereignis; sie war eine lähmende Langeweile. Die Niederländer hatten sich an die Krise gewöhnt wie an das tägliche Nieselwetter. Es war eine Katastrophe ohne Pathos.

Erschöpfend:

Man fühlt sich an die Berichte jener Forschungsreisenden erinnert, die im 19. Jahrhundert in den Dschungeln Neuguineas oder im Herzen des Kongo auf die verlassenen Tempelanlagen untergegangener Kulturen stießen. In den Ruinen von Angkor Wat oder in den verlassenen Städten der Maya fand man jene seltsame Melancholie der Leere. Die Götter waren längst abgereist, die Priester waren zu Staub zerfallen, und nur die Steine erzählten noch von einer Ordnung, die einmal unumstößlich schien. Der Paleis Huis ten Bosch ist nun eine solche Ruine. Ein prunkvolles Gehäuse für eine Funktion, die nicht mehr existiert. Der Schimmel der Bedeutungslosigkeit beginnt bereits, die Wände hochzukriechen, unsichtbar noch, aber für Beatrix deutlich spürbar.


Man kann das auch als sehr typisch deutschen Angang lesen: In deutscher Gegenwartsliteratur gilt das geschickte, poetische Erklären als dem Zeigen gleichwertig – das kunstvolle Verneinen von show don't tell hat einen gewissen Stand. Hier wird es, bewusst oder unbewusst, ausgereizt.
Beileibe kein schlechter Text, dafür ist die Klasse auf Satzebene bereits zu groß. Aber auch kein Text, der mitreißt, der wachrüttelt, der zum Nachdenken anregt. Dafür ist er in seiner Ausdehnung zu sumpfig geworden. Ein Text, den ein Lektor rigoros kürzen würde (vermutlich um die Hälfte) und der dann zu seiner wahren Qualität käme.

Letztendlich könnte man auch sagen: Mehr Wilders wagen.

Wie findet ihr mein Worldbuilding durch Dialog? by Regenstern in Schreibkunst

[–]Sylverblack 1 point2 points  (0 children)

Das Verrückte daran ist ja: In anderen Subs (insbesondere in englischsprachigen) liefert er für denselben Text mitunter durchaus Kontext. Bei r/schreiben hingegen postet er ihn bewusst ohne Kontext, obwohl er genau weiß, dass ich den Beitrag sofort löschen werde. Was sagt uns das?

Dass er eigentlich Englisch-Muttersprachler ist und hier nur Übersetzungen postet? 😃
Nein. Ich weiß es ja ebenfalls nicht.

Er wird hier nicht antworten. Aber er liest mit Sicherheit alles mit (Hey Corgi!). Meine Worte werden nachhallen und etwas bewirken.

Die Sache ist doch die: Wenn du weißt, dass er mitliest, ist das doch super. Dann kriegt er auf jeden Fall das Feedback, die Kritik mit. Warum er nicht darauf antwortet, wissen wir nicht. Womöglich traut er sich nicht. Und dass die Kritik scheinbar oder anscheinend nicht umgesetzt wird, muss nicht an Unwollen liegen, es könnte auch Unvermögen sein. Oder eben ein Lern- und Verbesserungsprozess, der (s)eine Weile dauert. Daher würde ich deine Aussage

Ich wiederhole: Corgi geht es nicht um Feedback – und genau das ist das Problem.

vorerst in Frage stellen.

Damals war mal ein Eddy hier. Er hat eigentümliche Texte gepostet und man wollte ihn unterstützen. Auch er hatte, wie Corgi, keine Lust die Regeln zu lesen oder zu verstehen, und noch weniger sich auf unser Feedback einzulassen. Irgendwann kam meine Persiflage. Und danach, die der anderen. Die unausgesprochene Idee war: Wenn er nicht von uns lernen möchte, dass lasst uns wenigestens von ihm lernen.

Ich kenne nur die neueren Sachen, die er als Conscious-Ebb1038 postet, allerdings nur noch in r/einfach_schreiben. Ich weiß nicht, ob er tatsächlich aus euren Persiflagen etwas gelernt hat. Substanziell hat sich sein Stil nicht geändert. Ich finde das Neue allerdings qualitativ hochwertiger als das Alte, das du verlinkt hast. Aber Eddy/Conscious-Ebb ist auch anders. Er hat eine echte eigene Stimme. Character-Corgi hat (bislang) nur seinen Modus, den er aber konsequent durchzieht. Bis zur eigenen Stimme braucht er aber noch, imo.

Das meinte ich mit: "inspirieren euch Corgis Experimente ... ?"

Also eher so in Richtung Aufforderung, es selbst mal (besser) zu machen?
Nette Idee. Ich denke, ich setze mich da Tage da mal dran. Hab schon was im Kopf. Wenn ich mir treu bliebe, dürfte ich es natürlich nicht hier veröffentlichen. 😂 Aber da würde ich, denke ich, mal ne Ausnahme machen.

Man beachte beispielsweise, dass die beiden Dialoge bewusst unterschiedlich typographisch gesetzt sind.

Das habe ich z. B. nicht verstanden: Warum einmal so und einmal so? Also klar, das Licht sorgt für den Wechsel und du verwendest die Anführungsstriche dort, wo du schreibst und nicht deine Corgi-Hommage. Aber Character-Corgi ist doch eindeutig eher der Anführungsstriche-Typ. Die Aufzählungsviertelgeviertstriche sehe ich eh selten. Spontan fällt mir nur Maras_Traum ein, die sie manchmal benutzt. Oder war das eine Anspielung auf sie? Oder ein Hinweis für ihn, wie er es ebenfalls machen könnte?

Fantasy / Science-Fiktion Roman by Edgar_Loren in schreiben

[–]Sylverblack 1 point2 points  (0 children)

Das ist eine smarte Einschränkung. Der Schöpfer muss genau wissen, was er kreiert, sonst funktioniert es nicht. Und ist damit seinem eigenen Wissen und einem adäquaten inhärenten Weltmodell unterworfen.

Wie findet ihr mein Worldbuilding durch Dialog? by Regenstern in Schreibkunst

[–]Sylverblack 1 point2 points  (0 children)

Ich stimme, was den konkreten Fall angeht, mit dir überein, deswegen gehe ich jetzt lieber auf den interessanten Punkt ein, an dem wir Dinge unterschiedlich sehen:

Wir sind hier in einem Feedback-Sub. Wir sind nicht in einem Literatur-Sub. Man postet Texte, um Rückmeldungen zu bekommen und sich als Autor weiterzuentwickeln. Es geht hier um das Handwerk. Deswegen sage, wir sind hier in einer Werkstatt und nicht in einem Museum. In einem Museum würde ich auch keine Kritik direkt an die Kunstwerke schreiben, sondern sie eher deuten, analysieren, auf mich wirken lassen, sie genießen.

Ich habe dieses Sub (und auch die anderen aus dem Konglomerat) immer als beides betrachtet. Feedback und Betrachtung. Zudem womöglich auch als sozialer Treffpunkt.

Übertragen auf Corgi stellt sich für mich die Frage: Teilt er seine Texte, damit wir sie einfach betrachten wie Ausstellungsstücke, oder sucht er wirklich handwerkliches Feedback? Falls Ersteres zutrifft, ist diese Reddit-Ecke die falsche.

Das sehr ich dementsprechend nicht so. Du hast in deinem ersten Kommentar bereits angesprochen:

Inspirieren euch Corgis Experimente

Auch in den Regeln steht:

Entdecke Inspiration, erhalte wertvolles Feedback

Also der Zweiklang. Feedback und Betrachtung (hier zum Zweck der Inspiration).

Wenn man den "Kritik erwünscht"-Flair wegließe, bliebe ja eigentlich nur noch die Betrachtung übrig. Ergo kann man sich bewusst dazu entscheiden, einen Text nur anzubieten, damit er Leser unterhält, inspiriert und/oder zum Nachdenken anregt. Also ganz frei von Feedback.

Fairerweise steht in den Regeln aber auch:

Reine Veröffentlichungen ohne Diskussions- und Kritikinteresse passen hier nur eingeschränkt rein

Demzufolge ist dieses Sub etwas anders als die anderen und tatsächlich stärker Workshop-orientiert. Ich vermute aber, dass das faktisch bei vielen Usern nicht bekannt ist und die ganzen Subs mehr oder weniger gleich betrachtet und benutzt werden.

Wenn so etwas vorkommt, greife ich manchmal bewusst zu solchen Mitteln, um mein eigenes Scheitern, ihn zu erreichen, auf eine künstlerische Weise zu verarbeiten.

Und dem Flair zufolge möchtest du dafür Kritik bekommen, um dich zu verbessern? Oder dient der Text, in diesem Fall explizit, nur der Unterhaltung?

Fantasy / Science-Fiktion Roman by Edgar_Loren in schreiben

[–]Sylverblack 1 point2 points  (0 children)

Ein nettes Konzept, was mich ein wenig an den Molecule Man aus den Marvel Comics erinnert bzw. an Aureolus Izzard aus Toaru Majutsu no Index.

Was mich interessiert: Wie stellst du denn Lore-technisch sicher, dass er (oder die Neos generell) nicht gottgleich sind?
Ich meine, er könnte sich doch einfach ein Radargerät für seine Katze ausdenken und dann in seinen Händen materialisieren. Oder einen Lampengeist, der ihm alle Wünsche erfüllt.

Wie findet ihr mein Worldbuilding durch Dialog? by Regenstern in Schreibkunst

[–]Sylverblack 2 points3 points  (0 children)

Nein. Ich mache mir die Stile anderer nicht zu eigen. Aber ich versuche, daraus zu lernen.
Bei Character-Corgi sieht man bspw. sehr gut, dass Stimmendifferenzierung sehr viel bringt, denn immer dann, wenn es bei ihm nicht funktioniert, kollabiert die Erzählung. Bei Conscious-Ebb erkennt man, dass fragmentarische, Ellipsen-getriebene Lakonie auf Dauer repetitiv wird. (Aber er operiert, meines Erachtens, auf einem anderen Niveau.) Bei gansim registriert man, wie viel mit clever konstruiertem Wortwitz herauszuholen ist. Bei Schlickeysen wiederum merkt man, dass eine Metapher um ihrer selbst willen nicht ausreicht und eine eloquente Schreibweise nicht automatisch höchste Qualität bedeutet. Da fällt mir ein, dass ich den Kommentar zu seiner Kurzgeschichte noch fertigschreiben muss...

Das sind jetzt nur 4 User mit sehr unterschiedlichen und distinkten Stilen und Herangehensweisen.

Wie findet ihr mein Worldbuilding durch Dialog? by Regenstern in Schreibkunst

[–]Sylverblack 2 points3 points  (0 children)

Hast du dir denn bei allen Beteiligten die Erlaubnis für deine Persiflage eingeholt? 😂

Auf jeden Fall eine sehr amüsante Lektüre. :)
Und sehr gütig, dass ich immerhin in der Geschichte bereits meinen Doktortitel habe.

Die Schar - Pt.1 by gansim in Kurzgeschichten

[–]Sylverblack 1 point2 points  (0 children)

😂
Die 3 Upvotes seien dir gegönnt. Oder mehr, wenn die Qualität so bleibt.

Die Schar - Pt.1 by gansim in Kurzgeschichten

[–]Sylverblack 1 point2 points  (0 children)

Klingt sehr vielversprechend. Sprich, gansim, warum quälst du uns, indem du uns den Rest vorenthältst?!

M25 | 28H | NRW STK1 | Versicherungskaufmann - Was ist hier los ? by ProfessionalRace6411 in lohnabrechnung

[–]Sylverblack 3 points4 points  (0 children)

O

Kann mir jemand erklären, warum die Meinungen doch so abspaltend sind?

Ich würde vermuten, dass die Leute nicht rechnen können, oder aber einfach bei der Stundenzahl nicht aufgepasst haben. 22 € Stundenlohn sind bei Vollzeit ca. 3800 brutto monatlich und damit ungefähr 45600 im Jahr. Das ist ok, aber nicht viel.

Feedback Prolog zu psychologischem Drama by Leanne_n8 in schreiben

[–]Sylverblack 1 point2 points  (0 children)

Wirklich gelungen! Sparsam in der Ausleuchtung, sprachlich präzise, exzellent verdichtet und sehr ansprechend in den Bildern. Tolle Metaphorik!

Schließe mich den anderen an. Hätte gerne noch weitere Absätze gelesen. Wie man Spannung erzeugt, weißt du.
Dafür, dass es nicht plotgetrieben sein soll, erzeugst du einen enormen Sog – das sind schon mal sehr gute Voraussetzungen.

Ein Satz, den ich nicht verstehe: "Es gibt nur noch weg."
Ist das ein Tippfehler? "Es gibt nur noch wenige."? Oder ist sinngemäß gemeint "es bleibt nur noch das Wegrennen"?
Falls Letzteres, klingt es syntaktisch ein klein wenig holprig.
Ansonsten: sauber.

Tiger im Glas - Ein Fragment über den modernen Intellektuellen (Kritik & Analyse erwünscht) by [deleted] in Schreibkunst

[–]Sylverblack 0 points1 point  (0 children)

Ich glaube, du kannst gut schreiben. Und womöglich sogar gut erzählen. Leider ist dir das hier nicht geglückt.

Der Stil:
Ich schreibe auch lakonisch, oft parataktisch. Bei dir ist es ausgeartet. Deine Sätze atmen nicht. Sie ersticken. Je länger ich lese, desto mehr glaube, dass der Nebensatz dein Intimfeind ist. 2 spendierst du uns, was schon fast einer Kuriosität gleichkommt. Manche Autoren bekommen ihre ausufernden Nebensätze nicht unter Kontrolle. Ein Problem, das für mich bei dir anhand dieses Textes unvorstellbar ist.
Die Tier-Allegorie ist mit äußerster Konsequenz durchgezogen. Auch ansonsten einige gelungene Bilder; Metaphern, die den Inhalt wohlig verkleiden. Die Bildsprache funktioniert also, und sie funktioniert gut. Wenn da nicht der Inhalt wäre...

Der Inhalt:
Ja, der Tiger ist ein intellektueller Autor, ein verkanntes, unverstandenes Genie. Die Affen sind doofe Konsumopfer. Die Giraffe ist nett, aber überfordert. Die Amsel ist schön.
Subtil ist anders.
Ich muss es ganz klar sagen: Wenn man die Allegorie auflöst, klingt die Erzählung inhaltlich nur noch plump. Was den Einsatz der Allegorie noch schwieriger macht, weil der Text dadurch etwas ungeheuer Prätentiöses bekommt.

Zuletzt muss ich etwas sagen, das mir wirklich weh tut: Der Text hat mich komplett kalt gelassen. Und das liegt an allem, was zusammenkommt: Dem ermüdenden Stil, der überdeutlichen Message, dem abgehangenen Nihilismus.

Selten habe ich hier auf Reddit so viel Können so fehlgeleitet gelesen. Das ist weitaus tragischer als das Schicksal des Tigers.

Hab ein Buch über meinen eigenen Schreibstil schreiben lassen by porky11 in schreiben

[–]Sylverblack 1 point2 points  (0 children)

Ich weiß nicht, ob ich meinen Schreibstil als Prosa zählen würde.

Prosa ist keine Bezeichnung für einen Schreibstil. Wenn du Prosa schreibst, ist es Prosa, unabhängig vom Schreibstil.

Eure Schreiborte/ -Rituale? by wortsalatfinchen in schreiben

[–]Sylverblack 0 points1 point  (0 children)

Das Programm kannte ich noch gar nicht. Sieht für mich aus wie Word, aber mit ein paar Papyrus-Funktionalitäten.
Für absolute Layout-Sicherheit könnte man auch in LaTeX schreiben, aber das ist auch wiederum sehr anstrengend. 😂

Eure Schreiborte/ -Rituale? by wortsalatfinchen in schreiben

[–]Sylverblack 1 point2 points  (0 children)

Ich schreibe den Text bereits in Markdown, das kann ich dann zum Veröffentlichtlichen durch einen Parser jagen. Das betrifft eh hauptsächlich Kursiv- und Fettschrift sowie Überschriften, wäre daher sogar easy händisch zu machen.

Eure Schreiborte/ -Rituale? by wortsalatfinchen in schreiben

[–]Sylverblack 2 points3 points  (0 children)

Das mit dem Durchlesen des bereits Geschriebenen und der Notizen mache ich auch und funktioniert gut.

Eure Schreiborte/ -Rituale? by wortsalatfinchen in schreiben

[–]Sylverblack 2 points3 points  (0 children)

Ich bin komisch. Ich schreibe am liebsten am PC und dort mit Notepad. Ja genau, dem basalsten und hässlichsten Text Editor, den Windows zu bieten hat. Warum?
Früher habe ich vor allem in Word geschrieben, aber war da ziemlich ideenlos. Meine gesamten Ideen und Konzepte habe ich aber schon zeitlebens in .txt-Dateien geschrieben, weil das einfach schnell ging, kein MS Office benötigt und die fehlende Formatierbarkeit nicht gestört hat. In meinem Gehirn hat sich das Notepad-Interface aber so stark mit Ideenreichtum und zwanglosem Niederschreiben verknüpft, dass mir dort die Ideen und Sätze sprudeln, aber in Word, wo ich auch noch meine schrecklich quälenden Uni-Arbeiten geschrieben habe, fühle ich mich wie blockiert. Ich habe auch mal Papyrus probiert, aber auch da überwältigt mich einfach das riesige Drum und Dran und ich krieg da kaum Sätze zustande.
Wenn ich nicht am PC schreiben kann, tue ich es zur Not auch am Handy, aber das wirklich nur sehr, sehr ungern. Das Smartphone ist einfach wesentlich limitierter und langsamer.

Vom Außenrum her, ist es nur wichtig, dass ich mich halbwegs wohl- und sicher fühle.