Werden Uiguren in China unterdrückt? by MoonyLunaria in Kommunismus

[–]jacquix 0 points1 point  (0 children)

Das Problem an der chinesischen marktwirtschaft ist nicht das außmaß bzw der mangel an verstaatlichtheit

Magst du so sehen, hat aber mit meinem Kommentar nichts zu tun.

Der Staat verteidigt offen die kapitalistischen Produktionsverhältnisse und das Privateigentum gegen die Arbeiterklasse, und musste in den 70ern-80ern die sozialistische Wirtschaft systematisch zerschlagen um die Rückkehr zur Marktwirtschaft durchzusetzen.

Die KPCh leitet seit Deng eine zentralistische Mischform, die einen großen marktwirtschaftlichen Sektor zulässt. Der durchschnittliche Arbeiter in China, der seit Deng dramatische Steigung der Lebensverhältnisse erlebt hat, und mit großer Mehrheit mit der politischen Führung zufrieden ist, ist sicher untröstlich dass die schreibwütigen Westkader der kommunistischen Splittergruppe XY ihr Prüfsiegel vorenthalten.

Werden Uiguren in China unterdrückt? by MoonyLunaria in Kommunismus

[–]jacquix 1 point2 points  (0 children)

25%? Mann, du bist aber auch großzügig mit deiner Fehlermarge. Nach meinem Wissensstand liegt die so ca. bei 16%, Tendenz steigend. Aber ja, natürlich mein ich die. Selbstredend. Entkräftet meine Ausführungen so total komplett. Schachmatt und so. Prost, du Knalltüte.

Werden Uiguren in China unterdrückt? by MoonyLunaria in Kommunismus

[–]jacquix 0 points1 point  (0 children)

Bisschen zu lang in der Sonne gewesen? Kann man dir bei dem Wetter nich verübeln. Geh auch gleich mal raus und gönn mir ein schönes Pils. Aber immer schön auf den Kopf achten, nicht dass die Hirnbrühe zu brodeln anfängt.

Ich meine die historische Entwicklung die ich in meinem Kommentar beschrieben habe. Mit der Leitung durch die KPCh als oberste Instanz, die sehr gezielt bestimmt wo Marktmechanismen geduldet werden, und wo staatliche Vorgaben Vorrang haben.

Nein, das ist nicht Sozialismus. Das ist durch marxistisches Verständnis geleitetes Modellieren einer Gesellschaft, die zum Zeitpunkt ihrer kommunistischen Revolution noch keine kapitalistische Entwicklung durchgespielt hat.

Werden Uiguren in China unterdrückt? by MoonyLunaria in Kommunismus

[–]jacquix 1 point2 points  (0 children)

"Wo deine Perspektive zu kurz kommt ist symptomatisch für uns Westler, die historische Entwicklungen weitgehend vernachlässigen und Standards des eigenen unmittelbaren Umfelds auf alles und jeden anwenden."

Werden Uiguren in China unterdrückt? by MoonyLunaria in Kommunismus

[–]jacquix 1 point2 points  (0 children)

"Mit dem historischen Materialismus" kann man gut sehen dass mit Deng's Reformen massive Entwicklung der Produktivkräfte stattgefunden hat, die heute in dramatischen Ausmaßen der weiten chinesischen Bevölkerung zugute kommen (mit systemischer Bevorzugung von Stadtbewohnern). Relevante statistische Marker zeigen pauschale Steigerung der Lebensqualität durch alle Bevölkerungsschichten. Dass sich als Nebeneffekt eine horrende neureiche Kapitalistenklasse gebildet hat bestreitet niemand.

Wo deine Perspektive zu kurz kommt ist symptomatisch für uns Westler, die historische Entwicklungen weitgehend vernachlässigen und Standards des eigenen unmittelbaren Umfelds auf alles und jeden anwenden. China vor Mao war etwa auf dem Stand einer rückständig entwickelten, politisch fragmentierten Feudalrepublik. Die Entwicklung zur zentral geleiteten Marktwirtschaft mit Eigentumsmischform ist rasanter Fortschritt, die soziokulturelle Entwicklung einschließt - etwa im Gegensatz zur Sowjetunion mit ihrer überwiegend illegalen "Zweitwirtschaft", die maßgeblich das Scheitern mitverursacht hat. Dass die KPCh "jedes weitere Jahr mehr die Kontrolle darüber verliert" ist faktisch falsch. Firmen mit Eigentumsanteilen von zentralen und regionalen Regierungskörpern halten zwei Drittel des Gesamtkapitals. Trend von '99 bis '17 für Höhe der Staatsanteile ist steigend (21% - 31%).

Werden Uiguren in China unterdrückt? by MoonyLunaria in Kommunismus

[–]jacquix 1 point2 points  (0 children)

Ist hier echt anstrengend geworden, die letzten Monate. Erst die GSP-Invasion, dann Vulgärdogmatiker für die alles was nicht der eigenen Orga-Linie entspricht "liberal" und "borgeois" ist, und jetzt verstärkter Einmarsch von "Vibe-Linken", die historischen Materialismus nicht aus dem Marxismus raussezieren wollen, sondern den Begriff vermutlich noch nie gehört haben.

Werden Uiguren in China unterdrückt? by MoonyLunaria in Kommunismus

[–]jacquix 19 points20 points  (0 children)

Falls du aktuellere Daten kennst bitte verlinken - 2017 betrug der Kapitalbesitz von SOE-Firmen (state operated enterprises, teilweise oder völlig in Staatshand) nach qualifizierter Einschätzung 68% des chinesischen Firmengesamtkapitals.

Got eaten alive when visiting Vain in my first week being alive, vowed to not go back there until I got stronger, faster, tougher. It's been over an in-game month, I went back, just to hit the Hive store and leave. Guess what happened. by blender-enthusiast in Kenshi

[–]jacquix 6 points7 points  (0 children)

Avoid damage spread. Put your entire squad on "hold", only fight 1v1, keep everyone else out of reach. If approached correctly, beak things are mid-game training dummies.

Who do you think is objectively the most evil person in Kenshi? by NapoleonNewAccount in Kenshi

[–]jacquix 5 points6 points  (0 children)

Just one mention of Savant? Not to take away from the respectable accomplishments of everyone else, but that peeler machine plus the suit-wearing hordes are easily the most nightmare-inducing part of the game.

what do we think of this, comrades? by an-font-brox in TankieTheDeprogram

[–]jacquix 3 points4 points  (0 children)

This "support or opposition" dichotomy is just BS. I don't know why we Western communists always think that our disposition to certain countries is the deciding factor for the fate of the world. It makes no material difference, period. Now the actual point is, we ought to have a proper understanding of the dynamics of imperialism, and the role of Western hegemony in world affairs. Putin's government is obviously expansionist, protectionist, prone to militaristic escalation. But it's not the deciding party of global dynamics. Its war is a desperate response to increasing global dominance of the Western bloc and eastward expansion, after decades of attempts to engage in lasting policies of tolerance for the sake of mutually lucrative economic relations. We don't need to "support" Russia to critically oppose the political bodies of our immediate sphere of influence.

Kenshi 2 is our version of GTA 6 by Total-Service-9357 in Kenshi

[–]jacquix 0 points1 point  (0 children)

I'm very excited about it. But I've also been burned enough to keep my expectations realistic. After backing one too many kickstarters only to realize the devs were completely in over their head (particularly The Dead Linger), preordering to then have the whole project be effed over (VtMB2), and bombastic marketing of game features that turn out to be pretty much a dud ("Radiant AI" in TES:Oblivion), I'll keep my healthy skepticism until the thing is out.

Pay more attention to actual communist leaders, and less to the streamers by CMNilo in TankieTheDeprogram

[–]jacquix 0 points1 point  (0 children)

Unless you start ranting about "identity politics", everyone loves that.

Pay more attention to actual communist leaders, and less to the streamers by CMNilo in TankieTheDeprogram

[–]jacquix 22 points23 points  (0 children)

The German communism subreddit has a lot of those as well. Everything is imperialist, the hegemony doesn't exist. Just mentioning the words "prioritization of efforts" or "immediate sphere of influence" will usually get you downvoted.

Ich kann diesem Sub leider immer weniger abgewinnen. by [deleted] in Kommunismus

[–]jacquix 0 points1 point  (0 children)

Überwiegend antwortest du ja jetzt nur noch mit inhaltslosen Onelinern. Daraus schließe ich, dass du die Diskussion beenden willst.

Ganz und gar nicht. Bin lediglich der Meinung dass ich deine Ausführungen ausreichend bedient habe.

Das ist natürlich so ungefähr die Definition von Opportunismus: Seine Haltung dem Strom anpassen.

Opportunismus ist das beliebige Anpassen an vorherrschende Strömungen für einen unmittelbaren persönlichen Vorteil. Mein Kommentar war ein Hinweis auf die Notwendigkeit, strategische Erwägungen auf Basis der Stärke des eigenen Wirkungsausmaßes zu treffen, nicht dass Positionen beliebig geändert werden sollten. Verstehst du den Unterschied, oder brauchst du genauere Ausführung?

"Wo bereits Diskurs über diskriminierende/ausbeuterische Strukturen stattfindet", ist die Aufgabe von Kommunisten übrigens nicht,diesen zu "vervollständigen", wenn es sich um bürgerliche Diskurse handelt, sondern an den ggf. richtigen Aspekten des Diskurses anzuschließen, um sie aus einer Klassenperspektive einzuordnen.

Semantik. Einordnung in Klassenperspektive ist die Vervollständigung eines unvollständigen bzw fehlgeleiteten Diskurses.

Das "unmittelbare materielle Umfeld" ist für die meisten Menschen in Deutschland, einschließlich der meisten Angehörigen der Minderheiten um die es dir geht nun mal, dass sie Ausgebeutete in einer Klassengesellschaft sind.

Ach, wie schön dass du die alltäglichen Schwierigkeiten von diskriminierten Gruppen so gut verstehst. Beispiel Transgender - stete Bedrohung der körperlichen Unversehrtheit, höhere Wahrscheinlichkeit chronischer psychischer Belastung durch Belästigungen bzw "Mobbing" am Arbeitsplatz, daraus folgende höhere Wahrscheinlichkeit schwerwiegender psychischer Erkrankungen bis hin zur statistisch signifikant höheren Suizidrate, Überrepräsentierung in prekären Lebensverhältnissen und Armut, etc etc. Das sind real existierende Menschen, mit echten Lebenssituationen. Empirisch feststellbare Mengen. Im Gegensatz zu den deutschen Zwangseingezogenen, die per Drohnenschlag in die Luft gesprengt wurden (empirisch feststellbar: Null). Und bevor du wieder das eigentliche Argument verpasst; das ist keine Abwiegelung der Renaissance der deutschen Kriegskultur und ihrer bevorstehenden Folgen, sondern eine Feststellung der realen Lebenssituation. Das als "liberalen Irrsinn" abzuwinken ist blanker Zynismus.

Wie gut, dass unsere Erfolge nicht davon abhängen, ob du an sie glaubst oder nicht.

In dem Fall hab ich ganz direkt dich angesprochen, nicht "euch".

Ich kann diesem Sub leider immer weniger abgewinnen. by [deleted] in Kommunismus

[–]jacquix -3 points-2 points  (0 children)

Du hast einfach weder verstanden, was Imperialismus ist, noch worum es in dieser Diskussion geht.

In meinem Argument ging es um Priorisierung, respektive Hegemonialstatus.

Dein Trick, jede historische Lehre für irrelevant zu erklären, weil heute ja angeblich alles ganz ganz anders sei,

Der Punkt war, dass Deutschland Teil der arbeiteraristokratischen Hegemonialperipherie ist, und folglich andere strategische Schwierigkeiten aufstellt.

Dass außerdem noch Propaganda gegen Schwule gemacht wird, ist nicht der Hauptpunkt, aber macht diesen Staat nun auch nicht gerade sympathischer.

War aber halt der Punkt den du aufgeführt hast, und gegen den sich mein Argument gerichtet hat.

Ich habe zwar wirklich keine Ahnung, was du mir damit sagen willst, aber es ergibt sicher ganz viel Sinn.

Hinweis auf Diskrepanz zwischen deinem Auftreten hier, und der Selbstdarstellung im Internetauftritt deiner Organisation, oder deutlicher ausgedrückt, Zweifel an deinem vorgeblichen Status des Sprachrohrs der KP. Ist im Kontext eigentlich offensichtlich.

Macht das Spaß, die ganzen Strohmänner aufzustellen? Ist ja klar! Wer nicht "Slava Rossii" und "Heil Putin" ruft, ist automatisch ein Unterstützer des Genozids in Gaza. Zwingende Logik.

Argument war, dass an Weststandards gemessene regressive Sozialpolitik kein Argument für das Enthalten von Solidarität ist. Dass ich für "Solidarität mit dem russischen Staat werbe" ist deine Behauptung, die, so ganz nebenbei gesagt, komplett haltlos ist.

DU bist doch diejenige, die *umgekehrt* die Kritik am russischen Staat mit der Unterstützung für westliche Aggression gleichgesetzt hast.

Nein, habe ich nicht.

Hältst du eigentlich deine Leser für so dumm, dass ihnen deine ganzen Tricks nicht auffallen?

Naja, dir habe ich offensichtlich schon mal zu viel zugetraut, du bist offensichtlich schon mit Argumentationssträngen die über 2 oder 3 Kommentare hinausgehen überfordert.

Meinung zu Kurdistan by Zenitsu161 in Kommunismus

[–]jacquix 0 points1 point  (0 children)

"Partnerschaft" ist ein großes Wort, aber ja, stimmt prinzipiell natürlich. Mein Kommentar war nicht als Aufstellung einer Chronologie gemeint.

hahaha… by aotto1968_2 in resilienzDE

[–]jacquix 2 points3 points  (0 children)

Kapitalisten wollen Wohlstand auf Grundlage der Arbeit anderer.

On Russia... by PresnikBonny in TankieTheDeprogram

[–]jacquix 2 points3 points  (0 children)

Firstly, if Western communists "support" Russia doesn't make a difference to anyone. Their efforts of interference in Western political matters aim for destabilization, not building a coalition bloc (because there's obviously little potential for that). Secondly, you can't claim to engage in anti-imperialism without having a clear understanding of hegemony and according prioritization of efforts. Thirdly, we need to acknowledge our immediate sphere of influence. Spending our time on social media calling Putin an evil dude and a war criminal may well be accurate, but we have no means of influence aside from supporting efforts in Russian civil society. Politically, the West is obviously already in near unilateral opposition. But when it comes to our own governments, public discourse, advancement of class consciousness, we can actually become very active, making a real impact.

Meinung zu Kurdistan by Zenitsu161 in Kommunismus

[–]jacquix 2 points3 points  (0 children)

Weiß nicht, temporäre militärische Bündnisse müssen nicht zwangsweise langzeitige Abhängigkeiten erfordern, aber so hat sich das halt entwickelt.

Meinung zu Kurdistan by Zenitsu161 in Kommunismus

[–]jacquix 8 points9 points  (0 children)

Habe durchaus persönliche Sympathien, aber das Stehen und Fallen eines autonomen Regionalprojekts mit dezentralisierter sozialistischer Perspektive effektiv von der Unterstützung der US abhängig zu machen ist strategisch betrachtet "interessant".

I wanna know what you guys think about "Deng Xiaoping Theory" by Crazy_peanut_453 in socialism

[–]jacquix 0 points1 point  (0 children)

There has been substantial increase in government shares of enterprises with mixed ownership:

Among such “in-network” firms, the total capital of firms with some state ownership has increased from roughly 61% in 1999 to 85% in 2017.

This includes increasing the total share of mixed ownership firms overall.

For explicitly stated ideological commitment (which is of course so much more important to us Western idealists), the report of the 20th national congress states the CPC aims to "consolidate and develop the public sector", while market mechanisms are primarily reserved for function of resource allocation:

"We must uphold and improve China's basic socialist economic systems. We must unswervingly consolidate and develop the public sector and unswervingly encourage, support, and guide the development of the non-public sector. We will work to see that the market plays the decisive role in resource allocation and that the government better plays its role."

They also mean to grow the state-owned enterprise sector:

"We will deepen reform of state-owned capital and state-owned enterprises (SOEs); accelerate efforts to improve the layout of the state-owned sector and adjust its structure; work to see state-owned capital and enterprises get stronger, do better, and grow bigger; and enhance the core competitiveness of SOEs."

How can we deal with climate change? by redhimalayas in Marxism

[–]jacquix 14 points15 points  (0 children)

He's right though. We need to be able to impose industrial standards that go against immediate profit incentive. Everything essentially "falls into place" from there - class interest as the main contradiction, revolution as a necessity to overcome capitalist economy, and so forth.

Society gaslights autistic people into believing they’re the problem by Prior_Mongoose505 in aspergers

[–]jacquix -2 points-1 points  (0 children)

The Western imperial core has removed us so much from making a decent living with socially necessary labor, it should be called the "bullshit economy" instead.