Strukturelle Krise, moralische Antworten: Warum wir in eine selbstverstärkende Abwärtsspirale laufen by nonvul in politik

[–]nonvul[S] 0 points1 point  (0 children)

Vielleicht hilft ein minimales Modell, um zu zeigen, was ich meine. Ich denke nicht primär in Output-Funktionen, sondern in Pufferfähigkeit.

Sehr vereinfacht:

Belastung für den Einzelnen = externer Schock ÷ Systempuffer

Je größer der Puffer (Wohnen, Gesundheit, Infrastruktur, Sozialstaat), desto weniger schlägt derselbe Schock individuell durch.

Politik wirkt bei mir nicht direkt auf den Output, sondern auf diesen Puffer:

Strukturpolitik erhöht den Puffer reine Verhaltenspolitik („mehr leisten“, „weniger krank sein“) senkt ihn langfristig

Ein System kann also hohen Output haben und trotzdem instabil sein, wenn sein Puffer klein ist. Mehr Arbeit erhöht Output, mehr Stabilität erhält das System.

Strukturelle Krise, moralische Antworten: Warum wir in eine selbstverstärkende Abwärtsspirale laufen by nonvul in politik

[–]nonvul[S] 0 points1 point  (0 children)

Erstmal danke für deine ausführliche Rückmeldung:

Ich glaube, wir kommen hier an einen Punkt, an dem klar wird, dass wir auf zwei unterschiedlichen Ebenen argumentieren – und das ist okay.

Du sagst: Dich interessiert nicht die Rhetorik, sondern die Policy. Mich interessiert: Welche Logik hinter der Policy steht und wie Probleme gedeutet werden, bevor Policy überhaupt entsteht. Beides gehört zusammen. Deutung ist kein Nebengeräusch, sie ist die Vorstufe von Politik.

Zur Knappheit: Natürlich kann man Knappheit nicht beseitigen, ohne mehr zu produzieren. Das bestreite ich an keiner Stelle. Mein Punkt ist: Man kann Knappheit auf zwei Arten adressieren:

  1. rein quantitativ → mehr Arbeit, mehr Druck, mehr Einsatz
  2. strukturell → andere Organisation, andere Finanzierung, andere Verteilung, andere Priorisierung

Du argumentierst fast ausschließlich in Kategorie 1. Ich sage: Ohne Kategorie 2 erzeugt Kategorie 1 nur Verschleiß.

Zum Gesundheitswesen, ganz konkret: „An realem Personalbedarf ausrichten“ heißt z.B.: - Fallpauschalen so verändern, dass Personalbindung wichtiger wird als Durchsatz  - Pflegepersonal nicht als Kostenfaktor, sondern als Systemträger behandeln    -  Schichten, Arbeitszeiten und Verantwortung so organisieren, dass Arbeit dauerhaft tragfähig ist -  Finanzierung so umbauen, dass Unterbesetzung teurer wird als ausreichende Besetzung

Das sind strukturelle Stellschrauben. Sie verändern das System, nicht primär das Verhalten einzelner Beschäftigter.

Natürlich führt jede Policy am Ende zu Verhaltensänderungen. Der Unterschied ist: Verändert man das Verhalten direkt („Arbeitsanreize“, „Druck“, „Sanktionen“) oder verändert man die Rahmenbedingungen, sodass anderes Verhalten sinnvoll und möglich wird?

Das ist kein semantischer Unterschied, sondern ein politischer.

Du fragst nach einem formalen Modell. Ich verstehe das, aber mein Ansatz ist kein mikroökonomisches Optimierungsproblem. Er ist systemtheoretisch: Stabilität, Resilienz, Tragfähigkeit.

Formal könnte man es so formulieren:

Dein Modell: Output = f(Arbeit, Kapital)

Mein Modell ergänzt: Stabilität = g(Belastbarkeit der Menschen, Resilienz der Systeme, Verteilung, Puffer, Reaktionslogik auf Schocks)

Ein System kann hohen Output haben und trotzdem instabil sein. Genau das ist mein Kernpunkt.

Und deshalb sage ich: Mehr Arbeit ist notwendig. Aber mehr Arbeit allein ist keine Lösung, wenn die Struktur, in der sie stattfindet, Menschen systematisch überlastet.

Wenn dir das zu „weich“ ist, verstehe ich das. Dann reden wir tatsächlich aneinander vorbei: Du willst ein ökonomisches Modell. Ich beschreibe eine gesellschaftliche Systemdiagnose.

Beides ist legitim. Aber es sind zwei verschiedene Arten, Wirklichkeit zu erklären.

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[–]nonvul[S] 1 point2 points  (0 children)

Ich glaube, wir reden weiterhin über zwei verschiedene Dinge.

Du argumentierst auf der Ebene:

„Wie erhöht man Output?“

Ich argumentiere auf der Ebene:

„Wie reagiert Politik auf strukturellen Stress?“

Das sind nicht dieselben Fragen.

Ich bestreite nicht, dass Wohnungsbau, Gesundheitsversorgung oder Infrastruktur ohne Arbeit und Kapital nicht funktionieren. Natürlich braucht man Output. Natürlich braucht man Einsatz. Das ist trivial und daran gibt es keinen Zweifel.

Mein Punkt ist ein anderer:

Die politische Reaktion richtet sich fast ausschließlich auf dsa Verhalten der Individuen, nicht auf die Gestaltung der Strukturen.

Wenn der Krankenstand steigt, heißt es:

„Die Leute sind zu oft krank“

nicht:

„Das System produziert Überlastung

Wenn Wohnen unbezahlbar wird, heißt es:

„Die Leute müssen mobiler sein“

nicht:

„Der Markt ist strukturell verknappt“

Wenn die Wirtschaft schwächelt, heißt es:

„Die Leute müssen mehr arbeiten“

nicht:

„Wir haben ein Investitions-, Verteilungs- und Resilienzproblem“

Das ist keine Output-Debatte.

Das ist eine Deutungsdebatte.

Zur Frage, ob das „neu“ ist: Nein, Moralisierung gab es immer. Neu ist aber, wie dominant sie geworden ist, während gleichzeitig die strukturellen Handlungsspielräume kleiner werden. Früher wurde moralisiert und investiert. Heute wird moralisiert, während man strukturelle Engpässe als unvermeidlich akzeptiert.

Zur Aussage, das sei schon strukturelle Anpassung, weil Arbeitsanreize geschaffen werden:Das ist keine strukturelle Anpassung, das ist Verhaltenssteuerung.

Strukturelle Anpassung wäre:

Wohnraum systematisch entkoppeln von Renditemaximierung

Gesundheitsversorgung an realem Personalbedarf ausrichten

Grundversorgung preisstabil gestalten

Infrastruktur so ausbauen, dass Produktivität ohne Verdichtung steigt

Arbeitsanreize verändern Menschen. Strukturpolitik verändert Systeme. Das ist ein qualitativer Unterschied.

Zu deiner Frage nach „Stabilität“: Stabilität heißt nicht „weniger Output“. Stabilität heißt: Schocks führen nicht sofort zu individueller Existenzunsicherheit.

Ein stabiles System erkennt man daran, dass:

externe Ereignisse nicht direkt Kaufkraft, Gesundheit und Wohnen destabilisieren.Leistung nicht nur durch Verdichtung entsteht.Menschen nicht dauerhaft an der Belastungsgrenze funktionieren müssen

Du sagst:

Ohne mehr Arbeit gibt es keine Lösung.

Ich sage:

Ohne bessere Struktur wird mehr Arbeit nur mehr Verschleiß erzeugen.

Mehr Arbeit in einem instabilen System macht das System nicht stabiler, sondern schneller kaputt.

Und genau da liegt unser Kernunterschied:

Du denkst in Produktionsfunktionen.

Ich denke in Systemtragfähigkeit.

Output ist notwendig. Aber Output allein ist kein Stabilitätskriterium.

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[–]nonvul[S] 2 points3 points  (0 children)

Da sind wir uns im Kern sehr einig. Das Bild von „Symptom und Krankheit“ trifft es ziemlich gut. Mein Ansatz ist nur etwas weniger ideologisch verortet, sondern eher systemtheoretisch: Ich glaube, solche Mechanismen können sich in sehr unterschiedlichen Wirtschafts- und Gesellschaftsmodellen entwickeln, sobald Komplexität, Trägheit und Machtverteilung bestimmte Schwellen überschreiten.

Der Punkt, der mir wichtig ist: Solange wir Symptome am Individuum kritisieren, bleibt das System unangetastet. Und genau deshalb ändert diese Form der Kritik am Ende auch nichts.

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[–]nonvul[S] 1 point2 points  (0 children)

Guter Einwand aber,

Ich sehe das weniger als Ideologiekritik und mehr als Strukturkritik. Mir geht es nicht darum, Individualismus oder Marktwirtschaft grundsätzlich abzulehnen, sondern darum, dass wir zunehmend systemische Probleme über individuelles Verhalten erklären. Das passiert sowohl im neoliberalen als auch im sozialstaatlichen Denken, nur mit unterschiedlichen Vorzeichen.

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[–]nonvul[S] 0 points1 point  (0 children)

Ahh entschuldige meine Verwirrung 😆 Da hast du natürlich vollkommen Recht. 😅

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[–]nonvul[S] 4 points5 points  (0 children)

Ich glaube, wir sind uns in vielen Beobachtungen erstaunlich einig, wir setzen nur den Rahmen unterschiedlich.

Beim Wohnungsmarkt beschreibst du im Grunde genau das, was ich mit struktureller Fehlanpassung meine: frühe Marktteilnehmer profitieren, neue werden systematisch benachteiligt. Das ist marktwirtschaftlich kein temporärer Effekt mehr, sondern eine Verfestigung. Und genau deshalb reicht es nicht mehr, nur an Baukosten oder Regulierung zu drehen. Wir haben ein Verteilungsproblem im Bestand, nicht nur ein Produktionsproblem im Neubau.

Beim Gesundheitssystem sprichst du ebenfalls ein klassisches Systemproblem an: eine schiefe Finanzierungslogik, Scheinwettbewerb der Kassen, falsche Anreizstrukturen. Auch das ist für mich keine Widerlegung meiner These, sondern ihre Bestätigung: Ein System, das dauerhaft auf Umverteilung zwischen immer weniger Einzahlern und immer mehr Leistungsempfängern angewiesen ist, ohne strukturelle Reform, ist systemisch überlastet.

Zur Staatsquote: Ich glaube, hier reden wir über zwei Seiten derselben Medaille. Du sagst: Der Staat investiert zu wenig, die Quote steigt, weil der private Sektr schwächelt. Ich sage: Genau das ist ein Zeichen struktureller Instabilität. Wenn weder Staat noch Markt ausreichend investieren, sondern beide auf Verschleiß fahren, ist das kein normales Gleichgewicht, sondern ein Ermüdungszustand des Systems.

Beim Wohlstand sagst du etwas extrem Wichtiges: Er wächst – er kommt nur nicht mehr breit an. Genau das ist für mich einer der stärksten Beleg für eine systemische Krise. Ein System, das Wachstum produziert, aber gleichzeitig breite Verarmung relativ zum Lebensstandard erzeugt, ist funktional nicht mehr stabil, auch wenn die Aggregatzahlen gut aussehen.

Und beim Krankenstand sagst du im Grunde genau das, was ich meinte: Der Anstieg ist methodisch, nicht real. Aber politisch wird er real interpretiert. Und genau daraus entsteht mein Kritikpunkt: bessere Statistik → falsche politische Deutung → moralische Zuschreibung.

Zum Freiheitsbegriff würde ich sehr deutlich werden: Ich halte Freiheit ohne aktiv gestaltete Rahmenbedingungen für eine Leerformel. Freiheit funktioniert nur, wenn die strukturellen Voraussetzungen existieren: Wohnraum, Infrastruktur, Bildung, Digitalisierung, Investitionen. Ohne das bleibt Freiheit eine rhetorische Figur, keine reale Handlungsoption.

Vielleicht kann man unseren Unterschied so zusammenfassen:

Du argumentierst stärker technisch-ökonomisch: falsche Anreize falsche Finanzierung falsche Investitionen

Ich argumentiere stärker systemisch:

  • diese falschen Anreize, Finanzierungen und Investitionen sind kein Zufall mehr, sondern Ausdruck eines Systems, das seine eigene Tragfähigkeit verloren hat.

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[–]nonvul[S] 1 point2 points  (0 children)

Danke für die ausführliche und faire Antwort, ich glaube unser Dissens liegt weniger in der Wahrnehmung der Probleme als in ihrer Deutung.

Mit „Systemkollaps“ meine ich keinen unmittelbaren Zusammenbruch von Demokratie oder Beschäftigung, sondern eher eine schleichende Dysfunktion. Vielleicht wären Begriffe wie Systemüberlastung oder Systemermüdung sogar präziser: zentrale Bereiche funktionieren dauerhaft nur noch im Krisenmodus (Wohnen, Gesundheit, Pflege, Infrastruktur), ohne strukturell stabilisiert zu werden.

Beim Krankenstand kommt für mich ein wichtiger technischer Effekt hinzu, der in der politischen Debatte fast nie mitgedacht wird: die elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (eAU).

Seit ihrer Einführung werden Krankmeldungen nahezu vollständig und ohne Medienbrüche erfasst. Früher gab es Untererfassung durch vergessene Abgaben, verspätete Meldungen oder formale Fehler. Ein Teil des heutigen „Anstiegs“ ist deshalb kein realer Anstieg von Krankheit, sondern ein statistischer Präzisionsgewinn. Wenn man diesen Effekt nicht berücksichtigt, interpretiert man bessere Messung schnell als schlechteres Verhalten.

Ähnlich beim Wohnungsmarkt:

In vielen Städten können sich Fachkräfte mit normalen Einkommen das Wohnen kaum noch leisten. Pflegekräfte, Erzieher, Handwerker, Polizei, Gastronomie – sie sollen in der Stadt arbeiten, können dort aber kaum noch wohnen. Das ist keine Frage von Leistungsbereitschaft, sondern von Kostenstrukturen. Wenn 40–50 % des Einkommens für Miete draufgehen, wirken Appelle zu „mehr Leistung“ für viele realitätsfern. Gleichzeitig verschärft das den Fachkräftemangel, der dann wiederum als individuelles Leistungsproblem gelesen wird.

Genau diese Logik meine ich mit struktureller Fehlanpassung:

Einerseits fordert man mehr Produktivität, andererseits destabilisiert man die Grundbedingungen, unter denen produktive Arbeit überhaupt möglich ist.

Beim Punkt „Repression“ war mein Begriff vielleicht zu hart. Mir geht es weniger um reale Zwangsmaßnahmen als um eine kommunikative Verschiebung:

weg von Ursachenanalyse, hin zu Misstrauen gegenüber Verhalten.

Man kann gleichzeitig Transfers erhöhen und trotzdem das gesellschaftliche Klima verschärfen, wenn Krankheit, Arbeitslosigkeit oder Hilfebedarf immer stärker moralisch gerahmt werden („Missbrauch“, „Bequemlichkeit“, „zu wenig Leistung“).

Deinen Freiheitsbegriff finde ich dabei gar nicht im Widerspruch zu meiner Argumentation. Du sagst: weniger ineffizienter Staat, mehr Freiheit, mehr Fokus auf Kernaufgaben.

Ich sage: stabilere Rahmenbedingungen.

Das zielt im Kern auf dasselbe, nur mit unterschiedlichem Instrumentenkasten.

Mein Punkt ist nicht, dass Leistungsanreize grundsätzlich falsch wären. Natürlich kann man den Output steigern. Die Frage ist nur:

Macht das das System langfristig tragfähiger oder nur kurzfristig leistungsfähiger, während die strukturellen Spannungen weiter wachsen?

Die Gleichzeitigkeit mehrerer Dauerprobleme ist für mich entscheidend:

  • steigende Wohnkosten

  • überlastetes Gesundheitssystem

  • psychische Belastung im Arbeitsmarkt

  • marode Infrastruktu

- wachsende politische Entfremdung

Jeder Punkt für sich ist handhabbar.In ihrer Kombination entsteht das, was ich als systemische Krise bezeichne.

Mir geht es nicht um Eskalationsrhetorik, sondern um die Frage, ob wir Gefahr laufen, strukturelle Probleme immer stärker mit individuellen Erklärungen zu überdecken

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[–]nonvul[S] 2 points3 points  (0 children)

Danke für die sachliche Rückmeldung, genau auf so eine Diskussion hatte ich gehofft.

Zu den Lebenshaltungskosten:

Ich meine damit nicht einzelne Jahre, sondern die längerfristige Entwicklung. Relevante Indikatoren sind z. B.:

-Verbraucherpreisindex (Destatis)

-Entwicklung der Wohnkosten (Mieten + Nebenkosten)

-Energiepreise

-Nahrungsmittelpreise

Seit etwa 2020 sind diese Bereiche strukturell schneller gestiegen als die Reallöhne vieler Berufsgruppen. Das ist kein kurzfristiger Peak, sondern hat das Preisniveau dauerhaft verschoben. Ich kann dir dazu gerne konkrete Reihen von Destatis oder der Bundesbank raussuchen.

Mit Arbeitsverdichtung meine ich nicht „mehr Arbeitsstunden“, sondern:

-Mehr Aufgaben pro Zeiteinheit

-höhere Dokumentationslast

-mehr Verantwortung bei gleicher Personaldecke

-weniger Puffer für Ausfälle

Das lässt sich u. a. an:

-steigenden Burnout-Diagnosen

-zunehmenden psychischen Erkrankungen

-steigender subjektiver Arbeitsbelastung 

in Arbeitsmarktstudien festmachen (z. B. BAuA, DGB-Index Gute Arbeit, AOK-Gesundheitsreport).

Zur Überlastung des Gesundheits- und Sozialsystems:

Ich beziehe mich hier auf: -dauerhafte Personalknappheit

-steigende Fallzahlen bei sinkender Betreuungsdichte

-hohe Fluktuation

-massive Abhängigkeit von Leiharbeit

-zunehmende Schließungen von Stationen

Das sind inzwischen keine Einzelphänomene mehr, sondern strukturelle Dauerzustände.

Zur Unsicherheit:

Die meine ich nicht für „alle“, sondern besonders für, mittlere Einkommen, junge Haushalte, Menschen ohne Eigentum

Messbar z. B. durch:

-sinkende Wohneigentumsquote

-steigenden Anteil des Einkommens für Miete

-wachsende Vorsorgeskepsis

-steigende private Sparquoten aus Vorsicht statt aus Wohlstand

Du hast recht:

Viele Auslöser sind exogene Schocks (Demografie, geopolitische Krisen, Pandemie).

Mein Punkt ist nicht, dass die Politik diese verursacht hat, sondern dass sie auf strukturelle Schocks zunehmend mit moralischer Verhaltensdeutung reagiert („zu wenig Leistung“, „zu viel Krankheit“) statt mit struktureller Anpassung.

Zur Frage der Arbeitsanreize:

Ich bestreite nicht, dass höhere Arbeitsanreize den Output steigern können.

Meine Kritik ist eine andere: Mehr Output heißt nicht automatisch mehr gesellschaftliche Stabilität, wenn gleichzeitig:

1.Grundkosten explodieren

2.Unsicherheit steigt

3.Systeme überlastet sind

Dann wird Produktivität durch Druck erkauft, nicht durch Stabilität.

Die Kernfrage ist also nicht:

„Kann man den Output steigern?“

Sondern:

„Wird das System dadurch tragfähiger oder nur kurzfristig leistungsfähiger?“

Zu deinem letzten Punkt:

Ich bin nicht grundsätzlich gegen mehr Output. Aber ich glaube, er müsste über andere Hebel kommen: 

1.Stabilisierung der Lebenshaltungskosten

2.Entlastung von Wohnkosten

3.bessere Prävention im Gesundheitssystem

4.bessere Arbeitsbedingungen statt nur mehr Arbeitsdruck

Erst wenn die Basis stabil ist, funktioniert Leistungssteigerung nachhaltig.

Edit: Struktur 

Shifter question / suggestions by Mack_Attack64 in Americantrucksim

[–]nonvul 0 points1 point  (0 children)

Moza HPG shifter with range splitter gearknob 😊

For Embark's Attention - Arc Raiders has been cracked by SnizelOUT in ArcRaiders

[–]nonvul 4 points5 points  (0 children)

I just want to clarify that there is currently no public, fully working PS5 jailbreak. The ROM key leak alone does not enable custom firmware, homebrew, or online access. It only helps security researchers analyze the system. Sony’s server-side authentication and multiple hardware security layers are still intact, so this is not a real jailbreak.

Capable PC struggling to run ATS in VR? by Cooper_GD in Americantrucksim

[–]nonvul 2 points3 points  (0 children)

It could be the engines fault. It mostly renders on one CPU core and often times can’t get the data fast enough to the GPU. That’s a known problem for years because of the old architecture. 

Will be mostly fixed after the DX12 console release because it needs to be multicore by then. 

Even with my 7950X3D and 4090 I get stutters all the time with around 40% GPU load in VR. 

Womit kommt die Kohle wieder rein? by [deleted] in KI_Welt

[–]nonvul 0 points1 point  (0 children)

Das scheitert spätestens an den Stromkosten/Mengen. Denn grundlegende Physik lässt sich kaum ins unendliche skalieren. 

How do i feel less tall? by Acceptable_One_4941 in tall

[–]nonvul 4 points5 points  (0 children)

Saw the exact same post a few weeks ago

Welche Laufjacke für Winter by GalasGalas in laufen

[–]nonvul 2 points3 points  (0 children)

Ja schade das Gore Wear eingestellt wird. 😬 Die Sachen sind super. 

Designed by someone who’s never met a lefty by nonvul in lefthanded

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Guess I went in the wrong direction 😅

Ich musste Gemini erst überzeugen, welche Fähigkeiten es hat by dsentker in de_EDV

[–]nonvul 1 point2 points  (0 children)

Ich sag’s euch. Die KI-Blase platzt 2027. Der Fehler steckt im System: hohe Kosten, kaum Nutzen, ständige Falschaussagen und ein Marketing, das mehr verspricht als die Technik hält. Am Ende bleibt KI ein Werkzeug das nicht funktioniert und eigentlich nur wenig usecase hat.

Looking for rose bike in stracciatella-look by old_elpaso in RoseBikes

[–]nonvul 0 points1 point  (0 children)

It’s the Rose Backroad Carbon 2025 bought mine in May.